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“Neues Spiel, neues Glück. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, auch keinen Teddy mit nach Hause nimmt”. Kennen Sie diese Schießbuden-Sprüche noch? Neujahr scheint eine dafür passende Spielunterbrechung zu sein: Viele Menschen überdenken ihre Einsätze und ihre Hoffnungen, bevor die Kugel wieder rollt und das “Nichts geht mehr!” sie überrollt. Ist ein Neuanfang möglich oder der Weg bereits abgesteckt? Beides, je nach dem, was man tut.
Herrscher herrschen nicht, wenn die Beherrschten sie nicht herrschen lassen. Dazu müssen die Herrscher die Beherrschten überzeugen. Die besten Argumente wären natürlich geordnete Verhältnisse, in denen alle Menschen sich erfolgreich um das Gedeihen und den Fortbestand ihrer Familien und ihres Wohlbefindens auf Dauer kümmern könnten. Soweit wir die Geschichte überblicken, waren solche Verhältnisse selten, daher waren die Herrscher im Zugzwang, Gründe für ihr Versagen zu finden und Vorschläge, wie sie diese überwinden wollen, damit die Beherrschten sich mit ihren Maßnahmen abfinden.
Vor rund 5.000 Jahren fand Lugazaghisi, ein Herrscher im Zweistromland, eine plausible Erklärung. Die Welt unter seiner Führung wäre in Ordnung, wenn es nicht ringsherum Chaos-Völker gäbe. Solange diese nicht zur Ordnung geführt, das heißt unterworfen und dem eigenen Reich eingegliedert sind, wird die Unordnung leider fortbestehen. Er scheint diese Herrschafts-Idee damals neu erfunden zu haben. Sie brachte ihm göttliche Verehrung ein. Trotz Demokratie blieb seine Idee bis heute aktuell, nur spricht man jetzt von Terror- oder Schurkenstaaten. Man braucht einigen Gruppen nur den Brotkorb hoch genug zu hängen und ihnen von anderen unbemerkt auf die Zehen zu treten und schon hat man Schurken, die alles rechtfertigen. Die Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Land, deren vorhersehbare Reaktionen und die heuchlerisch impotenten Friedensforderungen der westlichen Regierungen dauern nun schon 60 Jahre mit weltweit durchschlagendem, gesellschaftspolitischem, regierungsnützlichem Erfolg.
Demokratie war einmal anders gedacht. Erwachsene sollten sich ihre “Führer” wählen und sie bei Mißerfolgen austauschen. Ihre Aufgabe ist, dafür zu sorgen, so glaubt man, daß das Wechselspiel zwischen den Menschen fair gespielt wird und niemand dabei unter die Räder kommt – so die versprochene Freiheit. Doch woher oberhalb der Dorfebene eine brauchbare Alternativen nehmen. Regierungen werden dem Wähler geboten. Die meisten wählen das, was angeboten wird. Gebieter sorgen für das Angebot. Sie halten sich hinter dem politischen Spektakel, das dem Wahlvolk von ausgewählten Stellvertretern vorgeführt wird, bedeckt, erfreuen sich einer Existenz in überirdischer Abgeschiedenheit, wo sie die Weichen stellen lassen, für die ihre Stellvertreter auf Erden Lob oder Prügel einstecken. Das System ist allgemein bekannt: “Geld regiert die Welt”. Das glaubt jeder zu wissen, und kaum einer stößt sich daran, erst an den Ergebnissen der Regierung, die das Geld regiert.
Als die Finanz-Manipulateure beschlossen den Lebensstandard der Massen wieder zu drosseln, lenkten sie den Geldflusses von der produzierenden Wirtschaft auf die Finanzmärkte. Weil dort das Geld so erfolgreich “arbeitete”, wollten die meisten nicht begreifen, daß es, sobald es dort angelangt war, bereits entwertet war. Der Mensch, den man oben aus dem Hochhaus stieß, schien noch quicklebendig zu sein, bis er unten ankam. Nun wollte man die heiße Luft des Scheingeldes etwas ablassen, um das Spiel in kleinerem Kreis neu zu beginnen: Neues Spiel, Neues Glück! Um einige ihrer brauchbaren Finanz-Experten vor den Folgen zu behalten, beauftragten die Großeigentümer den Staat, dafür zu sorgen, daß sie nicht zur Verantwortung gezogen werden. Die Regierung zog rasch Rettungsschirme auf. Aber sie rettet nicht vor der Krise, nur vor der Verantwortung. Denn die Krise hatte sie im Einklang mit der Finanziers-Elite selbst mit zwei Arten von Vorarbeiten eingeleitet: zunächst mit der Deregulierung der Arbeitsverhältnisse, und dann mit der Deregulierung der Finanzwirtschaft, die ebenfalls per Gesetze verhängt wurde. Es war die rot-grüne Koalition, die Gesetze für befristete Leiharbeitsverhältnisse, “prekäre” Beschäftigungen, die Lockerung des Kündigungsschutzes, die Einschränkungen der Flächentarifverträge erlassen und dadurch die Arbeitsverhältnisse unter dem Stichwort “Reformen” sozial entsichert hat. Dazu hat sie die solidarischen, umlagefinanzierten Sicherungssysteme systematisch deformiert, durch institutionelle Regelungen abgeschmolzen, die vorhandenen Mittel “anderweitig” verwendet (was logischer Weise den sogenannten Ausländerhaß anfeuerte) und so den angemessenen Lebensstandard der “breiten Masse” zielgerecht abgesenkt.
Um Zirkulationsmittel aus der Güter schaffenden Wirtschaft heraus in die Finanzblase zu überführen, also um die Finanzwirtschaft liquide zu halten, förderte und forderte man private kapitalgedeckte Formen der Vorsorge. Die dementsprechende, asymmetrische Steuerpolitik hat die Schere der Verteilung von Gewinn- und Lohn-Einkommen und die Vermögens-Umverteilung zunehmend gespreizt. Die gesellschaftlich spürbaren Folgen erklären sich als “individuelles Versagen”. Um den Geldkreislauf entsprechend zu entregeln, bedurfte es einer breiter angelegten “Wählerzustimmung”. Dies war das Geschäft der rot-schwarzen Koalition. Sie “lockerte” den Börsenhandel, ließ den Derivatehandel zu und befreite die Bankgewinne aus dem Handel mit Industriebeteiligungen von Steuern. Hedgefonds wurden als Dachfonds zugelassen und die Verbriefung von Krediten steuerlich begünstigt. Die große Koalition propagierte und förderte innovative Finanzdienste, das heißt, das Absaugen von Umlaufmitteln aus der produzierenden Wirtschaft in eine, in der sich Geld scheinbar von selbst vermehrt. Die entsprechenden Vertriebswege und Kapitalbeteiligungs-Gesellschaften wurden steuerlich privilegiert. Dem widersprachen Großverbände wie Gewerkschaften und Kirchen kaum, weil man ihnen dies als Weg zur wirtschaftlichen Gesundung versprach.
So gelang es, das nachhinkende Deutschland ordentlich an die internationale Finanzblase anzuschließen. Als dies zur Zufriedenheit der Olympischen Götter im Dollarhimmel geschehen war, entschied man, nun die etwas heiße Luft aus der Finanzblase abzulassen. Die deutsche Regierung reagierte sofort und bot den bei der Triage fallengelassenen “Finanzeliten” Hilfe auf Kosten der Steuerzahler an. Zur Rechtfertigung inszenierte sie das Dampfablassen der Blasenökonomen als dramatische Krise, jagte den Leuten ordentlich Angst ein, um sich ihre Unterstützung durch hoffnungsweckende Andeutungen zu sichern. Dazu dienten so dumme Hinweise wie die des Finanzministers, man müsse zuerst die Unfallstelle aufräumen, bevor man diejenigen zur Rede stellt, die den Schaden verursacht hätten, oder man müsse unverzüglich das Feuer löschen, auch wenn es sich um Brandstiftung gehandelt habe. Aber mußte man unbedingt die “Brandstifter ans Lenkrad des Löschzugs” setzen oder, genauer gesagt, an seiner Fernsteuerung belassen? Sie schnüren nun in den Hinterzimmern der Regierung das Rettungspaket, das dem Parlament und der Öffentlichkeit übereilt zur Akzeptanz angeboten wird. Denn Brandstifter, Krisenursache, Krisenausmaß und Krisenfolgen blieben in dem Dunkeln, in dem sich seit eh und je gut munkeln ließ. Denn Geld regiert die Welt, d.h. diejenigen, die das neue Geld in Umlauf bringen dürfen, und das darf bekanntlich weder die Regierung noch Sie und ich.
Im neuen Jahr haben wir Neuwahlen, kennen Sie Alternativen. Welches Neue werden Sie wählen? Wer soll das Geld in die Hand nehmen, das die Welt regiert? Vielleicht der neue Repräsentant der westlichen Führungsmacht? Eben hat er Admiral Dennis Blair für den Posten des Nationalen Geheimdienst-Direktors nominiert. Das ist der dritte Vier-Sterne-General in seinem künftigen Kabinett, nach James Jones als Nationalem Sicherheitsberater und dem ehemaligen Generalstabschef der Armee, Erik Shinseki, als Staatssekretär für Veteranen-Angelegenheiten. Auch heißt es, er würde den pensionierten General Michael Hayden als CIA-Direktor behalten, wie Bushs Verteidigungsminister Robert Gates. Die Washington Post nannte das am Samstag 20. Dezember “einen ungewöhnlichen Trend für eine demokratische Regierung, der beide politischen Lager überrascht hat”. Die Überraschung wird zur Befürchtung, weil Obama Anfang Dezember verlauten ließ: “Um den Wohlstand zu Hause und Frieden in der Welt sicherzustellen, teilen wir die Überzeugung, daß wir auch in Zukunft die stärkste Militärmaschine der Welt haben müssen”. Bei der Gelegenheit versprach er den Militärs, die amerikanische Armee um 100.000 Mann aufzustocken, und den Verteidigungshaushalt von jährlich 850 Mrd. Dollar nicht nennenswert zu kürzen.
Dementsprechend hatte das US Army War College bereits am 4. November eine Studie “Known Unknowns: Unconventional Strategic Shocks in Defense Strategy Development” (Bekannte Unwägbarkeiten, ungewöhnliche strategische Schocks in der Entwicklung der Verteidigungsstrategie) veröffentlicht. Sie sieht nicht weniger vor, als die Umgruppierung der US-Army, um den “unforeseen economic collapse” (den nicht vorher gesehenen Wirtschaftskollaps) und die “rapid dissolution of public order in all or significant parts of the US” (die rapide Auflösung der öffentlichen Ordnung in der gesamten oder bedeutenden Teilen der USA) zu handhaben. Den Bericht schrieb ein Professor Nathan Freier, nach dem Vorwort von Oberst John A. Kardos, dem Direktor des Peacekeeping and Stability Operations Institutes. Als mögliche Krisenauslöser nennt Freier neben Terrorismus auch die Möglichkeit, daß sich China und Rußland “politisch und wirtschaftlich” gegen den Westen verbünden könnten. Als Folge dessen müßte sich das Defense Establishment im Inneren auf “Bürgerkriegszustände” ein- und seine Prioritäten entsprechend um-stellen. Die Bundeswehr im Inneneinsatz, das war nur Befehl von oben, nicht wahr, Herr Schäuble? (Quelle)
Worum es letztlich geht, verdeutlicht eine Broschüre ausgerechnet des Bundesumweltministeriums: “Die Dritte Industrielle Revolution, Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert, Kommentare zum wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Umbau der Industriegesellschaften” vom September 2008. Darin heißt es auf Seite 78: “Die Herausforderung besteht darin, die Große Transformation bereits jetzt mit aller Kraft in Gang zu setzen, zu einem Zeitpunkt, der nach “Revolutionsgesetzen” viel zu früh erscheint. Im Unterschied zur Ersten und zur Zweiten Industriellen Revolution ist deshalb ein politischer Rahmen zu schaffen, der die Gesetzlichkeiten großer Transformationsprozesse gewissermaßen künstlich erzeugt. Technisch gesprochen, benötigen wir eine Art Fortschrittskatalysator, einen gesellschaftlichen Beschleuniger des Transformationsprozesses”. Auch das auf Befehl von oben?
Die genannte erste und zweite Industrielle Revolution hatte Voraussetzungen für den Wohlstand der breiten Bevölkerung geschaffen. Die Dritte dient dem finanztechnisch eingeleiteten Abbau (”Umbau”) des Wohlstands durch eine enteffizierende, sogenannte Umwelttechnologie. Das geschieht im Rahmen von Kriegen hart an der Schwelle des Weltbrandes, von Seuchen aufgrund der chronisch inszenierten Unterernährung riesiger Bevölkerungsgruppen, einer manipulativen Gesundheitspolitik fern des erreichten Standes naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und einer entmoralisierenden Kulturpolitik.
Neues Spiel wäre schon nötig für das alt ersehnte Glück, nur müßte man es in Gang setzen können.
Quelle: Der Spatz im Gebälk 04.01.09





17 responses so far ↓
1 Dagmar // Jan 7, 2009 at 13:04
Wer ist denn dieser “Lugazaghisi” eigentlich?
Im Internet kommt der nur beim Spatzen und seinen Multiplikatoren vor:
http://www.google.de/search?q=Lugazaghisi&num=100&hl=de&safe=off&as_qdr=all&filter=0
Könnte vielleicht Mesalim (König von Lagasch und Adab) gemeint sein?
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_K%C3%B6nige_von_Kisch#Zweite_Dynastie_.28um_2500_-_um_2400_v._Chr..29
Lugazaghisi wird jedenfalls oft auch mit den Vorkommnissen rund um den 1. Weltkrieg in Verbindung gebracht:
http://www.spatzseite.de/20030824.htm
Dazu hab ich gerade erst gelesen, daß die Amis damals gemogelt hatten und mit ihren Passagierdampfern auch Waffen nach England geschmuggelt hatten. Demnach hätte der Kaiser die “Lusitania” rechtmäßig versenken lassen gehabt, ohne daß die Amis sich am Krieg hätten beteiligen dürfen:
http://www.dailymail.co.uk/news/article-1098904/Secret-Lusitania-Arms-challenges-Allied-claims-solely-passenger-ship.html
Wenn das rechtlich so stimmt, dann hätte Deutschland 1918 wahrscheinlich gewonnen (oder zumindest ein Unentschieden erzielt). Deswegen muß man aus heutiger Sicht die Verträge und von Versailles als erschlichen, unfair und daher nichtig ansehen.
Einen 2. Weltkrieg, Konzentrationslager und Hiroshima hätte es folglich nie geben dürfen. Aber kann man nach so langer Zeit aus Amerika noch eine Gutschrift als Entschädigung verlangen, wo die jetzt selber nichts mehr haben?
http://rense.com/1.imagesH/NA-AV114.gif
Meine Hoffnungen ruhen nun auf einem umfassenden spirituellen Friedens- und Einheitsplan, den Seine Heiligkeit heute der Weltkonferenz in Mahuva (Bhavnagar (Gujarat (Indien))) vorgelegt hat.
http://www.punjabnewsline.com/content/view/14719/93/
2 Dagmar // Jan 7, 2009 at 13:16
PS:
Hoffentlich haben sie in Mahuva für die Konferenz gut vorgesorgt, weil in Indien jetzt die 6 Millionen Brummifahrer streiken und das Öl wird auch knapp, weil die Öl-Arbeiter plötzlich auch Geld sehen wollen:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/7814947.stm
Der zeitliche Zusammenhang ist natürlich kein Zufall. MI6 muß wirklich verzweifelt sein!
3 Hermann Ludwig // Jan 7, 2009 at 21:58
@ Fräulein Dagmar
“Wer ist denn dieser ‘Lugazaghisi’ eigentlich?”
Ich habe folgendes ermitteln können:
Bei Lugazaghisi müsste es sich um Lu-Gal Zagesi (bzw. engl.: Lugal-zage-si) handeln.
dt.: http://de.wikipedia.org/wiki/Lugal-Zagesi
US: http://en.wikipedia.org/wiki/Lugal-zage-si
Dieser lebte vor knapp 4400 Jahren (englische Wikipedia: vor knapp 4300 Jahren) in Mesopotamien. Sein Herrschertitel lautet auf Deutsch u.A. “Reinigungspriester des An in Uruk – Statthalter des Utu in Larsa” (nicht: Lhasa). Gemäß dt. Wikipedia sah er sich als erster Hirte seines Volkes. Die engl. Wikipedia weiß zudem, daß er Vermögenswerte einbrachte (ohne sie zurückzuzahlen – die Pistole war noch nicht erfunden) und dann erzählen ließ, Gott Enlil habe ihm die Länder zwischen Levantinischer Küste und Golfregion “gegeben”. Diese Politik wird zwar als “successful” (erfolgreich) beschrieben, wichtiger noch erscheint der engl. Wikipedia jedoch sein Durchbruch zur westlichen Küste. Zugleich war er den englischsprachigen Freunden zufolge der letzte Herrscher der Sumerischen Hochkultur, bevor diese den Akkadiern unterlag.
Beide Sprachen wissen aber bestimmt, daß er aus Umma stammte. Noch heute ist er offenbar das Bedeutendste an der irakischen Stadt Tell Jokah.
Die Amis wissen zudem, daß es dort seit 2003 keine echten Andenken mehr gibt und daß die Iraker daran schuld sind.
http://en.wikipedia.org/wiki/Tell_Jokha
4 chewbacca // Jan 8, 2009 at 0:07
“Demokratie war einmal anders gedacht. Erwachsene sollten sich ihre “Führer” wählen und sie bei Mißerfolgen austauschen”
haben die Griechen nicht den Plebiszit erfunden?
Wahre Demokratie braucht keine Führer, sondern mündige und wehrhafte Bürger, die in der Lage sind selbst über Gesetze zu entscheiden ohne die korrupten Mittelsmänner in den Parlamenten.
(Erwachsene= Männer mit eigenem Landbesitz?)
5 chewbacca // Jan 8, 2009 at 0:11
Deutsche die erst einen Führer brauchen um sich zu erheben, finde genauso verachtenswert wie Deutsche die einen Führer brauchen um sich und alles Deutsche zu erniedrigen.
6 Bürger // Jan 8, 2009 at 6:57
@ Dagmar
Die Unrechtmäßigkeit des Versailler Vertrages ergibt sich schon allein aus der HLKO (Haager Landkriegsordnung) von 1907
7 Detlef // Jan 8, 2009 at 7:44
Dagmar
“weil die Öl-Arbeiter plötzlich auch Geld sehen wollen:”
Da wird sich sicher bald das chinesische Model als das erfolgreichste durchsetzen. Selbst die Deutsche Bank verzieht sich schon dahin. Und nüchtern betrachtet ist es als Staatsmodel auch den westlichen Demokreaturen überlegen. Eine starke Partei im Bündnis mit Volk und Unternehmern.
Kurios auch die ex DDR könnte heute zu den
Erfolgreichen gehören, natürlich ohne SU-Fremdherrschaft.
Nicht der Name ist entscheiden, sondern der Inhalt.
Bei der NPD als nun neuer Karnevalsverein ist jedenfalls eine Besserung erst einmal vom Tisch.
Wird uns da die Wirtschaft selbst das chinesische Modell Kraft ihrer Lobbyisten bringen?
Wenn schon einer der letzten familiären Grossunternehmer am westlichen Kapitalismus verzweifelt, werden die nationalen Kapitaleigner auch bald die Schnauze von den jüdischen Zockern voll haben?
Man sollte die Gasöfen mit den jüdischen Derivaten schon mal vorheizen.
8 Eichenlaub // Jan 8, 2009 at 7:45
@ chewbacca
“Wahre Demokratie braucht keine Führer, sondern mündige und wehrhafte Bürger, die in der Lage sind selbst über Gesetze zu entscheiden ohne die korrupten Mittelsmänner in den Parlamenten.”
Man hört so oft etwas von wahrer Demokratie und ihrer Wehrhaftigkeit usw.
Komisch so eine Demokratie gab es noch nie auf Erden! Die Idee der Demokratie ist tot! Es gab nur ein System in dem das Volk gedeihen und blühen konnte!
9 Dagmar // Jan 8, 2009 at 12:11
Großartig recherchiert, Herr Ludwig. An Ihnen ist ein Orientalist verloren gegangen.
König Zagesi, Sohn des Bubu, war also eigentlich Akkadier. Da Kisch wie Akkad im Gegensatz zu Umma in den Vororten Bagdads vermutet wird, ist es eine große Leistung von Ihnen, die Königslisten von Umma statt derer von Kisch zu durchsuchen!
Vermutlich hat der junge Zagesi um minus 2360 seine Nisaba-Statue eingepackt, einige Burschen in Kisch mit Schwertern ausgestattet und ist mit ihnen auf einem Handelskahn den Tigris hinunter nach Uruk gesegelt, um im Handstreich Umma zu unterwerfen. Haargenau das selbe Vorgehen wie mit der Lusitania 4270 Jahre später!
Durch die Vernichtung des Beweismaterials im Zuge der Initiative “Enduring Freedom” durch die internationale Koalition und Lücken im Völkerrecht 1800 Jahre vor Buddhas Erleuchtung, wird man die genauen Umstände der Verbrechen wohl nie genau aufklären können. Dagegen wird sogar der Schutz von Kulturgütern durch die Nazis in Ihrem Verweis ausdrücklich gelobt:
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2007/jun/08/comment.iraq
Für uns aber die Gelegenheit, das deutsch-amerikanische Verhältnis im Rahmen unserer gerechten Weltinnenpolitik neu zu ordnen auf eine neue Grundlage zu stellen!
10 Dagmar // Jan 8, 2009 at 12:52
Lieber Detlef,
der “familiäre Grossunternehmer” war als fünftreichster Milliardär Deutschlands schon lange auf dem absteigenden Ast und weil er neidisch auf Porsches VW-Aktien war, hat er sich eben an der euwax verzockt. Das kann vorkommen.
http://www.faz.net/m/%7B2A335813-17C9-4FC4-A707-901B3789AD86%7DPicture.jpg
Über die karmischen Auswirkungen brauchen wir nicht zu spekulieren und Deinen China/Deutsche-Bank-Kommentar lassen wir gerne als Satireblase so stehen.
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601080&sid=aFv1ZS2NMwlw&refer=asia
11 Hermann Ludwig // Jan 8, 2009 at 16:31
@ Frl. Dagmar
Danke für die Korrekturen und die weiterführenden Hinweise! Niemand recherchiert so schön wie Sie. Neben der Entführung in die Welt der Orientalistik von den Anfängen um 1800 v. Bud. bis ca. 2478 bzw. 2566 n. Bud. hat es mir aber auch der Guardian-Kommentar vom 8. Juni ca. 2570 unserer Zeitrechnung angetan.
Die englische Zeitung hält es darin für bemerkenswert, daß der Louvre 1940-44 n. Chr. von “den Nazis” nicht zur Plünderung durch die lokale kriminelle Community freigegeben wurde. Das regierungs- bzw. labournahe Blatt meint dann, die bis 2003 n. Chr. im Irak offenbar gegebene Sicherheit der Ausstellungstücke mit den Begriffen „Folter“ und „Erschossenwerden“ in Verbindung bringen zu sollen, während die Besetzung der Gegend durch mit London verbündete US-Truppen im April 2003 n. Chr. im Grunde mit der Anwesenheit amerikanischer Bundestruppen in New York City vergleichbar sei. Diese hätten im Kampf gegen Folter und Erschossenwerden seitens der abgesetzten Lokalregierung allerdings zeitweise keine optimale Güterabwägung vorgenommen. Der gut gemeinte freiheitliche Ansatz habe daher seine beschämenden Aspekte, zumal wiederum mit „Folter“ und „Erschossenwerden“ zu rechnen sei (nun ausgehend von lokalen Kriminellen, die offenbar am Embargo vorbei Handelspartner finden).
Anschließend folgen umfangreiche, empörte Anklagen gegen die Kulturlosigkeit speziell der amerikanischen Partner („Hängende Gärten von Halliburton“, „Sandsäcke im archäologisch bedeutenden Untergrund“). Insgesamt wirkt der Kommentator enttäuscht über die Menschen im Irak und auch über den „Krieg der Werte“ (Anthony Blair) insgesamt, gegen den er persönlich aber schon immer war.
Ob sein Blatt wohl dennoch auch 2009 wieder zur Wahl von New Labor aufrufen wird? Angesichts dieses Vollbilds pluralistischer Pressefreiheit bleiben zunächst Zweifel!
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2007/jun/08/comment.iraq
12 Detlef // Jan 8, 2009 at 19:39
Satireblase
Liebe Dagmar, ihr Link scheint nicht das Thema zu sein, welches die Nachrichten (leider waren es zio. Sender) unter die Leute brachten.
Explizit wurde verkündet ,wegen des westlichen Niedergangs der Kapitalmärkte engagiert sich die DB verstärkt in China, so bei der ….Bank wo sie 30% der Anteile übernahm. Ob nun eine seriöse Meldung oder nicht, dies Problem kennen wir ja.
Aber richtig, wenn bei Bloomberg nichts zu finden ist, dann ist es vermutlich noch, oder gar nicht amtlich.
Allerdings:
Die Deutsche Bank und das private Bankhaus Sal. Oppenheim kauften sich bei der chinesischen Huaxia Bank ein. Die Übernahme von zusammen 14 Prozent…
Und weiter dies,
„Zum ersten Mal verfügen die Chinesen über die größte Weltbank, was die Marktkapitalisierung anbetrifft, und besitzen drei der führenden fünf Banken – die »Industrial & Commercial Bank of China Ltd.«, die »China Construction Bank Corp.« und die »Bank of China Ltd.« Und, was noch wichtiger ist: Sie haben den ehemaligen Marktführer, die amerikanische »Citigroup NA«, auf den 7. Platz verwiesen, größtenteils als Ergebnis der starken Verwicklung der New Yorker Bank in das Sub-Prime-Debakel. Bedeutet das den Aufstieg eines neuen Machtzentrums der Weltfinanz?“
http://info.kopp-verlag.de/news/chinesische-bank-verdraengt-amerikanische-citigroup-von-platz-1.html ,
bestätigt meine Vermutung vom Niedergang/Untergang und von der vergebenen Change, seinerzeit in Mitteldeutschland.
13 Dagmar // Jan 8, 2009 at 20:48
@Detlef:
Da geht es aber nur um 0,4 Milliarden, das ist unter meinem Finanzradar. Alte Geschichte, aus der die db wohl nicht mehr rechtzeitig raus kam:
http://www.deutsche-bank.de/presse/de/content/presse_informationen_2008_4142.htm
Das große Geld will raus!
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/banken-fliehen-aus-china;2122511
Rotchina wird dies Jahr 100 Millionen neue Arbeitslose zzgl. Kurzarbeiter kriegen. An die resultierenden Krawalle darf man gar nicht denken:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,599290,00.html
Engdahl les ich aber auch gern. Spannend wie ein Thriller und teilweise von Spatzen gegengelesen. Freiheit für Tibet!
14 Dagmar // Jan 8, 2009 at 21:03
@Herrn Ludwig,
Falls es in 2009 noch eine Labour Partei gibt. Während die Kameraden in den anderen Threads noch über Parteiposten, Razzien und Schlägereien philosophieren, bringen die Mainstream-Organe die global vorherrschende Stimmung auf den Punkt:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2009/01/08/weltuntergang/fuenf-moegliche-szenarien.html
15 Hermann Ludwig // Jan 8, 2009 at 22:48
“bringen die Mainstream-Organe die global vorherrschende Stimmung auf den Punkt”
Stimmt. Alle fünf Szenarien sind aber von Herrn Winkler abgeschrieben. Mal sehen, wie lange es dauert, bis der Rest von Winklers Visionen als global vorherrschende Stimmung von den Mainstream-Organen auf den Punkt gebracht wird.
P.S.: Sie haben das hier aber ganz schön an sich gerissen, was Frl. Dagmar?
http://de.altermedia.info/general/volk-und-rasse-i-eine-kolumne-von-jurgen-schwab-060907_11064.html#comment-150677
16 chewbacca // Jan 9, 2009 at 1:24
@ Eichenlaub
Ich spreche nicht davon das die Demokratie wehrhaft sein sollte (was natürlich dummes Zeug ist), sondern das die Menschen wehrhaft und frei sein müssen um echte Demokratie leben zu können.
Da wir aber leider ein Volk von bequemen Knechten sind die sich lieber fremdbeherrschen lassen, ist diese Demokratie eben nicht die eines freienVolkes.
17 Daggi // Jan 9, 2009 at 22:04
Alle Achtung, was Sie alles wiederfinden, Herr Ludwig. Ihre Ferndeixis ist beneidenswert!
Ich hatte lediglich um Aufklärung über diesen Lugazaghisi gebeten und bei Herrn qwertz hatte ich mich damals vor allem gewundert, wie ein Mathematiker ein derart primitives Pseudonym wählen kann. Inhaltlich hatten wir nie größere Probleme miteinander.
Meinen Sie, ich war zu grob mit ihm?
Wissen Sie, wo er sich heute aufhält?
Und was macht Herr Schwab eigentlich?
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