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Berlin: Wie seinerzeit bereits berichtet, bat die NPD-Führung Anfang Dezember Parteimitglieder und Anhänger um finanzielle Spenden, um auf diese Weise das finanzielle Loch zu stopfen, daß ihr durch die Rückzahlungsforderungen durch die Bundestagsverwaltung Ende vergangenen Jahres entstanden war wenigstens ansatzweise zu stopfen. So werden von der NPD die Beträge aus der Parteienfinanzierung für die Jahre 1998 / 99 zurückverlangt. Anlaß dafür sind finanzielle Unregelmäßigkeiten, die sich der frühere Thüringer NPD-Landesvorsitzende Frank Golkowski zuschulden kommen ließ, der im Juni vergangenen Jahres wegen Steuerhinterziehung in 135 Fällen zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden war. Die während des Prozesses bekannt gewordenen Details zu diesen Unregelmäßigkeiten, mit denen Golkowski ohne jeden Zweifel sein vergleichsweise niedriges Strafmaß erkaufte, führten zu staatlichen Regreßforderungen an die NPD in Höhe von etwa 869.000 Euro.
Bedingt dadurch hat die NPD derzeit mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, die man derzeit mit Sparmaßnahmen aller Art, darunter auch personellen Einsparungen sowie Spendenaufrufen bekämpft. Über den letzten berichteten wir ausführlich am 3. Dezember vergangenen Jahres. Dieser brachte etwa 75.000 Euro ein. Deutlich weniger als erwartet, kamen doch 25.000 Euro von dieser Summe von den beiden Landtagsfraktionen sowie 10.000 vom NPD-Landesverband Sachsen. Veranschlagt man den Rest auf etwa 6000 Parteimitglieder pro Kopf umgerechnet, so ist das Ergebnis der Sammlung eher mäßig, hatte man doch spekuliert, daß möglichst viele Parteimitglieder wenigstens 100 Euro spenden würden. Ein Kalkül das offenbar nur bedingt aufgegangen ist.
| Udo Voigt |
Dieser Tage richtete die Parteiführung nunmehr ein zweites internes Schreiben an die Parteibasis, um diese in einer Tonart, die ein wenig an frühere deutsche Kriegswochenschauen erinnert, zu einem neuerlichen Griff ins Portemonnaie zu ermuntern. So schreibt NPD-Bundesvorsitzender Udo Voigt dieses Mal an seine Parteigenossen wie folgt:
…Sehr geehrte …,
der Verfassungsschutz verbreitete in den letzten Tagen über die Systemmedien Meldungen, wonach unsere NPD offensichtlich „krisenresistent“ sei, und verkündete, dass wir nun mitgliederstärker als die in Auflösung befindlichen Republikaner seien. Ich danke Ihnen im Namen des Parteivorstandes vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ausdrücklich dafür, dass Sie uns immer treu zur Seite standen.
Unsere Bitte um eine Solidaritätsspende ist auf große Resonanz gestoßen und hat bis zum Jahreswechsel gut 75.000 Euro erbracht. Die Landtagsabgeordneten und Mitarbeiter der Fraktionen in Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen haben zusätzlich 25.000 Euro gespendet. Der Landesverband Sachsen hat der Bundespartei mit weiteren 10.000 Euro geholfen. Hinzu kommt die Bereitschaft etlicher Anhänger und Kameraden, uns im schlimmsten Fall mit Privatkrediten unterstützen zu wollen. Unseren dringlichsten Zahlungsverpflichtungen konnten wir damit vorerst nachkommen. Wieder einmal haben Sie gezeigt, dass Sie bereit sind, dafür zu sorgen, dass die NPD nicht erpressbar ist.
Allianz der Justiz und eines Betrügers gegen unsere NPD
Der damalige Landesvorsitzende von Thüringen, der zugleich Landesschatzmeister war, hatte sich offensichtlich vor seinem Ausschluss aus der NPD 1999 in den Jahren 1996 bis 1999 Betrügereien zuschulden kommen lassen, um diese in einer neuen Partei fortzusetzen, die er danach selbst gründete. Was wir damals nicht wussten, ist, dass dieser Herr bereits vor seiner NPD- Mitgliedschaft zigfach wegen Steuer- und Finanzdelikten u. ä. vorbestraft war und deshalb sogar Gefängnisstrafen verbüßte. Uns gegenüber gab er sich als Vertreter eines Lohnsteuerhilfevereins in Thüringen aus und erweckte einen scheinbar seriösen Eindruck. Auch die von ihm vorgelegten Abrechnungen entsprachen den Regeln der korrekten Buchführung und wurden von einem vereidigten Wirtschaftsprüfer überprüft und testiert. Eine Sonderprüfung des Bundesschatzmeisters konnte zum damaligen Zeitpunkt keine Unregelmäßigkeiten in der Buchführung feststellen, was auch das Finanzamt Gera 2004 bestätigte.
Es ist ferner bezeichnend, dass diese Person im Mai 2006 vor dem Amtsgericht Erfurt für weitere 135 Fälle von Steuerbetrug und Hinterziehung angeklagt und nur zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt wurde. Normalerweise wird der Fall eines Wiederholungsstraftäters gleich vor dem Landgericht verhandelt und mit einer mehrjährigen Haftstrafe geahndet. Hier erfolgte aber eine sofortige Annahme des Urteils durch den Angeklagten. Daraufhin begann die Bundestagsverwaltung finanzielle Forderungen gegenüber der NPD zu erheben. Wir gehen von einer Absprache zwischen der Staatsanwaltschaft und diesem Herrn zu Lasten der NPD aus und werden mit Ihrer Hilfe weiter um Recht und Gerechtigkeit kämpfen.
Eine Offensive im Westen ist notwendig
Im Westen unseres Vaterlandes liegen wir bei Wahlen bislang im 1-Prozent-Bereich. Wir stehen aber in diesen Wochen vor einem Wendepunkt: Die CDU verliert seit Monaten in Meinungsumfragen rasant an Zustimmung. In Bayern steckt die CSU in der schwersten Vertrauenskrise seit ihrer Gründung. Die Politik der Großen Koalition in Berlin und die Intrigen und Machtkämpfe innerhalb der Unionsparteien machen deutlich, dass sich die Unionsparteien inhaltlich völlig entleert haben und nur noch um den erhalt von Macht und Posten kämpfen.
Die anderen Systemparteien haben selbst mit einem massiven Vertrauensverlust zu kämpfen. Die Medien versuchen mit Jubelberichten über eine angeblich anziehende Wirtschaftskonjunktur und mit manipulierten Arbeitslosenzahlen gegen die schlechte Stimmung in der Bevölkerung anzuschreiben. Es handelt sich um Rückzugsgefechte einer abgewirtschafteten Parteienkaste.
Die Mächtigen dieser Welt werden sich auf dem nächsten G-8-Gipfel im Sommer in Mecklenburg-Vorpommern sprichwörtlich „einmauern“. Dort wird ein kilometerlanger Zaun für wenige Wochen errichtet, bei dem der laufende Meter sage und schreibe 1.000 Euro kostet. Man will sich offenbar vor der Bevölkerung schützen. Regierende und regierte stehen immer eklatanter im Gegensatz zueinander.
Ein politisches Vakuum tut sich auf, das Monat für Monat größer wird. In dieses Vakuum muss unsere Bewegung nun hineinstoßen- auch im Westen! Unsere große Offensive im Westen ist in Planung und Vorbereitung. Doch zu diesem großen Schlag bedarf es mehr als Idealismus.
Weiter Solidarität zeigen
Die Herrschenden werden weiterhin versuchen, uns finanziell auszutrocknen. Das darf nicht geschehen, darum brauchen wir gerade in diesen Wochen ihre Unterstützung und Solidarität. Alle Kameraden, die sich bislang noch nicht in der Lage sahen, ihren Solidarbeitrag zu leisten, bitte ich an dieser Stelle noch einmal, uns in dieser schwierigen Lage zu helfen. Wir haben noch einige Monate zu überwinden, ehe sich die finanzielle Lage entspannen dürfte. Gleichzeitig hat der Parteivorstand gegen die Forderung der Bundestagsverwaltung auf Rückzahlung von Mitteln aus der staatlichen Parteienfinanzierung in Höhe von 870.000 Euro Klage eingereicht. Nach Ansicht des Parteivorstandes ist diese Entscheidung rechtswidrig. Unsere Prozessvertretung geht davon aus, dass uns ein erheblicher Anteil des zurückgeforderten Betrages wieder ausgezahlt werden wird.
Der Kampf für ein besseres Deutschland muss mit ganzer Kraft weitergehen. Ich bin stolz, Vorsitzender einer so geschlossenen Tatgemeinschaft zu sein. Wer solche Schläge übersteht, der braucht kommende Aufgaben nicht zu scheuen. …
In der Tat so ist. Ehrensache für uns ebenfalls einen Beitrag zu diesem Aufruf zu leisten. Zwar gebricht es uns selbst an finanziellem Vermögen, haben wir doch genügend mit eigenen Problemen zu kämpfen, doch wissen wir auch um die hehre Kraft moralischer Unterstützung. So wollen wir denn diesem Spendenaufruf die passende Vervollständigung geben, indem wir ihn, um ihn wirklich komplett zu machen, passend an dieser Stelle mit den
von Franz Liszt ergänzen. Einem Beitrag den dieser unserer Ansicht noch bedarf, um den richtigen erbaulichen und spendenbereitschaftsfördernden Effekt bei den Adressaten zu erzielen.
Siehe auch
Altermedia 03.12.06
Quelle: Störtebeker-Netz 09.02.07




21 responses so far ↓
1 Rudolf // Feb 10, 2007 at 13:13
“Dieser brachte etwa 75.000 Euro ein. Deutlich weniger als erwartet, kamen doch 35.000 Euro von dieser Summe von den beiden Landtagsfraktionen sowie vom NPD-Landesverband Sachsen.”
Das scheint mir nicht ganz richtig. So spricht Voigt in seinem Brief schließlich davon, die Fraktionen hätten _zusätzlich_ 25.000 Euro gespendet und Sächsische Landesverband habe _weitere_ 10.000 Euro aufgebracht.
Richtig, Zahlendreher. Tschuldigung.
Schriftleitung Altermedia
2 Oky // Feb 10, 2007 at 14:09
Ein “Wirtschaftskrimineller” schädigt die Partei und die treue Basis soll dafür bezahlen!? Der NPD-Parteisoldat wird mit einem T-Hemd dafür belohnt?! Der einzige Trost ist und bleibt, daß diese Ausgabe steuerlich geltend gemacht werden kann. Dividiert man die Summe durch die Mitgliederzahl, so zeigt sich was die Basis davon hält bzw. wie darauf reagiert wird.
3 weissbaer // Feb 10, 2007 at 14:47
Das “durchschnittliche” NPD-Mitglied sitzt nun mal nicht in der Großindustrie oder in den Interessenverbänden, aus denen den sog. demokratischen Parteien jährlich Millionenbeträge zufließen. Hier sind eher die staatlich Ausgeplünderten zu Hause, die jede Mark ( ja ich weiß, es heißt derzeit Euro ) umdrehen müssen. Da es keine Alternative zur NPD gibt, werde ich auch als Nichtmitglied neuerlich meinen Unterstützungsbeitrag leisten.
4 Ronny // Feb 10, 2007 at 14:55
@Oky:
“Dividiert man die Summe durch die Mitgliederzahl, so zeigt sich was die Basis davon hält bzw. wie darauf reagiert wird.” Ich komme da auf die Summe eines normalen Monatsbeitrages je Mitglied. In Anbetracht der Tatsache das die meisten Mitglieder keine Großverdiener sind ist das so schlecht nicht.
Für die Zukunft muß die Partei lernen Überwachungsmechanismen einzusetzen um solche Dinge wie in Thüringen nicht noch einmal mitzumachen. Vor ein paar Jahren wäre
die Partei bei den 869.000 Euronen ans existenzielle Aus gekommen.
5 fips // Feb 10, 2007 at 15:13
Diese NPD wird vom BRD-Staat niemals verboten werden, denn das “System” braucht sie in der Funktion des Buhmanns und als Auffangbecken für die Unzufriedenen zur Verhinderung einer wahren Revolution ! Die NPD war und ist ein Teil dieses Systems.
6 GR // Feb 10, 2007 at 17:31
Der Brief des Parteivorsitzenden ist gemessen an der Situation absolut notwendig und richtig! Die NPD ist nunmal eine Partei die viele Anhänger und Mitglieder hat denen wirklich das Geld fehlt, und denen 100 Euro weh tun.
Man sollte das bei der Beurteilung der Spendensumme berücksichtigen. Außerdem sollte in Betracht gezogen werden, das dieses kriminelle Parteienkartell nur danach trachtet auf jedwede Weise die Handlungsfähigkeit der einzigen wirklichen Alternative zu untergraben. Die Zersetzungspolemik die !!manchmal!! hier auf Altermedia gemacht wird stößt ab!!* Das trifft auch auf die aus meiner Sicht manchmal etwas hämische Berichterstattung über die Hamburger Situation zu. Altermedia ist eine Spitzenseite, ihr solltet aber schon zum “F” stehn!!!
Lieber Freund, du hast nur einen sehr, sehr schwachen Begriff von dem was unsereinen alles abstößt, im Übrigen wüßten wir nicht, daß wir irgendjemanden eine besonders privilegierte Berichterstattung schuldig wären. Wem es nicht paßt, dem empfehlen wir als Alternative npd.de. Wir sind da durchaus weltoffen und beanspruchen keineswegs irgendwelche Monopole. Die Berichterstattung in Sachen in Hamburg ist keineswegs hämisch, sondern entspricht den Tatsachen, sollten diese als hämisch empfunden werden, so liegt es nicht an uns, sondern an der Natur der Dinge. Inzwischen liegen uns im Übrigen noch einige Mitteilungen über die Vorbereitung des Landesparteitages vor, die einem Teil unseres Publikums vermutlich noch sehr viel hämischer vorkommen werden, aber dazu ein ander Mal mehr.
Schriftleitung Altermedia
7 Schörner // Feb 10, 2007 at 19:37
Es ist gut, wenn erwähnt wird, daß auch die Oberen ihren Obulus dazu beitragen.
Aber dennoch vermisse ich, das Vorbild der persönlichen Tat.
Hier ist Bescheidenheit falsch am Platz.
So würde ich mir etwa erwarten, daß die Landtagsabgeordneten monatlich einen namhaften Betrag abführen, bis diese Sache ausgestanden ist.
Etwa EUR 700 - 1000 müssen hier für die hochbezahlten Führungspersönlichkeiten drin sein.
Schränken sie eben ihren neu gewonnen Lebensstandard eben für ein oder zwei Jahre ein.
Ebenso vermisse ich die Verlautbarung, wer von den hauptberuflich bezahlten Parteiführern, wieviel dazu beiträgt.
Hier hätte die Partei die Chance zu beweisen, daß der Fisch eben nicht beim Kopf stinkt, sd. daß im Gegenteil, die Parteiführer Elite sind: mit gutem Beispiel voranzugehen und von sich mehr abzuverlangen, als von allen anderen.
Würde der Elitegedanke endlich gelebt, so bin ich überzeugt, daß das Spendenaufkommen wesentlich zunehmen würde. Und dann auch zurecht.
Außerdem vermisse ich die klaren Schlußfolgerungen, die man aus diesen Fehlern zieht.
Ich vermisse das Bekenntnis zur absolut einwandfreien Charakterfestigkeit, die Einführung eines Parteistatuts, daß das Vorlegen des polizeilichen Führungszeugnisses zur Selbstverständlichkeit macht.
Es darf kein Mauscheln mit charakterlich minderwertigen Personen mehr geben! So gut kann jemand gar nicht sein, daß er nicht früher oder später als fauler Apfel auch andere ansteckt oder Schaden anrichtet.
Bisher habe ich den Eindruck von Solidaritätsaufrufen, aber die notwendigen Konsequenzen, daß sowas und viele andere inakzeptable Dinge nicht mehr passieren können, vermisse ich.
Was mir auch abgeht sind Klagen, um den Betrüger für den von ihm verursachten Schaden bezahlen zu lassen.
Auch hier ist absolute Härte gegenüber Betrügern notwendig, die man früher in den eigenen Reihen geduldet hat.
Diese Signale fehlen mir und was wichtiger ist: es dürfen nicht nur Signale sein, sd. es muß vorGELEBT werden. Und das darf und soll die Parteiführung auch an die große Glocke hängen: da seht her, wir geben unser letztes Hemd, helft auch mit!
Wird diese Chance bei einem solchen Tiefschlag nicht genutzt, dann kann ich prophezeihen, daß mit weiteren Wahlerfolgen, wir noch VIEL Schlimmeres erleben werden und die Konsequenz wird sein, daß nichts als Enttäuschungen, vor allem bei der Jugend, zurückbleiben werden.
8 Feuersturm // Feb 10, 2007 at 19:40
Fakt ist: Die NPD ist eine aufstrebende Bewegung die von staatlicher Seite aus mit allen Mitteln bekämpft wird. Die Sache mit Thüringen war eine tickende Bombe die jetzt gezündet wurde um den Auftrieb zu bremsen oder gar zu verhindern! Spendenaufrufe sind vollkommen legitim und auch bei Fußballvereinen der Bundesliga (hier: Eintracht Frankfurt), welche in Not sind vollkommen normal! Sich darüber lustig zu machen finde ich schlichtweg falsch. Schließlich ist es jedem selbst überlassen zu spenden!
Fakt ist auch das die NPD nicht das Maß aller Dinge ist. Im Übrigen kann jeder spenden, wem er will. Wurde das in irgendeiner Weise in Frage gestellt? Ist uns gar nicht aufgefallen. Sollten wir da wen fragen müssen?
Schriftleitung Altermedia
9 Besonders Interessierter // Feb 10, 2007 at 22:13
@ Feuersturm
“…Fakt ist: Die NPD ist eine aufstrebende Bewegung…”
Fakt ist, das war REP und DVU dereinst auch schon einmal. Was draus geworden ist, ist kein Geheimnis. Vielleicht wäre es mal interessanter zu analysieren und zeitgleich zu lernen, warum die jeweiligen aufstrebenden Bewegungen weder bewegt noch aufgestrebt waren und sind.
Wer dann gewisse Gemeinsamkeiten zur gerade “aufstrebenden” NPD sieht, der sollte sein Geld lieber sparen. Denn jeder Ökonom würde in diesem Fall von einer Fehlinvestition sprechen.
Das hat nichts mit NPD- Feindlichkeit zu tun, sondern mit bloßem Menschenverstand!!! Ich bin auch für eine klare nationale Opposition. Aber man muss auch so weitsichtig sein um einzusehen, dass die derzeitige Bonzenclique sich maximal von der Weltanschauung zu anderen Parteien unterscheidet und sonst nichts. Die Abgeordneten und Funktionäre der partei sind nun mal keine Heiligen. Das hat die jüngste Vergangenheit in Dresden bewiesen oder die Unfähigkeit kommunalpolitischer Mandatsträger wie etwa Dirk Arendt in Stralsund.
10 NPD KV UNNA/HAMM // Feb 10, 2007 at 23:25
Es ist immer wieder schön die guten Ratschläge von Leuten zu hören, die nicht Mitglied sind. Wir Mitglieder werden unsere Partei aber nicht sterben lassen, sondern ihr auch in dieser schweren Lage helfen. Solange sich keine echte Alternative zur NPD zeigt, würde auch gar nichts Anderes übrig bleiben. Auch das interessanteste Forum ist nun einmal keine Alternative, sondern nur eine mehr oder weniger nette Plauderei. Auch Altermedia ist nicht das Maß aller Dinge, aber immer lesenswert.
11 Ferrier // Feb 11, 2007 at 9:14
Ich stelle mir die Frage, was aus dieser Lage der Partei folgt… gibt es handfeste Konsequenzen um künftig solche und ähnliche “Kalamitäten” zu verhindern? Wird also die Auswahl der Kader etwas sorgfältiger erfolgen und haben zukünftige Kader den Schneid zu sagen, daß sie im Interesse der Sache besser nicht auf die Liste gesetzt werden möchten? Jeder weiß ja selbst gut genug welche “Leichen” er im Keller hat. Den Feind dafür verantwortlich zu machen ist mir zu wohlfeil.
12 Alexander // Feb 11, 2007 at 10:53
@ Schriftleitung:
Danke für Franz Liszts “Les Préludes”. Sehr erbauend. Ich spende weiter - auf meine Weise.
Gruß
AvL
13 Nanga Parbat // Feb 11, 2007 at 11:43
“Denn jeder Ökonom würde in diesem Fall von einer Fehlinvestition sprechen. ”
Dieser kapitalistische Grundansatz ist grundfalsch. Hier geht es schließlich nicht um eine Investition sondern um eine Spende aus Solidarität. Und da zählen solche profitorientierten Kategorien nicht.
14 Boroevic // Feb 11, 2007 at 14:44
ad 1: Hat man sich schon einmal überlegt ob nicht die perverse, staatliche Parteienfinanzierung die Korrumpierung per se
und nicht nur die der charakterschwachen Figuren befördert??
Und, was ‘Les Preludes’ (partiell) angeht, ich
vermisse die Ankündigung: “Aus dem Führerhauptquartier: Das Oberkommando der
Wehrmacht gibt bekannt:…”
Boroevic
Ein solcher Vergleich zwischen NPD-Führung und Oberkommando der Wehrmacht ließe uns um unser Seelenheil fürchten, dafür kann man in die Hölle kommen - oder was noch viel schlimmer ist, ausgelacht werden. - Schriftleitung Altermedia
15 Mjoelnir.Thorshammar.Feindschmetterer@web.de // Feb 11, 2007 at 16:35
@Schriftleitung Altermedia:
“Siehe auch
Altermedia 03.12.07″ wäre schon nicht mehr ein Zahlendreher, sondern ein Datumfehler, wobei der Verweis selbst stimmt…
16 Friedrich // Feb 11, 2007 at 18:30
Hier hat das System doch eine wunderbare Methode um die NPD finanziell zu ruinieren:
Wir wissen doch alle, dass Mitglieder nicht überprüft werden. Jemand tritt bei, klopft auf Versammlungen ein paar Sprüche und wird bei der nächsten Jahreshauptversammlung in den Kreisvorstand gewählt ohne dass irgendjemand etwas von ihm weiß.
Dort macht er ein bisschen auf Aktionismus und hat dann beste Chancen auf dem nächsten Landesparteitag in den Landesvorstand gewählt zu werden.
Dies erklärt, dass 15 % der Vorstandsposten , so wurde im Verbotsverfahren jedenfalls behauptet, von Leuten besetzt sind die für den Verfassungsschutz arbeiten.
Welche Vorkehrungen trifft man innerhalb der Partei, dass nicht der nächste V-Mann zum nächsten Landesschatzmeister gewählt wird um dann durch solche “Unregelmäßigkeiten” die nächste Finanzkrise herbeizuführen ?
Die Tatsache, dass der Täter lediglich zu einer symbolischen Strafe verurteilt wurde könnte zum Denken anregen. Was unternimmt man in der Partei um Hintergründe aufzukären?
Wie ist zu erklären, dass weder Wirtschaftsprüfer noch Sonderprüfer etwas entdeckten?
Könnte es sein, dass der Wirtschaftsprüfer hier nicht gründlich gearbeitet hat und wäre dieser dann nicht schadensersatzpflichtig ?
Die Partei kassiert erhebliche Summen aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Parteienfinanzierung.
Wie wird dieses Geld verwendet?
Es würde sicherlich manchem Mitglied leichter fallen sich zu solidarisieren wenn der Informationsfluss in der Partei nicht so spärlich fließen würde.
17 vl.il // Feb 12, 2007 at 13:05
Ich soll spenden, damit mein Geld irgendwann wieder weg ist?
18 Besonders Interessierter // Feb 13, 2007 at 0:20
@vl.il.
“…Ich soll spenden, damit mein Geld irgendwann wieder weg ist?…”
Richtig!!! Aber du musst hinzufügen, dass es dann nur für die “gute” Sache weg ist. Übrigens ist die “gute” Sache ein weiter Dehnungsbegriff. Zum Beispiel ist es gut, wenn heute dem 13.02. zum Gedenken, die hohe Bonzerie der NPD nach Dresden fährt, allerdings auf Auslage. Andere Mitglieder zahlen für die Fahrt eben Geld und spenden nebenbei.
@Friedrich
Schon mal dran gedacht, dass das System auch nur mit Wasser kocht. Die NPD Parteibonzen keine Heiligen sind. Die Wahrheit suma summarum irgendwo in der Mitte liegt.
Nur so ein Gedanke von mir, und sonst nichts!
19 Mitglied // Feb 18, 2007 at 2:16
@Friedrich:
“Welche Vorkehrungen trifft man innerhalb der Partei, dass nicht der nächste V-Mann zum nächsten Landesschatzmeister gewählt wird um dann durch solche “Unregelmäßigkeiten” die nächste Finanzkrise herbeizuführen ?”
Die Partei hat Vorkehrungen getroffen, indem ein Landesvorstandsmitglied bzw. der Bundesvorstand eine notariell beurkundete Verpflichtung unterschreibt, dass er im Falle einer Zusammenarbeit mit staatlichen Spitzelorganisationen mit seinem Vermögen haftet. Die Unterschrift ist zwar keine Pflicht, doch wer es nicht signiert, macht sich verdächtig. Jeder V- Mann wird sich somit zweimal überlegen, ober er in den Landesvorstand eintritt.
20 W. Hamburg // Jan 1, 2008 at 12:58
@ Mitglied
Solch einen NPD typischen Schmierschrieb kann jeder bedenkenlos unterschreiben. Solch ein Dreck hat keinerlei Gültigkeit.
21 Walter Hamburg // Jan 1, 2008 at 17:49
@ Mitglied
Da wirft sich mir die Frage auf, wie es kommt das es noch Bundesvorstandsmitglieder geben ,welche noch über Privatvermögen verfügen können.
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