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Jerusalem / Ramallah: Über die Weihnachtsfeiertage muß man bekanntlich besonders stark mit hochmoralischen Erklärungen rechnen, die dazu angetan sind, das gemeine Volk auf den rechten Pfad zu führen und es auf besonders politisch unkorrekte Übeltäter hinzuweisen. Dies ist offenbar auch im Heiligen Land so Brauch. Es verwundert daher nicht, wenn sich dieser Tage ausgerechnet das jüdische Israel-Netz darüber beklagt, daß die Palästinensische Autonomiebehörde die Pressefreiheit verletzt. Diese hatte nämlich die unabhängige Internetzeitung „Donia al-Watan“ sperren lassen. Die israelfreundliche Seite hatte über die Korruption innerhalb der Palästinenserführung berichtet und die Autonomiebehörde als „Ramallahs Bananenrepublik“ bezeichnet. Daraufhin erfolgte die Sperrung.
Der Chefredakteur der palästinensischen Internetzeitung beklagt sich nun gegenüber dem Israel-Netz, daß selbst palästinensische Menschenrechtorganisationen im Ausland diesen Zensurakt ignorieren würden und daß die Pälästinensische Autonomiebehörde sich der Welt als demokratisch präsentiert, während sie im Innern Kritiker mit einem gefährlichen und eskalierenden Medienkrieg überziehe. Die Macher von „Donia al-Watan“ überlegen nun, den Sitz ihrer Internetzeitung nach Europa zu verlegen. Zwar nennt man als andere Option auch noch die Möglichkeit in Palästina zu bleiben und den wachsenden Druck auszuhalten, doch sollte es uns nicht wundern, daß diese Option nur gegenüber der ausländischen Presse genannt wird, um auf diese Weise durch den Mitleidsbonus Unterstützung zu unterhalten. Die freundliche Erwähnung durch das Israel Netz lässt bereits erahnen aus welcher Richtung.
Die Zeitung wurde 2003, im gleichen Jahr wie Altermedia Deutschland, gegründet.
Die Vorwürfe gegen die Palästinensische Autonomiebehörde sind sicher nicht aus der Luft gegriffen, doch entbehrt es gewiß nicht einer gewissen Ironie, wenn man sich ausgerechnet in Israel für die Existenz und Pressefreiheit unabhängiger Internetzeitungen einsetzt. So bedarf es keines großen Politikstudiums, um festzustellen, daß soviel Generosität und Sinn für Unabhängigkeit von Internetzeitungen nur dann gepredigt wird, wenn es sich bei solchen publizistischen Produktionsstätten um solche handelt, die ausschließlich im Sinne Israels berichten.
Ganz andere Geschütze fährt man auf, wenn es sich um Internetseiten handelt, die ganz und gar nicht im Sinne von Erez Israel berichten, hier kann man gar nicht genug verbieten und abstrafen, ohne daß irgendeine israelische Gazette auch nur im Ansatz auf den Gedanken kommen würde, sich über mangelnde Pressefreiheit zu beklagen. Um solche Art von Repression festzustellen, muß man auch nicht erst nach Palästina reisen, sondern kann gleich zu Hause bleiben. So verlangten erst jüngst CSU- und SPD-Politiker, im Zusammenhang der Fürstenzeller Lebkuchenmesser-Affäre, die sich inzwischen mehr und mehr als Rohrkrepierer herausstellt, stärkere Repressionsmaßnahmen gegen rechte Internetseiten, weil diese nicht in geziemender Weise über den Passauer Polizeichef Mannichl berichtet hatten, sondern sich über ihn und das Mediengeschrei zum angeblich rechten Anschlag auf ihn lustig gemacht hätten.
Allerdings ist die Repression gegen unabhängige Internetmedien in Deutschland schon seit Jahren Tradtion, so daß sich die namhaftesten trotz der lieblichen Sirenentöne aus dem Grundgesetz schon seit langem im Ausland angesiedelt haben und zwar keineswegs nur aus dem rechten Spektrum. Wie man sieht, Palästina ist überall, nur daß hier die jüdischen Satrapen des Staates Israels ihren Einfluß auf das etablierte bundesdeutsche Parteiengefüge nutzen, um einen noch weit schärferen Zensurkurs gegen unabhängige Internetpublikationen zu fahren, als ihre palästinensischen Kollegen in Ramallah.
Siehe auch
Israel Netz 23.12.08





15 responses so far ↓
1 jochen // Dec 26, 2008 at 17:52
Zu besten Nachrichtenzeiten wurde während der Feiertage der Großmut der Israelis mit den Palästinensern in einer schon auffälligen Jubelorgie ständig wiederholt. Da sind die Israelis so freundlich, die Lebensmittel- und Arzneimittelsendungen der EU in den Gaza-Streifen durchzulassen. Wo soll man das hinschreiben? Da erhalten die Palästinenser, die einige Kracher auf die jüdische Wüste abgeschossen haben, großzügig Bedenkzeit. Es muß also stimmen: Frieden auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen.
2 Systemling // Dec 26, 2008 at 18:11
@ jochen:
Diese “Kracher” sind in den Städten Ashkelon und Sderot eingeschlagen, es entstand massiver Sachschaden und nur durch Glück wurde niemand verletzt. Ich möchte mal sehen, wie Sie reagieren, wenn in Ihr Dach eine Rakete fliegt.
Aber das ist eh Perlen vor die Säue…schließlich handelt es sich hierbei um die verlogene Parteinahme eines Rechtsextremisten für die Palästinenser einzig aus antisemitischen Motiven.*
*Und wo ist das Problem? Keine Sorge, die Parteinahme ist ehrlich.
Die Schriftleitung
3 Stahlhelm65 // Dec 26, 2008 at 18:37
@systemling
Wenn ich im Gazastreifen leben müßte,wäre ich sicherlich auch ein Hamas-Kämpfer,der den Juden-’Systemlingen’ ‘ne frische Kassam auf die Mütze hauen würde!
Also halts Maul und sei froh,daß Du nicht dort leben bzw. als Palästinenser vegetieren mußt!
Für ein freies Palästina,Kampf den Judenbesatzern-weltweit!!!
4 Stahlhelm65 // Dec 26, 2008 at 19:01
@systemling
PS : da Du ja vermutlich hier lebst,und ich kein Araber bin,
wirst Du höchstens an der Börse eins auf die Mütze gekriegt haben!
Dieser Mangel wird jetzt durch übermäßige Hetze gegen Rechts (Feinde des Zinswuchers) kompensiert.
Vielleicht bekommst Du dann endlich die ersehnte Stellung als Pressesprecher bei Frau Knobloch!
5 Systemling // Dec 26, 2008 at 19:02
@ Stahlhelm:
Sicherlich wärst du dann ein Hamas-Terrorist. Du bist ja schon hier ein Extremist. Nur würde man da unten nicht so zimperlich mit dir umgehen wie hier
6 Stahlhelm65 // Dec 26, 2008 at 19:44
@systemling
Du verwechselst wie alle Systemspießer Terrorismus mit Freiheitskampf,da Du selbst in geistiger Unfreiheit lebst,dies Dir selber nicht eingestehen kannst.
Du glaubst die vorgekauten Lügen,die man Dir ins müde Gehirn träufelt!
Schade eigentlich,denn dumm bist Du ja nicht,nur noch nicht auf dem rechten Weg!
Aber bei Deinen Phrasen hier auf Dieser Seite,mußt Du halt einiges einstecken.
Vielleicht bist Du auch ein Masochist?
7 Frau Kampfgas // Dec 26, 2008 at 19:47
Wenn man mit jemandem nicht zimperlich umgehen sollte, dann mit Ihresgleichen, Herr Systemling.
8 Systemling // Dec 26, 2008 at 20:00
@ Stahlhelm:
Ihre ideologisch verbrämten Parolen und Ihre aggressive Deutschtümelei sind alles andere als überzeugend. Ich halte Sie für einen gefährlichen Fanatiker und einen notorischen Trinker. Helfen Sie sich, ehe es zu spät ist.
9 sine nomen // Dec 26, 2008 at 20:04
Die täglichen Verbrechen gegen die palästinensischen Menschen können Sie bei der Heimseite der Generaldelegation Palästina´s nachlesen: http://www.palaestina.org/
Lesen Sie auch: http://www.ism-germany.net/auf-nach-palastina
Audiatur altera pars – man höre immer die andere Seite, uraltes germanisches und auch römisches Rechtsprinzip.
10 jochen // Dec 26, 2008 at 20:21
@ Systemling
Es hat bei den von Ihnen beweinten Dach-Einschlägen nicht einen einzigen Verletzten gegeben.
Es gab Zeiten, in denen mein Volk froh darüber gewesen wäre, die Einschläge hätten nur ein paar Dachziegel zerstört.
11 Stahlhelm65 // Dec 26, 2008 at 20:40
@Systemling
Keine Angst,mein Kopf ist klar wie nie,um zu erkennen,daß der Kampf für ein neues Deutsches Reich angesichts solcher ‘Systemlinge’
wie Du mit Mut und Härte weitergeführt werden muß!
Da Du uns Deutschnationale so haßt,kannst DU
nur ein Jude sein! Stimmts?
12 Systemling // Dec 26, 2008 at 20:41
@ jochen:
Welcher Staat würde permanente Raketenangriffe auf das eigene Territorium dulden?
Bis es hierbei Verletzte und Tote gibt, ist nur eine Frage der Zeit – ganz von zerstörten Häusern, in Panik versetzten Kindern und der ständigen Todesangst zu schweigen.
13 jochen // Dec 26, 2008 at 21:16
@ Systemling
Ich verstehe Ihre Besorgnis.
Sie vergessen aber scheinbar dabei die Gefühle Ihrer arabischen Nachbarn, die WIRKLICH ständig in Angst leben, wenn israelisches Militär mit allen nur denkbaren technischen Mitteln gegen unbeteiligte Frauen und Kinder vorgeht. Wobei ich dahingestellt sein lasse, ob die männlichen Todesopfer dieses Schicksal überhaupt verdient haben.
Ich hatte das Vergnügen für ein Jahrzehnt in Arabien zu leben. Die Araber hatten Ihnen die Hand gereicht, Sie haben das ausgeschlagen. Mit einer Arroganz sondergleichen setzten Sie sich auf einem Boden fest, den Ihnen ein Dritter zugesprochen hatte, ohne dafür berechtigt gewesen zu sein. Das alles verbrämt mit einem Anspruch aus der Steinzeit.
Ich wünsche Ihnen nicht das Schicksal, das Sie anderen bereiten. Leider sprechen Zeit, Bevölkerungsentwicklung und internationales Recht nicht für Sie. Ich nehme an, Sie wissen das.
14 Henry Frömchen // Dec 27, 2008 at 2:01
Pakistan.
15 borger // Dec 27, 2008 at 9:25
Wenn der Einfluss Israels tatsächlich so groß sein sollte, dann frage ich mich, warum sie die deutschen Medien so ungeschoren lassen. Da erfahren wir ständig ganz groß in der Schlagzeile: „Israel riegelt den Gazastreifen ab“, dass dies keineswegs eine Aktion sondern eine Reaktion auf vorausgegangene Raketenangriffe aus dem Gazastreifen ist, erfahren wir wenn überhaupt erst im Kleingedruckten. Ganz schön blöd – die Juden, würde ich sagen, wenn sie die Macht hätten, das zu ändern und es trotzdem nicht tun.
Dafür vertreiben sie dann angeblich Altermedia aus Deutschland. Und wohin? Ins Wunderreich des vollbärtigen Jubelpersers oder zu den aufrechten Freiheitskämpfern in den palästinensischen Anarchiegebieten? Nein, weit gefehlt. Sie treiben Altermedia ausgerechnet in die JewSA – nach Informationen von Altermedia ein höriger Vasall Israels. Von dort aus kann Altermedia frei über USA und Israel herziehen.
Nun ist Altermedia alles andere als ein Einzelfall, viele Dissidenten ziehen ein Leben im freien Feindesland USA der Tristesse der vermeintlich befreundeten islamischen Länder vor. Nicht nur, dass es dort nicht einmal Spuren von wirklicher Meinungsfreiheit gibt, die gesamte islamische Gesellschaft ist einfach nur Ekel erregend. Um das heraus zu bekommen. Muss man nicht erst hinreisen, ein Blick in bestimmte Ecken unserer Großstädte langt schon.
Bei aller berechtigten Kritik an den USA, sie ermöglichen ihren Bürgern ein freies Leben und garantieren die Meinungsfreiheit – und die lassen sie von niemand, auch von den Juden nicht, verbieten.
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