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| Jaroslav Hasek |
Schwerin / Rostock – Mecklenburg: Betrachtet man den gegenwärtigen Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern, so gewinnt man fast den Eindruck als handele es sich hier lediglich um eine Auseinandersetzung zwischen dem Parteienkartell von CDU, SPD, PDS, FDP und Grünen mit der NPD. Tatsächlich aber sind diese keineswegs die einzigen Protagonisten, die in diesem Wahlkampf mitmischen. So gibt es auch noch zehn andere Parteien, die ebenfalls voller Hoffnung sind, wenn schon nicht einen Anspruch auf parlamentarische Pfründen, so doch aber wenigstens ein wenig Wahlkampfkostenerstattung erhaschen zu können.
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An der Spitze dieser politischen Außenseiter rangiert zunächst die sogenannte Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG). Eine politische Gruppierung die sich noch linker als die PDS gibt und die sogar, daß offizielle Bündnis ihrer Bundespartei mit der PDS ignorierte, um in Mecklenburg-Vorpommern – wie auch in Berlin – eigenständig anzutreten. Ein Schritt, der sicherlich nicht ohne Folgen für PDS wie auch für WASG bleiben dürfte. Zwar sehen Umfragen die WASG bei achtbaren drei Prozent, doch von Aussichten, künftig ernsthaften politischen Einfluß zu gewinnen kann wohl kaum noch die Rede sein, auch wenn man diese Umfrageergebnisse in der Parteispitze etwas voreilig als „Anfang für mehr Gerechtigkeit“ interpretiert. So fiel die WASG in Mecklenburg-Vorpommern allenfalls durch ihre internen Streitigkeiten sowie durch die Übertriebenheit ihrer Forderungen auf, so daß sie nur noch von relativ wenigen Wählern als ernsthafte politische Alternative in Betracht gezogen wird.
Auch die sterblichen Überreste der früheren Schill-Partei wollen es bei der Landtagspartei noch einmal wissen. Sie tritt unter dem Namen „Offensive D“ an und versteht ihren Wahlantritt vornehmlich als Ziel, der NPD möglichst viele Stimmen abzuknöpfen. Ein Vorhaben, daß man freilich nicht allzu ernst nehmen muß, da diese Partei sich in Mecklenburg-Vorpommern schon seit Jahren faktisch im politischen Nirwana befindet und von niemandem mehr ernst genommen wird. Bei den letzten Landtagswahlen im Jahre 2002 floppte die Schill-Partei mit 1,7 Prozent, nachdem sie in den Monaten zuvor zeitweise bis zu 18 Prozent in der Wählergunst gehandelt wurde. Ihre Geschichte ähnelt in vielen Punkten der WASG.
Mit dabei auch die Grauen Panther, die Bibeltreuen Christen, die Allianz für Gesundheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit (AGFG) und die Familienpartei Deutschlands. Gruppierungen über die man nicht viele Worte verlieren muß, die es allen recht machen wollen und die wir daher als recht nette Menschen, aber auch nicht mehr einstufen wollen.
In die gleiche Kategorie, nur um noch einige Grade skurriler, gehören dann das sogenannte „Bündnis für M-V“, die „Arbeiter/- rinnenpartei Deutschland (APD), das Alternative Bünd






4 responses so far ↓
1 von der Marwitz // Sep 17, 2006 at 0:03
2002 floppte die Schill-Partei ??? Ihr Ergebnis war damals zumindest bedeutend besser als das der NPD — oder warum hat die Offensive D nun Listenplatz 6 und die NPD 7?
0,8 und 1,7. Wie soll man das bewerten, mit gar nichts und nichts?
Eine Partei (NPD) mit 30 jähriger Daseinsform dann zu übertreffen und dann im selben Atemzug die Offensive D als sterblichen Überrest zu bezeichnen, zeigt wie realitätsfremd und unwissend einige Mitmenschen sind.
In diesem Fall genügt wohl ein Blick auf die jüngste Geschichte der NPD und die der Offensive D, um von der Realitätsfremdheit und Unwissendheit einiger Mitmenschen zu sprechen, bei denen hier offenbar der Wunsch Vater des Gedankens ist und denen der Haß auf den politischen Gegner an jeder reelle politischen Wahrnehmung hindert. Sie mögen ja mit den Verhältnissen in Hamburg recht gut Bescheid wissen, von denen in Meckenburg-Vorpommern haben Sie jeden falls nicht den blassesten Dunst.
Auch die NPD ist durch ein tiefes Tal gegangen. Nur sehr langsam gelingt es ihr dies Tal zu verlassen. Das ist auch gut so.
Für mein Land – Dein Land – Deutschland kann ich nur hoffen, dass die NPD das ist was sie darstellt — ein Sammelbecken von gescheiterte, frustrierten und wenigen klugen Strategen die nie auch nur eine Fünckchen Politik bewegen werden.
Nun ja, in dem Fall würden sie wohl mit der Schill-Partei gleichziehen. Von der Offensive D ist das natürlich schwerer zu sagen, die kennt eh keiner.
Der Reservekanister, der nie benutzt wird. Und das ist gut so.
Netter Vergleich, man merkt gleich die persönliche Erfahrung als Reserverkanister.
Schriftleitung Altermedia
2 Thomas Brehl // Sep 17, 2006 at 13:55
Ist Ronald “Copacabanabas” Schill am Ende gar nicht nach Südamerika ausgewandert, sondern schreibt jetzt unter dem Nicknamen “von der Marwitz” realitätsfremde Kommentare bei Altermedia?
3 Axel Heinzmann // Sep 17, 2006 at 14:37
Wer es mit Deutschland ernst meint, darf nie wieder auf politische Halunken wie Strauß, Schill, Haider…hereinfallen. Ihnen ging es immer nur darum, rechte Wählerstimmen auf linke Mühlen zu leiten, ganz abgesehen von diversen psychischen Defekten (Größenwahn).
Einer, der selbst schon hereingefallen ist.
heinzmann.axel@web.de
4 Olsen // Sep 19, 2006 at 0:17
@Brehl
hihihihi. Deine Beobachtungsgabe ähnelt wieder einmal der meinigen.
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