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Antifa-Kundgebung gegen Thor-Steinar-Laden in Weimar (31.01.06)

18:06 · Post your comment (2 Comments)

Weimar /Thüringen: Offenbar immer noch nicht abgefunden mit der Tatsache, daß Thor Steinar nicht nur eine beliebte, sondern auch eine rechtlich gänzlich unbedenkliche Kleidermarke ist, hat man sich in antifaschistischen Kreisen. So fand gestern in Weimar eine linke Kundgebung gegen das Geschäft Zum Kaiser statt, mit dem man pogromartige Stimmung gegenüber dem Laden zu erzeugen versuchte. Vergeblich.

Als Menschen mit Verständnis für den Aufstand solcher Anständigen, wollen wir unserer Leserschaft den dazugehörigen und von uns keineswegs veränderten Bericht der Weimarer Antifaschisten über diese Heldentat keineswegs vorenthalten, sind wir doch sicher, daß dies ihn zumindest ebenso niedlich findet wie wir auch.

Wir zitieren wie folgt:
„Am 30. Janauar, am 72. Jahrestag der Machtübergabe an Adolf Hitler, fand im Rahmen der Antifa-Aktionswoche in Weimar eine Kundgebung gegen Laden “zum Kaiser” statt, der unter anderem Naziklamotten verkauft. Gegen 16:00 sammelten sich ca. 30 AntifaschistInnen um unter dem Motto “Thor Steinar stinkt - Gegen rechten Lifestyle - Naziläden dichtmachen” gegen “Kaiserr” zu demontrieren.
Umgeben von anderen gewöhnlichen Geschäften befindet sich im ehemals jüdischen Handelshaus am Theaterplatz in Weimar ein netter Klamottenladen, der sich “zum Kaiser” nennt. Hier kann man gemütlich schicke Klamotten kaufen, modern und sportlich ist das Angebot und auch als Neonazi ist man hier gut bedient. Neben T-Shirts mit Wehrmachtssoldaten und “Our-German-Army”-Schriftzug ist hier auch die berüchtigte Kleidermarke “Thor Steinar” käuflich zu erwerben.

Der Ladenbesetzer und die Bedienung wissen über den Hintergrund der Nazi-Pop-Marke Bescheid und möchten anscheinend nicht auf Kundschaft aus dem militanten Spektrum verzichten: Dies hat sich bei Aufklärveruschen herausgestellt, dei denen LAdenbesitzer und BEdienung offen ihre Verachtung gegen das antifaschistische Engagement äußerten.

Der von den Linken inkriminierte Laden ist nur einer von vielen im Zum Kaiser. Anlaß für die Antifa eigens mit einem Pfeil auf die eher unscheinbare Ladenbezeichnung aufmerksam zu machen, da sie sonst nicht wahrgenommen wird.

In Weimar zeigt sich eine traurige Kontinuität, was die Existenz von Naziläden betrifft. Hier gab es kein Jahr ohne Naziladen. Vorletztes Jahe war es noch der war es der Naziladen des berüchtigten Neonazis Ingo Grönwald, der trotz seiner Bewährung ungestraft auch gewalttätig auffallen konnte. Letztes Jahr glücklicherweise die Eröffnung des Naziladens “Empire” verhindert werden. Nun ist es KIaiser, aber rechtlich scheint dieser Laden kaum antastbar zu sein.

Antifa-Hetze gegen Weimarer Thor-Steinar-Laden

In der Stadt Weimar, welche im Schatten des Konzentrationslagers Buchenwald steht, in dem über 50000 unschuldige Menschen ermordet wurden, in einer Stadt, die eben nicht nur Kultur und Weimarer Klassik bedeutet, sondern auch Massenmord und Zivilisationsbruch, ist es möglich, dass in einem LAden, als wäre es das normalste auf der Welt, Naziklamotten verkauft werden, mit denen sich die Faschos kleiden um ihrer Menschenverachtung nach außen zu tragen. In Deutschland, das Land von dem ein Krieg ausging, der Not und Elend in ganz Europa nach sich zog, ist es möglich, dass Faschisten rechtlich geschützt Modemarken herstellen und verkaufen können um ihre Symbole und ihre Ideologie in den Mainstream zu tragen.

Die wahre Dialektik

Es gilt sich diesen Missständen zu wiedersetzen. Währet den Anfängen - denn nicht mit den Konzentrationslagern begann der Terror des nationalsozialistischen Wahnsinns, sondern mit ihnen endete er.

Während der Kundgebung wurden Redebeiträge verlesen, Flugblätter zum Thema verteilt und Musik gespielt.

Die Medien waren sehr an der Kundgebung interessiert: Anwesend waren TLZ, Radio Lotte und Salve TV. Die Vertreterin von Radio Lotte, befragte, nachdem sie sich mit TeilnehmerInnen der Kundgebung unterhalten hatte, auch die Bedienung im “Kaiser” zu Thor Steinar. Diese behauptete, sie hätten die Marke aus dem Sortiment genommen, was lächerlich ist weil es einfach nicht stimmt. Nach wie vor ist die Nazimarke im Kaiser-Store käuflich zu erwerben, nach wie vor wird auf der Werbetafel des Geschäfts auch für Thor Steinar geworben.

“Nach Beendung der Kundgebung wurde ein rennender, “Nie-wieder-Deutschland”-rufender Block gesichtet, der in Richtung Goetheplatz verschwand.“ (O-Ton Weimarer Antifa)
Zuvor gab es aber noch ein Foto fürs Familienalbum auf dem Theaterplatz. Pietätvoll sorgte man dafür, daß selbst die Gesichter Goethes und Schillers unkenntlich gemacht wurden. Ja, so macht man es der Anti-Antifa wirklich schwer, verflixt aber auch noch eins.

Nach Beendung der Kundgebung wurde ein rennender, “Nie-wieder-Deutschland”-rufender Block gesichtet, der in Richtung Goetheplatz verschwand.

Warum sollte man auf den Verkauf einer erfolgreichen und keineswegs ungesetzlichen Modemarke verzichten. Etwa nur weil es einige erkennbar Geisteskranke und Legastheniker für notwendig erachten? Es steht diesen doch frei, sich einen Sack über den Kopf zu ziehen, damit sie solcher Auslagen nicht ansichtig werden. Besser aber noch sie würden ganz und gar in den Sack steigen und diesen auch noch mit ein paar Steinen beschweren, um sich dann in den nächstgelegenen Fluß zu stürzen. Das wäre doch einmal eine originelle Sühnen für Auschwitz & Co.. Ein Sprung vors nächste Auto täte es freilich auch.

Siehe auch
Indymedia 30.01.06 19:04

Quelle: Störtebeker-Netz 31.01.06

Tags: Allgemeines

2 responses so far ↓

  • 1 AntiAntiAntifa // Nov 25, 2007 at 21:17

  • 2 Die Antideutsche // Mar 27, 2008 at 14:34

    Thor-Steinar stinkt!!!

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