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Rostock / Mecklenburg: Trotz hoffnungsloser Überschuldung, welche der Stadt immerhin schon seit Ende 2004 die Zwangsverwaltung eingebracht hat, läßt es sich die Stadt schon was kosten, wenn es darum geht Flagge gegen Rechts zu zeigen. So soll am 1. Mai ein regelrechtes Spektakel stattfinden, mit der man der Öffentlichkeit suggerieren möchte, daß die ganze Stadt gegen eine zeitgleich stattfindende Mai-Demonstration der NPD wäre. Tatsächlich handelt es sich jedoch wie so häufig in solchen Fällen um eine reine Showveranstaltung die mehr für die technischen Möglichkeiten des etablierten Parteienkartells spricht, nicht aber für die tatsächliche Meinung der regionalen Bevölkerung.
In den vergangenen Tagen hatten wir ja bereits häufiger Gelegenheit über die Vorbereitungen für den 1. Mai in Rostock, soweit sie uns interessieren, zu berichten. Am 21. April nun berichtete die OSTSEE-ZEITUNG u. a. auch über die Politprominenz, die sich am 1. Mai in Rostock die Klinke in die Hand geben will. So kommen neben der etablierten Landespolitikergarde auch so hochstehende Bundespolitiker wie Grünen-Chefin Claudia Roth und SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, obwohl für den immerhin das nicht ganz unumstrittene Logo 88 steht, was übelwollende Zeitgenossen möglicherweise dazu veranlassen könnte, künftig Heils Konterfei mit dieser Zahlenkombination zu versehen.
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| Philipp Mißfelder |
Doch hat man sich offenbar auch noch einen ganz besonderen Stargast für diese Anti-Rechtsshow einfallen lassen, von dem wir annehmen, daß er am 1. Mai besonders die älteren Rostocker ansprechend wird. So erwartet man an diesem Tag u. a. auch den Chef der CDU-Jugendorganisation JUNGE UNION; Philipp Mißfelder. Dieser hatte sich vor drei Jahren in einem Interview mit dem Berliner TAGESSPIEGEL einen Namen gemacht, indem er die bundesdeutschen Senioren schon einmal wissen ließ, was ihnen blüht, wenn er das Sagen hätte. So hieß es seinerzeit in besagtem Interview zum Thema Altersversorgung u. a.:
„…Was zählt noch zum Nötigsten? Künstliche Hüftgelenke etwa? Früher ging’s auch ohne.
Genau. Das auszusprechen, davor schrecke ich nicht zurück. Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen. Das ist eine reine Frage der Lebensqualität. Das klingt jetzt zwar extrem hart, aber es ist doch nun mal so: Früher sind die Leute auch auf Krücken gelaufen. Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass nicht jeder medizinische Fortschritt automatisch und auf Kosten der Allgemeinheit in Anspruch genommen werden kann.
Also: Künftig also nur noch Geld für das, was absolut notwendig ist, um zu überleben?
Nein. Es geht auch darum, ein hohes Maß an Lebensqualität zu gewähren. Aber dafür muss jeder nach Maßgabe seiner Leistungsfähigkeit, ähnlich wie bei der Rente, selbst Verantwortung übernehmen. Die Solidarsysteme sind nicht dafür zuständig, dass jeder Senior fit für einen Rentner-Adventure-Urlaub ist. …“
Na, das weiß man doch schon mal worauf man sich im Alter zu freuen hat. Alles in allem genau der richtige Mann für eine Veranstaltung gegen Rechts, wo man es den bösen Nazis mal so richtig zeigen kann, daß die Zeiten des von ihnen einst geschaffenen Sozialstaates, in dem der deutsche Bürger im Vordergrund stand, endgültig vorbei sind und daß jeder künftig selber sehen kann, wie er mit seiner Zukunft fertig werden kann. Wozu man dann freilich noch einen Staat und eine Demokratie á la Mißfelder & Co. benötigt, wissen wir jedoch auch nicht.
Darüber hinaus berichtet die OSTSEE-ZEITUNG einmal mehr, daß der DGB eigens wegen der Anti-NPD-Demo seine sogenannte „Job-Parade“ in Schwerin abgesagt habe, um sich nun in artverwandter Weise in Rostock gegen Rechts zu produzieren. Gleichzeitig bemüht das Springer-Blatt einmal mehr die Legende, daß bei der letzten Job-Parade im vergangenen Jahr 35.000 Menschen teilgenommen hätten. Die OSTSEE-ZEITUNG selber sprach im vergangenen Jahr gar von 40.000 Teilnehmern. Tatsächlich entpuppten sich diese DGB-Zahlen jedoch einmal mehr als Lügen, wie es bei Gewerkschaftsveranstaltungen in puncto Teilnehmerzahlen ja nun schon seit Jahren zur Gewohnheit gehört. So wies schon man schon am 6. Mai 2005 im NORDKURIER nach, daß die tatsächlichen Teilnehmerzahlen in etwa bei 15.000 bis 20.000 tangieren und zwar nicht allein für den 1. Mai, sondern für den 30. April, an dem die Feierlichkeiten bereits begannen, und dem Maifeiertag zusammen. IHK-Geschäftsführers Klaus-Michael Rothe, der sich dabei auf eine Auswertung von Film- und Fotoaufnahmen sowie persönliche Beobachtungen berief, meinte damals bereits: „Wir sind nicht mehr gewillt, die Märchenerzählerei des DGB von Deutschlands angeblich größter Mai-Demonstration unwidersprochen hinzunehmen. Seit Jahren täuscht der DGB die Medien und die Öffentlichkeit mit massiv falschen Zahlenangaben.“
Und das keineswegs nur zum 1. Mai, wie die DGB-Zahlenangaben im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen Hartz IV immer wieder zeigten. Man darf daher schon jetzt gespannt sein, wie viele „Rostocker“ der DGB am 1. Mai gegen die NPD aufmarschieren läßt.
Siehe auch
Ostsee-Zeitung 21.04.06
Mißfelder-Interview im Tagesspiegel 03.08.03
Altermedia 06.05.06
http://de.altermedia.info/general/zahlenfalscher-dgb-jobparade-wegen-geturkter-teilnehmerzahlen-in-der-kritik-060505_2589.html
Anhang:
Gedanken um Parolenvorschläge über Sprechchöre die man gerade auf der linksextremen Internetplattform für Mecklenburg-Vorpommern für den 1. Mai in Rostock diskutiert. Überaus informativ und tief blicken lassend.
Antifa-Demo-Parolenvorschläge von Links-lang.de
Quelle: Störtebeker-Netz 23.04.06






4 responses so far ↓
1 durchblicker // Apr 23, 2006 at 16:51
Zu Mißfelder folgendes Fundstück:
Da wir die Blöd-Zeitung nicht kaufen, ist es immer etwas zufallsbedingt, wann uns einmal eine – oft ältere – in die Hände fällt. Kürzlich war es wieder einmal soweit.
In der Ausgabe vom 27.1.05 widmete das Blatt die komplette Seite 2 ihrer üblichen Hetze: »Das sind die übelsten Hetzer der NPD.« Abgebildet mit Fotos und Hetztexten: Rechtsanwalt Jürgen Rieger, Udo Voigt, Holger Apfel, Jürgen Gansel, Klaus Menzel und Jürgen Schwab.
Darunter forderte die CSU Gefängnisstrafen für NPD-Abgeordnete und wiederum darunter warnte der Bild-Kolumnist Mainhardt Graf Nayhauß: »Die Neo-Nazis sind im Anmarsch auf Berlin!« Gemeint war die angemeldete Demonstration der NPD am 8.5.05 in Berlin.
Der Staatsstreich schien kurz bevorzustehen. Aber am Tag darauf nahte die Rettung. Zunächst konnte Albert Meyer, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Berlins, seinen Gewaltphantasien freien Lauf lassen. »Ich möchte diese Volksverhetzer und Jugendverderber packen und hierher schleifen,« hieß es da. Und um zu unterstreichen, wie ernst es ihm damit ist, schloß er seine Hetztiraden so: »Aber wir müssen auch bereit sein, die Feinde der Freiheit entschlossen zu bekämpfen. Es darf nicht bei feierlichen Reden bleiben.« Es ist nichts davon bekannt, daß der zuständige Staatsanwalt Ermittlungen gegen diese Volksverhetzung aufgenommen hätte. Man wagt sich gar nicht vorzustellen was los wäre, wenn ein NPD-Mann solche Parolen in die umgekehrte Richtung losgelassen hätte. Nur Bundestagspräsident Thierse verurteilte auf derselben Zeitungsseite Hetze und sprach von »Schande«. Er meinte aber – die NPD-Parlamentarier.
Aber wo Gefahr ist, wächst immer das Rettende auch. Auf derselben Seite dröhnte noch folgende Überschrift: »CDU-Nachwuchs will gegen NPD demonstrieren«. Da steht einem der Mund offen. Hätte jetzt dort gestanden, ein Volkssturm aus Demenzkranken, Bettnässern und Berufsschleimern würde sich den »Nazibestien« entgegenwerfen, hätte man sich vielleicht auch gewundert, aber es für denkbar gehalten. Doch die Junge Union? Aber halt. Dann wurde die Geheimwaffe sichtbar. Die JU-Antwort auf Arnold Schwarzenegger baute sich vor den rechten Horden auf: Philipp Mißfelder!
In der »Bild« tönte er: »Wenn Neonazis aufmarschieren, werden wir mit eigenen Demonstrationen dagegenhalten.« Außerdem wolle er den »Nazis« mit seiner JU »im Osten jugendliche Sympathisanten abjagen«. Mit Plakaten und »Kurznachrichten auf Handys für die Demokratie«.
Warum kann der Verfasser jetzt seine Schließmuskeln kaum noch überzeugen dichtzuhalten, sodaß er sich vor lauter Prusten nicht in die Hosen macht?
Wer ist dieser furchteinflößende Held Philipp Mißfelder?
Am 23.10.2004 schrieben wir auf unserer Netzseite :
»Brabbel-Philipp wiedergewählt: Philipp Mißfelder wurde beim ›Deutschlandtag‹ der Jungen Union (JU), der Jugendorganisation der CDU, als Bundesvorsitzender wiedergewählt. Mißfelder war letztes Jahr durch folgenden Spruch bundesweit bekanntgeworden:
›Ich halte nichts davon, wenn 85jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidarge-meinschaft bekommen. Früher sind die Leute auch auf Krücken gelaufen.‹
Eine solche geistige Mißgeburt hatte Mißfelder dem Berliner ›Tagesspiegel‹ präsentiert. Mißfelder wird seither als ›Brabbel-Philipp‹ verspottet. In FW-Ausgabe Nr. 54 hatten wir auf drei Seiten ausführlich über Mißfelders Brief an die Freiheit Wattenscheid und die Entgegnung des FW-Herausgebers an Mißfelder berichtet. Zur Ehrenrettung von uns Wattenscheidern sei gesagt, daß der in Wattenscheid (Höntrop) wohnende 23jährige JU-Bundesvorsitzende, eigentlich nicht zu Wattenscheid gehört. Mißfelder ist gebürtiger Gelsenkirchner.«
Mehr dazu hier:
http://www.freiheit-wattenscheid.de/htm/archiv/ausg54/fw54s345.pdf
und hier:
http://www.freiheit-wattenscheid.de/htm/index.html
Anschließend bekam Mißfelder einige kritische Briefe von erbosten Rentnern und beantragte mit vollen Hosen und voller Panik Polizeischutz.
Wie stellt man sich also den 8. Mai vor? Auf der einen Seite: Tausende wildentschlossener »Neonazis«, wie sie Graf Nayhauß beschrieb - mit »antisemitischen Parolen« mit »naziähnlichen Uniformen« und »Reichskriegsflaggen« – sind »im Anmarsch auf Berlin«.
Die Hundertschaften von Bundesgrenzschutz und Polizeispezialkräften weichen zurück. Doch dann ist er da: wie ein Fels in der Brandung baut sich Brabbel-Philipp vor den anstürmenden nationalistischen Horden auf. Und dann: Sein nicht durch Sport gezeichneter Körper kauert sich auf den Boden, um sich hinter seinem JU-Aktenköfferchen zu verbergen. Greinend droht er, mit Wattebäuschchen zu werfen. »Geht jetzt aber mal nach Hause,« piepst er hinüber. Denn eure ganzen Glatzenfreunde halten sowieso zu mir. Jaaahaa, das stiihiimt. Die haben nämlich alle meine Kurznachrichten gekriegt: »Demokratie ist toll und so«.
Das hatte gesessen. Der Marschtritt erstummt. Erst Hunderte, dann Tausende grimmiger Skinheads werfen ihre Reichskriegsflaggen fort und ziehen wie auf Kommando brD-Fahnen mit einer fetten Henne drauf aus ihren Springerstiefeln. Aus ihren Baseballschlägern basteln sie blitzartig kleine JU-Aktenköfferchen.
Sie kauern sich neben Brabbel-Philipp und bitten mit begeistertem Augenklimpern um einen Aufnahmeantrag für die JU. Jawohl, JU – nicht JN! Philipp hatte gesiegt.
So ungefähr muß seine Wahnvorstellung ausgesehen haben. Und wir dachten immer, nur die Antifa würde sich Drogen reinpfeifen…
Quelle: Freiheit Wattenscheid Nr. 60
2 Daniel // Apr 23, 2006 at 21:51
Das ist als ob in einem untergehenden Schiff der Käpitän ruft” Jagd diese zwei braunen Mäuse, denn die könnte sich blitzartig
vermehren und unsere Vorräte auffressen. Vor sechzig Jahren ist das schonmal passiert und die Manschaft musste hungern.
Das ist die größte Gefahr überhaupt. Während die gesamte Manschaft mit allen Mitteln die Mäuse jagt geht der ganze Dampfer mit Mann und Maus unter.
3 bildad // Apr 23, 2006 at 21:58
In Kolumbien hält die FARC schon seit 4 Jahren die damalige grüne Präsidentschaftkanditatin und ihre Vizepräsidentenkanditatin in Gefangenschaft.
So streng kann die Gefangenschaft nicht sein, die grüne Vize hat ein erfülltes Liebesleben und ein Kind von einem Freiheitskämpfer bekommen.
Wenn das Claudia Roth hört, weiß ich wo sie ihren nächsten Urlaub verbringt.
4 Völkischer Beobachter // Apr 24, 2006 at 19:59
@ durchblicker:
Man beachte das Erscheinungsdatum der von Ihnen erwähnten Ausgabe der “Blöd”-Zeitung: 27.01.2005, also “Auschwitz Befreiungs - Day”, mithin der neudeutsche Nationalfeiertag!
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