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Das Abendland ist feige! – Eine Kolumne von Jürgen Schwab (24.09.06)

September 24th, 2006 · Post your comment (34 Comments)

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Der Nationalbolschewist Werner Pirker hat in „Junge Welt“ (vom 23.09.2006) bezüglich der unrühmlichen Rolle von Benedikt XVI. den Nagel auf den Kopf getroffen: Der Papst ist ein Bürger! Als Kommunist übt Pirker am Vatikan nicht deshalb Kritik, weil der Papst ein Reaktionär sei, sondern deshalb, weil er kein Reaktionär mehr ist. Der Papst ist einfach nur noch ein Bürger – und so verhält er sich auch gegenüber den Muslimen, die sich ihm gegenüber aufgrund einer Rede empört zeigen. Vor dem Bischof von Rom könnte man als Muslim noch Respekt haben, aber vor irgendeinem dahergelaufenen römischen Bürger eben nicht.

* Und dabei war der Begriff „römischer Bürger“ mal ganz was Besonderes, freilich gab es damals aber auch noch ein Volk von Rom, heute gibt es da nur noch Volk. Sic transit gloria mundi. – Schriftleitung Altermedia

Wenn der Papst eine Vorlesung in Regensburg hält, sollte er wissen, daß das Manuskript um die Welt geschickt wird. Wenn er den Anschein erweckt, er identifiziere sich mit einem Islam-kritischen Zitat eines byzantinischen Kaisers aus dem 14. Jahrhundert, der meinte, der Islam habe nur Schlechtes und Inhumanes hervorgebracht* – was nicht zutrifft –, dann hätte er mit der Reaktion aus der islamischen Welt rechnen müssen. Selbst wenn Benedikt im Nachhinein meint, es sei diplomatisch falsch gewesen, das Zitat zu verwenden, so ist es eine Todsünde – gerade für den Papst –, sich bei der islamischen Welt dafür zu entschuldigen. Ein „Bedauern“, das mehrfach öffentlich geäußert wurde, ist so ähnlich wie eine Entschuldigung. Ein Bedauern ist eine halbe Unterwerfung, was den Ruf nach einer vollständigen Unterwerfung zur Folge hat.

*Dasselbe hätte man als Moslem bezüglich des Christentums auch sagen können. Dann wären beide Seiten quitt gewesen. – Die Schriftleitung

Der Europäer hat vergessen, daß er gegenüber dem Orientalen zwar mit Respekt vor dessen Religion und Kultur, aber auch mit Stärke, das heißt mit Selbstachtung aufzutreten hat. Der Orientale deutet nämlich wankelmütiges und kriecherisches Auftreten, auch in der Rede, als Schwäche. Dem Orientalen gegenüber darf der Okzidentale auf jeden Fall eines nicht zeigen: Angst. Weder in der Diskothek, wenn er an einem Türken vorbeiläuft, noch in einer Rede, die er in Regensburg oder sonstwo hält. Denn Schwäche und Angst wird im Orient als Vakuum gedeutet, in das man hineinstößt wie das Messer in die weiche Butter. Das ist auch nicht einmal eine Frage von Christentum und Islam, sondern das liegt wesensmäßig in den verschiedenen Menschentypen. Wir können mit dem Orient gut auskommen – vor allem auch friedlich –, aber nur wenn wir wirklich Deutsche und Europäer sind.

Bei den Türkenbelagerungen Wiens und den Kämpfen gegen die Osmanen auf dem Balkan genügte im 17. und 18. Jahrhundert eine zahlenmäßige Unterlegenheit, um den damaligen Feind in die Flucht zu schlagen. Die Habsburger, die gegenüber den anderen Reichsfürsten um Truppen baten, gingen von einem Zahlenverhältnis von 1 zu 2 aus. 100.000 Deutsche schlugen allemal 200.000 Türken in die Flucht.

Und wie wäre dies heute? Heute benötigt man 500.000 Deutsche, um 100.000 Türken Angst einzujagen. Wobei man bei den Deutschen noch zusätzlich 500.000 Psychiater hinzuzählen müßte. Dies nur als fiktives Beispiel. So sieht es heute aus. Darüber kann man lachen oder weinen.

Heute glaubt der typische Abendländer nicht mehr an einen christlichen Gott, auch an keine heidnische Götterwelt, sondern der neue Gott der westlichen Zivilisation ist das Geld. Der Mammon. Der Tanz um das goldene Kalb. Unter solchen Voraussetzungen nutzt nur waffentechnische Überlegenheit, um sich (vermeintliche) Feinde weit vom eigenen Leib zu halten, damit diese einen nicht töten können. Die ständigen Forderungen von BRD-Politikern nach mehr Überwachungsstaat gegenüber islamistischer Bedrohung zeugt nur von Feigheit.

Allerdings nutzt die moderne Waffen- und Überwachungstechnik wenig gegen Kofferbomber, Bombengürtel und den Dolch. Das heißt, der Islamist stirbt leichter als der Europäer, weil er sich sicher ist, als Glaubenskrieger und Held ins Paradies zu gelangen. Das ist der Schwachpunkt des Westens. Und das wissen die Islamisten. Warum sollten wir aber dafür den Islamisten die Schuld in die Schuhe schieben und in die Anti-Islamisten-Hetze der herrschenden Liberalisten und Kapitalisten einstimmen? Haben die Türken und Araber uns Deutsche zu dem gemacht, was wir heute sind?

Der Papst hat nach seiner Regensburger Rede gezeigt, daß er mehr aufgeklärter Bürger ist als er ahnt. Das Thema seiner Rede war „Glaube und Vernunft“. Als Hüter des Glaubens hätte er vor der islamistischen Empörung nicht zurückweichen dürfen, da ihm dies in Ankara und Kairo als Feigheit ausgelegt wird. Aber natürlich war es im Sinne der bürgerlichen Aufklärung sehr vernünftig, feige den Schwanz einzuziehen. Denn immerhin sind infolge der islamischen Empörung in Somalia eine italienische Nonne ermordet und in Palästina gegen eine christliche Kirche ein Bombenanschlag verübt worden. Hätte der Papst sich nicht entschuldigt, vielleicht wären dann 100 Nonnen, die im Orient missionieren, getötet worden. Vielleicht hätte es viele Bombenanschläge, auch in Europa gegeben. Sicherlich hätte man dafür auch dem Papst die Schuld gegeben.

Deshalb war die päpstliche Entscheidung vernünftig, aber eine Kapitulation des katholischen Glaubens. Es ist sehr unvernünftig, gegenüber der orientalischen Zudringlichkeit die Opfer zu scheuen. Wer dies erkannt hat, sollte die Schuld nicht den Orientalen und schon gar nicht „dem Islamismus“ geben, da diese nun einmal orientalisch sind (was denn sonst?)*, sondern er sollte die Ursache bei der westlichen Zivilisation suchen, in der das aufgeklärte Individuum sich nur noch für Brot und Spiele begeistern kann, aber vor jeder größeren Sache zurückschreckt.

*Nun ja, aber ist das Christentum im Grund nicht auch nur aufgepfropfter Orientalismus? – Schriftleitung Altermedia

Quelle: Störtebeker-Netz 21.09.06



Tags: Allgemeines

34 responses so far ↓

  • 1 Eichenholz Original // Sep 24, 2006 at 15:05

    @ Jürgen Schwab

    In den meisten Punkten gebe ich Dir recht, aber daß der Papst Bedauern über das Mißverständnis ausspricht, auch um den Christen in den muslimischen Ländern das Leben nicht noch schwerer zu machen, würde ich nicht als Kapitulation deuten.

    Es war vernünftig, Du hast recht, aber es war mehr, es war äußerst geschickt.

    Die islamische Welt hat nach zwei Tagen Reaktionszeit genau so reagiert, wie es zu erwarten war: gewalttätig, intolerant, verbohrt, ohne den Text zu kennen, haben sie ihn verurteilt, maßlos haben sie Rache und Unterwerfung gefordert, usw. usw.

    Deswegen sollte man keinen Stein werfen, reagiert die westliche Welt in der Regel doch ähnlich hysterisch, wenn ihr was auf der Gegenseite nicht gefällt. Man denke nur an die Anti-Irak-Propaganda zu Saddam Husseins Zeiten oder das Geschrei nach dem 11. September. Na und gerade in nationalen Kreise sollte man selber am besten wissen, wie die Gegenseite urteilt, bemüht man sich dort doch auch nicht gerade darum, um nationale Inhalte kennenzulernen, ehe man sie aburteilt. Ein Phänomen,daß freilich nicht nur auf die Linke beschränkt ist.
    Schriftleitung Altermedia

    Besser hätte der Papst den Charakter der Moslems nicht demonstrieren können. Es war ein Weckruf an das Abendland, daß der Tanz um das goldene Kalb unser Untergang sein wird.

    Ein so intelligenter und gebildeter Mann, wußte genau was er tat und Zitate von byzantinischen Kaisern aus dem 14. Jahrhundert sind erstens nicht gerade häufig und zweitens von großer Symbolkraft:

    Byzanz ging wenige Jahre später an die Türken verloren.*

    *Man sollte dabei nicht vergessen, daß die Hauptschuld daß Byzanz verloren ging, in erster Linie an Griechen und Europäern selber lag. Während erste es vorzogen, sich um Kirchenstreitigkeiten gegenseitig zu zerfleischen, beließ man es in Europa bei bloßen Hilfsappellen und überließ Konstantinopel sich selber. Reale Hilfe kam nur von wenigen Freiwilligen, erwies aber nicht ausreichend. Auch mangelte es den Türken keineswegs an abendländischer Unterstützung, so gab es nicht wenige fromme Christen die gegen gutes Geld, die Ausrüstung der Türken und vor allem deren Artillerie vervollkommneten. Ohne diese waffentechnische Unterstützung wären die Türken vermutlich gar nicht in der Lage gewesen, Konstantinopel zu erobern.
    Was nun die Symbolkraft des betreffenden Kaiserzitates betrifft, so sollte man diese nicht allzu hoch ansetzen, da sich, wie wir schon in einer Anmerkung zum Text ausgeführt haben, dasselbe auch von christlicher Seite in bezug auf die islamischen Staaten anwenden läßt. Beide Seiten geben sich gegenseitig nicht viel.

    Schriftleitung Altermedia

    Das er dieses Zitat ausgerechnet in Deutschland bringt, war natürlich auch kein Zufall.

    Ebenso wenig wie es Zufall ist, daß etliche Moscheen in Deutschland, wie beispielsweise auch in der Erzbischofsstadt Köln, ausgerechnet nach dem Eroberer von Konstantinopel, Mohammed II el Fatih benannt sind, dessen Menschenschlächtereien seinerzeit übrigens nicht nur in Europa für Schrecken sorgten. Es ist schon sehr bemerkenswert, daß es deshalb noch nie zu nennenswerten Einsprüchen gegen solche Moscheenbenennungen gekommen ist. Vielleicht hätte Benedikt XVI. Ratzinger ja dazu mal Stellung nehmen sollen.
    Schriftleitung Altermedia

  • 2 Eichenholz Original // Sep 24, 2006 at 15:20

    @ Schriftleitung

    “Nun ja, aber ist das Christentum im Grund nicht auch nur aufgepfropfter Orientalismus? – Schriftleitung Altermedia”

    Mein missionarischer Drang ist nicht besonders ausgeprägt und wäre wohl auch vergeblich, aber Eure Frage möchte ich mit einem klaren “nein” beantworten.

    Eine Religion hält sich auch in Deutschland nicht 1400 Jahre als aufgepfropft. Sie kam nicht als fertige Religion aus Jerusalem nach Deutschland und wurde “eingeführt”wie ein neues Gesetz gegen Diskriminierung aus Brüssel.*
    Sie hat sich mit den Deutschen und den Europäern entwickelt, ist gerade im Gegensatz zum Orient entstanden und mit der deutschen Geschichte untrennbar verbunden.
    Das dabei auch viel Schlechtes herausgekommen ist, wissen auch schon alle, aber aufgepfropft ist etwas anderes.

    Na dann solltest du dich mal etwas ausführlicher mit der Christianisierungsgeschichte Europas befassen, diese steht nämlich den Heiligen Kriegen der Moslems durchaus ebenbürtig zur Seite. Zu beobachten ist dabei immer, daß die ersten Christen dabei immer die Toleranz der Heiden für sich in Anspruch nahmen, von der sie aber nichts mehr wissen wollten, sobald sie stark genug waren. Potentaten die dann von der Kirche mit dem Prädikat “heilig” geehrt wurden, waren dabei in der Regel die schlimmsten Leuteschinder und Banditen.
    Auch ist allgemein bekannt, daß diese sich auf religiösem Gebiet unterworfenen Völkerschaften vergleichsweise wesentlich toleranter erzeigten. Natürlich nicht ohne Eigennutz, aber solcher Glaubensterror wie er unter Christen untereinander ausgeübt wurde, blieb beim Islam eher die Ausnahme. Wenn es zuweilen schärfer wurde, dann nur, weil beide Seiten sich in ihrem Haß aufeinander gegenseitig hochschaukelten.
    Schriftleitung Altermedia

    Der Niedergang des Christentums in der DDR bzw. in Mitteldeutschland ist ausschließlich der evangelischen Kirche zuzurechnen, die sich nicht schnell genug den Kommunisten an den Hals werfen konnte und auch anschließend bzw. im Westen jedem Zeitgeist hinterherläuft. Welche klare Position könnte man ihr zuordnen? Derzeit vielleicht noch Anti-Rechts, aber auch das war ja bekanntlich vor 70 Jahren ganz anders.

    Und die katholische Kirche läuft dem Zeitgeist nicht hinterher? In der DDR zeichnete sich die katholische Kirche auch nicht gerade durch überschäumenden Widerstand gegen das Regime aus. Die haben genauso mitgemacht, wie ihre evangelischen Brüder im Geiste.
    Schriftleitung Altermedia

    Die katholische Kirche könnte auch ein bischen mehr Mumm in den Knochen gebrauchen, aber hier gebe ich die Hoffnung noch nicht auf.

    Warum auch nicht, Glaube soll ja Berge versetzen können, aber nicht mit Bruder Ratzinger. Bist du Gottes Sohn, so hilf dir selbst.
    Schriftleitung Altermedia

  • 3 Systemfehler // Sep 24, 2006 at 15:56

    Na ja, Hauptsache der Streit zwischen Christentum und Islam lenkt vom Überfall der Juden auf Libanon und Irak ab.

    Was sagt der Papst eigendlich zu den Toten der zonistischen Invasion in Irak und Libanon?
    Was sagt der Papst zur ehtnischen Säuberungen der Juden in Palästina?

    Warum hält sich der (jüdisch-zionistisch unterwanderte?) Westen, der Papst nicht einfach aus den Angelegenheiten von Juden und Muslimen raus?

    Immer wieder die gleiche alte Nummer. Immer wieder fallen fast alle darauf herein.

    Wenn Zwei sich streiten freund sich der Dritte.

    Wenn sie sich nicht streiten werden sie halt gegeneinander aufgehetzt.

    Der Papst hat sich als Instrument der Juden geoutet!

  • 4 Eichenholz Original // Sep 24, 2006 at 16:28

    @ Schriftleitung

    “Deswegen sollte man keinen Stein werfen, reagiert die westliche Welt in der Regel doch ähnlich …”

    Was heißt das? Das es dann insgesamt in Ordnung geht? Warum darf man nicht über eine Sache sprechen, ohne gleich alle anderen auch noch aufzuzählen. Wenn man ständig alles relativiert, sagt man am Ende garnichts mehr.

    “Man sollte dabei nicht vergessen, daß die Hauptschuld daß Byzanz verloren ging, in erster Linie an Griechen und Europäern selber lag”

    Nein, die Hauptschuld hatten wohl doch die Türken, die Mitschuld traf die Europäer.

    “…Symbolkraft des betreffenden Kaiserzitates betrifft, so sollte man diese nicht allzu hoch ansetzen,(…) Beide Seiten geben sich gegenseitig nicht viel.”

    Stimmt schon, aber die Symbolkraft ergibt sich doch nicht aus “objektiver” Geschichtswissenschaft, sondern aus dem Ort, dem Zeitpunkt und der Person, die das Zitat verwendet.

    *Ja und. Zu der Zeit hatte es sich Byzanz aufgrund der Unfähigkeit vieler seiner Kaiser so runtergewirtschaftet, daß vom einstigen Imperium nur noch die Hauptstadt und ein paar Inseln übrig geblieben ist und ein Kaiser, der nach außen hin noch immer so groß tat, als wäre er noch Imperator des Römischen Reiches. Statt dessen war gerade dieser Kaiser nicht mehr als ein etwas höher gestellter Bettelmann, der in Europa von Hof zu Hof zog und letztlich sogar die Religion seiner Untertanen an den Katholizismus verhökerte - von weniger frommen Dingen ganz zu schweigen - in der Hoffnung, das würde seinen Thron vor dem Ruin retten. Doch gerade das nahmen ihm die meisten seiner Untertanen weit mehr übel, als alles andere was sie je von ihren Potentaten erfahren haben. Sinnigerweise prägte man gerade in der Zeit in Konstantinopel den Spruch “Lieber den Turban als den römischen Hut”. (Heute hat man eigentlich nur noch die Wahl zwischen Turban und Davidstern, um es mal ebenfalls “symbolisch” auszudrücken.) Das bei solch einer Gesinnung, die keineswegs einzeln da stand, Konstantinopel fallen mußte, ist eigentlich logisch. Die griechische Kirche erwies sich dann bis ins frühe 19. Jahrhundert als feste Systemstütze des Osmanischen Reiches. - Schriftleitung Altermedia

    Die Geschichte des Christentums und die Geschichte des Islam sind so umfangreich, daß man sie wohl kaum in ein, zwei Sätzen zutreffend wiedergeben kann. Das der Islam humaner mit den eroberten Völkern umging als das Christentum, ist definitiv falsch und wird uns derzeit nur gerne erzählt um die Angst vor der Islamisierung des Landes zu nehmen.* Nicht besser, aber auch nicht schlechter.*

    Darüber läßt sich in der Tat streiten. Kommt eben drauf an, aus welchem Blickwinkel man dies betrachtet, objektiv und ohne Rücksicht auf Religionen oder politische Gesinnungen - oder nur aus christlicher Sicht. - Schriftleitung Altermedia

    Meine Erfahrungen mit evangelischer und katholischer Kirche in der DDR waren ziemlich unterschiedlich und ich kann nicht sagen, daß die katholische Kirche genau so mitgemacht hätte wie die “Brüder im Geiste”.
    Neben vielen “kleinen” Dingen des Alltags, die ich hier nicht unbedingt erzählen muß, gab es auch Unterschiede in der “großen” Politik, z.B. hat die katholische Kirche niemals die Bistumsgrenzen an die Grenzen BRD/DDR angepaßt und die Katholische Deutsche Bischofskonferenz umfasste selbstverständlich alle Bischöfe und ganz Deutschland, während die EKD ja ihr Gegenstück der EK DDR bekam, übrigens auf Betreiben von Stolpe.

    Aber wie gesagt, die Christen und insbesondere die Katholiken werden auch in Zukunft eine große Gruppe der Deutschen stellen und ich halte es erstens für unsinnig den Christen die Geschichte der Kirchen vorzuwerfen (da könnte man dann vielen Vieles vorwerfen)* und zweitens für wichtig, daß kein pauschaler Gegensatz zwischen Christen und Nationalen entsteht.** Denn eine nationale Sekte, die womöglich den germanischen Götterglauben einführen will, ist zum Scheitern verurteilt, bzw. bleibt dann eben eine Sekte.** Wem das reicht…
    Eine nationale Volksbewegung aber, muß das Christentum mit einbinden*. In Vorpommern ginge es vielleicht auch anders, in Süddeutschland und Westdeutschland nicht.

    *Und ob man das könnte. So lange fromme Christen meinen, über die Sünden anderer moralisieren zu müssen, so lange werden wir prüfen, ob es von dieser Seite auch gerechtfertigt ist, selber mit dem Zeigefinger auf andere zu weisen, während man selber ausreichend eigene Leichen im Keller hat. Die Redwendung “ich will weder missionieren noch etwas schön reden, was nicht schön zu reden ist, aber …” ist übrigens bezaubernd.
    **Den gibt es doch schon längst, oder sind wir die Einzigen denen es auffällt, wie gerade die Kirchen gegen alles Nationale Stellung beziehen. Den Unterschied zwischen Christen und Kirche lassen wir dabei nicht gelten, das ist nicht mehr als eine Alibibehauptung, die mehr zur privaten Selbstrechtfertigung dient und der Realität widerspricht.
    ***Bei näherer Betrachtung sollte außerdem aufgefallen sein, daß hier noch nie Heidentum oder ähnliches propagiert wurde, das heißt aber nicht, daß man darauf verzichten muß, gelegentlich auf die wahren Wurzeln des abendländischen Christentums zu verweisen.
    ****Als regelmäßigem Leser sollte gerade dir aufgefallen sein, daß Altermedia wie auch Störtebeker-Netz die letzten sind, die sich als wie auch immer geartete Bewegung begreifen. Da wir also eine Bewegung sind, noch einer angehören, geschweige denn für irgendeine sprechen, steht es uns also vollkommen frei, bestimmte Dinge so zu beurteilen wie wir es für richtig halten, ohne daß wir dabei aus taktischen Gründen Kreide fressen müßten, um irgendjemandem einen Gefallen zu tun oder dessen zartes Nervenkostüm zu schützen.
    Schriftleitung Altermedia

    PS: Es liegt uns natürlich ebenso fern, missionieren zu wollen, aber was wir denken, sagen wir auch.

  • 5 Eichenholz Original // Sep 24, 2006 at 16:41

    @ Systemfehler

    So kann man sich irren.
    Der Papst hatte seinerzeit den Einmarsch der Amerikaner im Irak verurteilt und vorher versucht Bush davon abzubringen.

    Ein mir bekannter kath. Pfarrer, der kein Deutscher war, sagte einmal, er wisse nicht, wieso man immer den Deutschen irgendwelche Vorwürfe mache, die einzigen, die ständig Krieg führen, sind die Juden.*
    Der katholischen Kirche wirft man immer etwas vor, je nachdem wie es paßt, mal ist sie antisemitisch, dann judenfreundlich, mal zu nationalistisch, dann wieder Rom-ferngesteuert. Das liegt sicher zum Teil an der Kirche selbst, sie ist ja schließlich auch eine riesige Organisation und kein Ein-Mann-Betrieb. Zum Teil liegt das aber daran, daß jeder eben das sieht, was er sehen will.

    *Vielleicht liegt es ja auch nur daran, das katholische Pfarrer so etwas immer nur guten Bekannten unter vier Augen erzählen, während sie in der Kirche ganz andere Töne schwingen. Was nun hingegen den Papst betrifft, so gibt es wohl kaum einen Politiker, der wirklich ernst nimmt, was dieser Schwafelgreis im Vatikan so von sich gibt. Wenn man sich nach außen hin den Anschein gibt, dann nur mit Rücksicht auf die gläubige Wählerschaft, um dann aber im E-Fall das zu tun,was man selber für richtig hält - und nicht der Vatikan. Eine Einstellung, die man angesichts der politischen Kirchengeschichte nur sehr, sehr bedingt verurteilen kann. Vielleicht wäre es ja am besten, wenn sich Ratzinger & Co. gänzlich aus der Politik heraushalten würden und sich nur noch um ihr Reich, das ja bekanntlich nicht von dieser Welt sein soll, kümmern würden. - Schriftleitung Altermedia

  • 6 stephan // Sep 24, 2006 at 17:10

    So harsch wie der Schwab würd ich das jetzt gar nicht sehen, denn die Orientalen werden sich trotz allen “Bedauerns” immer daran daß dieser Papst genau dieses Zitat gebracht hat. Und dieses Zitat war einfach mal notwendig um seine Position zum interreligiösen Dialog klar zu machen und den Angehörigen anderer Kulte zu zeigen, daß er Grenzen ziehen wird, die sein Vorgänger zu ziehen nicht bereit war. Unter JP II kam es zu solchen Entgleisungen wie, daß ein Papst den Koran küßt oder dem Zettelchen verstecken an der jüdischen Klagemauer oder den Weltgebetstreffen in Assissi, da hieß es um wir reden jetzt miteinander um jeden Preis und alle haben sich ganz doll lieb. Der neue Papst ist zwar auch zum Reden bereit, aber nur unter der Wahrung katholischer Positionen und er hat er hat mal kurz gezeigt, daß wir Katholiken uns dabei von den anderen nicht an den Rand drängen lassen. Es reicht auch ja auch nicht nur die Regensburger Vorlesung zu betrachten, man muß die ganze Bayernreise sehen, wo er noch mehr Eckpunkte abgesteckt hat, Bekennntnis zur Marien-Verehrung in Altötting, das Nichtbegrüßen der Protestanten bei der ökumenischen Vesper (Huber war gleich wieder eingeschnappt) und über allem seine große Predigt, daß jene die nichts glauben, einfach unvernünftig sind. Nach dem ganzen polnischen Wischi-Waschi der letzten Jahre war das auch mal wieder nötig.

  • 7 Gerald Franz // Sep 24, 2006 at 18:23

    Männer und Frauen von Format gibt es nur wenige, aber gerade solche sind unserer schweren Aufgabe gewachsen und sollten sich angesprochen fühlen. Der Rest ist störendes dekoratives Beiwerk. “Und setzet Ihr nicht Euer Leben ein, nie wird Euch das Leben gewonnen sein!” Meint Friedrich Schiller in seinem Liede “Wohlauf Kameraden auf´s Pferd auf´s Pferd”. Also ich weiß wirklich nicht, warum die Deutschen heute einige einzige Inkarnation von Ängsten sind? Daß ich sterben muß, das weiß ich schon lange! Und das Sterben kann so kompliziert wiederum auch nicht sein. Immerhin wurde diese letzte große Lebensaufgabe bereits von vielen Milliarden Menschen vor mir vollbracht. Also ein jeder Mensch kann es, und so denke ich mir, daß auch ich diese Angelegenheit einigermaßen geregelt bekomme. Im Übrigen, was sollen meine Freunde und Verwandten von mir halten, wenn ich Angst habe, durch genau die eine semipermeable Tür zu schreiten, durch welche alle Geschöpfe gehen müssen! Also Todesangst gilt nicht! Nun zu den wesentlichen Naturparadoxen: Wer sich einigermaßen mit dem mathematischen Formalismus der Chaostheorie auskennt, der weiß, daß hier bewiesen wurde, daß die Natur aus Nichtzeit die Zeit erschaffen kann. Das heißt die Zeitlosigkeit ist zu überwinden. Auch die Seele ist mit diesem Zeitphänomen verbunden. Und nur, wer seine deutlich Seele fühlt, der fühlt auch die gewaltige Kraft der Zeit! Der Rest schaut nur ängstlich auf die Uhr und hat davor Angst, daß irgend eine Pseudozeit, welche ihm selbst gar nicht gehört, und die mit ihm selbst auch gar nichts zu tun hat, abläuft! Und das macht er, obwohl er selbst seelisch gar keine Zeit fühlen kann! “Mensch werde wesentlich” forderte einst Angleus Silesius. Aber sind das noch Menschen, welche sich nicht einmal trauen ihr Gesicht zu zeigen? Nein hier geistert Anonymus durch die Lande, niemand kennt ihn, niemand liebt ihn! Er ist immer nur auf der Flucht vor seiner Zeit und seiner Seele!

  • 8 Eichenholz Original // Sep 24, 2006 at 18:24

    @ Schriftleitung

    Wenn ich von einer nationalen Bewegung spreche, dann meine ich nicht Altermedia oder Störtebeker.

    Das Ihr Eure Meinung so schreibt, wie Ihr wollt, ist mir auch klar und wenn mich das stören würde, wäre ich ja nicht hier.

    Ein zartes Nervenkostüm habe ich sicher nicht und über vergangene Zeiten kann man nunmal unterschiedlicher Auffassung sein und nächtelang diskutieren was gut und schlecht war bzw. welche Kausalzusammenhänge existierten. Macht auch Spaß, aber das ist doch eher Freizeitgestaltung, läßt sich besser beim Kaffee klären (oder auch nicht klären).

    Der entscheidende Punkt aus meiner Sicht, an dem wir wirklich auseinander liegen, ist ob es einen pauschalen Gegensatz zwischen Christen und Nationalen geben muß.

    Du schreibst “Den gibt es doch schon längst, oder sind wir die Einzigen denen es auffällt, wie gerade die Kirchen gegen alles Nationale Stellung beziehen. Den Unterschied zwischen Christen und Kirche lassen wir dabei nicht gelten, das ist nicht mehr als eine Alibibehauptung, die mehr zur privaten Selbstrechtfertigung dient und der Realität widerspricht.”

    Das ist genau so logisch, wie wenn Du sagen würdest alle Deutschen sind für die Masseneinwanderung und Masseneinbürgerung, denn sie sind schließlich deutsche Staatsbürger und die deutsche Regierung ist ja dafür und sogar mehrheitlich gewählt.

    Der Unterschied zwischen Christen und Kirchen ist schon sehr erheblich. Da es für die meisten aber ein privates Thema ist, interessiert die Kirche als offiziöses Organ in weltlichen Dingen noch weniger als die Regierung. Schließlich benutzen auch Katholiken die Pille oder Kondome, oder?

    Das aber die große Mehrheit der Deutschen sogar noch Mitglied der christlichen Kirche ist, obwohl das gehörig Geld kostet, zeigt, daß der Glaube vielen Deutschen sehr wichtig ist. In Bayern z.B. gehört für viele Patriotismus und Katholizismus eng zusammen und dient auch der Abgrenzung gegenüber den Türken.

    Ich halte nichts davon, sich ein neues Volk schnitzen zu wollen, welches dann wert ist befreit zu werden (das heißt nicht, daß ich Dich so verstehe). Erinnert mich an die Diskussion um die Deutsche Fahne anläßlich der WM.

    Wer die Deutschen liebt, muß sie im Großen und Ganzen schon so lieben wie sie sind, sonst läuft er einem Trugbild hinterher.

    P.S.:Die Bemerkung mit der zauberhaften Redewendung nehme ich einfach mal als Kompliment.

  • 9 Florian Ranzinger // Sep 24, 2006 at 23:47

    @Schriftleutung

    „Nun ja, aber ist das Christentum im Grund nicht auch nur aufgepfropfter Orientalismus?“

    Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass der Christ gerne noch mal die andere Wange hin hält und der Moslem das Schwert zieht. Da gibt es einen Unterschied in der Geisteshaltung. Darum bewegst du auch einen Christ sich für seine christlichen Worte zu endschuldigen, aber keinen Moslem zu seiner Lehre.

  • 10 Olsen // Sep 25, 2006 at 2:06

    @Schriftleitung
    “(Heute hat man eigentlich nur noch die Wahl zwischen Turban und Davidstern, um es mal ebenfalls “symbolisch” auszudrücken.)”

    Falls man es nicht mit dem Kreuze so sehr hat, daß einem der aufrechte Gang und dementsprechende Überblick immernoch verwehrt ist. :-)

    @Eichenholz
    “Die Geschichte des Christentums und die Geschichte des Islam sind so umfangreich, daß man sie wohl kaum in ein, zwei Sätzen zutreffend wiedergeben kann.”
    Ein Satz genügt.
    Es ist die Geschichte der Widernatur, der Lüge und der Tyrannei; kein MENSCH kann sie ohne Ekel nachempfinden, diese Geschichte des Todes, wider der Menschheit und ihrer Erkenntnissfähigkeit.

    “Was heißt das? Das es dann insgesamt in Ordnung geht? Warum darf man nicht über eine Sache sprechen, ohne gleich alle anderen auch noch aufzuzählen. Wenn man ständig alles relativiert, sagt man am Ende garnichts mehr.”

    Teilen sie diese Einsicht auch für Gegner ihres Glaubens? Bedeutet dies wieder einmal nur traditionelle Heuchelei oder wahre Besserung? Und nicht vergessen, es waren und sind immer die Anderen, selbst wenn die sich christlich nennen. Das Versteckespiel ist so schön. Wissen sie, wie ein Kleinkind es mitunter spielt? Es hält die Hand vor seinen Augen und “weiss” (GLAUBT!), daß es nicht gesehen werden kann. Soll ich jetzt Amen schreiben oder Prost?!! Einst war es das Symbol des Fisches, was die Christenheit erwählte, jahrhunderte später wurde es das Kreuz, dessen Splitter für manch einen chirurgisch bewanderten Zeitgenossen nicht aus die beschädigten Hirne zu entfernen sind und heute müßte es doch der Vogel Strauss sein, aber ohne das jemand seinen Hals erblicken könnte? Was für pietätslose Frage, beleidigt sie doch bereits jemand, dessen Existenz nicht einmal der Vatikan zu beweisen vermag. War es übrigens nicht die Kirche, die in ihrem Interesse sämtliche menschliche Erkenntnisse und Erfahrungen relativierte?Auch heute? Ja, ja, ja…

    “Ich halte nichts davon, sich ein neues Volk schnitzen zu wollen,…”

    Nicht solche (schnitzen) heidnischen Ausdrücke, Herr Oberpfarrer. Entstammt doch der alten Volksweise “aus denselben Holz geschnitzt” urdeutscher Mysterien. Odin soll einst am Rande des Weltenmeeres zwei Baumstämme vorgefunden haben. Einen Esche und einen Eibe - Stamm. Aus einem SCHNITZTE er den Mann, aus dem anderen die Frau. Keine Überlieferung, die bezeugt, daß die Frau z.B. nur aus EINEM Blatt der Esche stammt. Wäre das doch Beweismittel ihrer These. Odin soll gnädig gewesen sein (im Gegensatz) , er benutzte zwei Edelhölzer. Soll ich immer noch Prioritäten setzen, in ihrem Sinne schweigen? Schweigen, nicht im Sinne meines Vaterlandes, sondern einer geistlich römischen Elite, die ihre Abartigkeit nicht erst durch Karl dem Westfranken unter Beweis stellte? Bitte um Antwort.
    “Das aber die große Mehrheit der Deutschen sogar noch Mitglied der christlichen Kirche ist, obwohl das gehörig Geld kostet, zeigt, daß der Glaube vielen Deutschen sehr wichtig ist. In Bayern z.B. gehört für viele Patriotismus und Katholizismus eng zusammen und dient auch der Abgrenzung gegenüber den Türken.”

    Ich habe vor Jahren noch aktiv Fußball gespielt und wir sind dadurch bedingt durch die deutschen Lande gezogen. Gerade im ländlichen Bayern konnte man vertraut unter “vier Augen” erfahren, daß es bedeuten würde, wenn man sein Neugeborenes nicht zum “geistigen Ersäufniss” bringt, daß man nicht einmal beim Bäcker mehr Brot bekommt usw., weil ein unausgesprochener Zwang besteht. Einige würden meinen, das ist Toleranz, die christliche Tradition erkennbar; unleugbar. Es würde diesen wahren christlichen Bayern gut zu Gesicht steh’n, wären sie ebenso tolerant gegenüber Christen vom Schlage des antideutschen Beckstein & Co. Weshalb fehlt ihnen da die sonst ausgelebte Konsequenz und Hingabe? Begründen diese sich doch nur auf diesem Irrglauben? Wo bleibt die innerchristlich gelebte Distanz; ob wahrer oder unwahrer Christ zu sein? Welches Schwein hätten wir denn heute gern? Egal, hauptsache das Gemästete!!!

    “Das ist genau so logisch, wie wenn Du sagen würdest alle Deutschen sind für die Masseneinwanderung und Masseneinbürgerung, denn sie sind schließlich deutsche Staatsbürger und die deutsche Regierung ist ja dafür und sogar mehrheitlich gewählt.”

    Logik sei hier logischen Menschen überlassen, doch sind es GERADE UND ÜBERHAUPT die christlichen Deutschen, welche sich nicht wehren. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie grün, rot, schwarz oder kunterbunt wählen, nein, ihr Grundgedanke ist die christliche Ideologie, das KREUZchen, an der falschen Stelle, notfalls auf dem Rücken des Anderen. Hauptsache die Anderen!!! Und wer dabei seelische KREUZschmerzen leidet, ist noch schlimmer als ein Heide zu betrachten.

  • 11 harald44 // Sep 25, 2006 at 10:22

    Christentum und Deutschsein, das ist ein abendfüllendes Thema!
    Tatsache ist, daß das Christentum als eine uns wesensfremde orientalische Religion mit Gewalt eingeführt wurde. Wahr ist auch, daß wir Deutschen uns in mehr als tausend Jahren der Christianisierung mit dieser Religion weitgehend arrangiert haben, wobei unser Volk auch erheblich auf die Kirche zurückgewirkt hat durch zähes Festhalten an alten Bräuchen. Daher heißt Ostern immer noch so nach der altgermanischen Frühlingsgöttin Ostara und nicht Christiauferstehungsfest. Jemand von der Kirche hat mal geschrieben: “Ihr Deutschen werdet nie richtige Christen werden, aber immerhin haben wir Kleriker euch die alten Götter gründlich abgewöhnt.” Diese Feststellung scheint mir eine wahre zu sein. Wie dünn selbst bei den klerikalen Würdenträgern die christliche Firnis ist, war unschwer in den 30er-Jahren zu erkennen, als Kirchenfürsten den Altgefreiten in bester altgermanischer Gefolgschaftstreue hofierten - wenn es denn nicht schnöde Anpassung an die neue herrschende Staatsmacht war.
    Heute sehe ich die Kirchen eher kritisch als wohlwollend. Zum einen beteiligen sie sich am Belügen des deutschen Volkes, statt denjenigen beizustehen, von dessen Steuern und Abgaben sie ja recht gut leben. Schon das ist unmoralisch! Der Kampf der Kirchen gegen Abtreibung und Islamausbreitung und Moscheenbau läßt gelinde gesagt auch zu wünschen übrig. Die Bibelworte “..und GOTT sprach zu….” sind solange untauglich, solange nicht bewiesen wird, daß (ein) Gott tatsächlich und nachweisbar aus einer Wolke heraus zu jemandem gesprochen hat. Daher sind dies nur ähnlich wie bei Mohammed bestenfalls fromme Einbildungen, mehr nicht. Daß GOTT existiert, läßt sich ebensowenig beweisen wie die Existenz von Odin, Thor, Freya und Ostara. An letztere zu glauben ist aber irgendwie schöner als an die Auferstehung zu glauben, die nun mal ALLEN Naturgesetzen widerspricht. Womit ich wiederum nicht leugne, daß jener Mann aus Nazareth große und wahre Dinge ausgesprochen und sie auch in letzter tödlicher Konsequenz vorgelebt hat.
    Aber irgendwie bringt es (s. o.) meine Seele mehr zum Mitschwingen, wenn ich an einem warmen Frühlingstag, wenn im Mai die Krokusse und Blüten aufspringen, zu sagen: “Jetzt schreite Ostara über die Fluren und streut Blumen und Blüten aus.” Im Fräulein Mai im Märchen “12 von der Post” kann man sie noch unschwer wiedererkennen.
    Kurz: Wenn das Wesen der Religion darin liegt, den Menschen zu einer Moral und zur Mitmenschlichkeit zu bringen, dann ist für mich ein Leben ohne Christsein durchaus vorstellbar. Unter der Voraussetzung, daß ich diese Moral verinnerlicht habe und zu einem reifen, stabilen Menschen geworden bin. Darüber hinaus ist für mich der Blick auf die unverfälschte Natur, verbunden mit dem Wissen, daß der Mensch zur Gattung der Säugetiere gehört und die gleichen Gesetze für ihn wirksam sind, immer sehr lehrreich. Denn die Tierwlt läßt sich weder durch Propaganda noch durch Fernsehberieselung beeinflussen. Und in der Natur gibt es weder Abtreibung noch Kindergärten, und jedes Männchen freut sich, daß ein Weibchen gerade seinen Nachwuchs austrägt.
    Und wie gesagt, wenn im nächsten Mai “Ostara wieder über die Fluren schreitet…”, dann wird mein heidnisches Herz sich wieder tiefinniglich an der Schönheit der erwachenden Natur erfreuen.

  • 12 Eichenholz Original // Sep 25, 2006 at 11:49

    @ Olsen

    “Soll ich immer noch Prioritäten setzen, in ihrem Sinne schweigen?”

    Prioritäten setzen heißt für mich nicht schweigen.

    Prioritäten setzen heißt in diesem Zusammenhang, zu entscheiden, welche Gefahr für das Deutsche Volk am größten ist und daraus die entsprechenden Maßnahmen ableiten.

    In meinen Augen sind die Christen nicht die größte Gefahr für Deutschland, sondern der größte Teil der Deutschen bekennt sich zu christlichem Glauben und verbindet damit auch gewisse Vorstellungen über das gesellschaftliche Leben.

    Ein guter Deutscher muß sicher kein Christ sein, aber ein guter Deutscher kann auch Christ sein bzw. ein Christ kann ein guter Deutscher sein.

    Wenn selbst diese einfache Regel dazu führt mich als Oberpfarrer und fanatischen Christen zu bezeichnen, der gemäß Ihrer Definition kein Mensch ist und die Verantwortung für 2000 Jahre europäischer Verbrechen im Namen des Christentums mitträgt, dann fehlt einem Gespräch leider das Minimum an gegenseitigem Respekt.

    Einige meiner besten Freunde sind Atheisten, hilfsbereite, gute Menschen und zum Teil gute Kameraden.

    Keiner hatte bisher Grund mir Intoleranz vorzuwerfen, da der Glaube an Gott aus meiner Sicht eben etwas persönliches und privates ist. Dieses Recht nehme ich auch für mich in Anspruch.

    P.S.: Übrigens bin ich nicht der Meinung, daß früher, als die katholische Kirche mehr Macht hatte, alles besser war. Ich bin nur der Meinung, daß auch nicht alles schlechter war als heute. Wer ist hier eigentlich dogmatisch?

  • 13 Thomas Brehl // Sep 25, 2006 at 18:40

    Nicht in alten Bahnen ist Gott…

    Nicht in alten Bahnen ist Gott!
    Du kannst ihn ahnen
    Wo die Fahnen
    Des Glaubens wehen:
    Am Schafott!

    Dort, wo die Teufel rufen:
    Schwör’ ab, Hund oder falle!
    Was sie auch Dome schufen,
    Uns sind Altar die Stufen
    Der Feldherrnhalle!

    Baldur v. Schirach

    Ach na ob der so ein gutes Beispiel ist. In Nürnberg gehörte Schirach bekanntlich auch zu den Umfallern. Das Gedicht ist ja nicht schlecht, aber angesichts der Lebensgeschichte des Dichters irgendwie ein wenig daneben. Da gibt es sicher auch wirkliche Glaubenshelden mit poetischer Ader als diesen, die man zitieren kann.

    Schriftleitung Altermedia

  • 14 griesgram // Sep 25, 2006 at 20:55

    @Schriftleitung
    @Eichenholz
    In Sachen aufgepfropften Orientalismus:
    Die Mistel ist ein aufgepropftes Gewächs, daß eine organische Einheit mit dem Baum bildet. Ändert das etwas an ihrem Parasitismus und der Tatsache, daß sie fremdes Gewebe ist, welches vom Baum lebt? Und was gibt sie dem Baum zurück?
    Stirbt der Baum, wenn Miraculix die Mistel schneidet?
    Kann die Mistel ohne den Baum leben?

  • 15 Olsen // Sep 25, 2006 at 21:06

    @Eichenholz
    Einer meiner besten Freunde ist überzeugter Katholik, würdest du gar nicht glauben was?
    In der Tat mache ich jeden bekennenden Christen für die christliche Vergangenheit verantwortlich. Du gibst mir doch Recht, wenn ich behaupte, daß es keine halben Christen geben kann. Und wenn Christ, dann bitteschön mit allem was dazu gehört. Eine eventuelle Distanzierung von der Vergangenheit ist unglaubwürdig, solange man eine der großen Kirchen angehört, deren Politik sich nicht im geringsten verändert hätte, wenn es nicht die Renaissance und Aufklärung gegeben hätte. Um Christ zu sein, bedarf es keiner Kirche, zu alledem Christus keine wollte. Und es ist nicht nur die Vergangenheit die mich an den Kirchen stört, es ist ganz besonders auch die Zukunft, die uns u.a. diese Kirchen bescheren werden, hält man sie nicht auf.
    Im Übrigen ist kein Jesuszitat überliefert bzw. nachträglich aufgeschrieben worden (denn Jesus schrieb nichts), in dem das Wort “Kirche” vorkommt. Die urchristlichen Arianer wurden durch Rom ausgerottet. Ihr Verbrechen war es, sich ausschliesslich an die überlieferten Worte Jesu zu orientieren. Wie blind muß man sein, um das Gesicht der Kirche nicht erkennen zu können?
    Ein CHRIST lügt bereits, wenn er nur seinen Mund aufmacht. Spricht er die Wahrheit, kommt der MENSCH in ihm durch.
    Ein christlicher Deutscher kann ein guter Deutscher sein, da gebe ich dir Recht. Doch bleibt er ein vernebelt denkender Deutscher, ein Wüstenknecht im Denken, ein Philosemit.

  • 16 Gerald Franz // Sep 25, 2006 at 21:13

    Das Christentum, zu dem sich die germanische Führungsschicht einst bekehren, ließ war das Arianische Chritentum. Hier war Jesus kein gottgleiches Wesen, sondern er wurde nur als einem Gott wesensgleich angesehen. Erst der Pontifex Maximus und selbsternannte tyrannische Cäsarennachfolger aus dem sündigen Rom drückte später der chritlichen Amtskirche durch den Bischof Atanasius den fatalen Orientalischen Stempel auf.

  • 17 Eichenholz Original // Sep 26, 2006 at 1:38

    @ Olsen

    “In der Tat mache ich jeden bekennenden Christen für die christliche Vergangenheit verantwortlich”

    Machst Du auch jeden (bekennenden) Deutschen für die deutsche Vergangenheit verantwortlich?

    Ist die deutsche Vergangenheit christlich, oder die christliche Vergangenheit nicht auch deutsch?

    Ich bin für mich und meine Taten verantwortlich, nicht mehr und nicht weniger.

    Die Politik der Kirche hätte sich Deiner Meinung nach nicht geändert, wenn es nicht die Aufklärung gegeben hätte. Deshalb ist eine Distananzierung von der Vergangenheit nicht möglich?

    Warum nicht? Ich verstehe nicht, warum ich mich nicht von etwas distanzieren können soll, was mir nicht richtig erscheint, Nur weil es die Aufklärung gegeben hat. Deshalb habe ich nun kein Recht mehr selbst zu denken?
    Ist schon alles gedacht worden und ich kann mich nur noch entscheiden, entweder oder?

    Außerdem hat es die Aufklärung nun mal gegeben. Vielleicht wäre ich ja nicht Christ, hätte es die Aufklärung nicht gegeben.

    Was heißt halber oder ganzer Christ?

    Es gibt zahlreiche verschiedene christliche Gruppen und viele Christen, die einzelne Aspekte des Christentums gut finden und andere nicht. Das gilt übrigens auch für Parteien, deren Programme ja auch nicht jedes Mitglied zu 100 % toll findet.

    2 Milliarden Christen sind wohl kaum als gleichgeschaltete Menschenmasse zu betrachten.

    Ich verteidige das Christentum hier vorallem, weil mich Deine extrem restriktive Haltung herausfordert. Vielleicht bist Du ja im Gespräch anders, aber schriftlich kommst Du mir sehr verbissen vor. Ist Dein katholischer Freund Masochist? Oder taub? Oder ist er einfach noch vernebelt und harrt der Befreiung seines Geistes?

    Zum Schluß noch mein kleines Glaubensgeheimnis:

    Ich glaube an Gott, ohne ihn mir in irgendeiner Weise vorzustellen. Die Gottesbeweise von Thomas von Aquin sind für mich insgesamt sehr plausibel, ich bin fest davon überzeugt, daß die Welt… kein reiner Zufall ist. Mehr nicht.

    Die Religionen sind allesamt von Menschen ausgedacht, eine wie die andere.

    Kirchen usw. sind reine menschliche Organisationen.

    Die Christenlehre gefällt mir teilweise sehr gut, jedenfalls besser als alle anderen, weil sie zum Teilen und Helfen auffordert und zur Bescheidenheit. So wie ich sie verstehe ist sie sehr friedlich. Auch entspricht sie der Tradition meiner Ahnen, die mir eng verbunden sind. Die Heiden liegen eben schon weit zurück und sind als Individuen und damit als Vorbild vergessen.

    Das andere das Christentum anders verstehen, ist in erster Linie ihr Problem, nicht meines.

    Ich habe viele Menschen erlebt, denen der Glaube an Gott und auch an Christus sowie die Zugehörigkeit zur Kirche große Kraft gegeben hat.

    Ich gönne jedem seine Kraftquelle und käme mir schäbig vor, sie ihm madig zu machen, solange er seine Kraft nicht gegen mich einsetzt bzw. gegen Dinge / Ansichten, die ich für gut und richtig halte.

    Deshalb gefällt mir nicht, wenn das Kirchenpersonal teilweise Stellung bezieht gegen das Deutsche Nationalbewußtsein und die berechtigte Vertretung der Deutschen Interessen.

    Ich weiß aber, daß nur eine kleine Gruppe diese Probleme macht und ich will die große Gruppe gewinnen.

  • 18 Thomas Brehl // Sep 26, 2006 at 1:45

    @ Schriftleitung

    Na gut, vielleicht hätte ich den guten Baldur nicht als Verfasser nennen sollen, dann nehmen wir doch lieber nochmal das Gedicht vom Herbstwind, sein Verfasser war Mitarbeiter im RuSHA:

    Der Herbstwind fährt übers Stoppelfeld

    1. Der Herbstwind fährt übers Stoppelfeld,
    Er weht über Acker und Brache.
    Ein neues Jahrtausend bricht an in der Welt,
    Du schlafendes Deutschland erwache.

    2. Der Papst hockt in Rom auf seidenem Thron,
    Es hocken bei uns seine Pfaffen.
    Was hat einer Deutschen Mutter Sohn
    Mit Papst und mit Pfaffen zu schaffen?

    3. Man hat unsre Ahnen als Ketzer verbrannt,
    Der heuchelnden Kirche zur Ehre.
    In Asiens Wüsten, im jüdischen Land,
    Verbluteten Deutsche Heere.

    4. Rot floß die Aller von Sachsenblut,
    Die Stedinger wurden erschlagen.
    Als Ablaß wurde der Bauern Gut
    Von Mönchen ins Welschland getragen.

    5. Doch nun sind die Jahre des Kreuzes vorbei,
    Das Sonnenrad will sich erheben.
    Wir werden aus eigener Kraft nur frei,
    Dem Volke die Freiheit zu geben.

    6. Wir brauchen zum Himmel die Mittler nicht,
    Uns leuchten ja Sonne und Sterne;
    Und Blut und Schwert und Sonnenlicht
    Sind Weiser in jegliche Ferne.

  • 19 Olsen // Sep 26, 2006 at 10:52

    @Eichenholz
    “Machst Du auch jeden (bekennenden) Deutschen für die deutsche Vergangenheit verantwortlich?”

    Ich zumindest verstehe mich als bekennender Deutscher und kann gut mit der deutschen Vergangenheit leben, würde nicht im Traum daran denken, sie schön zu reden oder wegzulügen. Trotz aller fehlerhaften Ereignisse. “Es gibt kein Land frei von Dreck und Scherben, hier bin ich geboren, hier möchte ich sterben…”

    “Ist die deutsche Vergangenheit christlich, oder die christliche Vergangenheit nicht auch deutsch?”

    Erstes würde ich bejahen, da seit Chlodwigs Zeiten die deutsche Geschichte christlich geprägt ist. Die christliche Vergangenheit ist nicht deutsch, sondern philosemitisch. Oder besser, wie ich es bereits früher einmal erwähnte: Als die Germanen zu Christen wurden, nannten sie sich Deutsche.

    “Ich bin für mich und meine Taten verantwortlich, nicht mehr und nicht weniger.”

    Geht mir genauso, nur ist das nicht konform mit der biblischen Lehre.

    “Die Politik der Kirche hätte sich Deiner Meinung nach nicht geändert, wenn es nicht die Aufklärung gegeben hätte. Deshalb ist eine Distananzierung von der Vergangenheit nicht möglich?”

    Meiner Meinung nach? Also bestehen Zweifel. Ja, so ist es und die Aussagen + Handeln der Kirche bestehen fort. Eine Distanzierung ist nicht möglich.

    “Warum nicht? Ich verstehe nicht, warum ich mich nicht von etwas distanzieren können soll, was mir nicht richtig erscheint, Nur weil es die Aufklärung gegeben hat.”

    Eine Distanzierung zu erkennen fällt mir insofern schwer, wenn schöngeredet, gelogen, zurechtgebogen wird.

    “Deshalb habe ich nun kein Recht mehr selbst zu denken?”

    Dieses Recht spreche ich dir nicht ab, ganz im Gegenteil. Nur ist das eigenständige Denken nicht im Sinn der Kirche und der Bibel und wird bis auf diesem Tag von der Kirche bekämpft.

    “Ist schon alles gedacht worden und ich kann mich nur noch entscheiden, entweder oder?”

    Für einen bibeltreuen Christ gibt es diesbezüglich keine Wahl. Es ist alles “Gottes” Vorsehung. Du solltest die Bibel einmal gründlich lesen und die Aussagen der Kirchenfürsten ernst nehmen.

    “Außerdem hat es die Aufklärung nun mal gegeben. Vielleicht wäre ich ja nicht Christ, hätte es die Aufklärung nicht gegeben.”

    Davon gehe ich in deinem Fall sogar stark aus.

    “Was heißt halber oder ganzer Christ?
    Es gibt zahlreiche verschiedene christliche Gruppen und viele Christen, die einzelne Aspekte des Christentums gut finden und andere nicht.”

    Die hat die Kirche auch immer bekämpft und führt diese Tradition fort, wenn sie der Macht gefährlich werden. Benötigst du Beispiele?

    “Das gilt übrigens auch für Parteien, deren Programme ja auch nicht jedes Mitglied zu 100 % toll findet.”

    Deshalb bin ich z.B. in keiner Partei, wenn ich zu etwas stehe, dann zu 100%.

    “2 Milliarden Christen sind wohl kaum als gleichgeschaltete Menschenmasse zu betrachten.”

    Ideologisch betrachtet, sind sie es.

    “Ich verteidige das Christentum hier vorallem, weil mich Deine extrem restriktive Haltung herausfordert. Vielleicht bist Du ja im Gespräch anders, aber schriftlich kommst Du mir sehr verbissen vor.”

    Das finde ich gut. Im Gespräch nehme ich mir meistens mehr Zeit und kann auf Unklarheiten besser eingehen.

    “Ist Dein katholischer Freund Masochist? Oder taub? Oder ist er einfach noch vernebelt und harrt der Befreiung seines Geistes?”

    Das mußt du ihm fragen? Taub ist er nicht.

    “Ich glaube an Gott, ohne ihn mir in irgendeiner Weise vorzustellen. Die Gottesbeweise von Thomas von Aquin sind für mich insgesamt sehr plausibel, ich bin fest davon überzeugt, daß die Welt… kein reiner Zufall ist. Mehr nicht.”

    Thomas von Aquin ist für mich kein Held, das Gegenteil. Weise war er garantiert nicht. An Zufälle glaube auch ich nicht, doch habe ich bezüglich der Erschaffung der Welt keine Antworten auf meine Fragen. Der Begriff Gott ist mir dabei zu billig, zu alledem dieser hebräische Vater sich bei mir noch nicht vorgestellt hat.

    “Die Religionen sind allesamt von Menschen ausgedacht, eine wie die andere.”

    Blasphemie und Verneinung des Christenglaubens.

    “Kirchen usw. sind reine menschliche Organisationen.”

    Das Gegenteil habe ich nie behauptet, nur ist der Begriff “menschlich” philosophisch betrachtet sehr umstritten. Können wir uns auf untermenschlich einigen?

    “Die Christenlehre gefällt mir teilweise sehr gut, jedenfalls besser als alle anderen, weil sie zum Teilen und Helfen auffordert und zur Bescheidenheit.”

    Sinngemäßes Zitat: Die Kreise, die den Adel der Arbeit erfunden haben, haben auch den Segen der Armut erfunden.
    In allen gängigen Religionen wird das Gleiche gepredikt, nur hielten sich die Prediger nie an ihren Aussagen.

    “So wie ich sie verstehe ist sie sehr friedlich.”

    Schon ‘mal ein Geschichtsbuch, eine Zeitung, Altermedia oder die Bibel gelesen? Selbst die Bergpredikt ist nicht friedlich.

    “Auch entspricht sie der Tradition meiner Ahnen, die mir eng verbunden sind. Die Heiden liegen eben schon weit zurück und sind als Individuen und damit als Vorbild vergessen.”

    Einer aufgezwungenen artfremden Tradition kann ich nichts abgewinnen. Die Heiden sind immernoch nicht ausgestorben, du schreibst dich hier mit einem.

    “Das andere das Christentum anders verstehen, ist in erster Linie ihr Problem, nicht meines.”

    In der Tat ist dies so, nur ist das Christentum eine machtbesessene Ideologie, die sehr einflußreich daherkommt und es keinen denkenden Menschen gestattet, es zu ignorieren.

    “Ich habe viele Menschen erlebt, denen der Glaube an Gott und auch an Christus sowie die Zugehörigkeit zur Kirche große Kraft gegeben hat.”

    Solche habe ich auch schon erlebt. Glaube jeglicher Art und Einbildung kann Berge versetzen. Unbestritten.

    “Ich gönne jedem seine Kraftquelle und käme mir schäbig vor, sie ihm madig zu machen, solange er seine Kraft nicht gegen mich einsetzt bzw. gegen Dinge / Ansichten, die ich für gut und richtig halte.”

    Deshalb schreibe ich diese Zeilen, aus reiner Erkenntnisfähigkeit.

    “Deshalb gefällt mir nicht, wenn das Kirchenpersonal teilweise Stellung bezieht gegen das Deutsche Nationalbewußtsein und die berechtigte Vertretung der Deutschen Interessen.”

    Teilweise? Habe ich da etwas nicht mitbekommen?

    “Ich weiß aber, daß nur eine kleine Gruppe diese Probleme macht und ich will die große Gruppe gewinnen.”

    Das wird dir hoffentlich unmöglich sein. Im Namen der Zukunft, im Namen der Menschheit.

  • 20 Olsen // Sep 26, 2006 at 10:56

    Thomas von Aquien hat BEWEISE erbracht? Die da wären?

  • 21 Shalom Uri // Sep 26, 2006 at 16:19

    @Florian Ranzinger:
    “‘Nun ja, aber ist das Christentum im Grund nicht auch nur aufgepfropfter Orientalismus?’*

    Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, daß der Christ gerne noch mal die andere Wange hinhält…”
    Bonifatius hat an der Wotanseiche die Backe hingehalten.
    Die Kreuzritter zogen nach Jerusalem, um dort Backe hinzuhalten.
    Das gleiche haben wir auch sehr schön im englischen Rosenkriege gesehen, in dem sich anglikanische und römische Pfaffen und deren Knechte den Bruderkuß mit der Schärfe des Schwertes gaben*, weiterhin im dreißigjährigen Kriege, als sich papistische und protestantische Söldnerhaufen gegenseitig die Backen hinhielten, und zur Besiegelung der religiösen Verständigung wurde der Schwedentrunk gereicht.
    Auch später wurde das Backehinhalten durch die Sektenpriester geübt, die die Waffen der Kriegsparteien segneten.
    Und heute hat sich das Backehinhalten in Gestalt der interkonfessionellen Verständigung bewährt: gegenseitige Tolerierung der Sakramente, Toleriarung der Laienpriesterschaft, der Ministrantinnen, Priesterinnenweihe…
    Jaja, die Christen, das sind mir schon rechte Tolleranzen!

    *Den Satz hat nicht Ranzinger zu verantworten, sondern wir.
    ** Die englischen Rosenkriege fanden im 15. Jahrhundert statt und hatten keinen religiösen Hintergrund, die anglikanische Kirche gibt es erst seit dem 16. Jahrhundert, genauer gesagt, seit Heinricht VIII..
    Ansonsten ist diese Art von “Backehinhalten” wohl den meisten Religionen mehr oder minder eigen, man muß dabei nicht allein speziell auf das Christentum verweisen und dabei so tun als hätten die anderen keinen Dreck am Stecken.
    Schriftleitung Altermedia

  • 22 Shalom Uri // Sep 26, 2006 at 17:02

    @Eichenholz Original:
    “@Olsen

    ‘In der Tat mache ich jeden bekennenden Christen für die christliche Vergangenheit verantwortlich’
    Machst Du auch jeden (bekennenden) Deutschen für die deutsche Vergangenheit verantwortlich?”
    Einer Volkszugehörigkeit, die mir angeboren ist, muß ich mich nicht schämen, so wie ich mich nicht meiner karottenroten Haare zu schämen brauche. Eine Sektenzugehörigkeit ist nicht angeboren, sondern (mehr oder minder) freien Willens erworben; Sich dafür zu schämen wie für eine unbedachte Tätowierung kann sehr wohl sinnvoll sein.
    Wer sich zu einer Sekte bekennt, bekennt sich selbverständlich auch zu Lehre und Vergangenheit dieser Sekte, er nimmt also auch die Verantwortung dafür auf sich.

    Zum Christentum wird man nicht geboren, man muß dazu nur krank genug sein.
    und:
    Ich würde ja an den Erlöser glauben, wenn die Erlösten nur etwas erlöster aussehen würden! beides Nietzsche
    und lassen wir noch den Kaiser Julian zu worte kommen: “Ich habe die Erfahrung gemacht, daß selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander”.
    Aber das läuft ja schon wieder auf das Backehinhalten hinaus…

  • 23 Eichenholz Original // Sep 26, 2006 at 19:54

    @ Olsen

    Ich habe Dich nicht gefragt, ob Du mit der deutschen Vergangenheit leben kannst. Das musst Du sogar.

    Meine Frage war, ob Du die VERANTWORTUNG für die deutsche Vergangenheit trägst.

    Ich trage ja nach Deiner Ansicht die Verantwortung für alle Gewalttaten der Christen und der christlichen Kirche der letzten 2000 Jahre.

    Ich bleibe dabei, daß ich nur die Verantwortung für mich und meine Taten trage.

    Mich interessiert nicht, ob Du das für Bibelkonform hältst oder nicht, daß die Bibel lauter Widersprüche enthält, ist auch nicht neu.

    “In allen gängigen Religionen wird das Gleiche gepredikt, nur hielten sich die Prediger nie an ihren Aussagen”

    Sind deshalb die Aussagen schon falsch? Die Prediger werden unglaubwürdig, aber Hilfsbereitschaft, Bereitschaft zu teilen, Mitleid sind für mich trotzdem positive Eingenschaften bzw. Verhaltensweisen.

    Du pauschalisierst extrem, Christen sind alle keine Menschen, Kirchen sind untermenschliche Organisationen, “Prediger” sind alle verlogen…

    Leider bringt ein Gespräch nichts, wenn keine Differenzierungsfähigkeit bzw. der Wille dazu nicht vorhanden ist. Ich wünsche Dir also noch viel Freude in Deinem haßerfüllten Leben und bin meinerseits sehr froh, daß ich die Realität in ihren Schattierungen wahrnehmen kann.

  • 24 Olsen // Sep 26, 2006 at 23:18

    @Eichenholz
    Ich bin durch Geburt Deutscher. Meine Mutter ist Deutsche und mein Vater Deutscher, da ist es kein Zufall, daß auch ich als Deutscher geboren bin. Beziehe diese Aussage ‘mal auf das Christsein, fällt dir ‘was auf?
    Einer genetisch bedingten Verantwortung kann ich mich entziehen, muß dies aber nicht. Einer rein geistlichen Verwandtschaft spreche ich dieses Recht ab.

    “Ich trage ja nach Deiner Ansicht die Verantwortung für alle Gewalttaten der Christen und der christlichen Kirche der letzten 2000 Jahre.”

    Zumindest bist du Bruder im Geist, Verfechter der geistigen Finsternis.

    “Ich bleibe dabei, daß ich nur die Verantwortung für mich und meine Taten trage.”

    Das halte ich ebenso, inklusive der Taten anderer Menschen, die ich nachvollziehen und rechtfertigen kann. Nur ist das wie bereits erwähnt, nicht bibelkonform. Dennoch wünschenswert für jeden Menschen, sogar in meinen Augen Gesetz für eine wirklich neue Ära, sollte es die wirklich einmal geben.

    “Sind deshalb die Aussagen schon falsch? Die Prediger werden unglaubwürdig, aber Hilfsbereitschaft, Bereitschaft zu teilen, Mitleid sind für mich trotzdem positive Eingenschaften bzw. Verhaltensweisen.”

    Diese Aussagen sind falsch, da verlogen und heuchlerisch. Jeden konsequent authentischen Menschen höre ich zu, egal welche Meinung er vertritt. Lügner, Heuchler und Verblender gehören nach guter alter germanischer Sitte entsorgt. Sprich aufgehangen. Radikal, aber ehrlich.

    “Du pauschalisierst extrem, Christen sind alle keine Menschen, Kirchen sind untermenschliche Organisationen, “Prediger” sind alle verlogen…”

    Ich schrieb weiter oben etwas, von einen katholischen Freund. In Punkto Kirche gehen unsere Meinungen auseinander. Dennoch schätze ich ihn als den Menschen, der er ist.
    Eben ein Freund, sein Glaube ist mir dabei Wurst, versuchte er mich bisher nie zu bekehren. Das Wort “untermenschlich” benutzte ich im Geiste Nietzsches, dessen Lebenswerk “Zarathustra” lesenswert ist, vorausgesetzt, man kann es geistig erfassen.
    Gab es Prediger, die nicht verlogen waren? Habe ich da wieder etwas nicht mitbekommen? Ist denn alles eingetroffen, was gepredikt wurde?
    Ein haßerfülltes Leben führe ich nicht, im Gegenteil. Ich kann mich an so vielen Dingen erfreuen, besonders an die Wunder der Natur. Da das Christentum aber nicht auf Natürlichkeit beruht, sondern Ausgeburt kranker Wüstenideologen ist und mein Leben nachhaltig negativ beeinflußt, wird es diesbezüglich keine Toleranz meinerseits geben.

    ‘Nicht Bethlehem oder Rom, der deutsche Wald ist mein Dom.’
    Bist du schon einmal in der Eifel, im Spreewald, auf der Nordsee oder an einen der vielen anderen schönen Gegenden Deutschlands, ohne Zeitdruck und Hast, spazieren gegangen und konntest deinen gedanken freien Lauf lassen? Diese Gedanken unterscheiden sich sicherlich von den Gedankengängen, die ein menschliches Wesen haben muß, wenn es immer nur die vielen kleinen Steinchen im Wüstensand vor dem Gesicht hat. Wüste bedeutet für mich Tod und ihr Glaube hat uns Mitteleuropäern nicht nur den Tod gelehrt, sondern auch den religiösen Brudermord und dergleichen. Nichts für mein Wesen, dazu sind meine Augen zu blau.

  • 25 Olsen // Sep 27, 2006 at 0:57

    @Eichenholz
    Die Wunder der Natur sind für jeden “nichtblinden” Menschen ersichtlich. Die Wunder ihres Glaubens beruhen auf Behauptungen. Entsprechend des Judentums, denn das Christentum ist das Judentum für Nichtjuden, dieser Auffassung bin auch ich, neigt man gerne dazu (nicht nur in Bezug auf den Nikolaus oder wie das heisst :-) ), zwecks Vorteilsnahme zu übertreiben oder zu lügen. Behauptungen sind aber keine Beweise und frage nicht nur ich mich, weshalb es in den letzten 2000 Jahren keine Propheten gab, die die Stimme “Gottes” hören konnten? Liegt das eventuell daran, daß selbst du und deine Brüder derartiges Geschwätz in heutiger Zeit als unglaubwürdig betrachten würden? Wieso gab es eigentlich keine Propheten mehr?

  • 26 Eichenholz Original // Sep 27, 2006 at 20:52

    @ Olsen

    Viel Spaß beim Aufhängen von Mutter Theresa und Ihren Schwestern.
    Zum Glück ja nach germanischer Sitte und nicht als Folge einer “Wüstenreligion”.

  • 27 Eichenholz Original // Sep 27, 2006 at 20:58

    @ Olsen

    Das Du Dich vorallem an der Natur erfreuen kannst paßt sehr gut in das Bild, das ich von Dir habe.

    Ich freue mich auch über die Natur, aber auch über Kultur, über Technik und vorallem über und mit Menschen.

    Wenn Du Kinder hättest, wüßtest Du, daß die Augenfarbe keine Rolle spielt.

  • 28 harald44 // Sep 28, 2006 at 9:34

    Antwort an
    Shalom Uri :

    September 26th, 2006 at 17:02

    Zitat: “Wer sich zu einer Sekte bekennt, bekennt sich selbverständlich auch zu Lehre und Vergangenheit dieser Sekte, er nimmt also auch die Verantwortung dafür auf sich.”

    Das verstehe ich nicht. Ich kann mich nur zu denjenigen Taten bekennen, die ich selbst vollbracht habe. Wobei das Unterlassen einer guten Tat ja auch eine Untat darstellt.
    Aber nach obiger Definition dürfte es überhaupt keine Sekten geben, weil es keine einzige Sekte gibt, in der in der Vergangenheit nur gutherzige und fehlerfreie Mitglieder über die Erde geschritten sind. Auch die Kirchen kann ich als eine Art Großsekte betrachten.
    Nein, ich trete doch einer Sekte bei, weil mich deren Ziele und deren Handeln in einer wahrscheinlich ganz persönlichen Notlage überzeugen, jedenfalls mehr als andere Organisationen. Dazu gehört natürlich die Bereitschaft, innerhalb dieser Sekte und in deren Sinn Gutes zu tun und richtig zu leben. Wenn ich hierbei irre oder mich ethisch falsch verhalte, dann können auch nicht meine Urenkel, die vielleicht der gleichen Gruppe (Sekte, Kirche usw.) angehören werden, dafür in der Zukunft “die Verantwortung” übernehmen. Was auch von Natur aus gar nicht möglich ist.
    Demgegenüber kann ich mich von meinem angeborenen Deutschsein niemals lossagen, weil in mir zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großelter, acht deutsche Urgroßeltern usw. weiterleben und ich ein Teil von jenen bin. Auch wenn vielleicht ein polnischer Knecht oder eine Venezianerin in grauer Vorzeit mal “dazwischengefunkt” haben können.
    Aber auch als Deutscher bin ich nur für meine eigenen Taten (und ggfls. Untaten = unterlassene Guttaten) verantwortlich.

  • 29 Eichenholz Original // Sep 28, 2006 at 11:24

    @ harald 44

    Endlich mal jemand Vernünftiges.

  • 30 Mjölnir // Sep 30, 2006 at 0:08

    @harald44:
    Antwort an Shalom Uri:

    “Zitat: ‘Wer sich … Sekte … Verantwortung … auf sich.’

    … Ich kann mich nur zu denjenigen Taten bekennen, die ich selbst vollbracht habe … keine einzige Sekte … in der …nur gutherzige und fehlerfreie Mitglieder über die Erde geschritten sind. Auch die Kirchen … eine Art Großsekte…

    Ich glaube, Shalom wollte genau das sagen: eine nicht selbstgewählte biologische Zugehörigkeit kann nicht Grundlage einer Verantwortung für geschehenes sein, wohl aber eine selbstgewählte religiöse/weltanschauliche Mitgliedschaft.
    Einzelne Mitglieder einer Sekte/Weltanschauungsgemeinschaft sind nicht Maßstab für eine Be- oder Verurteilung der Organisation an sich, wohl aber deren veröffentlichte Lehre/Programm.

    Shalom, habe ich Deine Worte recht ausgelegt?

    Gruß vom Mjölnir

  • 31 Olsen // Sep 30, 2006 at 2:07

    @Eichenholz

    “Viel Spaß beim Aufhängen von Mutter Theresa und Ihren Schwestern.
    Zum Glück ja nach germanischer Sitte und nicht als Folge einer “Wüstenreligion”. ”

    Meinte ich Mutter Theresa oder die Prediger der Lüge, Heuchelei und Verblendung? Da denkst/redest du für mich und das überlasse bitte mir, deine umnachteten Gedanken werfen Schatten. Ich kann und will für mich selbst denken und bin dennoch interessanten Lehren/Meinungen gegenüber aufgeschlossen. Das ist wiederum im Widerspruch zum Katholizismus, verlangt dieser doch, daß Denken anderen zu überlassen und unter Strafandrohung nicht zu zweifeln. Haben es LEIDER die Germanen verpatzt und sind nicht zum Werke geschritten. Wieviel Elend hätte unserer Heimat erspart bleiben können? Ich darf gar nicht daran denken.
    Mutter Theresa? Sagte sie nicht einst, daß ihr “Lebenswerk” darin besteht, den “Menschen einen Tod in Würde zu bereiten”? Das finde ich mehr als bedenklich, ich finde es krank. Denn mein Wunsch ist es, daß die Menschen zuallererst in Würde LEBEN können und das schließt einen würdevollen Abgang nicht aus. Erkennst du den Unterschied? Mutter Theresa, die so gern von fanatischen Katholiken ins Feld geführt wird; was hatte sie mit der katholischen Kirche wirklich gemeinsam? Ich meine mit der Politik und dem Wirken dieser Kirche? Für jede Theresa lassen sich Tausend Katholikenpolitiker benennen, die nicht so aufopferungsvoll lebten. Was überwiegt da wohl? Beherrschst du das 1×1?
    Wer unterstützte ihre Arbeit? Der Vatikan?

    “Das Du Dich vorallem an der Natur erfreuen kannst paßt sehr gut in das Bild, das ich von Dir habe.”

    Ja, die Natur ist das einzig Wahre, in ihr sind alle wahren Gesetze begründet.

    “Ich freue mich auch über die Natur, aber auch über Kultur, über Technik und vorallem über und mit Menschen.”

    Über Kultur zu reden, mit einem, der sich der größten unkultivierten Massensekte aller Zeiten zugehörig fühlt, fällt mir schwer. Besteht doch diese Kultur nur aus Predigt und Verbreitung der Dummheit, des Völkermordes, der psychischen und physischen Versklavung und und und. Das es die technischen Errungenschaften gibt, wie wir sie heute kennen, liegt nicht an irgend einer Eingebung eines Wüstengottes, sondern an der Begabung vieler Menschen, die es verstanden, sich in der Natur Gedankenanreize zu holen, meist durch eine intensive Beobachtungsgabe und durch die Lehre anderer Begnadeter. Das du dich an die Technik erfreust, liegt aber nicht im Konsenz zu deiner katholischen Lehre; war es doch in allen Zeiten der Katholizismus, der jede neue Erfindung, die das Leben der Menschheit erleichtern könnte, z.T. bis auf’s Blut bekämpfte. Schon vergessen oder nie gewußt? Mich über die Menschen im Allgemeinen erfreuen zu können, fällt mir in der Tat schwer. Ich liebe die Menschen, bin ich denn auch einer, aber ich verachte, ja, hasse ihre Gleichgültigkeit und Dummheit. Bist du stolz auf diese Welt? Liebst du sie?

    “Wenn Du Kinder hättest, wüßtest Du, daß die Augenfarbe keine Rolle spielt.”

    Du bist scheinbar nicht einmal dazu in der Lage, eine kleine bildliche Aussage in ihrem Sinn zu erkennen. Soll ich noch deutlicher werden?

  • 32 Olsen // Sep 30, 2006 at 2:29

    @harald44
    “die vielleicht (!!!) der gleichen Gruppe”
    Und zur Sicherheit, daß sie es tun, führt man weiterhin die Zwangstaufe durch. Alles klar.
    Lügen, Halbwahrheiten und Unwissenheit werden nicht zur überzeugenden Wahrheit, wenn man sie im eigennützigen Interesse zurechtbiegen will. Lügt euch weiter in die Taschen, mir einerlei egal. Nur träume ich den Traum, der mich beflügelt. Nach dem Kommunismus (Christi Aussagen sind übrigens ihm verwandt), Sozialismus, Kapitalismus, Feudalherrschaft usw. an den Bedürfnissen der Völker gescheitert sind, wird sich hoffentlich (!!!) bald etwas WIRKLICH NEUES herausbilden. Auf Grundlage der griechischen und deutschen (germanischen) Philosophie. Dann sehe ich eine Hoffnung für die Menschheit. Sonst soll sie meinetwegen endlich an ihrem Stumpfsinn, ihrer Borniertheit zu Grunde gehen. Lieber heute als morgen, nimmt sich doch der mutierte Affe im Angesicht der unbeeinflußbaren Kräfte zu wichtig. Einst hatte die “Krone der Schröpfung” sich vom Rest der Lebewesen deutlich abgehoben, heute ist sie vielfach unterhalb der Amöben anzusiedeln. Ein Grund. Die Masse war nie lernfähig, konnte sich nie zum MENSCHEN erheben. Wenn sie auch weiterhin nicht dazu bereit ist, dann soll sie ferner meinetwegen dem Schicksal der Saurier folgen.
    Saurier? Die gab es ja gar nicht, ist die Erde ja erst 6000 Jahre alt und werden sie nicht im “Buch der Bücher” erwähnt. Wenn ich meinen, unseren Vorfahren etwas vorhalte, dann ist es die Tatsache, daß sie bei allen ferngesteuert veranstalteten Bücherverbrennungen dieses Mach(t)werk der Bosheit vergaßen. War das deutlich?

  • 33 Eichenholz Original // Oct 3, 2006 at 22:27

    @ Olsen

    Ja, ich liebe diese Welt, trotz aller Fehler.

    Wir haben nur diese eine Welt und es ist unsere Aufgabe sie zu verbessern.

    Verbessern können und brauchen wir nicht die Natur, die uns in vielen Dingen Vorbild sein kann, übrigens gerade was Technik betrifft.

    Verbessern können und müssen wir dringend das Zusammenleben der Menschen miteinander und mit der Natur.

    Religionen können das Zusammenleben der Menschen erleichtern oder erschweren, für mich bleibt sie eine zutiefst persönliche Sache, deren Herabsetzung anderen Menschen nicht zusteht.

    Ich liebe auch die Menschen, denn sie sind wunderbare Wesen und zu größten Leistungen fähig. Die größte Leistung des Menschen kennst Du sicher, Du bist ja sehr belesen.

    Dein Haß wird bei Dir irgendwann zu Depressionen und Verhaltensauffälligkeiten führen, wenn es nicht schon heute so ist. Begib Dich besser in ärztliche Behandlung.

  • 34 Christof Bieker // Feb 18, 2008 at 13:22

    Jeder muss anderen Respektvoll gegen-
    überstehn will man das Leben mit
    Schönheit ausstatten,was alle Lebewesen
    miteinschliesst und das kann der Mensch NICHT!Vor 150000000 Jahren erlosch das
    dasein der Dinosaurier,die so absolut winzige
    Erde,noch lange nicht einmal ein Sandkörnchen
    an einem Kilometerlangen Sandstrand,gegen-
    über der Masse des Weltalls mit dem Menschen
    der sowas von überheblich,Gottesähnlich,
    wie er sich am liebsten darstellt,was ist von diesem Bazillus zu halten,mh!!!!!!!!!!!!
    P.S:Religionen stammen vom Bazillus.
    Es gibt nur sehr,sehr wenige Menschen die
    das sehen!

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