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Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Der Spatz im Gebälk: “Ökologischer Marshallplan” (25.03.07)

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Einen “ökologischen Marshallplan für die Welt” forderte kürzlich Dr. Friedbert Pflüger, CDU-Präsidiumsmitglied und bekennender Vertreter des liberalen Flügels der Union: Denn “in den kommenden zehn Jahren muß es einen radikalen Kurswechsel geben”. Der Klimawandel sei eine Herausforderung, der sich insbesondere die führenden Industrieländer stellen müßten. Ähnlich wie US-Präsident John F. Kennedy die Amerikaner für das Weltraumprojekt begeistert hätte, müßten die Menschen in den gut entwickelten Staaten für den Umweltschutz gewonnen werden. Pflüger hält das gegenwärtige G8-Umweltministertreffen in Potsdam und das G8-Treffen in Heiligendamm für geeignete Foren, um das Thema Klimawandel beherzt anzugehen. Er hält einen globalen CO2-Emissionshandel für unverzichtbar: “Eine Tonne Kohlendioxid muß einen globalen Preis erhalten. Nur mit der EU-Selbstverpflichtung werden wir nicht weit kommen”.

Wie die Menschen gewonnen werden, erleben Fernsehgucker jeden Abend vor ihrem Zeit-Totschlag-Gerät. Die Klimakatastrophe scheint den Holocaust als Leitthema der Umerzieher abzulösen. Doch damit nicht genug. Die Bundesregierung lud unter der Schirmherrschaft ihres Umweltministers vor allem Lehrer in 27 Städten in die großen Kinos und zeigte ihnen den Film “Inconvenient Truth” des früheren US-Vizepräsidenten und heutigen Hedge Fonds Manager Al Gore. Dazu wird der Propagandastreifen auf DVD gebrannt und an 6000 Schulen verteilt. Gesponsert hat die Werbekampagne der WWF und, weil der Promi-Spenden-Eintreib-Verein ungern in die eigene Tasche greift, von Dr. Stephan Goetz von Goetz & Partners. Seine Firma arbeiten für Hedge Fonds und US Großbanken wie Goldman Sachs. Sie sucht für ihre Kunden die Objekte aus, die sich möglichst gewinnbringend aufkaufen, beleihen und zerlegt weiterverkaufen lassen. Er hatte in Berlin die Wohnungen der gemeinnützigen GSW an den Cerberus Fonds vermittelt. Auch der Chefmanager von Siemens, Klaus Kleinfeld lud am 18. März 900 “Promis” nach München, um ihnen Gores Film nahe zu bringen und sie von Dennis Meadows bearbeiten zu lassen. Meadows hatte Ende der sechziger Jahre den Bericht des Club of Rome “Grenzen des Wachstums” verfaßt.

Am 21. März agitierte im US-Kongreß: “Unser Planet hat Fieber [...] Wenn Ihr Kind Fieber hat, gehen Sie zum Doktor. Wenn der Doktor dann eine Behandlung vorschlägt, sagen Sie ja auch nicht, “Ich habe neulich einen Science Fiktion Roman gelesen, in dem es heißt, das sei kein ernsthaftes Problem. Wenn das Kinderbettchen brennt, spekulieren Sie nicht darüber, ob ihr Kind vielleicht feuerfest ist. Sie handeln”. Dieser Widerlegung der Kritik an den wissenschaftlichen Grundlagen seines Films folgte die übliche verlogene Litanei, etwa daß das Jahr 2006 das wärmste seit je her und Januar 2007 der wärmste Monat seit Menschengedenken gewesen sei. Mit seiner Eröffnung gestand er ein, daß trotz Mediengleichschaltung immer mehr Leuten die Klima-Propaganda zuwider wird. Die Kritik stammt zumeist von Wissenschaftlern, die entweder schon emeritiert sind oder sonst wie nicht um ihren Job bangen müssen. Wer sonst kann sich das im “freien Westen” leisten?

Ist es denkbar, daß all die besorgten Leute irren? Ist es nicht tatsächlich in den letzten Jahren (bis 1998) wärmer geworden? An Klimaänderungen zweifelt niemand. Sie gab es solange die Erde besteht. Die Frage ist, ob CO2 daran Schuld ist und ob eine CO2-Vermeidung irgend etwas daran ändern könnte? Hieran kann, wer sich sachlich und ernsthaft informiert, kaum mehr zweifeln. Was also soll die Kampagne?

Die Klimakatastrophe ist ja nicht die erste ökologische Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Ein kurzer Rückblick ist hilfreich. 1967 erhielt Aurelio Peccei, Vorstandsmitglied bei Olivetti und Fiat den Vorsitz des Wirtschaftsausschusses im Internationalen Atlantik Institut und hatte in dieser Funktion die Führungsspitzen der NATO über das Thema “Die Neuordnung der Welt und die Notwendigkeit globaler Planung” zu unterrichten. Damit gelangte er in den Vorstand des im gleichen Jahr in Rockefellers Villa am Comer See gegründeten Club of Rome mit dem erwähnten Bericht “Grenzen des Wachstums”. 1969 gründete die NATO (das Militärbündnis!) das Komitee “Herausforderung der modernen Gesellschaft”. Im Gründungsdokument steht “Das Überleben der heutigen menschlichen Gesellschaft wird gegenwärtig von einem neuen Faktor bedroht: der schnellen Verschlechterung des Globus als ökologischem System. Die weltweite ökologische Krise hat drei Komponenten: die Verstädterung, die Bevölkerungsexplosion und der zerstörerische Eingriff der Technik des Menschen in seine physikalische und sozio-kulturelle Umgebung”. Der damalige stellvertretende Generalsekretär der NATO Dr. W. Henily erinnerte sich “Zuerst haben die europäischen Regierungen gezögert, sich damit zu befassen, dann haben die grünen Parteien und die Umweltschützer auf die Regierungen Druck ausgeübt”.

Daran, wie dieser Druck in Deutschland zustande kam, erinnerte Dr. Hartkopf, Staatssekretär bei Genscher (um 1974 noch Innenminister) höhere Bundesbeamten in einer Rede vor dem DBB in Bad Kissingen am 08.01.1986: “Zur Organisation des Umweltschutzes und damit zur Unterstützung der Umweltverwaltung bedarf es einer Lobby, die außerhalb von Verwaltung und Parlament Forderungen für mehr Umweltschutz erhebt und damit in Politik und Medien gehört wird. Nachdem zu Beginn der eigentlichen bundesdeutschen Umweltpolitik eine solch potente Gegenseite nicht vorhanden war, mußte sie geschaffen werden. Es waren vorwiegend Beamte, die den Grundstein für die Arbeitsgemeinschaft für Umweltfragen legten und sie mit Leben und sachlichen Mitteln ausstatteten. Doch die Arbeitsgemeinschaft für Umweltfragen ist kein umweltpolitischer Kampfverband. Weil ein solcher fehlte, mußte er eben gebildet werden. Es waren wiederum Beamte, die den Plan vorwärts trieben, örtliche Bürgerinitiativen zu einem Dachverband zusammenzuschließen und die die Gründungsversammlung und noch einiges mehr finanzierten. Natürlich war allen Beteiligten klar, daß man einen ziemlich wilden Haufen ins Leben gerufen hatte, der auch der Umweltverwaltung durch seine Forderungen schwer zu schaffen machen würde. Doch das eigentliche Wadenbeißen des Verbandes fand immer in der richtigen Richtung statt und verschaffte der Umweltverwaltung Luft zum Agieren”. Erste Gegenstände: Atom-Angst (das gewünschte Ziel) und Waldsterben (der psychologische Hebel in Deutschland).

Wieso kam ausgerechnet das Militärbündnis NATO auf diese innenpolitische Umweltinitiative? 1967 (bei der Gründung des Club of Rome) bahnte sich die erste Dollar- Pfundkrise an. 1969 (als der Bericht “Grenzen des Wachstums” so in allen Medien war, wie heute die Klimakatastrophe) brach sie aus und führte 1971 zum Ende des damaligen Weltwährungssystems. Die Finanzkrise wurde dann 1974 durch die Anhebung der Ölpreise um 400% und den Petrodollar-Mechanismus zur vorerst beliebigen Dollaremission behoben. Bezahlt haben es die Ölverbraucher. Allerdings kam die grüne Kampagne erst 1974, als der Anlaß behoben war, so richtig in Gang. Sie wurde beibehalten, weil die Lösung nicht von Dauer sein konnte.
Sie führte in den Achtziger Jahren zur Schuldenkrise. Am 2. Oktober 1989, als der Deal mit den USA perfekt war, sprach der sowjetische Außenminister Schewardnads vor der Foreign Policy Association des US Establishments: “Unmittelbar vor unseren Augen schlittert die Welt in eine tiefe Wirtschaftsdepression: Die Schulden der Länder der Dritten Welt, die Zinsen, welche sie zahlen müssen und die Geschwindigkeit ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Sind das nicht Zeichen einer drohenden Katastrophe [...] Radikale und kraftvolle Schritte sind jetzt notwendig”. Wer jetzt wirtschaftspolitische Vorschläge erwartete, sah sich getäuscht. Der SU-Außenminister fuhr bruchlos fort: “Man kann sich sehr wohl eine Situation vorstellen, in der eine Regierung ein konventionelles Kraftwerk in einem Nachbarland angreift, um die Vergiftung seiner Bevölkerung mit schwefelhaltigen Emissionen zu verhindern. Solche Konflikte können demographische Probleme schaffen, Hunger, Armut unter der Weltbevölkerung oder Epidemien [...]” Der erneute Ausbruch der Umwelthysterie sollte die Folgen der weltwirtschaftlichen Mißwirtschaft überdecken.
Die Sowjets waren plumper als ihre US-Kollegen, deshalb haben sie den Wettlauf um den Pokal der Internationalen Finanzwirtschaft “Weltherrschaft” verloren. Die Verschuldungskrise wurde durch allerlei Finanzinnovationen vorübergehend ausgesetzt und die Welt mit Zahlungsmitteln überschwemmt. Diese (Geld aller Arten) sind aber nichts anderes als verdinglichte Schulden. Ihre Vermehrung führt zum Verlust der Kreditwürdigkeit und folgerichtig zur Deflation wegen ausbleibender Neukreditaufnahme. Wo Geld verdient wurde, beglich man Schulden, um die Insolvenz abzuwehren. Im sich aufstauenden Warenüberhang spiegelt sich der Schuldenüberhang. Wirtschaften wird zum trickreichen Schwarzen Peter Spiel: Wer bleibt auf den uneintreibbaren Schuldscheinen sitzen?

Eddie George, 1993 bis 2003 der Gouverneur der Bank of England versuchte am 20. März vor dem Treasury Select Committee in London die von ihm eingeleitete Geldschwemme in England, (u.a. mit einer Konsumentenkreditblase von über einer Billion Pfund) zu rechtfertigen; sie war dort, wie in den USA vor allem durch überzogene Hypotheken aufgeblasen worden und droht nun zu platzen: George sagte: “Im Umfeld einer weltweiten Wirtschaftsschwäche zu Beginn der Dekade blieben uns nur zwei Alternativen, um die Nachfrage aufrecht zu erhalten, öffentliche Ausgaben oder Privatkonsum” “Wir mußten das Geldausgeben der Konsumenten stimulieren. Wir wußten, daß wir das bis zu einem Grad treiben mußten, der mittel- und langfristig nicht aufrecht zu erhalten war. Doch wir hätten, wenn wir es nicht getan hätten, die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches wie die USA in eine Rezession getrieben”. Was ohnehin geschehen ist.
Über “Umweltschutz” wurde ein “Kaufzwang” für allerlei mehr oder weniger sinnlose Dinge (z.B. Katalysatoren, Hausisolierung, vorgezogener Ersatz von noch funktionstüchtigen Gerät, Filter, demnächst Glühbirnen etc) aufgebaut. Diese Dinge sind selbst nicht produktiv und sollten daher den Warenüberhang nicht noch vergrößern. Sie schufen kein Einkommen aber mittels staatlicher Subventionen und Zwangsmaßnahmen doch “Arbeitsplätze” (wie neue Behörden, Windmühlen, Solarpaneele, extra teure “Bio-Dinge”, wie “erneuerbare” Treib- und Rohstoffe etc.). Das finanzpolitisch Genialste war den Europäern eingefallen: Kaufzwang für Luft. Nichts anderes sind die CO2-Emissionsrechte. Hier werden Werte aus dem Nichts geschaffen, für die ein Kaufzwang eingerichtet wird und deren “Wert” sich durch beliebige marktkonforme Verknappung nahezu beliebig steuern läßt (Sinkt die Nachfrage, werden “zum Klimaschutz” weniger Zertifikate vergeben). Die Kosten trägt der Endverbraucher, der dafür entsprechend weniger verbrauchen kann, sich ebenfalls “gesundschrumpft”.

So erreicht man schließlich das alte Ziel von Kissingers National Security Memorandum 200 aus dem Jahr 1974: Beseitigung der wertlosen Überbevölkerung mit der Umwandlung von Ackerfrüchte in Bio-Treibstoff bei gegenwärtig schon rund 50 Mio. verhungerter Menschen pro Jahr (nach UN-Angaben). Das ist nicht so gemeint? Sind Sie sich da sicher?

Der Spatz im Gebälkr 25.03.07

Quelle: Störtebeker-Netz 25.03.07

Tags: Allgemeines

12 responses so far ↓

  • 1 Olsen // Mar 25, 2007 at 3:26

    Immerwieder. Der Spatz hat völlig recht, wenn er die Vermarktung des Umweltschutzes anprangert und eine gewisse Heuchlerbande benennt. Für diese bedeutet Umweltschutz Profitmaximierung und Machterhalt.
    Aber den Umweltschutz generell abzulehnen und zu verteufeln, daß halte ich für falsch.

    “extra teure “Bio-Dinge””
    Das Fleisch aus artgerechter Haltung von nicht hormonell behandelten Nutztieren schmeckt nun einmal besser, als die Tiere aus der Massenproduktion. Auch schmeckt Obst und Gemüse, welches sonnengereift ist, besser als dass aus künstlich belichteten Gewächshäusern. Weiß der Spatz, wie der Volksmund scherzhaft ein Glas Wasser benennt? Holländischer Tomatensaft. Das mit dem “Bio- Begriff” auch Schindluder getrieben wird, ändert nichts an diesem Sachverhalt.

    “wie “erneuerbare” Treib- und Rohstoffe etc.).”
    “Beseitigung der wertlosen Überbevölkerung mit der Umwandlung von Ackerfrüchte in Bio-Treibstoff bei gegenwärtig schon rund 50 Mio. verhungerter Menschen pro Jahr (nach UN-Angaben).”

    Ach herjeh und was ist mit den Millionen Tonnen vernichteter Lebensmittel, um die Preise stabil zu halten?
    Übrigens ist das Öl viel zu kostbar, um es durch Autos zu verbraten. Die Pharma- und Chemieindustrie ist derzeit noch völlig abhängig von diesem.

    “für allerlei mehr oder weniger sinnlose Dinge (z.B. Katalysatoren, Hausisolierung, vorgezogener Ersatz von noch funktionstüchtigen Gerät, Filter, demnächst Glühbirnen etc) aufgebaut.”

    Ach, der Blick auf die künftige Strom- oder Heizrechnung lässt die Sache absolut nicht “mehr oder weniger sinnlos” erscheinen. Ob meine Waschmaschine 20 oder 50 Liter pro Waschgang benötigt, dass sehe ich dann doch auf der Rechnung. Das eingesparte Geld läßt sich übrigens in gute Bücher anlegen oder auch zur Unterstützung des NW verwenden.

    Und optisch betrachtet wären einige Mittelmeerländer wesentlich schöner, hätte man Umweltschutz betrieben und eine entsprechende Wiederaufforstung an Stelle kurzsichtigen Raubbaus betrieben. Die Abholzung der Regenwälder und die dadurch allein schon bedingte Vernichtung der schöpferischen Vielfalt gar nicht erst thematisiert. Entsprechende “Mondlandschaften”, welche durch kurzsichtigen proftorientierten Bergbau hinterlassen wurden, wären bei vernünftigem und weitsichtigem Handeln ebenfalls keine optische Schande. Vom Rest gar nicht erst zu reden.
    Dann fällt mir Spanien ein. Importierte Eukalyptusplantagen. Da wächst nichts anderes mehr. Südostasien. Krabbenfarmen. Selbst die küstennahe Vegetation geht kaputt.
    Es gäbe noch viel mehr aufzuzählen.

    Nein Spatz, diese Einbahnstrassen- und Scheuklappensichtweise deiner Thesen gefällt mir nicht. Ganz und gar nicht. Teilweise hast du recht, aber in der Grundaussage liegst du völlig falsch. Man könnte deine Texte reduzieren auf einen Nenner:
    Mensch mach weiter so und verbrauche möglichst viel!
    Welches Interesse kann dahinter stehen?
    Der apokalyptische Wunsch, die Natur herauszufordern? Eigene Kurzsicht? Eigene Profitinteressen? Einerlei. Wer in der Natur nicht etwas Göttliches erkennt, ist wahrer Atheist. Und dennoch gehören diese von dir benannten Heuchler bloßgestellt…

  • 2 Olsen // Mar 25, 2007 at 3:33

    Böse Zungen könnten auch behaupten, der Spatz entstammt einem nomadischen Wüstenvolk und möchte sich überall auf der Welt heimisch fühlen. :-)

  • 3 Der Wohlwollend-Kritische // Mar 25, 2007 at 8:03

    . Die Klimakatastrophe scheint den Holocaust als Leitthema der Umerzieher abzulösen.

    –Warum nicht?

  • 4 Kritikaster // Mar 25, 2007 at 13:58

    @Olsen:

    > Der Spatz hat völlig recht, wenn er die Vermarktung des Umweltschutzes
    > anprangert und eine gewisse Heuchlerbande benennt. Für diese bedeutet
    > Umweltschutz Profitmaximierung und Machterhalt.
    > Aber den Umweltschutz generell abzulehnen und zu verteufeln, daß halte
    > ich für falsch.

    Tut man das, wenn man die “Besserwisserei” bestimmter Deutscher kritisiert? Meint man immer noch, am deutschen Wesen müsse die Welt genesen?
    Die Franzosen haben auf AKWe gesetzt und in Sachen CO2 zurecht ein gutes Gewissen. Unsere Kugelhaufenreaktor-Technik (das sicherste, was es in Sachen AKW gibt): haben wir erfolgreich verpennt.
    Als es um den KAT ging, haben die Franzosen zurecht darauf verwiesen, daß ihre Fahrzeugflotte weniger verbrauchte (ist Pt-Staub nun gefährlich oder nicht?).
    Dafür haben sie die besten Dieselfilter entwickelt - OHNE KFZ-Steuer auf Diesel-PKW!!! Der BRD-Michel allerdings kann sich einen 20 Jahre alten 5l-Diesel wegen einer unverschämten “Öko”-KFZ-Steuer nicht mehr leisten.
    Der TGV fährt schon lange Geld ein, doch unser Transrapid dämelt vor sich hin. Müllverbrennung - ein der sinnvollsten Sachen - verpennt (Iiiihhh - Dioxin!); die Holländer, die Schweden zeigten uns, wie’s geht. Dafür verschwelen unsere Müllverschwelungsanlagen immer noch mehr Geld als Müll…
    Die Liste der durch Öko-Spinnerei verpennten Chancen ließe sich fortsetzen.
    An dem scheinheiligen “deutschen Wesen” hat sich scheinbar nichts geändert: Ob Nazi-Riecherei oder Öko-Ablaßhandel - das rechte (vernünftige) Maß zu finden, fällt den Deutschen einfach schwer. (War zu Luthers Zeiten auch schon so: Bei den Deutschen haben sich die Ablaßhändler dumm und dämlich verdient - in Frankreich war’s ein Flop).

    > Auch schmeckt Obst und Gemüse, welches sonnengereift ist, besser als dass aus
    > künstlich belichteten Gewächshäusern. Weiß der Spatz, wie der Volksmund
    > scherzhaft ein Glas Wasser benennt? Holländischer Tomatensaft.

    Quod erat demonstrandum: Vox polupi, vox Rindvieh!
    Die köstlichen kleinen Tomaten mit dem Grünzeug dran, kommen oft aus holländischen Gewächshäusern. Auf Steinwolle gewachsen, mit Chemiedünger gedüngt. Allerdings erledigen die Bestäubung mittlerweile Hummeln und die Schädlingsbekämpfung Schlupfwespen (- nicht wegen Öko, sondern weil billiger). Da schmecken auch Öko-Heinis keinen Unterschied zu Bio-Tomaten mehr raus. Die Holländer sind halt fix, was neue Moden angeht: Ohne Öko-Romantik aber mit viel Technik.

    > “Beseitigung der wertlosen Überbevölkerung mit der Umwandlung von
    > Ackerfrüchte in Bio-Treibstoff bei gegenwärtig schon rund 50 Mio.
    > verhungerter Menschen pro Jahr (nach UN-Angaben).”

    Schon wieder müssen “wir” die Welt retten? Die Inder und die Chinesen haben ihre Probleme (Hunger und Tralala) auch ohne unser Mitleid und ohne unsere Sozialarbeiter gelöst. Ob die Welt die Besserwisserei und Bedenkenträgerei eines (aus-)sterbenden Volkes wirklich braucht?

    > Ach herjeh und was ist mit den Millionen Tonnen vernichteter Lebensmittel,
    > um die Preise stabil zu halten?

    Ja, hier sieht man das “wertvolle” Wirken verbeamteter Sozialarbeiterei in Gestalt der Euro-Sozialismus.

    > Übrigens ist das Öl viel zu kostbar, um es durch Autos zu verbraten.

    Und noch viel schader, verstromt zu werden! Mir hat stets JEDES Verständnis dafür gefehlt, warum Müllverrottung gut, Müllverbrennug böse sein sollte. So oder so entsteht C02!

    > Ach, der Blick auf die künftige Strom- oder Heizrechnung lässt die
    > Sache absolut nicht “mehr oder weniger sinnlos” erscheinen.

    Ich will mehr FREIHEIT, und keine neue Öko-Diktatur!

    > Ob meine Waschmaschine 20 oder 50 Liter pro Waschgang benötigt, dass sehe
    > ich dann doch auf der Rechnung.

    Ich besitze eine moderne Maschine mit allem Tralala. Das erste was ich machte, war, dem Spülwasserstand erhöhen, weil ich keine Lust habe, teilgespülte Wäsche zu tragen. Wassermangel ist nun wirklich kein Problem in unseren Breiten! Warum müssen Sie Trinkwasser zum Klospülen benutzen? Die Stadtwerke jedenfalls müssen für teures Geld die Kanäle spülen, weil durch die Wassersparerei sich zuviel Schlamm ablagert.

    > Und optisch betrachtet wären einige Mittelmeerländer wesentlich schöner,
    > hätte man Umweltschutz betrieben und eine entsprechende Wiederaufforstung an
    > Stelle kurzsichtigen Raubbaus betrieben.

    Vielleicht sieht das der Mittelmeerländler anders. Kümmern wir uns um unsere “Nase”: Unsers Städte, unsere Landschaftszersiedelung, unsere wunderschönen Windradwälder, …

    > Dann fällt mir Spanien ein. Importierte Eukalyptusplantagen.
    > Da wächst nichts anderes mehr.

    Ein Produkt des Euro-Sozialismus (”Wirtschaftsförderung”)!
    Roland Baader sagte: “Von allem was subventioniert wird, gibt es anschließend mehr.”

    Einfach weniger Staat in der Wirtschaft und das “wer bestellt, der bezahlt”-Prinzip. Ein neuen Öko-Sozialismus ist das Letzte, was die Welt braucht!

    Mit unzeitgeistlichen Grüßen
    Kritikaster

  • 5 Olsen // Mar 25, 2007 at 14:29

    “> “Beseitigung der wertlosen Überbevölkerung mit der Umwandlung von
    > Ackerfrüchte in Bio-Treibstoff bei gegenwärtig schon rund 50 Mio.
    > verhungerter Menschen pro Jahr (nach UN-Angaben).”

    Schon wieder müssen “wir” die Welt retten? Die Inder und die Chinesen haben ihre Probleme (Hunger und Tralala) auch ohne unser Mitleid und ohne unsere Sozialarbeiter gelöst. Ob die Welt die Besserwisserei und Bedenkenträgerei eines (aus-)sterbenden Volkes wirklich braucht?”

    Das erzähle dem Spatzen, dieses Zitat stammt aus seinem Text.

  • 6 Deutschländer // Mar 25, 2007 at 15:20

    ……….Schon wieder müssen “wir” die Welt retten? Die Inder und die Chinesen haben ihre Probleme (Hunger und Tralala) auch ohne unser Mitleid und ohne unsere Sozialarbeiter gelöst. Ob die Welt die Besserwisserei und Bedenkenträgerei eines (aus-)sterbenden Volkes wirklich braucht?………….

    Warum bekommen die Chinesen dann noch jedes Jahr einige Hundert-Millionen Teuro Entwicklungshilfe von unseren deutschen Steuergeldern?

  • 7 Olsen // Mar 25, 2007 at 16:12

    “Tut man das, wenn man die “Besserwisserei” bestimmter Deutscher kritisiert?”

    Das gleiche Recht sollten sie anderen gönnen, wenn diese aus ihrer Sicht “Besserwisser” kritisieren. Ansonsten wäre ihre Forderung nur heuchlerisch und verlogen. Diese von ihnen bezeichnete “Besserwisserei” ist themenbezogen keineswegs ein deutsches Phänomen. Mir ist zu Ohren gekommen, daß sich bereits gewisse Ostküstenbanken Emissionsrechte gesichert haben. Das diese sich in deutschen Händen befinden, davon habe ich allerdings noch nie etwas gehört.

    “(ist Pt-Staub nun gefährlich oder nicht?)”

    Mir egal, es zählt aber garantiert nicht zu meinen Vorlieben, unnötig Autoabgase zu schnüffeln.

    “Dafür haben sie die besten Dieselfilter entwickelt - OHNE KFZ-Steuer auf Diesel-PKW!!!”

    Ob Mautgebühren oder KFZ- Steuer, gezahlt werden muss.

    “Der BRD-Michel allerdings kann sich einen 20 Jahre alten 5l-Diesel wegen einer unverschämten “Öko”-KFZ-Steuer nicht mehr leisten.”

    Dann sollte er sich ein anderes Auto zulegen. Fehlt das Geld hierfür, gibt es auch noch andere Verkehrsmittel. Ich habe noch nie ein Auto besessen und lebe immer noch.
    Irgendwie muss die Renten- und Kriegskasse gefüllt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies zu umgehen. Packen wir’s an!

    “Der TGV fährt schon lange Geld ein, doch unser Transrapid dämelt vor sich hin.”

    Stimmt, kein Land reisst sich um diese Technik. Läuft wohl ‘was falsch.

    “Müllverbrennung - ein der sinnvollsten Sachen - verpennt (Iiiihhh - Dioxin!); die Holländer, die Schweden zeigten uns, wie’s geht.”

    Das SERO- System der DDR hat gezeigt, daß gewisse Rohstoffe auch wiederverwertet werden können. Wozu also alles verbrennen?
    Der Deutsche allerdings zahlt eine Zwangsabgabe (Grüner Punkt) und das “Recycling” findet dennoch auf gewohnter Weise statt. Verarsche eben. Der Dosenpfand war übrigens sinnvoll. Zumindest in meiner Gegend liegen nicht mehr die zahllosen Verpackungen in der Gegend herum. Wer wohnt schon gern auf einer Müllhalde?

    “”Dafür verschwelen unsere Müllverschwelungsanlagen immer noch mehr Geld als Müll…”

    Wird da Geld verbrannt? (siehe SERO)

    “An dem scheinheiligen “deutschen Wesen” hat sich scheinbar nichts geändert: Ob Nazi-Riecherei oder Öko-Ablaßhandel - das rechte (vernünftige) Maß zu finden, fällt den Deutschen einfach schwer.”

    Das hatte Nietzsche schon kritisiert und dafür wurde er kürzlich in einer Altermedia- Kommentarspalte kritisiert. Man kann es eben nicht jeden recht machen.

    “(War zu Luthers Zeiten auch schon so: Bei den Deutschen haben sich die Ablaßhändler dumm und dämlich verdient - in Frankreich war’s ein Flop).”

    Davon bin ich nicht überzeugt. In allen katholischen Ländern wurde Ablaß gezahlt.
    Das leigt wohl eher am abergläubischen Menschenschlag, als an seiner nationalen Abstammung.

    “Quod erat demonstrandum: Vox polupi, vox Rindvieh!”

    Mit verzerrten Bibelsprüchen in der Sprache vergangener Besatzungsmächte können sie mich nicht tangieren.

    “Da schmecken auch Öko-Heinis keinen Unterschied zu Bio-Tomaten mehr raus.”

    Sein genetischer Manipulationsmöglichkeiten schmecken die in der Tat besser, aber kein Vergleich zu denen aus dem Garten. Da verlasse ich mich auf meine Geschmacksnerven und über Geschmack sollte man bekanntlich nicht streiten. Das Schnitzel vom Bauern stinckt übrigens nicht nach Pisse, wenn es in der Pfanne schmort. Auch “Ökoromantik” oder ist die Nase schon dichtgegast?
    Sind Insekten und Dünger Technik?

    “Schon wieder müssen “wir” die Welt retten? Die Inder und die Chinesen haben ihre Probleme (Hunger und Tralala) auch ohne unser Mitleid und ohne unsere Sozialarbeiter gelöst.”

    Aha, die Inder und Chinesen haben keine “Hunger- und Tralala”- Probleme mehr? Meinen sie ein anderes China, ein anderes Indien, als die, welche sich auf dem Planeten Erde befinden?

    “Ob die Welt die Besserwisserei und Bedenkenträgerei eines (aus-)sterbenden Volkes wirklich braucht?”

    Ohne etwas heiligen zu wollen, aber es waren die Deutschen, die bekannt für ihre großen Denker und Erfinder sind. Ohne die “Bedenkenträgerei”, die durchaus auch zur Last werden kann, gäbe es noch die Variante in den Tag hineinzuleben, wie es uns die Afrikaner seit Zeiten vormachen.
    “Der Neger hurt und der Weisse zahlt die Alimente.” Dafür bin ich auch nicht.

    “Ja, hier sieht man das “wertvolle” Wirken verbeamteter Sozialarbeiterei in Gestalt der Euro-Sozialismus.”

    Liegt die Betonung auf Sozialismus?

    “Und noch viel schader, verstromt zu werden! Mir hat stets JEDES Verständnis dafür gefehlt, warum Müllverrottung gut, Müllverbrennug böse sein sollte. So oder so entsteht C02!”

    Wiederverwertung, wo es nur geht, wäre nach meinem Verständnis, da ich weder für Verrottung noch Verbrennung als einzigste Lösungen plädiere. Plastik verrottet übrigens nicht, läßt sich aber ausgezeichnet wiederverwerten. Wozu also verbrennen? Um die Ölkonzerne noch reicher zu machen?

    “Ich will mehr FREIHEIT, und keine neue Öko-Diktatur!”

    Wieso “neue Ökodiktatur”, hatten wir schon eine? Das ich Energiesparlampen benutze, war meine freie Entscheidung, ganz ohne Zwang.

    “Ich besitze eine moderne Maschine mit allem Tralala. Das erste was ich machte, war, dem Spülwasserstand erhöhen, weil ich keine Lust habe, teilgespülte Wäsche zu tragen.”

    Ihr gutes Recht, doch scheint ihre Maschine vielleicht modern zu sein, aber auch leistungsstark. Übrigens benötigt es nicht einen halben Kilo Waschpulver pro Waschgang…

    “Die Stadtwerke jedenfalls müssen für teures Geld die Kanäle spülen, weil durch die Wassersparerei sich zuviel Schlamm ablagert.”

    Aha, na so kann man es auch sehen, aber muss man nicht.

    “Vielleicht sieht das der Mittelmeerländler anders. Kümmern wir uns um unsere “Nase”: Unsers Städte, unsere Landschaftszersiedelung, unsere wunderschönen Windradwälder, …”

    Der Mittelmeerländer kann es sehen wie er will, doch ändert dies nichts daran, daß auch er einen Holzbedarf hat und dieser auf Kosten anderer Länder bzw. deren Wälder gedeckt werden muss.

    “Einfach weniger Staat in der Wirtschaft und das “wer bestellt, der bezahlt”-Prinzip. Ein neuen Öko-Sozialismus ist das Letzte, was die Welt braucht!”

    Bisher ging ich davon aus, dass wir unter börsendiktatorischen Bedingungen bzw. im Kapitalismus leben.
    ;-)

  • 8 Olsen // Mar 25, 2007 at 16:14

    “Warum bekommen die Chinesen dann noch jedes Jahr einige Hundert-Millionen Teuro Entwicklungshilfe von unseren deutschen Steuergeldern?”

    Ist dies so? Vielleicht um das Dollarsystem indirekt zu subventionieren? ;-)

  • 9 Deutschländer // Mar 25, 2007 at 18:12

    @Olsen

    ……..Laut Xu Fangming, Abteilungsleiter des chinesischen Finanzministeriums, begann die finanzielle Zusammenarbeit Chinas und Deutschlands im Bereich der Entwicklungshilfe bereits im Jahr 1985. Seitdem ist China weltweit größter Empfänger finanzieller Hilfeleistungen der deutschen Bundesregierung, während Deutschland nach Japan das größte bilaterale Geberland ist: „Bisher hat die deutsche Bundesregierung China Entwicklungshilfe in Höhe von insgesamt 2,3 Mrd. Euro zugesagt. Dazu gehören 400 Millionen Euro Finanzmittel, 1,05 Mrd. Euro zinsgünstige Kredite und 1,2 Mrd. weitere Entwicklungshilfe in Form von versteckten Subventionen. Die Bereiche der chinesisch-deutschen finanziellen Zusammenarbeit entsprechen den generellen Anforderungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Chinas und stehen im Einklang mit dem staatlichen Plan zur nachhaltigen Entwicklung. Konkret geht es darum, die Entwicklung des Schienenverkehrs, der Energiewirtschaft, der städtischen Infrastruktur, der Forstwirtschaft und der Medizin zu fördern.“……..

    http://www.bjrundschau.com/2004-29/2004.29-zf-1.htm

    Tja, Deutschland kann es eben nicht schnell genug gehen von den Chinesen wirtschaftlich überrollt zu werden!

    Offiziell sind es laut Spiegel in diesem Jahr zwar nur 68 Mio. aber das ist ohne die versteckten Subventionen. In einer Dokumentation habe ich andere Zahlen gehört.

  • 10 griesgram // Mar 25, 2007 at 21:07

    “Laut Xu Fangming, Abteilungsleiter des chinesischen Finanzministeriums, begann die finanzielle Zusammenarbeit Chinas und Deutschlands im Bereich der Entwicklungshilfe bereits im Jahr 1985. Seitdem ist China weltweit größter Empfänger finanzieller Hilfeleistungen der deutschen Bundesregierung”

    Und der nächste ernstzunehmende Kriegsgegner der JewSA iiiiiiiiiiiiiiist:
    CHINA!
    Wir subventionieren die Aufrüstung des nächsten Todfeindes unserer Totengräber. Ist doch was, oder?

  • 11 dummi // Mar 26, 2007 at 1:04

    Auf der Erde wächst genug um den Nahrungs- und Energiebedarf der Menschheit mehrfach zu decken..

    Der energieeffizientete Weg ist flächendeckend Biogas (Energieäuivalent 5000 L Diesel pro Hektar) aus nachwachsenden Rohstoffen zu erzeugen. Gas kann auch per Prolyse (Holzgas) aus aus z.B. Müll, aus allem was Kohlenstoff enthält hergestellt werden. Das Gas kann in vorhandene Gasleitungen eingespeist werden. Gas kann im Sommer in Erd-Kavernen, Salzstöcken, stillgelegten Bergwerken.. für den Winter gespeichert werden..

    ask google: Biogasverstärker..

    Gas kann in Erdgasfahrzuegen ohne Umbau verwendet werden. Das Gas kann in Kraft-Wärmeanlagen (KWK) zur Strom und Wärmeproduktion eingesetzt werden.

    Großkraftwerke verplempern i.D.R. ca. 60-70% der zugeführten Energie in Form von Wärme, über riesiege Kühltürme wird die Atmosphäre aufgeheizt, Flüsse werden aufgeheizt. Was soll der Scheiß?

    Zwei Drittel der teuer aus dem Ausland eingekauften Energie werden einfach vernichtet.

    Dieser Schwachsinn nützt nur dem Großkapital, der machtgeilen Elite die die Menschheit versklaven, abhänig halten will.
    Strom muss “vor Ort”, da wo die Wärme genutzt werden kann erzeugt werden.

    Viele kleine KWK-Anlagen können zu virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltet werden… Wärme vor Ort kann in Pufferspeichern zwischengespeichert werden. Strom kann nicht zwischengespeichert werden.. der Aufwand wäre zu hoch..

    es gibt seit langen kleine KWK-Anlagen: ask google: ecopower

    Mit einem ecopower-Mini-Kraftpaket kann man auch das eigene Elektroauto, nebenbei fast kostenlos, aufladen.

    Diesel-KFZ verplempern ebenfalls ca. 70%, Benziner ca. 80% der zugeführten Energie als Wärme, heizen die Atmösphäre auf. Elekto-KFZ verplempern keine Energie als Wärme. Deshalb braucht ein E-KFZ nur ca. 20-30% der Energie die Diesel oder Benziner verbrauchen um die gleiche Strecke zurück zu legen.

    Durch konsequente Nutzung der längst vorhandenen Technik, z.B. auch Wärmepumpen zur Gebäudeheizung, kann der deutsche Energiebedarf locker auf 30% gesenkt werden. Der Gebäudeenergiebedarf kann durch Wärmedämmung und effizente Technik auf 50% gesenkt werden.

    Genau diese Technik wird aber verhindert. Statt dessen wird in uneffiziente Elekto-Solaranlagen, Wasserstoff, Fusionsreaktor… und andern Bullshit Billionen investiert..

    Der Hintergrund ist das ALLE vom Öl, bzw. der Hochfinanz dahinter, von Atomkraftwerken abhäning bleiben sollen wie der Junkie von der Nadel..

    Für die Zeit nach dem ÖL wird die CO2-Steuer eingeführt. Die CO2-Steuer wird die erste Steuer sein die direkt an die UNO. bzw. an die kommende Weltregierung abzuführen sein wird… CO2 ist kein Umweltgift sondern Pflanzendünger.

    Der Tragödie erster Teil:

    Mit der Bahn von Berlin nach Bagdad

    von F. William Engdahl

    (Auszug aus “Mit der Ölwaffe zur Weltmacht - Der Weg zur Neuen Weltordnung”)

    1888 erhielt eine Gruppe von Industriellen und Bankiers unter Leitung der Deutschen Bank von der türkischen Regierung die Konzession zum Bau einer Eisenbahnstrecke von der Hauptstadt Konstantinopel durch Anatolien. Zehn Jahre später wurde der Vertrag erweitert. Die türkische Regierung gab den Bau einer weiteren Strecke, von Konya nach Bagdad, frei. Das großangelegte Projekt wurde als die „Bagdadbahn“ bekannt. Das zweite Übereinkommen war ein Erfolg des Staatsbesuches von Kaiser Wilhelm II. beim Sultan in Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) im Jahre 1897. In diesen zehn Jahren hatten die deutsch-türkischen Beziehungen sehr an Bedeutung zugenommen.

    Bei der Suche nach noch offenen Exportmärkten war Deutschland auf die Türkei gestoßen. Anfang der neunziger Jahre entschloß man sich, enge wirtschaftliche Beziehungen zur Türkei zu knüpfen. Die Eisenbahnstrecke Berlin-Bagdad war der Nerv einer brillanten und praktikablen Wirtschaftsstrategie, für die der Industrielle Georg von Siemens sich und andere begeistert hatte. Die Frage des Erdöls bildete dabei sicherlich einen wichtigen Hintergrund. In London läuteten die Alarmglocken. Hier liegt der Ursprung der Verstrickungen und Feindseligkeiten, die zu zwei Weltkriegen führten und heute noch auf tragische Weise im Nahen Osten ausgefochten werden.

    Karl Helfferich führte damals auf seiten der Deutschen Bank die Verhandlungen über das Bagdadbahnprojekt. Er urteilte später völlig zu Recht, in den Jahren vor 1914 habe es mit Ausnahme der Marinefrage keinen anderen Punkt gegeben, der zu größeren Spannungen zwischen London und Berlin geführt habe, als dieses Eisenbahnprojekt. 1

    Das Konsortium unter Leitung der Deutschen Bank erhielt zunächst nur die Konzession für Bau und Betrieb einer Eisenbahnlinie vom außerhalb Konstantinopels gelegenen Haidar-Pascha nach Ankara. Das Unternehmen erhielt den Namen Anatolische Eisenbahngesellschaft und hatte auch österreichische und italienische und zu einem geringen Anteil sogar britische Anteilseigner. Der Bau selbst ging gut voran, so daß der Abschnitt schneller als geplant fertiggestellt werden konnte. So wurde die Strecke weiter nach Süden bis nach Konya fortgeführt.

    1896 wurde diese Teilstrecke eröffnet. Man konnte nun von Berlin bis nach Konya, weit in das Innere des anatolischen Hochlands fahren. Der Bau dieser Bahnstrecke war eine große planerische und technische Leistung. Die Strecke führte über 1000 km lang durch wirtschaftlich völlig unterentwickeltes, unwegsames Gebiet und wurde doch in weniger als acht Jahren fertiggestellt. Dadurch gelangte das märchenhaft reiche Gebiet zwischen Euphrat und Tigris in das Einzugsgebiet des technischen Fortschritts. Bis dahin hatten nur die Engländer und Franzosen Eisenbahnstrecken außerhalb der Hauptindustrieländer gebaut. Dabei handelte es sich immer nur um sehr kurze Strecken, die wichtige Hafenstädte miteinander verbanden. Nie waren solche Verkehrswege so angelegt worden, daß sie zur Industrialisierung der betreffenden Länder beitragen konnten.

    Diese Eisenbahnlinie schuf zum ersten Mal eine moderne, wirtschaftliche Verbindung zwischen Konstantinopel und dem asiatischen Hinterland des Osmanischen Reichs. Über Bagdad und Kuwait hinaus geführt, hätte diese Linie der billigste und schnellste Verkehrsweg zwischen Europa und Indien werden können.

    Aber genau dies war der Punkt, der England daran mißfiel. „Würde ,Berlin-Bagdad’ fertiggestellt, wäre ein riesiges Gebiet, in dem jeder erdenkliche wirtschaftliche Reichtum hergestellt werden könnte, das aber für eine Seemacht unangreifbar wäre, unter deutsche Kontrolle geraten“, warnte R.G.D. Laffan, der damals als britischer Militärberater in Serbien diente. „Rußland würde durch diese Barriere von England und Frankreich, seinen Freunden im Westen, abgeschnitten“, sagte er weiter. „Die deutsche und türkische Armee könnte leicht auf Schußweite an unsere Interessen in Ägypten herankommen. Vom Persischen Golf aus würde unser indisches Empire bedroht. Der Hafen von Alexandropoulos und die Kontrolle über die Dardanellen würde Deutschland im Mittelmeerraum bald eine enorme militärische Seemacht verleihen.“

    Die Ausführungen Laffans deuteten bereits an, wie die britische Sabotage gegen die Eisenbahnverbindung Berlin-Bagdad eingeleitet werden sollte. „Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, aus welchen Gliedern sich die Kette der Staaten zusammensetzt, die zwischen Berlin und Bagdad liegen: das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, Bulgarien und die Türkei. Nur ein kleiner Gebietsstreifen verhindert, daß die beiden Enden der Kette miteinander verbunden werden können. Dieser kleine Streifen ist Serbien. Serbien steht klein, aber trotzig zwischen Deutschland und den großen Häfen von Konstantinopel und Saloniki und versperrt ihm das Tor zum Osten… Serbien war in der Tat die erste Verteidigungslinie für unsere Besitzungen im Osten. Würde es vernichtet oder in das ,Berlin-Bagdad’-System einbezogen, hätte unser großes, aber nur schwach verteidigtes Empire bald den Schock des deutschen Vorstoßes nach Osten gespürt“ 2 (Hervorh. W.E.).

    Es ist nicht übertrieben (und nur noch nicht salonfähig), wenn man sagt, daß die blutigen Balkankriege, der türkische Krieg, der bulgarische Krieg und die fortwährenden Unruhen in der Region unter der Regie Englands geführt wurden. Diese Feststellung gewinnt heute erneut an Aktualität. Damals richteten sich die britischen Anstrengungen in erster Linie gegen eine Allianz zwischen Berlin und Konstantinopel und ganz besonders gegen die Bagdadbahn. Laffan ließ es nicht an Deutlichkeit fehlen.

    Dabei kann man den Bau der Eisenbahnlinie Berlin-Bagdad nicht einmal einen „deutschen Coup“ gegen England nennen. Deutschland versuchte immer wieder, die Briten zur Mitarbeit an diesem Projekt zu bewegen. Vor allem, als in den neunziger Jahren das Übereinkommen mit der türkischen Regierung zustandegekommen war, die 2500 km lange Reststrecke bis zum heutigen Kuwait zu bauen, unternahmen die Deutsche Bank und die Regierung in Berlin unzählige Versuche, England an der Finanzierung und an dem Bau des Riesenprojekts zu beteiligen.

    Im November 1899 fuhr Kaiser Wilhelm II. selbst nach England zu seiner Großmutter, der britischen Königin Viktoria (1837-1901), um sie persönlich noch einmal eindringlich aufzufordern, England an dem Bagdadbahnprojekt zu beteiligen. In Deutschland wußte man sehr genau, daß Großbritannien im Persischen Golf und in Suez Interessen vertrat, um seine Schiffahrtswege nach Indien zu sichern. Es war klar, daß das Projekt ohne die Unterstützung Englands in politische und finanzielle Schwierigkeiten geraten würde. Denn der Finanzbedarf des Bauvorhabens überstieg die Ressourcen der deutschen Banken bei weitem.

    England wandte in den folgenden 15 Jahren jeden erdenklichen Trick an, um den Bau der Eisenbahnlinie zu verzögern oder zu behindern. London gab bis zum Schluß die Hoffnung nicht auf, durch irgendwelche Abkommen die Fertigstellung der Bagdadbahn verhindern zu können. Dieses zunächst wirtschaftlich und diplomatisch ausgetragene Spiel ging im August 1914 als „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ in den Ersten Weltkrieg über.

    Königin Viktorias Strategen hatten im Poker um die Bagdadbahn noch einen Trumpf im Ärmel, den sie ausspielen wollten, falls die Verhandlungen nicht wie gewünscht verliefen. Die Karte war ein korrupter Scheich, dessen Familie noch heute in Kuwait ihr Unwesen treibt. 1901 hatte England Kriegsschiffe vor die kuwaitische Küste, die zum Osmanischen Reich gehörte, entsandt. Sie sollten die türkische Regierung zwingen, den Hafen im Persischen Golf, nahe der strategisch wichtigen Mündung von Euphrat und Tigris, westlich des antiken Schatt el Arab, als „britisches Protektorat“ anzuerkennen und damit an Großbritannien abzutreten. In dem Gebiet hauste der Anaza-Stamm, der dem Scheich Mubarak Al-Sabah gehorchte. Die Türkei war zu diesem Zeitpunkt politisch und wirtschaftlich nicht stark genug, um mehr zu tun als dagegen zu protestieren, daß Großbritannien diesen entlegenen Teil des Osmanischen Reiches annektierte.

    Scheich Mubarak Al-Sabah galt als skrupelloser Opportunist. Er hatte Berichten zufolge 1896 die Macht dadurch an sich gerissen, daß er seine beiden Halbbrüder zu sich in den Palast einlud und nachts im Schlaf ermorden ließ. 1907 überredete ihn die britische Regierung, das Gebiet des Bander Shwaik „der edlen, königlichen Regierung von England… auf alle Zeiten“ vertraglich zu übereignen. Das Dokument wurde von Major C.G. Knox, politischer Agent der königlichen Regierung von England in Kuwait, gegengezeichnet. Reichliche Handsalben, große Mengen Gold für die Privatschatulle des Scheichs und Gewehre für seine „Krieger“ hatten dem Scheich bei der Unterschrift die Hand geführt.

    Im Oktober 1913 hatte Lt.-Colonel Sir Percy Cox sich von dem für Geschenke jederzeit ansprechbaren Scheich einen Brief aushändigen lassen, in dem der Scheich bestätigte, Ölförderkonzessionen in seinem Land „nur an Personen zu erteilen, die von der britischen Regierung dazu ermächtigt, ernannt und empfohlen worden sind.“ 3

    Seit 1902 wußte man, daß es in der als Mesopotamien bekannten Region des Osmanischen Reiches, dem heutigen Irak und Kuwait, Erdölvorkommen gab. Wie groß und wie leicht zugänglich diese Ölfelder waren, darüber wurde noch spekuliert. Ihre Entdeckung bestimmte das ständige Ringen um die wirtschaftliche und militärische Kontrolle dieser Region, das noch heute anhält.

    In den Verhandlungen über die Finanzierung der Bagdadbahn hatte die Deutsche Bank 1912 vom türkischen Sultan eine Konzession erhalten, die der Bagdad-Eisenbahngesellschaft als „Wegerecht“ die Konzessionen auf alle Öl- und Mineralvorkommen entlang eines 20 km breiten Streifens zu beiden Seiten der bis Mosul im heutigen Irak reichenden Eisenbahnlinie sicherte.

    Inzwischen war auch der deutschen Industrie und Regierung klar geworden, daß Öl der Treibstoff der Zukunft war, und zwar nicht nur für den Landverkehr, sondern auch für die Seeschiffahrt und die Kriegsmarine. Deutschland verfügte über keine unabhängige Ölversorgung. Es war völlig auf den amerikanischen Trust der Rockefeller Standard Oil Company angewiesen. Die zu Standard Oil gehörige Deutsche Petroleum-Verkaufsgesellschaft tätigte 91 Prozent aller Ölverkäufe in Deutschland. Die Deutsche Bank hielt nur neun Prozent der Aktien der Deutschen Petroleum-Verkaufsgesellschaft. Das war noch nicht einmal eine Sperrminorität.

    Geologen hatten indessen zwischen Mosul und Bagdad Öl entdeckt. Der geplante Verlauf des letzten Teilstücks der Bagdadbahn sollte mitten durch ein Gebiet führen, in dem riesige Ölvorkommen vermutet wurden. Es gab in den Jahren 1912 und 1913 zahlreiche Bemühungen im Reichstag, eine staatliche Gesellschaft zur Erschließung und Nutzung dieser Ölquellen zu gründen. Sie wurden vor allem durch die SPD-Opposition hinausgezögert und bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges verschleppt. Der Plan der Deutschen Bank sah vor, das mesopotamische Öl per Bahn nach Deutschland zu schaffen, um so eine mögliche britische Seeblockade zu umgehen und Deutschland eine unabhängige Erdölversorgung auf dem Landweg zu sichern.

    Die neuen Kriegsschiffe

    Im britischen Establishment war man sich einig, daß sich die britische Weltmacht nur dann behaupten ließe, wenn England den Zugang zu den damals bekannten Erdölvorkommen unter seine Kontrolle bringen könnte. Sie waren entschlossen, die erste mit Öl gefeuerte Kriegsflotte der Welt zu bauen und Deutschland den Zugang zu den Ölvorräten in Mesopotamien zu versperren. Diese britischen Ziele brachten Deutschland in eine schwierige Situation.

    Die Zeit war jedenfalls reif für die Pläne Admiral Fishers, eine moderne, ölgetriebene Kriegsflotte aufzubauen. In Deutschland war 1909 das erste Schiff einer verbesserten Ausführung der englischen „Dreadnought“-Serie vom Stapel gelaufen. Die „Von der Tann“ hatte 80000 PS und erreichte, obwohl noch mit Kohle als Brennstoff betrieben, die für damalige Zeit erstaunliche Geschwindigkeit von 28 Knoten. Nur zwei britische Schiffe konnten mit dieser Geschwindigkeit mithalten. Die mit Kohle befeuerte britische Flotte war an ihre technologische Grenze gestoßen. Das deutsche Wirtschaftswunder begann die Uberlegenheit der britischen Marine in Frage zu stellen.

    1911 hatte der junge Winston Churchill Lord Fisher als Marineminister abgelöst. Churchill setzte sich mit Nachdruck für Fishers Pläne ein und griff auch auf dessen Argumente zurück, daß Schiffe gleicher Größe und gleichen Gewichts bei Ölbefeuerung viel schneller fahren können, wendiger sind, über einen weiteren Aktionskreis verfügen und wesentlich schneller und einfacher Brennstoff nachbunkern können.

    Im Jahr 1912 lieferten die Vereinigten Staaten 63 Prozent des Weltverbrauchs an Öl, die Russen aus ihren Quellen in Baku 19 Prozent und die Mexikaner gerade 5 Prozent. Die britische Anglo-Persische Ölgesellschaft trug noch nicht nennenswert zur Ölversorgung bei. Aber schon betrachtete die britische Regierung den Persischen Golf als ihre wesentliche Interessensphäre. Dem stand, wie wir gesehen haben, das Projekt der Eisenbahnlinie Berlin-Bagdad entschieden im Weg.

    Auf Drängen Churchills setzte die Regierung unter Premierminister Asquith im Juli 1912 eine königliche Kommission ein, die sich mit der Frage des Öls und der Ölverbrennungsmaschinen befassen sollte. Den Vorsitz führte der inzwischen pensionierte Lord Fisher.

    Wiederum auf Drängen Churchills kaufte die britische Regierung 1913 unter strikter Geheimhaltung die Aktienmehrheit der Anglo-Persischen Ölgesellschaft (heute British Petroleum, BP). Von diesem Zeitpunkt an stand das Öl im Mittelpunkt der britischen strategischen Interessen. Und die ließen sich auf folgenden einfachen Nenner bringen: Gelänge es England, seine Erdölversorgung zu sichern und darüber hinaus seinen wirtschaftlichen Konkurrenten den Zugang zu den Erdölreserven zu verwehren, dann würde es die nächsten Jahrzehnte die Weltgeschichte dominieren. Konnte Englands stagnierende Industrie schon nicht mit der deutschen Industrie und den neu entwickelten Daimlermotoren mithalten, dann würde es eben den Brennstoßhahn für diese Motoren auf- und zudrehen und seinen Preis bestimmen. 4

    Erst vor dem Hintergrund dieser „Öl-Politik“ der britischen Elite läßt sich der weitere Verlauf der Weltgeschichte verstehen, macht er überhaupt erst Sinn.

    Sir Greys folgenschwere Reise nach Paris

    Aber mußten solche strategischen Absichten auch bedeuten, daß die britische Elite einen Krieg mit allen seinen verheerenden Auswirkungen in Kauf nahm? Es kam ein weiterer Beweggrund hinzu: England sah sein Dogma des „Machtgleichgewichts“ gefährdet. Der ausschlaggebende Grund dafür, warum Großbritannien im August 1914 den Krieg erklärte, liegt tief „in den alten Traditionen der britischen Politik, durch die England groß geworden war und durch die es seine Größe zu erhalten suchte“, erklärte der deutsche Bankier Karl Helfferich 1918 zutreffend.

    „Englands Politik war stets gegen die politisch und wirtschaftlich stärkste Kontinentalmacht gerichtet“, führte Helfferich weiter aus. „Seitdem Deutschland die politisch und wirtschaftlich stärkste Kontinentalmacht geworden war, seitdem England sich durch Deutschland mehr als durch ein anderes Land in seiner weltwirtschaftlichen Stellung und in seiner Seegeltung bedroht fühlte, war der englisch-deutsche Gegensatz unüberbrückbar und durch keine Verständigung über irgendwelche Einzelfragen aus der Welt zu schaffen.“ Helfferich zitierte mit Bedauern die Erklärung des alten Bismarck von 1897: „Die einzige Möglichkeit, die deutsch-englischen Beziehungen zu verbessern, wäre, unsere wirtschaftliche Entwicklung zurückzuschrauben. Und dies ist nicht möglich.“ 5

    Im April 1914 statteten König Georg V. von England (1910-36) und sein Außenminister Edward Grey dem französischen Präsidenten Poincare in Paris einen außergewöhnlichen Besuch ab. Es war eines der wenigen Male, daß Sir Edward Grey die britischen Inseln verließ. Der russische Botschafter in Frankreich, Iswolski, wurde zu einigen Treffen des Besuchs hinzugezogen. Ziel der Besprechungen war es, eine geheime militärische Allianz zwischen den drei Mächten England, Frankreich und Rußland zu besiegeln. Sie richtete sich gegen Deutschland und Österreich. Berlin und Wien wurden bewußt nicht gewarnt, daß England sich verpflichtet hatte, in den Krieg einzutreten, sobald einer ihrer Bündnispartner darin verwickelt würde. Vielmehr ließ die britische Regierung die deutsche Führung bis zuletzt im Glauben an eine mögliche britische Neutralität.

    Schon vor 1914 war dem britischen Establishment klar geworden, daß es Europa nur mit Hilfe eines Krieges „unter Kontrolle“ halten könnte. Getreu seiner alten Logik, die Kräfte auf dem europäischen Kontinent gegeneinander auszuspielen, hatte sich die britische Außenpolitik schon Ende des 19. Jahrhunderts neu orientiert. Unter Frankreichs Außenminister Gabriel Hanotaux (1894-95, 1896-9Cool und Rußlands Finanzminister Sergej Witte (1892-95) hatte sich eine Allianz mit der aufstrebenden deutschen Industriemacht abgezeichnet. Das alarmierte die britische Diplomatie. London nützte die traditionelle protürkische und antirussische Bündnispolitik des 19. Jahrhunderts nichts mehr. Nun suchte es die Allianz mit Rußland gegen Deutschland. Vor allem mußte eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und Rußland vereitelt werden.

    1 Helfferich, Karl: Der Weltkrieg. Vorgeschichte des Weltkrieges. Berlin, 1919, bei Ullstein, S. 120-165.

    2 Laffan, R.G.D.: The Serbs: The Guardian of the Gate, 1917, Nachdruck New York, 1989, bei Dorset Press, S. 163-164.

    3 Abu-Hakima, Ahmad Mustafa: The Modern History of Kuweit. London 1983, bei Luzak, S. 188-197

    4 Hanighen, Frank C.: The Secret War. New York, 1934, bei The John Day.

    5 Helfferich, siehe oben, S. 165-166.

    http://www.jahrbuch2002.studien-von-zeitfragen.net/Weltmacht/Bagdadbahn/bagdadbahn.html

  • 12 Watzmann // Mar 26, 2007 at 19:58

    Ein wichtiger Verweis:

    “…Während George W. den finsteren Gesellen gibt, breitet Al Gore vor der Kulisse des Blauen Planeten gütig die Arme aus und ruft seine Schäflein zu sich: Denn sehet, ich bin der Gute, und wenn Ihr mir folgt, wird es Euch wohlergehen. Freilich: Angst macht er uns auch - Weltuntergangsstimmung verbreiten der böse und der gute Bulle. Der eine droht, die Welt in einem Atomkrieg zu vernichten, der andere ist sich ganz sicher, daß der Planet demnächst an Gasvergiftung stirbt. Aber nur Mut: Retten wollen sie uns alle beide mit ihren mehr oder weniger irren Konzepten.
    Inzwischen dürfte es nicht nur mir aufgefallen sein, daß mit der globalen Klimapanikmache etwas nicht stimmt…”

    http://www.gerhard-wisnewski.de/modules.php?name=News&file=article&sid=366

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