Matth. 27, 40
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| Marlower Stadtkirche |
Marlow / Nordvorpommern: Von unbekannten Tätern, die am 12. August in der evangelischen Kirche von Marlow randaliert und dabei ein Jesusbild mit Hakenkreuz und SS-Symbolik verziert haben sollen, berichtete am 14. August die OSTSEE-ZEITUNG. Die zuständige Pastorin Kathrin Kühl betonte bereits ihre Erschütterung über diesen Vorfall gegenüber der Presse und auch Marlows stellvertretender Bürgermeister Achim Winkler nutzte den Anlaß, um wieder einmal in einen Gottesdienst zu gehen. „Um ein Zeichen zu setzen“, wie es in der Presse heißt, ein Zeichen wofür? – Natürlich gegen Rechts, versteht sich. Zwar ist über einen „rechten“ Hintergrund der Tat nichts bekannt, zumal es vor Ort auch gar nichts gibt, was man auch nur ansatzweise als „rechte“ Szene interpretieren könnte, doch wer hält sich schon mit solchen Kleinigkeiten auf. Schließlich ist Wahlkampf. Entsprechend betroffen und über den Verfall der Werte klagend, äußert sich auch das Vize-Stadtoberhaupt: „Ich bin entsetzt, dass es offenbar gar keine Hemmschwellen mehr gibt.“ Ein namentlich nicht genannt werden wollender frommer Bürger setzte bereits 200 Euro Prämie auf die Ergreifung der Täter aus. O-Ton des edlen Spenders: „Vielleicht verpfeifen die sich in der Szene dann gegenseitig.“
So sind Vorfälle dieser Art, wenn auch nun nicht unbedingt in Kirchen, nicht eben selten. Für gewöhnlich handelt es sich bei Vorfällen dieser Art keineswegs um politische Aktionen, sondern um ganz gewöhnliches Halbstarkentum, daß wir unter anderen Umständen auch als Vandalismus bezeichnen würden, würde man sich nicht mit der Benutzung solcher Verbalinjurien der Gefahr aussetzen, als geschichtlicher Idiot zu gelten.
Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt wegen Störung der Religionsausübung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisation.
Denkbar ist freilich auch eine ganz andere Möglichkeit. So wird von Friedrich dem Großen berichtet, daß er eines Tages über die Verurteilung eines Soldaten zu befinden hatte, der des Kirchendiebstahls beschuldigt wurde. Später erwischt, erklärte der Delinquent, daß das bei ihm gefundene Diebesgut aus der Kirche ein Geschenk der Heiligen Jungfrau Maria gewesen sei. Der König berief daraufhin eine Versammlung von Theologen ein, um diese zu befragen, ob es denn von ihrer Warte aus nicht möglich sei, daß die Heilige Jungfrau dazu in der Lage wäre, einem frommen Christen kleine Geschenke machen könne, was die hochgelahrten frommen Herren freilich nicht in Abrede stellen konnten, ohne sich selber ein Zeugnis des Unglaubens auszustellen. Besagter Soldat wurde daraufhin begnadigt, freilich mit der Auflage, künftig keine Geschenke der Heiligen Jungfrau mehr anzunehmen.
Könnte man es daher einem frommen Christen verargen, wenn er in dem Marlower Vorfall nicht so sehr einen Akt jugendlichen Rowdytums sieht, sondern ein Wunder Gottes, bei dem der Herr höchst selbst vom Kreuz gestiegen ist, um sich einmal so richtig auszutoben, was man ihm sicher nicht übelnehmen wird, wenn man weiß, für was sein Namen im Himmel und auf Erden – sowie in Marlow – alles herhalten muß. Daß dabei sogar die Bibel dran glauben mußte, nimmt ebenfalls nicht Wunder, können wir uns doch vorstellen, daß der Erlöser höchst überrascht reagiert haben muß, was dort alles in seinem Namen verkündet wird.
Und noch etwas ist an diesem Geschehnis interessant. In Kirchenlegenden und frühen Überlieferungen wird immer wieder darüber berichtet, wie fromme Christen die Heiligtümer der Heiden zerstörten, um diesen zu beweisen, daß ihre Götter in Wirklichkeit tot seien, da sie sich und ihre Kultstätten nicht verteidigen könnten. Unter diesem Aspekt betrachtet, haben wir den Eindruck, daß es mit der besonderen Heiligkeit der evangelischen Kirche in Marlow auch nicht weit her ist. Doch was Wunder, schaut man sich die ganze evangelische Geistlichkeit an, so bleibt eigentlich nur ein Fazit: Wie der Herr so’s Gescherr. – Wir würden Jesus daher nur zu verstehen, wenn er auf seine Weise eben auch einmal ein Zeichen setzen wollte. Schließlich ist er ja auch nur ein Menschensohn.
Siehe auch
Ostsee-Zeitung 14.08.06
Quelle: Störtebeker-Netz 17.08.06



16 responses so far ↓
1 griesgram // Aug 17, 2006 at 21:54
Entsetzt, daß es gar keine Hemmschwelle mehr gibt?
Allerdings kann man das sein, es fragt sich nur, wem die Hemmschwelle hier gesunken ist.
Das ist doch wieder fabriziert, wie, alle Wahlkampf wieder die “Zwischenfälle” mit Negern, Araberkindern im Schwimmbad etc. ad inf.
Gäbe es in dem Nest eine Synagoge, wäre zweifellos die “geschändet” worden. Mit Wissen, wenn nicht gar auf Anstiftung der ach so entsetzten Polit- Mafiosi.
2 Reinhard // Aug 18, 2006 at 1:51
“Das Wunder von Marlow – Hat Jesus die Konfession gewechselt?”
Nee, Jesus ist und bleibt katholisch!
3 Schwert // Aug 18, 2006 at 9:08
@ Reinhard
Hat Jesus das selber so für sich festgelegt?
4 Bieber // Aug 18, 2006 at 13:50
Kirchenglocken gegen die NPD
Strafanzeige gegen Pfarrer:
http://www.sueddeutsche.de/,spom4/panorama/artikel/58/82975/
5 Peter // Aug 18, 2006 at 14:12
Frage sich jeder,wem das Ganze nützt.Dann sind die Täter nicht mehr weit.
Gab es für den “Kampf gegen Rechts” nicht Fördermittel.
6 Peter W // Aug 18, 2006 at 15:13
@ Reinhard :
„…Nee, Jesus ist und bleibt katholisch!..“
Wie, Jesus ein Santansanbeter? Ich bitte Sie!
Wie am Beispiel Marlow bewiesen ist, gibt es die wahren Gottesbeweise nur in evangelischen Kirchen.
7 Axel Heinzmann // Aug 19, 2006 at 10:22
Ein gefundenes Fressen für alle Pfaffen. Wenn sich die Zeiten ändern, müssen wir den bismarckschen Kanzelparagraphen wieder ins Strafgesetzbuch einführen: Der es amtierenden Pfaffen bei Strafe verbietet, sich in politische Aktualitäten einzumischen. Und dann sollten wir uns endlich den Atheismus zuvörderst ins Programm schreiben - und den Kampf gegen allen religiösen Aberglauben dazu. Gerade in Mitteldeutschland mit seinem den Kommunisten zu dankenden atheistischen Boden und den rabiaten Bemühungen der Amtskirchen, die dortigen Menschen wieder zwangszuchristianisieren (neue Reconquista), gehört das zu unserer Politikfähigkeit. Zumindest das heutige Christentum ist und bleibt unser aller Feind! Deshalb noch eins: Inszeniert endlich auch “Jugendweihen” von rechts, um den PDS-Genossen auch von dieser Seite her den Nachwuchs zu entziehen!
AXEL HEINZMANN
8 Heinzi // Aug 19, 2006 at 11:08
Jesus war und ist Jüdisch…
9 Peter W // Aug 19, 2006 at 12:15
@ Bieber :
Ein vielsagender Text:
„…Der Staatsanwalt betonte, seine Behörde sei nach dem Gesetz zu den Ermittlungen verpflichtet. Der betroffene Pfarrer war am Freitag nicht erreichbar. Das Ordinariat der Diözese Würzburg stellte sich hinter ihn. Er sei ein geschätzter Geistlicher. „Er wird schon gewusst haben, was er gemacht hat“, sagte Ordinariats-Sprecher Bernhard Schweßinger…“
@ Heinzi :
“Jesus war und ist Jüdisch?”
Eine lächerliche Vorstellung. Entweder er ist jüdisch, und demzufolge nur ein, wenn auch höchst erfolgreicher, Prophet, oder göttlicher Abstammung. Dann ist die Frage nach der Nationalität offensichtlich obsolet.
@ Axel Heinzmann :
“…Deshalb noch eins: Inszeniert endlich auch “Jugendweihen” von rechts, um den PDS-Genossen auch von dieser Seite her den Nachwuchs zu entziehen!…”
Eine verdammt gute Idee!
10 Olsen // Aug 19, 2006 at 13:12
“Das Märchen vom Jesus” - J.W.v.Goethe
11 Thomas Brehl // Aug 19, 2006 at 19:57
Der Alte Fritz war ja nicht nur der einzige Preussenkönig, der so ähnlich aussah wie Otto Gebühr, er war auch für seinen Humor und seine eigenwilligen Entscheidungen bekannt, bei denen er keine Rücksicht auf Konventionen oder Institutionen nahm.
Als die Bürger einer kleinen Gemeinde einmal die Einsetzung eines neuen Pfarrers forderten, weil der alte nach eigenem Bekunden nicht an die Auferstehung des Fleisches glaubte, notierte Friedrich an den Rand des Gesuchs: “Abgelehnt, der alte Pfarrer bleibt und wenn er nicht an die Auferstehung des Fleisches glaubt, kann er am Jüngsten Tag meinetwegen liegenbleiben!”
Dies ist übrigens keine jener Anekdoten, die möglicherweise nur gut erfunden sind, das Gesuch mit der Notiz tauchte tatsächlich vor einigen Monaten auf, die Presse berichtete darüber.
12 Paulus // Aug 20, 2006 at 16:45
Da lacht der Sektierer und Ketzer.
Ohne evangelische und katholische Kirche wäre das Dritte Reich überhaupt nicht möglich gewesen.
Natürlich gab es ein paar Widerstandskämpfer hinter denen sich unsere heutigen Biedermänner und - frauen verstecken aber die EKD hat das doch alles erst möglich gemacht und werden auch früher oder später wieder , wie gewohnt den Mächtigen in den Allerwertesten kriechen.
Zeitverschwendung sich mit solchen Pappnasen zu beschäftigen.
Guckst du :
http://www.theologe.de/theologe4.htm#8
13 Peter // Aug 20, 2006 at 18:42
@Paulus
Na,die meisten dieser “Widerstandskämpfer”trauten sich doch erst aus der Deckung,als es mit dem dritten Reich abwärts ging.Ganau wie Stauffenberg,wobei ich mal bewußt das “von” weglasse,den adelt nichts.Der hatte große Ländereien in Ostpreußen.Um diese vor den Russen zu retten,tat er denn die Judastat.
14 Thomas Brehl // Aug 20, 2006 at 22:55
@ Paulus
Sie werden es nicht tun, sie tun es schon heute Tag für Tag. Statt sich als Bollwerk gegen die Islamisierung Eurpopas zu begreifen, unterstützen die Kirchen das vereinigte Gutmenschentum und dessen Einwanderungs- bzw. Überfremdungspolitik nach Kräften.
Die werden sich wundern, wenn tatsächlich all jene kommen, die “mühselig und beladen” sind.
Hier ist der “Heilige Geist” gefordert, ob in Gestalt einer Taube oder nicht, endlich mal für Erleuchtung zu sorgen. Ist doch schließlich sein Job, oder?
15 Völkischer Beobachter // Aug 21, 2006 at 1:35
@ Paulus:
Nun wissen wir’s: nicht nur Thyssen und Krupp (und die IG Farben selbstverständlich), auch noch die EKD “hat das doch alles erst möglich gemacht”.
Und ich dachte immer, das wären Woodrow Wilson mit seinen “14 Punkten”, die niemals eingehalten wurden, Lloyd George und Clemenceau mit ihrem Versailler Diktat, Lenin und Trotzki mit ihrem Novemberputsch 1917, ihrem GPU-Terrorregime in den nachfolgenden Jahren und ihrem offen propagierten Ziel der bolschewistischen Weltrevolution, sowie das Massenelend der Weltwirtschaftskrise gewesen - so kann man sich täuschen!
16 Paulus // Aug 23, 2006 at 16:01
…und es kommt noch besser, nicht nur die EKD sondern die Jesuiten als Speerpitze der antisemitischen Bewegung und ihren “heiligen” Führern (Päpsten) sind wohl für den ganzen Schlamassel verantwortlich, für welchen man uns heimattreuenGermanen gerne verantwortlich macht, wenn man dieser Heimseite Glauben schenkt. Die spinnen die Römer. Wenn das so alles stimmen würde, wäre die Ökumene wohl die effektivste antisemitische Volksfront, und was ist nun mit christlich-zionistisch?
Heil Luther & Paparatzi!?
http://www.666.kz
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