Was machen Journalisten, denen nichts Neues einfällt? Richtig, sie nehmen Versatzstücke aus älteren Artikeln und basteln daraus einen neuen. Daß dies nicht nur mit Artikeln so ist, sondern auch mit Büchern, demonstrieren Toralf Staud (ZEIT) und Holger Kulick (Amadeu.-Antonio-Stiftung). Sie nehmen ihr altes Geschreibsel und basteln daraus ein neues Buch, diesmal unter dem gewichtig klingenden Titel „Das Buch gegen Nazis“.
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Der Inhalt dieses Buches ist weder neu, noch originell, sondern im Grunde nichts weiter als die aufgeblähte Wiederaufbereitung von Stauds Buch „Moderne Nazis“ von 2005, bzw. dessen Kapitels „Was tun? – Eine Gebrauchsanleitung für den Umgang mit der NPD“.
In den dort von Staud aufgezählten Wunschmaßnahmen gegen die NPD hieß es seinerzeit bereits unter Maßnahmepunkt 4:
„Die NPD ist keine normale Partei. Ihre Mitglieder und Funktionäre sind keine gleichberechtigten Partner in der politischen Auseinandersetzung. Doch muß ihre Ausgrenzung immer begründet werden, damit sie sich nicht als erfolgte Unschuld präsentiert.“ Begründet wird dies mit der angeblichen Ablehnung von Grundgesetz und Menschenrechten durch die NPD. Beweise? Wozu, es spricht doch Herr Staud und der Schein wird ja schließlich gewahrt.
Noch deutlicher wird er an anderer Stelle, wo er inzwischen längst zum Alltag gewordenen Repressionen wie diesen das Wort redet: „Wer sich zur NPD bekennt, darf deshalb ausgeschlossen werden. Auch aus dem Sportverein, dem Männerchor, der Gewerkschaft. Es muß abschreckend sein, bei der NPD mitzumachen.“ Eine Praxis, die inzwischen bereits in verschiedenen Bundesländern offen praktiziert und von Politikern offiziell propagiert wird.
Im „Buch gegen Nazis“ wird die alte NPD-Thematik so ziemlich auf alles was rechts ist ausgewalzt, indem man die Inhalte von Internetseiten wie „Mut gegen rechte Gewalt“ und „Netz gegen Nazis“ sowie den üblichen Verfassungsschutzberichten gleich miteinarbeitet. Alles in allem eine Wiederholung von dem, was jemand, der sich für die politische Szenerie in der Bundesrepublik ohnehin schon weiß.
Grundaussage des Buches: Redet nicht mit ihnen, diskriminiert sie, wo ihr könnt, drückt euch möglichst politisch korrekt aus und wählt bloß keine Rechtsparteien.
Geradezu amüsant ist eine Besprechung des Buches von Stauds Arbeitsgeberblatt, die ZEIT, welche sich zum Thema „Migranten“ und „Ausländerkriminalität“ folgendermaßen verbiegt:
„…Neben der Schaffung von Freund-Feind-Bildern versucht die NPD hier wie beim “Schuldkult“ Schlagwörter zu prägen, in der Hoffnung, daß sie in die öffentliche Debatte Einzug halten. Dasselbe Ziel verfolgen Wortschöpfungen zur grundsätzlich abgelehnten Migration. Begriffe wie “Multikulti-Extremisten“ und “Multikulti-Umerzieher“ suggerieren, daß Zuwanderung “unnatürlich“ und nur gewaltsam durchsetzbar sei. Das Wort “Asylbetrüger“ soll politisch Verfolgten legitime Gründe für ihre Flucht und die Aufnahme in Deutschland absprechen. Das Schlagwort der “Überfremdung“ übertreibt den Anteil von Migranten hierzulande.
Und wenn Neonazis den Begriff “Kulturbereicherer“ benutzen, versuchen sie das antirassistische Argument, daß eine Gesellschaft von Zuwanderung profitiert, ironisch umzudrehen – denn er wird von Rechtsextremisten nur in den Mund genommen, wenn es um negative Phänomene geht, etwa um “Ausländergewalt“. Dieser Begriff versucht – wie auch die Rede von einer “multikriminellen Gesellschaft“ –, einen ursächlichen Zusammenhang von Einwanderung und Kriminalität herzustellen.
Tatsächlich tauchen ja Migranten bei einigen Delikten überproportional häufig in Kriminalstatistiken auf – doch das hat nichts mit genetischer oder ethnischer Prägung zu tun, wie Neonazis unterstellen, sondern beispielsweise mit sozialen Problemen und mangelnden Bildungschancen, und davon sind Menschen mit ausländischen Vorfahren hierzulande öfter betroffen. …“
Zu den „einigen Delikten“ gehören vornehmlich Gewalttaten und Eigentumsdelikte. Die von Blättern wie der ZEIT gern angeführte rechte Gewalt ist prozentual lediglich ein Bruchteil von dem, was alljährlich in Deutschland an Gewalttaten durch Ausländer begangen wird. Verständlich, wenn sich das Blatt in diesem Fall vornehm zurückhält und auf Beispiele aus der Bundeskriminalstatistik oder sonstigen Landeskriminalstatistiken verzichtet.
Wer also einen gewöhnlichen Internetanschluß hat, kann sich von der Sache her die 12.95 Euro für das Buch sparen und nützlicher anlegen, wer es sich trotzdem kauft, macht auch keinen Fehler, bekommt er doch auf diese Weise einmal mehr Gelegenheit, den Charakter des politischen Gegners kennen zu lernen, auch wenn er von der Sache her nichts weiter erfährt, als was er sowieso schon weiß.
Siehe auch
Das Buch gegen Nazis





11 responses so far ↓
1 NPD KV UNNA / HAMM // Aug 28, 2009 at 7:42
Sollten sich die Bedingungen einmal ändern, sollte man sich Empfehlungen der Schreiberlinge vielleicht zu Herzen nehmen und sie beachten ?
2 wolzow // Aug 28, 2009 at 9:09
“sondern beispielsweise mit sozialen Problemen und mangelnden Bildungschancen, und davon sind Menschen mit ausländischen Vorfahren hierzulande öfter betroffen. …“
Was für ein Quatsch…..
Ich denke es handelt sich um gebildete Fachkräfte, ja was denn nun?
3 dagegen // Aug 28, 2009 at 9:11
Was soll mich aus diesem literarischen Zirkusreport der Dämonkröten denn noch sonderlich überraschen? Eins muss man dem juten Toralf lassen, um Stoff für seine Märchenbücher zu erhaschen, wagt er sich gar in die Höhle des Löwen und besucht ALLEIN NPD-Parteitage.
Wie gut, daß wir NPDler so tolerant sind und auch unsere Feinde überall (noch!) “willkommen heißen”…hähähä!
4 griesgram // Aug 28, 2009 at 10:18
“Begründet wird dies mit der angeblichen Ablehnung von Grundgesetz und Menschenrechten durch die NPD”
Der eine lehnt das verlogene, dumme Geschwätz offen ab, der andere reGIERt seit 63 Jahren und hat beides faktisch sowieso schon abgeschafft.
Zumindest für das eigene Volk im eigenen Land.
5 Treueschwur // Aug 28, 2009 at 10:35
“Nazis” sells…
6 Alexander W. // Aug 28, 2009 at 10:52
Ging es ab 1933 nicht auch darum, die Juden aus allen möglichen Institutionen und dem öffentlichen Leben auszugrenzen? Das war der derzeitigen Politik nach ja sehr verabscheuenswürdig und darf sich nicht wiederholen, denn keiner darf in der überfreien BRD ausgegrenzt werden.
Fällt diesen Leuten nicht mal auf, daß sie eigentlich das Gleiche machen, was sie sonst immer verurteilen? Oder sind Leute rechts der Union nun keine Menschen mehr?
7 Beobachter // Aug 28, 2009 at 15:21
Da hat DIE ZEIT ja mal wieder auf besonders abwechslungsreiche und interessante Art argumentiert. Selbst wenn die tatsächliche überproportionale Kriminalität bei Migranten auf Armut (deutsche Sozialhilfearmut wohlgemerkt, unter der es den meisten Migranten immer noch viel besser geht als in ihrer Heimat) und “mangelnde Bildungschancen” (wenn die Eltern ihre Kinder nicht zum Aufpassen und zum Schulbesuch erziehen können…) zurückzuführen ist, so ist der springende Punkt doch die Frage, warum sich Deutschland diese Probleme aufbürdet oder den Migranten soviele Freihehiten lässt, mit denen sie nicht umgehen können. Selbst ohne Rassismus im Hirn kann man durchaus gegen Migration bestimmter Ethnien sein, weil man deren soziale Lage und die sich ergebenden Konsequenzen im Vorhinein abschätzen kann. DIE ZEIT kommt aber, um dies zu widerlegen, mit der altbewährten Rassismukeule anmarschiert und bemüht sich in althergebrachter Manier, eine rationale Diskussion auf das emotional aufgeladene Podest des “deutschen Gedankenverbrechens” emporzuhieven. Legt man selbst den unterschwelligen oder offen zur Schau getragenen Rassismus vieler Menschen mit (ge)rechter Gesinnung zu Grunde, so bleibt aber dennoch das unumstößliche Faktum der durch Migration bestehenden Probleme im Inneren bestehen. Betrachtet man bspw. nur die NPD-Wahlkampfzeitung, die dieser Tage in vielen Briefkästen zu finden war, so fällt auf, dass der Tenor durchaus nicht rassistisch ist oder auf genetische Prädispositionen bestimmter Völker abzielt, was nach meinem Ermessen ja auch korrekt ist, betrachtet man nicht die gesamte genetische Forschung der letzten Jahrzehnte in verschwörungstheoretischer Manier als manipulatives Machwerk einer “zionistischen Weltverschwörung”. Dennoch wird hier nicht das bewertet, was geschrieben steht, sondern die vermeintliche Gesinnung des Verfassers zu Grunde gelegt, um jedwede Argumente mit bereits angesprochener Keule zu entkräften.
Genug geschwafelt, ich halte jetzt die Fresse.
Es war, es ist und es bleibt
ZUM KOTZEN!
8 TH // Aug 28, 2009 at 15:26
Das ist klassische Frankfurter Schule, Herbert Marcuses Konzept von der repressiven Toleranz: Toleranz ja, allerdings nicht für Rechte.
9 Leni // Aug 28, 2009 at 16:06
Wer ist eigentlich Rechtsinhaber bezüglich der Vergabe von Lizenzen für die Vermarktung von “RECHTS” und “NAZIS”?
Falls nicht bereits geschehen, sollte RA Rieger dafür sorgen, dass die Begriffe schnellstens geschützt werden, bevor es “jemand anderes” tut.
Handtücher, Geschirrtücher, Tassen, Bettwäsche, Schulranzen, Griffelmappen, Ordner, Brillenetuis, Mausunterlagen, Sonnenschutz für Autoscheiben … und überalls steht drauf
RECHTS ist RICHTIG
Die Einnahmen fließen in eine Fonds für deutsche Kinder und alleinerziehende Mütter.
Trittbrettfahrern wie Brotkorb, Röpke, Wagner … etc vergolden sich bis jetzt auch ohne unser Zutun an Herrn Hitler ihre Nasen. Diesem Tun gehört eiligst ein Riegel vorgeschoben durch Herrn Rieger.
10 Die dunkle Hälfte // Aug 28, 2009 at 21:10
………….sondern beispielsweise mit sozialen Problemen und mangelnden Bildungschancen, und davon sind Menschen mit ausländischen Vorfahren hierzulande öfter betroffen. …………
Wenn ich diese hohle Phrase höre bekomme ich jedes Mal so einen Hass.
Was sind soziale Probleme? Was sind mangelnde Bildungschancen?
Als ich als eines von 9 Kindern in der Nachkriegszeit aufwuchs, hatten wir nur einen Bruchteil der Chancen, die heute jeder hergelaufene Ausländer hat.
Wir trugen die Kleider unserer größeren Geschwister auf und arbeiteten fleißig im Haushalt.
Mein Vater arbeitete sehr hart und dennoch mussten wir immer sparen.
Dennoch haben alle meine Geschwister und ich das Abitur gemacht und eine anständige Ausbildung genossen. Keiner von uns musste jemals dem Staat auf der Tasche liegen.
Jeder der sich in Deutschland ein wenig bemüht, kann einen guten Abschluss machen und einen Beruf erlernen. Das hat absolut nichts mit der sozialen Herkunft zu tun.
Ich kenne einige Ausländer, die ohne Probleme das Abitur geschafft haben (oder einen Lehrberuf erlernt haben). Allerdings kommen diese Ausländer nicht aus dem muslimischen Kulturbereich.
Es liegt einzig an den Eltern, wie sie ihre Kinder erziehen und natürlich welche Gene weitergegeben werden (Das ist weder ein Vorurteil noch rassistisch, sondern einfach nur ein nachgewiesener Fakt).
Wenn die Kinder weder die Sprache des Landes, noch etwas von Anstand und Moral lernen und dazu noch vorgelebt bekommen, dass man besser nicht lernt und nicht zur Schule geht, weil es einfacher ist vom Staat und von der Kriminalität zu leben, dann hat das nichts mit Chancen zu tun. Hier ist weder der Staat, noch das Wirtsvolk schuldig, sondern alleine die Eltern.
Solche Menschen hat jedes Volk und jede Kultur.
In der BRD haben wir allerdings das Problem, dass zu unserer eigenen Unterschicht noch überproportional die Unterschichten aus den nordafrikanischen Ländern und aus Anatolien importiert und hier (durch ALG und Kindergeld) überproportional vermehrt werden.
11 Giftpfeil // Aug 29, 2009 at 17:38
…..ein Buch das sofort aus dem Verkehr gezogen werden sollte denn es ist menschenverachtend.
Jeder hat das Recht auf seine politische Meinung zu der er auch stehen sollte und öffentlich bekennen sollte. Leider gibt es Deutsche in unserem Land denen nichts an ihrer eigenen Kultur und an den eigenen Landsleuten liegt. Es kommt mir so vor als ob sie sich daran erfreuen wenn sie als Deutsche untergehen und ihre Nachkommen keine Zukunft haben werden.
Und für mich ist diese Einstellung geistig krank,
denn es ist unnormal.
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