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| Stell dir vor es wären Wahlen … und (fast) jeder sagt dir: Na und wenn schon. |
Berlin / Schwerin: In den vergangenen Wochen und Monaten machten wir bekanntlich mehr als ein mal darauf aufmerksam, dass die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen allmählich Dimensionen annimmt, für die Politikverweigerung allein wohl ein etwas zu gelinder Ausdruck ist. Man mag einfach nicht mehr wählen und in der Tat, wozu auch, kann man doch sicher sein, dass man von ausnahmslos jeder Partei nach der Wahl übers Ohr gehauen wird, ganz gleich unter welcher politischer Couleur sie auch auftreten mag. Die einzige Wahl die der Wähler hat, ist zwischen einer bestimmten Anzahl von Gaunerbanden zu wählen, die ihm im Anschluß an die Wahlen das Fell so oder so über die Ohren zieht. Was Wunder wenn man darüber in eine gewisse Art von Fatalismus verfällt und sich sagt, daß es angesichts solchen Szenarios auch nicht mehr darauf ankommt, daß man auch selber noch mit Hand anlegt, wenn man zum Narren gemacht wird.
Eine Denkweise, die immer mehr um sich greift und für die wir durchaus Verständnis haben, wüßten wir doch auch keine glaubhafte politische Alternative zu nennen.
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| Christian Ahrendt |
Um Wahlbeteiligungsfiaskos wie jetzt in Sachsen-Anhalt, wo im letzten März gerade mal 44,4 Prozent der Wähler, nicht gänzlich zur politischen Farce verkommen zu lassen, schlug der Schweriner Bundestagsabgeordnete Christian Ahrendt (FDP) jetzt vor, daß Landtagswahlen erst ab 50 Prozent Wahlbeteiligung Gültigkeit bekommen sollen. Anlaß dafür ist die letzte Emnid-Meinungsumfrage vom 12. August, die eine Wahlbeteiligung à la Sachsen-Anhalt prognostiziert.
Nach Meinung Ahrendts liegt die Schuld dafür bei der rot-roten Landesregierung, die nach seiner Meinung nicht nur miserable Politik macht, sondern auch den Bürger von der Demokratie entfremdet. Eine Sichtweise die durchaus zutrifft, aber in jeder Hinsicht zu kurz greift. So ist es nicht die Politik von SPD und PDS, die den Bürger der Demokratie entfremdet, sondern die Politik der Kartellparteien, zu denen auch die FDP gehört, im Ganzen. So dürfte es derzeit nicht wenige Mecklenburger und Pommern verächtlich auflachen lassen, wenn sie CDU-Parolen sehen, in denen der rot-roten Koalition vorgeworfen wird, sie würde die Leute arm machen. Tatsächlich? Die bisherige Politik der großen Koalition auf Bundesebene demonstriert, daß die CDU dies nicht minder gut kann, sondern auch noch in noch viel kürzerer Zeit, wie nicht nur HartzIV-Betroffene bestätigen werden.
Ungeachtet dessen macht es Ahrend Ehre, wenn er sich für ein solches Gültigkeitslimit einsetzt, allein die Wahrscheinlichkeit, daß er sich damit durchsetzt ist gering. So trügt ihn sein Gefühl, wonach „diese Wahl für die Landtagsabgeordneten nur eine lästige Pflichtübung ist“ keineswegs, dabei freilich vergessend, daß Bundestagsabgeordnete sich in diesem Fall nicht wesentlich von ihren Kollegen auf Länderebene unterscheiden dürften.
Doch ist es nicht nur Edelmut, was Ahrendt bewegt, ein Minimum für Landtagswahlbeteiligungen zu fordern. Wie viele seiner politischen Geistesverwandten, so fürchtet auch er, daß die niedrige Wahlbeteiligung den politischen Parteienkampf untereinander verschärfen könnte, indem man es nunmehr auch mit Parteien zu tun bekommt, die bei höherer Wahlbeteiligung – vielleicht – keine Chance hätten. So meint Ahrendt, daß eine höhere Wahlbeteiligung den Einzug von radikalen Antidemokraten in den Landtag erschweren würde, tatsächlich aber zeigt die bisherige Politik von Bundes- und Landtagen, daß es derlei gar nicht mehr bedarf, da diese längst alle wichtigen politischen Posten, die es zu vergeben gibt, inne haben. In diesem Sinne moralisierend auf Parteien wie die NPD verweisen, zeigt daher nicht so sehr die Angst um die Demokratie, die ohnehin nur noch auf dem Papier steht, sondern in der Hauptsache, Angst um die politische Pfründe im Parlament.
So ist es auch gut zu verstehen, wenn Musterdemokrat Ahrendt sich in seinem demokratischen Eifer nach und nach so vergißt, daß er von seinen politischen Gegnern auf dieser Ebene nur noch als von ewiggestrigen Rattenfängern spricht und damit deren Wähler des Landes Mecklenburg-Vorpommern gewöhnlichem Ungeziefer gleichsetzt. Soviel, zu freiem demokratischem Wählerverständnis.
Nun sind wir sicher die Letzten, die in der NPD das Maß aller Dinge sehen und auch künftig werden wir nicht davon ablassen, für diese Landtagswahlen zum Wahlboykott aufzurufen, allerdings lassen wir dabei nicht den geringsten Zweifel daran, daß die letzte Entscheidung in diesem Fall der Wähler selbst hat und das es niemandem zusteht, ihn nur deshalb zu schelten, weil er sein Kreuz entweder nicht an der richtigen Stelle oder aber überhaupt nicht gemacht hat. Politiker wie Ahrendt sollten daher, ehe sie solches Geschwätz ablassen, lieber einmal darüber nachdenken, ob es nicht vielleicht die Art und Weise ihrer Parteienoligarchie ist, die mehr und mehr Wähler davon abhält, ein politisches Kartell zu legitimieren, das, würde es in dieser Weise auch auf wirtschaftlicher Ebene existieren, längst das Kartellamt auf den Plan gerufen hätte.
Bei der letzten Emnid-Umfrage für Mecklenburg-Vorpommern gab es nur unwesentliche Änderungen, jedenfalls für die etablierten Parteien. Während SPD, PDS und Grüne auf ihrem bisherigen Prozentsatz blieben (29, 33 und 4), verlor die CDU von ihren bisherigen 33 Prozentpunkten zwei. Die FDP legte um einen Punkt zu und liegt jetzt bei sieben Prozent, während die NPD wieder einen verlor und nun wieder bei 3 Prozent in der Wählergunst tangiert. Etwas erholt scheint sich auch die WASG zu haben, die erstmals ebenfalls in der Umfrage erwähnt wird. Sie liegt derzeit mit der NPD gleichauf.
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Anhang:
Am vergangenen Samstag führte die NPD im mecklenburgischen Schönberg einen Infostand durch an dem ca. 40 ihrer Anhänger teilnahmen. In einer Meldung der NPD Lübeck / Ostholstein (sic!) heißt es dazu u. a.:
„…Nachdem am vergangenen Wochenende ein Informationsstand der NPD durch den PDS-Bürgermeister der Stadt Schönberg und dessen Handlangern von der Antifa verhindert wurde, fand am Sonnabend eine Wahlkundgebung der NPD unter dem Motto “Kein städtischer Raum für Antifa-Konzert” ungehindert auf dem Marktplatz von Schönberg statt. … Über 40 Nationalisten fanden sich auf dem Marktplatz zusammen, um ihren Protest kundzutun und Bürgermeister Heinze mußte zähneknirschend hinnehmen, daß die Nationaldemokraten auch in Schönberg ihre genehmigten Wahlveranstaltungen durchführen, um den Bürger dazu aufzurufen, am 17. September die NPD zu wählen.“ Die Zahl der Gegendemonstranten überstieg die der NPD-Anhänger trotz großen Bündnisgeprahles der Stadtväter und der Kirche im Vorfeld nur unwesentlich. Schönbergs Bürger zeigten an beiden politischen Richtungen nur mäßiges Interesse.
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Ungeachtet dessen war die nationale Aktion auf dem Marktplatz durchaus notwendig, allerdings zeigen die veröffentlichten Bilder, daß auch die NPD, entgegengesetzt anderer Behauptungen, augenscheinlich nicht in der Lage ist, das allzu besondere Interesse der Bürger zu wecken, so spielte sich die Show vor relativ leerer Kulisse und im Grunde genommen nur vor der ureigenen Klientel ab, die sie eigentlich nicht erst überzeugen muß, der eigentliche „Wähler“ an sich jedoch aber ging weiter … oder ließ sich gar nicht erst blicken.
Siehe auch
MVregio 14.08.06
Landtagswahlumfrage M-V 12.08.06
Ostsee-Zeitung Grevesmühlen 14.08.06
Quelle: Störtebeker-Netz 14.08.06





20 responses so far ↓
1 Mjölnir // Aug 14, 2006 at 21:46
Mein Vorschlag wäre, ähnlich wie in Luxemburg, die Nichtbeteiligung an einer Wahl mit Geldbuße zu belegen, oder aber staatsbürgerliche Rechte zu kürzen: Wozu brauchen diese Leute einen Führerschein?
Mir fällt bestimmt noch was anderes ein…
Ah, ja: müssen diese Leute ein Konto haben?
Eure Phantasie, Euer Einfallsreichtum sind gefragt!
Mjölnir
Ja und dann? Dann gehen sie hin und machen einen großen diagonalen Strich über den Zettel in die eine Richtung und einen anderen in die andere Richtung und man ist wieder beim gleichen Problem. Sympathie für ein System läßt sich eben nicht erzwingen.
Schriftleitung Altermedia
2 kommentar_adS // Aug 15, 2006 at 0:38
“AKTIVER WAHLBOYKOTT - Stimmt ungültig” Und dann ?”
Sich ärgern, daß man damit jenes Ergebnis gewählt hat, das der Sitzverteilung im Landtag entspricht.
Sprich:
Wer ungültig wählt, wählt (je nach Wahlergebnis) beispielsweise
gemäß dieser letzten Wahlumfrage
http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/mecklenburg-vorpommern.htm
hochgerechnet:
zu 36,67 % CDU
zu 32,22 % SPD
zu 24,44 % Linke.PDS
zu 6,67 % FDP
Wer diese “Partei” bzw. Parteienansammlung in dieser Stärke wünscht, geht nicht wählen oder wählt ungültig!
D.h., wer glaubt o.a. Spektrum ist seines Erachtens das kleinere Übel (falls er nicht fanatischer Anhänger, Ja-Sager, Gründer oder/und Nutznießer aller Art ist), wählt ungültig oder nicht. Wer anderer Meinung ist, trifft eine ANDERE WAHL.
Wer dies nicht wünscht, wählt aktiv eine Liste, Auswahl gibt es ja bekanntlich genug!!!
Frage an alle:
Glaubt hier jemand, daß er/sie
zu 6,67 % von der FDP oder/und
zu 36,67 % von der CDU oder/und
zu 32,22 % von der SPD oder/und
zu 24,44 % von der Linke.PDS
politisch vertreten wird bzw. sich vertreten fühlt?
Wenn nicht, muß er/sie sich für eine andere Liste entscheiden!!!
Punktum.
Ach wo, wenn man nur die Auswahl zwischen Pest und Cholera hat, dann hat man sich nicht mehr so mit feinen Unterschieden.
Schriftleitung Altermedia
3 Thomas Brehl // Aug 15, 2006 at 1:59
Bevor ich mich zum Wählen zwingen lasse, sollen die Etablierten gefälligst “meine” Partei wieder zulassen. Bevor das nicht geschieht, gehe ich auch nicht wählen. Da können sie mich in den Knast stecken. Wahlplicht? Das fehlte gerade noch…
4 Eichenholz Original // Aug 15, 2006 at 2:30
“Sympathie für ein System läßt sich eben nicht erzwingen.”
Ein schöner Satz und sehr wahr.
Er hat nur einen impliziten Schönheitsfehler:
Wo ist das alternative System, das hohe Sympathiewerte erreicht? Ist nicht jedes System in der Lage unsympathisch zu sein?
Menschen werden von Menschen regiert und die Deutschen wünschen sich genau wie andere Völker eine gute Führung: die Regierenden sollen uneigennützig, aufrichtig und geradlinig sein und mittels fachlicher und sozialer Kompetenz Erfolge erzielen.
Die Mär, daß das Volk belogen sein will, haben interessierte Kreise erfunden. Das Volk will zur Darstellung von Problemen nur auch den Lösungsweg. Und vorallem nicht nur Verstand, sondern auch Herz.
Derzeit fehlen auf weiten Strecken die Erfolge und an Uneigennützigkeit und Ehrlichkeit der Politiker glaubt wohl fast keiner mehr.
Woher soll da die Begeisterung kommen, die das Volk braucht, denn Begeisterung macht das Leben lebenswert?
Wer will schon als lebende Mumie durchs Leben gehen, so wie derzeit viele Deutsche, betäubt von Konsumterror und unerträglich dummen und ekelhaften Fernsehprogrammen? Erstarrt in der Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes und des sozialen Status. Unfähig Verantwortung zu übernehmen für andere, noch nicht einmal für eigene Kinder.
Das Deutschland auf Begeisterung wartet, hat sich bei der Fußball WM auf eigenwillige Weise gezeigt, aus verschiedenen Gründen hat es nicht jedem gefallen.
Auch andere Ereignisse, wie Papstbesuch u.ä. zeigen, daß insbesondere die Jüngeren auf der Suche sind nach Begeisterung, nach Werten, die einen Sinn vermitteln und nach Menschen, die glaubw ü r d i g sind.
Etablierte und Wirtschaft haben den Zeitgeist erkannt und versuchen ihn zu nutzen und zu manipulieren, z.B. durch Aktionen wie “Du bist Deutschland”.
Die Linken versuchen alles in den Dreck zu ziehen, Gott, Religion, Vaterland, Volk, Familie, Bildung (Wissen, nicht ahnen). Jetzt, wo sie es fast geschafft haben, stellen sie fest, daß es dann bald niemanden mehr geben wird, der sie durchfüttert und sich zum Dank noch beschimpfen läßt.
Das Fazit für mich: es kommt nicht so sehr auf System und Parteien an, wie viele glauben. Es kommt auf charismatische Persönlichkeiten an, die begeistern und mitreißen, aber nicht nur unter Alkoholeinfluß oder in einer guten Minute, sondern nachhaltig, weil authentisch.
Es handelt sich auch nicht nur um eine Person, auch wenn immer einer ganz vorne steht, sondern es muß eine genügend große Gruppe von Idealisten sein.
Wenn die NPD diese Idealisten nicht anlocken bzw. nicht halten kann, so wird sie untergehen, denn dann ist sie nur eine alberne Kopie der anderen Parteien, mit etwas anderem Programm, das keiner umsetzt und mit dem Image des Schmuddelkindes, das vielleicht der Abenteuerlust dient, aber auf Dauer niemand haben will.
Depressionen sind eben auch nicht gesund.
Es wird diese Sammlung der Idealisten, die etwas können, geben. Wenn nicht bei der NPD dann anderswo. Das ist keine Beschwörungsformel, sondern die Erkenntnis, daß es genügend Deutsche unterschiedlicher Profession gibt, die sich engagieren wollen, weil sie wissen, daß sie es sich selbst und ihrem Land schuldig sind. Es ist keine Frage mehr, die mit “nein” beantwortet werden kann.
Man muß sie sich nur selbst stellen.
5 koenig // Aug 15, 2006 at 2:52
@ NPD-Bilder
Bürgerliche Schlafsäcke mit hin und wieder hohlköpfigen Kahlköpfen durchsetzt, die vor einer menschenleeren Kulisse Fahnen schwenken.
Besser kann man einfach nicht seine eigene Unfähigkeit, Lahmheit und Überflüssigkeit unter Beweis stellen.
6 Daniel // Aug 15, 2006 at 4:01
Ich muss sagen ich bin ein sehr geduldiger und besonnener Mensch aber diese anti-NPD Hetze von dem Störtebecker-netz bzw. Altermedia ist ja nicht mehr auszuhalten, unterstützt doch den Wahlkampf der NPD mit allen Mitteln damit wir nationale Oppositionen festigen bzw. neu gründen können.
Interessanter Vorschlag. Liegt irgendein besonderer Grund dafür vor, daß ausgerechnet unsereiner sich am NPD-Wahlkampf beteiligen soll. Uns fällt da gar keiner ein. Außerdem wüßten wir auch gar nicht was wir da machen sollten, stehen wir Ärmsten doch schon seit Sommer letzten Jahres unter offizieller Informationssperre seitens der NPD.
Was die sogenannte “NPD-Hetze” betrifft, was will man eigentlich von uns. Entweder man weist uns nach, daß wir lügen und falsche Tatsachen erfinden, oder aber man akzeptiert, daß wir bezüglich einiger bestimmter politischer Ansichten einfach anderer Ansicht sind. Abgesehen davon ist ja niemand genötigt, zu lesen, was er nicht lesen mag. Schließlich gibt es ja auch noch die offiziellen NPD-Seiten, bei deren Lektüre man sich jederlei Konfrontation ersparen kann.
Mit eurer “Hoffnung” das die NPD nur 4 % erreicht, bwegegen wir uns auf einem Maß, dass Gleichstand bedeutet, und Gleichstand bedeutet Rückschritt, nur der Einzug von Nationalen Parteien wie der NPD/DVU kann für uns national denkende Deusche von Entscheidung sein, unterstützt nationale Parteien wie die NPD um in die Parlamente zu kommen, über das “Finetuning” der politischen Richtlinien kann später noch beraten/entschieden oder verhandelt werden, das wichtigste ist das wir erst mal deusche (!) Volksvertreter in unseren Parlamtenenn haben und dazu sollte jedliche nationale Unterstützung eingefordert werden, bzw. jede nationale Organisation aufegefordert werden den Kampf um die Parlamente zu unterstützen. Wenn ich teilweise Altermedia lese könnte ich kotzen, jeder redet von einem besseren Deutschland aber es wird nur gespalten. Ich finde es ja unterstützenswert das ihr (Altermedia) die Aktionen den freien Widerstandes unterstützt (bzw. nicht allzu negativ kommentiert) aber dann solche Hetze gegen Nationale Parteien betreibt. Ich glaube zumindest, dass unsere nationale Revolution über die Wahlen entschieden wird, und nicht über Demonstrationen vom
“Freien-Widerstand” bzw. “freien kameradschaften” das zwar absolut lobenswert ist, aber ohne die unseren unerbitterlichen Kampf um die Parlamente leider nicht von Erfolg gesegnet sein wird!
Altermedia/Störtebeker-Netz ist Altermedia/Störtebeker-Netz und nicht der Freie Widerstand und schon gar keine Kameradschaft oder etwas sonstiges in dieser Art, sondern nur ein ganz gewöhnliches Internetmedium das keineswegs den Anspruch erhebt, den Stein der Weisen gefunden zu haben, sondern das ausschließlich nur für sich und niemanden sonst spricht. Sollten wir vielleicht mal in Noten setzen lassen, dann wäre die dauernde Wiederholung dieser Erklärung vielleicht etwas stimmiger. - Wo steht übrigens was von einer Hoffnung, daß die NPD vier Prozent erreicht? Wir können uns lediglich daran entsinnen, irgendwann mal geschrieben zu haben, daß die NPD mit einem solchen Ergebnis am besten bedient wäre und das meinen wir nach wie vor. Doch wo wir schon ma dabei sind, richtig fies wäre 4,9 Prozent.
Übrigens Revolutionen kommen nicht durch Wahlen.
Der Verfassungsschutz lacht sich von einene wenn er hier die Hetze des Störtebecker-Netz liest und somit sichergehe kann, das diese antideutschen Volksverräter durch Spalter weiter unser doch so geschundenes DEUTSCHES VOLK alleine durch die Parlamente und ihre Politik knechten können.
Ja und, und wir lachen zuweilen über den Verfassungsschutz, sind wir also quitt. Es ist das Problem einiger Zeitgenossen, nicht nur rechter, daß sie alles was sie nicht verstehen oder was ihnen nicht in den Kram paßt, als Hetze bezeichnen, aber damit muß man leben, da derlei nun einmal mit zum Spiel gehört. Ein Anlaß in Stil und Richtung etwas auf diesen Seiten zu ändern sehen wir dadurch nicht. Wir haben im vergangenen Jahr angeboten gehabt, unter alte Querelen einen Strich zu ziehen, bedauerlicherweise hat man das nicht akzeptiert, da man uns offenbar nicht für gesellschaftsfähig hielt. Dagegen kann man nichts machen. C’ est la vie. Allerdings sind die Fronten damit geklärt, also bitte nicht immer dieselben Beschwerden. Es langweilt allmählich. Die Geschichte ist längst gegessen. Man nehme also die Dinge wie sie sind.
Bitte jetzt nicht zu ernst nehmen, da ich alsolute Hochachtung von euren Beiträgen die Themen auserhalb des Wahlkampf betreffen, aber bei diesen Artikeln könnte man fast meien ihr seit juden des mossads.
Nu Fraind, wenn de dos meynst, denn möchtste nicht tun so mauscheln in deyne oibige Absatz.
Die Schriftlaitung
Bitte um einen besserwissenden, dummen, oder mich sogar erstaunenden Kommentar von euch ;))
7 ^^beölt // Aug 15, 2006 at 10:08
Diese Kommentare waren echt fetzend. Ich habe mich vor Lachen beölt. Aber sind wir mal ehrlich, manchmal glaube ich Vogti und Schwerdti und Apfli schreiben diese Kommentare persönlich - eben dieses schließe ich aus dem dummen Gesülze.
8 Lemke // Aug 15, 2006 at 11:52
Bilder von der Aktion in Schönberg:
Der direkte Fußweg davor war durch die Polizei abgesperrt, daher keine Passanten!
Auf der anderen Straßenseite sind unzählige Bürger stehengeblieben und haben zugehört!
Vor allem unzählige.
Schriftleitung Altermedia
9 kommentar_adS // Aug 15, 2006 at 12:03
Schriftleitung:
“Auswahl zwischen Pest und Cholera”
Was der Unterschied zwischen Pest und Cholera ist?
Das eine kann man m.W. nur einmal bekommen, dann ist man immun. Das andere kann man immer wieder bekommen.
Aber die Wahl liegt ja bekanntlich bei jedem Einzelnen selbst.
Vielleicht müssen die Wähler/Nichtwähler bedenken, daß um ans ZIEL zu kommen, muß man überhaupt erst einen Schritt näher dem Ziel kommen.
Es stimmt, nicht alle Wege oder nur “der” Weg führt zum Ziel, aber er könnte dem Ziel ein Stück näher kommen. Andererseits ist zu beachten, die Wege zum Ziel können unergründlich sein!
Man kann es auch anders sehen: Bewerten Sie die Parteien. Die, die am meisten Pluspunkte bzw. am wenigsten Minuspunkte hat, ist das kleinere Übel. Wenn alle bis auf ein, zwei Parteien von 100 möglichen Minuspunkte zwischen 60 bis 95 Minuspunkte haben und die eine nur 45 Minuspunkte und die andere nur 30 Minuspunkte, so kann jeder sachlich seine Entscheidung treffen!
Eines ist aber schon klar: Fatalisten haben noch NIIIIIIE etwas ändern können. Zur Veränderung braucht es ein aktives TUN! - Welcher Art auch immer!
Sie könnens auch so noch sehen. Wie wollen Sie (ein zum Tode verurteilter - ANNAHME) hingerichtet werden? Von einem 10köpfigem Hinrichtungskommando - in die Brust - erschossen werden oder wollen Sie von einem Strick mit 7 cm Durchmesser erhängt werden? Oder wünschen sie zu verhungern, zu verdursten oder gar zu ertrinken. Jeder hat die Wahl, was er/sie wählt.
Brehl:
“Bevor ich mich zum Wählen zwingen lasse, sollen die Etablierten gefälligst “meine” Partei wieder zulassen. Bevor das nicht geschieht, gehe ich auch nicht wählen. Da können sie mich in den Knast stecken.”
Sehen Sie es von der der Seite: Wer glaubt, schlimmer gehts nicht, irrt. Glaub mir, es geht schlimmer, und zwar immer! Hier könnte ich zu einem Bild verweisen, wo ein Fuchs mit seinem Kopf in eine Fangfalle geraten ist, …. aber ich tu es der Verhinderung der Verbreitung von Schmutz und Schund halber nicht.
Seien Sie froh, daß Sie für Ihre Versuche/früheren Versuche der Wiedergründung bzw. Wiederbelebung “Ihrer” Partei nicht lebenslang hinter Gitter kommen oder gar zum Tode verurteilt werden. Auch dies ist/war/wäre möglich. Beispiele weiter südlicher - jetzt sind die Strafen nicht mehr so drakonisch! Aber es gab damals einige Hinrichtungen deswegen! Wenn Sie dies als Ausgangssituation nehmen würden, leben Sie ja geradezu im Paradies.
Übrigens, im Knast bei 14 bis 16 Stunden Zwangsarbeit täglich würde die Freude begrenzt sein. Vom Standard gewisser französischen Gefängnissen bis in den 50er Jahren abgesehen. (Einzelzelle, nackt, 1Mal täglich essen und trinken, ein Kübel, nätürlich kein Arzt und keine Post, Matraze für 2 Stunden täglich (vorzugsweise 2-4 Uhr früh), ansonsten auf dem Betonboden schlafen, kein Licht, niemand spricht mit dir. Überlebensdauer: 6 Monate bis höchstens 18 Monate bei guter Konstitution. )
10 Olsen // Aug 15, 2006 at 13:15
@kommentar_ads
Wenn, hätte, aber… Mit ihrer Argumentation läßt sich auch die aktuelle Politik der Etablierten rechtfertigen. Was wollen sie überhaupt sagen? Augen zu und durch, vielleicht noch einmal einen Blick nach Hinten riskieren? Nicht mit mir. Die Vergangenheit kann alle Male nur dazu dienen, um nicht Fehler zu wiederholen. Die NPD ist in meinen Augen in ihrer Führung mit unterdurchschnittlichen, charakterlosen Gesellen besetzt, sie ist für MICH eine Systempartei, zuständig für national- denkende Landsleute.
Wenn ich die Glatzköpfe auf dem Foto sehe, kann ich über so viel Dummheit nur lachen. Ich habe persönlich kein Problem mit Skinheads, aber wissen sie, wie diese Randfiguren auf den Normalbürger wirken? Der Normalo kennt diese Leute nur als gewalttätige Trunkenbolde und gerade in ländlichen Gebieten wird ihm das auch oft von selbigen bewiesen.
@ Daniel, ihnen sei gesagt, daß eine wirkliche nationale Opposition am wenigsten blinden Gehorsam benötigt. Davon haben die Deutschen, zu Recht, die Schnauze gestrichen voll. Die Leute wollen Alternativen zur jetzigen Politik, sie wollen endlich wieder, dass die Sonne über Deutschland lacht. Um diese Leute zu überzeugen, benötigt es mehr, als die immergleichen (dumpfen) Parolen. Haider ist zwar ein menschliches Arschloch, aber fragen sie sich ‘mal, weshalb er in Österreich solch einen Erfolg hatte? Wissen sie, weshalb Gysi selbst bei Nichtlinken Sympathien bzw. Respekt verbuchen kann?
Und wie schaut es mit der NPD in Sachen VS- Spitzel aus? Das war ja geradezu beängstigend, was da im sog. Verbotsverfahren durch die Medienlandschaft kursierte. War das alles nur Zersetzungspropaganda der Etablierten?
Wollen solche “Charaktergrößen”, die es noch nicht einmal fertigbringen, sich den VS nicht anzubiedern, die Verantwortung für Deutschland übernehmen oder besser, darf man das überhaupt zulassen? Ich kann mir diese Frage nur mit einem klaren Nein beantworten. Politik ist zu oft ein dreckiges Spiel, da sollte man sich eine weisse Weste bewahren, um einigermassen glaubwürdig zu sein. Und das soll heissen, dass man in keinster Weise das System unterstützt.
11 Olsen // Aug 15, 2006 at 13:29
Nachtrag:
Wenn ich etwas wähle, dann nicht als Alternative (Pest oder Cholera), sondern weil ich von einer Sache (Partei) überzeugt bin.
12 koenig // Aug 15, 2006 at 15:17
@ Lemke
“Der direkte Fußweg davor war durch die Polizei abgesperrt, daher keine Passanten!
Auf der anderen Straßenseite sind unzählige Bürger stehengeblieben und haben zugehört!”
Sicherlich!
Für eine “Partei” die am laufendem Band nur so versagt, sind schon fünf bis zehn Schaulustige “unzählige Bürger”.
13 koenig // Aug 15, 2006 at 15:44
@ Daniel
Dein wahrhaft erbärmliches Rumgeheule unterscheidet sich kaum vom einigen Parteispitzen und NPD-Mitglieder über die doch so ungerechte und antidemokratische Repressionen von Seiten des Staates.
Aber andererseits kann ich es auch verstehen. Da kriecht man jahrzehntelang den Herrschenden nach allen Künsten des Arschkriechens in den Hintern und bekommt als Dank noch einen Tritt in den Eigenen.
14 TodosAlemanesUnidos // Aug 15, 2006 at 17:45
@ Olsen
“… aber wissen sie, wie diese Randfiguren auf den Normalbürger wirken? ”
Sie haben mit einigen Stichworten die Antwort selbst gefunden - aber nicht erkannt !
Die fehlende LUST zur Wahlbeteiligung hat mit dem Eitelkeits-Reflektor zu tun, den solche Leute wie “Gysi” und “Haider” und die sog. “charismatischen” Persönlichkeiten darstellen.
Je mehr eine solche Person das Gegenteil zum Vakuum der Masse anbietet, nämlich die AUSSTRAHLUNG, um so mehr LUST hat der Wähler, sich an diese KRAFT anzuhängen:
A.H. war dafür ja Inbegriff.
Diese “Randfiguren” haben bestimmt genauso ein Inter-esse darin, in der MITTE zu stehen, wie die Mitte, die die Ränder verdrängt …
Diese “50 Prozent” Mindestbeteiligung sind schon ein richtiger Vorschlag, der mit der Basis-Lohnforderung der Gewerkschaften vergleichbar wäre: ohne dieses Minimum geht nichts.
Aber auf diese Basis muß etwas gestellt werden, das ATTRAKTIV ist: Ein Mensch mit CHARISMA / = Ausstrahlung und eine IDEE mit Zündkraft / = Umsetzbarkeit.
Die sterile Leiche “Demokratie” und ihr bürgergesellschaftlicher Kuddelmuddel lebt eben nicht ohne einen nationalen Blutkreislauf, eine grundsätzlich soziale(= istische) Struktur und eine identitäre Prägung.
Wie das in Frankreich gemacht wird, kann man hier sehen: http://www.les-identitaires.com
15 Olsen // Aug 15, 2006 at 19:10
@TodosAlemanesUnidos
So schnell schiessen die Preussen nicht. Ob ich das Problem erkannt habe oder nicht? Dafür spricht eigentlich die rhetorische Fragestellung meinerseits. Wenn sie das anders deuten, nun ja.
16 Stephan // Aug 15, 2006 at 22:47
Die Grundüberlegung des Herrn Ahrendt ist ja eigentlich richtig, ein Parlament oder eine Volksversammlung etc., deren Zusammensetzung nicht einmal durch die einfache Mehrheit der Wahlberechtigten legitimiert wurde, kann für sich in keinster Weise in Anspruch nehmen, die Menschen im Land zu vertreten. Wenn diese Ansammlung dann nach den üblichen Spielregeln in Opposition und Regierungskoalition zerfällt, haben wir bei der neugebildeten Regierung schon fast(?) den Zustand einer Diktatur erreicht wo eine kleine Gruppe glaubt das Volk schubsen zu dürfen. Sinnigerweise forderte die Anarchistische Pogo Partei Deutschlands darum Mitte der 90er Jahre die Einführung einer 50%-Sperrklausel für den Einzug in die Parlamente.
Ganz ernst gemeint ist der Vorschlag des Herrn Ahrendt aber sicher nicht, denn als wir hier in Sachsen-Anhalt das letzte mal eine hohe Wahlbeteiligung hatten, bekam die DVU über 13% und das wird sich der Liberale aus dem Norden ja auch nicht wünschen. Bei den nachfolgenden Landtagswahlen haben sich die DVU-Wähler mit Sicherheit nicht für eine andere Partei entschieden, sondern sind wieder zu Hause geblieben.
17 Olsen // Aug 16, 2006 at 11:36
@Stephan
Und weshalb sind sie wieder zu Hause geblieben? Weil Parteien wie die DVU oder NPD auf ganzer Linie versagen und versagen werden.
18 Braunbär // Aug 16, 2006 at 19:43
Bei Mjölnirs Idee mit der Wahlpflicht habt Ihr was falsch verstanden!
Der Einwand der Schriftleitung mit dem großen Kreuz ist eben nicht “das gleiche Problem”, sondern eine bewußte “NEIN” Stimme, die dem Kartell verlorengeht.
Nicht nichtwählen, sondern ungültig.
War mal Wahlhelfer. Eine NEIN Stimme war in braun. Mit was der Fleck wohl gemacht war?
19 Olsen // Aug 16, 2006 at 22:36
@Braunbär
Diese Stimme zählt leider nicht ungültig.
Das war einmal so. Sicherlich kann man mit entsprechender Kreativität und vorausgesetztem “Sachverstand” des auszählenden Wahlhelfers damit ein Schmunzeln beim selbigen erzeugen, aber mehr auch nicht.
Ungültig wäre ein leerer Wahlzettel. Davor ist allerdings abzuraten, da ein Kreuzchen schnell nachgetragen ist und die meisten Wahlhelfer Anhänger der Systemparteien sind. So etwas würde sich alle Mal nur in einer sich einigen Gemeinde lohnen.
Es bleibt leider nur die Alternative des Nichtwählens oder man gibt sein Kreuz einer sympathischen Initiative.
Ich habe mich bei einem langjährigen Wahlleiter als “Antifaschist” erkundigt und er bestätigte mir, dass (vielleicht kann sich noch jemand erinnern; die DVU scheiterte einst in Hamburg an 400 Stimmen, das amtliche Ergebnis wurde erst (!) Dienstag Mittag verbreitet) bei einer Hamburger Senatswahl in seinem Wahlkreis bis in die späte Nacht nochmals ausgezählt wurde, um die DVU- Stimmen auf’s Genaueste zu untersuchen. Hatte ein Wähler sein Kreuzchen so gesetzt, daß der Rand berührt oder gar überschritten wurde, wurde die Stimme als ungültig erklärt. So verhinderte man damals den Erfolg der DVU.
20 Olsen // Aug 16, 2006 at 22:44
Machen sie einmal den Vorschlag, in jedem Wahlbezirk einen PC aufzustellen, so dass sich die mühseelige Auszählung erspart werden könnte. Dieser Vorschlag würde auf Ablehnung stossen. Warum nur?
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