Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz
Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Andreas Morbach: Bericht über die 5. Arbeitstagung „nationalrevolutionär heute“ / III (25.08.07)

August 25th, 2007 · Post your comment (30 Comments)

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Fortsetzung:

Die hier zu besprechende 5. Arbeitstagung „nationalrevolutionär heute“ der Deutschen Akademie (DA), die vom 11. bis 12. August 2007 in Oberfranken stattfand, hatte Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsprogramm zum thematischen Schwerpunkt. Nachdem im Teil I des Berichts über Vorträge berichtet wurde, die sich um praktische Anwendungsbereiche drehten (Wolfgang Teufel über den englischen Bergarbeiterstreik von 1984/85; Dominik Schwarzenberger über den Bolivarismus in Südamerika), ging es in Teil II um die Erarbeitung wirtschaftswissenschaftlicher Begriffe durch Armin Wunderlich. Noch offen sind bisher die nachfolgende Analyse des Ausverkaufs der deutschen Wirtschaft von Hermann Patzak (Diplom-Kaufmann und Diplom-Volkswirt) sowie die Skizze eines nationalen Wirtschaftsprogramms von Martin Laus (Diplom-Informatiker) geblieben.

Hermann Patzak über den Ausverkauf der deutschen Wirtschaft

Es folgte nun im Programm die auf die aktuelle Situation auf den internationalen Finanzmärkten abzielende Analyse von Hermann Patzak. Der Diplom-Kaufmann und Diplom-Volkswirt hat dankenswerter Weise seinen Vortrag im Nachhinein als Artikel ausformuliert, der auch Tabellen und Fußnoten enthält, der bei der DA bestellt werden kann. Wir wollen uns nachfolgend nur auf eine Zusammenfassung des Vortrags beschränken, der den Titel „Ökonomische Aspekte der Globalisierung: Der Ausverkauf der deutschen Wirtschaft“ sowie den Untertitel „Die ökonomischen Auswirkungen der Unternehmungsaufkäufe in Deutschland vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Bankenkrise im Sommer 2007“ trägt. Zunächst definierte der Referent den Begriff Globalisierung:

„Unter Globalisierung sind alle Entwicklungen und Prozesse, in der Politik, in der Wirtschaft, in der Kultur und im Sport, zu verstehen, die das Denken, die Wertvorstellungen und die herkömmlichen Lebens- und Verhaltensweisen der Menschen absichtsvoll verändern mit dem Ziel, den einzelnen Menschen zu vermassen und die Selbständigkeit und Autonomie der Völker und Nationen aufzulösen.“ Die Globalisierung führe „zur Schwächung starker Volkswirtschaften durch Immigration aus fremden Ländern, Kulturen und Kontinenten, diese Schwächung lag immer im Interesse des Imperiums in der jeweiligen historischen Epoche; hebt die Solidargemeinschaften der Nationen aus den Angeln; vernichtet Arbeitsplätze und erzeugt Arbeitslosigkeit; erhöht weltweit die Profitraten und bringt deshalb allen Menschen, die ihr Einkommen aus ihrer Arbeitsleistung bestreiten, relative, aber auch absolute Verarmung; löst einen weltweiten Aufkauf von Unternehmen durch internationale Kapitalanleger aus, was zur Folge hat, daß nicht nur das Eigentum des Produktivvermögens an ausländische Eigentümer übertragen wird; auch die aus dem Eigentum fließenden Gewinneinkommen fließen fremden Volkswirtschaften zu, ebenso die Steuern aus diesen Gewinneinkommen; mit dem Eigentum und Einkommen wird das technische Wissen, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, Patente und Lizenzen ins Ausland transferiert, ebenso gehen die von den ehemals deutschen Unternehmen erschlossenen Märkte als Einkommensquelle verloren. Die Welle der Privatisierungen hat die gleichen Folgen, das Eigentum von Produktivvermögen und Immobilien und damit das Einkommen daraus, geht in ausländische Hände.“

Im Mittelpunkt seiner Analyse, so Patzak, stehe der „Aufkauf von Produktivvermögen durch internationale Kapitalspekulanten und seine Auswirkungen auf die betroffenen nationalen Volkswirtschaften.“ So sei „Deutschland [...] in besonderer Weise betroffen“; denn die „deutsche Volkswirtschaft ist ein besonders lohnenswertes Ziel für die internationale Kapitalmafia.“ Seine Thesen belegte der Referent anhand umfangreicher Studien hinsichtlich von Unternehmensaufkäufen von deutschen Konzernen in den zurückliegenden Jahren. Anhand von übersichtlichen Tabellen konnten die Teilnehmer der AT genau nachvollziehen, bei welchen Unternehmen welche ausländischen Käufer auf den Markt getreten sind, wie hoch nun deren Anteile an diesen Unternehmen sind und wie hoch der Anteil von Beschäftigten solcher Unternehmen im Ausland ist. Dabei ging Patzak auf die Zerschlagung der Höchst AG und ihre Überführung in das Eigentum ausländischer Kapitalanleger im Zeitraum von 1999 bis 2004 ein. Zudem stand im Mittelpunkt seiner Analyse die feindliche Übernahme des Mannesmann-Konzerns durch Vodafone, mitsamt seiner gewinnträchtigen Filetierungen im Jahr 2000. Auch die Übergabe der Hypo-Vereinsbank (HVB) an die italienische Unicredito zum Nulltarif war ein Beispiel, das näher ausgeführt wurde. Die größten Unternehmensaufkäufe durch ausländische Unternehmen aus dem Jahr 2005 sind die Firmen Viterra, Hexal, Kabel Deutschland, Ruhrgas/Indistriegas, Nileg Immobilienholding, Telering Telecom Service, Möller Holding, BSN Medical, Formula one. Die Gesamtsumme für diese Verkäufe liegen bei rund 40 Milliarden Euro. Die größten Unternehmensaufkäufe in Deutschland im Jahr 2004 sind Celanese, Gagfah, Messer Griesheim, Dynamit Nobel, Thyssen Krupp Immobilien, Berlin Immobilien, Grohe Armaturen gewesen. Die Gesamtsumme hier: rund 19 Milliarden Euro. Bei diesen Zahlen, so der Referent, handele es sich nur um die „großen Fische“. Natürlich seien auch viele mittlere und kleinere Firmen in ausländische Hände übergegangen.

Zudem sei der Hinweis wichtig, daß mittlerweile alle großen Dax-Unternehmen „fest in ausländischer Hand“ seien. Entweder sei der Aktionärsanteil aus dem Ausland hoch oder der Umsatz, der im Ausland erzielt werde oder die Zahl der ausländischen Mitarbeiter beachtlich. Hierzu zählen: Thyssen Krupp, Deutsche Lufthansa, Metro, Volkswagen, Deutsche Telekom, Tui, Linde, RWE, Deutsche Post, Altana, Bayer, SAP, BMW, Fresenius Medical Care, MAN, Allianz, DaimlerChrysler, Münchner Rück, Deutsche Bank, Commerzbank, BASF, Eon, Siemens Schering, Adidas-Salomon, Continental, Deutsche Börse, HypoVereinsbank, Henkel, Infineon. Die Tabelle, so der Vortragende, stamme aus dem Jahr 2005 (Quelle: FAZ vom 29.11.2005), die Eigentumsübertragungen dürften mittlerweile weiter fortgeschritten sein.

Zu den jüngsten Fällen von Unternehmensaufkäufen nannte Patzak drei besondere Beispiele, die für öffentliches Aufsehen gesorgt haben: So habe im August 2003 Haim Saban gemeinsam mit sechs amerikanische Finanzinvestoren die Sendergruppe Pro Sieben Sat. 1 aus der Konkursmasse von Leo Kirch für 525 Millionen Euro gekauft. Im Dezember 2006 verkauften dann die fremden Herren 50,5 Prozent der Aktien an die US-Finanzinvestoren Permira und KKR für 3 Mrd. Euro. Wir zitieren nun Patzak im Wortlaut:

„Für die Hälfte des eingesetzten Kapitals (Kaufpreis war 525 Mio. Euro) erhielten also die Verkäufer nach 3 Jahren 3.000 Mio. Euro. Ihr Einsatz hat sich mehr als verzehnfacht. Und die Verkäufer sind immer noch mit fast 50% Miteigentümer des Senders. Die DSD, ist der zweite Fall. Das Unternehmen hat die Müllentsorgung zum Gegenstand. Im Dezember 2004 hatte das Bundeskartellamt den Verkauf des Entsorgungsunternehmens ‚Duales System Deutschland‘ (DSD) erzwungen, weil die bisherigen deutschen Eigentümer angeblich monopolähnliche Macht erlangt hatten. Den Profit daraus hat der US-Kapitalspekulant KKR (Kohl Kravits Robertson), geschlagen. Er war damals der einziger Kaufinteressent und hat das Unternehmen für 970 Mio. Euro übernommen. Heute ist es wieder so weit. Den großen Müllentsorgungsunternehmen verbietet das Bundeskartellamt weitere Aufkäufe, also drängen weitere Ausländer auf diesen lukrativen Markt. Momentan (Sommer 2007) steht die Landbell AG mit Firmensitz in Mainz zum Verkauf an. Der französische Veolia-Konzern, interessiert sich für das Schnäppchen. Auch der spanische Baukonzern FCC hat bereits den Markt erkundet, ebenso einige russische Staatsunternehmen. Sie wittern ihre Gewinnchancen in Deutschland. In anderen Ländern (Spanien, Frankreich, Italien, ja auch in den USA) lassen sich die Regierungen immer wieder neue Tricks einfallen, feindliche Unternehmensaufkäufe aus dem Ausland zu verhindern (Eon-Endesa-Affäre). In Deutschland gibt es eine Behörde, die solche Vorhaben sogar fördert: Das Bundeskartellamt. Ein weiterer typischer Fall des nationalen Eigentumsdiebstahls ist die Verhökerung des deutschen Breitbandkabelnetzes. Das Breitbandkabelnetz in Deutschland wurde ab Anfang der 1980er Jahre von der Deutschen Bundespost aufgebaut und betrieben. Aus der Post wurde zuerst die Telekom ausgegliedert, zu deren Geschäftsbereich das Breitbandnetz zunächst gehörte. Und die verscherbelte das Breitbandnetz. [...] Heute haben wir 3 Eigentümer: Die Kabelgesellschaft Deutschland (KDG), die Kabel BW (Baden-Württemberg) und Unity Media. Alle drei sind im Eigentum ausländischer Private Equity Investoren. Und die haben zum Aufkauf ihrer Objekte gewaltige Schulden gemacht. Ende 2006 hatte KDG Verbindlichkeiten von 3,8 Mrd. Euro, Unity-Media 2,6 Mrd. Euro und Kabel BW 1,1 Mrd. Euro. Die Unity-Media weist sogar eine Unterbilanz aus, d.h. der ausgewiesene Verlust ist größer als das ausgewiesene Eigenkapital. Das Aktienrecht sieht für diesen Fall den Konkurs vor. Doch für die Unity-Media, eine GmbH und Co KG. scheint das nicht zu gelten.“

Nun ging der Vortragende ausführlich – auch anhand von Tabellen und Zahlenmaterial – auf den Hebelwirkungseffekt ein, der gerade heute für alle Private-Equity-Investoren an Bedeutung gewonnen habe. Gerade für Deutschland wirke sich verheerend aus, daß Aufkäufe aus dem Ausland vor allem mit viel Fremdkapital finanziert werden (Die Fallbeispiele sind im Artikel von Hermann Patzak genau nachzulesen). Das Geschäft mit dem Hebelwirkungseffekt gehe aber nur so lange gut, „wie die Zinsen niedrig und die Ertragslage (Gesamtkapitalrentabilität) gut ist. Wenn sich die Zeiten ändern, dann erweist es sich, daß die Hebelwirkung auch negativ sein kann. Und die Zeiten ändern sich gerade. Die US-Hypothekenkrise hat mittlerweile auf alle Kreditmärkte übergegriffen, die Zinsen steigen. Wenn jetzt auch noch die Erträge einknicken, aus der Finanzkrise eine Wirtschaftskrise werden sollte, dann entwickelt sich für die Finanzhasardeure eine prekäre Situation [...].“

Weiterhin ging Patzak noch auf die „Neurose der Immobilienverkäufe“ ein: „Staat, Kommunen, Energieversorger, Gewerkschaften, Bahn und Post wurden mit dem Siegeszug der Globalisierungsideologie schlagartig von der Neurose erfaßt, ihre Immobilien verkaufen zu müssen. Eine Vorstellung davon, welcher Schaden dadurch entstanden ist“, erläuterte der Referent an Tabelle, wobei er auf folgende Beispiele einging: Viterra (Eon), Gagfah (BFA), GSW (Berlin), Thyssen Krupp, WCM Immobilien, Nileg (Nord LB), Baubecon (Gewerkschaft) und Deutsche Annington. Dann ging der Referent genauer noch auf den Finanzinvestor Cerberus (Höllenhund) ein, der seinen Firmensitz in den USA hat: „In Deutschland kauft und verkauft er Immobilien. [...] Anfang 2006 hat dieser sogenannte Finanzinvestor die einstigen Gewerkschaftswohnungen namens Baubecon aufgekauft. Jetzt verkaufte Cerberus seine Beute weiter. Es handelt sich um 27.000 Wohnungen. Der Wiederverkauf bringt einen Erlös von 1,7 Mrd. Euro. Der Nettogewinn aus dem Wiederverkauf beträgt also 700 Mio. Euro. Bei einem Einsatz von 1 Mrd. Euro wäre das also eine Rendite von 70 Prozent. Nicht schlecht, kann man dazu nur sagen. Doch in Wirklichkeit ist die Rendite noch bedeutend höher. Die Finanzinvestoren kaufen ihre Objekte nämlich mit einer hohen Fremdkapitalquote auf. Die FAZ (vom 18.07.2007) berichtete, bei den Immobilienaufkäufen seien das in der Regel 90 Prozent und der Eigenkapitalanteil also nur 10 Prozent. Unterstellt man, daß Cerberus für den Aufkauf eine doppelt so hohe Eigenkapitalquote eingesetzt hatte, also ein Eigenkapital in Höhe von 200 Mio. Euro, dann errechnet sich für diesen sogenannten Finanzinvestor also eine Rendite von Gewinn/Eigenkapital = 700/200 = 350 Prozent, rechnete man mit der von der FAZ als wahrscheinlich angenommenen Eigenkapitalquote von 10 Prozent, betrüge die Rendite gar 700 Prozent!“ In einem weiteren Fallbeispiel wurde der Immobilienverkauf der Stadt Zwickau dargelegt.

Anhand solcher Beispiele sei die Frage aufzuwerfen: „Waren diese städtischen Immobilien nicht einmal Volkseigentum? Sind die vom Volk gewählten Stadtväter und ihr Oberbürgermeister eigentlich befugt, das Eigentum des Volkes an internationale Immobilienspekulanten zu verkaufen, ohne das Volk vorher zu befragen?“ Allerdings gab Patzak zu bedenken: „Das Geschäft der wunderbaren Kredit- und Geldvermehrung mit der märchenhaft hohen Rendite hat aber einen Haken. Es verstößt gegen alten und weisen Finanzierungsgrundsatz, daß langfristige Anlagen langfristig zu finanzieren sind. Das hat in Deutschland früher einmal jeder Bilanzbuchhalter gelernt. Wissen die großen Finanzmanager der Banken das heute nicht mehr oder verstoßen sie bewußt dagegen, weil die Renditegier größer als die Vernunft ist?“ Solche Fragen würden freilich heute in Deutschland nicht gestellt, denn: „Die Selbstzensur in Politik und Medien wirkt perfekt.“ Dies alles führte den Vortragenden zu folgenden Schlußfolgerungen: „Das Globalisierungsnetzwerk zeigt heute seine Schwächen und erste Risse. Die Renditegier, die sich hinter dem götzenhaft gepriesenen Wettbewerb verbirgt, entwickelt elementare Selbstzerstörungskräfte. Sie erwachsen aus der Interdependenz der Kapital- und Finanzmärkte rund um die Welt. [...] Die hohen Renditen aus dem Fristentransformationsprozeß in den USA sollten absichtlich Gelder in die USA transferieren. Denn die USA hatten das bitter nötig. Die Amerikaner leben nämlich seit Jahren weit über ihre Verhältnisse, ihre Sparquote ist negativ, sie konsumieren mehr als sie selbst produzieren. Haushalt und Leistungsbilanz sind seit Jahren negativ. Die imperialen Kriege verschlingen mehr, als die Volkswirtschaft hergibt. Der Dollarwert fällt deshalb seit Jahren stetig. Die Notenbanken in der ganzen Welt haben damit begonnen, ihre Währungsreserven umzuschichten. Sie tauschen ihre Dollarvorräte gegen andere Währungen ein, die ihnen sicherer erscheinen. Auch die großen Versicherungsgesellschaften in USA selbst, die ein Vermögen von 21 Bio. Dollar verwalten, kaufen verstärkt ausländische Wertpapiere. Die Abwertung des Dollar hielt sich bisher in Grenzen, weil alle Exportüberschußländer ihre Gewinne postwendend wieder in den USA anlegten. Der US-Kapitalmarkt hat bisher immer wieder neue Anlageobjekte erfunden. Man ist innovativ und bietet den Finanzspekulanten (Investoren aus der ganzen Welt) Anlagemöglichkeiten, die es sonst nirgendwo gibt. Doch die Renditefalle bedroht auch die US-Wirtschaft. Die US-Kapitalhaie investieren nämlich immer mehr in China anstatt in den USA – der hohen Rendite wegen. Sie bauen auf, was die Vorherrschaft der US-Wirtschaft in zunehmendem Maß gefährden wird.“ Abschließend meinte Patzak: „Wir brauchen wirkliche Reformen, die Systemfrage ist gestellt. Das deutsche Kapital ist nicht dort hingeflossen, wo durch Produktion von Gütern und Leistungen eine erkleckliche Rendite hätte erzielt werden können, in die deutsche Volkswirtschaft, sondern dorthin, wo reine Finanztransaktionen eine noch viel höhere Rendite abgeworfen haben. Das geht seit Jahren so, dem verdanken wir auch die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland. Die „unsichtbare Hand“ des Adam Smith, die angeblich die bestmögliche Güterversorgung gewährleistet, hat den Marktteilnehmern (Finanzspekulanten) zwar hohe Renditen eingebracht, die potentielle reale Gütervermehrung in Deutschland aber hat sie dabei verhindert! Das globalkapitalistische System beweist, daß es die Renditen schier unendlich steigern kann – bis es daran selbst zerbricht. Es macht sich seine Krisen selbst. Aber es hat auch bewiesen, daß es bei der realen Güterversorgung versagt. Die größtmögliche Rendite wird nicht dort erreicht, wo die höchste Produktivität erzielt werden könnte. Das freie Spiel der Märkte und das Gewinnstreben sind wichtige Größen eines effizienten Wirtschaftssystems. Sie sind so wichtig, daß sie nicht allein der Renditegier des internationalen Großkapitals überlassen werden dürfen. Die weltweit freien Kapital- und Finanzmärkte waren ein Segen für die Renditespekulanten, aber ein Fluch für die Volkswirtschaften, die den launisch wechselnden Kapitalströmen wehrlos ausgesetzt sind. Souveräne Staaten mit souveränen Volkswirtschaften, die über die Instrumente einer autonomen Finanz- Geld- und Währungspolitik verfügen, müssen wieder die Kontrolle über das Marktgeschehen übernehmen. Das muß nicht zu einem Zusammenbruch der internationalen Handelsströme führen. Im Gegenteil, dort wo Handel und internationale Arbeitsteilung wirklich notwendig ist, unter Berücksichtigung von Umweltbelastungen und Opportunitätskosten, wird er sogar noch ausgebaut werden müssen.“

Nach einer Aussprache und Pause folgte der Vortrag von Martin Laus. Der Diplom-Informatiker sprach über „Grundzüge einer nationalen Marktwirtschaft“.

Andreas Morbach

Fortsetzung folgt.

Literatur von DA-Referenten:

● Dominik Schwarzenberger: „Paneuropa“ und totaler Mensch. Das politische Denken Richard Coudenhove-Kalergis. Hrsg. von Kultur und Zeitgeschichte – Archiv der Zeit, München 2006. Nähere Infos bei: www.archiv-der-zeit.de
● Aufsätze von Hermann Patzak: www.staatsbriefe.de („Aktuell“, „Archiv“)
● Martin Laus, Mitautor in: Profil, Nationaldemokratische Schriftenreihe Folge 13. Grundlagen einer nationaldemokratischen Volkswirtschaftslehre. Hrsg. vom NPD-Parteivorstand. V. i. S. d. P.: Arne Schimmer; Näheres bei: www.npd.de
● Bücher von Jürgen Schwab:
Die „westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 18 Euro.



Tags: Allgemeines

30 responses so far ↓

  • 1 PA // Aug 25, 2007 at 2:40

    Vor allem die Aussagen von Hermann Patzak sind gut und richtig (und auch zur Genüge bekannt), doch ich vermisse in dieser Zusammenfassung einige wesentliche Aspekte, die das Ganze dem Verdacht aussetzen, dass damit entscheidende Dinge verschwiegen werden sollen:

    Neben der augenscheinlichen Rolle der korrupten Politiker kommen die Gewerkschaften als Helfershelfer der Ausbeutung des deutschen Volkes überhaupt nicht vor. Doch gerade die Gewerkschaften sind es, die unter der Vorspiegelung einer Interessensvertretung die fünfte Kolonne der internationalen Finanzmafia darstellen. Man denke nur an die aufschlussreichen Vorgänge bei den Personalvertretungen einiger großer Konzerne in jüngster Vergangenheit. In Österreich z.B. haben die Gewerkschaften vor kurzem mitgeholfen, die BAWAG, eine der größten Banken des Landes mittels der Inszenierung eines Schmierentheater-Finanztricks faktisch um NULL Euro dem jüdischen Cerberus-Fond zu übereignen (wobei die Gewerkschaften noch über hundert Millionen Euro ihrer Beitragszahler drauflegten), und in Wien wird zur Zeit bei Gericht ein Kasperltheater aufgeführt, das von dieser Tatsache ablenken soll.

    Die Themen Exportwirtschaft und Kapitalrückinvestitionen wurden von Patzak zwar angesprochen, aber das gesamte dramatische Ausmaß diese volkswirtschaftlichen Wahnsinns wird nicht genannt: Mann muss sich einmal vorstellen, dass die gesamte noch existierende deutsche Volkswirtschaft reell gesehen so gut wie bankrott ist, denn das durch die Exporte gewonnene Wertschöpfungskapital wird fast ausschließlich wieder im Ausland – und zwar vor allem in der (spekulativen!) Dollar- und Derivate-Wirtschaft – reinvestiert. Und das betrifft auch alle Rentenkassen, Versicherungen usw. Das wahre Ausmaß ist nur deswegen nicht öffentlich bekannt, weil die Finanzaufsichts- und Kontrollorgane – neben den Medien – ebenso korrupt sind wie die oben genannten Gewerkschaften.

    Und drittens ist äußerst verdächtig, dass zwar das Ross, aber nicht der Reiter genannt wird. Das Spiel der internationalen Finanzmafia de facto als schicksalhafte und systemimmanente Krise darzustellen, stellt an und für sich schon selbst einen Betrug dar. Gerade die Obfuskierung und Depersonalisierung des Verbrechens schützt die Verbrecher. Genauso ist es bei der Zuwanderung der Zivilokkupanten: Wenn immer nur von “Problemen” gesprochen wird, diese zwar auch beschrieben, aber eben die Verursacher nicht genannt werden, kann es nicht gelingen, die Ursache selbst zu bekämpfen oder zu beseitigen.

  • 2 Stefan Jahnel // Aug 25, 2007 at 8:04

    “und bringt deshalb allen Menschen, die ihr Einkommen aus ihrer Arbeitsleistung bestreiten, relative, aber auch absolute Verarmung;” – Bitte mal einen Blick in die Realität werfen. In Löändern die sich der Globalisierung entziehen (Bestes Beispiel Nordkorea) geht es den Leuten viel schlechter.
    In Ländern die sich der Globalisierung entzogen haben und mittlerweile dem Welthandel geöffnet haben, geht es den Menschen mittlerweile besser. (Siehe Kambodscha)

    Wir müssen nur darauf achten, dass wir nicht die Verlierer des Globalisierungsprozesses sind.

    Die Problematik liegt darin, dass ein Deutscher für seine Arbeit in der Stunde beispielsweise 10 Euro erhält, in Osteuropa sind es vielleicht 5 Euro und in China 10 Cent. Das ist sofern es sich um die gleiche Arbeit handelt ungerecht. Es muss und wird eine Angleichung erfolgen.
    Wichtig ist es Globalisierung so zu gestalten, dass der Chinese in absehbarer Zeit auch zehn Euro erhält. (und nicht dass der deutsche Arbeiter 10 Cent bekommt)

  • 3 Beobachter aus Deutsch Südwest // Aug 25, 2007 at 10:23

    War wirklich eine interessante Tagung.
    Ich hoffe bei der nächsten teilnehmen zu können.
    Beobachter

  • 4 Ernst Niekisch // Aug 25, 2007 at 10:36

    @ PA

    Also ich kann mir das nur so erklären, daß Jürgen Schwab mit Haim Saban unter einer Decke steckt. Saban hat wohl Schwab empfohlen, seine wahren Absichten unter “Andreas Morbach” zu verbergen, damit die Verschwörung nicht auffällt.

  • 5 KleinerAnonymerFeigling // Aug 25, 2007 at 10:38

    Wie ich meine muß es zentral darum gehen, die Volkswirtschaft wieder zu einer Volkswirtschaft zu machen, das wird ja auch ganz deutlich gesehen.

    Wenn es dann noch gelingt, den Zins zu verbieten und Währungshoheit zu erlangen, kann man den Dingen ihren Lauf lassen, Makro-Steuerung genügt. Die Schaffenskraft und der Aufbauwille des Volkes machen dann den Rest wie von selbst.

  • 6 PA // Aug 25, 2007 at 12:40

    @ Ernst Niekisch “Also ich kann mir das nur so erklären, daß Jürgen Schwab mit Haim Saban unter einer Decke steckt. Saban hat wohl Schwab empfohlen, seine wahren Absichten unter ?Andreas Morbach? zu verbergen, damit die Verschwörung nicht auffällt.”

    Sieh da, eine Stimme aus dem Reich der Schatten. Hat dir das einer deiner roten Geisterkollegen geflüstert? ;-)

    Aber mal im Ernst: Das Thema ist zu wichtig, um es auf der Spaßebene abzuhandeln. Wieso schreibst du nicht einfach ein paar Argumente? Die Lächerlichmachung scheint nicht nur bei den offiziellen Medien eine beliebte Methode zu sein …

  • 7 Jürgen Schwab bei EXIT?! // Aug 25, 2007 at 12:45

    Wie heute bekannt wurde, hat Jürgen Schwab heute seinen Ausstieg aus der neonazistischen Szene erklärt. Er betonte, daß es vor allem Hänseleien seiner ehemaligen “Kameraden” wegen seines südländischen Aussehens waren, die ihn an sein rassistisches Weltbild haben grundsätzlich zweifeln lassen. Wie befreit fühle er sich nun, da er ein neues Leben beginnen könne.

    Gerüchte, wonach sein Scheitern in der NPD und zuletzt als “nationalrevolutionärer Wortführer” zur Desillusionierung führten, bestätigte er. So gewann er die Zeit, “über alles nachzudenken”.

    Dankbar zeigte sich der prominente Nazi-Aussteiger über jene couragierten Ex-Nazis, die in in den letzten beiden Jahren immer wider darauf hingewiesen haben, wie falsch er politisch liegen würde.

    Über seine zukünftigen politischen Ziele machte er keine Angaben. Zunächst wolle er sich “endlich” seinem Privatleben widmen.

    Kann jemand diese per Rundbrief der Aussteiger-Hilfsorganisation Exit gemachten Angaben bestätigen oder entkräften?

  • 8 PA // Aug 25, 2007 at 12:47

    @ KleinerAnonymerFeigling “Wenn es dann noch gelingt, den Zins zu verbieten und Währungshoheit zu erlangen …”

    Gerade das zu erwähnen scheuen diese “Wirtschaftstheoretiker” wie der Teufel das Weihwasser. Frage dich mal nach einem möglichen Grund …

  • 9 Aragon // Aug 25, 2007 at 13:07

    Könnt Ihr Euch mal so ausdrücken, daß man Euch auch versteht? Was soll das intellektuelle Gequatsche?

  • 10 Andreas Fritz // Aug 25, 2007 at 13:32

    @Stefan Jahnel

    Ich komme leider nicht umhin, mich öffentlich über den Grad Ihrer Naivität zu wundern.

    In einer globalisierten Wirtschaft gibt es ja keine Grenzen, also kann der Unternehmer dahin gehen, wo er keine so restriktiven Beschränkungen wie z. B. in Deutschland hat (u. a. Arbeits- und Umweltschutzauflagen) und die Löhne geringer sind.

    Beispiel aus dem Ruhrgebiet, das die Blauäugigkeit Ihrer Ansichten deutlich macht: Mit der politischen Wende 1989/90 verlagerte der Textilunternehmer Klaus Steilmann seine Produktion von Wattenscheid nach Mitteldeutschland. Grund: Dort waren die Löhne günstiger und die Ansiedlung von Betrieben wurde durch die sog. “neuen Bundesländer” in Form steuerlicher Anreize forciert. Als Herrn Steilmann Mitte der 90er Jahre die Eigenkapitalrendite auch dort nicht mehr ausreichte (mit anderen Worten: er noch geldgeiler wurde), wandte er sich erst nach Rumänien, dann nach Moldawien, wo heute produziert wird. Während die Produktionskosten um (konservativ unterstellt) 80 % gesunken sind, sind die Warenverkaufspreise für seine Produkte gleich geblieben.

    Wo ist die Kohle hin? In die Taschen des Unternehmers! Was hat das Volk davon? Gar nichts! (Der Arbeiter nicht mehr Lohn und die kleine Oberschicht, die sich Steilmanns Klamotten auf der Düsseldorfer Kö leisten kann, zahlt genauso viel wie vorher dafür – womit wir wieder bei der Eigenkapitalrendite sind).

    Segen der Globalisierung? Kann ich nicht erkennen! Und hier handelt es sich nur um ein Beispiel unter tausenden…

    Wenn Sie nun schreiben, es sei wichtig, daß der Chinese in absehbarer Zeit 10 Euro pro Stunde erhält, demonstrieren Sie damit nur den Grad Ihrer Entrücktheit vom weltlichen Geschehen:

    Wir sind bereits auf dem besten Wege zum Verlierer der Globalisierung zu werden!!!

    @KleinerAnonymerFeigling

    Natürlich muß Volkswirtschaft wieder zu einer Nationalökonomie im originären Sinn des Wortes werden.

    Wenn ich mir allerdings Ihren zweiten Abschnitt durchlese (Zinsverbot + Währungshoheit = “Makro”-Steuerung), frage ich mich schon, wie alkoholisiert man sein muß, um diesen Schwachsinn zu glauben.

  • 11 KleinerAnonymerFeigling // Aug 25, 2007 at 14:20

    Zitat Andreas Fritz @KleinerAnonymerFeigling:
    “Wenn ich mir allerdings Ihren zweiten Abschnitt durchlese (Zinsverbot + Währungshoheit = “Makro”-Steuerung), frage ich mich schon, wie alkoholisiert man sein muß, um diesen Schwachsinn zu glauben.”

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. “Zinsverbot + Währungshoheit = “Makro”-Steuerung” habe ich nicht behauptet, und auch nicht präsupponiert oder auch nur implizit angedeutet.

    Makro-Steuerung ist die von Ragnar Frisch 1933 eingeführte wirtschaftswissenschaftliche Vorgehensweise, die nicht die Wirtschaftspläne der einzelnen Haushalte und Unternehmungen berücksichtigt, sondern auf Größen aufbaut, die sich als Aggregate aus der Zusammenfassung der mikroökonomischen Größen ergeben. Das verstehe ich darunter, Sie aber anscheindend nicht?

    Wer von uns beiden ist also entweder besoffen oder inkompetent oder beides zugleich?

  • 12 Stefan Jahnel // Aug 25, 2007 at 14:29

    @Andreas Fritz :

    Das Abwandern von Unternehmen ist exakt das selbe Problem das ich auch sehe. Ich sehe aber die Lösung nicht in dichten Grenzen, sondern in gerechten Löhnen überall auf der Welt. Wenn der Chinese für die gleiche Arbeit genau das selbe Geld bekommt, wie der deutsche. Hat der Unternehmer keinen Grund sein Unternehmen zu verlagern.

    Im übrigen sind wir im Moment Globalisierungsgewinner. Zumindest die Deutschen, die noch eine Arbeit habe. Sie können Waren billig einkaufen. Denn in der Tat sind gerade im Ausland produzierte Waren, ob Konsumelektronik oder Textilien billiger als in Deutschland.
    Um es so auszudrücken: Wenn die Deutschen in die Tschechei fahten um billige Klamotten zu kaufen, brauchen sie sich nicht wundern, wenn die Arbeitsplätze auch weiter Ostwärts wandern.

  • 13 Theoderich // Aug 25, 2007 at 15:46

    Stefan Jahnel: “Ich sehe aber die Lösung nicht in dichten Grenzen, sondern in gerechten Löhnen überall auf der Welt. Wenn der Chinese für die gleiche Arbeit genau das selbe Geld bekommt, wie der deutsche.”

    –> Das hast Du sehr schön gesagt. Nur, dafür bräuchten wir eine sozialistische Staatengemeinschaft, um nicht zu sagen Weltrepublik. Mit der rechtsextremen FDP kann es keine “gerechten Löhne überall auf der Welt” geben, lieber Stefan. Noch nicht mal in einem nationalstaatlich abgeschotteten deutschen Staat, da es im Kapitalismus keine gerechten Löhne geben kann.

    Stefan Jahnel: “Wenn die Deutschen in die Tschechei fahten um billige Klamotten zu kaufen, brauchen sie sich nicht wundern, wenn die Arbeitsplätze auch weiter Ostwärts wandern.”

    –> Die Deutschen, der gezwungen sind, billigsten Plunder zu kaufen und dafür während ihrer Freizeit lange Reisen in Kauf nehmen müssen, sind also dafür verantwortlich, wenn sie arbeitslos werden oder für einen Hungerlohn ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, so so.

    Entweder ist das typischer Zynismus, wie er uns aus der Partei der Besserverdienenden immer mal wieder entgegenschlägt, oder aber pure Naivität, die das Wirken von global existierenden Gesetzmäßigkeiten des Imperialismus vom subjektiven Verhalten einiger “Konsumenten” abhängig macht.

    Gar so, als ob ein “deutscher Kapitalist” darauf verzichtet, seinen Betrieb zu verlagern, wenn nur möglichst viele in Deutschland seine Produkte kaufen. Nein, er ist dazu nach den Gesetz der Profitmaximierung geradezu gezwungen, will er seine Position behaupten. Ein “schönes” Beispiel dazu ist ja hier bereits genannt worden (Klaus Steilmann).

    Eine ökonomische Verbesserung der Lage jener, die den gesellschaftlichen Reichtum wie den Mehrwert für die Kapitalisten produzieren, im Rahmen des Kapitalismus, kann es nur im mittels eines möglichst souveränen Nationalstaates geben, der Wohlstand und sozialen Frieden nicht dem weltweiten Raubtierkapitalismus unterwirft, sondern mittels eines starken Staates makroökonomisch lenkt und damit das Primat der Politik wieder herstellt.

    Reden wir über ein sozialistisches Deutschland, was im objektiven Interesse von weit über 90 Prozent unseres Volkes anzustreben gilt, würde es diesbezüglich nicht anders aussehen.

    Mit Träumereien, wie Du sie hier feilbietest, kann man die Opfer des entfesselten Imperialismus (Globalisierung) als selbstverantwortlich für ihre Armut beschimpfen und Hoffnung auf den Sankt Nimmerleinstag verbreiten, an dem es “gerechte Löhne weltweit” geben wird, mehr jedoch nicht.

  • 14 milchplus // Aug 25, 2007 at 17:08

    @Stefan Jahnel

    – Das Abwandern von Unternehmen ist exakt das selbe Problem das ich auch sehe. Ich sehe aber die Lösung nicht in dichten Grenzen, sondern in gerechten Löhnen überall auf der Welt. Wenn der Chinese für die gleiche Arbeit genau das selbe Geld bekommt, wie der deutsche. Hat der Unternehmer keinen Grund sein Unternehmen zu verlagern. –

    Genau davor hat der Chinese aber Angst. Er will ja daß der deutsche Unternhemer sein Unternehmen dorthin verlagert und ist sich seines “Preisvorteils” vollkommen bewußt. Er begeht doch nicht feiwillig “Selbstmord” indem er deutsche Löhne verlangt.

    Dieses utopische Ziel könnten theorethisch nur die deutschen Gewerkschaften selber erzwingen sofern sie noch einen gewissen Einfluß auf das multinationale Unternehmen haben.

    Doch einerseits ist auf diese Speichellecker des Kapitals ohnehin kein Verlass und andereseits würde dieses multinationale Unternehmen nicht mehr lange im Wettbewerb des freien Marktes zu anderen multinationalen Unternehmen mit noch schwächeren Arbeitnehmervertretungen stand halten.

    Ein Teufelskreis.

    Im Übrigen sehe ich uns schon heute sehr klar als Globalisierungsverlierer. Die Talfahrt der Reallöhne in den letzten Jahren der sich hier noch in Arbeit befindeten Menschen ist eine indirekte Konsequenz der Globalisierung.

  • 15 Schwert // Aug 25, 2007 at 18:18

    @Theoderich

    Das hast Du sehr schön gesagt. Nur, dafür bräuchten wir eine sozialistische Staatengemeinschaft, um nicht zu sagen Weltrepublik.

    Hilfe! Bloß nicht!

    Und wo ist eigentlich der Unterschied zu Deinem letzten Satz?:

    Mit Träumereien, wie Du sie hier feilbietest, kann man die Opfer des entfesselten Imperialismus (Globalisierung) als selbstverantwortlich für ihre Armut beschimpfen und Hoffnung auf den Sankt Nimmerleinstag verbreiten, an dem es “gerechte Löhne weltweit” geben wird, mehr jedoch nicht.

    Ist die “entfesselte Imperialismus” denn etwas anderes als Deine herbeigesehnte “Weltrepublik”?

  • 16 Stefan Jahnel // Aug 25, 2007 at 18:28

    @milchplus :

    Genau davor hat der Chinese aber Angst. Er will ja daß der deutsche Unternhemer sein Unternehmen dorthin verlagert und ist sich seines “Preisvorteils” vollkommen bewußt. Er begeht doch nicht feiwillig “Selbstmord” indem er deutsche Löhne verlangt.

    Natürlich sind deutsche Löhne sofort illusionär. Tatsächlich haben wir aber bei der Entwicklung in Osteuropa gesehen, dass dort die Löhne eben auch allmählich steigern und sich immer mehr West-Niveau angleichen.

    Das wird auch in Asien passieren. Es ist lediglich eine Frage der Zeit. Die Regierung muss also lediglich aufpassen, dass diese Entwicklungen so verlaufen, dass sie für alle sozialverträglöich sind.

    Zum einem muss man dafür sorgen, dass die Löhne nicht ins Bodenlose gedrückt werden, respektive dass jeder genug Geld zum leben hat. (Mein favorisiertes Modell Bürgergeld.)

    ANdererseits muss der Standort Deutschland attraktiv gehalten werden. Schließlich gibt es für Unternehmen noch mehr Faktoren als lediglich Lohnkosten.

  • 17 Stefan Jahnel // Aug 25, 2007 at 18:30

    @Theoderich :

    Zitat:

    Die Deutschen, der gezwungen sind, billigsten Plunder zu kaufen und dafür während ihrer Freizeit lange Reisen in Kauf nehmen müssen, sind also dafür verantwortlich, wenn sie arbeitslos werden oder für einen Hungerlohn ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, so so.

    Entweder ist das typischer Zynismus, wie er uns aus der Partei der Besserverdienenden immer mal wieder entgegenschlägt, oder aber pure Naivität, die das Wirken von global existierenden Gesetzmäßigkeiten des Imperialismus vom subjektiven Verhalten einiger “Konsumenten” abhängig macht.

    ——————

    Nein. Es zeigt lediglich das Kapitalisten und Arbeitnehmer nach dem selben Motto vorgehen: “möglichst billig einkaufen”

    Der eine kauft billig die Arbeitskraft, der andere billig die Ware.

    Die Wahrheit ist halt manchmal ein wenig zynisch.

  • 18 Detlef Nolde // Aug 25, 2007 at 19:06

    Ich möchte mich mal hier kurz vorstellen, für alle, die mich noch nicht kennen. Ich bin der Detlef aus Berlin, weil mir keiner zuhört, hänge ich mich seit zwei Jahren an den Schwab, damit ich von dessen Aufmerksamkeit was abkriege. Ansonsten bin ich ein kriminelles Subjekt, schaut mal rein …

    http://www.kommunisten-online.de/nazidreck.htm

  • 19 Verschwörer // Aug 25, 2007 at 20:11

    Da bahnt sich eine erfreuliche Entwicklung an:

    Vulgärmarxisten, Zinsmystiker und Neoliberale einigen sich auf der Basis gemeinsamen ökonomischen Analphabetentums. ;)

    Ersthafte Nationalisten können dann mit gesundem Menschen- und wirtschaftlichem Sachverstand ökonomische Alternativen erarbeiten.

  • 20 Theoderich // Aug 25, 2007 at 21:40

    Schwert: “Ist die “entfesselte Imperialismus” denn etwas anderes als Deine herbeigesehnte “Weltrepublik”?”

    *** Ja. Monopolisierung, Internationalisierung – der Kapitalismus in seiner jetzigen Form – Kommunisten sagen sterbenden Kapitalismus, jener in seiner letzten Phase, das ist Imperialismus. Demnach wäre eine “Sozialistische Weltrepublik” genau das Gegenteil vom Kapitalismus, zum global verlochtenen Monopolkapitalismus.

    @Jürgen Schwab

    Ziemlich armselig, hier als Retourkutsche für den Exit-Beitrag, den ich übrigens nur mäßig lustig fand (Du offenbar umso weniger?), Detlef Nolde verantwortlich zu machen und nun unter seinen Namen einen Beitrag hierherein zu setzen, um Dich daran abzureagieren. Hast Du das nötig?

    Dann Dich noch auf den mit Jagdschein ausgestatteten Günter Ackermann zu berufen, der im kommunistischen Lager isolierter dasteht denn je, weil er lügt, hetzt und übertreibt, wo er nur kann.

    Günter Ackermann und Jürgen Schwab – Aufmerksamkeitstäter, Stalker im weltweiten Netz? Da scheinen sich zwei gefunden zu haben, der einge gescheitert “links”, der andere “rechts”:
    http://aufbruch.foren-city.de/topic,89,-aufmerksamkeitstaeter-ackermann-und-schwab.html

  • 21 Theoderich // Aug 25, 2007 at 22:52

    Günter Schwab: “Aber die Moralisten haben auch ihr Gutes. Sie tragen zum Aufmerksamkeitsfaktor desjenigen Publizisten bei, der über die Moralisten lästert.”

    Das las ich eben im Leib und Magen-(Querdenker)-Forum des “nationalrevolutionären Schriftstellers und bekanntesten Publizisten des revolutionären Nationalismus, um den sich das NR-Spektrum sammeln könnte”, wie sich Jürgen Schwab selber beschreibt und zurechtbetet.

    Nun erhebt sich die Frage, wer hier gesteigerten Bedarf an Aufmerksamkeit hat, und sich dabei schamlos anderer bedient. Ich habs ja angedeutet: Aufmerksamkeitstäter.

    Daß Günter Ackermann und Jürgen Schwab verwandt wären, halte ich jedoch für ein Gerücht.

  • 22 Elisa // Aug 25, 2007 at 23:18

    @ Stefan Jahnel

    Unglaublich, wie Du auf den Schmäh der Globalisierer und Heuschrecken reinfällst!

    Der Sinn der Globaliserung ist es ja gerade, dass der Chinese nur 10 Cent erhält! Kapiert? Denk mal nach!

    Und wir werden ebenfalls zum Schwellenland, das werden WIR noch erleben! Keine Bange! (die kommt dann ganz von selbst)

  • 23 Elisa // Aug 25, 2007 at 23:22

    @ PA

    Pflichte dir völlig bei!
    Ad BAWAG /Gewerkschaften wäre noch zu sagen: Diese Sozialpartnerschaften haben ihre Haltung und Substanz verändert, sind ebenfalls maurerisch-liberal geworden, mit korrupten Kreaturen an der Spitze, das alles ist nur mehr ein Theater, das dem dummen August die Zeiten nach 55 vogaukeln will.

  • 24 Elisa // Aug 25, 2007 at 23:24

    @ Aragon

    Es muss auch gscheite Leute geben…:–)))

  • 25 Elisa // Aug 25, 2007 at 23:38

    @ Stefan Jahnel

    “Das [10 Euro Lohn] wird auch in Asien passieren. Es ist lediglich eine Frage der Zeit.”

    Stimmt – nur in dieser fraglichen “Zeit” sind wir dann die 10 Cent-Ecke…die Globalisierung rast um den Globus und wir – ursprüglch die Elite, sind dann im Arsch!

    “Die Regierung muss also lediglich aufpassen, dass diese Entwicklungen so verlaufen, dass sie für alle sozialverträglöich sind.!”

    Hmmm…ja Frau Sarah Ferkel kümmert sich rührend um ihre Schäfchen….

    “Zum einem muss man dafür sorgen, dass die Löhne nicht ins Bodenlose gedrückt werden, respektive dass jeder genug Geld zum leben hat. (Mein favorisiertes Modell Bürgergeld.)”

    Welcher Jeder? Die Asylanten, die Tachinierer oder die unverschuldet arbeitslos Gewordenen – die wahren Opfer der Globalisierung? In der Gutmenschen-Mischpoke bekommen die Sozialschmarotzer (she. oben) das meiste Geld, nicht der Familienvater mit 50…

    WER zahlt das denn?? Du scheinst mir völlig eingraucht zu sein?!

    “ANdererseits muss der Standort Deutschland attraktiv gehalten werden. Schließlich gibt es für Unternehmen noch mehr Faktoren als lediglich Lohnkosten.”

    Hahahaaaaaa…ja genau – Technologie, Entwicklung, Innovation – ein ur-deutsches Phänomen – wer hat denn die Autos auf Vordermann gebracht? Und wer hat die Technik und die Konstruktion geklaut? Und wer stellt sie nun viel billiger (mit Sklavenarbeit) her?
    Noch was: ohne Lohn (= ohne Arbeiter) keine Firma! Du quaselst einen Bruch zusammen, furchtbar.

    Grade heute war in den Systemmedien der Bericht über die Tjojaner der Chinesen in Deutschlands Ministerien und Entwicklungsbehörden. GUTEN MORGEN!

  • 26 Stefan Jahnel // Aug 26, 2007 at 6:50

    @Elisa

    Nein niemand kümmert sich um die Schäfchen. Weil niemand bereit ist die eigentlich dahinter stehenden Probleme und wirtschaftlichen Zusammenhänge klar zu benennen (Kopf in den Sand Politik)

    Im übrigen ist Technologievorsprung tatsächlich einer der Punkte die für Deutschland sprechen. Auch Sicherheit ist einer. Es bringt einen Unternehmer nicht viel, wenn er an den Lohnkosten spart, dafür aber ABgabe an die Mafia zahlen muss. Über den Patenteklau sind die Unternehmer auch alles andere als begeistert. Das ist ein Grund nicht nach China zu gehen.

    Zum Bürgergeld. Es ist deshalb so gerecht, genau weil es jeder bekommt und zwar den gleichen Betrag.
    Und es ist wirtschaftlich deshalb sinnvoll, weil es dazu anreizt eine Beschäftigung aufzunehmen. Heute ist es so: bleibst Du
    u zu hause, kriegst Du dein Harz 4. Wenn man arbeiten geht bekommt man vielleicht anfangs 100 Euro mehr. Na klar bleiben die Leute zu Hause.
    Da sich das Bürgergeld aber nur allmählich reduziert, lohnt sich Arbeit immer.

  • 27 Detlef Nolde // Aug 26, 2007 at 10:19

    Ach ja, noch was, ich war als FAP-Schulungsleiter schon Experte für Rassenideologie. Irgendwann kam ich mit meinem nordischen Rassenfimmel in große Selbstzweifel, als mir ein Kamerad erzählte, daß mein damaliger Name (Detlef C h o l e w a ) auch auf polnische Vorfahren deutet. Der Kamerad erzählte mir zwar, daß auch die westslawischen Völker auf Ostgermanen zurückreichen, aber die Selbstzweifel ließen sich mehr beseitigen.
    Mein Rassenwahn war dann so übermächtig, daß ich zu meiner Mutti sagte, ich muß doch jetzt den Nachnamen von Vati annehmen, also den schönen germanisch-deutschen Namen N o l d e .
    Ich hatte damals schon als geistloser FAP-Schulungsleiter viel Müll über Rassentheorie erzählt, verzapfe meinen Schwachsinn heute in meinem beschissenen Forum weiter. Natürlich weiß ich als V-Mann, daß man auf der nationalen Rechten durch unwissenschaftliche Rassentheorien viel Spaltungsarbeit leisten kann. Man spalte die dummen Rechten in nordische und nicht-nordische Deutsche.
    Aus der Nazi-Szene mußte ich Ende der 1990er Jahre leider aussteigen – mit Hilfe staatlicher Behörden -, da ich in den feigen Mord an zwei Kameraden verwickelt gewesen war. Mir fiel die Aufgabe zu, die beiden Kameraden mit einem Spray in die Augen kampfunfähig zu machen, mein Komplize stach die beiden dann mit dem Messer ab.
    Seitdem meiden mich meine Kameraden aus dem NW. Da nun aber auch die Linken – wie Günter Ackermann – ahnen, daß ich ein Agent Provocateur bin, bin ich in meinem beschissenen Forum völlig isoliert. Gerade noch solche Gestalten wie der VS-V-Mann Michael Baatz sind noch meine Freunde. Baatz hatte in den 1990er Jahren viele Kameraden an den VS und Staatsschutz verpetzt.
    Im Altermedia-Forum ist mir, Detlef Theoderich Nolde schon mal rausgerutscht, daß ich den VS-Ausstieg von Mirko Schmidt in Sachsen für ne ganz tolle Sache halte (was Bernd Grett doch sehr empörte!). Ich bin halt immer schon ein Agent gewesen.

  • 28 Günter Ackermann // Aug 26, 2007 at 11:39

    Ja, hier noch ein paar Infos zu Nolde:

    http://www.kommunisten-online.de/Diversanten/nolde_kpd.htm

  • 29 Theoderich // Aug 26, 2007 at 12:59

    Immer wieder lustig zu sehen, wie leicht sich Jürgen Schwab aus der Reserve locken oder, anders formuliert, hochziehen läßt. So hat derjenige, der den Aussteiger-Kommentar geschrieben hat, vermutlich genau das erreicht, was er erreichen wollte.

    Wie politisch geeignet jemand ist, der derart emotional, zickisch, haßerfüllt auf solch einen albernen, beinahe dürftigen Beitrag reagiert, daß er dann hier unter allen möglichen Pseudonymen seine M ä r c h e n (über den von ihm vermuteten Urheber des Beitrages) verbreitet, denn Beweise für all die Behauptungen liegen nicht vor, mag sich jeder selbst beantworten.

    Unter den in meinem vorvorherigen Beitrag gesetztem Link zum Sozialistischen Forum, welches von Jürgen Schwab so überschwenglich gewürdigt wurde, hat Detlef Nolde zu allen im Internet kursierenden Anschuldigungen erschöpfend Stellung bezogen, so daß ich darauf verzichte, das hier stellvertretend zu wiederholen.

    Es ist auch nur zu logisch, daß jemand, der vor 10 Jahren aus Überzeugung und ohne “Hilfe” staatlicher oder haltstaatlicher Organe der Nazi-Ideologie und Bewegung den Rücken kehrte (nicht, weil er dazu gezwungen war, gelle), und seitdem den verbrecherischen Charakter des Hitlerfaschismus offen legt, und seit ein paar Jahren als Linker auch noch verstärkt die soziale Demagogie der Nazis und ihres Umfeldes (Jürgen Schwab) entlarvt und politisch aktiv ist, vor allem Geifer und Haß erwarten kann von brauner wie dogmatisch-linkskommunistisch, reflexhaft-antifaschistischer Seite.

    Mir scheint auch, daß der Beitrag mit der Vermutung, ob Jürgen Schwab nun ein Nazi-Aussteiger wäre oder nicht, mehr ins Schwarze getroffen haben könnte, als bislang auch von mir vermutet.

  • 30 Andreas Fritz // Aug 26, 2007 at 21:30

    @KleinerAnonymerFeigling

    Ja, da erwischen Sie mich doch glatt auf dem falschen Fuß- Ragnar Frisch war mir bis dahin komplett unbekannt. Wo informiert man sich als angehender Bilanzbuchhalter über Herrn Frisch? In meiner Verzweiflung habe ich es mal bei Wikipedia versucht. Nun weiß ich, daß Herr Frisch Norweger war, wann er geboren und wann gestorben ist.

    1932 hat er in Oslo das “Rockefeller-funded Institute of Economics” gegründet und wurde dessen Vorsitzender. (Die Familie Rockefeller geht übrigens zurück auf William Avery Rockefeller, einem – laut Wikipedia – Hausierer und Quacksalber.)

    Bei Wikipedia fehlen mir nun völlig die sonst üblichen Erklärungen zu seinem überragenden Forscherleben, bzw. zu Verweisen, die mich mit seinen Theorien vertraut machen.

    Vielleicht können Sie mir helfen?

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