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Abt. Kauft nicht bei … - Wenn der „Händler von nebenan“ ein Nazi ist (29.12.05)

December 29th, 2005 · Post your comment (No Comments)

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Leipzig / Sachsen: Wieder einmal Pogromstimmung gegen nationale Szeneläden schürt man in Sachsen. So wirbt die JUNGE WELT in ihrer gestrigen Ausgabe für eine Broschüre „mit aktuellen Hintergrundinformationen“ in denen man nationale Szeneläden und Angehörige der nationalen Szene steckbriefartig vorstellt. Besagtes Druckwerk ist Teil der Kampagne „Schöner leben ohne Nazisläden“.

Grundtenor der Broschüre ist der unverhohlene Frust der linken Szene darüber, daß die politische Konkurrenz nach wie vor feste dabei ist, ihr in jeder Hinsicht den Rang abzulaufen. Darüber hinaus ist es kein Geheimnis, daß die nun schon fast ins Pogromartige gehende Hetze gegen nationale Szeneläden keineswegs nur politische Gründe hat, sondern auch kommerzielle. So registriert man linkerseits mit Mißmut, daß die jungen Leute lieber Szenemarken wie Thor Steinar tragen oder deutsche Musik hören, als mit dem von der Gegenseite vertriebenen Multikultizeug in der Öffentlichkeit zum Clown zu machen. Das macht sich natürlich auch im Umsatz linker Szeneläden bemerkbar. Kein Wunder, daß die Scharfmacher der Kampagne „Schöner leben ohne Naziläden“ nicht selten gerade in solchen Geschäften zu finden sind.

Versuche in der Vergangenheit in Sachsen mit Demonstrationen gegen nationale Szeneläden vorzugehen entpuppten sich in der Regel als Rohrkrepierer und führten lediglich dazu, deren Selbstschutz zu mobilisieren und der Öffentlichkeit zu zeigen, wer hier die eigentlichen Störenfriede sind. Die jetzt erschienene Broschüre belegt dies nunmehr sogar schriftlich. So heißt es schon eingangs in der Broschüre, daß die Hetzkampagne dazu dienen soll, das Ansehen von Geschäftsinhabern, die linkerseits als politisch mißliebig empfunden werden, zu schädigen. Ungewollt gestehen die Verfasser jedoch auch ein, daß es nicht etwa rechte Jugendliche sind, die bestimmten Dingen unaufgeschlossen gegenüberstehen, sondern die Antifa höchstselbst. So heißt es darin „Die heutige Neonaziszene steht kaum einer Jugendkultur verschlossen gegenüber“ und das in bestimmten Subkulturen „rechte und antiemanzipatorische Positionen“ häufig akzeptiert oder gar schon an der Tagesordnung wären. Um dies zu verhindern formuliert die JUNGE WELT: „Antifaschistische Arbeit müsse Jugendliche zur Distanzierung von Neonazis und ihren Positionen bewegen und dem in den Subkulturen weitverbreiteten Irrglauben entgegenwirken, daß »die politische Meinung in der Szene keine Rolle spielt«.“

Deutlicher kann man dies Gebaren von Leuten, die sehen, wie ihre politischen Felle davon schwimmen wirklich nicht illustrieren. Ob aber gewöhnliche Denunziationsschriften wie diese diesen Trend umkehren? Um ehrlich zu sein, daß glauben wir nicht. Wären wir Betreiber eines nationalen Szeneladens würden wir uns mit solchen Schriften eindecken und sie zu Werbezwecken an unsere Kundschaft verteilen oder aber mit einem eigenen Vorwort versehen und sie in der Nachbarschaft vorstellen, um zu zeigen, mit was für Methoden man hier Gewerbetreibende zu Grunde zu richten trachtet.

Die Broschüre ist gegen 1,44 Euro Rückporto in Briefmarken über Kampagne »Schöner Leben ohne Naziläden«, Bornaische Straße 3d, 04277 Leipzig zu bestellen. Weitere Informationen unter www.stoppnazilaeden.de.vu

Siehe auch

Junge Welt 28.12.05

Quelle: Störtebeker-Netz 29.12.05



Tags: Allgemeines

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