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Tel Aviv / Israel: Juden, zumal israelische, haben aufgrund gewisser Vorfälle in der Vergangenheit bekanntlich den Hang die Nase zu rümpfen, wenn es um Deutschland oder deutsche Belange geht. So ist derlei allenfalls gut genug, um damit ein Geschäft zu machen. Dies und die Tatsache, dass der Alterssitz im Nahen Osten immer fragwürdiger wird, lässt etliche Juden daran denken, sich für den Fall der Fälle eine Art Rückversicherung zu besorgen, die sie, sollte der E-Fall dann doch mal eintreten, automatisch zu Bürgern der Europäischen Union macht.
So hieß es dazu gestern in der israelischen Zeitung GLOBE unter der Überschrift „Plötzlich wollen alle eine polnische Mutter“:
„Die EU, durch die fast ganz Europa zu einem großen Staat wurde, in dem die Pässe aller Mitgliedstaaten anerkannt werden, führte auch dazu, dass ein Teil der (vor allem psychischen) Schranken zwischen Israelis und der europäischen Staatsbürgerschaft beseitigt wurden. Wer einen europäischen Pass hat, erhält eine Reihe von Rechten, wie z.B. permanente Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitserlaubnis und kostenlose Studien. Ein weiterer großer Vorteil ist es, dass man mit einem europäischen Pass ohne Visa in die USA einreisen kann, und auch der Prozess, ein Arbeitsvisa in den USA zu erhalten, wird durch einen europäischen Pass wesentlich erleichtert.“
Gleichzeitig macht man – jüdische Blätter können ihre Herkunft nun einmal nicht verleugnen – zunächst erstmal auf die Kosten aufmerksam, die von für den Erhalt eines europäischen Passes von Land zu Land verschieden sind:
„…Die Kosten sind ebenfalls nicht einheitlich und können sich auf Tausende Schekel belaufen. Die Kosten setzen sich aus Gebühren zusammen, die an einem Teil der Botschaften verlangt werden, den Übersetzungen der angeforderten Dokumente und den notariellen Beglaubigungen dieser Übersetzungen.
Einige Staaten fordern eine Gebühr für den Antrag auf eine Staatsbürgerschaft (die der Ausstellung eines Passes vorausgeht). Die Kosten für die Ausstellung des Passes an den verschiedenen Botschaften liegt bei ca. 70 Euro für einen Erwachsenen. Die Übersetzung der Dokumente kann sich auf einige hundert Schekel belaufen (abhängig von der Zahl und Länge der Dokumente), und für eine notarielle Beglaubigung muss man sich von ca. 325 Schekel pro Dokument trennen. …“ Nimmt man die Hilfe von Anwälten in Anspruch, so kann man noch mit 600 bis 1000 Dollar (sic!) zusätzlichen Kosten pro Person rechnen.
Über das Erlangen eines deutschen Passes rät die Zeitung:
„Die Grundlegende Allgemeinregel für den Anspruch auf einen deutschen Pass lautet, dass dieser Anspruch über den Vater läuft. Eine Mutter kann den Anspruch nur an Nachkommen weitergeben, die nach 1953 geboren sind. Rechtsanwalt Yuval Chen, der sich auf das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht spezialisiert, erklärt, dass sich die Staatsbürgerschaft auf alle Generationen überträgt, auch wenn der Vater, auf den sie sich stützt, bereits gestorben ist.
Formulare, die über die Verbindung zwischen dem Antragsteller und dem Inhaber der Staatsbürgerschaft Auskunft geben: Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, der Beweis, dass die Person, auf die man den Antrag stützt, auch tatsächlich deutscher Staatsbürger war, oder ein Dokument, das beweist, dass der Vater in der Vergangenheit über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügte (d.h. Juden, die in Deutschland lebten und in den 30-er Jahren auswanderten). Falls kein solches Dokument vorgelegt werden kann, kann improvisiert werden (durch die Botschaft oder einen Anwalt). Es könnten andere Dokumente ausfindig gemacht werden, wie z.B. ein Dokument, das über Wehrdienst bei der deutschen Armee im 1. Weltkrieg Auskunft gibt, oder ein Nachweis über Universitätsstudien in Deutschland ,oder der Zugehörigkeit zu einer Berufsgilde in Deutschland, was ebenfalls über deutsche Staatsbürgerschaft Auskunft gibt. Darüber hinaus muss ein Dokument vorgelegt werden, das zwischen dem Antragsteller und diesem deutschen Staatsbürgerschaft verbindet, und zwar durch Geburtsurkunden, Namensänderungen u. ä.
Die Kosten pro Person betragen 600 Dollar, bei mehreren Familienmitgliedern wird es je nach Anzahl der einzelnen Exemplare dieser Gattung Mensch auch billiger.
Na, da haben die Bürger der Europäische Union wohl was worauf sie sich in Zukunft freuen können und wir die Gewissheit, dass gewisse globale Probleme auch nur global gelöst werden können.
Quelle: Globes (S. 12 b, Orly Peleg-Mizrachi):
Medienspiegel der deutschen Botschaft in Tel Aviv (PDF)





11 responses so far ↓
1 NPD KV UNNA / HAMM // Oct 30, 2008 at 11:00
Ach wie schön, dann wird ja wieder neues jüdisches Leben in Europa erblühen können. Das hat uns und unseren moslemischen Kulturbereicheren ja noch gefehlt.
http://www.npd-unna.de
2 Geneiget Leser // Oct 30, 2008 at 11:38
… und dann erwarten wir nur noch das Wiederauftauchen von Pest und Cholera – oder bringe ich da jetzt etwas durcheinander???
3 Annalina // Oct 30, 2008 at 12:18
Kann also nicht mehr lange dauern bis die brD offiziell in Neu-Israel umbenannt wird. Vielleicht schon am 9.11. ?
4 Joudenhove-Kilergen // Oct 30, 2008 at 12:45
“The Jews shall take the leading positions, since Providence has given Europe a spiritually superior race of nobility called the Jews.” (Pp. 22 and 50.)
http://balder.org/judea/Richard-Coudenhove-Kalergi-Praktischer-Idealismus-Wien-1925-DE.php
http://74.125.39.104/search?q=cache:qwXFNs3mmLMJ:www.verschwoerungen.info/wiki/Coudenhove-Kalergi+Coudenhove+praktischer+idealismus&hl=de&gl=de&strip=1
5 Andreas Vesalius // Oct 30, 2008 at 12:57
“Neu-Israel” ist eine gute Idee, dann weiß man wenigstens woran man ist…
6 ichsachmal // Oct 30, 2008 at 15:45
Kommt nur…kommt nur…
7 Küchenbulle // Oct 30, 2008 at 16:53
Das schafft Arbeitsplätze im Objekt u. Personenschutz.
8 kphp // Oct 31, 2008 at 7:55
@Küchenbulle,
“Das schafft Arbeitsplätze im Objekt u. Personenschutz.”
Auszug aus dem Staatsvertrag:
“Die Bundesregierung und der Zentralrat der Juden in Deutschland…, der nach seinem Selbstverständnis für alle Richtungen innerhalb des Judentums offen ist, vereinbaren eine kontinuierliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit in den Bereichen, die die gemeinsamen Interessen berühren und in der Zuständigkeit der Bundesregierung liegen. Die Bundesregierung wird zur Erhaltung und Pflege des deutsch-jüdischen Kulturerbes, zum Aufbau einer jüdischen Gemeinschaft und den integrationspolitischen und sozialen Aufgaben des Zentralrats in Deutschland beitragen. …
Entsprechend dieser Entwicklung bilden kulturelle, soziale und integrationspolitische Aufgaben den Schwerpunkt der Arbeit in den kommenden Jahren. Die Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion müssen nach den Worten von Paul Spiegel wieder mit dem Judentum vertraut gemacht werden. Die derzeit nur 30 Rabbiner in den jüdischen Gemeinden können diese Aufgabe nicht allein bewältigen. Für die Zukunft und Entwicklung jüdischen Lebens in Deutschland ist daher die Ausbildung von Rabbinern von großer Bedeutung.
9 Miraculi // Oct 31, 2008 at 8:29
“Alle Jahre wieder…” ähnliches aus Eretz Israel:
Zitat:
»Das Milliardending«
Unter dieser Überschrift berichtete »DER SPIEGEL« Nr. 38/99 schon am 20.9.1999 über die Geldschieberei in Milliardenhöhe auf Kosten der deutschen Beitragszahler und Rentner, die durch die unverantwortliche Gesetzgebung des Deutschen Bundestages möglich wurde.
Hier eine der Anzeigen, die dazu in der israelischen Presse erschienen:
http://img.photobucket.com/albums/v637/merlin61/Diverse/IsraelischeRentenansprche.gif
Quelle: UN-Archiv 1044.”
Zitat Ende.
Fundstück in: PSI-B – “”Fremd”- oder “Zwangsarbeiter” im III.Reich ?”
10 Grampax // Oct 31, 2008 at 13:18
Es ist doch wirklich egal, wo die sich jetzt vor lauter Panik den vermeintlich sichersten Platz suchen. Und es ist auch egal ob das nun Deutschland oder Dschibutti ist. Die können sich nicht verkriechen. Nirgendwo. Und ungeschoren kommen sie auch nicht davon. Wer wird wohl bei der kommenden Krise das Hassobjekt Nummer Eins, sein ???? Mhmmmmm, dreimal dürft ihr raten.
Gruss
11 Gassner // Nov 22, 2008 at 1:17
Ich würde als Jude bei der moslemsichen Zuwanderung nicht nach Europa ziehen vorallem nicht nach Deutschland Frankreich oder England
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