Die Lage der realexistierenden BRD erweist sich zunehmend als dramatisch. Gebärverweigerung, Verausländerung, Bildungskatastrophe, Massenarbeitslosigkeit, Arbeitsplatzvernichtung, Lohndumping, die soziale Verelendung von Millionen und eine gewaltige Staatsverschuldung haben das System zweifellos an den Abgrund gebracht – und bald muß es stürzen. Andererseits drängt sich unwillkürlich der Eindruck der Realsatire auf, führt man sich das Handeln oder mehr noch die Unterlassungen der etablierten Übeltäter vor Augen.
Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang gewiß auch die verbalen Absonderungen einer vollständig degenerierten politischen Klasse, die wider alle Erkenntnisse und Erfahrungen weiter auf die Verausländerung der BRD setzt. So prophezeite die Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Nürnberger Arbeitsmarktbehörde, Prof. Jutta Allmendinger, in der Tageszeitung “Die Welt” am 15. April 2006 zwar düstere Zeiten für den Arbeitsmarkt „im Osten“ Deutschlands und meinte: “Vieles deutet darauf hin, daß dem Osten in den kommenden Jahren eine Abwärtsspirale droht.“ […] “Die Nachfrage nach Arbeitskräften wird weiter sinken, die Zahl der Erwerbstätigen im Osten wird darum in den nächsten 15 Jahren noch einmal um eine Million zurückgehen.“ Zudem sinke die Zahl der Ostdeutschen im erwerbsfähigen Alter in den kommenden Jahrzehnten um über 50 Prozent auf rund 4,5 Millionen. “Beide Entwicklungen werden die ohnehin kriselnde Wirtschaft in den neuen Bundesländern spürbar schwächen. Wenn nämlich nicht genügend Produzenten und Verbraucher vorhanden sind, kann keine wirtschaftliche Dynamik entstehen”, sagte Allmendinger weiter.
Und jetzt kommt es ganz knüppeldick: Nur Zuwanderung könne das Problem mildern. “Neben einem Abflauen der Fortzüge in den Westen bedarf es auch mehr Zuzügen von Ausländern”, so die IAB-Direktorin.
Das muß man sich natürlich auf der Zunge zergehen lassen: In einer Zeit, wo Mitteldeutsche massenhaft ihre Heimat verlassen, weil es einfach keine Arbeit gibt, fordert die Professorin von der Bundesagentur für Arbeitslosigkeit den Zuzug von Ausländern in die „Entleerungsräume“, wie die Etablierten die zusammenbrechenden Regionen Mitteldeutschlands bezeichnen.
Eigentlich müßte die kinderarme Karrierefrau aufgrund ihrer Ausbildung unter anderem an der amerikanischen Eliteuniversität Harvard und ihrer selbst ermittelten Zahlen ganz anders reden. Denn selbst der Dümmste weiß doch, daß die Ausländer, die in die BRD strömen, sicher nicht unbedingt arbeiten, sondern vor allem ein besseres Leben wollen – und das möglichst mühelos. Indiz hierfür ist die Tatsache, und auch die ist allgemein bekannt, daß die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer seit ziemlich genau 30 Jahren in der BRD bei zwei Millionen verharrt, obwohl sich ihre Zahl insgesamt seither auf mehr als zehn Millionen verdoppelt hat. Nach wie vor findet die Einwanderung raum-, kultur- und blutsfremder Ausländer vor allem in die Sozialsysteme statt. Eine Tatsache, die selbst in etablierten Kreisen mittlerweile zugegeben wird. Und wie ehedem, kann auch heute angenommen werden, daß zumeist die Schnorrer, Faulpelze und Nichtskönner und nicht die Arbeitswilligen und Intellektuellen die großartigen Möglichkeiten in der BRD in Anspruch nehmen.
Und solche Zuwanderer aus Ländern, wo möglicherweise nur der Pfeffer wächst, sollen nach Ansicht der Jutta Allmendinger als Produzenten und Verbraucher „den Osten“ wieder auf Vordermann bringen und eine „wirtschaftliche Dynamik“ bewirken?
Aber vielleicht wollte die gewiß schlaue Professorin auch nur ironisch sein. Denn natürlich muß sie es besser wissen, daß man mit unausgebildeten Ausländern, die in Mitteldeutschland nun wirklich niemand braucht, nur den sozialen Sprengstoff vergrößert, da nach eigenem Bekunden die Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt. Aber vielleicht ist ja auch gerade das Sinn der Sache – wer weiß…
Die Globalisierung, die der Schrittmacher der Überfremdung ist, sorgt für die Auflösung aller Dinge und nützt nur einer kleinen Gruppe von Millionären. Aus dem Rest macht sie vor allem das, was man in Neusprech „Modernisierungsverlierer“ bezeichnet. Aber man kann es auch so wie Christian Bommarius (Berliner Zeitung, 6.4.2006) ausdrücken: „Der Überflüssige der Gegenwart ist namenlos, arbeitslos und aussichtslos. Er bevölkert ganze Kontinente, und in fast allen Gesellschaften stellt er wenn nicht die Mehrheit, dann eine rapide wachsende Minderheit. Daß er nicht gebraucht wird, muss ihm keiner erklären, dass er nichts und niemandem nützt, daß es keinen Platz für ihn gibt, dass er keinen Anspruch hat, dass er ein Versager ist und ein Verlierer - das ist nicht nur eine Provokation, vor allem ist es seine beständigste Lebenserfahrung. Der Überflüssige ist der Neue Mensch.“
Die Wirtschaft hat Hand in Hand mit der von ihr ausgehaltenen Politik ganze Regionen in Mitteldeutschland, die heute als „Entleerungsräume“ bezeichnet werden, überflüssig gemacht. Und die sollen jetzt mit wirtschaftlich womöglich völlig „überflüssigen“ Ausländern neubesiedelt werden. Welch eine Absurdität! Und dennoch ist genau das die Perspektive, die die etablierten Übeltäter zu bieten haben.
Erstaunlich ist, daß das zur Zeit selbst in etablierten Medien mitunter auch so festgestellt wird. So schrieb ein Alexander Gauland schrieb in einem Gastkommentar in der Tageszeitung die Welt am 21. April: „Was haben die Warnungen der Wohlfahrtsverbände über sich ausbreitende Armut in Deutschland mit dem französischen Jugend- und Sozialprotest gemein? Beide dementieren die neoliberale Behauptung, daß die Globalisierung Chancen für die Westeuropäer bereithält. Zwar konnte es sich jeder selbst ausrechnen, daß billige Arbeit in der Ukraine oder China das Leben des unteren Drittels in Deutschland wie in Frankreich erschweren werde, doch die Wirtschaftsverbände behaupten immer das Gegenteil.“ […] „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen, hat Adorno einst dekretiert und damit den Schlüsselsatz für den konservativen Aufstand gegen Veränderungen geliefert, der zunehmend ein antikapitalistisches Gesicht bekommt. Menschen streben nach Sicherheiten, der globalisierte Kapitalismus produziert Unsicherheiten. Er verhindert Lebensplanung, da diese der Logik des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs widerspricht.“
Daß es bei der Globalisierung und der ihr auf dem Fuße folgenden Verausländerung aber nicht um Logik, sondern um die Ausflüsse einer verbrecherischen Ideologie handelt, bewies einmal mehr laut Dresdner Morgenpost vom 18. April der sächsische Kultusminister Flath: „Laut Flath ist Deutschland als Einwanderungsland in den nächsten Jahrzehnten angesichts der demographischen Entwicklung regelrecht auf gut qualifizierte Ausländer angewiesen, um die wirtschaftliche Entwicklung aufrechtzuerhalten. Eine gute Schulbildung sei dafür die entscheidende Voraussetzung.“
Offenbar sind die Gedanken des Herrn Flath nicht mehr in dieser Welt verhaftet, sonst hätte er diesen Unsinn gewiß nicht geäußert. Denn wer kann schon logisch erklären können, daß es trotz des bereits Jahrzehnte dauernden Zustandes der Massenarbeitslosigkeit, die im Globalisierungs-System geradezu angelegt ist, noch der Einwanderung weiterer ausländischer Arbeitsloser und Sozialhilfeempfänger bedarf? Als ob man von denen nicht schon mehr als genug hätte.
Die meisten von diesen in jeglicher Weise inkompatiblen Ausländer stammen bekanntlich aus dem ländlichen Raum der Türkei, aus „bildungsfernen Schichten“, wie man es in Neusprech neuerdings so schön formuliert. Viele Männer haben nicht mal einen türkischen Grundschulabschluß, die Frauen sind häufig Analphabetinnen. Sie haben mit ihrem Zuzug in die BRD zwar das Land gewechselt, nicht aber das Bildungsniveau. Und das wird sich auch hier nicht ändern, weil Intelligenz bekanntermaßen auch etwas mit Vererbung zu tun hat. Das war vor 30 Jahren so und wird auch heute nicht anders sein.
Angesichts solcher Tatsachen neigte manch Sympathisant des sogenannten nationalen Lagers bisher dazu, den Liquidatoren von Volk und Nation bösen Vorsatz zu unterstellen, und in vielen früheren Fällen mag das auch so gewesen sein. Doch was sich die heutige politische Klasse teilweise leistet und von sich gibt, läßt oftmals nur noch den Schluß zu, daß es sich bei ihr um eine nahezu intelligenzfreie Auslese handeln könnte - oder geistige Nomaden in all ihrer Entartung.
Nur Dummköpfe und Ignoranten an den Schaltstellen eines Regimes, das unser aller Schicksal bestimmt – welch eine Vorstellung?! Da ist es tatsächlich leichter, an den vorsätzlich planenden und handelnden Bösewicht zu glauben, doch man sehe sich die leeren Gesichtsausdrücke der herrschenden Klasse an. Sie verraten zwar nicht jeden Gedanken hinter der Fassade, doch drückt sich in ihnen oftmals geradezu beispielhaft der Geisteszustand der etablierten Nichtskönner aus.
Wichtig für das Überleben des Volkes ist daher, sich der verheerenden Verwertungslogik des Globalkapitalismus zu widersetzen und den Menschen klarzumachen, daß das Menschsein schlechthin nur in der Gemeinschaft möglich ist – der Gemeinschaft eines Volkes, denn nur die hat Bestand. Die Alternative zur Volksgemeinschaft ist die Überflüssigengesellschaft. Und in diese verwandeln die Etablierten seit Jahrzehnten die BRD. Da ist es sicher volkspolitisch besser und der richtige Weg, die von der Globalisierung profitierende politische Klasse überflüssig zu machen – durch die besseren Argumente und mittels demokratischer Wahlen, versteht sich!
© Waldemar Maier, www.radio-freiheit.com, 21.04.2006
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Siehe auch
Altermedia 23.04.06



1 response so far ↓
1 GB // Apr 24, 2006 at 10:01
Theodor Wiesengrund-Adorno als Initiator des Aufstandes gegen die Globalisierung? Ob man sich das auf nationaler Seite nicht besser spart?
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