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Berliner Antifaschisten hinter schwedischen Gardinen (01.02.06)

February 1st, 2006 · Post your comment (No Comments)

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Berlin / Stockholm: Am 10. Dezember vergangenen Jahres fand im Stockholmer Vorort Salem wieder inzwischen in Schweden bereits zu einer festen Tradition gewordene Gedenkmarsch für Daniel Wretström statt. Dieser war am 9. Dezember 2000 von einer Gruppe Asylanten auf brutalste Art und Weise überfallen und dann ermordet worden. Nicht gerade ein Musterbeispiel für multikulturelles Miteinander. Kein Wunder also, wenn sich die JUNGE WELT heute zu der Lüge über den alljährlichen Gedenkmarsch in Salem versteigt: „Dieser erinnert an einen jungen Neonazi, der nach einem Überfall auf eine Migrantengruppe in Notwehr erstochen wurde.“

JUNGE WELT behauptet, Daniel Wretström wäre aus “Notwehr” ermordet worden, weil er eine Gruppe (!) Ausländer überfallen hätte. – „Notwehr“-Opfer Daniel Wretström

Einer gegen viele. Ein toller Fall von „Notwehr“. Überflüssig zu bemerken, daß die schwedische Justiz Übergriffe auf die einheimische Bevölkerung ebenso nachsichtig bestraft, wie die deutsche, während sie in gegenteiligen Fällen politisch korrekte Exempel statuiert. Ungeachtet dessen geht man in Schweden mit dem Demonstrationsrecht noch sehr liberal um. Gewalttätige Störer können dabei schon einmal Gefahr laufen, nähere Bekanntschaft mit dem zu machen, was hierzulande als schwedische Gardinen hinreichend bekannt sein dürfte.*

So auch zwei Berliner Antifaschisten, denen ihr hiesiger Straßenterror offenbar nicht ausreichte, weshalb sie im Dezember nach Schweden reisten, um ihren dortigen Genossen zu zeigen, wie man mit „Nazis“ fertig wird. Dies ging jedoch ins Auge. Kurz vor ihrer Heimreise nach Deutschland wurden sie von der schwedischen Polizei verhaftet, weil sie an einer nicht genehmigten Demonstration in Stockholm teilgenommen hatten. Antifaschisten hatten an diesem Tag in Stockholm sogar versucht, die Nobel-Preisverleihung zu stören. Es gab zahlreiche Festnahmen. Polizisten hatten die beiden deutschen Straftäter in einer Gruppe von Antifaschisten am Bahnhof wiedererkannt.

Nichtgenehmigte Antifa-Demo am 10.12.05 in Stockholm

Während einer der beiden Antifaschisten wegen Teilnahme an einem nicht genehmigten Aufzug mit einem Monat Freiheitsentzug davon kam, erhielt der andere die doppelte Haftstrafe. Ihm warf das Gericht vor, die Demonstration angeführt zu haben, was ihm als Landfriedensbruch angerechnet wird.

Für die JUNGE WELT schier unfaßbar. Verständlich, da Landfriedensbruch von linker Seite inzwischen schon so alltäglich geworden ist, daß man davon kaum noch Notiz nehmen mag. In Schweden sieht man dies offenbar jedoch etwas anders. Daß man sich diese beiden Herrschaften herausgepickt hat dürfte allerdings kein Zufall sein. So gehen wir davon aus, daß die schwedische Justiz mit diesen Urteilen demonstrieren möchte, daß ausländische Polititkrawallmacher in Schweden nicht willkommen sind, auch wenn sie sich als „Antifaschisten“ gebärden.

Was soll man da noch kommentieren: Da capo!

Siehe auch
Junge Welt 01.02.06

Störtebeker-Netz 11.12.05

*Die wahre Geschichte vom Mord an Daniel Wretström

Quelle: Störtebeker-Netz 01.02.06



Tags: Allgemeines

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