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Klagenfurt / Kärnten: Wegen der Veröffentlichung eines Altermedia-Artikels muß sich Ende Juli der frühere FPÖ-Politiker Karlheinz Klement vor Gericht verantworten. Ihm wird Volksverhetzung vorgeworfen.
Anlaß ist eine Denunziation des sogenannten Dokumentationszentrums des österreichischen Widerstandes (DöW). Dieses stieß sich an dem im Oktober vergangenen Jahres erschienenen Artikel „Erez Israel gelb vor Neid“. In diesem wurde über das Begräbnis des bei einem mehr als fragwürdigen „Verkehrsunfall“ ums Leben gekommenen Politikers Jörg Haider berichtet und über die Reaktionen auf dieses im Gelobten Lande.
In einer DöW-Meldung vom 23. Juni heißt es diesbezüglich:
„Der ehemalige Kärntner FPÖ-Politiker Karlheinz Klement veröffentlichte auf seiner “Heimatseite” einen offen antisemitischen Text, der ursprünglich auf der neonazistischen Site Altermedia erschienen ist. Anlässlich der Kritik in israelischen Medien an der Massenhysterie angesichts Jörg Haiders Unfalltod holt dort ein anonymer Schreiber zum Rundumschlag aus. So heißt es, dass sich “beim Ableben führender Juden” wie Ignaz Bubis oder Paul Spiegel eine “echte Trauer in überschaubaren Grenzen” halten würde. Kein “halbwegs gescheite[r] Mensch” trauere “solchen Dinosauriern der Zwangsbewältigung wirklich nach”. Im Gegensatz dazu stehe die “Volkstrauer” um den Kärntner Landeshauptmann, über die auch in Israel kritisch berichtet wurde: “Ja, da staunt der Jude und wundert sich, wieso bei Haider und nicht bei seinesgleichen.” Der von Klement veröffentlichte Hetzartikel gipfelt in Vernichtungsphantasien. So könne man sich “vorstellen, dass man ihm [dem Juden] und seinesgleichen auch ein Staatbegräbnis bereiten würde, an dem nicht nur Österreich, sondern die ganze Welt teilnehmen würde. Die Juden müssten sich nur dazu entschließen können, möglichst zeitnah und alle auf einen Schlag, gleichzeitig von dieser Welt zu scheiden. – Natürlich, freiwillig und ohne Zwang, versteht sich.” Sind einmal alle Jüdinnen und Juden tot, würde “sich gerade im deutschen Sprachraum ein Gefühl der Erleichterung und Genugtuung” einstellen. Schließlich wird offen mit Vernichtung oder einer “zweite[n] Lektion” gedroht, da die Jüdinnen und Juden “nichts aus der Geschichte gelernt” hätten, wie die Kritik aus Israel beweise.
Was das DöW, in der ihm eigenen Weise, dezent verschweigt, sind die Äußerungen der jüdischen Seite, die zu diesen Feststellungen erst geführt haben. So ging Altermedia seinerzeit auf einen Artikel der israelischen Zeitung Yedioth Anoroth ein, in dem es hieß, dass das „pompöse Begräbnis für Jörg Haider“ gezeigt hätte, dass „viele Österreicher nichts gelernt haben“. Weiterhin schimpfte das jüdische Blatt: „Viele Österreicher haben wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sie sich nicht geändert haben. Sie haben bewiesen, dass sie überhaupt nichts gelernt haben und dass sie gar nichts lernen oder sich verändern wollen” und „Dem Mann, der bei mehr als einer Gelegenheit seinen Landsmann, den Führer des Deutschen Reiches, gerühmt hat, wurde ein Begräbnis beschert, wie es nur Könige oder Präsidenten erhalten…”
Daraufhin stellte Altermedia, in Reminiszenz an das 1924 geschaffene expressionistische österreichische Filmkunstwerk „Stadt ohne Juden“, theoretische Betrachtungen darüber an, wie die Welt wohl reagieren würde, wenn sie plötzlich gänzlich ohne Juden dastehen würde, falls diese – natürlich nur rein theoretisch – auf den Gedanken kommen würden, samt und sonders, mit Kind und Kindeskind „freiwillig und ohne Zwang“ aus dem Leben scheiden würden. Dabei kamen wir sinngemäß zu dem Schluß, dass sich in diesem Falle die Trauer der Weltbevölkerung in überschaubaren Grenzen halten würde, dass Interesse an den Beisetzungen aber dennoch den Vergleich mit der Beisetzung Haiders aushalten würde, weil ja nun wirklich alle Welt gerannt käme, um sich zu versichern, ob sie auch wirklich weg sind. Nicht mehr und nicht weniger. Keineswegs wurde zu etwas aufgefordert, was jüdische Gemüter verletzen oder gar deren Selbstbestimmungsrecht verletzen könnte.
Wenn man hieraus eine Anklage wegen angeblich abfälliger Äußerungen über Juden zimmert, dann sollte man vielleicht zuvor die abfälligen Bemerkungen der jüdischen Seite Revue passieren lassen, die von dieser Seite über Österreich und seine Bürger gemacht wurden, als sie Haider den Abschied bereiteten, den er ihrer Meinung nach verdiente. Wenn das DöW damit Probleme hat, steht es ihm ja frei das Gegenteil zu beweisen, doch glauben wir nicht, dass unsere jüdischen Mitbürger sich auf ein solches Experiment einlassen sollten.
Klement selber ließ die Presse wissen, dass er den inkriminierten Text nicht geschrieben habe und dass dieser lediglich im Diskussionsforum seiner Internetseite, dass er anlässlich des Ablebens Haider eingerichtet hatte, erschienen war, ohne dass er auf den Inhalt Einfluß gehabt hätte.
Sein Anwalt weist außerdem daraufhin, dass Klement vor jedem Beitrag, in dem das Thema MOSSAD oder Israel thematisiert wurde ,einen Vorspann gesetzt hätte, indem er sich von dem Inhalt distanzierte und gleichzeitig betonte, dass derlei Aussagen nicht seine persönlichen Ansichten widerspiegeln. Geholfen hat dies allerdings nicht, da es das DöW in jedem Fall auf ihn abgesehen hatte.
Klement selber war erst im Juli 2008 aus der FPÖ ausgeschlossen worden – zum dritten Mal bereits. Offenbar gilt er nicht allein nur linken Judenfreunden als politisches Enfant terrible.
Siehe auch
Kleine Zeitung 30.06.09
Vom Neid der Besitzlosen – Altermedia 20.10.08
Karlheinz Klements Weibseite
Anhang: Hier einige jüdische Kostproben zum Thema Abfälligkeiten über andere Völker aus Anlaß von Haiders Tod
Eldad Beck gibt uns in seiner edlen Prosa einen Eindruck, wie Julius Streicher wohl geschrieben hätte, wäre er heute ein Jude und der Deutschland-Korrespondent von Yedioth Aharanot
Die Schande Österreichs
Das Lästern und die Gerüchte über die letzten Stunden im Leben des rechtsradikalen Führers Österreichs, Jörg Haider, lenken die Aufmerksamkeit in als auch außerhalb Österreichs völlig von der abscheulichen Wahrheit ab, die mit den Tod dieses gefährlichen Politikers ans Tageslicht trat.
Der Unfall, der das Leben des modernen Austro-Faschisten ein Ende setzte, enthüllt mehr über die Schande der österreichischen Gesellschaft als das Privatleben und die
sexuellen Neigungen Haiders.
Die hässlichen Schamteile Österreichs müssen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen, nicht die Frage, mit welchem seiner Liebhaber sich dieser Typ in seiner letzten Nacht gestritten oder anderweitig beschäftigt hat.
Alfred Gusenbauer ist ein Mann mit überaus beeindruckendem intellektuellen Potenzial. Er ist ein interessanter Gesprächspartner, der über enormes Wissen verfügt. Aber er ist ein schlechter Politiker, naiv, ohne Charisma. Das ist der Grund, dass seine Amtszeit als österreichischer Kanzler, die dieser Tage zu Ende geht, eine der kürzesten
war, die es jemals in Österreich gegeben hat.
Gusenbauer ist ein wahrer Sozialdemokrat, aber sein ideologischer Hintergrund und seine persönliche Begabung hielten ihn nicht davon ab, an dem Staatsbegräbnis
Haiders teilzunehmen und Österreich aufzurufen, die ideologischen Kontroversen mit Haider beiseite zu legen und sich mit ihm auszusöhnen. Haider, so fügte Gusenbauer
hinzu, habe nach seinem Tod “Respekt und Anerkennung” verdient.
Die Genossen Gusenbauers zitterten nicht, als sie diese schrecklichen Worte aus seinem Munde vernahmen. Er verkaufte seine Welt und seine Ehre für einige Augenblicke reinen Populismus. Plötzlich klangen Gusenbauer und die anderen Grabredner wie Haider in seinen besten Zeiten: Sie sagten den Österreichern, was diese gerne hören.
Die österreichischen Sozialdemokraten wissen, dass sie die Wähler Haiders umgarnen müssen, wenn sie seinen Tod nützen wollen, um sich selbst zu stärken. Ohne jede Scham legten sie die letzen Reste politischer Anständigkeit ab, die sie noch hatten, und wandten sich der Prostitution zu.
Die Tatsachen sprechen für sich selbst: Haider und seinen Leuten ist es in den letzen Jahren gelungen, den Charakter der Demokratie und des Gesetzes in ihrem Land bedeutend zu erschüttern. Sie verliehen dem Fremdenhass und dem Antisemitismus neue Legitimität, und sie trieben eine Revision der österreichischen Geschichte voran,
in einer Form, die den Nazismus salonfähig machte.
Haider, weder zu Lebenszeiten noch im Tod, hat keine Versöhnung, keine Anerkennung und keinen Respekt verdient. Die Österreicher gingen schon viel zu viele Kompromisse im Zusammenhang mit den faschistischen Verbrechern ein, die im Schoß ihres Landes wieder entstehen konnten.
Es ist an der Zeit, dass sich dieses Land aufrichtig, offen, ernst und tiefgehend mit seiner verbrecherischen Vergangenheit und äußerst problematischen Gegenwart auseinandersetzt.
Und wenn Österreich dies nicht selbst bewerkstelligen kann, dann sollte die Welt es zu dieser Auseinandersetzung zwingen. Österreich ist nicht “Sound of Music”, Mozart und Sachertorte, Österreich ist Adolf Hitler, Alois Brunner, Amon Göth, und Waldheim,Haider und Strache.
Es ist absurd, dass gerade in der Woche, in der fast die gesamte österreichische Führungsspitze beim Begräbnis eines politischen Ungeziefers antritt, dieses Land als temporäres Mitglied in den Sicherheitsrat aufgenommen wird. Es sollte dort keinen Platz haben.
Noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass die österreichischen Holocaustüberlebenden und ihre Nachkommen erst dieser Tage eine offizielle Mitteilung über die Entschädigungszahlungen erhielten, die sie jetzt endlich bekommen werden. Die meisten Entschädigungsklagen wurden zurückgewiesen.
Die fette und satte österreichische Nation, die sich am Raub und der Ermordung von Juden bereichert hat,hat schamlos alles getan, um den Opfern sogar die späte Gerechtigkeit vorzuenthalten.
Nicht mit Haider muss sich Österreich versöhnen, sondern mit seinen Juden. Aber sie interessieren Österreich nicht. Diese Nation hat keinen Respekt und keine Anerkennung verdient.
Die Schande Österreichs – Ein STÜRMER auf israelisch – Altermedia 30.10.08
Siehe außerdem
Sieg Unheil – Lizas Welt 15.10.08
Österreichs Stänkerjude Nummer eins zum Tode Jörg Haides – Altermedia 12.10.08





5 responses so far ↓
1 Ali Mente // Jun 30, 2009 at 10:52
In diesem traurigen Elaborat eines Uneinsichtigen wird deutlich, daß der Semit nicht vergeben kann, noch vergeben will. Da helfen auch Hunderte Milliarden EURO nicht, sie werden ausschließlich als notwendiges Zubrot erachtet. Die arteigene Gier nach Geld wird auch im Kurzprozeß gegen Reb Maddoff erkennbar, nur zu willig vertraute man diesem Schwindler. Das Jammern verhallt nicht, hat doch ein Semit andere Semiten so ausgenommen, wie die berühmt Elster das Nest.
2 bildad // Jun 30, 2009 at 11:59
” Die Dr. Jörg Haider Gebetsliga
Herzlich Willkommen auf der neuen Seite der Gebetsliga für die Selig- und Heiligsprechung von LH Dr. Jörg Haider. Wir bitten und beten für die Selig- und in der Folge Heiligsprechung des im Oktober 2008 verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes Doktor Jörg Haider.”
http://heiligerhaider.wordpress.com/
Nette Gebete gibt es auf der Seite.
3 Klaus-Jürgen // Jun 30, 2009 at 12:10
Wenn Eldad Beck so viel Haß über einen Verstorbenen ausschüttet, dann bedeutet dies doch wohl nur eins: Beck ist neidisch. Neidisch auf die Erfolge Heiders. Und daraus erkennt man wiederum, daß Beck ein Gemüt besitzt, welches mit dem von Vorschulkindern gleichzusetzen ist. Frei nach dem Motto: “Menno, der ist viel erfolgreicher wie ich es bin. Ich will auch so’n großes Büro und Auto wie der”.
4 PA // Jun 30, 2009 at 22:45
Hier gibt es Volksaufklärung:
A Critical Look at the Holocaust and WWII:
http://wideeyecinema.com/?p=1552
Weiß jemand zufällig, ob es diesen Film auch in einer deutschen Übersetzung gibt? Wenn nicht, dann würde ich mir mal die Arbeit machen, eine deutsche Übersetzung anzufertigen.
5 Carinthia // Jul 7, 2009 at 20:22
“»Investigativer Journalist präsentiert Mord-Theorie über den Tod von Jörg Haider«, lautete die Headline auf der Website der Londoner »Times« am 4. Juli 2009. Die Druckausgabe vom selben Datum widmete dem Thema eine halbe Seite. Damit reihte sich das britische Leitblatt in den internationalen Reigen der Berichterstattung ein, der von Italien über Kroation und Osterreich, die Tschechische Republik und die Türkei nun eben auch bis nach Großbritannien reicht. Nur die deutschen Medien schweigen bis auf ganz wenige Ausnahmen eisern.”
http://info.kopp-verlag.de/nc/news/the-times-wisnewski-recherchen-ueber-haider-tod-peinlich-fuer-oesterreichische-behoerden.html
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