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Abt. Weaner Schmäh: Sag beim Abschied leise … Sieg Heil – Wenn in Wien die letzte Bahn fährt (31.10.08)

October 31st, 2008 · Post your comment (30 Comments)

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“Ich hab’s gewagt mit Sinnen // und trag des noch kein Reu //
Mag ich nicht dran gewinnen, // Dennoch muß man spüren Treu.”
Ulrich von Hutten

Wien: Schauerliches müssen wir mal wieder aus der Donaumetropole hören, Dinge die uns daran zweifeln, ob man in Österreich denn überhaupt etwas aus der Geschichte gelernt hat. Immerhin wird das Lang ja medial in den letzten Wochen mal wieder von Israel und seiner Fünften Kolonne volksaufklärerisch förmlich in die Zange genommen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an Berichterstattung jüdischer und judenhöriger Medien über das letzte Wahlergebnis und die besondere Pietät, die man von dieser Seite dem Ableben Jörg Haiders widmete.

Zeigte die Masse der Österreicher, das sie bereits in diesen Dingen, trotz mehr oder minder frommer Vermahnungen nicht bereit sind, jede jüdische Richtlinie aus Eretz Israel zu befolgen, so setzte jetzt ein zivilcouragierter Straßenbahnfahrer in Wien noch eins drauf.

So wurde am 25. Oktober, einem Samstag, in Wien die Straßenbahnlinie 1 eingestellt, eine Linie die besonders für Touristen als Besichtigungstour für die Sehenswürdigkeiten der alten Kaiserstadt genutzt wurde, als sich auf ihrer letzten Fahrt ein Ereignis ereignete, dass so ungeheuerlich ist, dass man schon eine MitarbeiterIn namens Michaela Sivich der JÜDISCHEN sein muß, um auch nur annähernd Worte dafür zu finden. Hier einige der wichtigsten Auszüge aus der erschütternden Schreckenskunde, die unter dem sinnigen Titel „Abschiedsfahrt der Straßenbahnlinie 1 rund um den Wiener Ring wurde mit Hitlergruß beendet - Eine Wiener Alltagsgeschichte aus Wien ereilte. Minderjährige werden an dieser Stelle ersucht, die Seite zu wechseln … die Internetseite, nicht etwa die politische Ausrichtung.

„…Historisches Ereignis: “Sieg heil” vom Führerstand

Historische Ansage

Dieser letzte Zug war mit einem Strauß roter Rosen geschmückt und der Zuglenker sichtlich erfreut, dass er für seine letzte Runde um den Ring eine nicht organisierte Party als Abschiedsgeschenk bekam.
Er kündigte an, in der Station, in der er die allerletzte Runde um den Wiener Ring beginnen würde, auszusteigen, außen um die Garnitur zurückzugehen, eine letzte Runde durch den Zug zu gehen und dann seine letzte Durchsage via Lautsprecher im Straßenbahnwagon zu machen.
Sollten Fahrgäste mit Videokamera und/oder anderen Aufnahmegeräten anwesend sein, so mögen diese, das war sein Wunsch, das festhalten und dann auf youtoube.com veröffentlichen.

Gesagt, getan. Gegen 23.45 am 25. Oktober 2008, hielt die Bim (Wienerisch für Straßenbahn, Anm.) wie üblich in der Station Stubentor für einen fahrplanmäßigen Aufenthalt. Der Zuglenker stieg aus seiner Kabine aus, ging am Gehsteig entlang zum Ende seiner Straßenbahn. Stille.
Er erhob seine Stimme und verlautbarte, er ginge jetzt zurück zu seinem “Führerstand” und werde dort die letzte Ansage dieser Linie machen, er verlange nur, dass es zwei Minuten so still sei, dass er eine Stecknadel fallen hören könne.

Er ging schnurstracks in seinen Führerstand und erstaunlicherweise war die fröhliche Partymeute nach einer “Welle” auch tatsächlich mucks Mäuschen still in der Bim und er konnte in einer bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Straßenbahn, in der wirklich alle Anwesenden der 1er Line gespannt auf seine Durchsage warteten, folgendes zum Besten geben:

Sieg heil<

"Sehr geehrte Fahrgäste. Wir umrunden nun ein letztes Mal mit der Linie 1 den Wiener Ring, den Orbit rund um den Stephansdom. Viele historische Ereignisse haben hier stattgefunden . Sieg heil!".

Einige wollten weiterfeiern. Andere vergewisserten sich und fragten herumstehende Fahrgäste, ob sie das wohl richtig verstanden hätten, dass das letzte Kommando vom Führerstand "Sieg heil" gewesen war. Bestätigung überall. Ja, ER hat DAS gesagt.
Einige wenige beschließen, den Zug zu verlassen, und auf die “historische” letzte Runde zu verzichten -weil “am Montag demonstrier’ ich gegen den Graf als dritten Nationalratspräsidenten dann, hör ich mir das jetzt nicht an”.

Der Aufenthalt in der Station ist dann doch länger als üblich, ein einziger Fahrgast, ein Mann stattlichen Alters, geht zur “Führerkabine” und verlangt den Ausweis und die Dienstnummer des Fahrers, und erhält diese auch.

Rumoren in der Bim. Die Party war vorbei. Etliche wollten weiterfeiern. Andere waren verstört.
Viele waren aber nicht verstört wegen der “Sieg heil”-Durchsage, sondern weil ein alter Mann sich erdreistet, den “netten Straßenbahnführer” zu attackieren. “Der hat uns die Abschiedsparty feiern lassen”, “na, des woar bled, aber gemeint hat er es ja net so”, “Stermann und Grissemann machen das auch dauernd und da sagt niemand was”.

Der couragierte ältere Herr wird in Folge auch noch von einigen Jungendlichen angegriffen, “wie kommen Sie dazu, der Fahrer ist doch so nett, er hat das auch sicherlich nicht so gemeint”.

“Nicht so gemeint?” antwortete dieser sichtlich erbost. “Ich bin Antifaschist. Im Jahr 2008 brauch ich mir so eine Durchsage nicht bieten lassen. “Nicht so gemeint” habe ich oft genug gehört, mit dem Weghören fängt alles an. Ich werde mir das nicht gefallen lassen und rechtliche Schritte einleiten”.

Die Party war zu Ende. Vereinzelt gab es Diskussionen im ULF - Darüber dass, es ein Scherz gewesen sein könnte, darüber (mit mir) keinen Artikel zu verfassen, denn der Typ “hat schon seine Lektion gelernt, wenn Du jetzt darüber schreibst ist seine Zukunft hin”. Ein anderer warf ein, er habe noch die Frau und den Sohn des Zugführers gesehen und er ist “so ein lieber Familienvater”.
Meine kurzen Antworten, dass auch NS-Schergen gute Familienväter waren, und dass ja so vielen nur “was rausgerutscht” ist kamen bei den verbliebenen Fahrgästen nur mäßig an.
Ein klitzekleines Grüpplein überlegte noch, bis in die Remise zu fahren und als Protest “Dreck” liegen zu lassen. Ich stieg aus und ging nach Hause.

Und überlegte. Was sollte ich schreiben und wie? Kommt eine im Stil der Nachrichtenagenturen verfasst Meldung besser, würde das eher zur Kenntnis genommen?

Wien/Stubentor - Gegen 23.45 soll es auf den Wiener Linien zu einem unerwarteten Zwischenaufenthalt gekommen sein. Der Zugführer, so ZeugInnen, habe bei seiner letzten Durchsage in der Straßenbahn Linie 1 mit den Worten “Sieg heil” gegrüßt. Rund 200 Personen waren anwesend, ein Herr verlangte die Dienstnummer des Zugführers und kündigte Konsequenzen an.
Wenige Minuten später konnte der fahrplanmäßige Betrieb der Linie wieder aufgenommen werden. —- (Fortsetzung möglich xxx)

Eine Frage des “journalistischen Stils” ist es sicherlich nicht.

Hierzulande ist wirklich alles möglich und nichts auch nur annähernd ein Skandal. Ähnliche Vorkommnisse waren immer “Alltagsgeschichten” und ohne Konsequenzen.”Is jo ka Drama. Trink ma noch a Glaserl Wein. Holdrio”.

WIEN IST ANDERS!

Ja, Wien ist anders, die Reaktion der meisten Fahrgäste auf das moralinsaure Getue dieses politisch überkorrekten Fahrgastes, wie auch die letzten Wahlen und die Anteilnahme des österreichischen Volkes am Tode Jörg Haiders, zeigen es deutlich. Gott sei Dank, es besteht also noch Hoffnung, dass auch in Österreich die Bäume gewisser ethnischer Minderheiten und ihrer politischen Handlanger nicht bis in den Himmel wachsen.

Für den zivilcouragierten Fahrer hatte die Geschichte freilich noch ein unangenehmes Nachspiel, so wurde er nach Bekanntwerden der Sache vom Fahrdienst suspendiert. Eine Sprecherin des Unternehmens kündigte bereits an: „Wenn es tatsächlich so war, wird das die angemessenen Konsequenzen für den Fahrer haben.” Gleichzeitig fügte sie hinzu, dass besagter Mitarbeiter schon jetzt durch den Abzug aus dem Fahrdienst finanzielle Einbußen erleide. Eine endgültige Entscheidung über sein Schicksal soll im Laufe kommender Woche erfolgen. Eine Kündigung ist nicht unwahrscheinlich.

Renate Brauner (SPÖ)

Auch die hohe Politik reagierte bereits. So verlangten die Wiener Grünen schon am 27. Oktober von der für die Wiener Linien zuständigen Stadträtin Renate Brauner (SPÖ), dass sie sich bei den Opfern des Nationalsozialismus entschuldigen möge, denn:. “Solche Äußerungen sind kein Kavaliersdelikt, sondern müssen streng geahndet werden.” Harte Worte, die möglicherweise daraus resultieren, dass Frau Brauner von ihrem für eine Rote gar nicht politisch korrekten Namen ablenken will.

Nun, vielleicht ist Wien ja doch nicht so anders – oder doch?

Siehe auch
Die Jüdische 27.10.08

IKG News 27.10.08

IKG News 27.10.08

Video bei “Youtube” zum Vorfall

Weiterführend siehe auch
Die Schande Österreichs

Altermedia 21.10.08

Altermedia 12.10.08

Tags: Allgemeines

30 responses so far ↓

  • 1 Andi // Oct 31, 2008 at 8:33

    Wien ist eine Reise Wert und die öffentlichen Verkehrsmittel sind zu empfehlen.

  • 2 ichsachmal // Oct 31, 2008 at 8:36

    Also mal im Ernst, bei sowas bleibt einem doch wirklich das “Schalom” im Halse stecken…

  • 3 GermannX // Oct 31, 2008 at 8:55

    Gibt es ein Spendenkonto für den Familienvater und Straßenbahnfahrer?
    Wenn manche Leute schon sonst keine Probleme auf der Welt sehen können, als etwas “historischer” grüßende Straßenbahnfahrer zu verknacken, dann soll sich noch einer über echte Kriminalität wundern…

  • 4 2. Münchner // Oct 31, 2008 at 9:01

    “Für den zivilcouragierten Fahrer hatte die Geschichte freilich noch ein unangenehmes Nachspiel …”

    Zivilcourage? Pfff. Der Typ ist ein Depp. Deshalb hätte wohl eine Abmahnung als Sanktion gereicht.

  • 5 Patria Germania // Oct 31, 2008 at 9:09

    Der Fahrer wurde fristlos entlassen.

    Da er sich mit diesen zwei Worten im Sinne einer ‘Wiederbetätigung’ (für den Nationalsozialismus) verhalten hat, droht ihm bei einer Verurteilung eine zehnjährige Haftstrafe.

    Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit noch, ob hier Anklage erhoben wird.

    Dies hier auch zur Information für den jüdischen Journalisten ‘Eldad Beck’, der ganz Österreich ja generell als ganz besonders Nazifreundlich in der Welt angeprangert hat.

    Vielleicht sollte man diesem jüdischen Hasstiraden- Schmierfink einmal wegen Rufschädigung und Verunglimpfung einer ganzen Nation den Prozess machen. Aber einen kurzen.

  • 6 BdU // Oct 31, 2008 at 9:47

    Wirklich mit Abstand am witzigsten finde ich ja das penetrante in AnFÜHRUNGsstriche (sic!) Setzen des Führerstandes. So als ob der Begriff “Führerstand” schon in einer protofaschistischen Grauzone der Sprache liegen würde und prinzipiell verdächig wäre.
    Besonders widerlich ist natürlich die Bezeichnung des älteren Denunziantenschweins als “zivilcouragiert”. Gehört schon viel Mut dazu sich eine Dienstnummer geben zu lassen und dann den Betreffenden zu denunzieren.
    Erfreulich allerdings die gelassene Reaktion der meisten anderen Fahrgäste, die ganz offensichtlich mehr Reife bewiesen haben als der fanatische Herr im stattlichen Alter.
    S.H.

  • 7 BdU // Oct 31, 2008 at 9:51

    Ups kleiner Fehler, der Fahrer wurde ja als zivilcouragiert bezeichnet und nicht der Denunziant. DAZU gehörte natürlich Mut.

    Übrigens gibt es heute keine Stadtführer mehr, das sind jetzt “Guides”, so kann man vermeiden, daß der eine oder andere Teilnehmer einer Führung (ohje ohje, das muss auch noch austauschen, am besten Tour) der Gruppe den “Guide” mit den Worten vorstellt, “das ist unser Führer”. Das ist nämlich nicht selten mit Feixen, Grinsen und entsprechenden Bemerkungen verbunden. Auch die höchst unkorrekt klingende Formulierung “Sind Sie unser Führer?” konnte so verbannt werden.

  • 8 Rolli-Elke aus Halle // Oct 31, 2008 at 10:04

    Renate Brauner sieht aus wie die Tochter von Atze Brauner, nur daß sie dessen Schnurrbart unter den Achseln trägt.

  • 9 jochen // Oct 31, 2008 at 10:47

    Schade, daß die in Österreich herrschende Klasse den Humor komplett verloren hat. Weniger wäre hier sicher mehr gewesen.

  • 10 bert // Oct 31, 2008 at 11:00

    vlt. was für euch:

    http://www.express.de/nachrichten/region/bonn/gedenksteine-eklat-beim-festakt-in-alfter_artikel_1225373124716.html

    Skandal bei der Verlegung von vier Stolpersteinen. Zum Gedenken an die deportierte jüdische Familie Cossmann sollten sie vor dem Haus Knipsgasse 28 eingelassen werden. Doch plötzlich kamen der Besitzer und eine Bewohnerin aus dem Haus und schockierten die Anwesenden mit den Worten: „Wir wollen die Steine hier nicht haben.“

    *Ja, das ist was für uns. Danke.
    Die Schriftleitung

  • 11 Eberndorfer // Oct 31, 2008 at 11:02

    Renate Brauner sieht aus wie die Tochter von Atze Brauner, nur daß sie dessen Schnurrbart unter den Achseln trägt.

    …oder wie die Enkeltochter der unsaeglichen “Roten Hilde”.

    http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BenjaminHilde/index.html

  • 12 Lanzenbrecherin // Oct 31, 2008 at 11:11

    JT sagt: “Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt. ”

    Bedauerlich

  • 13 Reconquista // Oct 31, 2008 at 11:40

    You Tube hat das Video für den deutschsprachigen Raum gesperrt.
    http://de.youtube.com/watch?v=x3-_wxe7e7o
    ORF-Bericht
    http://de.youtube.com/watch?v=B56WHIpMRGU&feature=related
    “Vorgeschichte zu Sieg Heil auf der Linie 1″

  • 14 BdU // Oct 31, 2008 at 11:49

    @bert

    Nun zumindest nach außen spielen dieser Besitzer ja die Unschuldigen und begründen das ganze mit Angst vor Neonazis. Also keine angewandte Zivilcourage sondern eher das Gegenteil. Alleine die Vorstellung, daß diese Mistdinger weiter mithilfe von Systempolitikern verlegt werden und dieser Kulturbolschewist grinsend hunderttausende Euro einstreicht läßt einen wünschen, daß dieser irgendwann die echte Rechnung kassiert.

  • 15 NPD KV UNNA / HAMM // Oct 31, 2008 at 13:20

    Unsere Brüder und Schwestern in der Ostmark sind schon Schlingel.
    http://www.npd-unna.de

  • 16 Ed von Schleck // Oct 31, 2008 at 13:20

    Das grösste Schwein im ganzen Land ,ist immer noch der Denunziant.
    Gerne wäre ich dabei gewesen, sogleich hätte ich dem “couragierten Herrn” gezeigt was man von Borstenvieh in der Strassenbahn so hält.
    Nicht genug das der Fahrer seine Arbeit verloren hat, vermutlich wird von Seiten der Staatsanwaltschaft auch noch ein Exempel statuiert. Eldad Beck lässt grüssen.

  • 17 Freiherr v. Boeselager // Oct 31, 2008 at 13:21

    “Für den zivilcouragierten Fahrer …”

    Tolle Zivilcourage, mal “sieg Heil” zu brüllen.^^
    Man, man, ihr werdet auch immer anspruchsloser, wenn ihr euch schon bei solchen Deppen ein Horn in der Hose wächst.

  • 18 haben wir keine anderen Probleme? // Oct 31, 2008 at 13:26

    Die Geldgier und die Kriese.

    Die Börsen-Zuckungen weltweit erinnern mittlerweile an Fieberkurven eines Todkranken. Tagesverluste im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit. In kurzer Zeit lösten sich Milliardenwerte in Wohlgefallen auf. Zunehmend ist Panik im Spiel. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die geplatzte US-Immobilienblase. Die Finanzkrise kriecht über Grenzen und Ozeane und greift nun auch auf die Realwirtschaft über. Gründe sind unkontrollierte Gier sowie Struktur-Defizite des globalen Finanzgebäudes. Erste Not-Reparaturen zeigten bis dato noch keine erkennbare Wirkung. Das wird verständlich, wenn man die fragile Statik des Gebäudes betrachtet. Die Finanzprodukte, aus denen es erbaut ist, sind selbst vielen so genannten Finanzexperten nicht bekannt. Klaus-Peter Müller, Ex-Commerzbank-Chef und aktueller Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken, bekennt freimütig, es gäbe Finanzprodukte, die selbst er nicht verstanden habe. Da geht es ihm wie vielen seiner Kunden. Die bangen nun um ihre sauer ersparten Einlagen. Was war geschehen?

    Um Renditen von 20 Prozent und mehr einzufahren – und zwar Jahr für Jahr – war konventionelles Handeln mit Wertpapieren für einen modernen Banker schon lange nicht mehr ausreichend. Zu einem der wichtigsten Werkzeuge innovativer Finanzakrobaten entwickelte sich daher der Hebel. Mit seiner Hilfe kann man mit geringen Kräften gewaltige Massen bewegen. Merke: “Gewaltig ist des Werkers Kraft wenn er mit dem Hebel schafft.” Mit dem Hebel erschufen die alten Ägypter bereits die Pyramiden. Der Hebel hat die Entwicklung der Menschheit entscheidend beeinflußt. Zum Positiven. Doch schon der antike Mensch wußte, daß man mit dem Hebel vorsichtig zu Werke gehen muß. Läßt man ihn zur Unzeit los, teilt er schwere Schläge aus. Das kann sogar tödlich enden. An diesem Phänomen hat sich nichts geändert. Daher ist es auch heute noch wichtig, einen Hebel erst dann loszulassen, wenn sich die zu bewegende Masse in einer stabilen Position befindet.

    Moderne Finanzhebel wie Optionsgeschäfte ermöglichen es beispielsweise, große Aktienmengen mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz zu bewegen. Der Kunde erwirbt dabei das Recht, Aktien an einem definierten Termin zu einem bestimmten Wert zu kaufen oder zu verkaufen. Der finanzielle Einsatz beträgt lediglich einen Bruchteil des Aktienwertes. Je nach Kursverlauf kann ein solches Geschäft zu hohen Gewinnen führen. Verläuft der Kurs jedoch anders als vorgestellt, kann am Ende einer solchen Börsen-Wette auch der Totalverlust stehen. Bei Turbo-Bankgeschäften mit Derivaten ist zudem nicht nur für Laien die zu bewegende Finanzmasse bisweilen schwer erkennbar. Ebenso derjenige, der den Finanzhebel final in der Hand hält. Folge globaler “Risikostreuung”. Das globale Finanzgebäude steht in der Folge auf einer Vielzahl derartiger Hebel, die sich gegenseitig stützen und mit deren Hilfe sich einzelne Banker Milliarden in die eigene Tasche geschoben haben. Kommen die Finanzmassen am anderen Ende des Hebels allerdings in Bewegung, wie in den letzten Wochen geschehen, so schlägt der Hebel zu, wird gleichsam zur Brechstange. Spätestens hier wird klar, daß viele unserer Banker im Physik-Unterricht nicht aufgepaßt haben. Denn bereits der alte Grieche Archimedes wußte, daß man mit einem Hebel und einem festen Punkt die Welt aus den Angeln heben kann. Genau das proben nun die Banker. Weltweit. Zwischenzeitlich sind so viele Finanzmassen in Bewegung, daß man den schlagenden Hebeln gar nicht mehr ausweichen kann. Erste Opfer unter Bankern selbst sind zu beklagen. Die beginnen derweil schon nach dem Staat zu rufen. Noch vor Monaten ein schlechterdings undenkbares Szenario. Man fordert Steuermilliarden, um das Finanzgebäude zu retten. Das zeigt bedenkliche Schieflagen. Statt das Geld in Bildung, Infrastruktur und damit in Zukunft zu investieren, soll die mutwillig außer Kontrolle geratene Statik der Finanzbranche stabilisiert werden. Der Bürger zahlt.

    Die deutsche Kontrollinstanz, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin, tat derweil das, was sie immer tat - sie versagte. Das tat sie bereits beim Neuen Markt. Dort gab es Fälle offener Organisierter Kriminalität, wie im Fall NordLB/Metabox. Die BaFin schaute zu. Ohne Konsequenzen. Sie begleitete die mehr oder weniger offene Kriminalität im Bereich der WestLB. Der Einstieg von Porsche bei VW harrt seiner juristischen Aufarbeitung und auch die Krisen bei IKB, KfW und HRE sind Folgen systematisch ungenügender Arbeit der BaFin. Sie ist trotz bestehender Gesetze nicht in der Lage, das Geld, die Gier und die Finanzhebel zu kontrollieren.

  • 19 Bunzeldeutscher // Oct 31, 2008 at 13:29

    Ich bin ob der unsäglichen Worte in Wien betroffen, entsetzt und bestützt. Glücklicherweise können hier bis zu 20 Jahren Haft ( Wiederbetätigungsgesetz) drohen. Leider ist es dagegen in der BRD immer noch möglich, z.B. das Wort “Führer”-Schein ungestraft in den Mund zu nahmen.

  • 20 Geneigter Leser // Oct 31, 2008 at 15:09

    @Bunzeldeutscher
    Noch schlimmer: JEDER wird ja ständig daraufhin geprüft, ob er als potentieller “Führer” geeignet ist.
    Als Ergebnis kannst Du Dir Dein Führungszeugnis abholen. ;)

  • 21 Kassandra // Oct 31, 2008 at 17:24

    Habe einschlägige Schritte gegen einen aufblasbaren Bären unternommen -und damit meine statsbürgerliche Pflicht erfüllt- der am Hamburger Hafen den rechten Arm hebt. Komm ich jetzt ins Fääärnseeehn?

  • 22 Kämpfer // Oct 31, 2008 at 17:32

    88

  • 23 Raindrops // Oct 31, 2008 at 19:26

    Ich muss zugeben, ich musste selber schmunzeln. Dass der Mann seinen Job verloren hat finde ich übertrieben - wenn es eine Gefängnisstrafe gibt, dann fehlen mir die Worte.
    Der Typ hat in meinen Augen eindeutig einen Scherz gemacht - selbst ich als Jude habe schonmal im Suff den alten Adolf nachgeäfft. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn ich damals in der Bahn in Mikro geschrien hätte: “Dee Jooodn onde Bolschäwitään! Säääg Hail!!! Säääg Hail!!” Jesses - Man kanns nun wirklich auch übertreiben…

  • 24 Timberwolf // Oct 31, 2008 at 21:21

    Wuerde man den Zuglenker genau so anprangern, haette er anstatt “S.H.” zu sagen, die
    rechte Faust auf der linken Brustseite gelegt und
    “SALVE” gesagt? Ich glaube kaum. Schliesslich sind die Roemer auch nich sehr human mit ihren Opponanten umgegangen. Aber, das gehoehrt zur Geschichte. Nach 70 Jahren sollte man auch
    die Nazizeit in Geschichtbuechern ruhen lassen,
    aber man sollte dabei nicht vergessen, die Untaten der Kriegsgewinner zu erwaehnen

  • 25 Dike // Oct 31, 2008 at 22:45

    Heil diesem beherzten Straßenbahnführer! Großartig!

    Diese ganze Komödie um den Holokotz u. “Offenkundigkeit” oder wie oder was, wird schneller einsacken, als man sich noch vor wenigen Monaten erträumte!’

    Heil unserem Deutschland! Die laufenden Ereignisse werden es richten…absolut r i c h t en.

  • 26 wotan666 // Nov 1, 2008 at 0:22

    Das You Tube Video wurde selbstredend von den Heuchlern der You Tube Zensur entfernt!
    Ich sag ja immer : You Tube = JudTube, die
    Krummnasen zum Ausdrücken;-))
    Das Blatt wendet sich bald! Dann auf zum Halali>
    http://de.youtube.com/watch?v=rh0sbpJJ4pM
    MdG

  • 27 Hansi Mock // Nov 1, 2008 at 5:33

    Vor einigen Jahren hat ein bekannter Politiker der Sozialdemokraten im österreichischen Parlament “Sieg Heil” gebrüllt. Der Sturm der Entrüstung von den militanten Gutmenschen blieb aber aus. Ebenso wurde meines Wissens nie nach einem strafbaren Tatbestand ermittelt, und im Parlament durfte der Abgeordnete auch sitzen bleiben. Ich bin mir nicht einmal sicher ob er damals überhaupt einen Ordnungsruf bekam. Hier wird in Österreich eindeutig mit zweierlei Mass gemessen.
    Bist Du prominenter Sozialdemokrat? -> Kein Problem!
    Einfacher Strassenbahnfahrer? -> 10 Jahre Haft möglich!

  • 28 Uhu // Nov 1, 2008 at 8:34

    Die Politik in Österreich fährt Achter-, nicht Straßenbahn:

    Wollte FPÖ-Obmann Strache noch am 8. Oktober 2008 enger mit Jörg Haider zusammenarbeiten - “Ein gemeinsames Projekt haben sich beide bereits vorgenommen: Die Wirtschaftsexperten von FP und BZÖ werden gemeinsam an einem Konjunkturpaket arbeiten.” - wird nun der Haider-Gegner Norbert Steger, den Haider 1986 in einer Kampfabstimmung als FPÖ-Vorsitzenden abgelöst hatte, ins Spiel gebracht - “Norbert Steger ist wieder da. Er wird Stiftungsrat im ORF. Für jene Partei, deren Chef er einmal war.”

    “Strache und Haider knüpfen zarte Bande”
    http://www.nachrichten.at/politik/innenpolitik/741992?PHPSESSID=0bc9d5219028cf8410b1ae220fc25c6c

    “Der seit jeher als liberal gehandelte Steger ist nach der Spaltung der beiden freiheitlichen Parteien der nationaleren FPÖ treu geblieben. Wohl aus Abneigung gegenüber Jörg Haider. Dieser hatte Steger am denkwürdigen Innsbrucker Parteitag 1986 von der FPÖ-Spitze geputscht. Die politische Karriere des damaligen FPÖ-Obmanns, Vizekanzlers und Handelsministers der rot-blauen Koalition war damit beendet. Und das Projekt, aus der FPÖ eine rechtsliberale Partei zu machen, gescheitert.”
    http://diepresse.com/home/meinung/imsucher/426463/index.do

  • 29 Franz aus Wien // Nov 1, 2008 at 20:34

    Rolli-Elke aus Halle

    Die ist Jüdin, darauf verwette ich meinen Arsch.

  • 30 Komentar_adS // Nov 2, 2008 at 21:18

    “die Wiener Linien zuständigen Stadträtin Renate Brauner (SPÖ),”

    ist übrigens nicht nur Stadträtin, sondern auch Vizebürgermeisterin, Landeshauptmannstellvertreter, die ehemalige Schlampe … ähn Freundin des jetzigen Bürgermeisters von Wien Michael Häupl und als Draufgabe auch noch Jüdin! :(

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