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Magdeburg / Sachsen-Anhalt: Wie der eine oder andere Leser möglicherweise noch im Gedächtnis haben wird, ereignete sich im sachsen-anhaltinischen Pretzien am 24. Juni vergangenen Jahres eine Sonnenwendfeier der ganz besonderen Art. So wurde während des traditionellen Sonnenwendfeuers, an dem etwa 80 Personen teilnahmen, nicht nur Holz verbrannt, sondern auch ein Exemplar des sogenannten Tagebuches der Anne Frank, einer Art rührseliger Backfischmemoiren, die vermutlich überwiegend weniger auf das literarische Talent der gegen Kriegsende in Bergen-Belsen an Typhus verstorbenen Anne Frank zurückgehen, sondern vielmehr auf die Geschäftstüchtigkeit ihres in Auschwitz überlebenden (sic!) Vaters. Seitdem gilt das Anne-Frank-Tagebuch in der westlichen Welt als eine Art Holocau$t-Bibel, an der weniger der Inhalt schockierend ist, sondern eher die Art und Weise wie man sich in der westlichen Welt mit solchem moralinsauren Schmalz über den Leisten ziehen läßt. Auch die Bemerkung der BERLINER ZEITUNG, daß besagtes Buch immerhin 80 Millionen mal verkauft worden wäre, spricht nicht so sehr für die Qualität desselben, sondern eher für das Marketing des modernen Literaturbetriebes, der es wahrhaftig gelingt, so ziemlich jeden primitiven Schund an den Mann bzw. an die Frau zu bringen und schaut man sich die moderne Generation so an, so tragen wie wohl Eulen nach Athen, wenn wir meinen, daß diese auch danach ist.
Aus diesem Grund dürfte man es nicht nur in Deutschland vielerorts mit heimlicher Schadenfreude beobachtet haben, wie sieben junge Leute sich seinerzeit in Pretzien ein Herz faßten und zumindest im Ansatz alte Wartburgtraditionen wiederbelebten, indem sie ein Exemplar des Buches in die Flammen warfen und der Schwarte auch noch eine US-Fahne zur Gesellschaft dazu gesellten. Das moralische Ai waih der veröffentlichten Meinung im deutschen Sprachraum – und anderen medialen Gezelten Israels – kann man wohl erahnen.
Obwohl eigentlich eine Bagatelle, weil es wohl jedem freisteht, mit schlechten Büchern die er sich gekauft hat, zu machen was er will, wird seit dem 26. Februar gegen die jungen Leute vor dem Landgericht in Magdeburg verhandelt. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet Volksverhetzung und das Verunglimpfen des Andenkens Verstorbener. Ein Strafbestand der bespielsweise in Dresden alljährlich von der linken Szene erfüllt wird, wenn es darum geht die Opfer des anglo-amerikanischen Bombenholocaustes zu schmähen, ohne daß es deshalb bislang auch nur ein Verfahren gegeben hätte, welches das Andenken dieser Opfer verteidigt hätte. Doch zigtausend im Bombenhagel verbrannte Dresdener sind ja schließlich auch keine Bergen-Belsener Typhusleiche.
Vor Gericht ist es allerdings mit der im Juni gezeigten Zivilcourage inzwischen augenscheinlich nicht mehr ganz so weit her. So erklärten fünf der Angeklagten schon mal vorsorglich, sich vor Gericht nicht zum Fall äußern zu wollen. Ein anderer Angeklagter hingegen gibt durchaus zu, daß er es war, der die US-Fahne in die Flammen geworfen hat, um auf diese Weise ein Zeichen gegen die verbrecherische Außenpolitik der USA zu zeigen. Eine Tat die ihn allerdings kaum in Schwierigkeiten bringen sollte, da das Verbrennen ausländischer Flaggen nur dann einen Strafbestand darstellt, wenn es sich dabei um Einrichtungen und Gegenständen diplomatischen Charakters handelt. (StGB § 104).
Am augenscheinlich skurrilsten ist jedoch die Verteidigungsstrategie mit welcher der Angeklagte Lars K. vor Gericht aufwartet. So heißt es in der BERLINER ZEITUNG darüber:
„…Der 25-Jährige räumt ein, an jenem Abend das Buch in die Flammen geworfen zu haben. Allerdings täte es ihm “ehrlich und aufrichtig leid, dass er mit dieser Aktion so falsch verstanden” worden sei, lässt der junge Mann über seinen Anwalt Thomas Jauch erklären. Mitnichten habe er damit den Holocaust anzweifeln oder verharmlosen noch das Andenken Anne Franks in den Schmutz ziehen wollen. “Genau das Gegenteil” sei die Absicht seines Mandanten gewesen, sagt Rechtsanwalt Jauch. Das traurige Schicksal des jüdischen Mädchens habe Lars K. belastet, deshalb sei er auf die Idee gekommen, dessen Lebensgeschichte einem “Opferfeuer” zu übergeben, um sich so von diesem “bösen Kapitel der deutschen Geschichte” zu reinigen. …“
Eine Ausrede bei der es uns fast geht, wie dem Direktor des Anne-Frank-Zentrums, Thomas Heppener, der gegenüber der Presse später meinte, an dieser Stelle nicht recht gehört zu haben. Sollte K. sich diese Strategie von seinem Anwalt aufschwatzen lassen haben, so wird er wohl spätestens bei der Urteilsverkündung die Feststellung machen, daß Ausreden dieser Art weder vor Gericht noch außerhalb des Gerichtes für Pluspunkte sorgen werden, sondern den Angeklagten in ein Zwielicht setzen, daß er um seine Tat eigentlich keineswegs verdient hat. Aber wie heißt es doch schon im Volkslied, „…gestern noch auf hohen Rossen …“. Eine Charaktereigenschaft, die bei Angeklagten von Prozessen dieser Art freilich recht häufig anzutreffen ist und nach unserem Dafürhalten den qualitativen Unterschied zwischen der nationalen Szene der einstigen Kampfzeit unter dem Weimarer Regime und heute durchaus verdeutlicht und zwar keineswegs zum Vorteil der Moderne.
Staatsanwalt Arnold Murra gibt sich über diese Art von Einlassungen von Seiten des Angeklagten erhaben und läßt schon mal spöttisch verlauten, daß er es nicht glaube, daß man mit derlei vor Gericht durchkomme. Gleichzeitig wirft er K. vor, daß er während der Verbrennung des Buches „exakt die Worte benutzte, die auch Joseph Goebbels sprach, als im Mai und Juni 1933 in Berlin und andernorts mißliebiger Schriftsteller in Flammen aufgingen“(O-Ton Berliner Zeitung 28.02.07). Nun, hier irrt man wohl, so benutzten die Angeklagten lediglich so genannte Feuersprüche, die seinerzeit keineswegs von Goebbels gesprochen wurden, sondern von Studenten, die diese Verbrennungen damals organisiert hatten. Dabei sollte nicht vergessen werden, daß Aktionen dieser Art keineswegs auf Anweisung der NSDAP geschahen, sondern tatsächlich spontan waren. Das nimmt ihnen zwar in der Tat nichts von ihrem in der Tat schändlichen und vor allem dummen Charakter, dürfte aber dennoch lediglich ein Bruchteil von dem darstellen, was nach dem Krieg auf Anweisung der Alliierten in deutschen Bibliotheken weg“gesäubert“ wurde.
Gänzlich unglücklich gibt sich Thomas Heppener vom Anne-Frank-Zentrum, der angesichts der oben genannten skurrilen Ausrede darin gefällt, von einer Dreistigkeit zu sprechen, die Dinge einfach so hinzubiegen, um dann zu skandieren, daß er es kaum ausgehalten habe und ihn richtig flau im Magen geworden wäre. Anlaß für die BERLINER ZEITUNG am Ende ihres Artikels zu moralisieren: „Die Angeklagten lassen es sich zur gleichen Zeit schmecken: Zwei Etagen tiefer, in der Gerichtskantine, sitzen sie bei Kakao, Cola und Kaffee.“ Nun, aus einem Anlaß wie diesem wollen wir doch hoffen, daß man es einige Stunden nach der Verhandlung nicht nur bei Kakao, Cola und Kaffee belassen hat, denn wenn man auch über die Art und Weise der Verteidigung seine eigene Meinung haben mag, für das was in Pretzien getan wurde, gibt es nichts, aber auch nichts weshalb man sich flau im Magen fühlen müßte – es sei denn der Gedanke: Wieso erst 2006?
Siehe auch
Berliner Zeitung 28.02.07
Quelle: Störtebeker-Netz 28.02.07

55 responses so far ↓
1 Lutz Merkel // Feb 28, 2007 at 15:19
Zitat:
Das traurige Schicksal des jüdischen Mädchens habe Lars K. belastet, deshalb sei er auf die Idee gekommen, dessen Lebensgeschichte einem “Opferfeuer” zu übergeben, um sich so von diesem “bösen Kapitel der deutschen Geschichte” zu reinigen. …“
Zitat Ende
Da scheint der junge Mann aber sehr “naiv” zu sein!?
Ich als Richter/Staatsanwalt käme mir echt verar…. vor.
2 Wetekamp // Feb 28, 2007 at 15:34
Da steht ein ganzes Volk und läßt sich verhetzen! Damit ist der Beweis erbracht, daß das deutsche Volk schon extrem geschrumpft ist, nämlich auf 80 Personen!
Diese Massenveranstaltung eines heidnischen Sonnenwendfeuers! Wenn das der Papst erfährt, gibt’s von der Seite auch noch was auf die Backen!
Ich warte auf den Tag, an dem unter Zuhilfenahme der “Bundespolizei” per Hausdurchsuchung kontrolliert wird, ob auch in jedem Haushalt ein unbeschädigtes Pflichtexemplar dieses Machwerks in einem extra dafür gefertigten Schrein mit ewig brennender Kerze vorhanden ist …
3 Ronny // Feb 28, 2007 at 15:44
Und was nutzt es mit wehenden Fahnen eine hohe Strafe zu bekommen?
Irving hat es doch vorgemacht.
Von dem, nicht an die Staatskasse zu zahlendem Geld aufgrund einer geringeren Strafe, kann man sich etliche Bücher und Fahnen kaufen.
4 fips // Feb 28, 2007 at 16:20
Die Angeklagten verhalten sich unrühmlich und schaden der nationalen Szene mit ihrer erbärmlichen Vorstellung vor Gericht. Entweder man steht zu seiner “Tat”, oder man läßt es lieber gleich bleiben.
5 Nanga Parbat // Feb 28, 2007 at 16:40
Das man ein Buch das einem selber gehört nicht verbrennen darf wenn es einen bestimmten Inhalt hat dürfte eine neue Qualität in diesem Absurdistan BRD sein. Das die Vertreter des Systems in diesem lächerlichen Prozess wieder einmal mehr durch lächerlich geringes und falsches Geschichtswissen auffallen ist da nur Randnotiz.
Und Herrn Heppner sollte man sich merken, so wie alle anderen Nutznießer des Schuldkults.
6 Rudolf // Feb 28, 2007 at 17:21
Was dem Muselmanen die Entweihung des Korans ist, ist dem bundesdeutschen Michel die Entweihung Ännchens heiliger Schrift.
Wohl bekomm’s.
7 griesgram // Feb 28, 2007 at 17:35
Und hiermit übergeben wir den Flammen:
“Der SS Staat” von Eugen Kogon,
“Hitlers Unterhosen” von Guido Knopp,
…
8 Lutz Merkel // Feb 28, 2007 at 18:06
Zitat:
Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet Volksverhetzung und das Verunglimpfen des Andenkens Verstorbener.
Zitat Ende
Und wenn sie das Buch MEIN KAMPF verbrannt hätten, wäre es dann auch “Verunglimpfen des Andenkens Verstorbener” gewesen???
9 Reply // Feb 28, 2007 at 18:23
Wie soll diese “Straftat” denn eigentlich nachgewiesen werden?
Gibt es belastende Aussagen von Zeugen oder stützt man sich auf Beweismittel. ZB: Videoaufnahme der Feier, angebrannte Überreste des Buchs, etc.?
Zur Verteidigungsstrategie:
Warum behauptet der Mann nicht einfach, er sei total betrunken gewesen und könne sich an nichts erinnern.
Schon ist es unmöglich ihm Vorsatz nachzuweisen und die Strafe wird halb so wild.
Darüberhinaus kann dieses Buch doch aus versehen zwischen das Altpapier und so zum Brennmaterial gekommen sein.
Schon hat man eine Ausrede, die nicht mal halb so bescheuert klingt.
Und das ganz ohne Jura- Studium.
10 Besonders Interessierter // Feb 28, 2007 at 18:50
In der Tat schadet das Verhalten der Superhelden vor Gericht dem Ansehen und der Ernsthaftigkeit solcher Aktionen dem Nationalen Widerstand.
Eine weitere Verhandlung diesbezüglich steht allerdings noch Mitgliedern des Freundeskreis AVANTI bevor, zwecks ihrer Piratensenderaktion vom Dezember. Allerdings wird sich dort ein solch ärmliches Spektakel wie mit den jetzigen Angeklagten nicht wiederholen.
11 TH // Feb 28, 2007 at 19:03
Die ganze Aktion war bekloppt. Bei wem will man denn mit sowas Sympathien erwerben?
Wenn die Typen ihre Verbrennungsaktion ernst meinen und glauben, sowas zu brauchen, dann können sie es ja privat machen. Aber gleich vor dem halben Dorf inklusive Bürgermeister?
Das spricht doch dafür, daß die Herrschaften eine unglaublich große Klappe haben. Und was passiert dann vor Gericht? Einfach nur peinlich.
Wenn sie’s wirklich so ernst meinen, hätten sie wenigstens die Öffentlichkeit nutzen können, um auf die Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten, die sich um das Buch ranken, hinzuweisen.
Ich hab kein Verständnis, wenn jetzt Leute auf David Irving hinweisen und sagen, daß es ja niemandem nutzt, wenn sie im Gefängnis sitzen. Diese Herrschaften haben sich ganz mutwillig und auf ausgesprochen dämliche Weise in diese Lage gebracht. Entweder sie entschuldigen sich richtig und zeigen Reue (menschlich nachvollziehbar, ich will auch nicht in den Knast), oder sie stehen zu ihrer Meinung (wäre wünschenswert, damit könnten sie Rückgrat und Ehrgefühl beweisen und der Sache nützen).
So machen sie nicht nur sich, sondern auch alle, die die Medien mit ihnen in Verbindung bringen, lächerlich.
12 Detlef // Feb 28, 2007 at 19:22
Offensichtlich sahen die jungen Menschen in dem Buch ein Symbol der, wie die Pisastudien belegen, systematischen Verdummung und Primitivierung unseres Volkes.
Quasi ein Hilferuf, ihnen Bildung und Chancen zu ermöglichen.
Analog dieser These, gehören die Staatsanwälte und ihre Hintermänner vors Gericht, weil sie die Quelle der überall sichtbaren Probleme sind.
13 Detlef // Feb 28, 2007 at 19:32
@fips Die Angeklagten verhalten sich unrühmlich und schaden der nationalen Szene mit ihrer erbärmlichen Vorstellung vor Gericht. Entweder man steht zu seiner “Tat”, oder man läßt es lieber gleich bleiben.
Märtyrer sind Leute, weil sie Ausnahmefälle sind und bleiben sollten. Die Jungs haben genug bewirkt und sollten nicht unnötig verheizt werden, denn sie werden noch gebraucht.
14 Dr. Juergen-N. Klein // Feb 28, 2007 at 19:46
Hohl und Dumm… Normalerweise sollte solch Narrentum unkommentiert bleiben.* Aber es zeigt doch einmal mehr, was für Hirnakrobaten in der sog. rechten Szene ihr teuflisches Spiel treiben. Armes Deutschland.
*Keineswegs, wir sind für jeden solcher Kommentare dankbar, dlokumentieren sie doch das wahre Narrentum. Nur zu, bitte mehr davon. - Schriftleitung Altermedia
15 kphp // Feb 28, 2007 at 20:04
Ich habe unter http://www.jewish-singles.de/community/index.php gelesen das Hitler kein Jude war. Seine Großmutter war die österreichische Magd Anna Maria Schicklgruber. Wie kann eine Magd jüdisch sein? Übrigens habe ich dort auch gelesen das Adolf Hitler sein „Mein Kampf“ bis 1943 insgesamt 9.840.000 mal vermarktet (verkauft )wurde. Das der Anne Frank 80 Millionen mal.
Aber Anne Frank hat ja die Möglichkeit „Mein Kampf“ zu toppen. Durch ihre Wiedergeburt in der Person von Barbro Karlen, die von sich behauptet, die Wiedergeburt der Anne Frank zu sein. Vielleicht ist durch sie ja auch der Messias wieder geboren? Es ist wohl alles Glaubens- und Auslegungssache, oder wie man es versteht dumme Menschen zur Kasse zu bitten.
16 PA // Feb 28, 2007 at 20:45
@ Nanga Parbat: “Und Herrn Heppner (”Thomas Heppener”) sollte man sich merken, so wie alle anderen Nutznießer des Schuldkults.”
Wozu gibt es Papier und Bleistift? Und auch Drucker eignen sich hervorragend dazu, Listen mit Namen und Ereignissen anzufertigen. Ich habe das Gefühl, es wird gar nicht mehr so lange dauern, bis diese dann überaus nützlichen Listen ihren Zweck erfüllen werden …
17 H.Schneider // Feb 28, 2007 at 22:52
Hilde Benjamin haette sich in der heutigen Bundesrepublik sehr wohlgefuehlt, zumindest so gut wie Dr. Meinerzhagen.
18 NPD-Freund // Feb 28, 2007 at 23:39
Nun ja ich kann verstehen wenn ein junger Kamerad nicht sein Geld bzw seine Freiheit opfern will für so eine Nichtigkeit.Schließlich ist er kein Führungskamerad im Sinne eines F.Busse,C.Worch,U,Voigt,T.Heise,T.Wulff usw wenn einer von diesem Range einen solchen Kniefall vor dem System machen würde wäre das was anderes! Den Kniefall des Briten Irving finde ich schändlich,feige und peinlich….Dieser Mann hatte Vorbildfunktion und versagt…den 25 Jährigen Kameraden jedoch kann ich verstehen…!
Den 25 Jährigen
19 Der Hans // Mar 1, 2007 at 2:55
Es fehlt mir etwas am Verständnis. Wenn ich mir ein Buch kaufe, dann gehört es mir. Da kann ich drauf tanzen, drauf pissen, es in die Flammen werfen oder einfach so ins Regal stellen. Natürlich kann ich es auch lesen, dafür werden Bücher ja gemacht. Wie kommt der Anwalt von dem einen Angeklagten aber auf eine solche Schnappsidee von Verteidigung?
Hans
20 J.B. // Mar 1, 2007 at 7:26
Man kann mit fast jedem Buch machen, was man will, aber gegen die vermeintliche Schändung eines Religionswerkes wird jedes orthodox-fundamentalistische Regime harte Maßnahmen ergreifen. Und der Schulmädchenreport ist mangels niveauvollerer Alternativen zu solch einem Werk aufgestiegen, Anne Frank ein Heiliger des §t. Holocau$t geworden.
Ich finde die Verteidigungsstrategie ausgesprochen genial. Sie ist derart politisch überkorrekt, daß die Fundamentalisten des BRD-Talibanregimes dem jungen Mann eigentlich zähneknirschend auf die Schulter klopfen müßten ob seines Schuldkult-Selbstreinigungsversuches, andererseits diese ganze orthodoxe Holocau$t-Religion durch den Kakao gezogen wird. Hat die Schriftleitung nicht selbst immer gesagt, daß sie alles abnicken würde, was die Staatsanwaltschaft an holocau$tischen Lippenbekenntnissen einfordert?
Hat sie gesagt, zumal sich derlei im literarischen Produktionsbetrieb am besten macht, ob sie es freilich auch dann tun würde, wenn einmal die wirkliche Stunde der Wahrheit angebrochen ist steht allerdings auf einem anderen Blatt. - Schriftleitung Altermedia
21 Suebe // Mar 1, 2007 at 9:30
Zitat:
“[...] Auch die Bemerkung der BERLINER ZEITUNG, daß besagtes Buch immerhin 80 Millionen mal verkauft worden wäre, spricht nicht so sehr für die Qualität desselben, sondern eher für das Marketing des modernen Literaturbetriebes, [...]
Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Exemplare davon von deutschen Schulen aus Steuergeldern oder von Eltern “teuer dafür bezahlt” wurden (oder auch mussten, falls Klausur-Thema!).
@Reply
Manch Polit-Größe litt oder leidet auch des öfteren einmal unter kompletter Amnesie (”Mein Kopf war schon immer so leer!” … äääh mein Gedächtnis noch mangelhafter.)
Warum sollte von einem Gericht jenem normalen Mitbürger dieses allzu menschliche “Recht” dann nicht auch zugestanden werden können …
Vor allem dann, wenn durch solch eine (Un-)Tat doch NIEMAND - weder in- noch direkt, finanziell und auch nicht körperlich - dabei zu Schaden gekommen ist ?
Etwa deshalb, weil ein GRUNDRECHT (GG Artikel 5 des Grundgesetzes = “Das RECHT auf Meinungsfreiheit”, der Bundesrepublik Deutschland) regelmäßig mit einem WESENTLICH jüngeren Strafgesetzbuch-(Gummi-)Paragraphen und seinen regelmäßigen Erweiterungen (hier StGB § 130 = “Volksverhetzung”) öfter als dies in einer Demokratie sein darf und auch sicher nicht sein sollte, wieder einmal kollidiert sein soll ?
Und was hat eine “Buch-Verbrennung” eines oder mehrerer semitischen-r Autor-en überhaupt mit Volksverhetzung bzw. einem Verstoß gegen den § 130 StGB zu tun ?
Stellt dies etwa die so genannte Joker-Karte” dar, welche man immer dann zieht, wenn einem bei Gericht nichts passend mehr dazu einfallen will ?
Oder gibt es dabei etwa schon Quoten, welche es zu erfüllen gilt (bei knapp 10.000(!) Anklagen pro Jahr wg. des § 130 StGB, liegt diese Vermutung wohl nicht fern) - welche sich in irgend-welchen Statistiken über (rechte!) Gewalttaten niederschlagen sollen ?
Nun denn, auf zum fröhlichen Jagen, ihr glorreichen Denunzianten, Gut-Menschen und anderen System-Vasallen … auf das sich das (Gesinnungs-)Blatt wendet und ihr die Nächsten seid - Horrido !!!
22 Judge // Mar 1, 2007 at 10:12
Da dieses Buch inzwischen zum Symbol für die ewige Schuld der Deutschen instrumentalisiert wurde , ist es mutig , es öffentlich den Flammen zu übergeben .
Diese Geste , das Buch zu verbrennen , sagt doch aus , macht ein Ende mit Deutschlands Schuldkult nach nunmehr drei Generationen .
Diese Geste ist aber damit aber auch ein Angriff auf das von Medien und Regierung vorgeschriebene Verständnis von political correctness und daher die heftige Reaktion .
Der Prozess hat nun mit Recht und Gesetz zwar nichts zu tun , aber es ist doch schon lange aktenkundig , daß in der BRD mit zweierlei Maß Recht gesprochen wird . Wer hatte da wohl erwartet , die Buchverbrennung wäre nur als harmlose Meinungsäußerung zu werten . Nein , sie ist zu Recht ein Politikum und deshalb noch einmal - meine Hochachtung für diese mutige Tat .
23 Eberhard // Mar 1, 2007 at 12:29
“Obwohl eigentlich eine Bagatelle, weil es wohl jedem freisteht, mit schlechten Büchern die er sich gekauft hat, zu machen was er will,”
Was wäre denn mit jemandem passiert, der 1934 irgendein eigenes Buch öffentlich verbrannt hätte - z.B. “Mein Kampf”?
24 Mönch Gregor // Mar 1, 2007 at 12:50
Ich weiß nicht…: Nehmen wir ´mal an, der, ob der Nazizeit, traumatisch leidende Delinquent meint seine reumütigen Äußerung genauso ernst, wie das Störti seine ab und zu geäußerten Bekenntnisse zur von dem Gesetzgeber vorgeschriebenen Richtigkeit gewisser historischer Sachverhalte. Dann ist sie dem Angeklagten doch nicht vorzuwerfen. Werden wir nicht täglich zig-fach aufgefordert, unsere böse und schlechte Vergangenheit aufzuarbeiten und zu bewältigen? Da müsste doch jeder, auch das Gericht, Freude empfinden und Verständnis zeigen, dass die ganzen millionenteuren Anti-Rechts-Kampagnen der letzten Jahre jedenfalls in einem Falle Wirkung gezeigt haben, und ein fehlgeleiteter junger Mann zur Erleichterung seines Gewissens aktive Bußarbeit geleistet hat (und auch das Buch gab es ja schließlich nicht umsonst). Das Verdienst dieses,….ääähhh….ja warum nicht… Antifaschisten ist doch, vor Gericht die Feststellung zu erzwingen, ob dieses freie Staatswesen uns nicht nur die Historie vorschreibt, sondern auch den Weg, wie wir sie zu bewältigen haben.
25 Riedochse // Mar 1, 2007 at 12:51
Da der 25 jährige die alleinige Verantwortung für die Verbrennung auf sich nimmt und alle anderen Schweigen, finde ich sein Verhalten weder dumm noch feige.
26 erez israel // Mar 1, 2007 at 13:27
> Das traurige Schicksal des jüdischen Mädchens
> habe Lars K. belastet, deshalb sei er auf die Idee
> gekommen, dessen Lebensgeschichte einem
>“Opferfeuer” zu übergeben, um sich so von diesem
> “bösen Kapitel der deutschen Geschichte” zu reinigen.
hehehheheh…. supergeil. Echt witzig…
27 Wetekamp // Mar 1, 2007 at 14:18
@Judge
“… macht ein Ende mit Deutschlands Schuldkult nach nunmehr drei Generationen.”
Geht nicht. Im Weisungsbuch der Auserwählten steht “Rache bis ins 7. Glied.” Wir müssen also nach deren Vorstellungen noch 4 Generationen abarbeiten …
28 H.Schneider // Mar 1, 2007 at 16:03
Mein Parker Kugelschreiber lacht laut , nach dem ich die “Geschichte ” las…
29 Rudolf // Mar 1, 2007 at 16:16
@Eberhard:
Tss, tss, tss, einfach so BRD und 3. Reich vergleichen! Ich bin empört und entsetzt!
30 Helmuth // Mar 1, 2007 at 17:03
Warum war die Verbrennung 1933 dumm? Ich finde man müsste heute auch viel Schund verbrennen.
31 enkel // Mar 1, 2007 at 18:02
Es ist ein natürliches Recht der Feinde unseres Deutschland mit allen Mitteln gegen uns zu kämpfen.
Es ist das natürliche Recht des kleinen Bücherverbrenners sich bei Gericht rauszureden. Er hat mit einer Geste die Macht des zur Zeit Stärkeren herausgefordert - ist aber zurückgerudert, was man als klug - aber auch als feige bezeichnen kann . . .
Warten wir auf eine gute Chance, um unseren Ball im Netz des Gegners zu versenken!
32 Nelson Mandela // Mar 1, 2007 at 18:13
Wer kann mir sagen, um welche Filme es sich hier handelt ?
Welche Aussage steckt dahinter und kann ich dies glauben ?
Ich hoffe es ist nur ein Dummer Streich aus den USA
, der Filmemacher gestattet ausdrücklich die Verbreitung seiner Filme aber was ist die Botschaft???
hier nun die Links:
http://video.google.de/videoplay?docid=-5337456009426605142&q=Martial+Law+911+deutsch
http://video.google.de/videoplay?docid=3666924948715933910&q=die+freiheit+der+wahl
http://video.google.de/videoplay?docid=6418394793860342352&q=alex+jones
1TEIL:
http://video.google.de/videoplay?docid=1924971085677625025&q=order+of+death+1
2TEIL:
http://video.google.de/videoplay?docid=6365235077395995341&q=order+of+death+2
nun stelle ich mir die Frage:
Wenn du träumst aber niemals aufwachst, woher willst du dann wissen was Traum ist, und was Realität.
hmmmmmmmmmmmmmmm
Für eure Hilfe
> Danke !
33 Boroevic // Mar 1, 2007 at 18:33
Warum nur so viel Gezerfe um einen spätpubertären Schmarrn? Bei einer Verkaufsauflage von 80 Millionen Exemplaren an die Gläubigen der Holocaust-Kongregation
sollte der mögliche Mißbrauch eines Exemplares, noch dazu in einem Anfall vermeintlichen Herostratentums, zu verschmerzen sein. Dies schon deshalb, weil, wenn da jemandem, beeindruckt von den Ernährungsgewohnheiten von Millionen Fliegen, einfiele, er müsse die eine aus der Spezies, die sich diesem Treiben versage, wegen Abweichung erschlagen, dies kaum einen Hund hinter dem Ofen hervorlocken würde, außer es wäre ein Rechtswahrer
des freiheitlichsten Rechtsstaates der deutschen Geschichte.
Boroevic
34 Flugzeugführer // Mar 1, 2007 at 19:08
Ich freue mich schon auf die kommende Sonnenwendfeier und werde auch die passende Schund- und Schmutzliteratur dabei haben!
Das Beispiel in Pretzien sollte Schule machen-
Deutschlandweit!!
Schluß mit Schuldkult und Befreiungslüge!
35 Ferrier // Mar 1, 2007 at 20:20
Wer zum Teufel ist Nelson Mandela? Klingt irgendwie schwarz…
36 Rudolf // Mar 1, 2007 at 20:26
@Helmuth: Sicher, sicher, aber man kann ja warten bis Winter ist und das Feuerholz knapp wird
37 bildad // Mar 1, 2007 at 22:31
” Da der 25 jährige die alleinige Verantwortung für die Verbrennung auf sich nimmt und alle anderen Schweigen, finde ich sein Verhalten weder dumm noch feige.”
Finde ich auch, außerdem ist die Ausrede nicht schlecht, was hätte er denn sonst sagen sollen.
Ist immer locker, wenn man nicht selbst vor Gericht steht Bekennermut einzufordern, als Kiebitz kann man immer leicht reden.
38 bildad // Mar 1, 2007 at 23:28
” Der Kiebitz
Ein bekannter Meisterspieler geriet in seiner Turnierpartie in immer größere Bedrängnis, und die Zuschauer ringsherum begannen aufgeregt zu tuscheln und zu flüstern.
Der Meister wurde immer ärgerlicher und wandte sich schließlich erbost an einen der Kiebitze neben ihm: «Wer spielt den eigentlich die Partie? Sie oder ich?»
Daraufhin der Kiebitz: «Gott sei Dank: Sie!»”
39 Teufel // Mar 1, 2007 at 23:49
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,469360,00.html
Ein Jugendlicher wird mit einem antisemitischen Schild auf den Schulhof geschickt - dieser Vorfall in Parey löste im Oktober deutschlandweit Entsetzen aus. Jetzt werden fünf Teenager angeklagt, doch die Geschichte trug sich laut Ermittlern etwas anders zu, als zunächst angenommen.
40 J.B. // Mar 2, 2007 at 12:52
@Ferrier :
“Wer zum Teufel ist Nelson Mandela? Klingt irgendwie schwarz…”
Keine Ahnung. Muß wohl irgend so ein Scheißer sein, denn in einem öffentlichen Klo stand mal der Spruch: “Wie Mandela sitz’ ich hier, die braune Masse unter mir.”
41 Mjoelnir.Thorshammar.Feindschmetterer@web.de // Mar 2, 2007 at 13:12
Druckt doch mal das “Jehowah” in hebräischen Zeichen ganz oft auf Papier, zerschneidet es in Streublattstückchen und laßt es abregnen: wer drumherum geht, statt draufzutreten, ist ein Kosher-NASIGER, einige dürften sich auch bücken, um den Unflat aufzuheben und sich in die Tasche zu stecken, denn keine Kosher-NASE darf den Namen des GOttes der NASIGEN verderben lassen oder dem Verderb überlassen…
42 Blosenburg // Mar 2, 2007 at 15:30
@Mjoelnir
Der Moses soll aus Aegypten diese Jehowah-Zauberformel mitgebracht haben.
Sie soll ausschließlich aus Vokalen bestehen, sieben an der Zahl und wenn man den Namen richtig ausspricht, kommt da irgendeine Einflußnahme durch die sieben Fixsterne zustande.
a) ich weiß nicht, was genau mit den Fixsternen gemeint ist und
b) krieg ich die Vokal-Schreibweise beim besten Willen nicht mehr hin, aber um nur mal eine Idee zu vermitteln, vielleicht so: IEOUIEA
Auf jeden Fall ist es ein ungewohntes Gefühl, ein Wort ohne Konsonanten zu artikulieren und sich zu sagen, daß damit Sterne gemeint sind.
43 Ferrier // Mar 2, 2007 at 17:19
@J.B.
Nicht schlecht, gar nicht schlecht…
44 Mjoelnir.Thorshammar.Feindschmetterer@web.de // Mar 2, 2007 at 18:37
@Blosenburg:
“Moses … Ägypten … Zauberformel …
a) ich weiß nicht, was genau mit den Fixsternen gemeint ist…”
Vielleicht “Wandelsterne? Das wären die Planeten, die ohne optische Hilfsmittel zu sehen sind. Fixsterne sind die, die am Himmel “fixiert” sind, also stillestehen, unsere Sternbildsterne sozusagen; Da allerdings gibt es das sogen. Siebengestirn, im deutschen auch “Sieben Schwestern” und “Gluckhenne”, die Plejaden, auch Atlantiden oder Atlantiaden genannt, ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier, der mit bloßem Auge gesehen werden kann.
Als Bestandteil des Stiers stellen sie die Nackenhaare des Tieres dar, als eigenständige Gruppe heißen sie nach den Pleiades der griechischen Mythologie…
Die Plejaden finden sich auch auf der jüngst (2002) gefundenen „Himmelsscheibe von Nebra”, eine vermutlich aus der europäischen Bronzezeit (um 1600 v.) stammende Abbildung des Sternenhimmels, die als älteste bislang gefundene Darstellung des Universums überhaupt gilt. Eine Gruppe sechs gezeichneter Punkte in den Höhlen von Lascaux oberhalb des Auerochsen werden ebenfalls mit den Plejaden identifiziert.
Nach ihnen geht der Aldebaran auf, der dreizehnthellste Stern am nächtlichen Himmel. Der Name „Aldebaran” bedeutet auch „Verfolger”.
Der japanische Name der Plejaden ist Subaru. Das Markenzeichen des gleichnamigen Autoherstellers zeigt daher sechs Sterne in ähnlicher Anordnung.
Quelle: Wikipedia und “schwarzes Netz”
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Eigentlich meinte ich den Tetragrammaton JHWH יהוה den die NASIGEN so heilig halten.
users.skynet.be/biblianeerlandica/tetragrammaton%20gif%20100dpi%20doorzichtig.gif
users.skynet.be/biblianeerlandica/Afbeeldingen%20Site/Afbeelding%20JHWH_43%20def.jpg
http://www.rumburak.friko.pl/img/jhwh/tetragrammaton-th.jpg
http://www.rumburak.friko.pl/img/jhwh/yhvh.gif
es soll genügen, diese Bildchen in den Dreck zu werfen, daß die LÖCKCHEN sich bücken…
45 KrangEuropa // Mar 2, 2007 at 22:56
Pocetak bitke Boj Na Kosovu Battle of Kosovo(Serbien vs Türkei) 1389:
http://www.youtube.com/watch?v=g7N01MJ8m1U
Die Petition:
http://www.thepetitionsite.com/signatures/905791187?page=616<l=1172843476
46 KrangEuropa // Mar 2, 2007 at 23:00
Kosovo bedeuten Christentum, nein Islam! Kosovo ist Europa!
47 J.B. // Mar 3, 2007 at 16:44
Diese Prozeßfarce um diesen verbrannten Roman wird immer grotesker. Als ginge es hier um Kinderschänder:
Es muss ein bitterer Moment sein für den Bürgermeister. Er ist geladen, im großen Saal des Magdeburger Landgerichts das Ergebnis eines sozialen Experiments zu Protokoll zu geben. Keiner kann das besser als er, der den Versuch startete, die Rechtsradikalen ins Dorfleben zu integrieren. Mit beiden Händen hält er sich an den Seiten des Zeugentischs fest. Keinen Blick schenkt er den sieben jungen Männern, um die es geht. Vor einem Jahr waren die noch seine “Jungs” gewesen. Schwierige “Jungs” wohl, aber auch fleißig und willens zuzupacken. Friedrich Harwig hoffte, als erfahrener Bürgermeister könne er sie bändigen.
“Rückblickend, Herr Harwig, würden Sie sagen: Das war naiv?”, fragt der Richter. Der grauhaarige Herr mit dem breiten, silbrigen Schnauzbart atmet tief: “Durchaus, ja. Ansätze von Naivität”, sagt er dann leise. “Aber ich würde es wieder versuchen. Nur besser. Was wäre das sonst für ein Leben? Ich habe mein Leben lang mit Menschen gearbeitet, um sie nach meinem Willen zu formen.” Pathetisch klingen diese Sätze, aber so sind sie wohl nicht gemeint. Der Amtsrichter lächelt freundlich. “Man kann ja auch mit dem besten Willen das Falsche tun, Herr Harwig.”
http://www.taz.de/pt/2007/03/03/a0114.1/text
Oder ist das eine Szene aus einem Film? Aus so einem alten amerikanischen Streifen über das sowjetische Blutrichtersystem?
48 Rkm // Mar 3, 2007 at 21:47
Linker Mob veranstaltet Bücherverbrennung in Kopenhagen:
… warfen mehrere tausend Bücher auf den Schulhof und setzten diese in Brand.
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/nachrichten/kopenhagen-krawalle/94348.asp
49 Adminus Diabolus // Mar 5, 2007 at 13:43
Interessante Zahlen zu unseren Freunden:
Juden in Europa
1938: 8,039,608
1948: 9,372,668
Nanu??? Ich dachte, die waeren alle vergast worden.. So wird man zum Revisionisten:-)
Adminus
Quellen hier:
http://www.rense.com/1.imagesH/jwss.jpg
http://www.rense.com/1.imagesH/jwss2.jpg
50 Bimbo // Mar 7, 2007 at 12:48
@Adminus Diabolus
Interessant.Ich vermisse jedoch bei dem zweiten Link die Angabe der Jahreszahl.
51 cf // Mar 8, 2007 at 23:37
Liebe Kitty!
Nichts als traurige und deprimierende Nachrichten habe ich heute. Unsere jüdischen Bekannten werden gleich gruppenweise festgenommen. Die Gestapo geht nicht im geringsten zart mit diesen Menschen um. Sie werden in Viehwagen nach Westerbork gebracht, dem großen Judenlager in Drente. Miep hat von jemandem erzählt, der aus Westerbork geflohen ist. Es muss dort schrecklich sein. Die Menschen bekommen fast nichts zu essen, geschweige denn zu trinken. Sie haben nur eine Stunde pro Tag Wasser und ein Klo und ein Waschbecken für ein paar tausend Menschen. Schlafen tun sie alle durcheinander, Männer und Frauen, und die letzteren und Kinder bekommen oft die Haare abgeschoren. Fliehen ist fast unmöglich. Die Menschen sind gebrandmarkt durch ihre kahl geschorenen Köpfe und viele auch durch ihr jüdisches Aussehen.
Wenn es in Holland schon so schlimm ist, wie muss es dann erst in Polen sein? Wir nehmen an, dass die meisten Menschen ermordet werden. Der englische Sender spricht von Vergasungen, vielleicht ist das noch die schnellste Methode zu sterben.
Ich bin völlig durcheinander. Miep erzählt all diese Greuelgeschichten so ergreifend und ist selbst ganz aufgeregt dabei. Erst neulich saß zum Beispiel eine alte, lahme jüdische Frau vor ihrer Tür und musste auf die Gestapo warten, die weggegangen war, um ein Auto zu holen, um sie abzutransportieren. Die arme Alte hatte solche Angst vor der Schießerei auf die englischen Flugzeuge und auch vor den grellen, flitzenden Scheinwerfern. Trotzdem wagte Miep nicht, sie ins Haus zu holen, das würde niemand tun. Die Herren Deutsch sind nicht zimperlich mit ihren Strafen.
Auch Bep ist still. Ihr Freund muss nach Deutschland. Sie hat jedes Mal Angst, wenn die Flugzeuge über unsere Häuser fliegen, dass sie ihre Bombenlast von oft einer Million Kilo auf Bertus‘ Kopf fallen lassen. Witze wie: ”Eine Million wird er wohl nicht bekommen” und ”Eine einzige Bombe ist schon genug” finde ich nicht gerade angebracht. Bertus ist nicht der Einzige, der gehen muss, jeden Tag fahren Züge voll mit jungen Leuten weg. Manchen gelingt es, heimlich auszusteigen, wenn sie auf einem kleinen Bahnhof halten, und dann unterzutauchen. Einem kleinen Prozentsatz gelingt das vielleicht.
Ich bin noch nicht fertig mit meinem Trauergesang. Hast du schon mal was von Geiseln gehört? Das führen sie nun als neueste Strafmethode für Sabotage ein. Etwas Schrecklicheres kann man sich nicht vorstellen. Angesehene, unschuldige Bürger werden verhaftet und warten auf ihre Ermordung. Wird irgendwo sabotiert und der Täter nicht gefunden, stellt die Gestapo seelenruhig so fünf Geiseln an die Wand. Oft stehen die Todesmeldungen in der Zeitung. Ein ”schicksalhaftes Unglück” wird dieses Verbrechen dann genannt.
Ein schönes Volk, die Deutschen, und da gehöre ich eigentlich auch noch dazu! Aber nein, Hitler hat uns längst staatenlos gemacht. Und im Übrigen gibt es keine größere Feindschaft auf dieser Welt als zwischen Deutschen und Juden.
Deine Anne”
Quelle: ”Anne Frank – Tagebuch”, Anne Frank; S. Fischer Verlag
P.S.
Für sein Alter hatte der typhuskranke Backfisch eine blühende Phantasie, oder?
52 Nordländer // Mar 9, 2007 at 7:45
@Teufel:
Stimmt.Er hat sich das Schild wohl selbst umgehängt um sowohl die Rechten als auch die Linken an der Schule zu verarschen.So hat er das wohl später zugegeben.
Bißchen seltsam der Kleine.Da fällt mir auf Schlag sofort die Rollstuhlfahrerin mit ihrem höchstselbst eingeritztem HK ein.Und andere Fälle dieser Art.
Klarstellung dieser neuen Tatsache in der Systempresse natürlich gleich null.
Und schon wurde wieder erfolgreich gesebnitzt.
53 Klaus // Mar 9, 2007 at 15:13
@tf
Ich ahbe das Tagebuch auch mal gelesen,vor vielen Jahren.
Wenn das,was diese da geschrieben hat,aus der Feder eines 12jährigen Mädels stammt,fress ich den Besen samt der Putzfrau.
Man unterhalte sich heute einmal mit einer gleichaltrigen und vergleiche es mit dem Geschriebenen der A.F.Die Formulöierungen,die Redewendungen usw. sind NIEMALS von einer 12jährigen.
Abgesehen von den logistischen Möglichkeiten in einem KL der damaligen Zeit.
800 Seiten Papier und Schreibmaterial jahrelang
vor anderen Häftlingen (Verrat) und den Bewachern zu verstecken…….naja,ich war auch mal in Haft.Aber gönnen wir den Grimms etwas Konkurrenz.”lächel”
54 griesgram // Mar 10, 2007 at 23:46
@Eberhard
Wenn einer 34 “Mein Kampf” verbrannt hätte, wäre er auch in den Knast gegangen.
Und genau das ist hier Thema:
bRd nähert sich mit großen Schritten dem 1000jährigen Reich.
55 Alfred // Sep 20, 2007 at 15:14
Alle fokussieren sich auf den Angeklagten. Und was ist mit dessen “Anwalt”, da sitzen die Schlimmen. Aus den primitiven Braunschädeln kommen doch nicht solche Sätze (Rechtfertigungen) raus. Dieser “Anwalt” vertritt reihenweise Nazis. Googelt mal! Also alle ab in den Uhrenkasten, der Wolf kommt.
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