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Grevesmühlen / Rostock: In der Vergangenheit hatten wir häufig immer wieder die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, wie mit zweierlei Maß gemessen wird, wenn es um rechtsextremistische oder linksextremistische Delikte geht. So genügt für gewöhnlich schon ein primitiv an irgendeine Hauswand geschmiertes Hakenkreuz, um die Statistiken des Verfassungsschutzes um ein rechtes Delikt zu bereichern, auch wenn gar kein Täter feststeht. Daß die Presse ein solches Spiel mitspielt muß an dieser Stelle wohl nicht eigens erwähnt werden.
Hier wieder einmal zwei Beispiele aus dem früheren SED-Bezirksorgan und inzwischen zur unabhängigen Tageszeitung des Hauses SPRINGER gewandelten OSTSEE-ZEITUNG. Dort las man gestern:
Grevesmühlen/Schwerin (dpa) In Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) hat die Polizei erneut einen vermutlich rechtsextremistischen Vorfall registriert. Unbekannte klebten am Wochenende Zettel mit der Aufschrift “Grevesmühlener Widerstand” an das Parteibüro der Linken, das Amtsgericht und das Arbeitsamt, wie die Polizei in Schwerin am Montag mitteilte. Bei der Linken seien noch Hakenkreuze auf das Klebeband, mit dem die Zettel befestigt wurden, gemalt worden. Darum werde wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen ermittelt.
Erst vor zwei Wochen waren mehrere Geschäfte ausländischer Betreiber attackiert worden. Unbekannte hatten Scheiben eines Asia-Shops, eines chinesischen und eines türkischen Restaurants, einer Pizzeria und eines Textilgeschäfts eingeschlagen. Die Polizei prüft, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht, wie eine Sprecherin sagte. Im Sommer 2007 und im Frühjahr 2008 hatten Unbekannte CDs mit volksverhetzendem Inhalt in eine Reihe von Hausbriefkästen in der Kreisstadt gesteckt.
Quelle: Ostseezeitung 01.12.08
Wesentlich zurückhaltender äußert man sich dagegen, wenn es sich um Anschläge anderer Art handelt, so las man am 29. November:
Rostock (dpa) Die Serie der vermutlich extremistisch motivierten Brandanschläge auf Autos in Rostock reißt nicht ab. Wie die Polizei gestern mitteilte, haben Unbekannte am Morgen ein Auto im Stadtteil Lichtenhagen angezündet, was völlig ausbrannte. Nach ersten Untersuchungen wurde Brandbeschleuniger benutzt. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes suche Zeugen, die zwischen 0.00 Uhr und 4.00 Uhr Beobachtungen in dem Stadtteil gemacht hätten. Schon Anfang September waren in Elmenhorst und Gehlsdorf zwei Autos von Besitzern, die der rechten Szene zugerechnet werden, mit Brandbeschleuniger angesteckt worden und ausgebrannt.
Quelle: Ostseezeitung 29.11.08
Obwohl es hier eigentlich recht klar ist, aus welcher Ecke die Täter kommen, übrigens nicht zum ersten Mal, hütet man sich davor, Roß und Reiter zu nennen. Statt dessen flüchtet man sich in das schwammige „extremistisch motivierte“. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenden man sich in allen solchen Fällen bis zur Feststellung der Täter gedulden würde. Dies ist aber nicht der Fall und so dienen diese beiden Beispiele einmal mehr als Beispiele für die gezielte Manipulation von Zeitungslesern, denen auf diese Weise suggeriert wird, daß irgendwelche Schmierereien angeblich Rechter schlimmer zu bewerten seien, als Brandanschläge tatsächlicher Linker.
Angesichts des staatlichen Desinteresses zur Aufklärung und ernsthafter Ahndung solcher Straftaten und solcher medialer Doppelzüngigkeit sollte es uns nicht wundern, wenn man sich früh oder später, was wir natürlich nicht hoffen wollen, auch hierzulande schwedischer Methoden bedient, um sich präventiv gegen solche Brandstifter abzusichern. Eine Hand wäscht eben die andere.
Siehe auch
Altermedia 01.12.08





9 responses so far ↓
1 Druidenstein // Dec 2, 2008 at 8:40
Den Schreiberlingen steht die Scheiße Oberkante Unterlippe:
Beim Handelblatt fliegen etwa 150 auf die Straße
01.12.2008 Handelsblatt, elitär-Postille, Frankfurt, es muss noch drastischer gespart werden. Betriebsbedingte Kündigungen werden nicht ausgeschlossen. Es geht um eine Gewinn-Lücke von 20 bis 25 Millionen Euro. Da kommen leicht 150 Stellen zusammen, die man dafür streichen muss – eher mehr.
geschätzt 150
http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/12700cFrame-SetAlmanach.html
2 König Kurt // Dec 2, 2008 at 8:54
Anstatt dies die ganze Zeit zu bejammern, sollte sich der selbst ernannte nationale Widerstand vielleicht einmal fragen, warum es ständig zu ‘Verschwörungen’ gegen ihn kommt.
Ist es wirklich so, wie einige im Wahn glauben, dass das System Angst vor euch hat?
Oder ist die Wahrheit viel bitterer – Keiner mag euch, keiner hat euch lieb…
3 Fred // Dec 2, 2008 at 9:35
Die Lüge fürchtet nichts mehr wie die Wahrheit und die Etablierten nichts mehr als die Nationalisten.
4 Achim // Dec 2, 2008 at 10:05
In diesem Staat können sich die Linksradikalen sehr viel rausnehmen aber auch das wird sich eines schönen Tages wieder ändern. Die 68er Fuselbärte haben sich rasiert und ihren Marsch durch die Institutionen erfolgreich abgeschlossen aber schon bald sind auch sie Rentner und können dann ihre Einheitsrente verprassen danach werden andere kommen und diese linken Netzwerke in der Politik und den Medien zerreißen.
5 Hagen // Dec 2, 2008 at 13:10
@König Kurt
Wie recht Du hast. Es treibt uns wirklich um, daß uns die Demokröten, Antifanten und Gutmenschen nicht so richtig lieb haben. Aber Du kannst doch nicht wirklich glauben, daß wir die Zuneigung der Systemlinge vermissen? Nein! Die Wahrheit ist tatsächlich, daß das ” herrschende System” natürlich Angst vor den nationalen Kräften hat und haben sollte. Aus diesem Grund versuchen die Systemlinge mit allerlei “Notverordnungen” die sog. “Rechten” zu unterdrücken. Von Medienhetze bis Parteienverbot, von Meinungsterror bis zu staatlich angeordneten Gewaltmaßnahmen ist wirklich kein Mittel unversucht geblieben. Doch die Freiheit läßt sich auf Dauer eben nicht unterdrücken. Nur Geduld, König Kurt, Du darfst dabei sein, wenn aus der Glut der nationalen Bewegungen ein Feuer wird.
6 Klaus2 // Dec 2, 2008 at 17:51
@König Kurt
Oder ist die Wahrheit viel bitterer – Keiner mag euch, keiner hat euch lieb…
Wenn das System uns mögen b.z.w. lieben würde
müsste man sich Vorwürfe machen,irgentwas
falsch gemacht zuhaben.
7 Loreley // Dec 2, 2008 at 19:27
Hier kommt Kurt, ohne Helm, ohne Gurt, einfach Kurt.
Du bist sicher ein Comedian, oder der Lover von Cindy aus Marzahn. Das macht deine Aussage eher verständlich. Von wem wirst du denn geliebt? Hier mag dich auch keiner!!
8 König Kurt // Dec 2, 2008 at 21:15
Liebe Kameraden,
‘mit keiner mag euch, keiner hat euch lieb’ war kein ominösen ‘System’ gemeint. Das Problem für euch ist, dass Nazi sein in der bundesrepublikanischen Gesellschaft negativ konnontiert ist. Nazis doof zu finden ist gesellschaftlicher Grundkonsens. Auch wenn es hier und da vielleicht mal eine Ausnahme gibt, siehe MV, Sachsen mit den beiden Landtagsfraktionen, ändert dies nichts am Grundtatbestand, dass ihr alles andere als mehrheitsfähig seid. Ihr seid so marginalisiert, dass es noch nicht mal für eine lautstarke Minderheit reicht.
Warum bilden sich denn jetzt die Autonomen Nationalisten heraus? Weil man offensichtlich erkannt hat, dass man mit den altbackenen Methoden nichts mehr reißen kann. Der Irrtum besteht jedoch darin, die Ursache im Look zu suchen. Das Problem ist jedoch der Inhalt nicht die Verpackung. Nach Ausschwitz hat einfach niemand mehr Bock auf Leute wie ihr seid.
Dazu kommt, dass ihr personell einfach extrem schwach aufgestellt seid. Dass euch ausgerechnet de Vries derjenige ist, der euch mal versucht ein bisschen die Realität ist mehr als bezeichnend.
9 Lodmund // Dec 2, 2008 at 21:45
Daniel Cohn-Hosenstall, der alte Genießer: “…die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch….” – Klammheimliches Mitleid mit den 150 Schmierfinken! Hoffentlich!
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