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| Jostein Gaarder |
Für die große Wende reicht´s noch nicht, es mehren sich aber die kleinen Zeichen und auch für die Herrschenden sind sie nicht mehr zu übersehen. Heute erfuhr ich, daß meine Heimatstadt Langen nach längeren Überlegungen der Verantwortlichen ihr Internet-Gästebuch endgültig eingestellt hat.
Bereits am 3. August hatte die Langener Stadtpost ihrer erstaunten Leserschaft mitgeteilt, daß die Schließung des virtuellen Gästebuches in den nächsten Tagen erfolgen werde und zur Begründung für die ungewöhnliche Maßnahme wurde Bürgermeister Dieter Pitthan ausführlich zitiert.
So schreibt die Stadtpost u.a. wörtlich: „Die Stadt Langen schließt in diesen Tagen ihr Internet-Gästebuch. Dafür wird Bürgermeister Dieter Pitthan ab Herbst eine Online-Sprechstunde anbieten. Das Gästebuch habe sich im Laufe der Zeit mehr und mehr zu einem Forum mit vielen ausländerfeindlichen bis hin zu rassistischen Äußerungen entwickelt. Das ist weder Sinn eines Gästebuches noch dem Ansehen unserer Stadt dienlich, begründete Pitthan die Vorgehensweise.“
Ursprünglich war das Gästebuch Ende der 90er Jahre auf den unter www.langen.de abrufbaren Seiten der Stadt eingerichtet worden, damit Langener und Auswärtige darauf Grußbotschaften hinterlassen konnten. Dazu wieder die Stadtpost: „Davon gab es zuletzt immer weniger. Dafür nahmen Verunglimpfungen, nicht nachprüfbare Behauptungen und Halbwahrheiten zu. Die Verfasser überboten sich in Schilderungen, die den Eindruck vermittelten, in Langen könne sich niemand mehr sicher auf die Straße trauen. Die vermeintlich Schuldigen waren in aller Regel nichtdeutscher Herkunft.“
Nun ist Bürgermeister Pitthan -dessen multikulturelles Selbstverständnis auch dadurch zum Ausdruck kommt, daß er einen farbigen Adoptivsohn hat- zwar der Meinung, daß es nicht sein könne, daß die Stadt ein Forum einrichte, welches dann dazu benutzt werde, sie anschließend in Verruf zu bringen und aus der Sichtweise des Bürgermeisters ist das sicherlich auch nachvollziehbar, aber sollten sich die Verantwortlichen nicht lieber Gedanken über den Zustand Langens und die multikulturellen Auswüchse machen, denn von nichts kommt ja bekanntlich nichts? Sofern sich Pitthan dann darüber beklagt, daß er wiederholt Briefe von Leuten bekommen habe, die wegen der Einträge im Gästebuch ihren bereits geplanten Umzug nach Langen ernsthaft in Frage stellen würden, so wird sich die Trauer der Langener Bevölkerung darüber sicher in Grenzen halten, denn es herrscht die weit verbreitete Meinung vor, daß von jenen, die da gerade ihren Umzug wieder abblasen, ohnehin schon genügend da seien.
Bitter stößt dem Rathauschef dann noch auf, daß die Löschung einzelner Einträge durch die Stadt, dieser den Vorwurf der Zensur einhandelte. In welcher Zwickmühle sich die Verantwortlichen dabei sahen, beschreibt erneut die Langener Stadtpost: „Viele Äußerungen lägen jedoch in einer Grauzone und es sei nicht leicht, sie rechtlich zu bewerten. Wir haben uns ständig auf einer Gratwanderung zwischen Zensur und der Unterstützung von rechten Parolen bewegt, erklärte Pitthan.“
Was Pitthan hier -man ist versucht zu sagen letztmalig- als „rechte Parolen“ abzuqualifizieren versucht, mausert sich aber scheinbar langsam zur Mehrheitsmeinung. Zeigen zwei, drei Bürger Courage und pfeifen sie auf die politische Korrektheit, dann bekommen offensichtlich auch immer mehr Andere den Mut ihre Meinung frei zu äußern. So machten Langener Bürger ihrem Unmut in einem Maße Luft, daß es die Herrschenden nicht mehr ignorieren konnten. Ist auch sicher die Schließung des Internet-Gästebuchs nicht die richtige Konsequenz auf das Verhalten der Bürger, so ist es aber doch eine durch Volkes Stimme erzwungene Reaktion, die uns Mut machen sollte.
Wenn man im Rathaus zukünftig mal wieder darüber frohlockt, wie bunt und multikulturell Langen doch ist und wie bescheiden die NPD bei Wahlen wieder abgeschnitten hat, dann sollte man vielleicht nochmal das alte Internet-Gästebuch zur Hand nehmen. Auch um sich mit der Erkenntnis anzufreunden, daß sich das Volk nicht unbedingt per Stimmzettel zu Wort melden muß, sondern es auch andere Formen der Gegenwehr gibt. Noch sind das nur Eintragungen in einem Gästebuch, da aber keine Besserung in Sicht ist, werden auch noch andere Aktionsformen in der Mitte der Gesellschaft ankommen und damit dem Nationalen Widerstand jene breite Basis eröffnen, auf die wir alle zu Recht hoffen. Die Zeichen mehren sich.
Thomas Brehl



4 responses so far ↓
1 Völkischer Beobachter // Sep 2, 2006 at 19:25
@ Thomas Brehl:
Paßt jetzt nicht unbedingt hierher, doch konnte ich leider den entsprechenden Artikel trotz intensiver Suche nicht mehr finden:
Wenn ich mich recht erinnere, hatten Sie hier mal irgendwo geschrieben, daß Sie die Bilder mit Ahmadinedschad und Nasrallah mit dem Text “Mein Freund ist Ausländer” entworfen haben und daß auch T-Shirts mit entsprechendem Aufdruck erhältlich seien.
Ich erzählte neulich einem Kameraden davon und dieser will nun gerne ein Ahmadinedschad-Hemd haben, deshalb die Frage: wo und zu welchem Preis kann man ein solches bestellen?
2 Thomas Brehl // Sep 3, 2006 at 0:50
@ Völkischer Beobachter
Ja, die T-Hemden gibt´s zu einem Einheitspreis von 10,–€ plus 2,20 € Porto bei:
Florian Ranzinger, Postfach 12 37, 54574 Gernsheim
Die Grundfarbe ist schwarz, es gibt sie in den Größen L, XL, XXL, und XXXL. In ein paar Tagen wird es auch einen Hinweis auf der Seite http://www.kds-im-angriff.de geben.
Mit besten Kampfesgrüßen
Thomas Brehl
3 Völkischer Beobachter // Sep 3, 2006 at 11:26
@ Thomas Brehl:
Danke für die prompte Antwort!
Mit kameradschaftlichen Grüßen
V.B.
4 name // Jul 19, 2008 at 13:32
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