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Vor einigen Tagen, am 6. Juni, hatten wir Gelegenheit, über einen Artikel des russischen Militärhistorikers Oberst Sergej Kowaljow zu berichten. Dieser war auf der offiziellen Internetseite des russischen Verteidigungsministeriums veröffentlicht worden und sorgte im westlichen Ausland für Unbehagen, weil in ihm wahrheitsgemäß auch die Mitschuld Polens für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs namhaft gemacht wurde. Aufgrund politischen Druckes musste der Artikel letztlich von der Internetseite entfernt werden, doch gibt es sehr wohl Hinweise, dass dessen Inhalte in der russischen Armee sehr wohl Anklang und Verständnis finden.
Uns liegt nunmehr erfreulicherweise eine Übersetzung des besagten Artikels vor die uns der Schweizer Revisionist Jürgen Graf freundlicherweise zur Verfügung gestellt und für die wir uns an dieser Stelle bedanken möchten. Graf lebt seit 2000 in Russland, wohin er, aufgrund der politischen Verfolgung wegen seiner revisionistischen Ansichten, emigriert ist.
Russischer Militärhistoriker:
Polen trägt ein hohes Maß an Mitverantwortung für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs
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| Jürgen Graf |
Der folgende Artikel des sowjetischen Militärhistorikers Oberst Sergej Nikolajewitsch Kowaljow ist der Internetausgabe der russischen Zeitung Взгляд (Vsgljad, „Blick“) vom 4. Juni 2009 entnommen. Er war ursprünglich auch auf der Website des russischen Verteidigungsministers postiert gewesen, wurde dort jedoch infolge polnischer Proteste gelöscht. Die hier vorgelegte deutsche Übersetzung umfasst etwa zwei Drittel des Textes. Das letzte Drittel ist für den deutschen Leser weniger wichtig.
Jürgen Graf
Moskau, Juni 2009
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Sergej Kowaljow
Erdichtungen und Fälschungen bei der Einschätzung der Rolle der UdSSR am Vorabend und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs
Sergej Nikolajewitsch Kowaljow ist Leiter der wissenschaftlichen Forschungsabteilung für die Militärgeschichte der Nordwestlichen Region der Russischen Föderation am Institut für Militärgeschichte des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation. Er ist Oberst sowie Doktor der Geschichtswissenschaft und lebt in St. Peterburg.
Die Einschätzung der Rolle der UdSSR bei den Geschehnissen am Vorabend sowie zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ist schon seit geraumer Zeit Gegenstand von Diskussionen unter Politikern, Wissenschaftlern und Spezialisten sowie in der Öffentlichkeit. Die heutzutage mit diesem Thema verbundenen antirussischen Ausfälle beruhen oft auf einer verzerrten und verfälschten Darstellung der Tätigkeit der sowjetischen Führung während jener Periode. Immer häufiger wird gegenwärtig in den Massenmedien die Auffassung verfochten, es habe „ein neuer kalter Krieg“ begonnen. (1) Einige westliche Autoren schreiben Dinge wie die folgenden: „Es ist Zeit, der bitteren Wahrheit ins Gesicht zu sehen: Russland ist wieder da, es ist reich, stark und [dem Westen] wieder feindselig gesinnt. Die Partnerschaft weicht einer Konkurrenz, die in immer bedrohlichere Züge annimmt. Es hat ein neuer kalter Krieg begonnen, und wie schon in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts merken wir das zu spät.“ (2) Auffallend ist auch, mit welcher Leichtfertigkeit Staaten etikettiert werden, die historisch mit Russland verbunden sind. So heisst es beispielsweise, manche Länder Europas, insbesondere Bulgarien, Lettland und Moldavien, hätten sich „Russland auf Gnade und Ungnade ergeben“. (3)
Die heutigen Fälscher versuchen, die UdSSR als Anstifterin des Zweiten Weltkriegs darzustellen oder zumindest „zwei blutigen Diktatoren“ ein gleiches Mass an Verantwortung für seine Entfesselung anzulasten. Ihr Lieblingsargument ist hierbei die am 23. August 1939 erfolgte Unterzeichnung des Nichtangriffspakts zwischen Deutschland und der Sowjetunion.
Bekanntlich lassen sich historische Fakten nur dann richtig einschätzen, wenn man sie in den Kontext der Ereignisse einbettet, die sich in einer bestimmten Periode abgespielt haben. Bei der Analyse des sowjetisch-deutsches Paktes darf man das weniger als ein Jahr zuvor abgeschlossene Münchner Abkommen nicht vergessen. Diese Geschehnisse sind eng miteinander verbunden, denn was sich in der bayrischen Hauptstadt zutrug, hat die Politik der UdSSR in mancher Hinsicht beeinflusst.
Wer die Geschichte des Zweiten Weltkriegs unvoreigenommen erforscht hat, weiss, dass dieser infolge der Weigerung Polens begonnen hat, den deutschen Forderungen stattzugeben. Weniger bekannt ist freilich, dass die Forderungen Deutschlands höchst gemässigt waren: Der Anschluss Danzigs an das Dritte Reich sowie die Erlaubnis zum Bau extraterritorialer Autobahnen und Eisenbahnen, die Ostpreussen mit dem Hauptteil Deutschlands verbinden sollten.(4) Diese beiden Forderungen kann man schwerlich als unbegründet bezeichnen. Die Bewohner der infolge des Versailler Friedensvertrags von Deutschland getrennten Stadt Danzig waren in ihrer übergrossen Mehrheit Deutsche (5), die aufrichtig die Wiedervereinigung mit ihrer historischen Heimat wünschten. Völlig natürlich war auch die Forderung bezüglich der Verkehrswege, um so mehr, als keine Ansprüche auf das Territorium des „polnischen Korridors“ geltend gemacht wurde, der Deutschland in zwei Teile spaltete. Übrigens hatte Deutschland die durch den Versailler Vertrag herbeigeführten territorialen Veränderungen im Gegensatz zu den Westgrenzen niemals anerkannt. (6)
Aus diesen Gründen schien am 24. Oktober 1938, als Deutschland Polen eine Regelung der mit Danzig und dem „polnischen Korridor“ verbundenen Fragen vorschlug (7), nichts auf eine Komplizierung der Lage hinzudeuten. Warschau antwortete jedoch mit einer schroffen Absage und wies auch die späteren deutschen Vorschläge zurück. Polen, das den Status einer Grossmacht anstrebte, wollte sich keinesfalls mit der Rolle eines Juniorpartners Deutschlands zufriedengeben. Am 26. März 1939 lehnte es Polen endgültig ab, die deutschen Forderungen zu erfüllen. (8) Als Reaktion hierauf kündigte die deutsche Seite am 28. April 1939 das aus dem Jahre 1934 stammende deutsch-polnische Abkommen über Freundschaft und Zusammenarbeit. (9)
Gleichzeitig erweckten die westlichen Demokraten bei der polnischen Regierung die unbegründete Illusion, sie würden Warschau im Kriegsfall die erforderliche Hilfe leisten. Am 31. März 1939 erklärte der britische Premierminister N. Chamberlain vor dem Abgeordnetenhaus: „Im Fall irgendeiner Aktion, die eine klare Bedrohung der Unabhängigkeit Polens darstellen wird…wird sich die Regierung Seiner Majestät als verpflichtet erachten, der polnischen Regierung jede in ihren Kräften liegende Unterstützung zu gewähren. Sie hat der polnischen Regierung eine diesbezügliche Versicherung abgegeben. Ich darf hinzufügen, dass die französische Regierung mich ermächtigt hat, klarzustellen, dass sie in dieser Frage dieselbe Position vertritt wie die Regierung Seiner Majestät.“ (10) Wie die folgenden Ereignisse bewiesen haben, handelte es sich bei diesem Versprechen um einen vorsätzlichen Betrug. Die polnische Führung nahm es jedoch für bare Münze und verlor deshalb zusehends jeden Realitätssinn.
Der amerikanische Journalist W. Shirer, der die polnische Wirklichkeit dank dreissigjähriger Erfahrung kannte, kommentierte die englischen Garantien an Polen wie folgt: „Man kann eine Pulverfabrik ohne weiteres bewachen, wenn darin die Sicherheitsvorschriften beachtet werden, doch eine Pulverfabrik zu bewachen, in der sich lauter Verrückte aufhalten, ist nicht ganz ungefährlich.“ (11)
Die Entwicklungen in Europa sowie die wachsende Aggressivität Deutschlands mussten zwangsläufig auch bei der sowjetischen Führung Besorgnis erwecken. Es machte den Anschein, als sei ein Bündnis [der UdSSR; der Übersetzer] mit den westlichen Demokratien erforderlich, um A. Hitler in die Schranken zu weisen, doch zu Recht bemerkte W. Churchill: „München und noch vieles andere mehr überzeugten die Sowjetregierung, dass weder England noch Frankreich kämpfen würden, solange sie nicht selbst angegriffen wurden, und dass auch in diesem Fall dabei nicht viel herauskommen würde.“ (12) Es lag auf der Hand, dass das Ziel der von den Westmächten gegenüber Hitler betriebenen „Beschwichtigungspolitik“ darin bestand, eine deutsche Aggression gegen Osten – also gegen die UdSSR – zu lenken. Am 12. September 1938 sagte N. Chamberlain kurz vor seinem Treffen mit A. Hitler: „Deutschland und England sind zwei Pfeiler der europäischen Welt und die Hauptbollwerke gegen den Kommunismus, und deshalb ist es erforderlich, unsere gegenwärtigen Schwierigkeiten auf friedlichem Wege zu überwinden… Wahrscheinlich wird es möglich sein, eine Lösung zu finden, die für alle annehmbar ist ausser für Russland.“ (13)
In dieser Situation zog die sowjetische Führung den sich aufdrängenden Schluss: Eine Zusammenarbeit mit England und Frankreich war nur dann möglich, wenn man sich zuvor mittels eines militärischen Bündnisvertrags absicherte, in dem die Verpflichtungen der Vertragspartner klar und unzweideutig festgelegt waren.
Am 17. April 1939 regte Moskau den Abschluss eines englisch-französisch-sowjetischen Abkommens über gegenseitige Hilfeleistung an, das folgende Punkte beinhalten sollte:
1) „England, Frankreich und die UdSSR schliessen ein auf fünf bis zehn Jahre befristetes Abkommen, das sie verpflichtet, einander im Fall einer in Europa verübten Aggression gegen einen der Unterzeichnerstaaten unverzüglich jegliche Art von Hilfe einschliesslich militärischer zu gewähren.
2) England, Frankreich und die UdSSR verpflichten sich, den zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer gelegenen osteuropäischen Staaten im Falle einer Aggression gegen diese Staaten jede Art von Hilfe einschliesslich militärischer zu gewähren.
3) England, Frankreich und die UdSSR verpflichten sich, innerhalb kürzester Frist den Umfang sowie die Formen der militärischen Hilfe zu erörtern und festzulegen, welche jedem dieser Staaten in Erfüllung von Artikel 1 und 2 zu leisten ist.
4) Die englische Regierung stellt klar, dass die Hilfe, die sie Polen versprochen hat, ausschliesslich für den Fall einer Aggression seitens Deutschlands gilt.
5) Der zwischen Polen und Rumänien bestehende Vertrag wird entweder für den Fall einer jeden Agression gegen Polen und Rumänien für gültig erklärt oder aber als gegen die UdSSR gerichtet für ungültig erklärt.
6) England, Frankreich und die UdSSR verpflichten sich, nach der Eröffnung von Feindseligkeiten unter keinen Umständen im Alleingang und ohne gemeinsame Vereinbarung der drei Mächte irgendwelche Verhandlungen mit den Aggressoren zu führen oder Frieden zu schliessen.
7) Eine entsprechende Vereinbarung wird gleichzeitig mit einer Konvention unterzeichnet, die in Übereinstimmung mit Artikel 3 zu entwerfen ist.
England, Frankreich und die UdSSR erachten es als erforderlich, mit der Türkei gemeinsame Verhandlungen über den Abschluss eines separaten Abkommens über gegenseitige Hilfe aufzunehmen.“ (14)
Dieser Vorschlag passte den westlichen Partnern offenbar nicht in den Kram. Am 26. April erklärte Aussenminister Lord E. Halifax bei einer Sitzung der englischen Regierung: „Für einen dermassen umfassenden Vorschlag ist die Zeit noch nicht reif.“ (15) England und Frankreich hofften, die Sowjetunion werde ihnen gegenüber einseitige Verpflichtungen eingehen. Bei einer Kabinettssitzung gab Halifax am 3. Mai bekannt, dass er folgende Anfrage an Russland richten werde: „Ist Russland bereit, Polen und Rumänien zu einem für diese Länder annehmbaren Zeitpunkt und in einer für sie annehmbaren Form Hilfe zu leisten?“ (16)
Am 6. Mai 1939 informierte der provisorische sowjetische Geschäftsträger in Berlin, G. A. Astachow, das Aussenministerium [in Moskau] über die Reaktion der deutschen Presse auf die Ernennung eines neuen sowjetischen Aussenministers ; ihm zufolge versuchte die deutsche Presse „den Eindruck zu erwecken, es stehe ein Kurswechsel unserer Politik in einem für sie [die Deutschen] günstigen Sinne bevor (Abkehr von der kollektiven Sicherheit etc.)“ . (17) Einen Tag zuvor, am 5. Mai, hatte der Leiter der Osteuropasektion der Abteilung für Wirtschaftspolitik im deutschen Aussenministerium, K. J. Schnurre, den sowjetischen Bevollmächtigten S. F. Merekalow, der noch am gleichen Tag nach Moskau abreiste, ins Ministerium eingeladen und ihn darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Kontrakte der ehemaligen [sowjetischen; d. Ü.] Handelsmission in Prag mit den [inzwischen in deutscher Hand befindlichen, d. Ü.] Skoda-Werken nach Ansicht der deutschen Regierung „erfüllt werden müssten“. „Den Skoda-Werken sind seitens der militärischen Führung entsprechende Anweisungen erteilt worden“, fuhr Schnurre fort und versicherte: „Es sind fortan keine Hindernisse dafür ersichtlich, dass die Firma ihre Verpflichtungen erfüllt.“ (18) Dies war eine klare Geste seitens der deutschen Seite, denn noch am 17. April hatten die sowjetischen Vertreter in Berlin gegen die „Einmischung der deutschen militärischen Führung“ in die normale kommerzielle Tätigkeit der Handelsmission protestiert. (19)
W. M. Molotow liess sich mit seiner Reaktion auf die deutschen Signale Zeit. Er führte über die diplomatischen Vertreter Grossbritanniens und Frankreichs weiterhin aktive Verhandlungen mit diesen beiden Staaten. Am 8. Mai empfing der Aussenminister den englischen Botschafter W. Seeds, der ihm die Antwort seiner Regierung auf den Vorschlag der UdSSR zum Abschluss eines Abkommens über gegenseitige Hilfeleistung überbrachte. Die Antwort war entmutigend. Die britische Führung schlug der Sowjetregierung vor, eine Erklärung zu publizieren, in der sie sich verpflichtete, „für den Fall, dass Grossbritannien und Frankreich in Erfüllung der von ihnen eingegangenen Verpflichtungen in kriegerische Handlungen verwickelt werden, ihnen sofortige militärische Unterstützung zu gewähren, falls diese gewünscht wird“ . (20) Auf diese Weise drückten sich die Engländer um eine konkrete Antwort auf die Frage nach einem Pakt und regten stattdessen lediglich die Veröffentlichung einer neuen Erklärung an.
Am selben Tag unterrichtete das sowjetische Aussenministerium seinen Botschafter in Frankreich, J. S. Suriz, über den englischen Vorschlag und bat ihn um eine Stellungnahme zu dieser Frage. (21) Am 10. Mai charakterisierte Suriz den erwähnten Vorschlag in einem Telegramm an das Aussenministerium wie folgt: „Er zieht uns automatisch in einen Krieg mit Deutschland hinein.“ Dies sei darum der Fall, weil England und Frankreich „ohne Abkommen und Abstimmung mit uns Verpflichtungen [gegenüber Polen und anderen Staaten] eingegangen sind“ . (22) Gestützt auf diese und ähnliche Erwägungen formulierte der Aussenminister seine Position.
Am 14. Mai 1939 zitierte W. M. Molotow den englischen Botschafter W. Seeds zu sich und händigte ihm eine Note aus, die eine Antwort auf den englischen Vorschlag enthielt. Darin hiess es: „Die englischen Vorschläge gegenüber der UdSSR beruhen nicht auf dem Gegenseitigkeitsprinzip und versetzen diese in eine ungleiche Position. Die Sowjetregierung stellt sich auf den Standpunkt, dass folgendes erforderlich ist, damit die friedliebenden Länder eine Barriere gegen ein weiteres Ausufern der Aggression in Europa errichten können: Ein effektiver Pakt über gegenseitige Hilfeleistung gegen eine Aggression; eine Garantie der drei Grossmächte für die von einer Aggression bedrohten Staaten Zentral- und Osteuropas einschliesslich der Baltenstaaten und Finnlands; der Abschluss eines konkreten Abkommens zwischen England, Frankreich und der UdSSR über die Formen sowie das Ausmass der Hilfe.“ (23)
Zu den sowjetischen Vorschlägen vom 14. Mai merkte Moskaus Botschafter in London, I. M. Maiski, in seinem Tagebuch an, diese versetzten „die britische Regierung in eine äusserst schwierige Lage. Unsere Vorschläge sind klar, einfach, vernünftig und vermögen an das Bewusstsein des einfachen Menschen zu appellieren“ . (24) Andererseits, fuhr der Botschafter fort, „machen die Garantien, welche Grossbritannien gegenüber Polen, Rumänien und Griechenland abgegeben hat, eine Übereinkunft mit der Sowjetunion unter allen Umständen unabdingbar, weil Grossbritannien und Frankreich für Polen oder Rumänien nichts Greifbares tun können. Bis eine britische Blockade Deutschlands für letzeres zur ernsthaften Bedrohung wird, werden Polen und Rumänien nicht mehr existieren.“ (25)
Erst am 25. Juli nahmen die englische – und am Tag danach auch die französische – Regierung den sowjetischen Vorschlag an, Verhandlungen über den Abschluss einer Militärkonvention zu beginnen, und bekundeten ihre Bereitschaft, Vertreter nach Moskau zu entsenden. (26) Der Auftakt zu den Verhandlungen erfolgte am 12. August.
Der Ablauf dieser ergebnislos gebliebenen Verhandlungen ist gut bekannt, so dass wir es uns schenken können, hier lange darauf einzugehen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen lediglich die realen Ziele, welche die daran beteiligten Seiten verfolgten. Beispielsweise sahen die Instruktionen für die nach Moskau entsandte britische Delegation ausdrücklich vor, „die Verhandlungen äusserst langsam zu führen“ (27) und das Eingehen konkreter Verpflichtungen zu vermeiden: „Die britische Regierung wünscht keine Verpflichtungen einzugehen, die uns unter irgendwelchen Umständen die Hände binden könnten. Bezüglich der Frage nach einem militärischen Abkommen sind deshalb möglichst allgemein gehaltene Formulierungen anzustreben.“ (28)
Eine grundlegend andere Position nahm die Sowjetführung ein. Das Oberhaupt der französischen Delegation, General J. Doumenc, der das französische Kriegsministerium über den Gang der Verhandlungen auf dem laufenden hielt, konstatierte am 17. August 1939 in einem Telegramm: „Es unterliegt keinem Zweifel, dass die UdSSR einen militärischen Pakt abzuschliessen wünscht und nicht will, dass wir ihr irgendein Dokument vorlegen, das keine konkrete Bedeutung hat.“ (29)
Zum hauptsächlichen Stolperstein wurde die Frage nach dem Durchgangsrecht für sowjetische Truppen durch das Territorium Polens und Rumäniens. Damals besass die Sowjetunion nämlich keine gemeinsame Grenze mit Deutschland. Unter diesen Umständen war nicht ersichtlich, wie sowjetische Truppen überhaupt militärische Schläge gegen die deutschen Armee führen konnten. Aus diesem Grund stellte [der sowjetische Verteidigungsminister] K. E. Woroschilow bei einer Sitzung der militärischen Delegationen am 14. August folgende konkrete Frage: „Im grossen ganzen ist alles verständlich, aber die Position der bewaffneten Streitkräfte der Sowjetunion ist nicht ganz klar. Man begreift nicht so recht, auf welchem Territorium sie sich aufhalten und wie sie physisch am allgemeinen Kampf teilnehmen sollen.“ (30) Damit sich die Rote Armee schon in den ersten Kriegstagen an den Kampfhandlungen beteiligen konnte, mussten die sowjetischen Truppen polnisches Gebiet durchqueren. Dabei sollten die von ihnen betretenen Zonen strikt begrenzt sein: Die Gegend um Wilna (der sogenannte „Korridor von Wilna“) sowie Galizien. (31) In einem Telegramm an das Kriegsministerium in Paris unterstrich der Leiter der französischen Delegation, General J. Doumenc, am 15. August 1939: „Ich weise darauf hin, dass folgende Tatsache sehr wichtig ist, um die polnischen Befürchtungen zu zerstreuen: Die Russen begrenzen die Zonen, wo der Vorstoss [der sowjetischen Truppen] stattfinden soll, äusserst strikt, wobei sie sich ausschliesslich an strategischen Gesichtspunkten orientieren.“ (32)
Die Polen wollten davon freilich nichts hören. Am Abend des 19. August erklärte Marschall Rydz-Smigly: „Ohne Rücksicht auf die Folgen wird den russischen Truppen nicht erlaubt werden, auch nur einen Zoll polnischen Territoriums zu besetzen.“ (33) Und der polnische Aussenminister J.Beck teilte dem französischen Botschafter in Waschau L. Noël mit: „Wir werden nicht zulassen, dass über die Nutzung eines Teils unseres Territoriums durch fremde Truppen in irgendeiner Form auch nur diskutiert wird.“ (34)
In einem auf den Dezember 1938 datierten Bericht der (mit Aufklärungsaktivitäten betrauten) zweiten Abteilung des Generalstabs der polnischen Armees wurde festgehalten: „Der polnischen Politik im Osten liegt die Zerstückelung Russlands zugrunde… Deswegen wird unsere mögliche Position auf folgende Formel hinauslaufen: Wer wird sich an der Aufteilung beteiligen? Polen darf sich in diesem denkwürdigen historischen Augenblick nicht passiv verhalten. Unsere Aufgabe ist es, uns physisch und geistig beizeiten gut vorzubereiten… Das Hauptziel besteht in der Schwächung und Zerschlagung Russlands.“ (35)
Bei ihren militärischen Verhandlungen mit Grossbritannien und Frankreich konnte sich die Sowjetführung ein weiteres Mal davon überzeugen, wie recht ein litauischer Diplomat, auf den sich G. A. Astachow in seinem Tagebuch berief, mit folgendem Ausspruch gehabt hatte: „Im Kriegsfall wird die UdSSR den Hauptteil der Opfer zu erbringen haben, während England und Frankreich sich eingraben und sich mit Schusswechseln und dem Abfeuern von Raketen begnügen werden. Entscheidende Aktionen werden an der Westfront nicht erfolgen.“ (36)
Da die UdSSR von den Engländern und Franzosen nichts Greifbares bekommen hatte, schloss sie einen Nichtangriffspakt mit Deutschland ab.
Was den moralischen Aspekt betrifft, sei darauf hingewiesen, dass die Vertreter der westlichen Demokratie kein Recht haben, den Vertrag der UdSSR mit Deutschland zu verurteilen. Mit Fug und Recht bemerkte der US-Journalist W. Shirer: „Wenn Chamberlain ehrlich und edel verfuhr, indem er Hitler 1938 entgegenkam und ihm 1938 die Tschechoslowakei [richtig: Das Sudetenland: d. Ü.] abtrat, warum soll sich Stalin dann unehrlich und niederträchtig benommen haben, als er Hitler ein Jahr später entgegenkam und ihm Polen überliess, das ohnehin jede sowjetische Hilfe ablehnte?“ (37)
Dasselbe lässt sich über jene sagen, welche die Ereignisse vom Standpunkt der sogenannten Leninschen Normen der Aussenpolitik beurteilen, von denen die Sowjetunion mit der Unterzeichnung des Abkommens mit Deutschland angeblich abgewichen ist. Die Sowjetunion schloss einen Nichtangriffspakt mit Deutschland, und als Ergebnis bekriegten sich Deutschland, England und Frankreich gegenseitig, statt eine Allianz gegen die UdSSR zu schmieden. Letztere erhielt so die Möglichkeit, nach den anderen Mächten in den Krieg einzutreten, wobei ihr eine gewiss Freiheit der Wahl blieb, auf welcher Seite sie kämpfen wollte.
Die Sowjetführung hatte die Entwicklung zu Beginn des Zweiten Weltkriegs analysiert und war zu jenem Schluss gelangt, den J. W. Stalin am 7. September 1939 anlässlich einer Unterredung mit Komintern-Führern wie folgt formulierte: „Der Krieg verläuft zwischen zwei Gruppen kapitalistischer Staaten.. um die Umgestaltung der Welt, um die Herrschaft über die Welt! Wir sind nicht dagegen, dass sie einander ordentlich an die Gurgel fahren und sich gegenseitig schwächen… Wir können manövrieren, eine Seite gegen die andere anstacheln, damit sie möglichst gründlich zerfleischen.“ (38)
Es gilt ferner der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die sowjetischen Truppen im Sommer 1939 am Fluss Chalchin-Gol schwere Kämpfe mit den Japanern ausfochten. Da Japan durch den Antikominternpakt mit Deutschland verbunden war, wurde der Abschluss des sowjetisch-deutschen Vertrages in Tokio als Verrat aufgefasst. Aus diesem Anlass meldete der temporäre Bevollmächtigte der UdSSR in Japan, N. I. Generalow, am 24. August in einem Telegramm: „Die Nachricht vom Abschluss des Nichtangriffspaktes zwischen der UdSSR und Deutschland hat hier einen niederschmetternden Eindruck hinterlassen und insbesondere die Armee sowie die faschistischen Kreise zutiefst verstört.“ (39)
Die Beziehungen zwischen dem Dritten Reich und seinem fernöstlichen Verbündeten wurden hierdurch einer Zerreissprobe ausgesetzt. Infolgedessen entschieden sich die herrschenden Kreise Japans für die „südliche Variante“, die einen Krieg mit England und den USA vorsah. Bekanntlich ist Japan nach dem deutschen Angriff auf die UdSSR nicht in den Krieg gegen die Sowjetunion eingetreten.
Somit konnte die UdSSR durch den am 19. August 1939 erfolgten Abschluss des sowjetisch-deutschen Wirtschaftsabkommens sowie durch die Unterzeichnung des sogenannten Molotow-Ribbentrop-Paktes vom 23. August den Krieg für einige Zeit von ihren Grenzen fernhalten.
Anmerkungen:
1) http://www.inosmi.ru/translation/239456.html
2) Ebenda.
3) Ebenda.
4) M. I. Meltjuchow, „Sowjetsko-polskie wojny“ [Die sowjetisch-polnischen Kriege], Moskau 2004, S. 285.
5) Im Jahre 1924 waren 95% der 384.000 Bewohner Danzigs und der angrenzenden Gegenden Deutsche. „Grosse Sowjetische Enzyklopädie“, 1. Auflage, Band 20, Moskau 1930, S. 414.
6) Ebenda.
7) Siehe Anmerkung 4, S. 285.
Ebenda, S. 294.
9) „God krisisa“ [Das Jahr der Krise], Zwei Bände, Moskau 1990, Band 2. S. 392.
10) Ebenda, Band 1, S. 351.
11) Zitiert nach J. F. Fuller, „Wtoraja mirowaja wojna“ [Der Zweite Weltkrieg], Moskau 1956, S. 37.
12) W. Churchill, „Wtoraja mirowaja wojna“ [Der Zweite Weltkrieg], Drei Bücher, Buch 1, S. 173.
13) Siehe Anmerkung 9, Band 1, S. 6.
14) Ebenda, S. 386, 387.
15) Ebenda, Band 2, S. 391.
16) Ebenda.
17) „Dokumente der Aussenpolitik der UdSSR: 1939. Band XXII“. In zwei Büchern, Moskau 1992, Buch 1, S. 339.
18) Ebenda, S. 338.
19) Siehe Anmerkung 9, Band 1, S. 389.
20) Ebenda, S. 438, 439.
21) Siehe Anmerkung 17, Buch 1, S. 342.
22) Ebenda, S. 355.
23) Ebenda, S. 363.
24) „Otscherki istorii Ministerstwa inostrannych del Rossi: 1802-2002“ [Abrisse einer Geschichte des russischen Aussenministeriums: 1802-2002], drei Bände, Moskau 2002, Band 2, S. 245.
25) Archiv der Aussenpolitik der Russischen Föderation, F. 017a, Op. 1, P. 1, D. 6, L. 130.
26) Siehe Anmerkung 9, Band 2, S. 403.
27) „Dokumente und Materialien zum Vorabend des Zweiten Weltkriegs. 1937-1939“, zwei Bände, Moskau 1981, S. 168.
28) Siehe Anmerkung 9, Band 2, S. 192, 193.
29) Ebenda, S. 267.
30) Ebenda, S. 212.
31) Ebenda, S. 216.
32) Ebenda, S. 228, 229.
33) L. Mosley „Utratschennoje Wremja“ [Verlorene Zeit], Moskau 1972, S. 301.
34) Siehe Anmerkung 9, S. 279.
35) Z dziejów stosunków polsko-radzieckich [Aus der Geschichte der polnisch-sowjetischen Beziehungen], Band 3, Warschau 1968, S. 262, 287.
36) Siehe Anmerkung 17, Buch 1, S. 588.
37) Siehe Anmerkung 12, Band 2, S. 212.
38) „1941 god“ [Das Jahr 1941], zwei Bücher, Moskau 1998, Buch 2, S. 584.
39) Siehe Anmerkung 9, Band 2, S. 322.






33 responses so far ↓
1 Hans-Detlef // Jun 11, 2009 at 10:31
Historische Märchenstunde im Kreml:
http://www.ftd.de/politik/international/:Russland-gegen-Polen-Historische-M%E4rchenstunde-im-Kreml/523145.html
Dem guten Artikel ist nichts hinzuzufügen.
2 Adler // Jun 11, 2009 at 10:38
Es gibt nicht nur eine “Mitschuld” Polens, sondern eine Schuld Polens am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, den der Führer niemals wollte… “Mitschuld” waren jedoch die Engländer!
3 Rittmeister // Jun 11, 2009 at 10:42
Insbesondere die sehr schwere Niederlage der Japaner am Chalchin-Gol und später die Nichtbesetzung der Ölfelder um Kaspi und Kirkuk verhinderten die Kriegserklärung an die UdSSR.
4 Andreas Vesalius // Jun 11, 2009 at 10:43
Der russische Militärhistoriker Oberst Sergej Nikolajewitsch Kowaljow: Polen trägt ein hohes Maß an Mitverantwortung für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs!
Vielen Dank für die Übersetzung dieses wichtigen Aufsatzes !!!
5 Gunvald Larsson // Jun 11, 2009 at 10:53
*Pffft*
Hier die Financial Times Deutschland als Quelle anzugeben ist ja äusserst hilflos.
Naja, was will man von Jiddenknechten wie hans-israel-detlef erwarten…
6 aha // Jun 11, 2009 at 12:06
Kein Wort Kowaljow´s vom Überfall (vor dem deutschen Polenfeldzug) der SU auf Finnland, Baltikum, Rumänien, Mongolei und Polen; nur ein weiterer Tatsachenverdreher und Entschulgiger, weiter nichts!
7 Anonymous // Jun 11, 2009 at 12:55
@Larsson (ich bin`s BdU)
Ist dieser Hans-Detlef der Nachfolger von dem twistenden Oliver, dem willigen Bruce oder dergleichen oder ist das ein ganz echter neuer Idiot? Bin ja erst wieder seit kurzem hier.
Im übrigens kann man nur sagen, daß die Deutschen und Sowjetischen Truppen sich ja damals in Brest getroffen haben. Beim nächsten Mal, da die Russen ja schon in Brest sitzen aber wir diesmal einen viel längeren Weg von Westen haben wäre vielleicht Warschau ideal? Schließlich war es bis 1916 russisch und das war damals weitaus besser für uns als die heutige Situation.
@die Witzfigur Hans-Detlef
Wirklich ein toller Artikel. Nicht ein einziges Gegenargument wird genannt, tatsächlich beschäftigt sich der Artikel so gut wie gar nicht mit der Vorgeschichte des deutsch-polnischen Krieges sondern ergeht sich nur im üblichen politisch-korrekten bramabarsieren aber das ist einem eindimensionalen Deppen wie Ihnen anscheinend nicht aufgefallen.
8 Weichselland // Jun 11, 2009 at 14:02
“Aufgrund politischen Druckes musste der Artikel letztlich von der Internetseite entfernt werden”
Russland läßt sich von Polen unter politischen Druck setzen ? Glaub ich nicht. Eher das der Druck aus Russland selber von oberster Stelle kam. Dort wo man die Behauptung von Deutschlands Kriegsschuld gesetzlich Verankern will.
Davon abgesehen ist es natürlich erfreulich, das sich in Russland Militärkreise des polnischen Problems bewußt sind.
9 Rübenemokrat // Jun 11, 2009 at 14:30
Die Hauptschuldigen sitzen in London und Washington. Die Polen waren der zu opfernde Spielball dazu. Das wird unteranderem auch aus seiner Rede in Danzig deutlich:
http://rapidshare.com/files/241519337/1939-09-19_-_Adolf_Hitler_-_Rede_in_Danzig__10m_54s_.mp3
1939-09-01_-_Adolf_Hitler_-_Reichstagsrede_-_Kriegserklaerung_an_Polen__35m_03s_.mp3
1939-10-06_-_Adolf_Hitler_-_Reichstagsrede_-_Rechenschaftsbericht_Polenfeldzug__25m_.mp3
10 Rübenemokrat // Jun 11, 2009 at 14:32
Linkkorrektur:
http://rapidshare.com/files/241519338/1939-09-01_-_Adolf_Hitler_-_Reichstagsrede_-_Kriegserklaerung_an_Polen__35m_03s_.mp3
http://rapidshare.com/files/241519338/1939-09-01_-_Adolf_Hitler_-_Reichstagsrede_-_Kriegserklaerung_an_Polen__35m_03s_.mp3
11 griesgram // Jun 11, 2009 at 14:50
“Gleichzeitig erweckten die westlichen Demokraten bei der polnischen Regierung die unbegründete Illusion, sie würden Warschau im Kriegsfall die erforderliche Hilfe leisten. ”
Und genau das tun sie heute wieder.
12 Doofer Deutscher // Jun 11, 2009 at 15:40
@ Adler
Das sehe ich genau umgekehrt: Mitschuld waren die Polen, aber schuld die Engländer. Ich denke auch, daß das die eigentliche Intention des russischen Artikels ist. Russland und GB haben seit der Putinzeit echt harte Konflikte (Beresowski, Rothschild, Ölindustrie und all die Islamisten des Kaukasus, die in London ihren Hauptsitz haben und von dort ihre Angriffe auf Russland starten – da gibts richtig viel Zündstoff). Englands Hauptschuld am 1. WK ist in den letzten Jahren immer deutlicher von den Historikern herausgearbeitet worden. Auch Polen haben die verarscht, das sollte man mal endlich in Warschau begreifen, anstatt sich stets und ständig zum Spaltpilz der Westeuropäer zu machen, nur um von Russland unabhängig zu bleiben. Das Spiel spielen die Polen schon seit dem 17. Jh. in Europa. Damals waren es aber nicht die Briten, die Polen beherrschten, sondern die Franzosen, bis Polen schließlich aufgeteilt werden mußte.
Englands Hauptschuld am 2. Weltkrieg zu entlarven, dazu wird nun von Russlands Seite viel mit solchen Artikeln beigetragen. Vergessen wir auch nicht, daß da in Moskau noch manches Archiv geöffnet werden könnte. Suworows “Eisbrecher” war wirklich damals nur der Eisbrecher, der die Lügenkruste zuerst bearbeitete. Inzwischen taut das Packeis immer mehr. Russland muß auch versuchen, auf Deutschland wieder mehr Einfluß zu gewinnen, wenn es in Europa wieder eine Macht sein will. Deutschland also auch geschichtlich zu entlasten, scheint mir da die richtige Strategie des Kreml zu sein.
Vergessen wir darüber hinaus nicht, daß die USA letztlich nur ein Anhängsel des Britischen Imperiums ist und daß das Britische Imperium in seiner Geschichte das mörderischste und satanischste der Welt war und ist.
Milliarden Tote und ne nette Königin! Wir sollten wirklich unser Bild dieser Coburg-Gotha-Bande nicht mit dem wahren, völkermörderischen Empire verwechseln.
Deren Weltherrschaftsbestrebungen seit Disraeli haben die Welt in alle Kriege seit dem geführt. Sie haben auch Israel gegründet und die Rassenideologien erfunden. Die Neocons und ihr Globalismus gehen auch auf ihre Kappe, denn deren Welthandelslehre erfand bekanntlich Adam Smith schon im 18. Jh., nicht zufällig ein Engländer.
Der größte Fehler Hitlers war es, auf England zu hoffen. Aber er war unvermeidlich, weil Hitler bereits durch die Londoner Winkellogen der Theosophen und Ariosophen beeeinflußt war.
Die City of London ist das Weltverbrechernest schlechthin und immer mehr Nationen zeigen auf dieses Nest. Russland weiß, daß es einer EUDSSR unter angloamerikanischer Herrschaft (nichts anderes ist der Moloch von Brüssel) nicht geben darf, denn das wäre eine außerordentliche Bedrohung für Russland und dann wäre wohl der nächste Krieg in Europa unvermeidlich. Dafür würden die Briten schon sorgen. Deshalb hatte wohl auch der Vatikan dafür gesorgt, daß das katholische Irland den Lissabon-Vertrag bisher ablehnte. Bischoff Williamson dürfte wohl ein hübsches Ei sein, was die Jesuiten ins englische Nest gelegt haben. Auch der Vatikan droht ja wie Russland mehr oder weniger offen mit der Öffnung der Weltkriegsarchive.
Mit Artikeln wie diesen russischen, die sich in Windeseile in Netz verbreiten, wird die Oberhoheit über die Geschichtsdeutung langsam aber sicher der City entgleiten. Die Menschen durchschauen (vor allem auch auf der Insel selbst) immer mehr das böse große Spiel.
13 Adler // Jun 11, 2009 at 16:13
Doofer Deutscher
Guter Kommentar!
14 Couperet // Jun 11, 2009 at 16:15
Auch England ist nicht der wirkliche Hauptschuldige gewesen. Das waren die USA und Roosevelt, die Großbritannien dazu erpreßt haben, einen aggressiven antideutschen Kurs einzuschlagen.
Zu diesem Zweck haben sie das Netzwerk Focus ins Leben gerufen, das Winston Churchill an die Macht bringen sollte, und das von Bernard M. Baruch, Samuel Untermeyer, Warburg, Rothshild, Morgenthau usw. finanziert wurde.
Die Ähnlichkeiten zu heutigen NGOs wie Warburgs Atlantik-Brücke, die Helmut Kohl, Joschka Fischer, Walther Leisler Kiep, Cem Özdemir und den geligen Guttenberg als Polithuren auf den Strich schickt, sind offenkundig.
15 Gunvald Larsson // Jun 11, 2009 at 16:58
@BdU :
Der ist in Schäubles Innenkabarett sein bester Mann. Und Schalottes Nennsohn.
Da die Sowjets übrigens Ostpolen besetzten wäre es von englischer Seite übrigens nur konsequent gewesen auch Stalin den Krieg zu erklären.
16 Doofer Deutscher // Jun 11, 2009 at 17:07
@ couperet
Nicht England im Sinne der englischen Nation. Deshalb habe ich ja auch betont, daß das Verbrechernest die Londoner City ist, ein Staat im Staate, der natürlich von Rothschild dominiert wird.
Aber solche Netzwerke wie Focus waren britische Netzwerke in den USA, so wie es heute die sogenannte Ostküste auch ist. So wurde zwar in den westlichen Medien immer so hübsch scheinkritisch behauptet, Blair sei das Hündchen von Bush gewesen, in Wahrheit dürfte es wohl eher umgekehrt gewesen sein. Nicht umsonst versucht der Rothschildclan ja auch vehement, Blair zum ersten Präsidenten der neuen EUDSSR zu machen.
Die Rotschild-City of London dürfte die USA seit der Übernahme der Fed 1913 fest im Griff haben.
17 Peter // Jun 11, 2009 at 17:45
Und was sagen die verlogenen Zionisten dazu?
18 Levi Scholz // Jun 11, 2009 at 19:58
Also wollten die Kommunisten in der stalinistischen Sowjetunion eine Allianz mit England und Frankreich um dann – neben der Zerschlagung des nationalsozialistischen Deutschen Reiches – auch die de facto militärische Annektierung des polnischen Territoriums vorzunehmen.
Diese russische Historiker bestätigen also nur, daß zwar Polen auch Agitation betrieben hat, und chauvinistisch war, aber auch, daß Polen damals eigentlich antikommunistisch eingestellt war.
Übrigens schrieb bereits am 8. Juni 1939 die Politik und Elite Englands über die von England und Frankreich angestrebte Allianz mit der Sowjetunion und Polen.
http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/britainatwar/5455772/Towards-a-pact-with-Russia—June-8-1939.html (Von Winston Churchill geschrieben.)
Also war auch Moskau mitschuld. Moskau aber wollte noch keinen Krieg; dieser Krieg sollte erst im September 1941 entfesselt werden. Die Sowjetunion konnte ja auch deswegen den Krieg 1943-45 gewinnen weil 1) Hitler kein Gröfaz war, 2) man die Verlegung der Munitionsherstellung in den Ural schon ab November 1939 vorangetrieben hatte.
Die Geschichte ist eben kompliziert.
Washington konnte man September 1939 noch keine Vorwürfe machen von deutscher Seite, weil bis Mai 1940 in den USA die Isolationisten noch Einfluss hatten! Roosevelt war ja kein Diktator wie Hitler oder Stalin.
So kompliziert ist die Lage, dass die Sowjets und KGB’ler heute alles Polen vorwerfen wollen, wobei doch die Kriegshetze schon vorher bekannt war. Die Elite Polens war jedoch antikommunistisch und antirussisch, sowie – später – deutschfeindlich.
Deutschland hätte mit Polen nicht in den Krieg ziehen müssen. Natürlich gab es polnische Verbrechen und polnischen Hochmut. Immerhin waren Jozef Beck (poln. Aussenminister) und Hermann Göring (NSDAP) ziemlich befreundet.
Noch 1934 hatten Polen und Deutschland einen Nichtangriffspakt unterzeichnet; Pilsudski stand Hitler gemässigt und ziemlich freundlich gegenüber – auch wenn Pilsudski den Gefreiten aus Brauna/Inn für einfach und extremistisch hielt. Da hat Pilsudski Recht gehabt.
Übrigens leugnen die Russen, die heute ihre Rote Armee der Verbrecher und Massenmörder heiligsprechen möchten mit Leugnungsverbot, in diesen Artikeln die Zerschlagung Finnlands (schon 1938 geplant) durch die Sowjetunion im Dezember 1939.
Da waren die Polen nicht Schuld!
19 Levi Scholz // Jun 11, 2009 at 20:08
England und Frankreich (Chamberlaim/Churchill sowie die linke Volksfront der frz. Sozialisten) haben Polen fanatisiert und innerhalb Polens die extremen Faktionen um Roman Dmowski in Großpolen/Wartheland-Posen aufgehetzt gegen die deutsche Minderheit. Mit militärischen Garantien hat man dann Polens Regierung gestärkt die gemässigten Forderungen Hitlers nach Danzig abzulehnen um so Kriegsstimmung hervorzurufen. Zuvor hatte Polen noch mit Deutschland die Annektierung des Zaolzie (Olsagebiets) durchgeführt.
Polen hat sich fanatisieren lassen und aufhetzen lassen von England und Frankreich, und ist letztlich auch dem NS-sowjetischen Pakt zum Opfer gefallen.
Ein Unschuldslamm war Polen nicht, aber auch nicht Schuld am Weltkrieg. Die Zerschlagung Polens war ein Fehler – vor allem für die Deutschen. Jedenfalls wenn man antikommunistisch und nicht nationalsozialistisch-antislawisch eingestellt gewesen wäre.
Die Verbrechen bei Vertreibung und Internierung der Deutschen in den ehemaligen deutschen Ostgebieten die unter polnische Verwaltung gestellt wurden, sind auch der Sowjetarmee vorzuwerfen – die beteiligten Polen waren nicht die Antikommunisten und Eliten des Vorkriegspolnischen Staats, sondern polnische Stalinisten, Räuberbanden und polnisch-internationalistische Verbände, z.B. unter Jakub Berman und Salomon Morel.
Nicht nur Polen war Schuld.
Viele Faktoren haben zum Kriegsausbruch beigetragen. Vor allem englische und französische Geheimdienstaktionen, Propaganda und die Wünsche zur Zerschlagung Hitler-Deutschlands. Auch die nationalsozialistische Politik der SS-Siedlungsämter und die Romantisierung des “Drangs nach Osten” war Mitschuld. Der Fall Gleiwitz wurde im September 1939 eindeutig inszeniert. Die polnischen blutigen Verbrechen an Volksdeutschen in Polen waren jedoch echt.
Die guten Staaten waren damals Finnland, Schweden, Dänemark, Irland, die Schweiz, Spanien und Portugal.
Für politische Opfer während des Krieges und nach dessen waren diese Länder sichere Häfen der Ruhe und des Friedens. Juden wurden dort gerettet – aber auch Offizier der Achsenmächte wie Léon Degrelle wurden dort aufgenommen.
20 Kampfgruppe Bitterfeld // Jun 11, 2009 at 21:57
Unendlich viele Opfer, der Feind hieß Deutschland, der Verbündete hieß Engeland und nun dass!
Ein mutiger Schritt der Russen, denn diese Wiedersprüche erkläre mal einem Normalbürger, der die halbe Familie verloren hat.
Kurios, die selbsternannten Schuldigen, also die Systemlemminge von CDU/SPD suhlen sich ja förmlich in ihrer Schuld und bestehen darauf böse zu sein.
Sind die ja auch, aber das ist wieder ein anderes Thema.
Wir wissen es besser und so ist es ein um so größerer Sieg unserer Weltanschauung, wenn unser härtester Gegner im Krieg uns von sogenannter Kriegsschuld entlastet.
Dass in solch existenziellen Situationen die Dinge dann auch manchmal eine Eigendynamik entwickeln, ist den Russen offenbar geläufiger als den verblödeten brD Lemmingen.
21 Dike // Jun 11, 2009 at 22:00
@Doofer Deutscher
Gute Beiträge! (12 & 16)
“Vergessen wir darüber hinaus nicht, daß die USA letztlich nur ein Anhängsel des Britischen Imperiums ist und daß das Britische Imperium in seiner Geschichte das mörderischste und satanischste der Welt war und ist.”
Deine Aussagen/Betrachtungen decken sich mit denen in diesem Artikel,
http://tinyurl.com/hvtxo
wo diese dunklen Mächte des teuflischen Imperiums (The City of London) deutlich herausgearbeitet sind. (Leider nur auf Englisch.)
“Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation, und es soll mir egal sein, wer ihre Gesetze macht.” ( “Give me control of a nation’s money, and I care not who makes her laws.” – Mayer Amschel Rothschild (1744 – 1812)
Madame de Rothschild – wie sie vorzog genannt zu werden – soll sich geäußert haben: “Wenn meine Söhne keinen Krieg wollen, wird es keinen Krieg geben…” ( “If my sons don’t want a war, there is no war…”)
Seit BIS (1932) ist nahezu die gesamte Menschheit durch das Geldsystem der Hochfinanz abhängig gemacht worden.
Einzig ein neues Wertesystem – frei vom Materialismus – könnte die Rettung bedeuten.
Aber die Hoffnung darauf ist gering, da die Menschen lüstern sind nach Geld und Konsum, wie man alle Tage sehen kann …
22 Miraculi // Jun 12, 2009 at 4:27
“Ein effektiver Pakt über gegenseitige Hilfeleistung gegen eine Aggression; eine Garantie der drei Grossmächte für die von einer Aggression [durch Deutschland!] bedrohten Staaten Zentral- und Osteuropas einschliesslich der Baltenstaaten und Finnlands;”
… und was tatsächlich daraus wurde:
Der “Aggressor” gegen die Balten-Staaten und Finnland (1939!):
“Am 17. September nach der Zerschlagung der organisierten polnischen Verteidigung durch die Wehrmacht … begann die sowjetische Besetzung Ostpolens in Übereinstimmung mit dem geheimen Zusatzprotokoll des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes. Dabei besetzte die Rote Armee Teile Ostpolens (in erster Linie die Westukraine, den westlichen Teil Weißrusslands und das Gebiet um Wilno – [INKL. der Baltischen Staaten!], ohne dabei auf organisierten militärischen Widerstand zu stoßen.”
“Am 30. November 1939 überrannten sowjetische Truppen unter Marschall Kirill Merezkow im so genannten Winterkrieg die 950 Kilometer lange Grenze zu Finnland. Die Rote Armee griff mit 1500 Panzern und 3000 Flugzeugen an und erwartete einen schnellen Sieg, aber die Sowjets unterschätzten die Finnen. Die Rote Armee verlor 200.000 Mann, die Finnen jedoch nur 25.000 Mann. Schweden unterstützte Finnland, ohne allerdings die Neutralität aufzugeben. Ein Eingreifen des Vereinigten Königreichs und Frankreichs gegen die Sowjetunion wurde zwar geplant, kam aber nicht zustande, da diese beiden Staaten nicht noch einen weiteren Kriegsgegner haben wollten.”
Quelle: Die sicher alles andere als “Verdächtigen” bei Wikiblödia Zweiter Weltkrieg
–
Levi Scholz (19)
“Der Fall Gleiwitz wurde im September 1939 eindeutig inszeniert.”
Inszeniert? Etwas, was NIE stattgefunden hat? Am Besten den folgenden Verweis lesen und selbst beurteilen: Gleiwitz – der erfundene Überfall
“Die polnischen blutigen Verbrechen an Volksdeutschen in Polen waren jedoch echt.”
… und diese wurden -mit über 1,5 Millionen Opfern- NACH Ende des WKII erst richtig blutig!
“Die guten Staaten waren damals Finnland, Schweden, Dänemark, Irland, die Schweiz, Spanien und Portugal.”
Finnland war einer der Verbündeten des Deutschen Reichs und kämpfte mit diesem gemeinsam u.a. bei Leningrad. Dänemark war während des gesamten WKII vom DR besetzt. Die Schweiz und Spanien (= Diktatur) waren nur “offiziell” Neutral, unterstützten bis kurz vor Kriegsende eher die Achsenmächte als die Alliierten. (Stichwort zu Spanien: “Der Stachel im Fleisch” Gibraltar).
“Juden wurden dort gerettet – aber auch Offizier der Achsenmächte wie Léon Degrelle wurden dort aufgenommen.”
Der Ritterkreuzträger der 5. SS-Freiwilligen Sturmbrigade “Wallonien” Léon Degrelle war während des WKII ein Nationalheld in seiner Heimat Belgien. “Am 10.07.1944 wurde sein unpolitischer Bruder, Edouard Degrelle, von der Resistance in Anwesenheit dessen Kinder, ermordet.” “Am 14. Dezember 1945 wurde er WEGEN LANDESVERRATS in Belgien in Abwesenheit zum Tode durch Erschießen verurteilt. Auslieferungsersuche Belgiens wurden von Spanien nie beantwortet – ab dem Jahr 1954 ist (war) er offiziell spanischer Staatsbürger.”
Wie groß und edel sind dagegen die weisen Gedanken Léon Degrelles, die er 1945 schwer verletzt im spanischen Lazarett schrieb: “Über alle irdische Unvollkommenheit hinweg hatten wir unsere Jugend geopfert. Wir hatten für Europa, seinen Glauben und seine Kultur gekämpft. In Aufrichtigkeit und Opferbereitschaft waren wir bis zum Ende treu geblieben. Früher oder später muss Europa und die Welt die Gerechtigkeit unserer Sache und die Reinheit unserer Hingabe anerkennen. Denn der Haß stirbt, er erstickt an seiner Torheit und Niedrigkeit. Aber alles Große ist ewig.”
Dem Rest vom Kommentar (und dem davor) kann man größtenteils zustimmen. Wenn auch mit Einschränkungen, auf die ich jetzt aber keine Zeit / Lust habe noch näher einzugehen.
23 aha // Jun 12, 2009 at 6:10
Levi Scholz (18): “Übrigens leugnen die Russen, die heute ihre Rote Armee der Verbrecher und Massenmörder heiligsprechen möchten mit Leugnungsverbot, in diesen Artikeln die Zerschlagung Finnlands (schon 1938 geplant) durch die Sowjetunion im Dezember 1939.”
Das wichtigste hast Du vergessen: Der Hauptkriegstreiber England hat Finnland ebenfalls den Krieg erklärt, ansonsten hätte die Sowjwtunion Finnland gar nicht überfallen!
24 Unser Grossdeutschland (ehem. BdU) // Jun 12, 2009 at 9:46
“Ein Unschuldslamm war Polen nicht, aber auch nicht Schuld am Weltkrieg. Die Zerschlagung Polens war ein Fehler – vor allem für die Deutschen. Jedenfalls wenn man antikommunistisch und nicht nationalsozialistisch-antislawisch eingestellt gewesen wäre.”
Polen hat überhaupt keinen Zweifel an seiner Kriegslust gelassen, hat sich vor Kriegsbeginn in einen absurden Eroberungswahn hineingesteigert und von einer Wiederkehr des Litauisch-Polnischen Großreiches geträumt. Ein ausländischer Journalist, ich habe vergessen wer, hat geschrieben, daß die Polen jedes Maß verloren haben. In Warschau wurden die Regimenter, vor allem die anachronistische Kavallerie auf die die Polen sich witzigerweise viel eingebildet haben, mit fanatischen Sprechchören wie “Auf nach Danzig”, “auf nach Königsberg” und natürlich “Auf nach Berlin” gefeiert, als sie zur Front aufbrachen. Nur in Warschau gab es 1939 solche Szenen, nicht in Berlin und nicht in Paris oder London. Die Polen hatten zuerst mobil gemacht, waren vollständig mobilisiert und hatten ihren Aufmarsch abschließen können. Im Weichselbogen stand eine große Armee bereit die auf Berlin marschieren sollte (und deshalb auch so herrlich von Norden und Süden aus Pommern und Schlesien eingekesselt werden konnte). Polens Politiker sprachen nur noch vom Krieg und was für riesige Gebiete sie Deutschland rauben würden und die Volksdeutschen wurden drangsaliert, eingesperrt und auch schon die ersten ermordet,
ihre Häuser geplündert und gebrandschatzt (Was laut einem Machwerk der “Bundeszentrale für politische Bildung” ja nur NS-Propaganda gewesen sein soll). Und da soll man nicht von einer Mitschuld Polens am Krieg reden?
Und die Zerschlagung Polens war ja gar nicht geplant. Erst als nach der Beendigung des Polenfeldzuges die Alliierten klarstellten, daß sie den Krieg weiterführen würden und dieses mal Deutschland ein Superversailles androhten wurde das Generalgouvernement errichtet. In seiner Reichstagsrede vom Oktober 1939 hat der Führer in seinem Friedensangebot an die Westmächte auch keinen Zweifel daran gelassen, daß ein polnischer Staat bestehen bleiben könnte und dieses Angebot wurde noch einmal durch Hess bei seinem Flug wiederholt.
Da bin ich übrigens ausnahmsweise katholischer als der Papst. Ein polnischer Staat war für Deutschland immer eine Bedrohung gewesen (kommen sie mir jetzt nicht mit den Türken vor Wien) und nach den Erfahrungen mit Polen nach 1918 kann ich die Kreise verstehen die diesen Staat wieder verschwinden sehen wollten (wobei ja ausgerechnet der Führer zu denen gehörte die das eigentlich nicht wollten)
25 Unser Grossdeutschland (ehem. BdU) // Jun 12, 2009 at 9:48
“Im Weichselbogen stand eine große Armee bereit die auf Berlin marschieren sollte ”
Übler Fehler, ich meine natürlich im WARTHEBOGEN.
26 Paul Franz // Jun 12, 2009 at 10:01
Die Militärs sind nur der starke Arm der Politiker. Die Politiker aber werden von den jeweiligen wirtschaftlichen Zwängen geleitet.
Daher liegt der Militärhistoriker Kowaljow falsch, wenn er die Geschichte nach den Taten der gesteuerten Marionetten beurteilt, statt die Interessen der wirtschaftlichen Hintermänner zu erforschen. Er hätte mal lieber in den Leitwerken großer Russen mit ökonomischen Sachverstand nachlesen sollen….
In dem mehrbändigen Lenin-Werk vom DDR-Verlag Dietz wurde in Band 5 (fünf) Lenins Zeitungsartikel „Zum Staatshaushalt“ aus der ISKRA Nr. 15 vom 15. Januar 1902 abgedruckt, aber die dort erwähnten Namen internationaler Geldmächte (Plutokraten) werden in den Registerbänden zu diesem Text verschwiegen! Wer also wissen will, was Lenin über die Plutokraten Rothschild und dessen Vertreter Bleichröder dachte, wird im Register auf nebensächliche Textstellen verwiesen aber nicht auf Lenins wichtigste Aussage geführt, die seine Meinung über die internationalen Bankiers und Staatsverschulder ausdrückte, seine Schrift „Der Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus“ inspirierte und ursächlich verantwortlich ist für Lenins Enteignungspolitik nach der Revolution und die daraus folgende kriegerische Weltpolitik des Großkapitals – vom russischen Bürgerkrieg mit Unterstützung ausländischer Söldnerheere, dem Zweiten Weltkrieg bis hin zum Kalten Krieg .
Da die heutigen Staatsverschuldungen und die Zinsenlasten der meisten Staaten unübersehbar sind und überall sich große Unruhen in den Nationalstaaten und bei der gebeutelten Arbeitnehmerschaften ausbreiten, scheint Lenins Zeitungsartikel offenbar wieder aktuell zu sein. (Nur in der DDR hatte man ihn offenbar nicht zur Kenntnis genommen)
Schon 1902 hatte Lenin die Macht gewisser kapitalmächtiger internationaler Finanz-Cliquen erkannt, die, mittels ihrer Bankkredite zur Finanzierung von Staatsanleihen, ganze Staaten verschuldeten und so abhängig machen und beherrschen könnten.
Hier ein kurzer Auszug „Auszug “Zum (russischen)Staatshaushalt” (1902)
»Gegen die Anklage, die Verschuldung des Staats vergrößert zu haben, verteidigt sich Witte (zaristischer Finanzminister) mit Argumenten, über die man nur lachen kann. Er vergleicht die Schulden und das “Vermögen”, stellt die Summen der Staatsanleihen in den Jahren 1892 und 1902 dem Werte der staatlichen Eisenbahnen in den gleichen Jahren gegenüber und leitet daraus eine Abnahme der “reinen” Verschuldung ab. Wir haben aber noch mehr Vermögen: „Festungen und Kriegsschiffe” (wahrhaftig, so steht es im Bericht!), Häfen und staatliche Betriebe, Pachtländereien und Wälder. – Ausgezeichnet, Herr Witte! Aber merken Sie denn nicht, daß Sie jenem Kaufmann gleichen, der wegen Bankrott bereits vor Gericht geladen ist und sich vor den Leuten zu verteidigen beginnt, die sein Vermögen pfänden wollen? Denn solange ein Unternehmen wirklich unerschütterlich fest ist, wird es niemand einfallen, eine besondere Garantie für die Anleihen zu fordern. Es zweifelt ja niemand daran, daß das russische Volk ein großes “Vermögen” besitzt, aber je größer dieses Vermögen ist, um so schwerer ist die Schuld der Leute, die trotz des reichen Vermögens die Wirtschaft nur mit Hilfe immer höherer Anleihen und Steuern führen. Schließlich beweisen Sie nur, daß das Volk möglichst rasch die Räuber vertreiben sollte, die über sein Vermögen verfügen. In der Tat, auf spezielle Staatsvermögen als Garantie von Staatsanleihen verweisen, das hat bisher von allen europäischen Staaten einzig und allein die Türkei getan. Und das führte natürlich dazu, daß von den ausländischen Kreditoren die Verwendung des Vermögens, das die Rückerstattung der von ihnen geliehenen Gelder garantieren soll, unter eigene Kontrolle genommen wurde. Die Wirtschaft “des großen Russischen Reichs” unter der Kontrolle von Kommis der Rothschild und Bleichröder: welch glänzende Perspektive eröffnen Sie uns, Herr Witte!”«
27 Heinz Heizer // Jun 12, 2009 at 10:46
Wirtschaft, Politiker, Militärs.
Hier etwas über die internationalen wirtschaftlichen Friedensfreunde, den Hintermännern der Politiker.
http://www.inice.de/upload/show.php?bild=97f17ca546abaedb05ffd0872776f147
1929 gab der bekannte Pazifist Otto Lehmann-Russbüldt seine Dokumentation Die blutige Internationale der Rüstungsindustrie im Fackelreiter-Verlag Berlin heraus, wo nachfolgender Artikel stand (Auszug):
Unseren Reichstagsbarden steckt noch ein guter Schuß Romantik im Blut. Sie können sich nicht sinnlich von den Bildern in der Ruhmes¬halle oder dem Ufafilm „Weltkrieg” trennen. Sie haben Söhne geopfert. Sie alle von der SPD bis zu den weit unterrichteteren Deutschnationalen tragen in irgendeinem Winkel ihres Herzens noch den Wunsch: „Siegreich wollen wir Frankreich schlagen.”
Damit muß endlich geräumt werden. Es muß in aller Deutlichkeit gesagt werden, was die Eingeweihten wissen und wonach sie handeln.
Ein neuer Krieg beginnt mit einem furchtbaren Luft- und Gas¬bombenkampf. Das Objekt der Angriffe sind – nach Niederkämpfung der feindlichen Luftflotte – nicht Linien oder Festungen, sondern die Industriezentren und Hauptstädte.
Dem siegreichen Angreifer folgen Tanks, motorisierte Geschütze und Fußvolk, aber nur zu dem Zweck, das feindliche Land zu besetzen und Nester letzten Widerstandes aufzuräumen.
Es ist wichtig zu wissen, daß ohne den Betriebsstoff für Luftfahr¬zeuge und Motoren kein Land Krieg führen kann.
Die Länder, die Petroleum haben, sind auch schnell zu der geringen Friedensstärke ihrer Heere zurückgekehrt: England und Amerika.
Sie können tun, was ihnen gefällt. Sie können mobil machen, wann sie wollen. Sie können jederzeit ihren Rüstungsapparat beliebig ver¬stärken. Mit ihnen anbinden kann keiner. Am allerwenigsten Frankreich. Frankreich besitzt keinen Tropfen Öl. Es streckt sogar seine Ölvorräte mit Spiritus. Der „nationale Brennstoff” ist ein scheußliches Gebräu.
Die unverhältnismäßig großen Heere Frankreichs, Polens und Italiens sind reine Angstprodukte.
Die Herren der Welt sind die Angelsachsen. Sie haben Öl, sie haben Eisen, sie haben Stickstoff. Sie brauchen uns nicht, sie brauchen auch Frankreich nicht. Natürlich ist dies cum grano salis zu verstehen.
Die engverbundenen und durch besondere Industriepakte zusammen¬geschweißten deutschen und französischen Stahl- und Kaliindustrien haben natürlich ihre hohe weltwirtschaftliche Bedeutung. Das ändert aber nichts daran, daß Europa ohne Öl wehrlos ist (Die Verbilligung des Verfahrens der Verflüssigung der Kohle in Öl (Bergius-Verfahren) ändert diese Sachlage von Tag zu Tag. bemerkt O. Lehmann-Russbüldt.).
Ölvorkommen gibt es allerdings auch in Galizien, das ist Polen, und in Rumänien. Dies Öl würde uns in einem Kriege, der Endland nicht paßt, nie zur Verfügung stehen, obwohl auch unsere Industriellen und Bank¬leute Interessen an den rumänischen und den polnischen Ölgebieten haben.
Das russische Öl ist ein ganz besonderes Kapitel. Wir würden nie¬mals ausreichend beliefert werden können. Es kann aber sein, daß wir gezwungen werden sollen, es für England erobern zu helfen.
Die Abrüstungstendenzen der Völkerbundskommission werden ganz leise beiseite geschoben. Man schreibt darüber: Noch ist es nicht Zeit. Eine ruhige Entwicklung wird kommen usw.
Solange am Kriege verdient wird, werden die industriellen Auftrag¬eber der Politiker nicht zugeben, daß eine allgemeine Abrüstung erfolgt. Sie könnten dazu nur durch das werktätige Volk und durch die proletarisierte Intelligenz gezwungen werden. Die Haltung der letzteren ist aber mehr wie zweifelhaft.
Man wird einwenden, daß nach dem vorher Gesagten eine allgemeine Abrüstung und damit der Abbau der Rüstungsindustrie zwangsläufig kommen müßte. Irrtum! Die Rüstungsindustrie hat ihren Umfang erweitert. Fast alle Industrien sind Rüstungsindustrien geworden. Alle verdienen durch Aufrüstung. Mehr wie bei einem Kriege können diese Industrien gar nicht verdienen.
Die Ölraffinerien verdienen bei der geringsten überplanmäßigen Flottenbewegung Millionen. Alle modernen Kriegsschiffe sind auf Öl¬feuerung eingestellt. Es ist gar nicht möglich, ein modernes Heer stets mit den modernsten Waffen auszurüsten. Die Waffen veralten in einem früher unvorstellbaren Tempo.
Die Heeresverwaltungen müssen sich daher immer mehr zu einem Zusammengehen mit der Industrie bequemen, eine weitgehende Normali¬sierung und Typisierung der Fabrikation für ihre Zwecke durchsetzen und Zuschüsse leisten.
Die Industrie muß sich darauf einstellen, schnellstens im Bedarfs¬falle alles Nötige zu liefern.
Dies bedarf ungeheuer umsichtiger Vorbereitung.
Über diese Frage hat in neuerer Zeit General von Seeckt im April¬heft 1928 der Zeitschrift „Nord und Süd” in einem Aufsatz „Neuzeitliche Heere” geschrieben (später erschienen in
„v. Seeckt, Gedanken eines Soldaten”, Berlin 1928):
»Für die Massenbewaffnung gibt es nur einen Weg: die Feststellung des Typs der Waffe zusammen mit der Vorbereitung der Massenanferti¬gung im Bedarfsfalle. Die Armee in Verbindung mit der Technik ist in der Lage, durch dauerndes Studium in Versuchsanstalten und Übungs¬plätzen den jeweilig besten Typ der Waffe festzustellen. Mit der Indu¬strie ist die Vereinbarung zu treffen, daß dieser festgesetzte Typ sofort und in dem erforderlichen Umfang in Arbeit genommen werden kann. Hierfür bedarf es eingehender Vorbereitungen, die der gesetzlichen Basis nicht werden entbehren können. Diese Vorbereitungen sind in engster Zusammenarbeit zwischen Soldaten und Wirtschaftlern zu treffen und beziehen sich nach der Feststellung und Sicherung der erforderlichen Roh¬stoffe auf die Auswahl und Einrichtung der Fabriken für alle Teile der Bewaffnung und Ausrüstung. Die Vorbereitung der Umstellung der Fa¬briken vom Friedens- zum Kriegsbetrieb, Bereithaltung von Material und Maschinen verlangen naturgemäß schon im Frieden staatliche Subven¬tionierung, die aber immer noch vorteilhafter für den Staat sein wird als die Beschaffung und Unterhaltung von großen und veraltenden Rü¬stungsvorräten. Wenn die militärischen Forderungen auf die Voraus¬setzungen schneller Massenanfertigung durch Verzicht auf das Allerfeinste zugunsten des möglichst Einfachen Rücksicht nehmen, so kann auch die Zeitspanne, die zwischen Auftragerteilung und Beginn der Lieferung liegt, abgekürzt werden, eine Zeit, die ja durch den Kampf der Operationsarmee gewonnen werden soll.«
Diesen Ausführungen sei beigefügt die Übersetzung einer Stelle aus einem Buche des bekannten englischen Generals J. H. Morgan aus dem Jahre 1924:
S. 96:
»Ich bin oft gefragt worden, ob Deutschland entwaffnet sei, und meine Antwort auf diese Frage war die Gegenfrage: ‘Was verstehen Sie unter Entwaffnung?’ Wir zerstörten deutsche Kanonen, so was wie 35 000 Stück, wir verschrotteten Gewehre – so einige Millionen, wir ließen Festungen auffliegen, sprengten Pulverfabriken, fegten Krupp still.
Aber es gibt drei Dinge, die man nicht zerstören kann: Mensch, In¬dustrie und Wissenschaft.«
S. 98:
»Was die Industrie betrifft, so ist der einzige Weg, eine große, industrietreibende Nation zu entwaffnen – die Zerstörung der gesamten Industrie.
Der Krieg ist so technisch, so mechanisch geworden, daß jeder große Ingenieurbetrieb ein potentielles Arsenal ist. Die Fabrik, die Druck¬zylinder oder Propeller macht, ist jederzeit fähig, eine Granatpatrone herzustellen .«
Dem Leser sei der Vergleich dieser Sätze mit den Ausführungen des Generals von Seeckt überlassen.
In dieser Art ist das ganze Buch geschrieben. 1924!
Die Kardinalfrage bleibt also stets die Rohstofffrage.
Diese ist, wie oben gesagt, für die beiden angelsächsischen Großmächte gelöst, für alle anderen, mit Ausnahme Rußlands!, ohne England oder Amerika unlösbar.
England ist sich dieser Stärke voll bewußt, posaunt es aber nicht aus, wie es z. B. der „Alldeutsche Verband”, der „Flottenverein” und ähnliche Gebilde bei uns getan haben.
England ist das Zentrum der eigentlichen europäischen Waffenindu¬strie geworden – nachdem Krupp zerstört und Schneider-Creuzot Do¬minion Englands geworden ist.
Die mächtigsten Kräfte dieser Welt, nämlich die Royal-Dutch-Shell Comp., die Bank of England, die Schroederbank London einerseits, die Standard Oil Comp., General Electric, Bethlehem Steel Co., die Morgan¬unternehmungen totaliter daneben arbeiten am Sturze des Bolschewis¬mus, um danach ungestört im Trüben fischen zu können.
Der Privatkrieg Sir Henri Deterdings (Rothschild und Samuels Shell-Manager, der die Frau eines wei߬gardistischen russischen Generals geheiratet hat) gegen Sowjetrußland ist mißlungen.
Einmal im Jahre
1919, als er mit gefälschten Noten einen Aufstand der Kabardiner und Mingrelier anzetteln wollte, um den Asserbeidschan in seine bzw. merry old Englands Hände zu bekommen.
1923, als er die Kaukasusvölker wieder in einen Aufstand gehetzt hatte, der aber blutig von den Bolschewisten „liquidiert” wurde.
1927, als er Tscherwonzy fälschen ließ und die Sowjetwährung von der Berliner Polizei wieder gerettet wurde.
Die Pipeline- (Röhren-) Leitung von der Ölstadt Baku nach Batum als Ausfuhrhafen am Schwarzen Meer quer über den Isthmus hinweg ist zu verlockend.
Nun ist eine ständige Hetze gegen die „Ölräuber” im Gange. Ölräuber sind die Bolschewiki, die natürlich auch die englischen und amerikani¬schen Vorkriegsölkonzessionen verstaatlicht haben.
Daß Lenin den Urquarth-Vertrag 1922 zerrissen hat, war schon der Beginn des neuen Weltkrieges – mit anderen Mitteln.
Langsam bereitet man diesen Krieg vor. Man hat gelernt. Man wird nicht mehr englische Knochen zu Millionen opfern. Man wird verdienen.
Die „Soldaten Gottes”, die Franzosen, wird man diesmal kaum gen Moskau treiben können, wozu auch? Sie sind genug geschlagen. Zwei¬kindersystem und allgemeine Müdigkeit arbeiten schon daran, daß die Bäume nicht in den englischen Himmel wachsen. Also Deutschland !
Die Politik Deutschlands – absichtlich sage ich nicht Außenpolitik – wird in großen Zügen von der Foreign Office geleitet. Lange Zeit ge¬schah es durch den Lord Protector von Deutschland, Lord d’Abernon, der noch etwas mehr zu sagen hatte als der viel verlästerte Parker Gilbert. Die kleinen Privatspäße, die der Staatssekretär Gregory mit den deut¬schen Putschisten hatte, kann man unberücksichtigt lassen.
Auch heute noch trifft Gustav Stresemann den Lord zufällig irgendwo an der Riviera.
Die großen und kleinen Geschäftsreisenden für deutsche Politik (man denke an Dr. Luther, Prinz Heinrich, Exzar Ferdinand von Bul¬garien vulgo Graf Murany) haben immer ein bißchen mit England zu tun. Auch General von Seeckt soll sich „1000 Worte Englisch” gekauft haben.
Der Erfolg sind nicht zu kleine Konzessionen über den Vertrag von Versailles hinaus. Die Franzosen müssen mit Zähneknirschen und Locarnogeist zusehen.”
Die politischen Ausblicke des militärischen Fachmannes gehören an sich nicht in den Rahmen dieses Werkes. Vielleicht treffen sie zu, viel¬leicht ändern neue politische Momente ihre Ausreifung. Denn es gibt in Osteuropa und auf dem Balkan verschiedene Kriegsmöglichkeiten, die noch eher zur Austragung kommen können als der englisch-russische Gegensatz.
(So in Russbüldts 1. Auflage von 1929; 1 in der 5. Auflage 1933 fehlte dieser prophetische Artikel des bekannten Pazifisten. Der Warner wurde dann auch nach dem Reichstagsbrand mundtot gemacht, verhaftet und in ein KZ eingesperrt.)
http://www.fredsakademiet.dk/ORDBOG/_gifs/blodig.jpg
28 Balder // Jun 12, 2009 at 16:27
Vielleicht ist ja auch der Mossad schuld am 2.WK?
29 Böser Wehrwolf // Jun 12, 2009 at 20:51
Der 2. Weltkrieg muß der 30 jährige Krieg heißen, weil Deutschland auch während der Zeit zwischen den Kriegen permanent überfallen okkupiert und ausgeplündert wurde. Wir wissen was die Polen in den Ostgebieten getrieben(Vertrieben) und gemordet haben. Wenn die Freikorps nicht gewesen wären, dann hätten die schon in den 20er Jahren viel mehr Reichsgebiet geraubt. Polen ist ein betrogener Betrüger. Die Strafe war 60 Jahre unter der Bolschewiken Knute. Nun fangen sie wieder an zu provozieren. Da ich oft in Ostpreussen bin bekomme ich gut mit was die Kadzinski Brüder hetzen.
30 Leseratte // Jun 12, 2009 at 22:01
Hinter den politischen Kulissen.
Wer die deutsch-russischen Beziehungen schon vor dem Ersten Weltkrieg hintergründig beeinflußte, berichtete in seinen “Lebenserinnerungen u. Politische Denkwürdigkeiten” der deutsche Offizier und Diplomat Hermann Freiherr von Eckardstein (1964-1933), bei der Botschaft in London 1891-1898 unter Botschafter Graf Hatzfeld, dann Erster Botschaftsrat in London 1899-1902:
“Der brave Alfred Rothschild wie auch seine Brüder erschienen plötzlich einmal wieder äußerst besorgt wegen gewisser Äußerungen Wilhelm IL, die einigen englischen Ministern zu Ohren gekommen waren.
Alfred und sein Bruder Natty (Lord Rothschild) erzählten mir in der ersten Hälfte des April (1901), einige Minister, darunter auch Balfour hätten ihnen gesagt, auf den Kaiser und die Politik Bülows sei schließlich doch kein Verlaß, denn immer wieder verfielen beide in ihre alten Liebäugeleien mit Rußland.
Ich meldete dies zunächst in einem Privattelegramm wie auch Brief an Holstein. Darauf erhielt ich die Instrukton, den wesentlichen Inhalt meiner Mitteilungen in einem auf den Kaiser zugeschnittenen offiziellen Telegramm nach Berlin zu berichten, damit es diesem vorgelegt werden könne. Holstein war der Ansicht, daß das erneute Mißtrauen der englischen Minister zum Teil auch auf Äußerungen zurückzuführen sei, welche der Kaiser kürzlich auf einem Feste bei dem Alexander-Garde- und Grenadierregiment getan habe.
Dem Kaiser wurde das betreffende Telegramm vorgelegt. Auf einem Hoffest ergriff er darauf die Gelegenheit, den anwesenden englischen Botschafter, Sir Frank Lascelles, im Beisein des Staatssekretärs Freiherrn von Richthofen auf den Inhalt des Telegramms anzureden. Es entwickelte sich eine ziemlich erregte Auseinandersetzung, welche schließlich damit endete, daß der Kaiser dem Botschafter seine Freundschaft für England beteuerte.
Um Mißverständnissen vorzubeugen, hatte ich den erstenUnterstaatssekretär des Foreign Office, Sir Thomas Sanderson, im Vertrauen darauf vorbereitet, daß voraussichtlich auf Grund eines von mir nach Berlin gesandten Telegramms eine Aussprache zwischen dem Kaiser und Sir Frank Lascelles stattfinden werde Hätte ich diese Vorsichtsmaßregel nicht getroffen, so wäre der Bericht, welchen der englische Botschafter nach der Unterredung mit dem Kaiser an seine Regierung sandte, sicherlich falsch aufgefaßt worden und es hätte neue verhängnisvolle Mißverständnisse gegeben. So aber wurden die Äußerungen des Kaisers im Foreign Office statt etwa beleidigend zu wirken, im großen und ganzen als ein Vertrauensvotum für England angesehen. Auch König Eduard, welcher zunächst nur eine kurze Mitteilung über den Inhalt der Aussprache zwischen dem Kaiser und dem englischen Botschafter erhielt, teilte anfangs die Auffassung des Foreign Office.”
Alfred und Natty Rotschild: Leiter des Londoner Privarbankhauses Rotschild
Holstein
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_von_Holstein
Bülow
http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_von_B%C3%BClow
31 HimmelundSonne // Jun 13, 2009 at 0:55
Böser Wehrwolf 29
“Der 2. Weltkrieg muß der 30 jährige Krieg heißen…”
Der Begriff soll erstmals am Anfang des II. WK benutzt worden sein u. interessanterweise von de Gaulle und Churchill stammen. Von wem zuerst u. mit welcher Absicht auch immer, der Name betont jedenfalls den inneren Zusammenhang beider Kriege einschl. die Zwischenkriegszeit, in der Deutschland aber auch andere Länder Europas nicht zur Ruhe kamen. Auch Heinz Thomann verwendet die Bezeichnung als Untertitel seines Buchs “Von Sarajewo bis Nürnberg”. Auf der Frontseite des Umschlags erkennt man den Waffenrock des 1914 ermordeten österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand sowie die Leiche Hermann Görings, der lieber den Freitod wählte als sich von unseren Feinden aufknüpfen zu lassen. Auch Thomann kommt, bei Verwendung zahlreicher Primärliteratur (z.B. Veale, Hoggan, Taylor, Irving, auch Churchill usw.), in etwa zu dem Urteil der meisten Kommentare dieses Fadens, die Churchill und dem Empire die Hauptschuld an Vorbereitung u. Ausbruch des II. WK zusprechen.
http://www.zurzeit.at/index.php?id=180
Doofer Deutscher 12
“Deutschland… geschichtlich zu entlasten” als eine “Strategie des Kremls”
Dies erscheint mir die Schwachstelle des sehr lesenswerten Beitrags. Die BRD (d.h. ihre versammelten Repräsentanten), ist ja an einer Entlastung überhaupt nicht interessiert! Man sucht doch, je länger der II. WK zurückliegt, vielmehr nach immer neuen Möglichkeiten die deutsche Vergangenheit mit Dreck zu bewerfen und das Volk auf ewige Zeiten an “Schuld und Sühne” zu fesseln. Das muß auch den Russen bewußt sein.
32 HimmelundSonne // Jun 13, 2009 at 1:14
Fehlerbeseitigung:
…von de Gaulle und Churchill stammen. (beide Namen schwarz, nicht nur einer)
Dies scheint mir…, nicht: “erscheint”
Außerdem lautet der Untertitel des Buchs korrekt: “Der zweite dreißigjährige Krieg”.
33 Gassner // Jun 15, 2009 at 18:47
@ Hans- Detlev dieser absolute nichtssagende Artikel der Finacial Times ist aber nicht dein ernst der ist so als wäre er von einen 12 jährigen geschrieben.
Der Artikel dienst nur dazu um von der britischen Alleinverantwortung für den damaligen Schlamassel abzulenken. – Ich mach Polen nicht verantwortlich denn dass die Größenwahnsinnig und abgehoben waren wußte damals jeder in Europa das sind sie ja zum teil heute noch. Die Briten haben diese Granate scharf gemacht.
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