Nachdem der ursprünglich angedrohte Termin, 1. Juli 2007, für die Einführung der „bundeseinheitlichen Steuernummer“ sang- und klanglos verstrich, wird neuesten Meldungen zufolge, die Einführung auf unbestimmte Zeit verschoben, da lt. „Parlamentarischem Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Karl Diller (SPD)“ auch der neue Termin 1. Januar 2008 nicht zu halten ist.
Damit hat die großartigste Regierung, seit es Regierungen in der BRD gibt, nach der Pleite mit der Lkw-Maut, dem Bundeswehrprojekt Herkules und der elektronischen Gesundheitskarte ein weiteres IT-Projekt kostenträchtig in den Sand gesetzt.
„In einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage Flachs (FDP) berichtet Diller über eine “Schieflage” des Projekts. Das Zentrum für Informationsverarbeitung und Informationstechnik (Zivit), das dem Bundesfinanzministerium untersteht, habe seine Terminzusagen nicht eingehalten. Die Datenübertragung sei nicht leistungsfähig genug gewesen, außerdem habe es “Verzögerungen im Entwicklungsbereich”, einen “unzureichenden Informationsfluss” und “Defizite im Projektmanagement des Zivit” gegeben.“ berichtet die Financial Times Deutschland.
Nun soll Fujitsu-Siemens für 1,9 Mio. Euro noch retten, was zu retten ist. Wobei selbstverständlich die Sache lt. Diller „dieser Auftrag wegen der “Dringlichkeit” nicht habe ausgeschrieben werden müssen.“ Ein Schelm, wer Schmiergeld oder Nebenverdienst dabei denkt.
Nun fürchtet die FDP-Politikerin Flachs, dass durch die Verzögerung Steuereinnahmen verloren gehen, schon aufgrund der „Gefahr einer Verjährung öffentlicher Ansprüche und damit einer Haushaltsbelastung“ Nun, vielleicht ist Herrn Schäuble das Schnüffeln und Lauschen einfach wichtiger, als ein Paar Barcodes auf der Stirn seiner Untertanen, und die FDP-Politikerin kann getröstet werden, dass den Politassen schon noch genügend Abzockmöglichkeiten einfallen werden, für die es keiner „einheitlichen Stuernummer“ bedarf. Es wird ja schon kräftig an der „ermäßigten Mehrwertsteur“ gerüttelt …
Siehe auch
Financial Times Deutschland 14.11.2007
4 responses so far ↓
1 Meckerer // Nov 15, 2007 at 16:49
Wird und ist wieder eine Lachnummer auf Kosten der Steuerzahler, wie so vieles. Man glaubt es nicht wieviel studierte Dummheit in unseren Regierungen und unter den Verantwortlichen dieses Landes ist…
2 griesgram // Nov 15, 2007 at 18:01
Nicht zu vergessen das Programm “Atlas” der Finanzverwaltung, was, obwohl in Österreich ein funktionierendes Programm zu kaufen gewesen wäre, von der Fa.Dr.Materna für 750 Mio. neu entwickelt werden mußte.
Der Dreck funktioniert bis heute noch nicht richtig, obwohl seit 2002 in Gebrauch.
Der “Running Gag” ist, daß wir die Milliarde vollmachen und das Scheißding dann wegschmeißen.
3 wolzow // Nov 15, 2007 at 19:54
Ich glaube eher, dass es sich um einen Trick der Judeosatrapen handelt. Das funktioniert nicht, jenes klappt nicht und dies ist zu teuer, um letzten Endes den brd- Insassen auf den implantierten Chip zu dressieren.
http://www.verichipcorp.com/
Erst wird ein riesiges Heckmeck veranstaltet um dann mit dem Nonplusultra der Personaldatenspeicherung zu kommen und alle Lemminge schreien HURRA, endlich haben wir den Fortschritt, ohne dabei zu erkennen das dieser das Perfekte Ende aller noch übrig gebliebenen Freiheiten bedeutet.
Glaubt mir, darauf läuft alles hinaus, man macht die Bevölkerung müde, damit sie am Ende alles über sich ergehen lässt um ihre “Ruhe” zu haben.
WEHRT EUCH, EHE ES ZU SPÄT IST!
4 runenraunen // Nov 15, 2007 at 21:06
Aktion Toll-Collect:
Ein ebenso unbeliebtes, wie kriminell und freiheitsraubendes Projekt so lange verzögern, bis der Effekt “Na, haben wir es denn jetzt endlich!” einsetzt. Damit erreicht man u.a., dass beim Diskutieren über Termine die Sache zur Nebensache wird. Ein nettes Bsp. übrigens auch der Bahnsstreik, die Privatisierung konnte bis jetzt außen vor gehalten werden.
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