![]() |
“Ich spreche von der Impotenz und Unfähigkeit sowohl Europas wie der Vereinigten Staaten, zusammen zu handeln, Druck auszuüben und das Ausmaß der Bedrohung zu verstehen”, meinte ein hoher Beamter aus Georgien am Rande des Treffens zwischen den Präsidenten Sarkozy und Saakaschwili. Ähnlich war wohl polnischen Beamten im September 1939 zu Mute, nachdem sie auf Empfehlung westlicher Diplomaten alle Verhandlungsangebote Deutschlands abgelehnt, die Bevölkerung zu provokativen Aktionen gegen Deutsche ermuntert und ihre Journalisten in den Medien kriegerisch hatten auftrumpfen lassen. Als dann der “Überfall” erfolgte, war von der “Hilfe” der Verbündeten nichts zu sehen – aber die Geschäftsidee “2. Weltkrieg” war so endlich in Gang gekommen.
Saakaschwili ist nicht der einzige “Amerikaner”, der nach der Rosen-Revolution von 2003, die neben anderen halboffiziellen US-Quellen auch Spekulant Soros finanziert hatte, in Georgia an die Macht gelangt war. Saakaschwili hatte an der Eliteuniversität in Yale studiert und unterhält noch immer seine Anwaltskanzlei in Washington DC. Der Premierminister Wladimir Gurgenidze ist britischer Staatsbürger. Bevor er mit der Rosen-Revolution Chef der Bank of Georgia wurde, war er Direktor und Chef der Abteilung Mergers and Acquisitions für den Europäischen Markt des Bankhauses ABN Ambro. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrates in Georgien Alexander Lomaia war bis 2003 Geschäftsführender Direktor von Soros Open Society Georgia Foundation mit einem Jahresbudget von 2,5 Mio US-Dollar zur Gründung und Finanzierung sogenannter NGO’s (Nichtregierungsorganisationen, wie Greenpeace etc.). Auch der Vorsitzende des Parlamentarischen Rates für Europäische Integration, David Darchiaschwili, war schon seit 1992 leitend in Soros Caucasus Institute for Peace, Democracy and Development beschäftigt.
Ist der Überfall Georgiens auf seine “abtrünnige” Provinz Südossetien (Teil des russischen Nordossetiens) Auftakt zu einem neuen Weltkrieg im Zuge des Mackinder-Plans (”The Geographical Pivot of History” von 1904)? Vielleicht waren dem Russen und Sarkozy mit ihrer diplomatischen Initiative zuvorgekommen? Doch auch nach dem Polenfeldzug dauerte es viele Monate, bis der Krieg dank der Bemühungen des US-Vizeaußenministers Sumner Welles in Europa mit dem Norwegenfeldzug endlich richtig in Gang kam. Die Bereitschaft der orange-revolutionierten Ukraine sich im Sinne Mackinders an der Seite Georgiens am Krieg gegen Rußland zu beteiligen, kam zwar zu spät, sollte aber nicht übersehen werden.
Die Präsidenten Litauens, Valdas Adamkus, Estlands, Toomas Hendrik Ilves, Polens Lech Kaczynski, Lettlands, Ivars Godmanis und der Ukraine, Viktor Juschtschenko haben bei ihrer jüngsten Demonstration in Tiflis Georgien den Rücken gestärkt. Juschtschenko äußerte sich bei der Gelegenheit ähnlich wie der Pole Kaczynski: “Wir kamen hierher, um zu kämpfen, weil der nördliche Nachbar sich das kleine Land unterstellen will. Wir sagen ihm ‚Nein’. Dieser Nachbar denkt, daß heute immer noch die alte Zeit herrscht, diese Zeit ist ein für alle Mal vorbei”. Die alte Zeit, 1939, ist wirklich vorbei – aber soweit haben Kaczynski und Genossen wohl nicht zurückgedacht.
Stellvertreter sind ein kostspieliges aber im letzten Jahrhundert beliebtes und bewährtes Kriegsinstrument – sowohl im regulären wie im “Low Intensity”, oder zeitgemäßer im “terroristischen” Krieg. Es finden sich immer Dumme und Mietlinge. Letztlich kommt es auf den Entschluß der Macht, auf die USA an. Der US-Präsident hat laut New York Times vom 14. August die russische “Aggression” äußerst scharf angegriffen und bereits Soldaten und “humanitäre Hilfsgüter” ins georgische Krisengebiet schicken lassen. Diese “Hilfe” begann aber nicht erst mit dem Überfall Georgiens: Nach Regierungsangaben hat der US-Steuerzahler die georgische Regierung mit 80 Mio. US-Dollar im Jahr unterstützt. Doch das war längst nicht alles.
Die Federation of American Scientists enthüllte auf ihrer Webseite Quelle, daß Georgien “erst kürzlich” Waffen, darunter zehn UH-1H Huey-Helikopter, und andere Militärhilfe und Training im Wert von 64 Millionen US$ aus den USA bezogen hat. Und Al Jazeera zitierte das georgische Verteidigungsministerium bereits im Juli: “insgesamt rund 1650 Soldaten aus den USA, Georgien und mehreren anderen osteuropäischen Ländern, haben Übungen auf der ehemals russischen Militär-Basis Vaziani begonnen [...] Nana Intskirveli, Sprecherin des georgischen Verteidigungsministerium, sagte die Übungen finden mit Bezug auf die Militärallianz (NATO) statt. Sie sagte auch, an der Übung, nähmen Stabsoffiziere aus Armenienn, Azerbaijan und der Ukraine teil. Sie würde 3 Wochen dauern”, also rein zufällig genau bis zum Beginn des Überfalls auf Südossetien.
Über die Übungen berichtete NowPublic am 17. Juli (Quelle): “US-Funktionäre beteuern, daß die lange geplanten Kriegsspiele nichts mit dem Disput zwischen Rußland und Georgien über die abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien zu tun hätten. Aber sie gäben Washington eine Chance, das pro-westliche Tiflis in einem kritischen Zeitpunkt zu unterstützen”. Waren die USA da unbewußt in etwas hineingeschlittert? Schon am 10. Juli war an der gleichen Quelle zu lesen: Außenministerin Condi Rice war nach Georgien entsandt worden, als “tödliche Feuergefechte zwischen georgischen Truppen und Separatisten in einer durch Rußland unterstützten, abtrünnigen Region stattfanden [...] Im Vorfeld von Rices Ankunft sagte ein hochrangiger Funktionär des Außenministeriums, der nicht identifiziert werden wollte zu Reportern, daß ein ungehinderter Konflikt in der Region zu einer Katastrophe führen könnte. Der Funktionär sagte außerdem, Moskau müsse begreifen daß das sowjetische Imperium vorbei sei”, Formulierungen, welche der polnische und ukrainische Premierminister in Tiflis später aufgriffen.
Seit 1994 erhält Georgien US-Militärhilfe und leistet dafür seit 2004 mit 2500 Soldaten im Irak US-Besatzungs-Hilfsdienste. Nach Angaben des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) rüstet Georgien so stark auf wie kein anderes Land. Das georgische Militärbudget wuchs von 2004 auf 2005 um 143 Prozent (Survey Says Biggest Surge in Arms Spending in Georgia; Online-Magazin Civil Georgia, 12.6.2006, Quelle). USA haben 1999, als sie zur “Befreiung” der abtrünnigen Provinz Kosovo von Jugoslawien zusammen mit der EU Serbien bombardierten, beschlossen, “starke politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Bindungen zwischen den Ländern des Südkaukasus [...] und dem Westen zu entwickeln”. Die NATO vereinbarte 2004 mit Georgien eine strategische Partnerschaft, den Individual Partnership Action Plan (IPAP) und verstärkte sie am 21.09.2006 als “Intensive Dialog (ID). Georgien ist Mitglied im Europarat und gehört den EU-Programmen Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) und Transport Corridor Europe-Caucasus-Asia (TRECECA) an. Georgien unterhält mit den USA und Israel bilaterale Militärabkommen.
Sieht man von Mackinder ab geht es “nur” um die Sicherung der BTC Pipeline, die statt des an Afghanistan gescheiterten Projekts, das am Kaspischen Meer neuentdeckte Öl an Rußland vorbei durch Georgien zum türkischen Hafen Ceyan in den Westen leiten soll. Dabei ist in Georgien auch ein Abzweig zum israelischen Hafen Ashkelon geplant.
Zum Schutz dieses Projekts hatte Georgien am 31. März 2006 die beiden russischen Militärbasen gekündigt und durch NATO-Basen in Senakskaya und Gori ersetzt, wohin möglicherweise die russischen Truppen jetzt vorgestoßen waren. Wo die USA kocht, da rührt auch Israel mit. So war es auch am 5. August, ganze zwei Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking und dem Angriff Georgiens. In der International Harald Tribune (IHT) stand zu lesen: “Zusätzlich zu den Spionagedrohnen hat Israel Georgien auch mit Infanteriewaffen sowie mit Elektronik für Artilleriesysteme beliefert und half, laut Koba Liklikadze, ein unabhängiger Militärexperte aus Tiflis, bei der Modernisierung der von den Sowjets entwickelten und in Georgien zusammengebauten Su-25-Jets für Bodenangriffe. Ehemalige israelische Generäle dienen als Berater des georgischen Militärs”.
Nach einer Meldung des russischen Verteidigungsministeriums vom 19. Mai wurde Washington Anfang Mai gewarnt “die Militärhilfe [der USA, NATO und Israels] würden die Region destabilisieren”. Nach Interfax Moskau vom 7. August 2008, (auf russisch) erhielt Georgien 206 Panzer, 186 gepanzerte Truppentransporter, 79 Geschütze, 25 Hubschrauber, zehn Boden-Luft-Raketensysteme, acht israelische Drohnen, und vier Kampfflugzeuge. Weitere Lieferungen von “145 Panzerfahrzeuge, 262 Geschütze, 14 Kampfflugzeuge, darunter vier Mirazh-2000 Zerstörer, 25 Kampfhubschrauber, 15 Black Hawks und sechs weitere Boden-Luft-Raketensysteme stehen noch aus”. Der russischen stellvertretenden Generalstabchefs, Anatoli Nogowizyn und Außenministers Sergej Lawrow sagten auf einer Pressekonferenz am 13. August, ausländische Söldner hätten auf georgischer Seite in Südossetien gekämpft (nach Geheimdienstangaben waren es etwa 3000). So schon in der IHT vom 5. August dieses jahres.
Auf der Sieges-Kundgebung am 12. August in Tiflis rief Saakaschwili den jubelnden Massen zu: “Die Russen wollten uns Abchasien und Südossetien wegnehmen! Die russischen Truppen haben all das vernichtet, was wir all diese Jahre errichtet haben: Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten! Sie haben die wunderschöne Stadt Zchinwali dem Erdboden gleich gemacht!” Er hat zwar vom westlichen Journalismus gelernt, dann, wenn die Ideologie des Westens auf dem Spiel steht, auch die Tatsachen auf den Kopf zustellen. Die Medien im Westen gehen weniger plump vor, wollen aber den Massen die gleiche Vorstellung einhämmern, ein Lehrbeispiel für Mediengläubige mit Resten an Bekehrungszweifel. Georgien hat bekanntlich dort nichts zum Wiederaufbau beigetragen und in der Nacht zum 8. August seine Truppen in Südossetien einmarschieren lassen und die Hauptstadt Zchinwali in Trümmer geschossen. Nach Angaben der südossetischen Behörden waren dabei von den vielen Verletzten abgesehen 1600 Einwohner und 18 russische Soldaten ums Leben gekommen, über 34.000 Zivilisten sind geflüchtet.
Schon am 10. August durfte der Yale-Jurist Saakaschwili beim Gespräch mit Wolf Blitzer in CNN sagen: “Ich denke, hier stehen viel größere Dinge auf dem Spiel als nur Georgia. Hier geht es um die Grundwerte der Menschheit. Dies alles dreht sich um die Zukunft der Weltordnung”. Wie Recht er hat, nur was für Grundwerte und Wertordnung meint er?
Die Beziehungen zwischen Rußland und der NATO werden nach dem blutigen Konflikt um die von Georgien abtrünnige Republik Südossetien unweigerlich revidiert, sagte der russische NATO-Botschafter Dmitri Rogosin am 13. August in einem Interview des russischen Fernsehsenders NTV. “Unsere Beziehungen können nicht wie früher bleiben, nachdem Herr Jaap de Hoop Scheffer (NATO-Generalsekretär) kein Wort von den Opfern des Überfalls auf Südossetien und kein Wort der Verurteilung der Aggression gesagt hat. Mehr noch. Scheffer übte Kritik an Rußland, dessen Bürger ihr Leben lassen mußten”. Rogosin warf westlichen Massenmedien vor: “BBC und CNN verstießen gegen den Kodex der Kriegsberichterstattung [...] Die derart ungeheuerlichen Fakten müßten von internationalen Journalistenverbänden geklärt werden [...] Man betriebt Kriegspropaganda und leistet Saakaschwili, der Kriegsverbrechen beging, Vorschub”. Nur, der Westen hat immer Recht, alle anderen lügen.
Hohe US-Beamten sagten nach der New York Times vom 14. August, die USA würden sich nun von gemeinsam mit Rußland geplanten Militärübungen zurückziehen und überlegen, ob sie dem Land den Zugang zur Welthandelsorganisation und seine Mitgliedschaft in der G8-Gruppe blockieren werden. Inzwischen tagte die G8 bereits ohne Rußland. Wohl ist noch nichts entschieden. Allerdings verfügt Rußland über eine stärkere Position als Deutschland 1939 und vor allem über weniger Illusionen über den Westen und eine viel bessere Außenpolitik. Wollen wir also hoffen.





25 responses so far ↓
1 Hermann Ludwig // Aug 17, 2008 at 18:58
Was soll man da sagen – der Spatz hat ausnahmsweise mal vollumfänglich * (**) recht.
Und wie wusste Dr. Böttiger bereits am 4. Mai zu berichten: „Der US-Senat hat in seiner Sitzung am 28. April in einer Resolution seine ‚entschiedene Unterstützung’ für den Nato-Beitritt der Ukraine und Georgiens und seine ‚Unterstützung für die zukünftige Nato-Erweiterung’ bekräftigt. Die Senatoren fordern die Nato-Außenminister auf, bei ihrem Treffen im Dezember 2008 die Anträge der beiden Staaten für ihren Anschluß an den Aktionsplan für die Nato-Mitgliedschaft zu unterstützen. Die Resolution war von acht US-Senatoren, und von allen Präsidentschaftskandidaten, von Barak Obama, Hillary Clinton und John McCain eingebracht worden.“ http://tinyurl.com/55eae6
Auf die Gefahr hin, daß ich – außer als bescheuert, dumm, weltfremd und argumentativ ohne Wahl ( http://tinyurl.com/5ftthn ) – auch noch als Schröder-Freund entlarvt würde – aber was ein Unterschied Schröder darstellt: http://de.rian.ru/world/20080816/116081848.html
zu dieser intriganten und gewissenlosen Person hier: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/83303
Gute Nacht.
* Die Bank, deren Direktor der georgische Premierminister Wladimir Gurgenidze war, heißt natürlich ABN Amro.
(**) „…eine stärkere Position als Deutschland 1939 und vor allem über weniger Illusionen über den Westen und eine viel bessere Außenpolitik“ – Damit, Dr. Böttiger, haben Sie ganz recht. Freunde machen Sie sich mit dieser Einschätzung hier wie dort wohl nicht.
2 Dike // Aug 17, 2008 at 19:24
Hermann Ludwig, haben Sie denn etwas anderes von dieser, – (wie höflich Sie doch sind!) dieser “intriganten und gewissenlosen Person hier:”
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/83303
erwartet?
3 Daggi // Aug 17, 2008 at 19:46
Für Stammleser der Spatzseite kommt der Konflikt um Südossetien überhaupt nicht überraschend, wurden wir doch im Mai 2005 bereits eingehend über die Hintergründe aufgeklärt:
http://spatzseite.de/20050522.htm
Das russische Kriegsministerium warnt soeben vor einem möglichen Beginn der Phase 2.2 in Gori:
http://rian.ru/osetia/20080817/150438450.html
Die Tiefbunker sollten jetzt nur noch kurzzeitig für lebensnotwendige Besorgungen in schützender Kleidung verlasssen werden. Bei Lichtblitzen ist Sichtkontakt ebenso wie Panik zu vermeiden!
PS:
Dispositionshinweise für KW34 (Herrn Ludwig):
Die Subprimekrise scheint überwunden zu sein. Die Nachfrage nach Immobilien in A1-Lagen zieht spürbar an:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,572593,00.html
Bislang übersehene marginalisierte Regionen bieten mittelfristiges Trading-Potential:
http://www.patagonia-properties.com/deutsch/index.html
4 Michael // Aug 17, 2008 at 19:50
Hervorragender Artikel. Zu Soros siehe auch
http://de.altermedia.info/general/sudossetien-konflikt-leser-schreiben-fur-altermedia-110808_15576.html#comment-343936
5 Herrmann // Aug 17, 2008 at 19:50
http://video.google.de/videoplay?docid=-4756261265661218334&ei=TGeoSICrGaKe2wLljKX0CA&q=goebbels
6 Hermann Ludwig // Aug 17, 2008 at 20:15
Liebe Dike,
zwar wissen Sie sicher generell um den Grad meines Optimismus. Also: Nein, etwas anderes als das Allerschlimmste erwarte ich von Frau Dr. Merkel grundsätzlich nicht.
Andererseits, die Politik gegenüber Rußland stellte bisher den größten, insgesamt betrachtet sogar den einzigen wesentlichen Dissens zwischen den USA und einigen ihrer europäischen Verbündeten, insbesondere Berlin, dar. Eine der umstrittenen Fragen ist die Heranführung der Ukraine und Georgiens an die NATO. Damit würde die Front der westlichen Militärallianz definitiv bis an die russischen Grenzen vorgeschoben. Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen standen deutsche und einige andere europäische Politiker bislang auf der Bremse. Dadurch verlangsamte sich bisher das Tempo der militärischen Integration Georgiens und der Ukraine.
Die deutsche Regierung vor allem war es bisher auch, die sich gegen die von Georgien angestrebte Zerstörung des Status quo bezüglich der abtrünnigen Republiken Abchasien und Südossetien wandte. Insofern ist Merkels Auftritt in Tiflis heute für mich doch ein in dieser Abscheulichkeit unerwarteter Tiefpunkt ihrer Kanzlerschaft.
7 's Fritzle // Aug 17, 2008 at 20:22
Diese Argumentation ist (ihrer Struktur nach) genuin “auserwählt”. Damit gibt sich der SackArschWilly als [zensiert] zu erkennen (zumindest für alle diejenigen, welche diese Art von typischer, signifikanter Rabulistik kennen) und verweist zugleich (direkt) auf seine Lehrmeister und Gebieter.
Er meint das Wertesystem der Menschen (also nicht der Goyim-Völker), dem er sich verpflichtet weiß und deshalb eine allgemein gültige Verpflichtung aller auf dieses (auserwählte) System suggeriert. Das ist einer der üblichen Tricks der Auserwählten. Das Ferkel z.B. verwendet ihn laufend: Die Menschen erkennen dies und wollen das… Letztlich wollen die Menschen, daß sie Kanzlerin bleibt. Was das Deutsche Volk will, interessiert dabei nicht. Dessen Wille wird damit hintergangen. So funktioniert das bei den Menschen… mit ihren Grundwerten und ihrer Werteordnung.
8 Hermann Ludwig // Aug 17, 2008 at 21:45
Herzlichen Dank, Fräulein Daggi, für die wertvollen Hinweise bezüglich des mittelfristigen Trading-Potentials bisher marginalisierter Regionen.
Ich habe schon in frühester Jugend fasziniert die Immobilienangebote in der “Welt am Sonntag” verfolgt, wo einem für sehr günstiges Geld (teilweise unter 100.000 $ damals) hervorragende Schnäppchen mit sehr großzügig geschnittenen Grundstücken im Norden Kanadas, in der Mitte Paraguays (östl. Grand Chaco) und im Süden Argentiniens (Patagonien) angeboten wurden. Die Erreichbarkeit ausschließlich per Flugzeug/Hubschrauber/Kanu stellte dabei einen zusätzlichen Anreiz dar. Leider fehlten mir die nötigen USD-Sortenbestände und das kostenlose Sparkassen-Kindergirokonto gab’s auch nur auf DM-Basis ohne Zugang zum Auslandszahlungsverkehr. Mittlerweile stehen die dramatisch verschärften Geldwäschegesetze einer effektiven Abwicklung solcher Transaktionen möglicherweise schon wieder im Wege. Und solange der Silberpreis noch nicht, wie von Herrn Winkler prophezeit, auf 50.000$/Unze gestiegen ist, wäre wohl auch die Mitnahme von physischem Hacksilber nach Patagonien nur bedingt hilfreich. Dennoch etwas, was man im Auge behalten sollte!
1 EUR = 4,45 Arg. Pesos!
=> 1 Unze Silber = 38,45 Arg. Pesos!!
http://www.costedelavida.com/precios.php?op=perito-moreno-fabimir
P.S.: Paraguay ist noch günstiger.
9 griesgram // Aug 17, 2008 at 22:01
enn die ganze Bande wieder mal auf einem Haufen ist, könnte sich leicht eine Rakete verirren.
So wie damals in die französische und chinesische Botschaft…
Wo war das nochmal, wo der Ami damals Frieden und Demokratie verbreitet hat?
Die russische Technik ist doch sooooooooo unzuverlässig!
10 Schwabe // Aug 17, 2008 at 22:14
Der demokratische Westen kann ohne Tatsachenverdrehung offenbar nicht existieren.
Guter Artikel und hoffnungsvolle Endung:
„Allerdings verfügt Rußland über eine stärkere Position als Deutschland 1939 und vor allem über weniger Illusionen über den Westen und eine viel bessere Außenpolitik. Wollen wir also hoffen.“
11 Rkm // Aug 17, 2008 at 22:22
“Vielleicht waren dem Russen und Sarkozy mit ihrer diplomatischen Initiative zuvorgekommen?”
Ich habe lange überlegt ob und was in diesem Satz fehlen könnte. Jetzt hab ichs. Merkel fehlt !
Einer der besten Spatze bisher. Спокойной ночи
12 Michael // Aug 18, 2008 at 6:51
Derweil hat sich Zbigniew BRZEZINSKI, der polnische Teil des “odd couple” SOROS-BRZEZINSKI, in einem Interview mit dem mosaischen Juden MATHAN GARDELS (”Huffington Post” ; Eigentümerin: Arianna Stassinopoulos aka Huffington) nicht entblödet, PUTIN mit HITLER und STALIN zu vergleichen.
Siehe http://www.huffingtonpost.com/nathan-gardels/brzezinski-russias-invasi_b_118029.htnl
Und Sohn IAN BRZEZINSKI ist gleichzeitig “US Deputy Assistant Secretary of Defense for Europen and NATO Affairs” und als solcher ein glühender Verfechter der gerade mit dem Juden Leonard Kalkstein aka KACZINSKI beschlossenen Installation von US-Raketen auf potentiell geraubtem DEUTSCHEM Boden, um von dort aus zusammen mit den NATO-Mitgliedern Estland, Lettland, Litauen und dem zukünftigen NATO-Mitglied Georgien (FERKEL) Rußland in die Zange zu nehmen.
Siehe auch http://de.altermedia.info/general/sudossetien-konflikt-leser-schreiben-fur-altermedia-110808_15576.html#comment-344105
Da lob’ ich mir Tochter MIKA BRZEZINSKI, CO-Moderatorin von MSNBC’s “Morning Joe”, die es kürzlich abgelehnt hat, eine Sendung mit der weissen Schlampe Paris HILTON als Aufmacher zu beginnen.
Siehe http://de.youtube.com/watch?v=qkVWenCAK8g
13 Judge // Aug 18, 2008 at 9:09
Ein vorzüglicher Artikel , es ist nichts mehr zu sagen .
Der Besuch unseres Merkelferkels in Rusland und Georgien spricht Bände . Dieses Neutrum muß doch völlig verblödet sein , so einem Harsardeur wie Sack-Arsch-Willi weiterhin die Aufnahme in die NATO zu versprechen . Der Schröder , mag er sein wie er will , hat in Bezug auf Russland immer für Deutschland nützliche Weitsicht bewiesen . Das Merkel aber plärrt nur amerikanische Slogans nach .
14 Judge // Aug 18, 2008 at 9:36
Vorzüglicher Artikel ;
Hätten wir nur eine Kanzlerin , die ein ganz klein wenig Verstand entwickeln könnte , wenigstens so viel wie Schröder , der wußte wenigstens , daß uns Russland näher ist als Amerika .
15 Eberndorfer // Aug 18, 2008 at 9:39
Russland sollte Georgien nicht eher verlassen als bis dieses Land zu einem solchen Masse entmilitarisiert wurde, dass es fuer Suedossetien und Abchasien keine Gefahr mehr bedeutet.
Ausserdem muesste Russland in einem Friedensvertrag mit Georgien darauf bestehen, dass die USA in Georgien in Zukunft keine US-Basen errichtet.
Und selbstverstaendlich hat Russland keine Absicht mit dem Westen einen Krieg zu beginnen. Das sind alles gezielte Verleumdungen der USA und ihrer Luegen-Vasallen.
Russland muss aber bereit sein, den Anschluss der Ukraine an die Nato unter allen Umstaenden zu verhindern, wenn noetig unter Ruecknahme der Krim-Halbinsel, die uebrigens erst der Ukrainer Kruschtew 1954 an die Ukraine verschacherte und deren Bewohner fast durchwegs russisch sprechen.
http://www.krusenstern.ch/?p=1744
16 Carsten // Aug 18, 2008 at 9:44
Guten Morgen BRD? Nee Gute Nacht!
Und genauso sammelt es sich in der EU-Bonzokratie an.
_________________
AUS http://www.gomopa.net
“Deutschland geht pleite?
Diese Frage stellte ein Finanz-Newsletter. Unvorstellbar? Die Wahrheit ist, Deutschland
ist bereits so gut wie am Ende. Schon in absehbarer Zeit kann es D. in seiner jetzigen
Form nicht mehr geben. Alles, was im Moment passiert, ist nur noch Konkursverschleppung.
Zwei Billionen Euro kosten die Zusagen an Pensionen – für Deutschlands Beamte, die jetzt
und in den nächsten Jahren … Mehr:
http://www.gomopa.net/Finanzforum/Kommentare-und-Meinungen/Inflation-Geldentwertung-Preissteigerungsrate“
17 Michael // Aug 18, 2008 at 10:39
Die CDU/CSU-Union der Christ-Juden zeigt sich empört über Schröders jüngste Äußerung, wonach SackAssWilli ein “Hasadeur” sei.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,572651,00.html
Wie sollten sich diese Juden auch anders zu ihren “älteren Brüdern” in der mosaisch-jüdischen Republik Georgien ( http://judicial-inc.biz/88georgia_tillawi.htm ) äußern?
18 Dike // Aug 18, 2008 at 12:07
Lieber Hermann Ludwig,
“Die deutsche Regierung vor allem war es bisher auch, die sich gegen die von Georgien angestrebte Zerstörung des Status quo bezüglich der abtrünnigen Republiken Abchasien und Südossetien wandte.”
Stimmt, diesen Anschein hatte es eine kurze Zeit. Es gibt sie aber nicht per se, “die deutsche Regierung”. Merkel fungiert als Agentin USRAELS. Jede ihrer Aktionen – innenpolitisch wie außenpolitisch – steht dafür Zeuge. Agierte sie im Intertesse Deutschlands sähe es anders aus in unserem Land.
Es mag ja sein, daß Merkels anfängliche Stellungnahme hinsichtlich der Aggression Sakashwilis gegen Ossetien und somit gegen Russland keine gespielte war, daß sie jedoch noch in der gleichen Woche mit “ihrem Auftritt in Tiflis” umschwenkte, signalisiert, daß sie von ihren Gebietern wieder “auf Linie” gebracht wurde.
19 Dike // Aug 18, 2008 at 12:30
Nachtrag an Hermann Ludwig:
Fall Ihnen der Artikel aus “Junge Wel”t entgangen sein sollte:
http://www.jungewelt.de/2008/06-30/018.php
20 Fragen über Fragen // Aug 18, 2008 at 21:55
Ich hoffe irgendwer kann mir diese Frage beantworten:
Die Endung “-schwili” soll auf georgisch “Mann von…” bzw. “Mann aus…” heißen. Ich habe einmal in einem alten Buch gelesen
“Djuga” wäre eine Insel auf georgischem Gebiet
mit besonders hohem Anteil auserwählter Migranten.
(Im Internet wird auch englischsprachigen Seiten verschiedentlich “Sohn von…” angeführt und Djuga= Auserwählter)
Ist diese Namensendung typisch für “Auserwählte” wie hierzulande Ortsbezeichnungen (Wertheimer,Frankfurter, Warburg, usw.) oder kommt diese auch bei autochthonen Georgiern häufig vor?
21 Hermann Ludwig // Aug 19, 2008 at 21:03
Danke, liebe Dike, für den ergänzenden Verweis.
In wessen Interesse jemand agiert, von wem auf wessen Linie er/sie gebracht oder nicht gebracht werden kann, ist doch Ausdruck politischen Wollens und der jeweiligen Machtverhältnisse. Auch insofern sehe ich die – vielleicht saloppe -Bezeichnung “die deutsche Regierung” nicht als unzutreffend an. Damit ist (von meiner Seite) keinerlei Wertung verbunden. Und daß die Regierung eines tatsächlich existierenden Staatswesens (Bundesrepublik Deutschland) in Deutschland eine deutsche Regierung ist, ist nicht zu bestreiten. Wie deren Politik einzuschätzen ist, ist für die Feststellung unerheblich, oder?
Ich kann Ihnen übrigens versichern, daß Prof. Bracht, der im Gegensatz zu unseren eifrigen Staatsrechtlern hier (Hyper etc) das Urteil des BVerfG vom 1973 gelesen und verstanden hatte, das ebenso sah.
http://www.deutscherosten.de/BRACHT.htm
22 Hermann Ludwig // Aug 19, 2008 at 23:01
Und, Dike, da wir gerade bei der “jungen Welt” waren: Anliegend ein Artikel von Thomas Steinberg, der (um die Verweise gekürzt) auch in der heutigen – 20.08. – jW-Ausgabe erscheint. Er fasst die derzeitige geopolitische Situation um Schwarzes Meer, den Kaukasus und das Kaspische Meer aus Steinbergs (des geschassten Elsässer ähnlichen) Persektive schön zusammen.
http://www.steinbergrecherche.com/08kaukasus.htm#geopolitisch
23 Schörner // Aug 20, 2008 at 9:06
@Eberndorfer
Das kleine Problem das es dabei gibt: Der Westen hat gegenüber Rußland seit 1990 so ziemlich alle Versprechungen gebrochen, die er gemacht hat. Warum sollte Rußland so bescheuert sein, sich auf weitere Versprechungen einzulassen?
Ich teile die Meinung des Spatzen nicht, daß Rußland heute besser dasteht, als das Deutsche Reich 1939. Das Reich war innerlich auf allen Gebieten aufstrebend, ein homogener Volksstaat.
Rußland hat im Gegensatz dazu viele potentielle ethnische Konfliktherde, die der Westen jederzeit anheizen kann und wirtschaftlich ist es vom Westen abhängig. Das Reich war weitgehend unabhängig von jenen, die es einkreisten, bzw. konnte es verschmerzen, weil das deutsche Volk selbst alles konnte, was die anderen auch konnten.
Das ist bei Rußland anders. Es gibt einen relativ kleinen Sektor von militärischer Spitzentechnologie, aber am Gebiet industrieller Spitzentechnologie schaut es nicht sehr rosig aus.
Ich glaube, der Schlüssel für Rußland gegen den Westen liegt in Deutschland. Rußland müßte endlich die nationale deutsche Karte zu spielen beginnen.
Nur wo sind sie, die “russischen” Medien in der BRD, die dem westlichen Selbsthaß entgegenwirken würden?
Ich glaube, daß Rußland auf diese beschleunigte Einkreisungspolitik des Westens gar nicht vorbereitet war. Das merkt man m.E. auch daran, daß es bezüglich Südossetien keine fertigen Pläne gab, die man der Welt präsentieren konnte: etwa freie Abstimmung über Anschluß an Nordossetien.
Oder man sehe sich an, welchen Wink mit dem Zaunpfahl von Rußland auf die Provokation der Ukraine kam: gar keiner.
Der Westen aber ist für alle Fälle gerüstet: Georgien kriegt eine drauf, und man reagiert sofort mit der Krim und mit der NATO-Aufnahme Georgiens.
Ich befürchte, Rußland hat wenig, was es dem Westen im Moment entgegensetzen kann.
Was mir zu denken gibt: Wenn wir Maßstäbe im westlichen Vorgehen an Rußland anlegen würden, was hätte der Westen, nachdem er wie Putin die Medienhoheit erobert hätte, getan? Er hätte dasselbe in seiner Umgebungssphäre getan, bzw. seinen medialen Einfluß vergrößert. Es gibt aber im – für russische Geopolitik – zentralen Deutschland, bis heute keinen einzigen “prorussischen”-westkritischen TV-Sender.
Was tut Rußland, um etwa der deutschen Altermedia-Abteilung ein wenig versteckt zu helfen. Soros und Konsorten machen genau das – an hunderterlei Stellen setzen sie an, von oben und von unten.
Rußland macht gar nichts, sd. reagiert nur auf die Schritte, die ihm die Ostküste aufzwingt.
Darum würde ich, bei aller Genialität Putins, die russische Außenpolitik nicht überbewerten. Außer oberflächlichen Drohgebärden scheint mir kein Konzept bezüglich Europa sichtbar.
24 Schörner // Aug 20, 2008 at 9:24
Nachtrag:
Und das liegt daran, daß Putin/Medwedew patriotische Demokraten sind. Sie wollen keine Plutokratie, wie wollen ein selbstbestimmtes Rußland mit so etwas ähnlichem wie westlicher Demokratie, nur ohne Plutokraten, wobei die völkische Komponente eine sehr geringe Rolle spielt.
Putins Rußland hat gar keine Ambitionen gegen den Westen gehabt, sd. nur das getan, was es tun mußte, um seine Selbstbestimmung zurückzugewinnen.
Dabei wurde m.E. aber übersehen, daß das westliche Regime extrem imperialistisch ist und das nicht zuläßt und ständig weitermachen wird.
Also wird entweder Rußland eingekreist und erdrosselt werden, bis die putinsche Politik aufgibt, oder es erkennt, daß es keinen Status Quo mit dem Westen geben kann, ohne entgegengerichteter Kräfte.
25 Dike // Aug 22, 2008 at 1:28
Lieber Hermann Ludwig, danke für die Verweise, die ich mir zunächst gespeichert habe, um in den fogenden Tagen darin zu lesen. Bin derzeit beschäftigt , ja, überfordert mit Außenarbeiten, die im Sommer (neben so vielem anderen) anfallen.
Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wie’s so heißt im Volksmund.
Leave a Comment