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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Der Spatz im Gebälk: Legitim, nachdem sich der Staub gelegt hat – Demurks-Kratie (22.06.08)

June 22nd, 2008 · Post your comment (9 Comments)

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Die europäische Demokratie ist durch Irland in einen Legitimationsnotstand geraten. Das Land sollte das demokratische Feigenblatt an der zum Lissabon-Vertrag umgeformten europäischen Verfassung der Brüsseler Bürokraten werden. Nachdem die Rechnung nicht aufgegangen ist und 53,4% der wahlbereiten Iren am 12. Juni gegen den Vertrag gestimmt haben, stellt sich Politikern die Frage, wie konnte man nur auf diese – aus ihrer Sicht – Schnapsidee einer Urabstimmung kommen?

Über demokratische Verfassungen sollten die betroffenen Bevölkerungen abstimmen. So sieht es die Idee der Demokratie vor. Die von der Bürokratie ausgearbeitete EU-Verfassung hatten die Bevölkerungen, so weit sie befragt wurden, in Frankreich und Holland bereits abgelehnt. Dann hat man die Verfassungsbestimmungen in einen internationalen Vertrag umgegossen. Über solche “Verträge” stimmen Bevölkerungen meist nicht ab. Doch der Vertrag sollte, wenn ihm die Berufspolitiker zugestimmt und ratifiziert hatten, als Ersatz-Verfassung dienen. So hatte man es sich ausgedacht und strebte, um den Schein der Demokratie zu wahren, eine gewisse Legitimation an. Die sollte die exemplarische Zustimmung wenigstens eines Volkes (pars pro toto) bringen. Irland hatte am meisten von der EU profitiert; große Geldsummen sind in das Land geflossen und haben den in wirtschaftlicher Hinsicht Fußkranken auf ein beachtlich hohes Niveau gehoben. Man setzte in Brüssel auf die Wirkung dieser Behandlung. Doch am Ende hatte eine deutliche Mehrheit der Iren, die zum Urnengang bereit waren, den Vertrag von Lissabon abgelehnt.

Politiker und Medien fanden nach dem Wahldebakel wie immer schnell Argumente. Was sind rund 800.000 Neinstimmen bei rund 400 Mio. Europäern? Doch hatten nicht sie, sondern nur ihre “demokratischen Vertreter” dem Vertragswerk zugestimmen. Die rund 1,5 Mio. irischen Wähler waren die einzigen, die gefragt wurden. Möglicherweise gibt es auch anderswo ein deutliches Mißverhältnis zwischen den “demokratischen Vertretern” und den “demokratisch Vertretenen”.

Natürlich wollte man hinterher wissen, wie es zu der (in den Augen der Vertreter) Abstimmungsmisere kommen konnte, obwohl fast alle “Spitzenpolitiker” in Irland und im übrigen Europa geschlossen für den Vertrag von Lissabon geworben hatten. Schon vor der Abstimmung hatte die Irish Times darauf eine Antwort gegeben. Sie hatte bekennende “Neinsager” nach den Gründen für ihr “Nein” befragte und diese auch veröffentlicht. 30 Prozent begründeten ihr Nein mit der Unverständlichkeit des Vertragstextes; 24 Prozent meinten, der Vertrag würde Irlands Macht und Souveränität schmälern oder gar beseitigen; 22 Prozent fürchten um die Neutralität ihres Landes und 17 Prozent reagieren mit Trotz, weil sie sich zu sehr und zu plump zu einem Ja gedrängt sahen.

Der Vertragstext gilt als schwerverständlich. Das sollte er auf Empfehlung der Brüsseler Spitzenpolitiker auch sein, um die darin enthaltenen Zumutungen zu verbergen. Die Bürokraten hatten sich dazu einiges einfallen lassen. Bei der ursprünglichen Europäischen Verfassung waren noch alle Aussagen in einem, wenn auch sehr umfangreichen und juristisch verklausulierten Dokument enthalten. Man konnte den Text zur Urteilsbildung nach bestimmten Themen durchsuchen. Das ist beim Vertrag von Lissabon nicht mehr so. Um sich an Sachfragen zu orientieren, muß man mehrere Dokumente vorliegen haben, nämlich den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, den Vertrag von Lissabon und den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Auf den Seiten 207 bis 228 des Vertrags findet man den Schlüssel für die Querverweise mit der bisherigen Numerierung des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, des Vertrags von Lissabon und zur neuen Numerierung des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Durch die Verwirrung wurde sichergestellt, daß kaum ein Abgeordneter in den EU-Staaten über die Aussagen des Vertrags informiert war, über das, was er im Namen des Volkes absegnete.

Die wenigsten Politiker haben den Willen aufgebracht, sich in dem Wust zurechtzufinden. Das gilt nicht nur für Berlin, sondern auch für Irland. Sowohl der irische Regierungschef Brian Cowen als auch der irische EU-Kommissar Charlie McCreevy hatten zugeben müssen, den Vertrag nicht gelesen zu haben. McCreevy meinte sogar, daß sich “kein vernünftiger Mensch” die Mühe machen würde, den komplizierten Text von Anfang bis Ende zu studieren. Das ist wie die Empfehlung: kein Vernünftiger Mensch würde sich die Mühe machen, beim Hauskauf das Kleingedruckte der Kredit gewährenden Bank zu lesen. Kann man “vernünftigen Menschen” so kommen? Sicher nicht, doch demokratische Politiker sind gewohnt, daß die Wähler ihnen die Gestaltung ihres Geschicks auf ihre Versprechungen und die Beteuerungen ihrer Vertrauenswürdigkeit hin anvertrauen.

Sogar der Leiter der irischen Referendumskommission Richter Iarfhlaith O’Neill kam ins Schleudern, als er vor laufender Fernseh-Kamera Vertragsinhalte erläutern sollte und Detailfragen nicht beantworten konnte. Als ihnen in Folge ihrer Unkenntnis die Argumente fehlten, versuchten die “Spitzenpolitiker” es mit Einschüchterungen. Der frühere irische Regierungschef Garret FitzGerald warnte, Irland werde ohne die Zustimmung zum Vertrag zum “Paria Europas”; der jetzige Premier Cowen drohte vertragskritischen Mandatsträgern mit dem Parteiausschluß. Gleiches galt für herangeeilte Vertragspropagandisten aus dem Ausland. Kommissionspräsident Barroso drohte einen “Preis” an, den Irland zu zahlen habe, wenn es den Vertrag ablehne. Daniel Cohn-Bendit, Europaabgeordneter der Grünen, drohte, Irland notfalls aus der EU zu werfen; Frankreichs Außenminister Kouchner hob noch zwei Tage vor der Abstimmung den Zeigefinger, die Iren wäre die ersten, die unter einer Ablehnung des Vertrags zu leiden hätten.

Nach der Ablehnung schlug der Chef der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Martin Schulz, ein Kerneuropa der Staaten vor, die die Verfassung wirklich wollen, und die Verträge mit den anderen zu kündigen. Er verwechselt in echter Politarroganz die “Staaten” mit deren “Politiker”. Sein Vorschlag paßte den Betreibern der “westlichen” EU-Verfassung nicht. Frankreichs Präsident Sarkozy und Bundeskanzlerin Merkel (CDU) wollen die Abstimmung der Iren einfach übergehen und die Ratifizierung des Vertrags durch die Politiker der anderen Staaten möglichst rasch zum Abschluß zu bringen. “Wir erwarten”, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der beiden, “daß die anderen Mitgliedstaaten (der EU) ihre innerstaatlichen Ratifizierungsverfahren weiterführen”. [Gemeinsame Presseerklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy zum Ausgang des irischen Referendums über den Vertrag von Lissabon vom 12. Juni 2008] Der deutsche Außenminister Steinmeier (SPD) erklärte, er halte an dem “Ziel fest”, den Vertrag von Lissabon “in Kraft zu setzen” [Pressemitteilung des Auswärtigen Amts 13.06.2008] und schlägt eine “EU-Pause für Irland vor” [Financial Times Deutschland 14.06.2008]. Doch wie soll das geschehen? Diese Möglichkeit wäre zwar “politisch interessant”, meint die Bertelsmann-Stiftung: “Aus europa- und völkerrechtlicher Sicht ist dieses Vorgehen jedoch schlicht nicht möglich”. Die Stiftung befürchtet, “es würde sich das Bild einer Union zementieren, die ganz egal ob mit oder ohne die Bürger ihren Gang geht.” [Dominik Hierlemann: "Was nun, Europa? Vier Optionen nach dem irischen Nein"; Bertelsmann-Stiftung spotlight europe – spezial, Nr. 2008/06].

Der Gedanke, die Bürokraten in Brüssel sollten sich statt die internationalen Großbanken zu bedienen, die ihr Finanzsystem handhaben – wenn nicht gar besitzen, sich auch um die Bürger kümmern und eine Verfassung im Sinne der Bürger vorlegen, oder gar zu diesem Zwecke einen von den Bürgern direkt (parteiunabhängig) gewählten Verfassungskonvent einberufen, kam den demokratischen Politikern gar nicht erst. Ein solches Verfahren könnte den beruflichen und finanziellen Interessen der Berufspolitiker zuwiderlaufen.

Die Irish Times kennt noch einen weiteren Grund, weshalb sich die Politiker in Irland verspekuliert haben. Zwar stimmt es, daß sehr viel europäisches Geld nach Irland geflossen ist und dort eine beachtliche Industrie aufgebaut hat. Die Politiker übersahen aber, wem dieses Geld wirklich zu Gute kam und wem nicht: Die Zeitung zitierte aus einem Bericht des Irish Financial Regulators. Der hatte festgestellt, daß es 37% der Iren schwer fällt, mit ihren Gehältern laufend ihre Rechnungen zu begleichen und ihre Kredite zu bedienen. Die tatsächlich gefühlte (und nicht die von der Regierung zurechtgebogene) Inflationsrate habe inzwischen zweistellige Werte erreicht. In den letzten fünf Jahren waren 13% der Bevölkerung bei ihren normalen Verpflichtungen (z.B. Mieten) in einen Zahlungsverzug von über drei Monaten geraten, in der Altersgruppe der 21 bis 35 Jährigen waren es 20%. Rund 25% der Iren erlebten in den letzten drei Jahren eine drastische Einkommenskürzung usw. Die Daten bezogen sich auf Befragungen in der Zeit zwischen November 2007 und Februar 2008.

Irland ist nicht das einzige Land, das den Berufspolitkern Sorgen bereitet. Seit Anfang der 24. Woche herrscht in Spanien der Ausnahmezustand. “Das spanische und portugiesische Volk ist aufgestanden”, meldet Rafael Castillo Vega vom Andalusischen Verband für gewerblichen Transport und Sport. “Die LKW Fahrer streiken. Als Folge hiervon sind die Supermärkte inzwischen leergekauft; der Nachschub sitzt fest. Die Tankstellen haben kein Benzin. Den Firmen gehen die Rohstoffe und Vorprodukte aus. Es stehen die großen wie die kleinen Betriebe. Alles kommt zum Stehen. In einigen Tagen bricht alles zusammen, wenn es so weiter geht”. Vega ruft das Volk auf, mitzumachen. Wäre es nicht schön, fragt sich so mancher, wenn man auch in anderen EU Ländern der Opferbereitschaft der Spanier und Portugiesen folgte, damit endlich…

Auslöser in Spanien (und nicht nur dort) waren nicht die Brüsseler Bürokraten, sondern zu hohe Energiepreise – diese sind aber nicht ganz ohne Beteiligung der Politiker und ihrer Finanziers so hoch. Um nur das Offensichtlichste aus Deutschland zu erwähnen: Der Spiegel Nr. 24/2008 bemerkt auf S. 71, daß die Öl-Fördermenge seit 1995 um das 1,16-fache gestiegen sei, die Ölpreise aber um das 3,55-fache und die Preise für Öl-Futures (Spekulationspapiere in Öl) aber um das 12,5-fache. Die VDI Nachrichten vom 13. Juni rechnen vor, daß die Gestehungskosten für Strom und Braunkohle bei 2,5 Cent pro kWh liegen, daß das neue Erneuerbare Energiengesetz (EEG) in Berlin der Windenergie an Land 9,2 statt bisher 8,03 der Windenergie offshore 13 bis 15 Ct/kWh garantiert, Solarenergie bekommt 43,0 Ct/kWh Zwangssubvention und Biogas zwischen 7,79 und 11,67 Ct/kWh zugesagt. Der Stromkunde, der über 20 C/kWh zahlen muß, bezahlt neben den vorgeschriebenen Zwangspreisen noch zu 41% Abgaben und Steuern und zu 31% Netzkosten, die zusätzlich durch Wind und Sonne hochgetrieben werden. Die Kosten für den gelegentlichen Solarstrom belaufen sich nach Auskunft des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstituts allein schon auf 3,5 Mrd. Euro im Jahr, bei Wind werden für 2008 weitere fünf Mrd. Euro unnützer Verschwendungskosten erwartet. Weitere 750 Mio. Euro hat die Bundesregierung erst kürzlich zur “Förderung” der Kraftwärmekopplung (KWK) angeboten. Wo die KWK bei ganzjährigem Wärmebedarf, wie z.B. in der Chemischen Industrie, sinnvoll ist, wird sie bereits seit den 1930er Jahren angewandt. Wo sie wegen des antizyklischen Wärme- und Strombedarfs unsinnig ist, wird sie nur durch aufwendige Zuschüsse scheinbar wirtschaftlich. Können Berufspolitiker besser kalkulieren als Betriebsleiter, die auf eigene Kosten und Verantwortung entscheiden?

Es knirscht im politischen Getriebe, selbst in der Bundesrepublik. Vielleicht hat deshalb die Bundesregierung nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung (vom 17.06.2008) der US-Armee erlaubt, hier zwei in Afrika bereits in Verruf geratene, private Sicherheitsunternehmen ohne geklärten Rechtsstatus für sich arbeiten zu lassen. Auf die Fragen des CDU-Abgeordneten Willy Wimmer antwortete Günter Gloser, Staatsminister für Europa im Außenministerium. Er verwies auf Stationierungsverträge aus der Besatzungszeit, wonach “die in Deutschland stationierten Streitkräfte der USA im Einvernehmen mit den deutschen Behörden durch nichtdeutsche Unternehmen wirtschaftlichen Charakters unterstützt werden” könnten. “Eine Ausdehnung der Souveränität der Vereinigten Staaten von Amerika auf deutsches Staatsgebiet erfolgt (damit) nicht”, betonte Gloser – ob zu Recht, ist fraglich. Man sieht, dem erwähnten, wachsenden “Mißverhältnis zwischen Vertretern und Vertretenen”, das sich nicht nur in Spanien bereits turbulent äußert, wird schon vorgebeugt. Und wovor verbeugen Sie sich, wem schenken Sie ihr Vertrauen, vertrauen sie Ihr Geschick und das Ihrer Kinder an?

Quelle: Der Spatz im Gebälk



Tags: Allgemeines

9 responses so far ↓

  • 1 Dagmar // Jun 22, 2008 at 13:51

    Kameraden!

    Das europäische Durcheinander in Dublin hat Rotchina den Rücken gestärkt und ist auf den Nationalbuddhistischen Kulturkreis durchgeschlagen. 8% BIP-Defizit, 25% p.a. Kaufkraftverlust des Dong, die Börse in Hanoi im freien Fall:
    http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/investor/331612/index.do

    Während in Madrid die LKWs wieder rollen, droht in Bangkok der Bürgerkrieg:
    http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2008/06/21/international/massenprotest_in_thailand

    In Rangoon werden die Menschen infolge des chinesischen Wirbelsturms immer mehr von Ratten verdrängt, so daß die Weltreisernte dieses Jahr fast ganz ausfallen wird.
    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/burmamyanmar/2169388/Myanmar-Plague-of-rats-devastates-Burma-villages.html

    Schon bald wird Peking bestimmen, was deutsche Sportler und Politiker zu denken haben!
    http://www.ksta.de/html/artikel/1213999291523.shtml

    Es ist an der Zeit dieser Bande die Rote Karte zu zeigen. Wir müssen in Deutschland, Europa und der Welt für Ordnung sorgen und Rotchina auf den ihm gebührenden Platz zurücksetzen. Dazu bedarf es verantwortungsbewußter Führer, die Tradition und Vision in sich vereinen!
    http://www.ppp.or.th/images/img/prapeenang.jpg

  • 2 Hermann Ludwig // Jun 22, 2008 at 15:11

    Zwar habe ih schon wieder vergessen, wie der Spatz es geschafft hat, vom “EU-Reformvertrag” zu Kraftwärmekopplung, Windenergie und Willy Wimmer (CDU) zu kommen, aber gut. Eigentlich erscheint diesmal alles richtig, auch die Wertungen können hierorts ohne Bedenken geteilt werden. Dagimon wird dies aber wohl anders sehen.

    Apropos Dagimon: Was machen die Underlyings, die sich aus in Verruf geratenen, privaten Unternehmen zusammensetzen und die man in Amerika Equities nennt, denn nächste Woche? Besteht noch genauso Grund zu vorsichtigem Optimismus wie am Montag, oder soll man aus den Straddles jetzt auch die Calls verkaufen?

  • 3 v. Leers // Jun 22, 2008 at 15:35

    Der Spatz im Gebälk…..so laaange Beiträge und sooo ein kleiner Vogel.

    Bei solchen langen Beiträgen sollte es besser heißen “Der Condor im Gebälk”.

    *LOOOOL*

    :D

  • 4 Schwabe // Jun 22, 2008 at 16:58

    Des Spatzen Aufsatz gefiel mir.
    Interessant: Wenn’s um wahre Lebensinteressen geht (wie im Ansatz in Spanien und Portugal), dann zerstiebt die angemaßte Macht aus Brüssel, Berlin, Paris, London, Tel Aviv und Washington.
    Ob irgendwelche übelbeleumdete „Sicherheitsunternehmen“ im Falle des Falles viel ausrichten könnten, glaube ich nicht. In Rumänien hatte 1989 die gefürchtete Securitate die Aufstände gegen Ceaucescus Regierung durch Terrormaßnahmen zu unterdrücken versucht, indem wahllos Demonstranten aus dem Hinterhalt erschossen wurden (wieviel weiß ich nicht, aber dergleichen verbreitet sich in Windeseile). Das Maß war voll und wenn es in der Westlichen Wertegemeinschaft voll sein wird, dann wird es nicht anders kommen. Der Mangel an Lebensnotwendigem wird Auslöser sein, Ursache Unfreiheit und Unflat.

  • 5 Dagmar // Jun 22, 2008 at 23:55

    Lieber Herr Ludwig,

    angesichts der verzweifelten Lage des Nationalbuddhismus in aller Welt, der jüngsten Berichte bei Altermedia (Türkentum, Israel-Iran etc.) und der zunehmend gleichgültigen russischen Haltung gegenüber unserer Infrastruktur im Allgemeinen und unseren Haupt- und Großstädten im Besonderen, rate ich vor Neuengagements östlich des Rheins vor 2012 ab.
    http://en.rian.ru/russia/20080618/111155009.html

    Niemand kann derzeit sicher voraussagen, in welche Richtung sich die kumulierte Versorgungslücke unserer Pensionärsdemokratie während des laufenden Fünfjahresplans entwickeln wird.

    Hätte man doch nur eine solide militärische Ausbildung wie Herr Holzmichl, diese Frohnatur, dann könnte man auf die Jagd gehen wie Otto und müßte nicht daheim bleiben und auf die Einschläge warten!

    Die Engländer sagen, die Amerikaner würden täglich mehr Karma anhäufen und seien bereit für einen totalen Krieg.
    http://www.marketoracle.co.uk/Article5160.html

    Kurz: shorten Sie, was Sie wollen.

  • 6 Dohle // Jun 23, 2008 at 0:15

    Danken wir den Iren, dass sich viele Leute über diesen elenden Vertrag und das Demokratieverständnis im Allgemeinen doch noch so viele Gedanken machten!

    Allerdings: Es nützt wahrscheinlich alles nix, denn es gibt schon Lösungen. Etwa, in Irland nochmal abstimmen zu lassen… bis es passt, oder alles neu zu verhandeln. Oder aber ein Europa mit 2 Geschwindigkeiten. Was soll das denn sein?
    http://www.tagesschau.de/ausland/lissabonvertrag12.html

    Aber wo werden die europäischen Bürger dazu befragt?? Ach ja, das nennt sich unterm Strich “Demokratie”, wenn man nicht gefragt wird tssss… ;)

  • 7 querfeldein // Jun 23, 2008 at 9:40

    Prof. Hamer: “Wieviel Demokratie ist noch geblieben?”, gefunden unter “Zeitfragen”

  • 8 Holzmichl // Jun 23, 2008 at 10:18

    Warum werde ich hier immer wieder zum Gegenstand von Hohn und Spott? Ich hause in Frieden mit der Natur auf meinem Baumhaus und lebe den Nationalbuddhismus wahrscheinlich mehr als so manche Straddle-Junkies unter Buddha-Wallpaper in der Lao-Lounge. Wenn nur die Unwetter nicht wären.

  • 9 Eichenlaub // Jun 23, 2008 at 14:44

    Soll die Totale-EU kommen, wir werden sehen was wir davon halten und sie zu dem machen was sie eigendlich sein sollte: EIN EUROPA DER VATERLÄNDER UNTER DEM EINEN BEKANNTEN SONNENAD!!!
    Achja die Israelis werden demnach nichts im neuen Europa mitzubestimmen haben.

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