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Christian Worch: Volksfront bröckelt (31.08.06)

August 31st, 2006 · Post your comment (16 Comments)

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So richtig voran geht es mit der vor fast genau zwei Jahren vollmundig verkündeten Volksfront nun wirklich nicht. Man könnte eher sagen, daß es um sie ganz schön ruhig geworden ist. Vielleicht auch, weil trotz verschiedener öffentliche Nachfragen niemand so ganz genau erklären konnte, worin außer schönen Worten denn nun ihr Konzept besteht….

Immerhin, auch ohne daß man es Volksfront nennt, kann man ja punktuell zusammenarbeiten, unabhängig von der Frage, ob man ein Parteibuch in der Tasche hat oder nicht.

So gab es beispielsweise am 29. Oktober 2005 in Göttingen eine von der NPD angemeldete Demonstration, die auch stark von parteifreien Kräften besucht und unterstützt wurde. Die Zusammenarbeit paßte wohl insbesondere linksextremen Kreisen so wenig, daß sie in Göttingen 29 oder 30 Barrikaden anzündeten, ein paar hundert harte oder weiche Wurfgeschosse in die Gegend schleuderten und damit bewirkten, daß die Polizei Panik bekam und die Demonstration vorzeitig beendete.

Die konservative Mehrheit des Landesvorstandes Niedersachsen hatte daher vor weiteren Demonstrationen in Göttingen einfach Angst. Sie fürchtete um das Ansehen der Partei, obwohl nicht nur mir völlig unverständlich ist, warum es der NPD schaden soll, wenn ihre bzw. unsere Gegner Barrikaden bauen. Schaden würde uns nur, wenn WIR Barrikaden bauen würden!

Das sah auch der stellvertretende Landesvorsitzende Adolf Dammann so. Und weil sein Verband auf eine neue Göttingen-Demo keine Lust hatte, meldete er mit mir zusammen für den 13. Mai 2006 die nächste an; nicht namens der NPD, sondern als Privatmann.

Diesmal blieb es geradezu grabesstill in Göttingen, wofür einer Meinung nach das größere und auch besser vorbereitete Polizeiaufgebot sorgte, einer anderen Meinung nach (der der Stadt….) der Umstand, daß ein Marsch gerichtlich nicht durchgesetzt werden konnte und es auf eine stationäre Kundgebung vor dem hermetisch abgeriegelten Bahnhof hinauslief.

Das war natürlich ein unbefriedigendes Ergebnis, und also meldete Adolf Dammann neuerlich eine Demonstration in Göttingen an, für den 28. Oktober 2006. Auch diesmal wieder in seiner Eigenschaft als Privatperson. Und weil man so was nach dem Motto „größer, schöner, neuer“ macht, gingen wir natürlich auch wieder in die Werbung. Während im Vorfeld des 13. Mai 6.000 Flugblätter im Format A 4 und Vollfarbdruck hergestellt worden waren, leisteten wir uns diesmal gleich 10.000 Stück. Aus eigener Tasche, versteht sich; außer Adolf und mir beteiligten sich noch drei andere Kameraden an der Finanzierung, teilweise Parteimitlieder, teilweise parteifreie Aktivisten.

Da aber nun mal Parteimitglieder an der Finanzierung der Flugblätter beteiligt waren, gab es von dieser Seite den Wunsch, auch das NPD-Logo mit drauf zu nehmen; und ganz im Sinne der Volksfront hatten wir parteifreien Mitzahler keine Einwände dagegen. Lustig wurde es nur, als ein Parteimitglied den Wunsch hatte, daß auf das Bild auf dem Flugblatt auch die schwarz-rot-goldene Fahne mit rauf sollte. Dagegen hatten einige parteifreie Kameraden Einwände, weil die BRD sich bei uns vielleicht nicht ganz der gleichen Beilebtheit erfreut wie bei Parteiangehörigen. Aber es wurde kameradschaftlich ein Kompromiß gefunden – wir kopierten eine Niedersachsen-Fahne hinein. Die hat eineseits die Bundesfarben, ist andererseits aber eine Länderfahne und einigen von uns daher einfach sympathischer. Man kann durchaus kameradschaftlich auf einen gemeinsamen Nenner kommen, auch wenn man nicht die gleichen Ansichten hat….

Nicht auf einen Nenner kommen konnte aber die konservative Mehrheit des Landesvorstandes. Sie schrieb Adolf Dammann einen Brief, den ich nachstehend in Abschrift wiedergebe:

(Zitat Beginn)
“Kamerad Adolf,
die Flugblätter zur Demonstration am 28. Oktober 2006 in Göttingen suggerieren durch die mißbräuchliche Verwendung eines NPD-Logos, die Aufführung eines NPD-Verbandes als Kontaktadresse und insbesondere durch die Nennung Deine Funktion als stellvertretender Landesvorsitzender den falschen Eindruck einer offziellen Einladung der NPD. Der Landesvorstand fordert Dich auf, dieses Flugblatt unverzüglich zurückzuziehen. Wir fordern Dich auf, dem Landesvorstand bis zum 31. August 2006 schriftlich zu erklären, zukünftig keine Kundgebungen/Demonstrationen ohne Zustimmung des Landesvorstandes anzumelden und zu veranstalten. Sollte die Erklärung bis zum 31. 08.2006 nicht vorliegen, fordern wir Dich auf, als stellvertretender Landesvorsitzender zurückzutreten. Weitere disziplinarische Maßnahmen bleiben vorbehalten. Mit kameradschaftlichen Grüßen NPD-Landesverband Niedersachsen
(Unterschrift)> Malte Holzer
Landesgeschäftsführer
PS: Vorstehendes Anschreiben wurde auf der Landesvorstandssitzung am 20.08.06 so beschlossen. ”
(Zitat Ende)

Als ich eine Kopie davon bekam, war ich erst einmal empört. Weil ich empört war, reagierte ich nicht am gleichen Tag, sondern erst am nächsten – militärisches Protokoll. Wer sich beschweren will, muß eine Nacht darüber schlafen und dann noch mal sein Gewissen prüfen, ob er sich wirklich beschweren will. Ich wollte auch am nächsten Morgen! Also schrieb ich zunächst einmal dem Malte Holzer. Ich ließ ihn wissen, daß das Flugblatt zufälligerweise ZWEI Herausgeber hat und daß ich der zweite bin. Und daß ich den Teufel tun würde, die Verbreitung einzustellen; wenn er bzw. sein Landesverband das wolle, dann müsse er schon eine gerichtliche Verfügung gegen mich erwirken; und einer Auseinandersetzung vor der Pressekammer des Landgerichts Hamburg würde ich mit Gelassenheit entgegensehen. – Danach schrieb ich an Udo Voigt und Thorsten Heise. Zur Erinnerung: Der eine ist der Parteivorsitzend der NPD, der andere ist Mitglied des Parteivorstandes der NPD und im Parteivorstand für die Koordination oder Zusammenarbeit zwischen Partei und parteifreien Kräften zuständig. Ich bat beide um Stellungnahme, wobei ich mir erlaubte, eine Frist von einer Woche zu notieren. Normalerweise bin ich nicht so unhöflich, eine so kurze Frist zu notieren. Aber angesichts des Umstandes, daß ich den Landesverband Niedersachsen in aller Form herausgefordert hatte, gegen mich eine Zivilklage vor dem Landgericht Hamburg zu erheben, erschien mir die kurze Frist durchaus angemessen.

Eine Reaktion gab es Anfang der Woche von Thorsten Heise; er rief mich an. Zusamemnfassend möchte ich seinen Anruf als „Good-will-Anruf“ charakterisieren. Einerseits warb er ein wenig um Verständnis für die Partei, weil Parteiverbände nicht ohne vorherige Mitteilung an die Parteizentrale Demonstrationen anmelden dürften, damit man sich da nicht gegenseitig in die Quere komme. (Wobei er allerdings übersehen hat, daß Adolf Dammann die Demonstration in seiner Eigenschaft als Privatmann angemeldet hat.) Auf der anderen Seite sah er natürlich die Notwendigkeit, dem linken Terror in Göttingen politisch entgegenzutreten, und zwar auch und gerade öffentlich entgegenzutreten. Eine formale Stellungnahme des Parteivorstandes gab er natürlich nicht ab. Das wäre auch schlecht möglich gewesen, weil der Vorstand ja nun nicht jede Woche zusammenkommt….

Wer zwischenzeitlich zusammengekommen ist – am Dienstag, dem 29. August, soweit ich weiß -, war das Parteipräsidium, der kleinere Teil des Vorstandes, in dem mehr maßgebliche Entscheidungen getroffen werden als im Vorstand selber. Angeblich war das Thema auch auf der Tagesordnung des Präsidiums. Irgendeine Erklärung des Präsidiums gegenüber Adolf Dammann oder auch mir gegenüber ist indes nicht erfolgt. Und da die Ein-Wochen-Frist abgelaufen ist, sehe ich mich daher berechtigt, die Sache in die Öffentlichkeit zu bringen.

Der Vorgang zeigt drei Dinge, die für die NPD geradezu typisch sind.

Erstens, in den meisten Verbänden gibt es eine konservative Mehrheit sowohl unter den Mitgliedern als auch in den Vorständen. Denn die Vorstände werden auf Parteitagen gewählt, zu denen nur Delegierte stimmberechtigt zugelassen sind. Diese aber gehören mehrheitlich der passiven Mehrheit an und weniger den aktiven Kreisen der Partei.

Zweitens, die Bundesführung der Partei versucht sich aus solchen Dingen rauszuhalten; egal, ob der Vorsitzende in eigener Person oder das Präsidium oder der Vorstand. Man möchte es sich mit niemandem verderben, man möchte wie der reine Geist über den Wassern schweben. (DER Geist aber, den ich hier in Anspielung auf die Bibel meine, konnte Hebräisch. Ob das die Bundesführung der Partei auch kann?! Zweifelhaft!)

Und drittens: Ulrich Eigenfeld, der Prototyp des Parteibürokraten, der Prototyp des Multifunktionärs, ist der übliche Klotz am Bein. Proletarischer ausgedrückt könnte man ihn auch einen Schmerz im Arsch nennen.

Auf diese Weise kann die vielgerühmte Volksfront natürlich nicht funktionieren.

Sie wird offenbar von einigen Leuten in der NPD bewußt und absichtlich hintertrieben.

Wir werden uns nun künftig – auch ohne ein bisher wirklich nachvollziehbares Konzept der Volksfront – folgende Fragen stellen müssen: Ist die Volksfront gescheitert, weil jeder kleine Landesfürst der NPD ihr auf diese Weise in die Hacken treten kann, indem er gegen einen Mann vorgeht, er sich im Laufe seiner rund vierzigjährigen Parteimitgliedschaft als beständiger fleißiger Arbeiter wohl mehr Verdienste erworben hat als ein Ulrich Eigenfeld? – Oder ist es an der Zeit, daß die NPD sich der Eigenfelds entledigt, wenn sie wirklich eine Volksfront will?!

Diese Frage kann letztlich nur die NPD beantworten. Aber sie soll gewiß sein, daß diese Dinge außerhalb der Partei aufmerksam beobachtet werden. Und gegebenenfalls auch darauf reagiert wird. Und daß wir es uns im Gegensatz zu Parteiangehörigen nicht nehmen lassen werden, das auch öffentlich zu diskutieren, wenn eine interne Klärung offenbar nicht befriedigend möglich ist.

Es ist die NPD, die die Volksfront viel mehr braucht als wir. Nicht umgekehrt!

Hamburg, den 31. August 2006

Christian Worch

Quelle: Störtebeker-Netz 31.08.06



Tags: Allgemeines

16 responses so far ↓

  • 1 Ad Absurdum // Sep 2, 2006 at 12:37

    Ich weiss garnicht warum der Landesverband Niedersachsen der NPD bei diesem Fall nun Pipi in die Augen kriegt. Sie haben es nichtmal geschafft zur Kommunalwahl in jedem Landkreis einen Kandidaten aufzustellen (Hier in meinem Wahlkreis gab es zwei die sich aufstellen lassen wollten, nur kam irgendwie nie auch nur eine Rückantwort der glorreichen Partei). Aber wenn da nun ein Flugblatt auftaucht, indem die NPD als Unterstützer zusehen ist, wird der Grossalarm ausgerufen. Und das soll nun einer verstehen…..

    Ich glaube die Volksfront ist nicht nur am bröckeln, sie wird von der NPD selber zugrunde gerichtet. Entwederhaben wir eine Volksfront oder eben nur einen Begriff Volksfront. Ich glaube mittlerweile eher an das zweitere…

  • 2 Wetekamp // Sep 2, 2006 at 17:46

    Wieviele “Beweise” braucht man noch, daß die NPD allenfalls eine Systemlingansammlung mit Parteistatus ist?

    NPD als “Alternative” zu verkaufen gehört in ein Witzblatt.

    Erstaunlich zu welchem “Weibergezänk” diese “Partei” doch fähig ist.

  • 3 Schwert // Sep 2, 2006 at 18:38

    Wertekamp schreibt: “NPD als “Alternative” zu verkaufen gehört in ein Witzblatt.”

    Was scheinbar viele eigenartiger Weise nicht begreifen: Die NPD ist kein Kameradschaftsbund. Sie soll auch keine “Alternative” für sowieso schon überzeugte Nationalisten sein, sondern eher eine Alternative bzw eine Wahlmöglichkeit für den Durchschnittsbürger (Nationalisten sollen die NPD natürlich auch wählen).

    Die NPD hat ihre Fehler und ihr fehlerhaftes Personal (Christian Worch macht diesbezüglich ja auch gute Auklärungsarbeit), aber solange es dieses parlamentarische System gibt, muß auch eine national ausgerichtete parlamentarische Partei hinein, um Wählerstimmen zu gewinnen und auf diesem Weg zum Umschwung beizutragen.

  • 4 Besonders Interessierter // Sep 2, 2006 at 21:35

    @Schwert
    “…aber solange es dieses parlamentarische System gibt, muß auch eine national ausgerichtete parlamentarische Partei hinein, um Wählerstimmen zu gewinnen und auf diesem Weg zum Umschwung beizutragen…”

    Klingt ja alles ganz toll. Umschwung. Revolution. Rettung von Deutschland. Aber mal ganz ehrlich. Sehen Marx, Apfel und Voigt wie die geborenen Rebellen aus? Wie Männer die einen Umschwung herbeiführen könnten, wo sie doch nicht mal im kleinen Rahmen die Probleme innerhalb der Partei zu lösen im Stande wären?

    Bräuchten wir für solche Argumentation nicht wenigstens einen “deutschen Fidel Castro”?

    Ich frage mich eigentlich immer, wie lange die Parteiführung noch in der Lage sein wird, Kameraden mit ihren Durchhalteparolen bei Laune zu halten. Diese zum Nulltarif für sich im Wahlkampf arbeiten zu lassen. Klar ist ja für die gerechte Sache. Wäre ein Argument. Würden die Parteiobersten nicht in der Zwischenzeit mit ihren teuren Luxuskarossen durch die Gegend kutschieren um bereits jetzt den “Superbonzen” raushängen zu lassen.

    Kann ich als Nationalist, Idealist oder Patriot mit meinem Gewissen vereinbaren, dass ich solchen Leuten meine Stimme gebe. Nur deshalb, weil sie vorgeben sie würden es doch nur für Deutschland tun?

    Eine Frage hätte ich noch. Vom sogenannten Umschwung (nationalen Umschwung) wird seit Jahren und Jahrzehnten gesprochen. Das kuriose dabei ist lediglich, dass derselbe bis heute nicht eingetreten ist. Noch kurioser ist, dass dieser Umschwung genaugenommen nie eine mögliche Datierung bekommen hat.

    Machen wir uns doch nichts vor. Man will ja eine Partei unterstützen. Aber es gibt nur subjektive kaum objektive Gründe, warum nun ausgerechnet die NPD das absolute Nonplusultra sein sollte.

  • 5 NPD Kreisverband UNNA/HAMM // Sep 2, 2006 at 23:20

    Worch hat die Verdienste von A. Dammann erwähnt, dem stimmen wir ausdrücklich zu.
    Allerdings muss ein Parteivorstand immer wieder einen Spagat zwischen verschiedenen Strömungen auch in einer kleinen Partei wie der NPD machen, die unsere freien Kameraden nicht immer verstehen können.
    Mit Recht wie wir meinen

  • 6 Flugzeugführer // Sep 3, 2006 at 11:33

    “Es ist die NPD die die Volksfront viel mehr braucht als wir!”

    Dem ist meiner Meinung nach nicht so!
    Fakt ist wohl eher das die NPD mit der sogenannten Volksfront, Leuten der politisch bedeutungslosen “Strassenkämpferszene” die
    Möglichkeit einräumt durch Mitarbeit in der Partei politisch aktiver zu aggieren.
    Dabei hat die Partei natürlich peinlich genau darauf zu achten das sie nicht selber in die “Strassenkämpferszene” abrutscht und
    sich damit um ihr beachtliches Wählerpotenzial in der Mitte unseres Volkes bringt!
    Aus diesem Grunde ist es verständlich und legitim das sogennante “Freie Kräfte” die Partei unterstützen (z.B. im Wahlkampf beim Plakatieren) oder der Partei beitreten aber die
    Partei sich nicht in den Demonstrationszirkus der “Freien Kräfte” verwickeln lassen darf!*
    Die sogenannte Volksfront besteht nunmal aus zwei unterschiedlichen Strömungen ,zwar mit ähnlichen Zielen aber der der Weg zu diesen Zielen ist in etwa so gegensätzlich wie Feuer und Wasser!

    * Böse Zungen sprechen hier vom Absammeln “nützlicher Idioten” als Fachausdruck, während belesenere Zeitgenossen die Gebrüder Grimm zitieren: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Was für garstige Menschen es doch gibt.

    Schriftleitung Altermedia

  • 7 Schwert // Sep 3, 2006 at 12:38

    @ Besonders Interessierter

    Du schreibst: “Klingt ja alles ganz toll. Umschwung. Revolution. Rettung von Deutschland. Aber mal ganz ehrlich. Sehen Marx, Apfel und Voigt wie die geborenen Rebellen aus? Wie Männer die einen Umschwung herbeiführen könnten, wo sie doch nicht mal im kleinen Rahmen die Probleme innerhalb der Partei zu lösen im Stande wären?”

    Lieber Kamerad, sieh das bitte nicht so absolut. Oder kannst du beweisen, daß die NPD nicht in der Lage ist, auch nur überhaupt ein einziges Problem zu lösen? Dann gäbe es sie bestimmt schnon lange nicht mehr. Aber die Partei benötigt auch berechtigte Kritik von Außen, um besser und effektiver zu werden.

    Und warum sollten Marx, Apfel und Voigt eigentlich wie “Rebellen” aussehen? Sollen sie sich den Kopf rasieren und Bomberjacke tragen? Sollen sie sich uniformähnlich kleiden? Sollen sie so albern daherkommen, wie einst der “Rebell” Joschka? Wozu? Sie sind Vertreter einer parlamentarischen Partei, die sich dem breiten Wahlvolk gegenüber natürlich auch als “modern” (im Sinne von fähig, die aktuellen Probleme anzupacken) und “auf der Höhe der Zeit” präsentieren will und auch muß.

    Diese Herren können natürlich nicht alleine einen Umschwung herbeiführen. Aber sie können mit dafür sorgen, daß viele unter den Durchschnittsbürgern überhaupt erst an nationales Gedankengut herangeführt werden und somit dann hoffentlich selbst erkennen, zu welchem Zweck dieses System vorrangig besteht und daß es einer Veränderung bedarf. Dazu brauchen sie eine breite Unterstützung, aber auch berechtigte und konstruktive Kritik. Ich würde für diese Herren auch nicht meine Hand ins Feuer legen. Aber auf wen will man warten? Wem kann man 100%ig vertrauen?

    Du schreibst: “Würden die Parteiobersten nicht in der Zwischenzeit mit ihren teuren Luxuskarossen durch die Gegend kutschieren um bereits jetzt den “Superbonzen” raushängen zu lassen.

    Kann ich als Nationalist, Idealist oder Patriot mit meinem Gewissen vereinbaren, dass ich solchen Leuten meine Stimme gebe. Nur deshalb, weil sie vorgeben sie würden es doch nur für Deutschland tun?”

    Klarer Fall, absoluter Minuspunkt für die betreffenden Personen.
    Aber diese Leute werden morgen nicht die BRD regieren. Man kann aber mit der NPD versuchen, das System zu ärgern und stärker zu bedrängen, damit die Etablierten das Routieren anfangen. Das kann nur förderlich sein und wird immer mehr Durchschnittsbürger zum Aufwachen bewegen.
    Die NPD wird nicht die Macht übernehmen, denn viele neu hinzugewonnene Nationalisten sind erst einmal parteiunabhängig. Und je schlechter sich die NPD präsentiert, desto stärker sind die freien Kräfte. Beide Teile des nationalen Lagers sind aber vonnöten. Die Führung der NPD muß das natürlich auch verstehen und es als positive Konkurrenz begreifen.

    Du schreibst: “Vom sogenannten Umschwung (nationalen Umschwung) wird seit Jahren und Jahrzehnten gesprochen. Das kuriose dabei ist lediglich, dass derselbe bis heute nicht eingetreten ist. Noch kurioser ist, dass dieser Umschwung genaugenommen nie eine mögliche Datierung bekommen hat.”

    Genau die selbe Frage kann man doch auch an die freien Kräfte oder alle anderen, bereits gescheiterten Organisationen richten! Haben die denn den großen Umschwung erzielen können?
    Das wird nur in einer gemeinschaftlichen Zusammenarbeit aller nationalen Kräfte gelingen.

    Du schreibst: “Aber es gibt nur subjektive kaum objektive Gründe, warum nun ausgerechnet die NPD das absolute Nonplusultra sein sollte.”

    Das ist die NPD ja auch nicht. Sie hat eindeutig ihre Fehler. Aber an der NPD an sich, an der NPD als parlamentarisches Mittel führt kein Weg vorbei, weil es momentan ganz einfach kein anderes parlamentarisches Mittel gibt.*

    * Mit dieser Logik kann man auch verlangen, daß man PDS oder Bibeltreue Christen wählt. Wenn jemand zum Bäcker geht, um Pfannkuchen mit Pflaumenmus zu kaufen, es aber nur welche mit Marmelade gibt, er gegen Marmelade aber allergisch ist, dann geht er entweder zum nächsten Bäcker oder aber er kommt später noch mal wieder. Denkbar aber auch, daß er sich, wenn diese Mangelerscheinungen beim Bäcker zu häufig werden, das Pfannkuchenessen ganz und gar abgewöhnt und entweder auf Diät oder aber auf bekömmlichere Kost umsteigt. Unseres Erachtens nicht die schlechteste Lösung.
    Es mag sein, daß es Zeiten gibt, in denen es einfach keine besseren parlamentarischen Mittel gibt, doch wenn die einzig vorhandenen auch nicht besser sind, als die an denen man sich ohnehin schon zu ärgern hat, dann ist es besser man trägt sein Schicksal mit Fassung, ohne Figuren mit der eigenen Stimme zu legitimieren, die man im Grunde entweder verabscheut oder lächerlich findet, macht man sich so doch erst richtig zum Esel.

    Schriftleitung Altermedia

  • 8 NPD Kreisverband UNNA/HAMM // Sep 3, 2006 at 17:18

    Wenn die Schriftleitung Altermedia meint, man müsse sein Schicksal ertragen, da es keine besseren parlamentarischen Mittel derzeit gäbe, dann können wir ihr nur einen geruhsamen Tod wünschen.
    Wenn Sie meint man müsse auf das Non plus ultra warten, dann werden wir noch lange warten dürfen. Vielleicht entspricht in 20 -30 Jahren dann eine türkischstämmige Gruppierung ihren Vorstellungen vom non plus ultra.
    Wir Ureinwohner können es uns dann vielleicht für eine Übergangszeit noch in einem Reservat gemütlich machen bis zum Ende.
    Aber sie oder wir haben auf jeden Fall die reine Lehre (welche auch immer ) hoch gehalten

    Gib dir keine Mühe, du kriegst uns nicht rum.

    Schriftleitung Altermedia

  • 9 stoiker // Sep 3, 2006 at 17:30

    Besonders Interessierter
    “Aber mal ganz ehrlich. Sehen Marx, Apfel und Voigt wie die geborenen Rebellen aus?”

    Wenn sie ihre Schmierbäuche einziehen und ihren rebellischen Blick aufsetzen, vielleicht.

  • 10 NPD Kreisverband UNNA/HAMM // Sep 3, 2006 at 19:32

    Wieso sollten wir Sie “rumkriegen”. Wozu?
    Etwa Ihre Einstellung einmal zu hinter fragen?
    Wenn Sie das nicht wollen und schmollen, dann sollten Sie das auch weiterhin.

  • 11 Worch // Sep 3, 2006 at 22:06

    @ Schwert:

    Was ist der Preis einer Wählerstimme? Sag uns das doch konkret. Ist der Preis, daß die NPD darauf verzichtet, da zu demonstrieren, wo Linksextremisten brennende Barrikaden bauen und Steine oder Flaschen werfen?! - Dann wird die NPD bald nirgendwo mehr demonstrieren können. Denn Erfolg macht Schule. Und wenn die Göttinger Linken mit Unterstützung von vielen anderen Städten es geschafft haben, die NPD davon abzuhalten, in Göttingen zu demonstrieren, dann geschieht es nächstens in Berlin, in Hamburg, in Frankfurt am Main und so weiter und so weiter…. - Wenn die NPD (oder parteifreie Kräfte) aber militantes linkes Potential durch Demonstrationen nicht mehr binden wollen oder können, dann wird die NPD künftig auch keinen einzigen Infostand mehr wirklich ungestört durchführen können und nicht einmal eine Hinterzimmerversammlung, wenn die Linke nur Wind davon bekommen hat, was wann und wo läuft. - Wer zurückweicht, den wird man nach Möglichkeit drängen, immer, immer, immer weiter zurückzuweichen. Bis er mit dem Rücken an der Wand steht und so in seine Ecke gedrückt ist, daß er nicht einmal mehr flach atmen kann.

    Männer wie Dammann haben begriffen, daß so ein Preis für ein paar Wählerstimmen mehr einfach zu hoch ist; weil dieser Preis nämlich an anderer Stelle viel mehr Wählerstimmen oder aktive Unterstützung kostet, als durch bürgerliches Stillhalten gewonnen werden können. Männer wie Eigenfeld haben das entweder nicht begriffen oder kochen aus parteilichen und persönlichen Gründen ihr eigenes Süppchen. Das ist der Unterschied.

    Grüße
    Christian Worch

  • 12 Worch // Sep 3, 2006 at 22:13

    @ Flugzeugführer:

    Was machst du als Parteiendogmatiker eigentlich, wenn tatsächlich noch mal ein neues NPD-Verbotsverfahren eingeleitet wird und vielleicht sogar erfolgreich im Sinne des Systems endet? Erschießt du dich dann? Oder wirst du rasch Mitglied der DVU, weil die immerhin auch eine Partei ist?

    Wir wünschen ja beide der NPD, daß sie am 17. September in den Landtag von Schwerin einzieht. (Nein, pardon, das ist unkorrekt ausgedrückt. Daß sie am 17. September ein Wahlergebnis bekommt, daß sie bei der konstituierenden Sitzung des neuen Landtages in den Landtag von Schwerin einziehen kann.) Auch wenn wir sonst vielleicht eher weniger Gemeinsamkeiten haben, in diesem Wunsch sind wir uns unzweifelhaft einig. - Schön, nehmen wir mal an, er erfüllt sich. (Die letzten Umfragen lassen für die NPD ja mehr hoffen als die davor.) Dann brauchen wir nur ein paar Monate abzuwarten und können dann jene Landtagsabgeordneten, die noch ein halbes Jahr oder so vor der Wahl parteifrei war, befragen, ob oder wie sie jetzt politisch wirksamer sind als in ihren früheren “Straßenkämpferzeiten”, wie du es ein wenig polemisch ausdrückst. (Übrigens, Straßenkämpferszene: Ein NPD-Mitglied, das mit anderen Mitgliedern einen Infostand aufbaut und von Linksextremisten überfallen wird und sich mannhaft wehrt - ist der auch einer von der “Straßenkämpferszene”? Der Landesvorsitzende Köster, der sich bei einem linksradikalen Überfall auf eine Saalveranstaltung der NPD vielleicht ein wenig zu massiv gewehrt hat, gehört der auch zur “Straßenkämpferszene”? Oder einer wie Ingo Stawitz oder eine wie Manfred Börm, die bei der Gelegenheit die von Linken auf sie geworfenen Steine zurückgeworfen haben, gehören die auch zur “Straßenkämpferszene”? Gerade der Ingo Stawitz, der früher als Abgeordneter der DVU und später der “Deutschen Liga für Volk und Heimat” im Landtag von Schleswig-Holstein saß und sich selbst ganz offen als “Spießbürger” charakterisiert?)

    Grüße
    Christian Worch

  • 13 Besonders Interessierter // Sep 3, 2006 at 22:24

    @Schwert
    „…Lieber Kamerad, sieh das bitte nicht so absolut. Oder kannst du beweisen, daß die NPD nicht in der Lage ist, auch nur überhaupt ein einziges Problem zu lösen?…“

    Dass die NPD nicht im Stande wäre keine Probleme zu lösen, weise ich von der Hand. Tatsächlich tut sich die Partei jedoch schwer, Probleme so zu lösen, dass am Ende beide Seiten etwas davon haben. In Streitfragen fehlt den Herren Parteibürokraten das Gefühl zur Diplomatie. Für Politiker unabdingbar.

    „…Dann gäbe es sie bestimmt schon lange nicht mehr. Aber die Partei benötigt auch berechtigte Kritik von Außen, um besser und effektiver zu werden…“

    Da liegt der Streitpunkt. Ist eine Partei auch dann erfolgreich, wenn dieselbe lediglich als Erfolg vorweisen kann, dass diese seit 40 Jahren existiert? Besteht der Erfolg allein darin, auch wenn es ansonsten kaum nennenswerte Erfolge gibt?

    „…Und warum sollten Marx, Apfel und Voigt eigentlich wie “Rebellen” aussehen? Sollen sie sich den Kopf rasieren und Bomberjacke tragen? Sollen sie sich uniformähnlich kleiden?…“

    Wirklichkeitsnäher würde es auch tun. Liegt unsere Erfüllung allein darin, dass wir korrupte Sozialdemokraten, Liberale, Christdemokraten etc. ersetzen durch Nationaldemokraten, die den Anschein erwecken, unterschieden sie sich tatsächlich nur darin alsdas sie sich das Prädikat NATIONAL anheften? Vielleicht etwas mehr Idealismus?

    „…Sollen sie so albern daherkommen, wie einst der “Rebell” Joschka? Wozu? Sie sind Vertreter einer parlamentarischen Partei, die sich dem breiten Wahlvolk gegenüber natürlich auch als “modern” (im Sinne von fähig, die aktuellen Probleme anzupacken) und “auf der Höhe der Zeit” präsentieren will und auch muß…“

    In diesem Punkt stimme ich Dir bedingt zu. Modern und darüber hinaus auch kompetent. Kompetent hingegen ist man. Das macht ein teurer Anzug, das teure Auto, das teure Essen usw. auch nicht wett. Nicht so krass, aber ein bisschen unterscheiden sollte sich die Brigade in dresden schon von den Systemparteien.

    „…Ich würde für diese Herren auch nicht meine Hand ins Feuer legen. Aber auf wen will man warten? Wem kann man 100%ig vertrauen?…“

    Da liegt die Kernfrage. Die Partei hat es nicht vermocht das Vertrauen in der nationalen Szene auszubauen. Damit sind wir wieder bei Kernpunkten, die ich vorhergehend schon besprochen habe.

    Die freien Nationalisten hingegen haben zwar Vertrauen in der Szene aber nicht die politischen Möglichkeiten. Nun ist die Frage, wie kombiniert man am besten: Auf der einen Seite die Parteiaristokraten als das eine Extrem und auf der anderen die Braunhemdträger als das freie extrem und zwischendrin die Idealisten, Parteikämpfer, Kameradschaften etc.? Ich kann die Antwort hören. Ein Führer muß her. Einer der die eine mit der anderen Seite zu koppeln in der Lage wäre.

    Oder ein Neustart. Neues Spiel- neues Glück! Ich weiß, ist gerade in der Partei sehr umstritten dieser Gedanke. Da hingegen ist man auf freier Seite flexibler. Aber ein etwas gesunder Menschenverstand und etwas mehr Kreativität wäre auf allen nationalen Ebenen gerade diesbezüglich wünschenswert. Manchmal hilft es eben wenn man auch mal über den Tellerrand hinaus guckt, um zu sehen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt als allwöchentlichen Demonstrationszirkus auf der einen Seite und Parteirittertum auf der anderen Seite.

  • 14 Worch // Sep 3, 2006 at 22:25

    @Schwert:

    Als ich im Vorfeld des Wahlkampfes 1998 in Mecklenburg-Vorpommern Holger Apfel zu einer Besprechung auf einer Autobahnraststätte nahe Hamburg traf, trug er ein beiges oder khakifarbenes Pilotenhemd. Mit ein wenig Phantasie hätte man es (mit zuknöpfbaren Brusttaschen auf beiden Seiten und meiner Erinnerung nach sogar Achselklappen) für ein Uniformhemd halten können. Mit ein wenig mehr Phantasie sogar für ein SA-Hemd, obwohl deren Farbe deutlich brauner und erdiger war als das dieser Pilotenhemden.

    Damals bekam die NPD bekanntlich 1,1 Prozent.

    Jetzt wird sie mit 6 Prozent veranschlagt, und Holger Apfel sieht man wohl eher nicht mehr im Pilotenhemd.

    Damals - 1998 - fand ich die NPD authentisch und habe sie im Wahlkampf unterstützt. An dem jetzt aktuellen Wahlkampf war und bin ich nicht beteiligt.

    Als Joschka Fischer Straßenkämpfer in Frankfurt war, trug er Lederjacke. Als er hessischer Umweltminister wurde, trug er ein sportliches Sakko zu Jeans und weißen Turnschuhen. Als er Vizekanzler und Außenminister wurde, trat er nur noch in Armani-Anzügen auf. - Wäre ich zehn Jahre früher geboren worden und hätte in Frankfurt statt in Hamburg gelebt, hätte ich den Straßenkämpfer Fischer wahrscheinlich unterstützt. VIELLEICHT hätte ich ihn noch unterstützt, als er hessischer Umweltminister wurde. Aber bestimmt hätte ich ihn nicht mehr unterstützt, als er ins Vizekanzleramt wechselte und damit zu den Armani-Anzügen. Da wäre er mir nicht mehr authentisch erschienen.

    Meinen eigenen Wechsel an Authentizität kann ich auch gut nachvollziehen; lustigerweise sogar an Äußerlichkeiten. Als ich vor fünfzehn Jahren das in Journalistenkreisen durchaus berühmte Streitgespräch mit Günther Wallraff hatte, das im dänischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, trug ich einen korrekten zweireihigen dunkelgrauen Anzug mit weißem Hemd und gleichfalls korrekt gebundener Krawatte. Heute würde ich bei gleicher Gelegenheit im Polo-Hemd oder im Seemanns-Sweater auftreten.

    Und ich finde mich heute authentischer als damals.

    Aber vielleicht bin ich einfach zu verdammt altmodisch für diese modernen Zeiten.

    Oder es war ein Fehler, mal Charles Bukowski gelesen zu haben, den amerikanischen Säufer-Dichter, mit seinem unsterblichen: “Wir alle werden als Genies geboren und sterben als Idioten.”

    Vielleicht versuche ich einfach nur, den umgekehrten Weg zu gehen….

    Grüße
    Christian Worch

  • 15 Schwert // Sep 4, 2006 at 22:06

    @ Worch

    Du schreibst: “Was ist der Preis einer Wählerstimme? Sag uns das doch konkret.”

    Spontan antworte ich darauf: Der Preis, den man gewillt sein muß zu zahlen, ist, auf liebgewonnene Dogmen und überkommene Vorstellungen zu verzichten und sie abzulegen.

    Die Gegenfrage von mir lautet: Was ist der Preis, auf Wählerstimmen zu verzichten? Meiner Meinung nach ist der Preis dafür, daß nichts passiert, daß alles seinen gewohnten Gang geht. Oder aber der Preis ist vielleicht darauf zu warten, daß von fremden Kräften evtl Bürgerkrieg oder Revolution in dieses Land getragen werden und das nationale Lager möglicherweise den Kürzeren zieht, denn “aufrechte, authentische Nazis” will nunmal kaum einer unterstützen und die breite Masse des Volkes wäre evtl sogar froh, wenn diese Leute draufgehen und versklavt sich lieber freiwillig unter die Herrschaft der Fremden.

    Du schreibst: “Ist der Preis, daß die NPD darauf verzichtet, da zu demonstrieren, wo Linksextremisten brennende Barrikaden bauen und Steine oder Flaschen werfen?! - Dann wird die NPD bald nirgendwo mehr demonstrieren können.”

    Ich wundere mich, warum Du mir die Frage so vorwurfsvoll stellst? Ich habe nirgends behauptet, daß die NPD kuschen soll. Ganz im Gegenteil, da geh ich absolut konform mit Dir.
    Aber wie wäre es z.B., wenn die NPD (und die freien Kräfte) gerade bei dieser Gelegenheit selbst mit Roten Fahnen o.ä. gegen die “Linken” zurückschlägt? Wird die NPD dann zusätzlich als “kommunistisch” oder “linksextrem” eingestuft? Wie würde die “Linke” (und auch das Establishment) wohl darauf reagiern? Wären sie dann nicht ziemlich konfus?

    Du schreibst: “Männer wie Dammann haben begriffen, daß so ein Preis für ein paar Wählerstimmen mehr einfach zu hoch ist; weil dieser Preis nämlich an anderer Stelle viel mehr Wählerstimmen oder aktive Unterstützung kostet, als durch bürgerliches Stillhalten gewonnen werden können. Männer wie Eigenfeld haben das entweder nicht begriffen oder kochen aus parteilichen und persönlichen Gründen ihr eigenes Süppchen.”

    Da bin ich absolut Deiner Meinung. Auch die NPD darf nicht zurückstecken bzw “bürgerlich stillhalten”. Ich finden Deinen Beitrag diesbezüglich voll in Ordnung. Den habe ich auch nicht kritisiert, sondern Äußerungen zu einer radikalen Pauschalabehnung der NPD, die meiner Meinung nach falsch begründet sind.

    Du schreibst: “Jetzt wird sie mit 6 Prozent veranschlagt, und Holger Apfel sieht man wohl eher nicht mehr im Pilotenhemd.

    Damals - 1998 - fand ich die NPD authentisch und habe sie im Wahlkampf unterstützt. An dem jetzt aktuellen Wahlkampf war und bin ich nicht beteiligt.”

    Findest Du Herrn Apfelnicht mehr authentisch, nur weil er kein “Pilotenhemd” mehr trägt? Geht es nicht eigentlich um die politische Einstellung, um die politische Zielsetzung?

    Du schreibst: “Wäre ich zehn Jahre früher geboren worden und hätte in Frankfurt statt in Hamburg gelebt, hätte ich den Straßenkämpfer Fischer wahrscheinlich unterstützt. VIELLEICHT hätte ich ihn noch unterstützt, als er hessischer Umweltminister wurde. Aber bestimmt hätte ich ihn nicht mehr unterstützt, als er ins Vizekanzleramt wechselte und damit zu den Armani-Anzügen.”

    Also ich hätte ihn dann nicht mehr unterstützt, sobald ich wüßte wessen Geistes Kind er ist und was er anstrebt. Und da er der Auflösung unseres Volkes dient (und das schon sehr früh), ist die Sache wohl klar. Da ist mir völlig egal, was für Anzüge er trägt. Das ist seine persönliche Sache.
    Entscheidend für einen “Rebell” ist seine innere Einstellung, seine politische Zielsetzung, aber nicht oberflächliche Äußerlichkeiten.

  • 16 Flugzeugführer // Sep 4, 2006 at 22:12

    @ Worch

    Ich freue mich sehr das wir wenigstens zum Ausgang der Landtagswahlen gemeinsame Wünsche haben.Ich denke sogar das wir noch viel mehr Gemeinsamkeiten haben als wir uns wegen unserer Stategieunterschiede zugestehen können.
    Ich sehe mich zumindest als Idealisten und glaube das bist Du auch.Ich betätige mich politisch aus tiefsten Überzeugungen und keinesfalls aus kommerziellen und oder privategoistischen Gründen.

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