Allmählich scheint es doch in so manchen Hirnen zu dämmern, daß die Krise der Sozialsysteme – gern umschrieben als fast schon „natürliche“ Erscheinung der alternden Gesellschaft in Deutschland – klar und eindeutig in der katastrophalen Geburtenarmut (inzwischen 1,34 Kinder pro deutscher Frau) begründet liegt. Denn die bereits seit Mitte der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts ständig zunehmende Verringerung der nachwachsenden Deutschen führt nunmehr deutlich für viele erkennbar zu den in immer kürzeren Zeitabständen auftretenden Krisen der Sozialsysteme.
So stellt auch Mathias Koch in seinem Leitartikel „Politik ohne Kinder in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom 23.8.2003 die richtigen Fragen und liefert teilweise überzeugende Antworten gleich mit.
Ein zentrales Thema ist und bleibt eine Umkehr zu einer Politik der Bejahung von Familien mit Kindern und die Abkehr von einer auf Minderheiten ausgerichteten Politik, die den Verfall (Decadence) und die Zerstörung der Gemeinschaft fördert und damit auch die wirtschaftlichen Grundlagen, von den kulturellen ganz zu schweigen, zerstört. Das Ja zu Familien mit Kindern ist das Bekenntnis zu Leben und Zukunft und damit unlösliche Voraussetzung zum Überleben unseres Volkes.
Und wenn Koch die Maßnahmen der Regierungen dieser Republik in Vergangenheit und Gegenwart (Erziehungsgeld, mehr Kindergeld) erwähnt, so versieht er diese Maßnahmen zutreffend mit Fragezeichen. Denn selbstverständlich weiß jeder, der eins und eins zusammenzählen kann, daß tatsächlich allein lebende berufstätige Personen oder gar berufstätige Partner (möglichst noch Ehepaare mit Versteuerung nach dem Splittingverfahren) so deutliche materielle Vorteile gegenüber Familien mit Kindern und nur einem Verdiener haben, daß eben nach und nach über die vielen Jahrzehnte immer mehr Menschen nach wirtschaftlichem Vorteil und Nachteil die Entscheidungen bewußt und in vielen Fällen auch unbewußt gegen Kinder getroffen haben. Das ist durchaus verständlich. Denn von Politikern muß man erwarten, daß sie vorausschauend führen und lenken. Und hier gibt es klare und eindeutige Verantwortlichkeiten und eben Versagen.
Die politische Klasse dieser Republik – die auch gerne den Begriff Elite für sich in Anspruch nimmt - hat eindeutig diese Politik verbrochen. Die Zahlen und damit die Wirkungen der Geburtenentwicklung sind den Fachleuten und somit der Politik seit Jahrzehnten bekannt.
Noch ist es Zeit, eine Veränderung zu bewirken; aber nicht mit diesen in sich selbst verliebten politischen Versagern, die ihre Politik in vielen Fällen daran auszurichten belieben, wie politische und wirtschaftliche Fragen im Dritten Reich gelöst wurden, um dann das Gegenteil oder eben nichts zu tun.
Deshalb ja auch die unverantwortliche Scheu vor einer klaren, auf eine deutliche Steigerung der Geburten ausgerichteten Politik und stattdessen die Duldung massenhafter Abtreibungen (geschätzt 200.000 bis 250.000 jedes Jahr und das über Jahrzehnte) weit, weit überwiegend aus „sozialen Gründen“. Dabei wird von interessierter Seite immer wieder gern betont, wie reich „wir“ doch seien, insbesondere wenn mal wieder gezahlt werden soll; an wen dürfte hinreichend bekannt sein.
Soweit bekannt, hat jedenfalls bisher kein deutscher Staat in einer so langen Friedenszeit eine dermaßen katastrophale wirtschaftliche und soziale Bilanz vorgelegt; gleiches ist leider für den Zustand von Kultur und Bildung festzustellen. Diese Ruinen sieht man zwar nicht, aber nachhaltiger als die Ruinen am Ende des zweiten Weltkrieges sind die Auswirkungen für die Möglichkeiten unserer deutschen Menschen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten.
Schlußfolgerung:
Nur der Sturz der politischen Klasse in freien Wahlen wird eine Veränderung ermöglichen.
Setzen wir uns dafür ein und arbeiten wir unablässig, damit die Vorteilsnehmer und Totalversager des noch verbliebenen „deutschen(?)“ Staates von Gnaden der Alliierten so schnell wie möglich entmachtet und juristisch zur Rechenschaft gezogen werden können, damit ein Aufbruch in eine deutsche Zukunft kraftvoll verwirklicht werden kann.
Ernst - August König, Hannover


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