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Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Die Frau die genau Bescheid wußte – Die JUNGE WELT und ihr tapferes Schneiderlein (25.04.06)

12:04 · Post your comment (20 Comments)

Berlin: Seit einigen Wochen wartet die JUNGE WELT, das frühere Zentralorgan der FDJ mit dem Namen einer noch früheren HJ-Zeitung, mit einer Serie über den Nürnberger Prozeß auf. Müßig zu erklären, daß es sich hierbei nicht um geschichtliche Aufarbeitung handelt, sondern lediglich um ideologisch verbrämte Vergangenheitsbewältigung nach der Holzhammermethode. Am 15. April würdigte das Blatt in einem Beitrag dieser Serie die französische Jüdin Marie-Claude Vaillant-Couturier (1912-1996), ein Name den man ins Deutsche übertragen auch mit „tapferes Schneiderlein“* übersetzen könnte. Besagte Dame wurde wegen ihrer kommunistischen Untergrundtätigkeit von der französischen Regierung verhaftet und den deutschen Besatzungsbehörden übergeben und von diesen in verschiedene Konzentrationslager verbracht.

* Na ja, genau genommen muß es heißen, „tapferer Schneider“, aber wir konnten uns nicht bremsen, ein solcher Name fordert zu einem derartigen Wortspiel ja förmlich heraus. Man vergebe uns diesen Possen. – Die Schriftleitung

Marie-Claude Vaillant-Couturier

Während ihres Aufenthaltes im deutschen Machtbereich lernte Vaillant-Coutourier auf diese Weise Orte wie Auschwitz und Ravensbrück kennen, die sie nicht nur auf wundersame Art und Weise überlebte, sondern auch in einer derart glänzenden Verfassung, daß sich der Verteidiger von Julius Streicher, Dr. Marx, nicht die Frage verkneifen konnte, wie es denn sein könne, daß die Zeugin „in so gutem Gesundheitszustand zurückgekommen“ sei.* Doch was lesen wir in der JUNGEN WELT dazu: „Der Gerichtsvorsitzende ließ die Unverschämtheit ungerügt durchgehen und die Gefragte sich nicht provozieren.“ So kann man sich natürlich auch um interessante Detailfragen herumdrücken.

*Das kann selbstverständlich auch ganz natürliche Ursachen haben, gehört besagte Dame doch immerhin einem Volk an, dessen Gott sogar das Rote Meer geteilt hat. Was sollte ihn daher daran hindern, seine Hand schützend über diese „Zeugin“ der Zeitgeschichte zu halten. – Die Schriftleitung

Doch war die Zeugin Vaillant-Couturier an anderer Stelle wesentlich gesprächiger. So beschrieb sie u. a. in ihre Aussage vom 28. Januar 1946 nicht nur ihren Aufenthalt in Ravensbrück, sondern auch den Besuch der dortigen Gaskammer. Ein interessantes Zeitgemälde, daß wir auch unseren Lesern nicht vorenthalten wollen:
„…Die Gaskammer in Ravensbrück war direkt hinter der Mauer des Lagers neben dem Krematorium. Wenn die Lastwagen die Kranken holten, hörten wir den Lärm des Motors durchs Lager; die Lastkraftwagen hielten direkt neben dem Krematorium, dessen Schlot über die hohen Mauern des Lagers emporragte.
Bei der Befreiung habe ich mich dorthin begeben und die Gaskammer besucht. Es war eine Holzbaracke, die hermetisch verschlossen war. Innen war noch der unangenehme Geruch der Gase zu spüren. Ich weiß, daß die Gase, die in Auschwitz gebraucht wurden, dieselben waren, wie die, die zum Vergasen der Läuse benutzt wurden. Sie hinterließen als Spuren kleine hellgrüne Kristalle, die man nach öffnen der Fenster des Blockes auskehrte. Ich kenne diese Einzelheiten, weil die Leute, die bei der Entlausung der Blocks tätig waren, mit jenen Verbindung hatten, die die Menschen vergasten. Und diese erklärten ihnen, daß dasselbe Gas verwendet werde. …“

Angesichts solch schauerlicher und menschenverachtender Naziverbrechen wundert es uns jedoch schon, daß man dieses bewegende Überbleibsel menschlicher Barbarei nicht erhalten hat, um es kommenden Generationen als verachtenswertes und warnendes Zeugnis für Verirrungen menschlichen Übermuts zu präsentieren. Umso mehr macht es uns betroffen, daß man dieses Tatwerkzeug zu tausendfacher Menschenvernichtung nicht erhalten, sondern einfach vernichtet hat. So hätten wir uns schon vorstellen können, daß Bildaufnahmen von der Ravensbrücker Gaskammer das Publikum im Nürnberger Justizpalast sichtlich beeindruckt hätte.

Bleibt also die Frage, wo ist die Gaskammer hin, oder besser warum ist sie weg? Vor einigen Jahren gab es in Stralsund einmal einen Prozeß, weil jemand auf einem NPD-Flugblatt behauptet hatte, in Ravensbrück hätte es keine Gaskammer gewesen. Der Betreffende berief sich dabei auf das Zeugnis des Münchener Zeitgeschichtlers Martin Broszat, der schon am 19. August 1960 in der Hamburger ZEIT in einem Leserbrief geschrieben hatte:
„Weder in Dachau noch in Bergen Belsen noch in Buchenwald sind Juden oder andere Häftlinge vergast worden. Die Gaskammer in Dachau wurde nie ganz fertiggestellt in Betrieb genommen. Hunderttausende von Häftlingen, die in Dachau oder anderen Konzentrationslagern im Altreich umkamen, waren Opfer vor allem der katastrophalen hygienischen und Versorgungszustände. Alleine in den zwölf Monaten vorn Juli 1942 bis Juni 1943 starben laut offizieller Statistik der SS in allen Konzentrationslagern des Reiches 110.812 Personen an Krankheiten und Hunger. Die Massenvernichtung der Juden durch Vergasung begann 1941/1942 und fand ausschließlich an einigen wenigen hierfür ausgewählten und mit Hilfe entsprechender technischer Einrichtungen versehenen Stellen, vor allem im besetzten polnischen Gebiet (aber nirgends im Altreich) statt: in Auschwitz-Birkenau, in Sobibor am Bug, in Treblinka, Chelmno und Belzec.
Dort, aber nicht in Bergen Belsen, Dachau oder Buchenwald wurden jene als Brausebäder oder Desinfektionsräume getarnten Massenvernichtungsanlagen errichtet, von denen in Ihrem Artikel die Rede ist. Diese notwendige Differenzierung ändert gewiß keinen Deut an der verbrecherischen Qualität der Einrichtung der Konzentrationslager. Sie mag aber vielleicht die fatale Verwirrung beseitigen helfen, welche dadurch entsteht, daß manche Unbelehrbare sich einzelner richtiger, aber polemischer aus dem Zusammenhang gerissener Argumente bedienen, und daß zur Entgegnung Leute herbeieilen, die zwar das richtige Gesamturteil besitzen, aber sich auf falsche oder fehlerhafte Informationen stützen.”

Sollte Ravensbrück etwa nicht im Altreich gelegen haben? Hinweise auf diese Koryphäe der bundesdeutschen Zeitgeschichtsschreibung halfen unserem Freund jedoch nicht, auch nicht der Hinweis auf die oben zitierte Zeugenaussage Vaillant-Couturiers, obwohl der vom Gericht eigens bestellte „Sachverständige“ selber nicht sagen konnte, was denn nun aus der vorgeblichen Gaskammer geworden sei. Ende vom Lied eine Geldstrafe und ein halbes Jahr Haft auf Bewährung. So kann man Zweifler natürlich auch zum Schweigen bringen, die Frage aber, was denn aus der „Gaskammer“ von Ravensbrück wurde und weshalb man ein solches Zeugnis, daß wie obige Zeugin immerhin bestätigt, nach der Befreiung noch vollkommen intakt gewesen sein muß, ist nach wie vor offen.

Honi soit qui mal y pense.

Siehe auch
Der Nürnberger Prozeß (44. Tag 28.01.1946) Bd. 6 S. 250/51 bzw. S. 6325/6326 Gesamtprotokoll

Junge Welt 15.04.06

Quelle: Störtebeker-Netz 25.04.06

Tags: Allgemeines

20 responses so far ↓

  • 1 Peter W // Apr 25, 2006 at 13:33

    „Bei der Befreiung habe ich mich dorthin begeben und die Gaskammer besucht. Es war eine Holzbaracke, die hermetisch verschlossen war. Innen war noch der unangenehme Geruch der Gase zu spüren.“

    Es ist immer wieder erbaulich von solchen hermetisch verschlossenen Holzbaracken zu hören.
    Die geheimnisumwitterte Technologie, Holzgebäude hermetisch abzudichten ist in den letzten 60 Jahren vollkommen in Vergessenheit geraten. Aber, möchte ich mal jetzt spekulieren, ist es nicht
    denkbar, dass jüdische Wissenschaftler gezwungen wurden solche Einrichtungen zu konstruieren? Sollte es uns wirklich verwundern, wenn Menschen des Stammes Israel, die ja bekanntlich einen außergewöhnlich guten Draht zum Schöpfer aller Welten haben, solch ein Kunststück fertigbringen? Nein, behaupte ich! Wenn der Herr sogar das Rote Meer für das Volk Israel geteilt hat, ist es doch ein Leichtes für IHN seinem Volk bei der Konstruktion von solch banalen Dingen die notwendige Eingebung zu geben. Hat er doch sonst zum Glück weiter nichts zu tun.

  • 2 J.B. // Apr 25, 2006 at 17:29

    Mensch, in der DDR kursierte in Massenauflage so ein geniales Buch mit Hackenkreuz und Totenkopf auf dem Titel von einem britischen Ankläger im Nürnberger Tribunal. Der berichtet da nicht nur von Schrumpfköpfen und Lampenschirmen aus Buchenwald, sondern erzählt auch detailliert, wie ein SS-Scherge an der Tür zur Dachauer Gaskammer stand und grinsend bei den quälenden Vergasungen zusah. So ein richtiger Schocker, der in den 50er Jahren bestimmt so manch Gutgläubigen zum vollendeten Antifatrottel gedreht hat, aber selbst beim heutigen BRD Holocauststandard derart überzogen ist, daß man sich wundert, wie noch vor einigen Jahrzehnten Menschen auf diese Gruselgeschichten hereinfallen konnten. Ich hab’s gelesen, weiß aber Autor und Buchnamen nicht mehr. Kann mir jemand weiterhelfen?*

    * K. Pätzold “Hakenkreuz und Totenkopf”. Sollte eine Geschichte der NSDAP darstellen, war allerdings nicht mehr als rein tendenziöse SED-Geschichtsaufarbeitung (Untertitel “Partei des Verbrechens”, gegen welche die handelsübliche offizielle bundesdeutsche Zeitgeschichtslyrik geradezu erfrischend objektiv wirkt. Und das will echt was heißen.Für damalige DDR-Bürger jedoch recht informativ, da es hier doch das eine oder andere Geschichtsdetail gab, das man andernorts nicht finden konnte. Heute allerdings so überflüssig wie ein Krop und allenfalls noch für Betonstalinisten von Bedeutung. Nach der Wende machte Pätzold dann u. a. in Hitler- und Heß-Biographie. Inhaltlich gleiches Kaliber wie der andere Schrott, aber man ist ja “seriös”. Pätzold & Co. täten gut ihre eigene Vergangenarbeit aufzuarbeiten, ehe sie den Stab über andere brechen.

    Siehe auch
    http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/REZENSIO/buecher/2001/NoAr0501.htm

    Schriftleitung Altermedia

  • 3 Freiheit für Germar Rudolf & David Irving // Apr 25, 2006 at 23:19

    Dr. Wilhelm Stäglich schreibt in seinem Buch “Der Auschwitz-Mythos. Legende oder Wirklichkeit?” (Brighton ²1984) über Vaillant-Couturier:

    …(zensiert)

    Hier müssen wir leider passen, da die Thematik Gaskammer in Deutschland bekanntlich zu den Tabuthemen gehört, deren Diskussion strafrechtlichen Charakter hat. Dies gilt auch für das Buch von Stäglich, das bekanntlich verboten ist. Aus diesem Grunde müssen wir auf längere Zitate daraus und dazu gehörige Ausführungen verzichten. Wir bitten um Verständnis.

    Schriftleitung Altermedia

  • 4 WW // Apr 25, 2006 at 23:30

    Diese Nazi-Barbaren waren offenkundig nicht nur fähig, in Holzbaracken Menschen mit Zyklon B zu vergasen, nein, sie schafften es offenkundig sogar auch laut dem “IMT-Dokument NI-11953″ 10 (zehn) Seelen zur Vergasung auf 0,64 Kubikmetern unterzubringen.

    “Der ehemalige Auschwitz-Häftling Sigismund Bendel war ein wichtiger Belastungszeuge im Prozeß gegen Bruno Tesch und Karl Weinbacher.
    Beide saßen auf der Anklagebank, weil ihre Firma (TESTA GmbH) das Insektizid Zyklon B an verschiedene Konzentrationslager lieferte.
    Bendel behauptete, in Auschwitz seien vier Millionen Menschen mit Zyklon B ermordet worden.
    Man habe jeweils 1.000 Menschen in einem 10 m langen, 4 m breiten und 1,6 m hohen Raum zusammengepfercht und vergast.
    Als der Verteidiger Zippel fragte, wie es denn möglich sei, 1.000 Menschen in einen Raum von 64 m³ unterzubringen, erwiderte Bendel:

    „ES KONNTE NUR MIT DER DEUTSCHEN METHODE GESCHAFFT WERDEN.“

    Zippel: „Wollen Sie ernstlich behaupten, man könne zehn Personen auf einem halben Kubikmeter unterbringen?“

    Bendel: „Die vier Millionen in Auschwitz vergaster Menschen legen Zeugnis davon ab“.

    Eine weitere Vernehmung dieses Zeugen, der sich offensichtlich in Widersprüche verwickelte, wurde vom Tribunal unterbunden.

    Diese …(zensiert)…* Aussage hinderte das Gericht keineswegs daran, Tesch und Weinbacher zum Tode zu verurteilen.

    Ich bin betroffen!!

    http://www.google.com/search?q=IMT-Dokument+NI-11953&hl=de&lr=&start=0&sa=N

    Sie haben ja Recht, aber der Ton macht nun mal die Musik. Doch seien Sie dessen gewiß, der von Ihnen vertretene Gedanke kommt auch so an, ohne sich deshalb durch überflüssige Beiworte rechtlich zu komprimittieren.

    Schriftleitung Altermedia

  • 5 Bücherwurm // Apr 26, 2006 at 7:11

    zu 3.)
    Wer’s selber nachschlagen will, das genannte Buch findet man unter:
    …(Zensiert)

    Tut uns leid, das Verweisen zum Buch von Stäglich ist strafbar. § 130. Das Buch ist in der Bundesrepublik verboten.

    Schriftleitung Altermedia

  • 6 J.B. // Apr 26, 2006 at 8:14

    @Schriftleitung:
    K. Pätzold “Hakenkreuz und Totenkopf”? Nein, das meine ich nicht. Offensichtlich gab es von den Machwerken mehrere. Jenes, welches ich meine, ist nicht von einem X-beliebigen Hofhistoriker, sondern von einem Briten, der auch Vertreter der Anklage im Nürnberger Tribunal war, und das von einem DDR-Verlag übersetzt wurde. Wenn man darin liest, welch hanebüchenen Unsinn der Mann sozusagen als Quintessenz der Prozesse publizierte, dann kann man sich den Schauprozeß lebhaft vorstellen und verstehen, warum Göring so oft in Lachen ausbrach. Aber die Masse nahm die Siegerpropaganda für bare Münze, so wie sie auch heute noch die (modifizierte) Siegerpropaganda für bare Münze nimmt. Das Buch ist dahingehend lehrreich, daß selbst die offiziell verbreitete Geschichtsauffassung offenbar Wandlungen unterliegt. Von Schrumpfköpfen und Lampanschirmen habe ich als Kind in der DDR auch noch gelehrt bekommen – jetzt spricht niemand mehr darüber. Man fixiert sich ja mittlerweile schon gar nicht mehr auf Vergasungen, sondern nur noch auf „Millionen Ermordete“.

    Mir fällt der Buchtitel noch ein…

    Zerbrich dir nicht den Kopf, du meinst vermutlich “Geissel der Menscheit von Lord Russel of Liverpool L(Volk und Wissen Berlin 1955). Eine sogenannte “kurze Geschichte der Nazikriegsverbrechen”. Na ja, zumindest der Untertitel ist richtig, da die der Engländer bekanntlich sehr viel länger ist und sehr viel ältere Traditionen hat. Gegen diesen Quatsch ist nun wiederum das Buch von Pätzold geradezu “wissenschaftlich”. 1955 konnte man eben noch bequemer mit dem Holzhammer arbeiten, später war es dann nicht mehr ganz so einfach.

    Schriftleitung Altermedia

  • 7 Peter W // Apr 26, 2006 at 12:10

    Ich erinnere mich heute noch lebhaft an eine Geschichte, welche uns unsere Deutschlehrerin in unserer Klasse
    vorlas. Das muss so etwa gegen Ende der sechziger Jahre ( DDR) gewesen sein.
    Die gutherzige Frau stand vor der Klasse mit hochrotem Kopf und bewegter Miene und zitierte furchtbare Verbrechen, welche von entmenschten SS-Schergen begangen wurden.
    Unter anderem war eine, in welcher in eindringlichen Worten folgende Marter berichtet wurde:
    Die Häftlinge wurden in einen Raum getrieben, in dem eine höllische Hitze herrschte. Die Menschen wurden hineingepfercht, und mussten sich auf Bänken niederlassen. Nebeneinander saßen aufrechte Kommunisten, und um deren Qual noch zu steigern platzierte die SS Kranke Personen mit Geschwüren und entsetzlichen Hautausschlägen dazwischen- vermutlich extra, damit sich
    die aufrechten Klassenkämpfer der KPD mit Krankheiten anstecken würden. Jeder weiß doch welche panische Angst Kommunisten vor Viren und alle Sorten von Bakterien haben. Nach unendlichen Minuten trieben die Sadisten der SS alle Menschen unter höhnischem Gelächter nach draußen, wo tiefster Winter herrschte, und spritzten die Häftlinge mit Wasser aus Schläuchen mit eiskaltem Wasser ab. Dann ging die Prozedur wieder von vorn los, las meine Lehrerin den Tränen nahe.
    Die Schüler der Klasse hörten mucksmäuschen still zu.

    Ich überlegte angestrengt, ob ich die Angelegenheit aufklären sollte.
    Da ich aber ein höflicher Thälmann-Pionier war- und mir außerdem noch die Bestürzung meiner Mitschüler in frischer Erinnerung war, als ihnen etwas über Yoga erzählte und auch noch demonstrierte- hielt ich lieber den Mund, um bei ihnen jetzt nicht als vollkommen irre zu gelten.

    Vielleicht kennt jemand dieses Buch der Lehrerin, und kann mir dessen Namen nennen?

  • 8 Verschwörer // Apr 26, 2006 at 12:42

    @ Peter W

    Ota Kraus, Erich Kulka, Die Todesfabrik, Kongress-Verlag, Berlin 1958, S. 47f.;

    Ohne Garantie, ich hab es nicht sebst überprüft, sondern nur das Zitat mit dieser Quellenangabe in einem anderen Buch gefunden.

  • 9 J.B. // Apr 26, 2006 at 13:19

    Geissel der Menscheit - Lord Russel of Liverpool
    Genau das meine ich! Ein genialer Scince Fiction mit garantiertem Gruselfaktor!

    @Peter W.:
    Uns wurde erzählt, daß die KZ-Schergen Ernst Thälmann – unseren lieben „Teddy“ – eines Tages mit einer vergifteten Torte umbringen wollten. Der geniale Teddy hat den „Braten aber sofort gerochen“ und die Torte verschmäht. Da mußte der dumme KZ-Scherge die Torte wieder mitnehmen. Welch ein Happy End! Warum die Nazis den überschlauen Teddy nicht einfach vergast haben, das hat damals keiner von uns gefragt.

    Eine andere Lehrerin hat uns erzählt, daß in der BRD jedes zweite Kind aus Armutsgründen in die Mülltonne geworfen wird und daß sie ihrer Westverwandschaft immer Salz schicken muß, weil die nix zum Essen haben. Unser Klassenlehrer nannte die ersten Montagsdemos 1989 in Leipzig „Aufmärsche von Kriminellen“.

    An der Hetze und Verleumdung hat sich prinzipiell nicht viel geändert.

  • 10 P. B. // Apr 26, 2006 at 13:35

    Die Gaskammer in Ravensbrück soll wenige Tage vor Kriegsende von der SS gesprengt worden sein. Die unmittelbar daneben befindliche Außenmauer aber hat bei der “Sprengung” nicht den geringsten Schaden davongetragen. Man kann sie noch heute bewundern, ohne den geringsten Kratzer zu finden.

  • 11 Legionär // Apr 26, 2006 at 14:04

    …und wieder eine Überlebende des Holocausts. mei o mei :-)

    Hat sich schon 1996 aus der Weltgeschichte verabschiedet. Wie sagte doch ein britischer Gutmensch einst so treffend über eine von den britischen Besatzern verrmutlich ermordete deutsche Persönlichkeit: “Ein Wurm kehrt(e) zu den Würmern zurück.”

    Schriftleitung Altermedia

  • 12 Freiheit für Germar Rudolf & David Irving // Apr 26, 2006 at 15:58

    @ Peter W:

    Vermutlich handelt es sich um das Buch von Ota Kraus und Erich Kulka “Die Todesfabrik”, Kongress-Verlag, Berlin 1958.

    Der fürchterliche Folterkeller wird von den ruchlosen Henkersknechten und anderen Unwissenden auch “Sauna” genannt.

    Vermutlich hagelt es bald Entschädigungsforderungen in Milliarden-Dollar-Höhe durch Ed Fagan und Konsorten gegen Finnland, die Erfinder dieses niederträchtigen, menschenverachtenden und völkerrechtswidrigen Foltermittels.

    In einem Merkblatt “Bedeutung und Anwendung der Sauna für Abhärtung und Gesunderhaltung der Truppe” (Berlin 1942) heißt es dazu:

    »Behandlung von Krankheiten in der Sauna.

    Nur ganz kurz kann hier erwähnt werden, daß das Saunabad auch z u r H e i l u n g v o n v i e l e n E r k r a n k u n g e n im Felde mit Erfolg angewandt wurde. Im Vordergrund stehen alle Leiden, die von alters her mit Schwitzprozeduren behandelt werden. Dazu gehören zunächst Erkältungskrankheiten und Katarrhe der oberen Luftwege, der Stirn- und Kieferhöhlen und hartnäckige Blasenkatarrhe. Ferner fast alle Formen des Rheumatismus, darunter besonders Muskelrheuma, Hexenschuß und Ischias. Gute Heilerfolge wurden bei Kranken mit Magenkatarrhen und Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren beobachtet, soweit es sich nicht um frische, blutende Geschwüre handelt. Für den Magenkranken ist zur Heilung eine stärkere Durchblutung der Körperoberfläche und eine bessere Hautreaktion ganz besonders erwünscht; ein Ziel, das gerade in der Sauna vollkommen erreicht werden kann. Unter den ungünstigen hygienischen Verhältnissen des Ostens haben uns weiter die Erkrankung der Haut und ihrer Anhangsgebilde in größerem Umfange zu schaffen gemacht. In dieses Gebiet fallen die Furunkulosen, Grind- und Eiterausschläge, Krätze, Schweißdrüsenabszeß und juckende Hautausschläge infolge Ungeziefers, alles Hautkrankheiten, die durch sachgemäßen Gebrauch der Sauna geheilt oder zumindest in ihrem Heilverlauf neben der Verordnung anderer Mittel außerordentlich günstig beeinflußt werden. Neben Hitze, Schweißbildung, vermehrter Blutzirkulation und Birkensaft spielt bei den Heilungsvorgängen sicher noch der keim- und bakterientötende Rauch eine Rolle. Daher schreibt der finnische Arzt gerade der primitiven RAUCHsauna eine stärker heilende Wirkung zu, und bei den finnischen Bauern wird auch heute noch die völlig keimfreie Rauchsauna als Wochenstube mit bestem Erfolg benutzt. Bei richtiger Bedienung kann auch die Kaminsauna vom Raucharoma des verbrannten Holzes durchströmt
    werden, wenn die obere Ofentür über den heißen Steinen während des Bades geöffnet wird. Es fehlt nur die s t ä n d i g e rauchige Imprägnierung des Baderaumes einer Sauna ohne Kaminabzug.

    Soll das Schwitzbad zur Krankenbehandlung eingesetzt werden, muß nach vorheriger Untersuchung vom zuständigen Truppenarzt ein genauer Heilplan aufgestellt werden. Das Saunabad löst tief eingreifende Reaktionen im Organismus aus, bedeutet immer eine Wohltat für den Gesunden, ist aber für den Kranken nicht ohne weiteres anwendbar und nur unter ärztlicher Verantwortung bei bestimmten Erkrankungen ein Heilmittel.

  • 13 Peter // Apr 26, 2006 at 18:07

    @J:B:

    Als Vierzehnjähriger habe ich 1970 den Schrumpfkopf und die Lmpenschirme aus Menschenhaut in Buchenwald selber noch gesehen.Die wahre Geschichte des Schrumpfkopfes in Armin Mohlers “Der Nasenring”

  • 14 Peter W // Apr 26, 2006 at 18:24

    Danke liebe Leute, ich habe sofort die genannte Geschichte gefunden, was ich meinte war vielleicht etwas anders formuliert, soweit ich mich erinnere, aber es ist ja schon zig Jahre her. Da werden doch gleich Kindheitserinnerungen wach.

    Und nun Vorhang auf:

    „….Wir können den SS-Offizier, einen Arzt, nicht vergessen, der in Birkenau Anfang 1943 hauste. Sein Steckenpferd war die “Finnische Sauna”.

    Dieses Bad bestand in Birkenau aus zwei Räumen, die durch eine luftdicht abschließbare Tür voneinander getrennt waren.

    Die Häftlinge mußten sich im Korridor ausziehen und ihre Kleidung und Wäsche zur Entlausung übergeben.

    Im ersten Raum befand sich ein mächtiger Ziegelofen, in dem mehrere Stunden vor Beginn des Bades große Steine durch starke Hitze zur Weißglut gebracht wurden. An der Wand gegenüber dem Ofen erhoben sich fast bis zur Decke hinauf primitive, stufenartig angebrachte Bänke.

    Auf diese Bänke mußten sich die nackten Häftlinge setzen, so eng wie sie sich nur zusammenpressen konnten. Einer saß neben dem anderen, die Gesunden berührten die Kranken, von denen viele ansteckende Hautausschläge hatten.

    Dann wurden die erhitzten Steine mit Wasser begossen. Durch den dichten Dampf begannen die abgemagerten, kranken, heruntergekommenen Körper der Häftlinge heftig zu schwitzen. Am meisten schwitzten die Neulinge, die auf die höchsten Bänke hinaufgestiegen waren. Von jedem rann der Schweiß in Strömen, vermischt mit Schmutz und dem Eiter der nässenden Geschwüre.

    Wenn einige schon ohnmächtig zu werden begannen, öffnete sich die luftdicht abgeschlossene Tür des zweiten Raumes, in den die nackten Häftlinge mit Geschrei und Stockschwingen durch die aufsichtführenden Häftlinge unter eiskalte Duschen getrieben wurden. Diesem Bad folgte das Abtrocknen. Für diesen Zweck gab es stets für zehn Häftlinge je ein Handtuch.

    Im Raum, in dem die Wäsche und die entlausten Kleider ausgegeben wurden, entstand inzwischen ein unbeschreibliches Chaos, wobei in der Regel für den letzten nichts übrigblieb. Auch hierbei entschied das Faustrecht des Stärkeren.

    Das Resultat dieses Bades waren tödliche Lungenentzündungen, und das war auch der Zweck, den der SS-Arzt verfolgte….“

    Wer könnte denn beim Lesen solcher Grausamkeiten innerlich unberührt bleiben ?

    @ JB : “Eine andere Lehrerin hat uns erzählt, daß in der BRD jedes zweite Kind…“

    Von solchen Koryphäen sind wir verschont worden, doch gab es damals öfter Gelegenheit sich zu amüsieren, wie diese herrliche Geschichte mit den kalifornischen Kartoffelkäfern, welche bekanntlich von den amerikanischen Luftstreitkräften abgeworfen wurden um die DDR Landwirtschaft zu schädigen.

    @ Freiheit für Germar Rudolf & David Irving :

    „…In dieses Gebiet fallen die Furunkulosen, Grind- und Eiterausschläge, Krätze…“

    Genau. Ich kann aus Eigenerfahrung bestätigen, dass es bei Befall von Krätze
    ( zog mir mal eine äußerst Hartnäckige durch Kontakt mit einer multikulturellen Bereicherung zu)
    keine bessere Therapie gibt. Die handelsüblichen Präparate kann man alle vergessen.
    Einmal Sauna, und die Plagegeister sind erledigt.

    Jedoch, die Motivation dieser sadistischen SS Ärzte war freilich eine ganz Andere, wie wir obigem Zitat aus dem genannten „Fachbuch“ entnehmen können.

  • 15 Peter W // Apr 26, 2006 at 18:38

    @ P.B.

    Wenn …

    „Die Gaskammer in Ravensbrück soll wenige Tage vor Kriegsende von der SS gesprengt worden sein. „

    Die Zeugin Vaillant-Couturier jedoch aussagte: „…Die Gaskammer in Ravensbrück war direkt hinter der Mauer des Lagers neben dem Krematorium. Wenn die Lastwagen die Kranken holten, hörten wir den Lärm des Motors durchs Lager; die Lastkraftwagen hielten direkt neben dem Krematorium, dessen Schlot über die hohen Mauern des Lagers emporragte.
    Bei der Befreiung habe ich mich dorthin begeben und die Gaskammer besucht…“

    Dann ist der Sachverhalt : „Die unmittelbar daneben befindliche Außenmauer aber hat bei der Sprengung nicht den geringsten Schaden davongetragen. Man kann sie noch heute bewundern, ohne den geringsten Kratzer zu finden.“

    noch das kleinste Wunder dieser Geschichte.

    Jehova hat schon größere Wunder getan.

    Schriftleitung Altermedia

  • 16 Legionär // Apr 26, 2006 at 21:15

    @Schriftleitung

    Ich hoffe dieser Link ist erlaubt, wenn nicht, dann bitte ich um Entschuldigung !

    Zum Thema Wahrheit !

    http://www.reichsparlament.de/zusatz_zum_michel_4.html

  • 17 erez israel // Apr 27, 2006 at 15:07

    Kann mal bitte jemand dem iranischen MP
    sagen, dass er eine offizielle UN-Massen-
    Vernichtungs-Inspektion in Ostpolen
    beantragen soll? So richtig mit HiTech
    Wissenschaftlern besetzt und massenhaft
    CSI-Swabs, Bags, DNA-Ohrstäbchen volles
    Programm? So langsam gehen mir diese
    steinalten russischen den grossen Vater-
    Ländischen Krieg rechtfertigenden komplett
    unverifizierten Megamassenvernichtungs-
    Faktfeststellungen auf den Senkel.

  • 18 Legionär // Apr 27, 2006 at 16:27

    @erez israel

    Hat er schon, nur unsere polnischen Nachbarn bzw. der kleine schmierige Schleimer der oben an der Spitze steht, wollte das nicht. Naja, was macht man “nicht” alles um EU Gelder zu kassieren…

    Tja, vielleicht will man auch einfach, aus Höflichkeit der millio…Überlebenden, hoppala, ich meinte na klar tausenden Überlebenden gegenüber, die Ruhe der Toten nicht stören, gehört sich auch nicht… ;-)

  • 19 Systemfehler // Sep 23, 2006 at 19:12

    lesenswert:

    Ahmadinedschad und der Spiegel
    http://www.ef-magazin.de/ef65-Ahmadinedschad-spiegel.pdf

    KZ-Folter durch klassische Musik?
    Im Vernichtungslager Auschwitz gab es ein Frauenorchester.
    http://www.welt.de/data/2006/09/15/1037673.html

  • 20 Annika // Aug 26, 2007 at 22:55

    zu Peter W., 26.04. 2006

    Wie kann es sein, dass die Menschen im “bolschewistisch besetzen Osten”, oder wie das bei euch heisst, keine Sauna kannten?
    Wurde ihnen doch diese vom fiesen Sowjetbesatzer gar massenhaft aufgezwungen!
    Kann nicht sein, gefälschte Erinnerung !

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