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| Die Cap Arcona |
Über eine ganz besondere Entdeckungsreise berichtete dieser Tage die GADEBUSCH-REHNAER ZEITUNG. Organisiert wurde sie vom Verein „Politische Memoriale M-V”. So reisten zwei Dutzend „Interessierte“ aus Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern durch die Lande um u. a. nach Zeichen zu suchen, die an den Untergang der „Cap Arcona“ erinnerten. Die „Cap Arcona“ war einer der KdF-Dampfer die während des Krieges als Lazarettschiff bzw. als Flüchtlingstransporter bei Kriegsende benutzt wurden. In diesem Fall diente das Schiff außerdem noch in den ersten Maitagen als Aufenthaltsort für KZ-Häftlinge, die man aus verschiedenen Konzentrationslagern abtransportiert hatte, um sie nicht in die Hände der Alliierten fallen zu lassen.
In der eben genannten Zeitung lesen wir dazu:
„…”Vergessen ist die letzte Grausamkeit, die wir den Opfern antun können!” Mit diesen Worten des Landesrabbiners William Wolf benennt Organisator Hugo Rübesamen einen ihrer wichtigsten Beweggründe. “Dies gilt in der Region entlang der Lübecker Bucht natürlich im Besonderen auch für die Opfer der Cap-Arcona-Katastrophe, die sich am 3. Mai 1945 gerade hier ereignete”, meint der pädagogische Leiter des Vereins. Zur Erinnerung: Wenige Stunden vor Ende des Zweiten Weltkriegs starben beim Untergang der KZ-Schiffe “Cap Arcona” und “Thielbek” etwa 7000 KZ-Häftlinge aus allen Teilen Europas. Ihre an die Ufer gespülten sterblichen Überreste fanden im heutigen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ihre letzten Ruhestätten.
“Nahe dem mecklenburgischen Gutsdorf Groß Schwansee wurde seinerzeit ein erstes Massengrab für 407 Opfer errichtet und mit einem schlichten Birkenkreuz gekennzeichnet”, berichtet Hugo Rübesamen. Davon ist heute nichts mehr zu sehen, stellten die Reisenden vor Ort fest. Bei ihrem Besuch der Gedenkstätten in Klütz und auf dem Tannenberg in der benachbarten Kreisstadt Grevesmühlen, wohin die Toten Mitte der 50er Jahre umgebettet wurden, erfuhren sie aber auch, dass es für etwa 3000 Opfer, die in der Ostsee versanken, bis heute kein Grab gibt.
Aus tiefstem Herzen unterstützen die Spurensucher daher das Vorhaben des von Hugo Rübesamen 2002 mitinitiierten “Förderkreises Cap Arcona Gedenken” – dem übrigens Landrat Erhard Bräunig nicht nur auf dem Papier vorsteht: Am 3. Mai 2006, genau 61 Jahre nach der Tragödie, wird in Groß Schwansee eine Gedenkveranstaltung stattfinden. An der ursprünglichen Stelle, die vermutlich im Zusammenhang mit der unmittelbaren Grenznähe und Planungen zum späteren Grenzregime der DDR “geschleift” worden war, wird erneut ein schlichtes Birkenkreuz mit entsprechenden Hinweistafeln und einem historischen Foto errichtet.
Auf diese Weise wird dieser Ort zeitweise verlorenen Gedenkens nicht nur wieder sichtbar werden, sondern auch ein würdiger Gedenkort für die auf See gebliebenen Opfer.“
Eine interessante Darstellung, die mit einem durchaus großartigen Zitat beginnt, das der Autor freilich dann in seinem Artikel vollkommen ad absurdum führt. So bringt er immerhin das Kunststück fertig vom Tod der 7000 KZ-Häftlinge zu erwähnen, ohne auch nur im Ansatz zu erwähnen, daß diese nicht etwa Opfer irgendwelcher SS-Kommandos wurden, sondern Opfer von Bomber- und Tieffliegerangriffen der britischen Royal Air Force und dies obwohl die Cap Arcona als Lazarettdampfer mit Rotkreuzflaggen gekennzeichnet waren. Auf Wikipedia fabuliert man sogar: „Es war die perfide Idee, diese Schiffe als stählerne “Riesensärge” zu nutzen und die KZ-Überlebenden, die ohne Wasser und Lebensmittelversorgung von der SS festgehalten wurden, durch die Alliierten bombardieren zu lassen.“ Beweise schenkt man sich natürlich. Tatsächlich handelte e sich bei den Häftlingen um KZ-ler, die einer Vereinbarung von Reichsführer SS Heinrich Himmler und dem schwedischen Vertreter des Roten Kreuzes, Graf Folke Bernadotte, gemäß, freigelassen und nach Schweden überführt werden sollten. Auf britischer Seite glaubte man, die „Cap Arcona“ wäre ein Aufenthaltsort fliehender NS-Funktionäre.
So kann man irren. Es ist bezeichnend für die einseitige Geschichtsaufarbeitungspraxis unserer Tage in den bundesdeutschen Medien, daß man solche Details kurzerhand unter den Tisch fallen läßt, wenn die Möglichkeit besteht, daß man auf diese Weise entlastend für die eigene Seite tätig werden könnte. Die „Cap Arcona“ aber ist dennoch eines jener klassischen Beispiele dafür, daß man sich von der nach wie vor virulenten Umerziehungspropaganda nicht jeden Bären aufbinden sollte.
Siehe auch
Gadebusch-Rehnaer Zeitung (SVZ) 22.04.06
Quelle: Störtebeker-Netz 23.04.06

10 responses so far ↓
1 Verschwörer // Apr 23, 2006 at 19:16
Vorsicht, werte Schriftleitung, das was ihr da schreibt wird sicher bald als “Arcona-Leugnung” strafrechtlich verfolgt werden! Es würde wohl niemanden mehr wundern.
Wir haben ja nicht den Untergang der Arcona geleugnet, sondern lediglich auf die Täter verwiesen, die zu nennen man in dem von uns zitierten Zeitungsartikel vergessen hatte.
Schriftleitung Altermedia
2 Völkischer Beobachter // Apr 23, 2006 at 20:20
Es ist einfach zum Kotzen, was in diesem Staat der Gehirngewaschenen nach 61 Jahren medialer Dauerberieselung mit alliierter Greuelpropaganda alles möglich ist - laut dem bayerischen Innenminister Beckstein gilt man ja als “rechtsextrem” und kann demnach im “Verfassungsschutzbericht” aufgeführt werden, wenn man schreibt, die Westalliierten hätten nach dem Kriege ein Programm zur Umerziehung der Deutschen durchgeführt.
Wie man es fertigbringt, wortreich die KZ-Häftlinge, die beim Untergang der “Cap Arcona” umkamen, zu betrauern, ohne dabei auch nur mit einem Wort die Verursacher dieser Katastrophe beim Namen zu nennen, stellt wohl ein neues Meisterstück bundesdeutscher Meinungsmanipulateure dar, über die George Orwell nur ungläubig staunen könnte.
“Um 14.30 Uhr am 3. Mai 1945 kurvten plötzlich neun britische Jagdbomber vom Typ Hawker ‘Typhoon’ auf Angriffshöhe herunter, fünf von ihnen griffen die ‘Cap Arcona’ an. Die unter den Tragflügeln montierten Raketengeschosse wurden gezündet, und aus den Bordkanonen prasselte ein wahrer Geschoßregen auf Bordwand und Aufbauten. Die Volltreffer der Raketen hatten das Schiff fast augenblicklich in voller Länge in Brand gesetzt. Die Panik in den Gefangenenräumen unter Deck war unbeschreiblich. [...] Doch es waren nicht viele, die sich retten konnten. Nur ungefähr 500 der rund 6000 Menschen an Bord der ‘Cap Arcona’ überlebten. Das brennende Schiff legte sich langsam auf die Backbordseite und kenterte schließlich. [...] Während auf der ‘Cap Arcona’ die letzten Unglücklichen starben, erreichten britische Bodentruppen Neustadt.”
[Arnold Kludas, "Die Cap-Schnelldampfer der Hamburg-Süd. Königinnen des Südatlantik", Köhler, Hamburg 1996, S. 101/102]
Neben der 27.561 BRT großen ‘Cap Arcona’ der Hamburg-Süd lag dort auch noch die 22.000 BRT große ‘Deutschland’ der Hamburg-Amerika-Linie sowie der Hamburger Frachter ‘Thielbek’.
Auf einer Seite von “Dikigoros” heißt es dazu:
“[Das] Konzentrationslager Neuengamme. Das lag auch bei Hamburg und war auch ausgebombt worden; deshalb hat man die 7.500 überlebenden Insassen jetzt verlegt, auf ein paar zu Lazarett-Schiffen umfunktionierte Passagier-Dampfer. Da draußen in der Neustädter Bucht, vor dem kleinen Nachbardorf Pelzerhaken, liegen sie vor Anker, mit ihren weithin sichtbaren weißen Fahnen und Roten Kreuzen: Die “Cap Arcona”, die “Deutschland”, die “Thielbek” und die “Athen”.
3. Mai 1945, Ahlhorn. Martin Rumbold und “Charles” Clostermann trinken gemeinsam ihren morning tea und ärgern sich. Über Churchill, diesen Spielverderber. Vor zwei Wochen hat er den Krieg Groß-Britanniens gegen Groß-Deutschland für gewonnen erklärt, die Einstellung der Bombenangriffe auf deutsche Städte verfügt und Air Marshall Arthur Harris, den Helden von Dresden, gezwungen, die restlichen Bomben auf Helgoland abzuwerfen. (Nein, liebe Leser, entgegen bis heute weit verbreiteter Meinung war jener Harris nur ein simpler Befehlsempfänger; sowohl der Befehl zur Aufnahme der verbrecherischen, pardon “strategischen” Terror-Bombardements als auch der zu ihrer Einstellung kamen in letzter Instanz von Churchill). Das war bereits evakuiert. (Diese Lüge wurde jedenfalls 57 Jahre lang hartnäckig aufrecht erhalten. Erst im Februar 2002, zum 50. Jahrestag der Räumung durch die aliierten Besatzer, durfte die Wahrheit wieder frei verbreitet werden: Tatsächlich war Helgoland damals nur vom deutschen Militär geräumt worden. Die Zivilbevölkerung - durchweg Frauen und Kinder - war dagegen noch dort). [...] Und es gibt ja nicht nur Städte: In der Ostsee dümpeln noch jede Menge deutsche Schiffe mit Flüchtlingen an Bord herum; auch die sind lohnende Angriffsziele. Der schwedische Prinz Bernadotte (noch so ein Spielverderber!) hat zwar über das Internationale Rote Kreuz ausdrücklich darum bitten lassen, diese unbewaffneten Pötte nicht anzugreifen, insbesondere dann nicht, wenn sie mit Rot-Kreuz-Flaggen gekennzeichnet sind; aber darüber können die R.A.F.-Piloten nur herzlich lachen: Die wollen ihnen die Ziele noch besonders gut markieren? Very funny. Aber bitteschön, sollen sie nur. Die beiden Flieger-Asse trommeln ihre Männer zusammen und starten zu ihrem nächsten Einsatz in die Lübecker Bucht. Sie schießen zuerst die “Cap Arcona” in Brand, dann mähen sie mit ihren Maschinengewehren im Tiefflug die paar Überlebenden nieder, die es noch geschafft haben, von Bord zu springen und jetzt wehrlos in der Ostsee treiben; tags darauf kehren sie noch einmal zurück und machen es mit den drei übrigen Schiffen genauso; 7.000 KZ-Häftlinge sterben; der Rest kann sich wie durch ein Wunder retten. (Fast wären die Einwohner von Neustadt und Pelzerhaken für das Verbrechen, lästige Zeugen dieser edlen Tat geworden zu sein, ein paar Tage später von den britischen “Befreiern” hingerichtet worden, wenn nicht ein kommunistischer Gewerkschafts-Funktionär, mit dem der Nachbar von Dikigoros’ Großvater befreundet war, der zufällig einen britisch klingenden Namen trug (tatsächlich war es ein echt pladdütscher Name), seine schützende Hand über sie gehalten hätte. Immerhin wird das Städtchen zur Strafe gründlich ausgeplündert, bis aufs letzte Haus.) [...]
Der Engländer Martin Rumbold wird zu seiner unangenehmen Überraschung nicht etwa zum Helden von Pelzerhaken erklärt, sondern sang- und klanglos aus der R.A.F. entlassen (wie undankbar!), macht eine Kneipe auf und bald darauf Pleite. “Charles” Clostermann dagegen, der andere Held von Pelzerhaken, wird Abgeordneter der französischen National-Versammlung, Ritter der Ehrenlegion, Vizepräsident der Cessna Aircraft Company und General-Direktor der Firma Reims Aviation, die sein Freund Charles de Gaulle eigens zu diesem Zwecke verstaatlicht. [...]
Zurück ins Jahr 1945. Was geschah mit den nur indirekt Beteiligten der Gegenseite, den Besiegten? Der ehemals populäre Balltreter Tull Harder (nein, liebe junge Leser, Ihr werdet ihn nicht kennen - obwohl er einst als Torjäger so bekannt und beliebt war wie nach ihm allenfalls Helmut Rahn, Uwe Seeler oder Gerd Müller - und Ihr werdet auch gleich erfahren warum nicht), war ein kleiner Fach-Leutnant der Waffen-SS und als solcher Aufseher in Neuengamme. Ihm und anderen werden die Toten von Pelzerhaken nach dem Krieg in die Schuhe geschoben - schließlich muß irgend jemand die Zeche bezahlen, die die Briten gemacht haben; und “bezahlen” bedeutet in diesem Fall: über die Klinge springen, damit die Wahrheit nie ans Tageslicht kommt. Harder wird zwar “nur” zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt (zwei seiner Untergebenen, die nicht das Glück hatten, berühmte Fußballer gewesen zu sein, kommen gleich aufs Schafott), aber zu deren Verbüßung wird er in das alliierte Konzentrationslager Iserbrook eingeliefert, und an den ihm dort zugefügten Mißhandlungen stirbt er - zuvor “großzügig” entlassen, um keinen Martyrer zu schaffen - 1956. Sein Name wird aus den Annalen der Sportgeschichte so gründlich getilgt, wie Orwell es in “1984″ beschrieben hat: Der Hamburger Sportverein (”Ha-äss-vau”), für den Harder fast zwei Jahrzehnte lang gegen den Ball getreten hat, streicht ihn von der Mitglieder-Liste. (Die vielen Tore, die er geschossen hat, hat der große Anonymus erzielt - vielleicht derselbe Anonymus, der in der Zeit des “Dritten Reiches” das Lied von der Loreley ["Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..."] und andere Gedichte politisch unliebsamer Autoren geschrieben hatte?) Und als 1974, bei der Balltreter-, pardon Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland (West), auch ein Spiel in Hamburg statt finden soll und irgend ein Unglücksrabe in der aus diesem Anlaß gedruckten Broschüre den Namen “Tull Harder” erwähnt, muß die gesamte Auflage von 100.000 Exemplaren eingestampft werden. (Merke: Das Verbrechen eines Deutschen, von den alliierten Besatzern, pardon Befreiern ermordet zu werden, verjährt nicht!)” [...]
Aber hat nicht das Rote Kreuz der neutralen Schweiz nach Kriegsende festgestellt, daß in den deutschen Konzentrations-Lagern ca. 300.000 Menschen umgekommen sind, darunter viele Juden? (Wobei das “in” nicht so wörtlich zu nehmen ist - die 7.000 Opfer von Pelzerhaken sind natürlich unter “Neuengamme” mit gezählt worden!)”
Quelle: http://dikigoros.tripod.com/pazifik.htm
3 pseudo-nym // Apr 23, 2006 at 20:43
Mich würde mal interessieren, ob diesen ´Geschichtsforschern´ der Name `Wilhelm Gustloff´ etwas sagt. Glaube kaum. Denn weil auf dem Schiff mit diesem Namen eben nur ein paar tausend deutsche Flüchtlinge bzw. Frauen und Kinder umkamen als es von den Russen torpediert wurde, ist das wohl nicht so wichtig und in den Augen dieser Herrschaften sicherlich politisch korrekt-”schließlich hat ja auch Deutschland den Krieg angefangen”-nicht wahr? …
4 Rumpelstielzchen // Apr 23, 2006 at 20:56
Um diese Opfer kümmert sich wenigstens jemand und es wird ihnen gedacht.
Nur was ist mit den Opfern auf deutscher Seite?
Heute war ich auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof in Stahnsdorf. Dort befinden sich unter hohen Kiefern schmucklose Grabfelder unserer deutschen Volksgenossen, Männer, Frauen und Kinder. Alle gestorben kurz vor der Kapitulation der Wehrmacht. Nur gibt es hier keine Hinweisschilder oder Gedenktafeln. Die Nachwelt sollte wissen, durch welche grausamen Aktionen der Alliierten, diese Menschen umkamen. Oder aber, daß sie den Heldentod starben bei der Verteidigung Ihrer Heimat.
Da wird wohl auch mit zweierlei Maß gemessen.
5 Schörner // Apr 23, 2006 at 22:05
Es ist offensichtlich, warum mit solchen absurden Verdrehungen gearbeitet wird: die schwächeren Argumente.
6 Schörner // Apr 23, 2006 at 22:09
Noch etwas: sie können nicht entlastend für die eigene Seite tätig werden, ohne ihre eigene politische Existenzberechtigung zu verlieren. Denn das BRD-System ist ein volksfeindliches System das sich nur halten kann, solange es das Volk unten und in Selbsthass hält. Und wer für den eigenen Machterhalt Völkermord am eigenen Volk begeht, na der wird bestimmt Skrupel haben, auch die deutsche Geschichte umzulügen…
7 Legionär // Apr 23, 2006 at 23:04
@pseudo-nym
Richtig auf die Wilhelm Gustloff hinzuweisen, da durch einen “Befreiungsakt” ca. 8000 Menschen auf diesem Schiff ihr Leben lassen mußten. Na, wer weiß, vielleicht findet sich ja mal ein Hollywood Regisseur und dreht darüber einen Film. Der Untergang der Titanic hat ja auch einiges eingespielt…
8 Rechthaber // Apr 24, 2006 at 17:42
Auf der Wilhelm Gustloff waren 7956 Flüchtlinge registriert, danach kamen noch schätzungsweise weitere 2000 Menschen an Bord, so daß es mit der Besatzung über 10.000 Personen waren. Nur 1239 Passagiere überlebten
Der Untergang der Wilhelm Gustloff forderte also ein Vielfaches an Opfer der Titanic (1523) wie auch der Lusitania (1198). Dennoch hört man von diesem Schiffs“unglück“ (Verbrechen) so gut wie nie. Der Untergang der Titanic (1523 Tote) wird als DIE Schiffskatastrophe schlechthin dargestellt.
Noch ein Skandal: Nicht einmal die 24-bändige Ausgabe des Brockhaus (1978) hat ein entsprechendes Stichwort - weder für das Schiff, noch für den, nach dem es benannt worden war: Wilhelm Gustloff (30. 1.1895-4.2.1936) war der Begründer der NSDAP in der Schweiz (Davos 1932). Er wurde 1936 von dem Juden David Frankfurter erschossen.
9 Völkischer Beobachter // Apr 24, 2006 at 19:50
Neben der “Wilhelm Gustloff” (25.484 BRT), die am 30.01.1945 von dem sowjetischen U-Boot “S 13″ versenkt wurde, wurden am 10.02.1945 auch noch das Lazarettschiff “General Steuben” von einem sowjetischen U-Boot fast an der gleichen Stelle versenkt. Von ca. 3.000 Verwundeten an Bord überlebten nur etwa 300.
Am 16.04.1945 wurde die “Goya” mit über 7.000 Menschen an Bord von dem sowjetischen U-Boot “L 3″ versenkt. Nur 334 Menschen konnten gerettet werden.
Den Opfern dieser drei Schiffsversenkungen gedenkt heute im Unterschied zu den KZlern der “Cap Arcona” niemand mehr.
10 Dikigoros // Dec 11, 2006 at 19:20
Ich darf noch nachtragen, daß meine Großeltern Augenzeugen der Ereignisse um die C.A. waren, da derjenige, der mich oben zitiert hat, das weggelassen hat - ebenso wie die Tatsache, daß ich die Dokumentation dazu noch in den 60er Jahren persönlich im Neustädter Heimatmuseum einsehen konnte und daß sie inzwischen auch dort durch die modernen Lügen ersetzt wurden.
Auf die Frage nach der Verfilmung des Untergangs der W.G.: Das ist längst geschehen, zwar nicht in Heiligenholz, aber immerhin in Good Old Germany - in den 50er Jahren. Noch nie von “Nacht fiel über Gotenhafen” gehört?
N.
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