Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz
Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Der Terror wächst auf dürrem Boden

14:12 · Post your comment (No Comments)

Die Gewaltspirale dreht sich munter weiter. Die israelische Armee tötet Palästinenser, darunter zahlreiche Zivilisten. Im Gegenzug reißen radikal-islamistische Selbsmordattentäter weitere unschuldige Zivilpersonen mit in den Tod. Westliche Medien, vor allem die „amerikanisch-jüdische-interessenvertretende Massenzeitung Bild“ stellen den Konflikt so dar, als würden beide Seiten die Gewalt gleichmäßig fördern. Dabei hat sie einen offensichtlichen Hintergrund: Das enorme soziale Gefälle, das sich in einer höchst ungleichen und ungerechten Verteilung des Landes in den besetzten Gebieten äußert. Dort gibt es nämlich nur einen extrem Benachteiligten: Die dortige palästinensische Bevölkerung.

Mit dem Friedenswillen der israelischen Staatsführung scheint es nicht weit her zu sein. Ansonsten hätte man auf die gezielte Tötung zweier Führer der islamischen Hamas verzichtet. Was dies hervorrufen würde, war im voraus klar. Jetzt stehen noch mehr Selbstsprengkommandos bereit. Die Spirale setzt zur nächsten Umdrehung an. Zwar wird die Kritik an der Politik Scharons und dem Vorgehen des israelischen Militärs in westlichen Medien lauter, dennoch berichtet man immer noch gern in weitem Bogen herum, um das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen israelischen Soldaten und Siedlern einerseits wie palästinensischen Bewohnern der besetzten Gebiete andererseits aufzuzeigen.

Eine der wenigen, die hierüber aufschlußreich zu berichten wissen, ist die Journalistin Amira Hass. Sie lebt in Ramallah, mitten unter Palästinensern, quasi an vorderster Front. Seit zehn Jahren schreibt sie für eine israelische Zeitung über die schwierige und gefährliche Situation dieser Menschen. In der diesjährigen Märzausgabe von „Le monde diplomatique“ hatte sie einige interessante Zahlen parat: Nach Angaben der israelischen Armee wurden zwischen Ende September letzten und Ende Februar diesen Jahres 94 Israelis getötet, 27 Zivilisten und 67 Soldaten. Bis Mitte Februar diesen Jahres waren im vergleichbaren Zeitraum bereits 1231 Palästinenser umgekommen. Darunter 81 Frauen und 344 Kinder unter 18 Jahren. In 46 Fällen trafen gezielte Hinrichtungsaktionen der israelischen Armee tatsächlich die Personen, die sie treffen sollten. 80 weitere Menschen, die diesen, mit den Worten von Amira Hass zu sprechen „vorbeugenden Präzisionsschlägen“ zum Opfer fielen, waren zufällige Passanten. Kollateralschäden, die die israelische Öffentlichkeit nicht groß kümmern, gelten doch alle Palästinenser als potentielle Terroristen. Als solche werden sie auch für das nicht funktionierende friedliche Zusammenleben mit den jüduschen Siedlern in den besetzten Gebieten verantwortlich gemacht. Haß deutet auf die wahren Gründe. Sie liegen in der völlig ungleichen und ungerechten Landverteilung und dem Vorgehen des israelischen Militärs.

Im Gazastreifen leben 8000 Juden und 1,4 Millionen Palästinenser. Der Anteil jüdischer Siedler an der Gesamtbevölkerungszahl dieser Region beträgt rund ein halbes Prozent. Doch 20 Prozent des Territoriums befinden sich unter israelischer Kontrolle. Die israelische Armee sichert den Schutz und die ökonomische Entwicklung des besagten halben Prozentes. Ebenfalls gewährleistet ist die Versorgung israelischer Siedler mit frischem Trinkwasser. Den Palästinensern überläßt man nur Salzbrühe. Ein Umstand, der den Friedensprozeß wohl nicht gerade fördert. Aber das dürfte ja auch keinesfalls das Ziel Scharons sein.

Hauptursache der vielen, oft zivilen Opfer auf palästinensischer Seite ist die unmittelbare Nähe jüdischer Siedlungen zu den palästinensischen Wohngebieten. Letztere geraten so zwangläufig in das Mündungsvisier der israelischen Armee. Für diese genießt der Schutz der priviligierten, „satten“ Minderheit jüdischer Siedler allerhöchste Priorität. Da wird auch vor dem Einsatz von Raketen und Splitterbomben nicht zurückgeschreckt.
Man braucht sich also nicht zu wundern, woher radikale Organisationen wie die Hamas (die eigentlich auch nur Minderheiten vertreten) den Rückhalt für ihre Aktionen beziehen. Die ungerechte, selbstherrliche israelische Siedlungspolitik schürt den Haß der palästinensischen Bevölkerung. Paradoxerweise ist die Hamas auch als Wohltätigkeitsorganisation tätig, unter anderem in der Kranken- und Altenpflege (Bericht des „Kölner Stadtanzeigers“). Als solche, vor allem aber als religiöse Vereinigung, hat sie der israelische Staat einst gezielt unterstützt. Man versprach sich dadurch ein Abflauen des palästinensischen Widerstandes. Getreu der Losung: Wer in die Moschee geht, um zu beten, greift nicht zu Steinen oder gar zur Waffe. So förderte man den Terrorismus direktermaßen. Soweit der Begriff auf das Vorgehen der israelischen Armee in den besetzten Gebieten paßt, übt man ihn sogar selbst aus.

Es kommt noch besser: Offensichtlich befindet man sich im Besitz einer Vielzahl von Nuklearsprengköpfen. Wonach haben UN-Inspektoren eigentlich im Irak gesucht ? Nebenbei sei noch erwähnt, daß die jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten ohne Unterstützung der USA sicher nicht existierten. Merke: Der Dollar sorgt auch in der Wüste für blühende Landschaften.

Alexander Klein

Quelle: www.NPD.de

Tags: Allgemeines

0 responses so far ↓

  • There are no comments yet...Kick things off by filling out the form below.

Leave a Comment