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	<title>Comments on: Broder vs. Flotte Schalotte (21.10.09)</title>
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	<description>In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)</description>
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		<title>By: Alexa</title>
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		<dc:creator>Alexa</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 11:46:29 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Aufräumbedarf in der Judenwelt&quot; , die Abschaffung der Holocaustleugnung als Straftatbestand. Wenn Henryk M. Broder das schaffen würde, wäre vielen geholfen.  Mein Respekt, Herr Broder!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Aufräumbedarf in der Judenwelt&#8221; , die Abschaffung der Holocaustleugnung als Straftatbestand. Wenn Henryk M. Broder das schaffen würde, wäre vielen geholfen.  Mein Respekt, Herr Broder!</p>
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		<title>By: borger</title>
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		<dc:creator>borger</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 07:29:15 +0000</pubDate>
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		<description>Die Welt hat eine Umfrage zu Broders Kandidatur gestartet.
Bemerkenswert - die vorgegebenen Antworten auf die Frage: „Wäre Broder ein geeigneter Vorsitzender?“
Da bescheinigt man mit der Zustimmung &lt;b&gt; - Ja, er würde im Zentralrat endlich aufräumen - &lt;/b&gt; zu Broders Kandidatur dem ZdJ gleich einen erheblichen Aufräumbedarf. Und das in der Juden-Welt.
Stand bei 4658 abgegebenen Stimmen: 85% Zustimmung.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article4937483/Stoerenfried-Broder-hat-mal-wieder-Recht.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt hat eine Umfrage zu Broders Kandidatur gestartet.<br />
Bemerkenswert &#8211; die vorgegebenen Antworten auf die Frage: „Wäre Broder ein geeigneter Vorsitzender?“<br />
Da bescheinigt man mit der Zustimmung <b> &#8211; Ja, er würde im Zentralrat endlich aufräumen &#8211; </b> zu Broders Kandidatur dem ZdJ gleich einen erheblichen Aufräumbedarf. Und das in der Juden-Welt.<br />
Stand bei 4658 abgegebenen Stimmen: 85% Zustimmung.<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4937483/Stoerenfried-Broder-hat-mal-wieder-Recht.html" rel="nofollow">http://www.welt.de/politik/deutschland/article4937483/Stoerenfried-Broder-hat-mal-wieder-Recht.html</a></p>
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		<title>By: ludolf</title>
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		<dc:creator>ludolf</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 16:05:58 +0000</pubDate>
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		<description>ja. erinnere mich, daß Raffael Seligmann (ist schon lange im Zentralrat d.J.) vor ein paar Jahren im Fernsehen gesagt hat, er wäre dafür, daß erlaubt wird, H&#039;s Mein Kampf als Buch zu drucken. Aber mit der Bemerkung, die Leute würden schon sehen was für ein Unsinn das wäre.
Ist aber auch nicht passiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ja. erinnere mich, daß Raffael Seligmann (ist schon lange im Zentralrat d.J.) vor ein paar Jahren im Fernsehen gesagt hat, er wäre dafür, daß erlaubt wird, H&#8217;s Mein Kampf als Buch zu drucken. Aber mit der Bemerkung, die Leute würden schon sehen was für ein Unsinn das wäre.<br />
Ist aber auch nicht passiert.</p>
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		<title>By: lieselotte</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/broder-vs-flotte-schalotte-21-10-09_36614.html/comment-page-3#comment-558807</link>
		<dc:creator>lieselotte</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 11:07:21 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Wer den Feind umarmt, macht ihn bewegungsunfähig.&quot;
Nepalesisches Sprichwort

Finde ich ziemlich passend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wer den Feind umarmt, macht ihn bewegungsunfähig.&#8221;<br />
Nepalesisches Sprichwort</p>
<p>Finde ich ziemlich passend.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Ludolf</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/broder-vs-flotte-schalotte-21-10-09_36614.html/comment-page-3#comment-558667</link>
		<dc:creator>Ludolf</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 00:31:24 +0000</pubDate>
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		<description>Für das Christentum war das Judentum seit Christus praktisch beendet, falls ich das richtig verstanden habe. Nur haben sich die Pharisäer, wie sie in Matthäus 23 beschrieben sind, irgendwie als die späteren Rabbies forgesetzt. Unabhängig von der wirklichen Abstammung, war Judentum angeleitet von Rabbinern und dem Talmud, und hat sich auch so fortgesetzt. Huston Steward Chamberlain hat Juden als semitisch (oder etwas gemischt) beschrieben, das würde sicher schlecht zur Khazaren-Theorie passen, die ein Turkvolk sind. Aber der Unterschied von Sepharden und Ashkenasim ist schon da.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Für das Christentum war das Judentum seit Christus praktisch beendet, falls ich das richtig verstanden habe. Nur haben sich die Pharisäer, wie sie in Matthäus 23 beschrieben sind, irgendwie als die späteren Rabbies forgesetzt. Unabhängig von der wirklichen Abstammung, war Judentum angeleitet von Rabbinern und dem Talmud, und hat sich auch so fortgesetzt. Huston Steward Chamberlain hat Juden als semitisch (oder etwas gemischt) beschrieben, das würde sicher schlecht zur Khazaren-Theorie passen, die ein Turkvolk sind. Aber der Unterschied von Sepharden und Ashkenasim ist schon da.</p>
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		<title>By: Ludolf</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/broder-vs-flotte-schalotte-21-10-09_36614.html/comment-page-3#comment-558665</link>
		<dc:creator>Ludolf</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 00:15:48 +0000</pubDate>
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		<description>@Völkischer Beobachter, danke für den Beitrag und
@Fußnote, das sind interessante Texte auch, wohl schwer zu finden sonst. 
@TH, nicht für ungut, ich weiß daß es zu Khazaren verschiedene Standpunkte gibt. Für mich ist die Frage nicht entschieden. Finde gerade, es wird auch in deutsch im internet  viel darüber berichtet, was vielleicht neu ist, auch jüd. Seiten vertreten oft die Khazaren-theorie. Na, ja, von Chromosomen theorie versteh ich nichts. Und mir ist das auch alles nicht endgültig klar.
Was mich immer wundert, ist wie die Menge an Juden im Osten, Ashkenasim, angeblich aus oder durch Deutschland nach Osten gezogen sein soll. Ich glaube eher, daß sie noch aus Byzanz (dem damaligen Weltmittelpunkt) gekommen sind, ob mit oder ohne Khazaren. Ja, sie haben ihr Rassengesetz, aber ob sie sich daran hielten? z.B. war Luther erzürnt daß Juden, denen er mit Visa half, hinter seinem Rücken dann Christen bekehrten, worauf er dieses &quot; Die Juden und ihre Lügen&quot; schrieb, gegen den Talmud. Aber das waren nur ein paar. Weiß nicht welche Beweise Schlomo Sand hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Völkischer Beobachter, danke für den Beitrag und<br />
@Fußnote, das sind interessante Texte auch, wohl schwer zu finden sonst.<br />
@TH, nicht für ungut, ich weiß daß es zu Khazaren verschiedene Standpunkte gibt. Für mich ist die Frage nicht entschieden. Finde gerade, es wird auch in deutsch im internet  viel darüber berichtet, was vielleicht neu ist, auch jüd. Seiten vertreten oft die Khazaren-theorie. Na, ja, von Chromosomen theorie versteh ich nichts. Und mir ist das auch alles nicht endgültig klar.<br />
Was mich immer wundert, ist wie die Menge an Juden im Osten, Ashkenasim, angeblich aus oder durch Deutschland nach Osten gezogen sein soll. Ich glaube eher, daß sie noch aus Byzanz (dem damaligen Weltmittelpunkt) gekommen sind, ob mit oder ohne Khazaren. Ja, sie haben ihr Rassengesetz, aber ob sie sich daran hielten? z.B. war Luther erzürnt daß Juden, denen er mit Visa half, hinter seinem Rücken dann Christen bekehrten, worauf er dieses &#8221; Die Juden und ihre Lügen&#8221; schrieb, gegen den Talmud. Aber das waren nur ein paar. Weiß nicht welche Beweise Schlomo Sand hat.</p>
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		<title>By: TH</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/broder-vs-flotte-schalotte-21-10-09_36614.html/comment-page-3#comment-558525</link>
		<dc:creator>TH</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 19:37:52 +0000</pubDate>
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		<description>@Völkischer Beobachter:

Danke, der Text kommt mir auch bekannt vor. 

@Fußnote: 
Der Text kommt mir auch teilweise bekannt vor. Aber wie gesagt, genetische Studien sind unbestechlich und eine Missionierung im großen Stil wäre für Juden absolut untypisch. Bei dem Thema mag deas letzte Wort vielleicht noch nicht gesprochen sein, aber solange da nichts handfestes kommt, kaufe ich diese Story nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Völkischer Beobachter:</p>
<p>Danke, der Text kommt mir auch bekannt vor. </p>
<p>@Fußnote:<br />
Der Text kommt mir auch teilweise bekannt vor. Aber wie gesagt, genetische Studien sind unbestechlich und eine Missionierung im großen Stil wäre für Juden absolut untypisch. Bei dem Thema mag deas letzte Wort vielleicht noch nicht gesprochen sein, aber solange da nichts handfestes kommt, kaufe ich diese Story nicht.</p>
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	<item>
		<title>By: Völkischer Beobachter</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/broder-vs-flotte-schalotte-21-10-09_36614.html/comment-page-3#comment-558424</link>
		<dc:creator>Völkischer Beobachter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 16:41:04 +0000</pubDate>
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		<description>Zu der Khasaren-Geschichte war in Germar Rudolfs VffG 2/2004 mal ein Artikel aus der Feder von Israel Shamir abgedruckt. Ein Auszug daraus:
&lt;blockquote&gt;»Wähle einen schwachen Herrscher« könnte man die Strategie für die Machtübernahme einer ethnischen oder religiösen Minderheit nennen, die immer dann zur Anwendung kommt, wenn die große Masse noch nicht bereit ist, die wahren Herrscher zu akzeptieren. In den Babylon-5 oder anderen Science Fiction-Filmen bevorzugen die Außerirdischen einen Terrestrischen mit weichen Knien als ihre Marionette. Sie haben es aus der Geschichte gelernt.

In der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends vollzog sich in dem großen eurasischen Staat der Khazaren eine Machtübernahme auf die gleiche Art. Die einheimischen Khazaren wurden von einem türkischen Kriegeradel regiert und beschützt, der von seinem gewählten Khan, dem König, angeführt wurde. Im 6.-8. Jahrhundert kamen ein paar Wellen jüdischer Flüchtlinge bei ihnen an, zuerst vom sassanidischen Persien, später von abbasidischen Irak und von Byzanz. Die gutmütigen und toleranten türkischen Khans glaubten, sie bekämen nützliche, kluge und eifrige Untertanen, aber blitzschnell übernahmen die Neuankömmlinge das Khazarenreich. Eine Zeitlang bewahrten sie die Fassade der traditionellen aristokratischen Herrschaft und setzten einen Khan auf den Thron, der immer weniger zu sagen hatte. 803 wurde der Jude Obadiah der wirkliche Herrscher des Khazarenreichs, während der Goj-Khan einmal im Jahr noch den Leuten vorgeführt wurde, um die Legitimität von Obadiahs Macht zu beweisen.

Schließlich entledigte man sich des letzten nichtjüdischen Khans und die Fiktion der khazarischen Herrschaft kam zum Abschluß, als ein jüdischer Beg offen die Macht über das Khazarenreich ergriff.

&lt;b&gt;Es wird oft behauptet, die jüdischen Herrscher hätten einen Massenübertritt der Khazaren zum jüdischen Glauben veranlaßt. Arthur Koestler, ein jüdischer Romanschreiber, dachte, die heutigen Juden seien Nachkommen dieser khazarischen Konvertiten,[2] aber zwei führende russische Wissenschaftler, der Archäologe Artamonow und der Historiker Leon Gumilew[3] kamen zu dem Schluß, daß die normalen Khazaren nicht zum Judaismus bekehrt worden sind. Die Juden waren laut Gumilew die herrschende Klasse im Khazarenreich, sie teilten nicht mit Außenstehenden ihren Bund oder wichtige Ämter. Die Khazaren wurden einer völkisch und religiös fremden Herrschaft untertan. Sie mußten für das Heer und die Polizei bezahlen, und für eine abenteuerliche Außenpolitik. Schließlich hatten sie ihr Land verloren.

Die herrschenden Juden hatten es sehr gut – aber nur recht kurz: innerhalb von hundert Jahren nach ihrer vollständigen Übernahme zerfiel das Khazarenreich völlig.&lt;/b&gt; Solche Gebilde haben keinen Bestand, denn sie zerstören die Grundlage ihrer eigenen Macht. Den Khazaren war es gleichgültig: sie hatten keinen Anteil an den sagenhaften Schätzen des Reiches. Sie wurden zu Tataren, Kasachen und andere Steppennationen. Die Nachbarn vermißten das Reich nicht, da es zu Genozid und Sklavenhandel geneigt hatte. Die Juden wanderten aus dem verwüsteten Kaspischen Becken in die Tiefe Polens und Litauens ab und schieden während einem tausendjährigen Schlummer aus der Geschichte aus.

Die Juden des Khazarenreiches brauchten einen Hanswurst als Khan, weil ihre Macht durchaus noch nicht vollständig war, und nur ein Hanswurst würde ihrem Verlangen nachgeben.

[2] Vgl. A. Koestler, Der Dreizehnte Stamm, Lübbe 1989.
[3] Leon Gumilev, Drevniaia Rus’ i Velikaia Step’ (Alt-Rußland und die große Steppe, russisch), 1989; vgl. die üppige Quellenlage in http://www.khazaria.com; Anm. des Hrsg. [= Germar Rudolf]

Autor: Israel Shamir
Quelle: http://www.vho.org/VffG/2004/2/Shamir202-205.html&lt;/blockquote&gt;

Ich hatte das vor Jahren schon mal hier eingestellt, worauf ein anderer Kommentator folgende Ergänzung machte:
http://de.altermedia.info/general/gesetzestreue-juden-fordern-eigene-synagoge-in-potsdam-andernorts-bittet-man-wenn-man-etwas-mochte-120406_5322.html#comment-1658</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu der Khasaren-Geschichte war in Germar Rudolfs VffG 2/2004 mal ein Artikel aus der Feder von Israel Shamir abgedruckt. Ein Auszug daraus:</p>
<blockquote><p>»Wähle einen schwachen Herrscher« könnte man die Strategie für die Machtübernahme einer ethnischen oder religiösen Minderheit nennen, die immer dann zur Anwendung kommt, wenn die große Masse noch nicht bereit ist, die wahren Herrscher zu akzeptieren. In den Babylon-5 oder anderen Science Fiction-Filmen bevorzugen die Außerirdischen einen Terrestrischen mit weichen Knien als ihre Marionette. Sie haben es aus der Geschichte gelernt.</p>
<p>In der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends vollzog sich in dem großen eurasischen Staat der Khazaren eine Machtübernahme auf die gleiche Art. Die einheimischen Khazaren wurden von einem türkischen Kriegeradel regiert und beschützt, der von seinem gewählten Khan, dem König, angeführt wurde. Im 6.-8. Jahrhundert kamen ein paar Wellen jüdischer Flüchtlinge bei ihnen an, zuerst vom sassanidischen Persien, später von abbasidischen Irak und von Byzanz. Die gutmütigen und toleranten türkischen Khans glaubten, sie bekämen nützliche, kluge und eifrige Untertanen, aber blitzschnell übernahmen die Neuankömmlinge das Khazarenreich. Eine Zeitlang bewahrten sie die Fassade der traditionellen aristokratischen Herrschaft und setzten einen Khan auf den Thron, der immer weniger zu sagen hatte. 803 wurde der Jude Obadiah der wirkliche Herrscher des Khazarenreichs, während der Goj-Khan einmal im Jahr noch den Leuten vorgeführt wurde, um die Legitimität von Obadiahs Macht zu beweisen.</p>
<p>Schließlich entledigte man sich des letzten nichtjüdischen Khans und die Fiktion der khazarischen Herrschaft kam zum Abschluß, als ein jüdischer Beg offen die Macht über das Khazarenreich ergriff.</p>
<p><b>Es wird oft behauptet, die jüdischen Herrscher hätten einen Massenübertritt der Khazaren zum jüdischen Glauben veranlaßt. Arthur Koestler, ein jüdischer Romanschreiber, dachte, die heutigen Juden seien Nachkommen dieser khazarischen Konvertiten,[2] aber zwei führende russische Wissenschaftler, der Archäologe Artamonow und der Historiker Leon Gumilew[3] kamen zu dem Schluß, daß die normalen Khazaren nicht zum Judaismus bekehrt worden sind. Die Juden waren laut Gumilew die herrschende Klasse im Khazarenreich, sie teilten nicht mit Außenstehenden ihren Bund oder wichtige Ämter. Die Khazaren wurden einer völkisch und religiös fremden Herrschaft untertan. Sie mußten für das Heer und die Polizei bezahlen, und für eine abenteuerliche Außenpolitik. Schließlich hatten sie ihr Land verloren.</p>
<p>Die herrschenden Juden hatten es sehr gut – aber nur recht kurz: innerhalb von hundert Jahren nach ihrer vollständigen Übernahme zerfiel das Khazarenreich völlig.</b> Solche Gebilde haben keinen Bestand, denn sie zerstören die Grundlage ihrer eigenen Macht. Den Khazaren war es gleichgültig: sie hatten keinen Anteil an den sagenhaften Schätzen des Reiches. Sie wurden zu Tataren, Kasachen und andere Steppennationen. Die Nachbarn vermißten das Reich nicht, da es zu Genozid und Sklavenhandel geneigt hatte. Die Juden wanderten aus dem verwüsteten Kaspischen Becken in die Tiefe Polens und Litauens ab und schieden während einem tausendjährigen Schlummer aus der Geschichte aus.</p>
<p>Die Juden des Khazarenreiches brauchten einen Hanswurst als Khan, weil ihre Macht durchaus noch nicht vollständig war, und nur ein Hanswurst würde ihrem Verlangen nachgeben.</p>
<p>[2] Vgl. A. Koestler, Der Dreizehnte Stamm, Lübbe 1989.<br />
[3] Leon Gumilev, Drevniaia Rus’ i Velikaia Step’ (Alt-Rußland und die große Steppe, russisch), 1989; vgl. die üppige Quellenlage in <a href="http://www.khazaria.com" rel="nofollow">http://www.khazaria.com</a>; Anm. des Hrsg. [= Germar Rudolf]</p>
<p>Autor: Israel Shamir<br />
Quelle: <a href="http://www.vho.org/VffG/2004/2/Shamir202-205.html" rel="nofollow">http://www.vho.org/VffG/2004/2/Shamir202-205.html</a></p></blockquote>
<p>Ich hatte das vor Jahren schon mal hier eingestellt, worauf ein anderer Kommentator folgende Ergänzung machte:<br />
<a href="http://de.altermedia.info/general/gesetzestreue-juden-fordern-eigene-synagoge-in-potsdam-andernorts-bittet-man-wenn-man-etwas-mochte-120406_5322.html#comment-1658" rel="nofollow">http://de.altermedia.info/general/gesetzestreue-juden-fordern-eigene-synagoge-in-potsdam-andernorts-bittet-man-wenn-man-etwas-mochte-120406_5322.html#comment-1658</a></p>
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	<item>
		<title>By: Fußnote</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/broder-vs-flotte-schalotte-21-10-09_36614.html/comment-page-3#comment-558215</link>
		<dc:creator>Fußnote</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 12:18:29 +0000</pubDate>
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		<description>@ TH und Ludolf

&lt;b&gt;Zur Internetdiskussion über die jüdisch bekehrten Chasaren (Hunno-Tataren) und ihren Handel mit Slaven/Sklaven bis auf ihre „Ungarneinfälle“ in Westeuropa.&lt;/b&gt;

Chazaren, ein Stamm turk-tatarischer Abkunft (Skytho-Hunnen), tauchten zuerst in den Stürmen der Völkerwanderung an den Nordabhängen des Kaukasus sowie in den Gegenden an der Wolga und am Don als Nomaden auf. Sie unternahmen häufig Einfälle in die Gebiete ihrer reicheren Nachbarn. Schon im 4. Jhdt. n. hatte ihr Reich eine große Ausdehnung: im Osten stieß es an die Gebiete der türkischen Nomadenstämme, im Norden an die Finnen, im Westen an die Bolgaren, und die Südgrenze verlief längs des armenischen Flusses Araxes. Nach Besiegung der tetraxitischen germanischen Goten (um 375 n.d.Z.) bildete Persien das Ziel ihrer Eroberungszüge. 

Die immer mehr vorwärtsdrängenden Erobener durchzogen in rastlosem, grausamen Siegeszuge die Gegenden am Asowschen Meere, am Don, an der unteren Wolga, dem Kaspi-See (Chazaren-meer) und nördlichen Kaukasus, drangen bis in die äußersten Grenzen des Schwarzen Meeres, verwüsteten Albanien (damal Gegend am Kaukasus) und unterwarfen schließlich im 7. Jhdt. das Reich der Bolgaren. Damals standen die Chazaren auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Die byzantinischen Fürsten suchten ihre Freundschaft, brachten ihnen Tributgeschenke und  trachteten durch Verheiratung mit chazarischen Prinzessinnen engere Beziehungen mit ihnen zu schaffen. Nach der Unterwerfung der Wolga-Bolgaren fiel ein großer Teil der Krim und auch die wichtigste und größte Slawenstadt des Südens, Kiew, in ihre Hände. Durch die Eroberung Persiens seitens des arabischen. Kalifats wurde die Herrschaft der Chazaren am Kaspi-See allerdings erschüttert. Dieser Verlust wurde aber einigermaßen durch die Erfolge gegen die slawischen Stämme wettgemacht, von denen Poljanen, Sjewerjanen, Radimitschen und Wjatitschen tributpflichtig gemacht wurden.

An der Spitze des Reiches stand ein König, Chagan oder Chakan, der das okkult-schamanische Oberhaupt des Staates bildete. Theoretisch war seine Macht eine unbegrenzte, doch lag in der Tat die Leitung der Staatsgeschäfte ganz in den Händen des Vizekönigs - Ischa, Peg, Beg oder Pech.

Das Land war arm an Städten, da die Bevölkerung vielfach noch in den bei den Kirgisen auch heute gebräuchlichen Wojlok-Jurten hauste und nur die reicheren Schichten Lehmhäuser, die Chagane allein Ziegelgebäude bewohnten. Außer der Grenzfeste Sarkel („weiße Stadt&quot;, auch Bjelawescha) waren nur noch Semender (Samander) zwischen Derbent und der Wolga, Balandschar sowie Itil (oder Atel), die Hauptstadt des Reiches, von größerer Bedeutung. Das heutige Astrachan (Stalingrad) wird vielfach mit Itil, aber auch mit Balandschar identifiziert. Die Hauptstadt der Chazaren war nicht nur ein Stapelplatz für bulgarische, russische und griechische. Kaufleute, sondern lockte insbesondere auch die jüdischen Großhändler - von den arabischen Schriftstellern Radaniten oder Radamiten gennannt - aus Ost und West an. Unter dem Schutze der mächtigen Chagane siedelten sich zahlreiche Juden aus Kleinasien und dem byzantischen Reiche im Chazaren-Reiche an und belebten den Handel des Landes. Honig, kostbare Pelze, Baumwollprodukte, Fachs, Rindvieh, Häute und Fische bildeten die hauptsächlichsten Waren. Auch die Sklavenhändler hatten hier eine ihrer Stationen aufgeschlagen, wo die Karawanen mit germanischen und wandalischen (slavischen) Sklaven, die  über die Route Prag, Krakau und Kiew gezogen waren, endeten und wo das Menschenmaterial nach Bagdad und Indien weiter verteilt wurde. Neben Handel wurden auch Ackerbau und Landwirtschaft betrieben. Gleich dem Chagan lebten die Chazaren den Winter hindurch in den Städten und begaben sich im Frühling aufs Land, um ihre Besitzungen zu bestellen. 

Die festeste Grundlage dieses Gemeinwesens bildete das Heer, wohl die ersten stehenden Truppen des mittelalterlichen Europa, die Larissiei, mohammedanische Söldner und Kontingente, die zumeist von dem wohlhabenden Teile der Bevölkerung unterhalten wurden und insgesamt etwa 12000 Mann betrugen. Neben verschiedenen slawischen und kaukasischen Stämmen wohnten dort also  Hunnen, Türken, Bulgaren und Juden zusammen. Türkisch und Chazarisch waren die verbreitetsten Sprachen; ab und zu finden sich auch Spuren des Hehräischen als Umgangssprache. Es herrschte ein religionsduldsames Regiment. In dem obersten Gerichtshofe, der aus sieben (oder vielleicht aus neun) Richtern bestand, fanden neben zwei Mohammedanern, zwei Christen und einem Heiden noch zwei Juden Platz. Jeder Bekenner einer fremden Religion wurde nach deren Gesetzesvorschriften gerichtet.

Die Juden, die hier von Taurien, Byzanz und Kleinasien in großer Zahl zusammengeströmt waren, entfalteten im Wettbewerb mit Christentum und Islam eine wirksame und nachhaltige Propaganda für ihre Religion. In mannigfacher Eigennschaft - &lt;b&gt;als Kaufleute, Dolmetscher, Ärzte, Berater des Königs&lt;/b&gt; - wußten sie den Samen des Judentum in die Herzen der Chagane zu pflanzen, sie von der Vortrefflichkeit der jüdischen Lehre zu überzeugen und schließlich zur Annahme des Judentum zu bewegen. Dieses einzigartigen Ereignisses, das als das Endergebnis einer sicherlich langen Entwicklung anzusehen ist, haben sich Phantasie und Sage bemächtigt. Einer der Chagane namens Bulan - so lautet der sagenumrankte Bericht des Chagan Josef - ward von Überdruß gegen das Götzenwesen erfaßt. Durch einen Traum, der ihm einen Sieg verhieß, angeregt, veranstaltete er mit den Vertretern der drei Religionen eine Unterredung, in deren Verlauf er sich von der Vorzüglichkeit der jüdischen Religion überzeugte und den Entschluß faßte, zum Judentum überzutreten. Darauf wurde an ihm und seinem Anhange die Beschneidung vollzogen. Die Zahl der damals zum Judentum Bekehrten betrug angeblich 4000, und erst nach und nach drang die jüdische Lehre ins Volk. Der größte Teil der Städtebewohner bestand nunmehr aus Juden und nur das Heer setzte sich nach wie vor aus Mohammedanern zusammen. Durch neuere Veröffentlichungen  wird die Bekehrung der Chazaren betätigt, wenngleich zum Teil in etwas anderer Form. Die Juden, die im Chazaren-Reiche Zuflucht vor Verfolgungen gesucht haben, hätten sich mit der einheimischen Bevölkerung vermischt, an deren Spitze damals stets der erfolgreichste Feldherr als König stand. Als einmal ein Jude dank seines strategischen Talents, seiner Organisationsgabe  und seiner Siege zur Königswürde gelangte, wollte er sich unter dem Einfluß seiner Frau und seines  Schwiegervaters offen zum Judentum bekennen. Die Byzantiner und Araber hätten darauf versucht, die Chazaren zum Christentum bzw. Islam zu bekehren. Nunmehr sei die Disputation zwischen den Bekennern der  drei Religionen veranstaltet worden, die schließlich, da die Beweisgründe der Jüden aus den in einer Höhle vergrabenen Torarollen bestätigt werden konnten, zur Bekehrung der Chazaren zum Judentum führte (um 730 n.).

Auch über die Grenzen des Reiches bis in die Nachbargebiete der Chazaren reichte der Einfluß des Judentums, das unter diesen Stämmen ebenfalls Anhänger warb, so in dem Landstriche von Semender und dem Gebiete der Alanen. Bald aber durchzogen die Slawenapostel Cyrillus und Methodius das Land und lockten, unterstützt von anderen Missionaren, viele Juden in die Arme der christlichen Kirche. Auch der Islam fand günstigen Boden. Unter diesen Verhältnissen mag der jüdische Glaube ins Wanken geraten und in seinen Wurzeln gelockert worden sein. Da erstand, so berichtet die Sage, dem Reiche wie auch dem Judentum ein Erneuerer in der Person des Chagan Obadja, der alsbald neue Bet- und Lehrhäuser errichtete, jüdische Gelehrte herbeirief, das Studium der Bibel und des Talmud befestigte und den Gottesdienst in traditionellem Sinne wieder einführte. Unter ihm und seinen Nachfolgern, die sämtlich Juden waren, übte die jüdische Religion einen tiefen Einfluß auf die Bevölkerung aus.

Die Kunde von der wunderbaren Bekehrung eines ursprünglich heidnischen Stammes drang bis tief nach dem Westen vor und veranlaßte den jüdischen Staatsmann und Großwürdenträger (Großwesir) am Hofe des Maurenkönigs Abdurrahman auf der spanischen Halbinsel, Chasdaj ibn Schaprut (ein Sephardim-Jude), sich um sichere Nachrichten über das jüdische Gemeinwesen im fernen Osten und seine Herrscher zu bemühen. Chasdaj ibn Schaprut entschloß sich, auf die erste Kunde vom Chazaren-Reiche in einem direkt an den Chagan gerichteten Schreiben, das zugleich eine Huldigung an den Herrscher des Brudervolkes im fernen Osten enthielt, über die Verhältnisse von Land und Volk nähere Auskünfte einzuholen. Dieser Brief war von Chasdaj zuerst einem Manne namens Isaak ben Natan übergeben worden, der am byzantinischen Hofe ein halbes Jahr zurückgehalten und schließlich unverrichteter Dinge nach Hause geschickt wurde unter dem Vorwande, daß der Landweg wegen der Fehden der Völker, der Seeweg wegen der Unsicherheit der Fahrt nicht ratsam sei. Vermutlich wollte man die jüdische Handelskonkurrenz aus dem Westen fern halten. Schließlich übernahmen es die der in Cordova erschienenen Gesandtschaft des Herrschers der „Gebalim” angehörenden Juden Mar Saul und Mar Josef, den Brief über Ungarn, Rußland und Bulgarien durch Vermittlung der dortigen Juden an seinen Bestimmungsort gelangen zu lassen. und nach mannigfachen Fährlichkeiten wurde der Brief durch Jakob ben Eleasar  aus „Nemez&quot; (Deutschland) dem Chagan Josef ausgehändigt. Aus dem Schreiben, das nach einer Einleitung in Versen von  ben Saruk eine eingehende Schilderung der Verhältnisse in Spanien und der dortigen Juden enthält, spricht die tiefe Trauer des Verfassers über die unterdrückte und abhängige Lage seines Volkes und die Sehnsucht, auch ihm einen Flecken der Erde zu schenken, auf dem es frei und selbständig, unbeeinflußt von fremder Macht seine Individualität entwickeln könne. Entzückt über das intensive Interesse, das der ferne Bruder an den Geschicken des Chazarenreiches nahm, beantwortete der Chagan Josef in einem ausführlichen Schreiben alle die von Chasdaj gestellten Fragen über Herkunft, Land und Leute der Chazaren.

Um die Zeit, da der Brief des Chasdaj ihn Schaprut in Josefs Hände gelangte, war der Stern des Chazarenreiches bereits im Sinken begriffen. Noch vermochte es sich gegen die Petschenegen zu halten, unterwarf die Krimgoten, leistete bei der Eroberung Pannoniens den Magyaren (Ungarn-Hunnen) wichtige Dienste und hielt die Nachbarstämme, wie die Wjatitschen, in Tributpflicht. Einer der chasarisch-hunnischen Anführer, Avarus - der Goldgierige, durchzog mit seiner Räuberbande, welche nach ihrem Anführer  “Avaren” genannt wurden, auf grausamen Sklavenrazzien das Wandalen- und Germanenland  von der Weichsel bis zur Elbe, um sich anschließend mit der Menschenware und Beute  in die Theißebene in “Hungary” zurückzuziehen. Aber mit dem Einfall der Russen nach Transkaukasien (944 n.d.Z.) wandte sich das Waffenglück der Chazaren. Als der Russenführer Swjatoslalaw (957-972) das durch innere Zwistigkeiten geschwächte Reich angriff, und später die zum Christentum bekehrten Russen sich mit den Byzantinern verbanden, brach in überraschend kurzer Zeit die Chazarenherrschaft zusammen; die Chazaren. mußten fliehen und zerstreuten sich nach Innerasien, Spanien und der Krim, wo das Chagantum noch einige Zeit eine Scheinexistenz fristete, bis es auch hier 1016 von Griechen und Russen vernichtet wurde. Nur in Ungarn, welches in der Landessprache Hungary heißt, kamen die Hunno-Chazaren zur Herrschaftsmacht und viele der Arpad-Hunno-Chazaren trugen anfänglich noch jüdische Bibelnamen, wie Salomon oder David, bis sie gechristet wurden und sich mit der Sklavenhändleroberschicht in Prag, Krakau und Kiew versippten.
 (u.a.nach  nordischer Forschung und  Jüdischer Enzyklopädie von Herlitz/Kirchner 1930)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ TH und Ludolf</p>
<p><b>Zur Internetdiskussion über die jüdisch bekehrten Chasaren (Hunno-Tataren) und ihren Handel mit Slaven/Sklaven bis auf ihre „Ungarneinfälle“ in Westeuropa.</b></p>
<p>Chazaren, ein Stamm turk-tatarischer Abkunft (Skytho-Hunnen), tauchten zuerst in den Stürmen der Völkerwanderung an den Nordabhängen des Kaukasus sowie in den Gegenden an der Wolga und am Don als Nomaden auf. Sie unternahmen häufig Einfälle in die Gebiete ihrer reicheren Nachbarn. Schon im 4. Jhdt. n. hatte ihr Reich eine große Ausdehnung: im Osten stieß es an die Gebiete der türkischen Nomadenstämme, im Norden an die Finnen, im Westen an die Bolgaren, und die Südgrenze verlief längs des armenischen Flusses Araxes. Nach Besiegung der tetraxitischen germanischen Goten (um 375 n.d.Z.) bildete Persien das Ziel ihrer Eroberungszüge. </p>
<p>Die immer mehr vorwärtsdrängenden Erobener durchzogen in rastlosem, grausamen Siegeszuge die Gegenden am Asowschen Meere, am Don, an der unteren Wolga, dem Kaspi-See (Chazaren-meer) und nördlichen Kaukasus, drangen bis in die äußersten Grenzen des Schwarzen Meeres, verwüsteten Albanien (damal Gegend am Kaukasus) und unterwarfen schließlich im 7. Jhdt. das Reich der Bolgaren. Damals standen die Chazaren auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Die byzantinischen Fürsten suchten ihre Freundschaft, brachten ihnen Tributgeschenke und  trachteten durch Verheiratung mit chazarischen Prinzessinnen engere Beziehungen mit ihnen zu schaffen. Nach der Unterwerfung der Wolga-Bolgaren fiel ein großer Teil der Krim und auch die wichtigste und größte Slawenstadt des Südens, Kiew, in ihre Hände. Durch die Eroberung Persiens seitens des arabischen. Kalifats wurde die Herrschaft der Chazaren am Kaspi-See allerdings erschüttert. Dieser Verlust wurde aber einigermaßen durch die Erfolge gegen die slawischen Stämme wettgemacht, von denen Poljanen, Sjewerjanen, Radimitschen und Wjatitschen tributpflichtig gemacht wurden.</p>
<p>An der Spitze des Reiches stand ein König, Chagan oder Chakan, der das okkult-schamanische Oberhaupt des Staates bildete. Theoretisch war seine Macht eine unbegrenzte, doch lag in der Tat die Leitung der Staatsgeschäfte ganz in den Händen des Vizekönigs &#8211; Ischa, Peg, Beg oder Pech.</p>
<p>Das Land war arm an Städten, da die Bevölkerung vielfach noch in den bei den Kirgisen auch heute gebräuchlichen Wojlok-Jurten hauste und nur die reicheren Schichten Lehmhäuser, die Chagane allein Ziegelgebäude bewohnten. Außer der Grenzfeste Sarkel („weiße Stadt&#8221;, auch Bjelawescha) waren nur noch Semender (Samander) zwischen Derbent und der Wolga, Balandschar sowie Itil (oder Atel), die Hauptstadt des Reiches, von größerer Bedeutung. Das heutige Astrachan (Stalingrad) wird vielfach mit Itil, aber auch mit Balandschar identifiziert. Die Hauptstadt der Chazaren war nicht nur ein Stapelplatz für bulgarische, russische und griechische. Kaufleute, sondern lockte insbesondere auch die jüdischen Großhändler &#8211; von den arabischen Schriftstellern Radaniten oder Radamiten gennannt &#8211; aus Ost und West an. Unter dem Schutze der mächtigen Chagane siedelten sich zahlreiche Juden aus Kleinasien und dem byzantischen Reiche im Chazaren-Reiche an und belebten den Handel des Landes. Honig, kostbare Pelze, Baumwollprodukte, Fachs, Rindvieh, Häute und Fische bildeten die hauptsächlichsten Waren. Auch die Sklavenhändler hatten hier eine ihrer Stationen aufgeschlagen, wo die Karawanen mit germanischen und wandalischen (slavischen) Sklaven, die  über die Route Prag, Krakau und Kiew gezogen waren, endeten und wo das Menschenmaterial nach Bagdad und Indien weiter verteilt wurde. Neben Handel wurden auch Ackerbau und Landwirtschaft betrieben. Gleich dem Chagan lebten die Chazaren den Winter hindurch in den Städten und begaben sich im Frühling aufs Land, um ihre Besitzungen zu bestellen. </p>
<p>Die festeste Grundlage dieses Gemeinwesens bildete das Heer, wohl die ersten stehenden Truppen des mittelalterlichen Europa, die Larissiei, mohammedanische Söldner und Kontingente, die zumeist von dem wohlhabenden Teile der Bevölkerung unterhalten wurden und insgesamt etwa 12000 Mann betrugen. Neben verschiedenen slawischen und kaukasischen Stämmen wohnten dort also  Hunnen, Türken, Bulgaren und Juden zusammen. Türkisch und Chazarisch waren die verbreitetsten Sprachen; ab und zu finden sich auch Spuren des Hehräischen als Umgangssprache. Es herrschte ein religionsduldsames Regiment. In dem obersten Gerichtshofe, der aus sieben (oder vielleicht aus neun) Richtern bestand, fanden neben zwei Mohammedanern, zwei Christen und einem Heiden noch zwei Juden Platz. Jeder Bekenner einer fremden Religion wurde nach deren Gesetzesvorschriften gerichtet.</p>
<p>Die Juden, die hier von Taurien, Byzanz und Kleinasien in großer Zahl zusammengeströmt waren, entfalteten im Wettbewerb mit Christentum und Islam eine wirksame und nachhaltige Propaganda für ihre Religion. In mannigfacher Eigennschaft &#8211; <b>als Kaufleute, Dolmetscher, Ärzte, Berater des Königs</b> &#8211; wußten sie den Samen des Judentum in die Herzen der Chagane zu pflanzen, sie von der Vortrefflichkeit der jüdischen Lehre zu überzeugen und schließlich zur Annahme des Judentum zu bewegen. Dieses einzigartigen Ereignisses, das als das Endergebnis einer sicherlich langen Entwicklung anzusehen ist, haben sich Phantasie und Sage bemächtigt. Einer der Chagane namens Bulan &#8211; so lautet der sagenumrankte Bericht des Chagan Josef &#8211; ward von Überdruß gegen das Götzenwesen erfaßt. Durch einen Traum, der ihm einen Sieg verhieß, angeregt, veranstaltete er mit den Vertretern der drei Religionen eine Unterredung, in deren Verlauf er sich von der Vorzüglichkeit der jüdischen Religion überzeugte und den Entschluß faßte, zum Judentum überzutreten. Darauf wurde an ihm und seinem Anhange die Beschneidung vollzogen. Die Zahl der damals zum Judentum Bekehrten betrug angeblich 4000, und erst nach und nach drang die jüdische Lehre ins Volk. Der größte Teil der Städtebewohner bestand nunmehr aus Juden und nur das Heer setzte sich nach wie vor aus Mohammedanern zusammen. Durch neuere Veröffentlichungen  wird die Bekehrung der Chazaren betätigt, wenngleich zum Teil in etwas anderer Form. Die Juden, die im Chazaren-Reiche Zuflucht vor Verfolgungen gesucht haben, hätten sich mit der einheimischen Bevölkerung vermischt, an deren Spitze damals stets der erfolgreichste Feldherr als König stand. Als einmal ein Jude dank seines strategischen Talents, seiner Organisationsgabe  und seiner Siege zur Königswürde gelangte, wollte er sich unter dem Einfluß seiner Frau und seines  Schwiegervaters offen zum Judentum bekennen. Die Byzantiner und Araber hätten darauf versucht, die Chazaren zum Christentum bzw. Islam zu bekehren. Nunmehr sei die Disputation zwischen den Bekennern der  drei Religionen veranstaltet worden, die schließlich, da die Beweisgründe der Jüden aus den in einer Höhle vergrabenen Torarollen bestätigt werden konnten, zur Bekehrung der Chazaren zum Judentum führte (um 730 n.).</p>
<p>Auch über die Grenzen des Reiches bis in die Nachbargebiete der Chazaren reichte der Einfluß des Judentums, das unter diesen Stämmen ebenfalls Anhänger warb, so in dem Landstriche von Semender und dem Gebiete der Alanen. Bald aber durchzogen die Slawenapostel Cyrillus und Methodius das Land und lockten, unterstützt von anderen Missionaren, viele Juden in die Arme der christlichen Kirche. Auch der Islam fand günstigen Boden. Unter diesen Verhältnissen mag der jüdische Glaube ins Wanken geraten und in seinen Wurzeln gelockert worden sein. Da erstand, so berichtet die Sage, dem Reiche wie auch dem Judentum ein Erneuerer in der Person des Chagan Obadja, der alsbald neue Bet- und Lehrhäuser errichtete, jüdische Gelehrte herbeirief, das Studium der Bibel und des Talmud befestigte und den Gottesdienst in traditionellem Sinne wieder einführte. Unter ihm und seinen Nachfolgern, die sämtlich Juden waren, übte die jüdische Religion einen tiefen Einfluß auf die Bevölkerung aus.</p>
<p>Die Kunde von der wunderbaren Bekehrung eines ursprünglich heidnischen Stammes drang bis tief nach dem Westen vor und veranlaßte den jüdischen Staatsmann und Großwürdenträger (Großwesir) am Hofe des Maurenkönigs Abdurrahman auf der spanischen Halbinsel, Chasdaj ibn Schaprut (ein Sephardim-Jude), sich um sichere Nachrichten über das jüdische Gemeinwesen im fernen Osten und seine Herrscher zu bemühen. Chasdaj ibn Schaprut entschloß sich, auf die erste Kunde vom Chazaren-Reiche in einem direkt an den Chagan gerichteten Schreiben, das zugleich eine Huldigung an den Herrscher des Brudervolkes im fernen Osten enthielt, über die Verhältnisse von Land und Volk nähere Auskünfte einzuholen. Dieser Brief war von Chasdaj zuerst einem Manne namens Isaak ben Natan übergeben worden, der am byzantinischen Hofe ein halbes Jahr zurückgehalten und schließlich unverrichteter Dinge nach Hause geschickt wurde unter dem Vorwande, daß der Landweg wegen der Fehden der Völker, der Seeweg wegen der Unsicherheit der Fahrt nicht ratsam sei. Vermutlich wollte man die jüdische Handelskonkurrenz aus dem Westen fern halten. Schließlich übernahmen es die der in Cordova erschienenen Gesandtschaft des Herrschers der „Gebalim” angehörenden Juden Mar Saul und Mar Josef, den Brief über Ungarn, Rußland und Bulgarien durch Vermittlung der dortigen Juden an seinen Bestimmungsort gelangen zu lassen. und nach mannigfachen Fährlichkeiten wurde der Brief durch Jakob ben Eleasar  aus „Nemez&#8221; (Deutschland) dem Chagan Josef ausgehändigt. Aus dem Schreiben, das nach einer Einleitung in Versen von  ben Saruk eine eingehende Schilderung der Verhältnisse in Spanien und der dortigen Juden enthält, spricht die tiefe Trauer des Verfassers über die unterdrückte und abhängige Lage seines Volkes und die Sehnsucht, auch ihm einen Flecken der Erde zu schenken, auf dem es frei und selbständig, unbeeinflußt von fremder Macht seine Individualität entwickeln könne. Entzückt über das intensive Interesse, das der ferne Bruder an den Geschicken des Chazarenreiches nahm, beantwortete der Chagan Josef in einem ausführlichen Schreiben alle die von Chasdaj gestellten Fragen über Herkunft, Land und Leute der Chazaren.</p>
<p>Um die Zeit, da der Brief des Chasdaj ihn Schaprut in Josefs Hände gelangte, war der Stern des Chazarenreiches bereits im Sinken begriffen. Noch vermochte es sich gegen die Petschenegen zu halten, unterwarf die Krimgoten, leistete bei der Eroberung Pannoniens den Magyaren (Ungarn-Hunnen) wichtige Dienste und hielt die Nachbarstämme, wie die Wjatitschen, in Tributpflicht. Einer der chasarisch-hunnischen Anführer, Avarus &#8211; der Goldgierige, durchzog mit seiner Räuberbande, welche nach ihrem Anführer  “Avaren” genannt wurden, auf grausamen Sklavenrazzien das Wandalen- und Germanenland  von der Weichsel bis zur Elbe, um sich anschließend mit der Menschenware und Beute  in die Theißebene in “Hungary” zurückzuziehen. Aber mit dem Einfall der Russen nach Transkaukasien (944 n.d.Z.) wandte sich das Waffenglück der Chazaren. Als der Russenführer Swjatoslalaw (957-972) das durch innere Zwistigkeiten geschwächte Reich angriff, und später die zum Christentum bekehrten Russen sich mit den Byzantinern verbanden, brach in überraschend kurzer Zeit die Chazarenherrschaft zusammen; die Chazaren. mußten fliehen und zerstreuten sich nach Innerasien, Spanien und der Krim, wo das Chagantum noch einige Zeit eine Scheinexistenz fristete, bis es auch hier 1016 von Griechen und Russen vernichtet wurde. Nur in Ungarn, welches in der Landessprache Hungary heißt, kamen die Hunno-Chazaren zur Herrschaftsmacht und viele der Arpad-Hunno-Chazaren trugen anfänglich noch jüdische Bibelnamen, wie Salomon oder David, bis sie gechristet wurden und sich mit der Sklavenhändleroberschicht in Prag, Krakau und Kiew versippten.<br />
 (u.a.nach  nordischer Forschung und  Jüdischer Enzyklopädie von Herlitz/Kirchner 1930)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Fußnote</title>
		<link>http://de.altermedia.info/general/broder-vs-flotte-schalotte-21-10-09_36614.html/comment-page-3#comment-558152</link>
		<dc:creator>Fußnote</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 11:08:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://de.altermedia.info/?p=36614#comment-558152</guid>
		<description>@ TH und Ludolf

&lt;b&gt;Jüdische Selbsteinschätzung.&lt;/b&gt;

Das sagt  ihre Elite selber:
&lt;b&gt;DIE JUDEN IM HANDEL
Vortrag anlässlich der jüdischen Messe-Loge des U.O.B.B. (Bnai Brith) in Leipzig 1925&lt;/b&gt;

Auszüge:
Die &quot;Messeloge&quot;, in der ich heute zu sprechen die Ehre habe, ist umbrandet von einem gewaltigen wirtschaftlichem Leben. Dieser Umstand erfordert und rechtfertigt einige Betrachtungen über den Anteil der Juden am Welthandel seit den ältesten Zeiten und Hinweis, welch große Bedeutung diesem universellen Unternehmungs- und Handelsgeist der Juden für den Wiederaufbau unseres Vaterlandes, für die Wiederherstellung seiner Beziehungen zu anderen Ländern und Völkern zukommt. Neben ihrer religiösen, sozialen und ethischen Mission hatten die Juden seit jeher auch eine kommerzielle Mission zu erfüllen; sie war bahnbrechend für den Weltverkehr, für Handel und Industrie, für den Austausch nicht nur von Waren, sondern auch von Kulturen. 
Wir wissen, daß schon im Wirtschaftsleben des Altertums und Mittelalters die Juden als Kaufleute das bewegliche, anregende, völker- und länderverbindende Element bildeten. Auf allen großen Verkehrsstraßen der Welt waren sie zu Hause. Sie schufen die Verbindung zwischen Morgen- und Abendland. Schon König Salomo machte den Versuch, Handelsbeziehungen mit dem fernen Osten und Westen herzustellen. 
Während die Juden in ihrem Stammlande Palästina einen Agrarstaat bildeten und dort hauptsächlich Landwirtschaft betrieben - „sie liebten den Handel nicht&quot;, berichtet der Historiker Josephus, - wurden die nach Babylonien, Syrien, Ägypten, Rom und dem übrigen Europa versprengten Juden großzügige, erfolgreich unternehmende Kaufleute. Von Afrika, Persien, Indien, China holten sie Spezereien, Baumwolle, Seidenstoffe, tauschten Pelzwerk gegen Gewürze, gesalzene Fische und Felle gegen Edelsteine und Metalle. Als man sie später immer mehr zum Geldhandel drängte, wurden sie die Bankiers Europas.
 
&lt;b&gt;Die Juden waren die Erben des phönizischen Welthandels.&lt;/b&gt; 

Im Altertum waren die jüdischen Kaufleute zugleich Verkünder der jüdischen Gotteslehre. Ein römischer Schriftsteller sagte von ihnen: „Mit ihren Waren verbreiten die jüdischen Kaufleute zugleich die jüdische Religion.&quot; Überall, wo die jüdischen Kaufleute erschienen, wirkten sie gewissermaßen als jüdische Missionare. Das Judentum selbst wollte im Grunde keine Proselyten machen. Von Palästina aus wurde wenig oder keine Bekehrung getrieben. Erst die unter der heidnischen Bevölkerung im Auslande lebenden zahlreichen Juden, allen voran die umherreisenden Kaufleute, propagierten die Lehren des Judentums und gewannen ganze Gemeinden von Proselyten. Ihre Zahl soll sich auf Millionen belaufen haben (Anmerkung: die turk-tatarischen Chasaren, Hunnen, Awaren). Geschichtsforscher bestätigen, daß dank dieser Missionspropaganda das Judentum alle Aussicht hatte, Weltreligion zu werden, wenn nicht die römischen Kaiser die Ausbreitung des Judentums gewaltsam unterbunden hätten. &lt;b&gt;In Ländern, die nicht unter der Herrschaft Roms standen, wie in Babylonien, in Indien, ganz besonders aber in Arabien, waren die jüdischen kaufmännischen Niederlassungen mittelbar Propagandastätten der jüdischen Religion. Ganze Stämme gingen zum Judentum über. - Der Mohammedanismus gab sich ursprünglich für ein den arabischen Sitten angepaßtes Judentum aus. Von Arabien haben jüdische Kaufleute das Judentum nach Abessinien verpflanzt, wo heute noch die Falaschas als ein jüdischer Stamm existieren.&lt;/b&gt; 

Während des Zusammenbruchs der römischen Herrschaft ward es die Aufgabe der heimatlosen, in der ganzen Welt zerstreuten, handeltreibenden Juden, die Verbindung zwischen Asien und Europa herzustellen. Zahlreiche, auf aufgefundenen Tontafeln verzeichnete Geschäftsurkunden, Kauf- und Handelsverträge, Bankanweisungen geben Zeugnis davon, welch einflußreichen und weitverzweigten Handelsstand die Juden bildeten. So enthält das 1898 erschienene Werk des amerikanischen Assyriologen Hilprecht, über die von der Universität Pennsylvania veranlaßte Forschungsexpedition nach Babylonien, wertvolle Darstellungen und Abbildungen kaufmännischer Dokumente aus Babylonien um die Zeit Esras und Nehemias. Die entzifferten Inschriften zahlreicher ausgegrabener Tafeln gewähren einen Einblick in den buntbewegten Geschäftsverkehr der Juden Babyloniens, insbesondere in den eines einflußreichen Handelshauses Murashu Söhne, das, nach unseren Begriffen, als Großunternehmerin und als Treuhänderin für umfangreiche Geschäfte aller Art eine vielseitige Tätigkeit entfaltete. Angeregt durch Babylonien hatten sich auch die Juden in Palästina immer mehr und mehr dem Handel zugewandt. Aufgefundene Schriften und Inschriften geben ein überraschendes Bild vom Wirtschaftsverkehr in dem eng umgrenzten Palästina. 

Die Entstehung des jüdischen Handels in Europa wird auf den ständigen Zustrom jüdischer Einwanderer in alle europäische Länder zurückgeführt. Wir finden sie im Laufe der Zeit in allen größeren und lebhafteren Handelszentren, an deren Weltverkehr die Juden den lebhaftesten Anteil nehmen. In der Schiffahrt und als Reeder beherrschten sie zum Teil die Wasserstraßen. Wie behauptet wird, soll sogar Columbus ein Jude gewesen sein. Die in aller Welt zerstreuten und verbreiteten Juden sind überall Pioniere des Handels. Ein Historiker und Geograph des Altertums sagt von den Juden, es sei nicht leicht, einen Ort der bewohnten Erde zu finden, an dem die Juden sich nicht als Kaufleute ansässig gemacht hätten. 
&lt;blockquote&gt;Anmerkung: Der arabische Postmeister Ibn Khordadhbeh (Mitte neuntes Jahrhundert) erwähnt in seinem &quot;Buch der Postrouten&quot; die Wege der radamitischen Juden, die &quot;persisch, römisch, arabisch, die fränkischen Sprachen, spanisch und slawisch sprechen. Sie pendeln zwischen Orient und Occident, zu Land und zur See. Sie bringen aus dem Westen Eunuchen, Sklavinnen, Knaben, Seide, Pelzwaren und Degen mit. Sie beladen ihre Schiffe in den Frankenländern und nehmen Kurs über das westliche Meer (Mittelmeer) nach Farma (Pelusion in Ägypten). (...) Sie begeben sich nach Sind (Westpakistan), nach Indien und China. Auf dem Rückweg beladen sie ihre Schiffe mit Moschus, Muskat, Aloe, Kampfer, Zimt und anderen Produkten aus morgenländischen Gefilden. Einige segeln nach Konstantinopel, andere fahren ins Land der Franken.&quot;&lt;/blockquote&gt;
Im Anfang des Mittelalters hielten die ständig umherreisenden Juden die Verbindung mit der Außenwelt für den binneneuropäischen Völkerhaushalt aufrecht. Der Kirchenvater Augustin erzählt von den Juden der damaligen Zeit, daß sie als Kaufleute und Seefahrer die Welt durchquerten, und daß sie oft als junge Männer ihre jungen Frauen verließen, um als Greise zu Greisinnen heimzukehren. 

Im Laufe der Zeiten wurden die Juden seßhaft. Sie wurden heimisch und bildeten feste Gemeinden. Beim Entstehen der Städte in Deutschland spielten die Juden, indem sie Handel und Verkehr schufen, eine wichtige Rolle. Die Schöpfung des ganzen europäischen Handels war zum guten Teil ein Werk der Juden; sie genossen Ansehen, Freiheit und Gleichberechtigung, bis im Laufe des Mittelalters der ungeheure Absturz während zweier Jahrhunderte kam. Sowohl der internationale als auch der inländische Handel wurden gewaltsam unterbunden. Auch der Besuch der Messen wurde ihnen aufs äußerste erschwert. Es kam die Zeit der Bedrückungen und Verfolgungen. Skrupelloser Konkurrenzneid, politischer Haß, religiöser Fanatismus, Unduldsamkeit und Verfolgungswahn befehdeten die Juden.
[...]

Nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges, der allen Wohlstand in Deutschland vernichtete, waren es wiederum die Juden, die in erster Linie dazu beitrugen, Wirtschaft, Kultur und Handel aufzubauen. Der Handelsgeist der Juden schuf neue internationale Verbindungen. 
Gustav Freytag gibt ein treffendes Bild der Handelslage der Juden in Deutschland nach dem Dreißigjährigen Kriege: „In unermüdlicher Tätigkeit gruben die Juden wie Ameisen überall ihre Wege. Lange bevor die Briefpost und die Warenspedition ein großes Netz über die Landkreise gezogen hatten, bestanden ihre stillen Verbindungen für Briefe und Warentransporte. Arme Schacherer und fahrende Bettler liefen als treue Agenten zwischen Prag, Frankfurt und Amsterdam hin und her, Wechsel und Juwelen unter ihren Kleidern. In gefährlichster Zeit durch Heere und Feldlager schlich der wehrlose Jude geschäftig von einem deutschen Gebiet in das andere. Dort trug er Dukaten nach Frankfurt, hier verkaufte er Spitzen und neue Kirchengewänder für die geistlichen Herren, dort brachte er einem Landesherrn Waffen und Kriegsgerät durch ein feindliches Territorium; hier geleitete er einen großen Transport feiner Leder aus dem inneren Rußlands bis auf die Messe von Leipzig.&quot; 

Nach dem Niederreißen der Ghettomauern arbeiteten sich die Juden des Kontinents mühselig empor zu schöpferischer Arbeit in Handel und Industrie, in Bank- und Finanzwesen. Man braucht dabei nur an die Dynastie der Rothschilds zu denken, von denen es das 19. Jahrhundert hindurch hieß: es gibt nur eine Finanzmacht in Europa, und das ist das Haus Rothschild. &lt;Blockquote&gt;Anmerkung: Bei Karl Marx findet sich seiner Schrift „Zur Judenfrage“ (1843) das Zitat: &lt;b&gt;»Der Jude, der in Wien z.B. nur toleriert ist, bestimmt durch seine Geldmacht das Geschick des ganzen Reichs. Der Jude, der in dem kleinsten deutschen Staat rechtlos sein kann, entscheidet über das Schicksal Europas…..«&lt;/b&gt; &lt;/blockquote&gt;
Mit der Zeit wurden aus Händlern Industrielle und Fabrikanten, Unternehmer, Großkaufleute, Organisatoren des Imports und Exports. Ganze Industrien und Geschäftszweige, in denen heute Juden dominieren, haben ihr Entstehen der jüdischen Initiative zu verdanken. Aus der Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit sind die Juden nicht wegzudenken. Sie haben Zünftlertum und Kleinkrämergeist durch großkaufmännischen Unternehmungsgeist ersetzt und eine Modernisierung des Geschäftslebens herbeigeführt. Die Juden sollen die Banknote, den Wechsel, die Aktie als bewegliches Inhaberpapier, erdacht und die Effekten- wie die Getreidebörse begründet haben, an denen sie seit Anbeginn eine große Rolle spielen. Die von den Juden ersonnenen Handelsmethoden, Systeme und Gebräuche sind im Laufe der Jahrhunderte Gemeingut der Weltwirtschaft geworden. 

Heute wie in den alten Zeiten erfüllen die Juden wichtige Funktionen des Wirtschaftslebens, stehen ihnen wiederum die Aufgaben bevor, Brücken zu schlagen, Wege zu bahnen, um die unterbrochenen internationalen Beziehungen und Verbindungen wiederherzustellen. 

Sombart, der in seinem bedeutsamen, viel umstrittenen Buche über &lt;b&gt;die Juden und das Wirtschaftsleben&lt;/b&gt; auch die große Bedeutung der Juden für die Leipziger Messe hervorhebt, führt die Entstehung und Entwicklung der Wirtschaftszentren in alter und neuer Zeit auf die Wanderungen und Leistungen der Juden zurück. Nach ihm sind die Juden nicht nur geborene Unternehmer, Händler und Verhändler, gewiegte, findige, in allen Sätteln gerechte Geschäftsleute und Kalkulatoren, sondern damit zugleich Erfinder von neuen Formen der Produktion, des Transports und des Absatzes, Entdecker von neuen Absatzmöglichkeiten, Eroberer, die alle Hindernisse niederkämpfen, Organisatoren, die viele Menschen zu einem erfolgreichen Wirken zusammenfügen.

&lt;b&gt; „Wie die Sonne geht Israel über Europa, wo es hinkommt, sprießt neues Leben empor, und wo es fortzieht, da modert alles, was bisher geblüht hat.&quot; &lt;/b&gt;

In dem soeben (1925) in 15. Auflage erschienenen Buche: „Deutsche Wirtschaftsführer&quot; von Felix Pinner, das einen Einblick gibt in die Triebkräfte und Wege deutscher Wirtschaftsentwicklung, werden etwa 45 für das deutsche Wirtschaftsleben der letzten Jahrzehnte bedeutsame Persönlichkeiten charakterisiert. Nahezu ein Drittel von ihnen sind Juden, darunter Männer wie 
 -  Emil und Walther Rathenau (AEG, Bank Berliner Handelsgesellschaft,    Rothschildkonsortium),                                                   - Felix Deutsch (AEG),  
- Albert Ballin (Schiffahrt Hamburg-Amerika-Linie),
- die Inhaber der Bankhäuser M. M. Warburg, 
- Speyer-Ellisen,
-Mendelssohn, 
- Bleichröder,
- zahlreiche andere führende jüdische Bankiers und hervorragende Anwälte,
- Carl Fürstenberg (Berliner Handelsgesellschaft, Rothschildkonsortium),
- Paul Mankiewitz (Deutsche Bank), 
- Maximilian Kempner (Finanzjurist, Aktienwesen),
- Max Hachenburg (Jurist Handels- und Hypothekenrecht); 
- auch Oscar Wassermann (Deutsche Bank),
- Jacob Goldschmidt (Danat Bank = National Bank + BHI), 
- Eduard Arnhold (Kohlenmagnat, AEG, Dresdner Bank),
- Friedländer-Fuld (oberschlesischer Kohlenindustrieller)
- Caro (oberschlesische Eisenindustrie),
- Oscar Tietz (Warenhäuser Hertie , KaDeWe),
- Aron Hirsch (Kupfer- und Messingindustrieller),
- Rudolph Mosse (Zeitungskonzern),
- die Brüder Ullstein (Zeitungskonzern, heute Springer), 
und  manche andere jüdische Konstrukteure und Organisatoren des Geschäftslebens gehören hierher. Es ist von Bedeutung. daß gerade die Ausbreitung der Presse, der Publizistik überhaupt, die der Verbreitung wirtschaftlicher Erkenntnis dient, und die auch für die geschäftliche Propaganda die Möglichkeiten schafft, vielfach jüdischer Initiative zu danken ist.
[…]
Die sich vollziehende Umgruppierung der Wirtschaft macht das Unternehmertum immer mehr von der Konzernbildung abhängig. Die gigantischen, staatlichen Wirtschaftsbetriebe zeigen monopolistische, sozialisierende Tendenz. Damit treten auch die Handelsunternehmungen, in denen die Juden zu Hause sind, in den Hintergrund. Wenn auch ihre besondere Eignung für Vertriebs- und Absatz-Organisation unentbehrlich scheint, so drängt doch das Anwachsen des konzentrierten Kapitals das individuelle Einzelunternehmertum und den Zwischenhandel zurück. Der ganze Mittelstand, dem die Juden zumeist angehören, fühlt sich durch diese Entwicklung bedroht. Die Juden werden alle ihre Kräfte anzuspannen haben, um sich durch gesteigerte Leistung und durch rechtzeitige Einstellung auf die neuen Formen der Wirtschaft zu behaupten. 

Wenn der Einfluß der Juden im deutschen Wirtschaftsleben verhältnismäßig groß erscheint, obwohl die jüdische Bevölkerung in Deutschland nur ein Prozent ausmacht, so mag dies auch daran liegen, daß zwei Drittel aller Juden Deutschlands in Großstädten wohnen, in denen sich das kommerzielle Leben konzentriert. Nahezu ein Drittel aller deutschen Juden lebt in Berlin. Die Hälfte der Juden Deutschlands gehört dem Kaufmannsstande in seinen verschiedenen Verzweigungen an, vom bescheidenen Händler bis zum Großkaufmann, Industriellen und Bankier. 

Wo der Einfluß von Juden überwiegt, beruht er auf der überragenden individuellen Tüchtigkeit der jüdischen Begründer, Inhaber und Leiter, bei deren Ausscheiden häufig Nichtjuden an ihre Stelle treten. Durch die kapitalistische Entwicklung verlieren die Großunternehmungen mit der Zeit ihren persönlichen Charakter. Dazu kommt, daß, soweit bei den bekanntesten jüdischen Finanz- und Handelsfamilien nicht schon in der ersten Generation Übertritte erfolgten, vielfach die nachfolgenden Geschlechter infolge Taufen und Mischehen dem Judentum nicht mehr angehören. 
In seinem Werke über „Die Wiener Juden&quot; beleuchtet Sigmund Mayer auch die Entwicklung der jüdischen Gesellschaft im Verfolg der kaufmännischen Entwicklung. Er schildert die Zusammenhänge zwischen Erwerb und Gesellschaft, wie aus der Beweglichkeit, Weltgewandtheit, Mannigfaltigkeit und Vielseitigkeit der jüdischen Kaufleute eine eigene einflußreiche, vielverzweigte jüdische Gesellschaft entstand. Es ist für uns, die wir hier in der „Messeloge&quot; versammelt sind, von besonderem Reiz, zu hören, wie der Verfasser jenes Werkes zu nachfolgenden Schlußfolgerungen gelangt:
„Dieser Prozeß - des gesellschaftlichen Aufstieges - hat in einer sehr charakteristischen Vereinigung seinen Ausdruck gefunden: In der Vereinigung der Bne Briss, einer großen Vereinigung, die von Nordamerika ausgegangen ist und sich über alle europäischen Lande, in denen eine jüdische Bevölkerung lebt, verbreitet hat. Sie ist als eine jüdische Freimaurerloge gedacht, hat nur humanitäre Tendenz, stellt aber überall eine Gruppe der besseren jüdischen Kreise dar. Unwillkürlich muß eine solche Vereinigung von Einfluß und Bedeutung werden. Dies ist auch tatsächlich in Wien der Fall.&quot; 

Was dort von Wien gesagt wird, trifft in weit höherem Maße auf Deutschland zu. Es gibt wohl kaum irgendeine jüdische Institution von Bedeutung, bei der nicht Mitglieder unseres Ordens führend beteiligt sind. 
Die Zugehörigkeit zum Orden ist auch als eine Versicherung für moralische Zuverlässigkeit zu bewerten. In Amerika, wo amtliche Statistiken nach Konfessionen verboten sind, weil es dort gesetzlich unzulässig ist, den Bürger nach seiner Konfession zu fragen, kommt es vielfach vor, daß Kaufleute, Bankiers, Farmer, Unternehmer Leuten, die nicht an Gott glauben und keine Kirche besuchen, einfach den Kredit entziehen. Die Zugehörigkeit zu einer frommen Kirchengemeinde gilt, wie Max Weber in seiner Religionssoziologie hervorhebt, als Gewähr für finanzielle Bonität und Solidität. 
Demgegenüber sei daran erinnert, wie sehr die jüdische Religion bei der Regelung der Beziehungen von Mensch zu Mensch, bei den Normen für Handel und Verkehr, die unbedingte Rechtlichkeit fordert.
Du sollst Deinen Nächsten (Anmerkung: Nächster = ein Stammesbruder, ein „Kind Israels“) nicht übervorteilen, nicht verleumden, nicht benachteiligen, nicht durch Vorspiegelung falscher Tatsachen irreführen, nicht täuschen, nicht ausbeuten, nicht ausnutzen, nicht von der Notlage Deines Nächsten Vorteil ziehen, nicht unwahre Versprechungen machen; diese Mahnrufe kehren in der altjüdischen Gesetzgebung immer und immer wieder. Zweitausend Jahre, ehe die moderne Gesetzgebung den Begriff des unlauteren Wettbewerbes formulierte, hat der Talmud mannigfache Vorschriften dagegen erlassen, durch unlautere Mittel künstlich Käufer anzulocken, durch Schleuderpreise, durch unsolide Ausverkäufe den soliden Handel zu unterbinden. Zahlreiche strenge Vorschriften regulierten Handel und Geschäftsverkehr und forderten reelles Verhalten. Die talmudischen Schriften fassen alle Phasen ehrenrührigen, vertrauensunwürdigen Geschäftsgebarens in einen Komplex zusammen, in den Begriff von „Sünden um des Geldes wegen&quot;. Usw.

(Quelle: &lt;i&gt;Vorträge und Ansprachen von Maximilian Stein&lt;/i&gt;, mit einem Geleitwort von Dr. Leo Baeck, Oberrabiner, Herausgegeben von der Grossloge für Deutschland VIII. U.O.B.B.;  J. Kaufmann Verlag / Frankfurt am Main 1929)

Die jüdische Weltloge Bnai Brith:
http://de.wikipedia.org/wiki/B%E2%80%99nai_B%E2%80%99rith</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ TH und Ludolf</p>
<p><b>Jüdische Selbsteinschätzung.</b></p>
<p>Das sagt  ihre Elite selber:<br />
<b>DIE JUDEN IM HANDEL<br />
Vortrag anlässlich der jüdischen Messe-Loge des U.O.B.B. (Bnai Brith) in Leipzig 1925</b></p>
<p>Auszüge:<br />
Die &#8220;Messeloge&#8221;, in der ich heute zu sprechen die Ehre habe, ist umbrandet von einem gewaltigen wirtschaftlichem Leben. Dieser Umstand erfordert und rechtfertigt einige Betrachtungen über den Anteil der Juden am Welthandel seit den ältesten Zeiten und Hinweis, welch große Bedeutung diesem universellen Unternehmungs- und Handelsgeist der Juden für den Wiederaufbau unseres Vaterlandes, für die Wiederherstellung seiner Beziehungen zu anderen Ländern und Völkern zukommt. Neben ihrer religiösen, sozialen und ethischen Mission hatten die Juden seit jeher auch eine kommerzielle Mission zu erfüllen; sie war bahnbrechend für den Weltverkehr, für Handel und Industrie, für den Austausch nicht nur von Waren, sondern auch von Kulturen.<br />
Wir wissen, daß schon im Wirtschaftsleben des Altertums und Mittelalters die Juden als Kaufleute das bewegliche, anregende, völker- und länderverbindende Element bildeten. Auf allen großen Verkehrsstraßen der Welt waren sie zu Hause. Sie schufen die Verbindung zwischen Morgen- und Abendland. Schon König Salomo machte den Versuch, Handelsbeziehungen mit dem fernen Osten und Westen herzustellen.<br />
Während die Juden in ihrem Stammlande Palästina einen Agrarstaat bildeten und dort hauptsächlich Landwirtschaft betrieben &#8211; „sie liebten den Handel nicht&#8221;, berichtet der Historiker Josephus, &#8211; wurden die nach Babylonien, Syrien, Ägypten, Rom und dem übrigen Europa versprengten Juden großzügige, erfolgreich unternehmende Kaufleute. Von Afrika, Persien, Indien, China holten sie Spezereien, Baumwolle, Seidenstoffe, tauschten Pelzwerk gegen Gewürze, gesalzene Fische und Felle gegen Edelsteine und Metalle. Als man sie später immer mehr zum Geldhandel drängte, wurden sie die Bankiers Europas.</p>
<p><b>Die Juden waren die Erben des phönizischen Welthandels.</b> </p>
<p>Im Altertum waren die jüdischen Kaufleute zugleich Verkünder der jüdischen Gotteslehre. Ein römischer Schriftsteller sagte von ihnen: „Mit ihren Waren verbreiten die jüdischen Kaufleute zugleich die jüdische Religion.&#8221; Überall, wo die jüdischen Kaufleute erschienen, wirkten sie gewissermaßen als jüdische Missionare. Das Judentum selbst wollte im Grunde keine Proselyten machen. Von Palästina aus wurde wenig oder keine Bekehrung getrieben. Erst die unter der heidnischen Bevölkerung im Auslande lebenden zahlreichen Juden, allen voran die umherreisenden Kaufleute, propagierten die Lehren des Judentums und gewannen ganze Gemeinden von Proselyten. Ihre Zahl soll sich auf Millionen belaufen haben (Anmerkung: die turk-tatarischen Chasaren, Hunnen, Awaren). Geschichtsforscher bestätigen, daß dank dieser Missionspropaganda das Judentum alle Aussicht hatte, Weltreligion zu werden, wenn nicht die römischen Kaiser die Ausbreitung des Judentums gewaltsam unterbunden hätten. <b>In Ländern, die nicht unter der Herrschaft Roms standen, wie in Babylonien, in Indien, ganz besonders aber in Arabien, waren die jüdischen kaufmännischen Niederlassungen mittelbar Propagandastätten der jüdischen Religion. Ganze Stämme gingen zum Judentum über. &#8211; Der Mohammedanismus gab sich ursprünglich für ein den arabischen Sitten angepaßtes Judentum aus. Von Arabien haben jüdische Kaufleute das Judentum nach Abessinien verpflanzt, wo heute noch die Falaschas als ein jüdischer Stamm existieren.</b> </p>
<p>Während des Zusammenbruchs der römischen Herrschaft ward es die Aufgabe der heimatlosen, in der ganzen Welt zerstreuten, handeltreibenden Juden, die Verbindung zwischen Asien und Europa herzustellen. Zahlreiche, auf aufgefundenen Tontafeln verzeichnete Geschäftsurkunden, Kauf- und Handelsverträge, Bankanweisungen geben Zeugnis davon, welch einflußreichen und weitverzweigten Handelsstand die Juden bildeten. So enthält das 1898 erschienene Werk des amerikanischen Assyriologen Hilprecht, über die von der Universität Pennsylvania veranlaßte Forschungsexpedition nach Babylonien, wertvolle Darstellungen und Abbildungen kaufmännischer Dokumente aus Babylonien um die Zeit Esras und Nehemias. Die entzifferten Inschriften zahlreicher ausgegrabener Tafeln gewähren einen Einblick in den buntbewegten Geschäftsverkehr der Juden Babyloniens, insbesondere in den eines einflußreichen Handelshauses Murashu Söhne, das, nach unseren Begriffen, als Großunternehmerin und als Treuhänderin für umfangreiche Geschäfte aller Art eine vielseitige Tätigkeit entfaltete. Angeregt durch Babylonien hatten sich auch die Juden in Palästina immer mehr und mehr dem Handel zugewandt. Aufgefundene Schriften und Inschriften geben ein überraschendes Bild vom Wirtschaftsverkehr in dem eng umgrenzten Palästina. </p>
<p>Die Entstehung des jüdischen Handels in Europa wird auf den ständigen Zustrom jüdischer Einwanderer in alle europäische Länder zurückgeführt. Wir finden sie im Laufe der Zeit in allen größeren und lebhafteren Handelszentren, an deren Weltverkehr die Juden den lebhaftesten Anteil nehmen. In der Schiffahrt und als Reeder beherrschten sie zum Teil die Wasserstraßen. Wie behauptet wird, soll sogar Columbus ein Jude gewesen sein. Die in aller Welt zerstreuten und verbreiteten Juden sind überall Pioniere des Handels. Ein Historiker und Geograph des Altertums sagt von den Juden, es sei nicht leicht, einen Ort der bewohnten Erde zu finden, an dem die Juden sich nicht als Kaufleute ansässig gemacht hätten. </p>
<blockquote><p>Anmerkung: Der arabische Postmeister Ibn Khordadhbeh (Mitte neuntes Jahrhundert) erwähnt in seinem &#8220;Buch der Postrouten&#8221; die Wege der radamitischen Juden, die &#8220;persisch, römisch, arabisch, die fränkischen Sprachen, spanisch und slawisch sprechen. Sie pendeln zwischen Orient und Occident, zu Land und zur See. Sie bringen aus dem Westen Eunuchen, Sklavinnen, Knaben, Seide, Pelzwaren und Degen mit. Sie beladen ihre Schiffe in den Frankenländern und nehmen Kurs über das westliche Meer (Mittelmeer) nach Farma (Pelusion in Ägypten). (&#8230;) Sie begeben sich nach Sind (Westpakistan), nach Indien und China. Auf dem Rückweg beladen sie ihre Schiffe mit Moschus, Muskat, Aloe, Kampfer, Zimt und anderen Produkten aus morgenländischen Gefilden. Einige segeln nach Konstantinopel, andere fahren ins Land der Franken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Im Anfang des Mittelalters hielten die ständig umherreisenden Juden die Verbindung mit der Außenwelt für den binneneuropäischen Völkerhaushalt aufrecht. Der Kirchenvater Augustin erzählt von den Juden der damaligen Zeit, daß sie als Kaufleute und Seefahrer die Welt durchquerten, und daß sie oft als junge Männer ihre jungen Frauen verließen, um als Greise zu Greisinnen heimzukehren. </p>
<p>Im Laufe der Zeiten wurden die Juden seßhaft. Sie wurden heimisch und bildeten feste Gemeinden. Beim Entstehen der Städte in Deutschland spielten die Juden, indem sie Handel und Verkehr schufen, eine wichtige Rolle. Die Schöpfung des ganzen europäischen Handels war zum guten Teil ein Werk der Juden; sie genossen Ansehen, Freiheit und Gleichberechtigung, bis im Laufe des Mittelalters der ungeheure Absturz während zweier Jahrhunderte kam. Sowohl der internationale als auch der inländische Handel wurden gewaltsam unterbunden. Auch der Besuch der Messen wurde ihnen aufs äußerste erschwert. Es kam die Zeit der Bedrückungen und Verfolgungen. Skrupelloser Konkurrenzneid, politischer Haß, religiöser Fanatismus, Unduldsamkeit und Verfolgungswahn befehdeten die Juden.<br />
[...]</p>
<p>Nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges, der allen Wohlstand in Deutschland vernichtete, waren es wiederum die Juden, die in erster Linie dazu beitrugen, Wirtschaft, Kultur und Handel aufzubauen. Der Handelsgeist der Juden schuf neue internationale Verbindungen.<br />
Gustav Freytag gibt ein treffendes Bild der Handelslage der Juden in Deutschland nach dem Dreißigjährigen Kriege: „In unermüdlicher Tätigkeit gruben die Juden wie Ameisen überall ihre Wege. Lange bevor die Briefpost und die Warenspedition ein großes Netz über die Landkreise gezogen hatten, bestanden ihre stillen Verbindungen für Briefe und Warentransporte. Arme Schacherer und fahrende Bettler liefen als treue Agenten zwischen Prag, Frankfurt und Amsterdam hin und her, Wechsel und Juwelen unter ihren Kleidern. In gefährlichster Zeit durch Heere und Feldlager schlich der wehrlose Jude geschäftig von einem deutschen Gebiet in das andere. Dort trug er Dukaten nach Frankfurt, hier verkaufte er Spitzen und neue Kirchengewänder für die geistlichen Herren, dort brachte er einem Landesherrn Waffen und Kriegsgerät durch ein feindliches Territorium; hier geleitete er einen großen Transport feiner Leder aus dem inneren Rußlands bis auf die Messe von Leipzig.&#8221; </p>
<p>Nach dem Niederreißen der Ghettomauern arbeiteten sich die Juden des Kontinents mühselig empor zu schöpferischer Arbeit in Handel und Industrie, in Bank- und Finanzwesen. Man braucht dabei nur an die Dynastie der Rothschilds zu denken, von denen es das 19. Jahrhundert hindurch hieß: es gibt nur eine Finanzmacht in Europa, und das ist das Haus Rothschild.<br />
<blockquote>Anmerkung: Bei Karl Marx findet sich seiner Schrift „Zur Judenfrage“ (1843) das Zitat: <b>»Der Jude, der in Wien z.B. nur toleriert ist, bestimmt durch seine Geldmacht das Geschick des ganzen Reichs. Der Jude, der in dem kleinsten deutschen Staat rechtlos sein kann, entscheidet über das Schicksal Europas…..«</b> </p></blockquote>
<p>Mit der Zeit wurden aus Händlern Industrielle und Fabrikanten, Unternehmer, Großkaufleute, Organisatoren des Imports und Exports. Ganze Industrien und Geschäftszweige, in denen heute Juden dominieren, haben ihr Entstehen der jüdischen Initiative zu verdanken. Aus der Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit sind die Juden nicht wegzudenken. Sie haben Zünftlertum und Kleinkrämergeist durch großkaufmännischen Unternehmungsgeist ersetzt und eine Modernisierung des Geschäftslebens herbeigeführt. Die Juden sollen die Banknote, den Wechsel, die Aktie als bewegliches Inhaberpapier, erdacht und die Effekten- wie die Getreidebörse begründet haben, an denen sie seit Anbeginn eine große Rolle spielen. Die von den Juden ersonnenen Handelsmethoden, Systeme und Gebräuche sind im Laufe der Jahrhunderte Gemeingut der Weltwirtschaft geworden. </p>
<p>Heute wie in den alten Zeiten erfüllen die Juden wichtige Funktionen des Wirtschaftslebens, stehen ihnen wiederum die Aufgaben bevor, Brücken zu schlagen, Wege zu bahnen, um die unterbrochenen internationalen Beziehungen und Verbindungen wiederherzustellen. </p>
<p>Sombart, der in seinem bedeutsamen, viel umstrittenen Buche über <b>die Juden und das Wirtschaftsleben</b> auch die große Bedeutung der Juden für die Leipziger Messe hervorhebt, führt die Entstehung und Entwicklung der Wirtschaftszentren in alter und neuer Zeit auf die Wanderungen und Leistungen der Juden zurück. Nach ihm sind die Juden nicht nur geborene Unternehmer, Händler und Verhändler, gewiegte, findige, in allen Sätteln gerechte Geschäftsleute und Kalkulatoren, sondern damit zugleich Erfinder von neuen Formen der Produktion, des Transports und des Absatzes, Entdecker von neuen Absatzmöglichkeiten, Eroberer, die alle Hindernisse niederkämpfen, Organisatoren, die viele Menschen zu einem erfolgreichen Wirken zusammenfügen.</p>
<p><b> „Wie die Sonne geht Israel über Europa, wo es hinkommt, sprießt neues Leben empor, und wo es fortzieht, da modert alles, was bisher geblüht hat.&#8221; </b></p>
<p>In dem soeben (1925) in 15. Auflage erschienenen Buche: „Deutsche Wirtschaftsführer&#8221; von Felix Pinner, das einen Einblick gibt in die Triebkräfte und Wege deutscher Wirtschaftsentwicklung, werden etwa 45 für das deutsche Wirtschaftsleben der letzten Jahrzehnte bedeutsame Persönlichkeiten charakterisiert. Nahezu ein Drittel von ihnen sind Juden, darunter Männer wie<br />
 &#8211;  Emil und Walther Rathenau (AEG, Bank Berliner Handelsgesellschaft,    Rothschildkonsortium),                                                   &#8211; Felix Deutsch (AEG),<br />
- Albert Ballin (Schiffahrt Hamburg-Amerika-Linie),<br />
- die Inhaber der Bankhäuser M. M. Warburg,<br />
- Speyer-Ellisen,<br />
-Mendelssohn,<br />
- Bleichröder,<br />
- zahlreiche andere führende jüdische Bankiers und hervorragende Anwälte,<br />
- Carl Fürstenberg (Berliner Handelsgesellschaft, Rothschildkonsortium),<br />
- Paul Mankiewitz (Deutsche Bank),<br />
- Maximilian Kempner (Finanzjurist, Aktienwesen),<br />
- Max Hachenburg (Jurist Handels- und Hypothekenrecht);<br />
- auch Oscar Wassermann (Deutsche Bank),<br />
- Jacob Goldschmidt (Danat Bank = National Bank + BHI),<br />
- Eduard Arnhold (Kohlenmagnat, AEG, Dresdner Bank),<br />
- Friedländer-Fuld (oberschlesischer Kohlenindustrieller)<br />
- Caro (oberschlesische Eisenindustrie),<br />
- Oscar Tietz (Warenhäuser Hertie , KaDeWe),<br />
- Aron Hirsch (Kupfer- und Messingindustrieller),<br />
- Rudolph Mosse (Zeitungskonzern),<br />
- die Brüder Ullstein (Zeitungskonzern, heute Springer),<br />
und  manche andere jüdische Konstrukteure und Organisatoren des Geschäftslebens gehören hierher. Es ist von Bedeutung. daß gerade die Ausbreitung der Presse, der Publizistik überhaupt, die der Verbreitung wirtschaftlicher Erkenntnis dient, und die auch für die geschäftliche Propaganda die Möglichkeiten schafft, vielfach jüdischer Initiative zu danken ist.<br />
[…]<br />
Die sich vollziehende Umgruppierung der Wirtschaft macht das Unternehmertum immer mehr von der Konzernbildung abhängig. Die gigantischen, staatlichen Wirtschaftsbetriebe zeigen monopolistische, sozialisierende Tendenz. Damit treten auch die Handelsunternehmungen, in denen die Juden zu Hause sind, in den Hintergrund. Wenn auch ihre besondere Eignung für Vertriebs- und Absatz-Organisation unentbehrlich scheint, so drängt doch das Anwachsen des konzentrierten Kapitals das individuelle Einzelunternehmertum und den Zwischenhandel zurück. Der ganze Mittelstand, dem die Juden zumeist angehören, fühlt sich durch diese Entwicklung bedroht. Die Juden werden alle ihre Kräfte anzuspannen haben, um sich durch gesteigerte Leistung und durch rechtzeitige Einstellung auf die neuen Formen der Wirtschaft zu behaupten. </p>
<p>Wenn der Einfluß der Juden im deutschen Wirtschaftsleben verhältnismäßig groß erscheint, obwohl die jüdische Bevölkerung in Deutschland nur ein Prozent ausmacht, so mag dies auch daran liegen, daß zwei Drittel aller Juden Deutschlands in Großstädten wohnen, in denen sich das kommerzielle Leben konzentriert. Nahezu ein Drittel aller deutschen Juden lebt in Berlin. Die Hälfte der Juden Deutschlands gehört dem Kaufmannsstande in seinen verschiedenen Verzweigungen an, vom bescheidenen Händler bis zum Großkaufmann, Industriellen und Bankier. </p>
<p>Wo der Einfluß von Juden überwiegt, beruht er auf der überragenden individuellen Tüchtigkeit der jüdischen Begründer, Inhaber und Leiter, bei deren Ausscheiden häufig Nichtjuden an ihre Stelle treten. Durch die kapitalistische Entwicklung verlieren die Großunternehmungen mit der Zeit ihren persönlichen Charakter. Dazu kommt, daß, soweit bei den bekanntesten jüdischen Finanz- und Handelsfamilien nicht schon in der ersten Generation Übertritte erfolgten, vielfach die nachfolgenden Geschlechter infolge Taufen und Mischehen dem Judentum nicht mehr angehören.<br />
In seinem Werke über „Die Wiener Juden&#8221; beleuchtet Sigmund Mayer auch die Entwicklung der jüdischen Gesellschaft im Verfolg der kaufmännischen Entwicklung. Er schildert die Zusammenhänge zwischen Erwerb und Gesellschaft, wie aus der Beweglichkeit, Weltgewandtheit, Mannigfaltigkeit und Vielseitigkeit der jüdischen Kaufleute eine eigene einflußreiche, vielverzweigte jüdische Gesellschaft entstand. Es ist für uns, die wir hier in der „Messeloge&#8221; versammelt sind, von besonderem Reiz, zu hören, wie der Verfasser jenes Werkes zu nachfolgenden Schlußfolgerungen gelangt:<br />
„Dieser Prozeß &#8211; des gesellschaftlichen Aufstieges &#8211; hat in einer sehr charakteristischen Vereinigung seinen Ausdruck gefunden: In der Vereinigung der Bne Briss, einer großen Vereinigung, die von Nordamerika ausgegangen ist und sich über alle europäischen Lande, in denen eine jüdische Bevölkerung lebt, verbreitet hat. Sie ist als eine jüdische Freimaurerloge gedacht, hat nur humanitäre Tendenz, stellt aber überall eine Gruppe der besseren jüdischen Kreise dar. Unwillkürlich muß eine solche Vereinigung von Einfluß und Bedeutung werden. Dies ist auch tatsächlich in Wien der Fall.&#8221; </p>
<p>Was dort von Wien gesagt wird, trifft in weit höherem Maße auf Deutschland zu. Es gibt wohl kaum irgendeine jüdische Institution von Bedeutung, bei der nicht Mitglieder unseres Ordens führend beteiligt sind.<br />
Die Zugehörigkeit zum Orden ist auch als eine Versicherung für moralische Zuverlässigkeit zu bewerten. In Amerika, wo amtliche Statistiken nach Konfessionen verboten sind, weil es dort gesetzlich unzulässig ist, den Bürger nach seiner Konfession zu fragen, kommt es vielfach vor, daß Kaufleute, Bankiers, Farmer, Unternehmer Leuten, die nicht an Gott glauben und keine Kirche besuchen, einfach den Kredit entziehen. Die Zugehörigkeit zu einer frommen Kirchengemeinde gilt, wie Max Weber in seiner Religionssoziologie hervorhebt, als Gewähr für finanzielle Bonität und Solidität.<br />
Demgegenüber sei daran erinnert, wie sehr die jüdische Religion bei der Regelung der Beziehungen von Mensch zu Mensch, bei den Normen für Handel und Verkehr, die unbedingte Rechtlichkeit fordert.<br />
Du sollst Deinen Nächsten (Anmerkung: Nächster = ein Stammesbruder, ein „Kind Israels“) nicht übervorteilen, nicht verleumden, nicht benachteiligen, nicht durch Vorspiegelung falscher Tatsachen irreführen, nicht täuschen, nicht ausbeuten, nicht ausnutzen, nicht von der Notlage Deines Nächsten Vorteil ziehen, nicht unwahre Versprechungen machen; diese Mahnrufe kehren in der altjüdischen Gesetzgebung immer und immer wieder. Zweitausend Jahre, ehe die moderne Gesetzgebung den Begriff des unlauteren Wettbewerbes formulierte, hat der Talmud mannigfache Vorschriften dagegen erlassen, durch unlautere Mittel künstlich Käufer anzulocken, durch Schleuderpreise, durch unsolide Ausverkäufe den soliden Handel zu unterbinden. Zahlreiche strenge Vorschriften regulierten Handel und Geschäftsverkehr und forderten reelles Verhalten. Die talmudischen Schriften fassen alle Phasen ehrenrührigen, vertrauensunwürdigen Geschäftsgebarens in einen Komplex zusammen, in den Begriff von „Sünden um des Geldes wegen&#8221;. Usw.</p>
<p>(Quelle: <i>Vorträge und Ansprachen von Maximilian Stein</i>, mit einem Geleitwort von Dr. Leo Baeck, Oberrabiner, Herausgegeben von der Grossloge für Deutschland VIII. U.O.B.B.;  J. Kaufmann Verlag / Frankfurt am Main 1929)</p>
<p>Die jüdische Weltloge Bnai Brith:<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%E2%80%99nai_B%E2%80%99rith" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/B%E2%80%99nai_B%E2%80%99rith</a></p>
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