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Anti-Rassismus-Klamauk bei Deurschland-Georgien-Spiel in Rostock (09.10.06)

October 9th, 2006 · Post your comment (8 Comments)

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Rostock / Mecklenburg: Weil im vergangenen Monat Schalke-Spieler Gerald Asamoah während eines Spieles gegen die Zweitvertretung von Hansa Rostock von einigen Zuschauern u. a. als das bezeichnet worden war, was er ist, nämlich als Neger, sah man sich am vergangenen Samstag genötigt, besonders stark auf die PC-Taste zu drücken, indem man dem Spiel gegen Georgien einen offiziell „anti-rassistischen“ Charakter gab.

So traten die beiden Mannschaften zunächst erst einmal mit einem Transparent ins Stadion, auf dem zu lesen stand: „Wir sagen Nein zu Rassismus“, angesichts dessen was Fußballer heute so verdienen im Grunde nicht mehr als ein Markenspruch, für den man ebenso gut Persil-Werbung oder artverwandtes gesetzt hätte, wenn nur die Kasse ensprechend stimmt. Um eventuell von diesem Schauspiel gelangweilte Fans ebenfalls zu erreichen, ließ man zusätzlich auch noch über die Anzeigetafel einen Anti-Rassismusspot laufen. Nach offiziellen Presseangaben Anlaß für „zahlreiche“ Zuschauer diesem Schauspiel zu applaudieren.

Tatsächlich läßt die eher lapidare und recht relativ klingende Ausdrucksweise vermuten, daß der Beifall längst nicht so „zahlreich“ von den Rängen kam, wie man es sich ursprünglich eigentlich erwartet hatte. So ist es als wahrscheinlicher anzunehmen, daß der Großteil der Zuschauer eher ungeduldig auf die Uhr sah, in der Hoffnung, daß dieses alberne Spektakel möglichst schnell vorbei gehe und das Spiel endlich beginne.

Dabei hat man noch Glück gehabt, sollte es doch zusätzlich noch die offizielle große Versöhnung „der“ Rostocker Fans mit Fußball-Quotenneger Asamoah geben, der jedoch wegen einer Verletzung nicht nach Rostock kommen konnte. So jedenfalls die offizielle Fassung, denkbar aber auch, daß diesem Edelschwarzen der deutschen Nation sein Rauswurf bei Schalke immer noch so schwer im Magen liegt, daß er Reisen in die östlichen Bundesländer meidet, wohl wissend, daß dort die Schadenfreude möglicherweise am größten ausfällt. Künstliche La-Ola-Wellen und Blumensträuße, wie sie für Samstag ursprünglich geplant waren, helfen da wenig und auch ein Eintrag Asamoahs ins Gästebuch der Hansestadt Rostock dürften diesen nicht übersehen lassen, daß ihm hier nur eine ganz bestimmte Hautevolee den Hof macht, keineswegs aber die Allgemeinheit.

Asamoah ist inzwischen auch bei Schalke 04 längst nicht mehr der Hahn im Korbe, so sollte er aus disziplinarischen Gründen von einem Bundesligaspiel suspendiert werden. Nach dem zu erwartenden Eklat in der Öffentlichkeit, nahm der Verein jedoch die Suspendierung wieder zurück. Asamoah hatte seinen Trainer gedroht, ihm Probleme in der Öffentlichkeit zu bereiten, wenn er nicht “alsbald in der Bundesliga von Anfang an spielen würde”. Trainer Slomka reagierte daraufhin so wie es sich in Fällen wie diesen gehört. Wenn die Suspendierung wieder aufgehoben wurde, so dürfte dies weniger daran liegen, daß sich beide Seiten zu einem klärenden Gespräch zusammengefunden haben, um bestehende Gegensätze auszuräumen, sondern um den Ukas der Vereinsleitung, sich zumindest formell zu vertragen, um das Ansehen des Vereins in der Öffentlichkeit zu wahren.

Daß von einer wirklichen Versöhnung keine Rede sein kann, machte im vergangenen Monat auch ein Beitrag von N 24 deutlich, in dem es vielsagend hieß:
„Trotz des laut Müller* “reinigenden Gewitters” wurde deutlich, dass von einer wirklichen Annäherung der Parteien keine Rede sein konnte.“

*Schalke-Manager – Die Schriftleitung

Das Spiel in Rostock endete übrigens mit einem 2:0 Sieg der deutschen Mannschaft. … Pfui, wie man nur so rassistisch sein kann.

Siehe auch
Die Welt 09.10.06

N 24 19.09.06

Altermedia 17.09.06

Quelle: Störtebeker-Netz 09.10.06



Tags: Allgemeines

8 responses so far ↓

  • 1 Ferrier // Oct 9, 2006 at 20:06

    Das sieht der verderbten Logik der Kapitalisten im Fußballzirkus ähnlich, sie fordern, was sie ohnehin nicht durchsetzten können. Darüber hinaus raubt ihnen die PC-Hysterie jedes Mittel, auch einmal eine Quotennull als das zu bezeichnen, was sie eben ist, als eine unerträgliche Belastung! Und dieser Neger ist eine Nullnummer!

    Die Quotenmohren dieser Welt sollten bleiben wo sie hingehören… und Fußball sollte wieder ein Straßensport werden, in bester Tradition. Bis dahin bleibe ich diesen Brot & Spiele Ablenkungen fern, mit allerbestem Gewissen.

  • 2 Mjölnir // Oct 9, 2006 at 21:08

    Danke, Ferrier!

    Haargenau so sehe ich das auch:
    Fußball war Arbeitersport, und auch in der DDR mußte der Fußballer (wenn auch meist nur als Alibi, er war dann eben dauerfreigestellt) einen Arbeitsvertrag (meistens in der der Mannschaft ihren Namen gebenden Firma) haben, arbeiten, an Betriebs- und Kollektivversammlungen teilnehmen…
    Auch, wenn das sogenannter Semiprofi-Sport ist, verlor der DDR-Bebbler nie die Bodenhaftung und blieb auf dem Teppich. Er spielte nicht um den Verdienst, sondern um das Verdienst, also nicht für Geld sondern für Ehre.
    Ein beliebiger heimatloser, ehrvergessener Bimbo oder Assimuhaha, der gestern für Ghana, heute für BRd, morgen für USrael bebbelt, wäre dort nie aufgestellt worden.

  • 3 Reinhard // Oct 9, 2006 at 21:29

    Wenn Fußball wieder ein Straßensport würde, bräuchten wir uns auch nicht diese ganzen Neger und Kanacken aus dem Ausland holen oder sie für die Nationalelf einbürgern.

    Vielleicht wären wir aus eigener Kraft wieder in der Lage, Siege zu erkämpfen, aber bisweilen verkommen solch Fußballturniere zu einer Unterhaltungsveranstaltung für Kolonialherren.

    Warum hat Klinsmann einige aus unserer “deutschen” Nationalelf nicht mit nach Amerika genommen. Soll ja nette Baumwollfelder dort geben…

  • 4 Schulle // Oct 9, 2006 at 23:20

    Die Mannschaft ist Spiegelbild dieses Systems geworden.Wenn Deutschland wieder den Deutschen gehört,dann wird es auch wieder eine Deutsche Mannschaft geben.

  • 5 Olsen // Oct 10, 2006 at 3:17

    Das Gekicke ist zwar ein schöner Sport, besonders, wenn selbst aktiv gekickt wird, aber dennoch sollte man den Zirkus nicht zu ernst nehmen.
    Mit Sport haben die oberen Ligen schon seit langem nichts mehr zu tun. Es ist schlichtweg ein riesiger Wirtschaftszweig, der sich auf einen Sport bezieht. Und wie in jeder anderen Wirtschaftssparte, wird auch im Fußball bestochen, geschoben, manipuliert usw. usf.
    Fußball als Sport gibt es allenfalls noch in den Ligen zu sehen, in denen die Spieler durch Beiträge dafür selbst aufkommen müssen, für einen Verein zu spielen.
    Die Medien spielen dieses Spiel auf ihre Art mit, verkaufen dem Zuschauer ihre heilige BRD und lenken gleichzeitig von den Problemen dieses Landes ab. Eben alles p.c.
    Als ich mir das letzte UEFA- Cup Spiel der Berliner Hertha ansah (die erste halbe Stunde, danach war mir meine Zeit für den Rest zu schade) fiel mir auf, daß der Routinierrepoter Buschmann beim DSF einen gewissen Prinz Schiessmichtod am laufenden Band erwähnte, dicht gefolgt von anderen Ausländernamen. Erst dann kam das Wort “Hertha” in seiner Berichterstattungsgala. Wer spielt dort eigentlich, wie in guten alten Fußballzeiten eine Mannschaft oder doch nur Einzelunterhalter? Weshalb kann es sich ein Reporter leisten, der angeblich neutral zu sein hat, gleiche Aktionen unterschiedlich und parteiisch zu bewerten? Das Buschmann permanent Prinz Schiessmichtod erwähnte, lag garantiert nicht an seiner Leistung, die er absolvierte. Die kann es nicht gewesen sein, denn einzigste “Glanzleistung” des Prinzen war es, einen harmlosen Torschuß abzugeben. Ansonsten glänzte er nur durch seine Anwesenheit auf dem Platz. Weshalb soviel lobende Erwähnungen durch Buschmann, wenn die sportliche Leistung mieserabel war (meine Note dafür 5-6)? Das Teil mit Asamoah in Rostock war noch in den Medien und der Prinz ist ebenso dunkelhäutig. Die meisten Menschen die zum Fußball gehen, daß ist meine persönliche Erfahrung, haben nicht viel mehr im Kopf als das von ihnen angebetete Spielgerät. Nur Luft. Und wenn man diesen Hohlbratzen ständig einen Namen serviert, dann muß der eben gut sein. Ob der das tatsächlich ist, ob sich das mit der für jeden sichtbaren Leistung deckt, ist dabei zweitrangig. Schliesslich möchte Otto N. nicht in seinen (angepassten) Ansichten gegen den Strom schwimmen müssen. Otto N. ist nicht nur ein Narr, sondern auch ein ganz feiger Zeitgenosse ohne Persönlichkeit. Und dies kompensiert er gelegentlich in der Masse des Stadions. Da kann er den Schiri schon ‘mal als “schwarze Sau” o.ä. beleidigen, aber wäre nicht dazu im Stande, diesen Spielleiter unter vier Augen sportlich sachlich zu kritisieren.
    @Reinhard
    Besonders im Fall vieler ausländischer Bereicherungen fällt mir zunehmend auf, daß diese gar keine sind. Unbeständigkeit, Mittelmäßigkeit und Leistungsdefizite sind keine Ausnahme, sondern die Regel geworden. Einen Luzio, Elber oder seinerzeit der Kugelblitz aus Bremen Bereicherung zu nennen, daß fällt mir nicht schwer. Wir könnten jetzt alle ausländischen Akteure in der Liga durchgehen, aber was bleibt da noch an Bereicherungen über?

    “Wenn Fußball wieder ein Straßensport würde, bräuchten wir uns auch nicht diese ganzen Neger und Kanacken aus dem Ausland holen oder sie für die Nationalelf einbürgern.”

    Diesen Satz halte ich für nicht durchdacht bzw. für eine Feststellung fernab fachlicher Kompetenz und Realität. BILD- Zeitung?
    Wir haben in Deutschland hervorragende Fußballer, besonders unter den Kindern. Die haben teilweise eine Technik drauf, da hätte z.B. die WM- Elf von 1954 alt ausgesehen. Die Zeiten ändern sich eben. Weshalb läßt man diese nicht spielen? Da gibt es einfach ausgedrückt zwei besondere Faktoren. Der Ausländeranteil in der Bundesliga ist eine reine Geldfrage, denn damit läßt sich noch mehr Kohle machen und ist zweitens politisch gewollt.
    Zu viele “Kanaken und Neger” in der Liga?
    Die Welt wird weniger dadurch verändert, daß kluge Reden geschwungen werden. Sie wird am nachhaltigsten verändert, wenn man bei sich anfängt. Wenn mich etwas stört, versuche ich es zumindest zu verändern. Da ich als Fußballfreund nicht die direkte Möglichkeit habe, auf die Einkaufspolitik der Vereine Einfluß auszuüben, nutze ich meine indirekte Möglichkeit. Ich gehe kaum noch ins Stadion und schaue auch kaum noch Spielaufzeichnungen an. Und ich erzähle auch jeden, der mich wegen meines “Desinteresse” bezüglich Profifußball anspricht, weshalb ich mich so verhalte. Die meisten Menschen (95%) sind reine Nachahmer, da liegt es an dem Rest (5%) den Vorturner zu spielen. Ganz einfach.
    Bezüglich deines Zitates: Was machst du dagegen? Diese Frage sollte sich jeder Unzufriedene stellen. Nicht, was macht ihr dagegen? Eigenverantwortung ist die Grundlage des Menschsein, auch wenn sie in den vergangenen Jahrhunderten den Menschen in unseren Breitengraden durch eine artfremde Religion aberzogen wurde, sie muß zumindest das Ziel jedes Wesen sein, daß sich als Mensch bezeichnen lassen will und nicht als fremdbestimmter Knecht.

    “…Unterhaltungsveranstaltung für Kolonialherren.”

    So kann man dies auch betrachten und doch wird sich nichts daran ändern, wenn abertausende Idioten entgegen ihrer eigenen Werte und Vorstellungen Woche für Woche diesen Zirkus finanzieren.

    “Was auch immer geschieht
    Nie dürft ihr so tief sinken,
    von dem Kakao durch den man euch zieht,
    auch noch zu trinken!”
    Erich Kästner

  • 6 Freibeuter // Oct 10, 2006 at 3:53

    @Ferrrier :
    Wunderbar ! Sie haben die Angelegenheit richtig aufs Korn genommen. Auch ich bin den BRd-pseudopatriotischen Fähnchenschwenkereien zur Fußball-WM ferngeblieben, angesichts der Tatsache, daß das nur “BRd”, aber nicht Deutschland ist. (So von wegen “Du bist Deutschland”-Kampagne).

    Übrigens : Ein Großteil der Gewinne, die der DFB aus der Fußball-WM gezogen hat, soll – laut deren Aussage – vermehrt in “Integrationsprogramme vor Ort” fließen. Nun : wenn unsere örtlichen Fußballvereine in der Vergangenheit kleinere Zuschüsse zur Finanzierung eines halbwegs vernünftigen Rasenplatzes ging, bzw. zur Erhaltung der Einrichtungen, dann war generell NIE Geld da.

    In Zukunft rate ich unseren Lokalkickern, sich vor dem Spiel mit schwarzer Schuhcreme einzusalben, vielleicht gibts dann auch endlich Kohle von der milliardenschweren Zentrale aus der OTTO-FLECK-SCHNEISE zu Frankfurt am Main….

  • 7 Roter Wedding // Oct 12, 2006 at 10:39

    Das Niveau der Kommentare hier ist (ich habe es nicht anders erwartet) auf dem selben Kloakenniveau wie bei allen anderen Artikeln dieser Seite. Lieber teile ich Deutschland mit Menschen wie Gerald Asamoah oder Halil Altintop als mit Leuten wie Thomas Brehl, Christian Worch und all dem anderen Nazigeschmeiß, welches sich hier tummelt !

    Hier wird doch nicht das Volk der Dichter und Denker sondern das Volk der Richter und Henker
    repräsentiert.

    Dass man dann auch noch Erich Kästner zitiert hat wahrscheinlich dazu geführt, dass sich dieser im Grabe rumgedreht hat, immerhin haben die (geistigen) Großväter der hiesigen Schreiber dessen Bücher verbrannt !

    Zerschlagt die Nazi-Banden !

  • 8 Mjölnir // Oct 12, 2006 at 20:10

    @# Roter Wedding:
    “… Lieber teile ich Deutschland mit Menschen wie Gerald Asamoah oder Halil Altintop … und all dem anderen Nazigeschmeiß …”
    Gewiß, eine gewisse Sorte Auserwählter möchte Deutschland aufteilen unter Ju*en, Neg*rn, Tücken und anderlei NA(tional)ZI(onistischem) Landnehmergeschmeiß. Dazu müßt ihr Geschmeiße erst an uns vorbei!
    Wir sind FÜR Deutschland, solange ihr immer nur GEGEN etwas seid, seid ihr nur Teil von jener Kraft, die vielleicht das Gute will, doch stets das Böse schafft.

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