Basel / Schweiz: In den gegenwärtigen Tagen wird ja bekanntlich dem iranischen Staatsoberhaupt vorgeworfen, den „Holocaust“ zu leugnen. Anlaß für diese Vorwürfe ist vor allem dessen Vorhaben eine unabhängige Konferenz zum Thema „Holocaust“ durchzuführen, bei dem Pro und Kontra auf gleichberechtigter Art und Weise miteinander abgewogen werden, ohne daß dabei eine Seite mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen muß, nur weil deren geschichtliche Ansichten nicht mit denen der der Gegenseite übereinstimmen.
Als Diskussionsanregung für die kommende „Holocaust“-Konferenz“ mag vielleicht folgender, von uns nur zu dokumentarischem Zwecke veröffentlichter, Artikel des Schweizer Abendblattes BASLER NACHRICHTEN vom 13. Juni 1945 dienen, in dem bereits unmittelbar nach Kriegsende Behauptungen aufgestellt wurden, die auf gelernte BRD-Bürger heute geradezu unfaßbar wirken müssen. Keine Frage, daß die Schriftleitung sich die Ausführungen dieses Blattes aus rechtlichen Gründen keineswegs zu Eigen macht, sondern statt dessen seiner Verwunderung darüber Ausdruck gibt, wie man den „Holocaust“ bereits „leugnen“ konnte, noch bevor er erfunden wurde. Dies geschah bekanntlich erst in den Siebziger Jahren, als eine US-amerikanische Fernsehserie der NS-Judenverfolgung, die zu leugnen uns natürlich nicht im Traume einfällt, posthum den entsprechenden Markennamen verlieh, unter dem sie heute im politischen Geschäft vermarktet wird.
Der Beitrag ist auch als Faksimilenachdruck im von Dr. Gerhard Frey herausgegebenen Buch “Vorsicht Fälschung” (FZ-Verlag München 1992, 2. Auflage) auf Seite 316 nachzulesen.
Wir zitieren daher wie folgt:
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A b s c h r i f t
Basler Nachrichten Abendblatt
mit Finanz- und Handelsblatt
vom 13. Juni 1945 102. Jahrgang Nr. 243
Wie hoch ist die Zahl der jüdischen Opfer?
Ganz unabhängig von den in Nr. 241 der „Baseler Nachrichten“ veröffentlichten Angaben von Dr. Perlzweig, Chef des politischen Departements des Weltjudenkongresses über die Zahl der Juden, die dem Antisemitismus des Naziregimes in Europa zum Opfer gefallen sind, haben wir, von einem Korrespondenten in Amerika unter dem Titel „Wie hoch ist die Zahl der jüdischen Opfer?“ die folgenden Ausführungen erhalten:
Fast alle Staaten (mit der bezeichnenden Ausnahme der Sowjetunion!) haben inzwischen die offiziellen Ziffern ihrer Kriegsverluste bekannt gegeben – wobei sich die erstaunliche Tatsache ergab, daß diese Verluste durchwegs erheblich unter denen des ersten Weltkrieges lagen.
Umso verwunderlicher ist es, daß hinsichtlich der Verluste des jüdischen Volkes bisher keinerlei offizielle Ziffern, sondern nur private und offiziöse Schätzungen veröffentlicht wurden. Diese Schätzungen bewegen sich – wohl nach einer zentralen Propaganda-Ziffer – zwischen 5 und 6 Millionen Toten, die das jüdische Volk als Folge der Verfolgungen des Hitlersystems und des Krieges erlitten haben soll. Wenn diese Zahl stimmt, dann wären die Verluste der Juden größer als die Verluste Englands, Amerikas, Australiens, Kanadas, Neuseelands, Frankreichs, Belgiens, Hollands, Dänemarks, Norwegens und Luxemburgs zusammen, was es doppelt unbegreiflich macht, das man sich noch immer, mit einer bloßen Schätzung dieser gewaltigen Verluste begnügt.
Aber ein summarischer Überblick macht erkennbar, daß diese Zahl der jüdischen Opfer nicht stimmen kann, - Angesichts des erwähnten merkwürdigen Mangels offizieller Unterlagen kann man die Frage heute nur auf Grund der vorliegenden allgemeinen Angaben untersuchen.
Danach betrug die Zahl der Juden in Europa – außerhalb der Sowjetunion – im Jahre 1933 ungefähr 5,5 Millionen, eine Zahl, die American Jewish Conference (gemäß einem Bericht in der „New York Times“ vom 11. Januar 1945!) selbst angab. – Von dieser Zahl müßten noch zirka 1 Million in Abzug gebracht werden, die östlich der Molotow-Ribbentrop-Linie lebten und alle vor dem 21. Juni 1941 völlig außerhalb der Verfolgung des Hitlersystems standen und sich nach diesem Datum zum allergrößten Teil mit der zurückgehenden Roten Armee ins innere Rußlands und nach Sibirien flüchteten. Selbst wenn wir annehmen, daß sich nur ungefähr die Hälfte dieser östlich der Ribbentrop-Molotow-Linie lebenden Juden vor dem Einmarsch der Nazis retten konnten, so gewinnen wir doch eine feste, auch von der höchsten jüdischen Autorität anerkannte Ausgangszahl einer j ü d i s c h e n Gesamtbevölkerung in Europa von 5 Millionen Juden, die überhaupt in den Machtbereich Hitlers geraten konnten.
- Aber auch hiervon müssen sofort abgezogen werden die in den neutralen Ländern Europas lebenden Juden. Gemäß „World Almanach 1942“, Seite 594, betrug die Zahl der Juden in diesen neutralen, bzw. nicht von Hitler überrannten Ländern: Gibraltar 865, England 300 000, Portugal 1 200, Spanien 4 000, Schweden 6 553, Schweiz 17 973, Irland 3 888, Türkei 78 730 – zusammen 413 128.
- Somit verringert sich die Zahl der für Hitler und Himmler überhaupt „greifbaren“ Juden in Europa auf zirka 4,5 Millionen. Von dieser Zahl wiederum ist nun in Abzug zu bringen der gewaltige Flüchtlingsstrom, der sich in den Jahren 1933 – 1945 in alle Länder und Erdteile ergoß. Bei der großen internationalen Unterstützung, die diesem Flüchtlingsstrom bedrohter Juden mit Recht zuteil wurde, gelang es einem ganz erheblichen Prozentsatz dieser Juden, einen sicheren Hafen zu erreichen.
Leider liegen auch hier keine genauen offiziellen Statistiken vor, die die Einwanderung von Juden nach Nord- und Südamerika, nach Australien, Asien sowie in die neutralen Länder Europas exakt wiedergeben. Da jedoch die Annahme berechtigt ist, daß von 1933 an mindestens 80 % der unter der Rubrik „Deutsche, Österreicher und Polen“ klassifizierten Einwanderer, Angehörige des jüdischen Volkes waren und seit Kriegsbeginn wohl nahezu die gesamte Zahl dieser Einwanderer Juden waren, so ergibt eine aus verschiedenen Quellen (u. a. der jüdischen Zeitung Aufbau) zusammengestellte Übersicht ungefähr folgendes Bild der j ü d i s c h e n E i n w a n d e r u n g von 1932 bis 1945:
Nach England zirka 120 000, Schweden zirka 25 000, Schweiz zirka 60 000, Spanien und Portugal zirka 5 000, Kanada zirka 60 000, USA zirka 450 000, Zentralamerika zirka 75 000, Südamerika zirka 225 000, Australien zirka 15 000, China (Schanghai zirka 35 000, Indien zirka 25 000, Afrika zirka 45 000, Palästina zirka 300 000, zusammen also zirka 1 440 000 oder rund 1,5 Millionen.
Dabei ist jeder Zustrom in die gewaltigen Gebiete der Sowjetunion und Sibirien außer Ansatz geblieben, weil darüber keinerlei Statistiken vorliegen. Bemerkt sei allerdings, daß gemäß einem Bericht in der „New York Times“ allein nach Sibirien mehr als 500 000 polnische Juden geflüchtet sein dürften, wie aus einem kürzlichen Vortrag einer von dort zurückgekehrten jüdischen Dame hervorging.
Die Zahl der Juden, die also tatsächlich in den Machtbereich Hitlers fielen verringert sich dadurch auf höchstens 3 Millionen. Leider umfaßt der Mangel an genauen Zahlen auch die Zahl der überlebenden Juden in Europa und selbst der ausführliche Bericht des englisch-amerikanischen Palästina-Komitee begnügt sich merkwürdigerweise nur mit „Schätzungen“. Gemäß dieser Schätzung beträgt die Zahl der heute noch in Europa (außerhalb der Sowjetunion) lebender Juden
1 559 650.
Es ergibt sich also nach dieser Aufstellung, die zwar leider nicht auf neuen amtlichen Zahlen beruht, deren Grundzahlen aber durchwegs von offizieller Seite stammen, daß alles in allem w e n i g e r als 1,5 Millionen Juden vorläufig als „tot oder vermißt“ bezeichnet werden müssen.
Es ist zu hoffen, daß auch von dieser Zahl sich noch ein erheblicher Prozentsatz auffinden wird, wenn erst einmal genaue Statistiken vorliegen. Angesichts der gewaltigen Bedeutung, die gerade die „Ausrottung der Juden“ in der Weltmeinung erhalten hat, ist es von zwingender Notwendigkeit, daß die Vereinten Nationen schnellstens einen offiziellen Untersuchungsausschuß ins Leben rufen, um festzustellen, wie hoch wirklich die Todesopfer des jüdischen Volkes gewesen sind.
Eines ist schon heute sicher: die Behauptung, daß diese Zahl 5 – 6 Millionen beträgt (eine Behauptung die sich unbegreiflicherweise auch der Palästinaausschuß zu eigen macht) ist unwahr. Die Zahl der jüdischen Opfer kann sich zwischen 1 und 1,5 Millionen bewegen, weil gar nicht mehr für Hitler und Himmler „greifbar“ waren. Es ist aber anzunehmen und zu hoffen, daß die endgültige Verlustziffer des jüdischen Volkes sogar noch unter dieser Zahl liegen wird. Aber Klarheit tut not – und deshalb sollte eine Untersuchung seitens eines e i g e n e n A u s s c h u s s es der U n o die für Gegenwart und Zukunft so wichtige Wahrheit feststellen.
Natürlich schreiben wir jetzt das Jahr 2006. Ein Jahr in dem Geschichtsforschung und Strafrecht schon sehr viel weiter sind als 1945, so daß wir nur ausdrücklich davor warnen müssen, sich den Inhalt oben zitierten Artikels kritiklos zu Eigen zu machen, ohne ihn mit den politischen Gegebenheiten der Gegenwart zu vergleichen. Was uns betrifft, so stimmen wir mit der jüdischen Opferzahl überein, die die für uns zuständige bundesdeutsche Staatsanwaltschaft derzeit für opportun hält. Daran zu zweifeln wäre für uns unmoralisch, schließlich haben diese Leute studiert.
Siehe auch
Basler Nachrichten
Quelle: Störtebeker-Netz 30.01.06

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