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Diskussion: Kameradschaft Köln kontra NPD-Köln wegen Parteidistanzierung von nationaler Demo am 4. März (25.02.06)

February 25th, 2006 · Post your comment (3 Comments)

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Köln / NRW: Wie vorgestern bereits berichtet, hatte der NPD-Kreisverband Köln am 20. Februar eine Erklärung veröffentlicht, in der sich von Behauptungen der etablierten Medien, wonach er an der Vorbereitung an einer nationalen Demonstration gegen Multikultur und Moscheenbau in Köln beteiligt wäre, zurückwies. Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Aktionsbüro West. Die Erklärung erregte in nicht parteigebundenen nationalen Kreisen für heftigen Unmut und wird als Distanzierungserklärung des Parteiverbandes gegen sie generell angesehen.

Die Diskussion zu dieser Thematik hat den NPD-Kreisverband Köln inzwischen zu einer zweiten Erklärung veranlaßt, in der es wie folgt heißt:

Erwiderung des NPD Kreisverbandes Köln auf die Verbalangriffe seitens der Kameradschaft Köln

Köln, den 24. Februar 2006

Der Kritik des Störtebeker-Netzes schließt sich der NPD Kreisverband Köln an. Verbalradikalität bringt überhaupt gar nichts, höchstens viel Ärger. Wie soll man mit einer Gruppe zusammenarbeiten, der Außenwirkung vollkommen egal ist? Es reicht nicht, Jugendliche um sich zu scharen und auszurufen: „Wir wissen es besser!“ Man muß das gesamte Volk ansprechen. Schwerlich wird man beispielsweise größere Kreise von Akademikern mit dem derzeitigen Erscheinungsbild der Demonstrationen des Nationalen Widerstandes in Nordrhein-Westfalen ansprechen. Und gerade solche Volksgenossen braucht die nationale Opposition. Die Nationale wäre einen entscheidenden Schritt weiter, wenn bedeutsame Teile der Akademikerschaft im Sinne der akademischen Freiheit, die momentan nicht viel zählt in der Bundesrepublik, einen Diskurs über den Nationalismus fordern würden. Die Kommunisten haben dies 1968 geschafft, allerdings sind deren Vorkämpfer mit der Zeit im System angekommen, was nicht weiter verwunderlich ist, da sie in den zwei Seiten der materialistischen Ideologie gefangen sind (Kapitalismus – Kommunismus). Wir müssen bestimmt nicht alle im Anzug auf Demonstrationen gehen, um hohen sozialen Kreisen zu gefallen, aber das Auslassen eines martialischen Habitus wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Des weiteren muß die Zielsetzung der Kameradschaft Köln angesprochen werden. Wenn man dort der Auffassung ist, eine Diktatur nationaler Prägung sei das non plus ultra für Deutschland, so muß hier die NPD widersprechen. So etwas ist nicht dem deutschen Volk gemäß. Schon in der germanischen Antike gab es Thingwesen, woran sich jeder wehrhafte Mann beteiligen konnte. In der feudalistischen Gesellschaft des Mittelalters und der frühen Neuzeit konnten sich im städtischen Bereich Inseln der Volksherrschaft halten. Im 19. Jahrhundert, wo das Engagement für die nationale Sache ins Rollen kam, wurden stets drei Aspekte hervorgehoben: Die nationale, die soziale sowie die Frage der Volksherrschaft. Selbst im NS-Staat gab es mehrere Volksabstimmungen. Eine Propagierung des historischen Nationalsozialismus ist allerdings nicht zielführend. Wir müssen zusehen, wie wir heutzutage für die Zukunft eine gerechtere Politik gestalten.

Die NPD als Partei hat sich in ihrem Aktionsprogramm klar zu den Grundprinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekannt: Dazu gehört u.a auch das Bekenntnis zu den universalen Menschenrechten, zum Prinzip der Volkssouveränität und vor allem auch zum Rechtsstaatsprinzip. Wenn man testhalber einige Nationalisten aus den freien Kameradschaften mal fragt, was sie denn mit den jetzt Herrschenden machen würden, wenn sie selbst an die Macht kämen, denn kann man an der Antwort schnell erkennen, daß die einfachsten Grundprinzipien von Rechtsstaatlichkeit, so wie sie bereits in der Antike erarbeitet (wenn auch noch nicht umgesetzt) waren, bei vielen Nationalisten anscheinend nicht bekannt sind oder nicht akzeptiert werden. Der NPD Kreisverband Köln strebt keine Ein-Parteien-Diktatur an, keinen neuen Aufguß des Dritten Reiches, keine neue Variante des Totalitarismus, sondern ein Viertes Deutsches Reich, das die Inhumanitäten des Dritten Reiches und die US-Fremdbestimmung sowie die zunehmende soziale Kälte der BRd ebenso vermeidet, also etwas Besseres als Beides.

Auch noch eingegangen werden muß auf Versuche, die NPD als treu-doofen Deppen zu mißbrauchen. Als Fallbeispiel sei die Landtagswahl im Mai 2005 genannt. In deren zeitlichem Vorfeld konnte vernommen werden, die Kameradschaft Köln wolle an der Verteilung von NPD-Wahlkampfmaterial mitwirken, um später Gelder aus einer eventuellen Wahlkampfkostenrückerstattung in die eigene Tasche zu wirtschaften, was rechtlich gar nicht zulässig ist. Geld abkassieren und hinter vorgehaltener Hand sagen: „Was für reaktionäre Idioten!“, gehört gewiß nicht zu einem freundschaftlichen Umgang.

Keineswegs verschließt sich der NPD Kreisverband Köln einer Zusammenarbeit mit parteifreien Nationalisten, aber zuvor müssen die Spielregeln abgesteckt sein. Es wird nicht offen oder verdeckt auf eine Diktatur hingearbeitet. Diese parteifreie Gruppe muß dafür Sorge tragen, daß ihre Anhänger ein äußerlich ordentliches Erscheinungsbild geben und sich gesittet benehmen. Jeder Hinterhalt hat zu unterbleiben. Diese Forderungen sind nicht zu hoch gesteckt. Die Kameradschaft Köln ist bisher nicht vom NPD Kreisverband verbal angegriffen worden. Ein: „Pfui! Das sind die Neonazis!“, zeugt nämlich nur von Anpassung an die Vorgaben der political correctness, die wir aus bekannten Gründen ablehnen. Da die Kameradschaft Köln den NPD Kreisverband nun öffentlich als „reaktionär“ bezeichnet hat, ist ebendieser Kreisverband der Auffassung, daß die Kameradschaft Köln ihm entgegenkommen muß, wenn sie an einer Zusammenarbeit interessiert ist. Ganz klar befürwortet der NPD Kreisverband Köln das Motto der geplanten Doppeldemonstration am 4. März 2006, jedoch sieht er keine Notwendigkeit einer Unterstützung derselben, wenn die oben genannten Punkte nicht abschließend geklärt sind.

NPD Kreisvorstand Köln*

Die von uns zitierte Erklärung ist bislang noch nicht im Internet veröffentlicht worden.

Die Schriftleitung

Dazu die Kameradschaft Köln:

Unsere Antwort:

Was der Kreisverband Köln der NPD da von sich gibt, ist „Reaktion pur“ und kann auch beim besten Willen nicht anders bezeichnet werden. Der Kameradschaft Köln ist es ebensowenig wie anderen Freien Kameradschaften „vollkommen egal“, welche Außenwirkung ihre Demonstrationen und Aktionen haben, im Gegensatz zum Kreisverband Köln führen wir wenigstens regelmäßig welche durch.

Die Kameradschaft Köln braucht auch keinen Geschichts- und Staatskundeunterricht von Leuten, die das von der Bundesführung der NPD postulierte „Volksfront-Konzept“ dadurch torpedieren, daß sie selbstherrliche Aus- und Abgrenzungen vornehmen. Offenbar repräsentiert der Kreisverband Köln der NPD jene spießbürgerlich-angepaßte Partei, die die gesamte NPD einst selbst war, bis sie sich für Freie Kräfte öffnete, über ihren Schatten sprang und somit eine kameradschaftliche Zusammenarbeit auf breiter Basis ermöglichte.

Weder ist es der Partei als ganzes und schon gar nicht dem Kreisverband Köln bisher gelungen „das gesamte Volk“ anzusprechen oder gar dessen Zustimmung zu erlangen, noch werden sich Deutschlands Akademiker einem „Diskurs über die nationale Frage“ widmen, nur weil das der Kreisverband der NPD vorschlägt oder gerne hätte.

„Die Kommunisten haben dies 1968 geschafft“ meint der Kreisverband und verschweigt dabei tunlichst, daß die 68er Bewegung weit antibürgerlicher war, als die Demonstrationen des Nationalen Widerstandes es heute sind. Den Vorschlag auf einen „martialischen Habitus“ zu verzichten, hätten die Kameraden des Kreisverbandes Köln Ende der 60er Jahre mal den demonstrierenden Studenten oder Joschka Fischers „Putztruppe“ machen sollen, die hätte man „weggeputzt“… und zwar nach Strich und Faden…

Wenn also die Kommunisten der 68er-Bewegung Erfolge erkämpft haben, dann nur dadurch, daß sie sich vehement gegen die bürgerliche Ordnung gestemmt und aufgelehnt haben und damit haben sie die revolutionäre Jugend für sich gewonnen. Jedenfalls weitaus größere Teile davon, als es dem Nationalen Widerstand in seiner bürgerlichen Anständigkeit bisher gelungen ist.

Das vom Kreisverband Köln zitierte „universale Menschenrecht“ schließt für uns zunächst mal das Lebensrecht unseres Volkes ein. Daß aber das Lebensrecht und die Zukunft unseres Volkes massiv bedroht sind, wird nicht mal der Kreisverband Köln der NPD bestreiten wollen, andernfalls könnte er sich ja auch auflösen. Aber im Gegensatz zu den in erster Linie „universellen“ und damit internationalistischen Rechtsnormen verpflichteten Kölner NPD´lern, erklären wir, daß nicht eine Welt zugrunde gehen darf, in der auch Deutschland eingeschlossen wäre, nur damit ein formales Recht bestehen bleibt, sondern daß Deutschland leben muß, ganz gleich ob immer auch formale Auffassungen von internationalem Recht dem widersprechen mögen.

Es ist ja kein Geheimnis -und sicher auch keine Beleidigung es zu erwähnen- daß der stellvertretende Kreisvorsitzende der NPD-Köln jahrelang CDU-Mitglied war, Mitglied einer staats- und systemtragenden Partei, die uns nationale Kräfte mit waherer Inbrunst bekämpft. Wir wollen ihm gerne glauben, daß er sich aus voller Überzeugung von dieser Partei abgewandt und sich auf den Weg zu einem anderen Deutschland begeben hat… angekommen ist er dort aber noch nicht…

Daß die NPD nicht bei allen Vertretern des Nationalen Widerstandes beliebt ist, ist bekannt und reicht tief in die Geschichte dieser Partei zurück. Soll sich das ändern, wird sich die Partei kooperativer verhalten müssen. Mit dem Versuch sich quasi „staatstragend“ zu präsentieren, kann man uns weder ködern, noch imponieren. Dem System -das überwunden werden muß, wenn Deutschland leben soll- aber auch nicht.

Den Nationalen Widerstand, bzw. die Freien Kräfte bei Bedarf zu instrumentalisieren, um sie bei anderer Gelegenheit wieder im Regen stehen zu lassen, wird nicht mehr funktionieren…

Das Selbstbewußtsein der „Jungen Wilden“ ist schon zu groß…

Siehe auch
Altermedia 23.02.06

Quelle: Störtebeker-Netz 25.02.06

Tags: Allgemeines

3 responses so far ↓

  • 1 Rudolf // Feb 25, 2006 at 22:27

    “Allerdings bedarf es dazu schon eines gewissen, auch in nationalen Kreisen nicht unbedingt alltäglichen, Maßes an Zivilcourage, um damit auf die Straße zu gehen - und das ist bei allen berechtigten Bedenken aus taktischen Gründen in jedem Fall anzuerkennen.” so störti kürzlich über eine andere Aktion. An dieser Einstellung gegenüber Aktivitäten nationaler Jugendlicher könnte sich die NPD mal eine dicke Scheibe abschneiden.

  • 2 Forscher // Feb 28, 2006 at 15:51

    “….erklären wir, daß nicht eine Welt zugrunde gehen darf, in der auch Deutschland eingeschlossen wäre, nur damit ein formales Recht bestehen bleibt, sondern daß Deutschland leben muß, ganz gleich ob immer auch formale Auffassungen von internationalem Recht dem widersprechen mögen.” Wieso sieht der Vertreter der Kölner Freien Kameradschaft einen Widerspruch zwischen den universalen Menschrechten und dem Recht Deutschlands, zu leben? Beides hängt doch zusammen. Und: wie immer, typischerweise erfährt man von den “Nationalen Sozialisten” auch hier wieder NICHT, wohin denn deren Reise gehen soll? Hat die NPD-Köln also Recht? Wollen die “Freien Kameraden” eine Diktatur? Eine Willkürherrschaft ohne die Garantie von Menschenrechten und Grundfreiheiten der Bürger gegenüber diesem Staat? Es genügt ja nicht, gemeinsam zu erkennen,WOGEGEN man ist - es muß auch geklärt werden, wie denn nun konkret ein Volksstaat aussehen soll. Gibt es da noch Volksabstimmungen? WIrd es da WIRKLICHE Gewaltenteilung geben?
    Politisch Engagierte, die mit Recht die BRd-Pseudodemokratie kritisieren, aber, selbst an der Macht, alles noch viel schlimmer machen würden? Nein, dann ist die amerikanische Zionistenkolonie BRd für viele das kleinere Übel.

  • 3 KS Köln // Mar 1, 2006 at 1:12

    Diktatur…?
    …es ist nicht so, daß wir nichts Besseres zu tun hätten, aber bevor jemand auf die Idee kommen könnte, daß uns zu den erneuten Anwürfen der NPD nichts mehr einfiele, wollen wir auch diese nicht im Raum stehen lassen und erklären dazu in aller Kürze folgendes:

    Obwohl der Text der NPD unseres Wissens von Nico Ernst verfasst wurde, trägt er doch überdeutlich die Handschrift des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Benedict Frings, der nicht nur CDU-Mitglied war, sondern als Mitglied des Vereins „Christen in der NPD“ im Namen einer Religion tätig ist, die -um es vorsichtig auszudrücken- ihren Ursprung nicht eben in germanischem Kernlande hat. Daher wahrscheinlich auch der Verweis auf die von den etablierten Gutmenschen so gerne im Munde geführten „universalen Menschenrechte“…
    Nun gibt es die natürlich in Wirklichkeit gar nicht, sondern der Ruf nach ihnen ist politisches Instrument, um einen anderen zu einem Tun oder einem Unterlassen zu nötigen, es handelt sich also um ein Konstrukt, zu dessen Erhalt die Vereinigten Staaten dauernd Kriege führen, in denen sie aber diese „universalen Menschenrechte“ selbst fortwährend außer Kraft setzen…
    Das System, das wir bekämpfen ist weitgehend etabliert und verfügt über kolossale Machtmittel und nie gekannte technische Instrumentarien, und so verbietet sich ein Vergleich mit der von Anfang an maroden Weimarer Republik, es wird keine Wiederholung der Geschichte geben. Also kann es auch nicht das Ziel sein, diese Republik durch eine Diktatur zu ersetzen, wer bitte soll denn „der große Dikatator“ sein? Da wir aber heute noch nicht wissen können, unter welch gewaltigen weltpolitischen Verwerfungen (möglicherweise sogar Untergang des us-amerikanischen Imperiums?), sich das Scheitern der deutschen Liberaldemokratie vollziehen wird, kann auch heute kein Mensch verbindlich sagen, durch was sie denn abgelöst werden wird.
    Uns reicht es, wenn die dann politisch Verantwortlichen zur Abwechslung mal wieder Leute sind, die Deutschland lieben und die mit aller Kraft seinen Nutzen mehren und Schaden von ihm abwenden. Die Frage Diktatur, Ständestaat, Demokratie oder was auch immer, stellt sich uns heute nicht. Wir sehen volksfeindliche Kräfte an der Macht und wenn wir erklären, daß Deutschland leben muß, dann bedeutet das zwar in letzter Konsequenz auch, daß wir eine Diktatur, in der Deutschland überlebt, einer Demokratie vorziehen würden, in der es zum Untergang verurteilt ist. Hieraus allerdings den Schluß ziehen zu wollen, wir würden von vorneherein eine Diktatur anstreben, mit all den negativen Erscheinungen, mit denen sich dieser Begriff in der Vorstellung der meisten Menschen verbindet, ist schlicht böswillig und falsch…
    Köln, 28.02.2006

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