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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Edel sei der Mensch, hilfreich und gut… – NPD verzichtet zugunsten von Henry Nitzsche auf Wahlantritt im Wahlkreis Hoyerswerda (26.06.09)

June 26th, 2009 · Post your comment (31 Comments)

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Dresden / Sachsen: Wie die NPD-Sachsen gestern mitteilte, verzichtet die Partei im Wahlkreis 55 (Hoyerswerda) auf einen eigenen Wahlantritt, um auf diese Weise den parteilosen Kandidaten Henry Nitzsche zu unterstützen, der sich dort um ein eigenes Mandat bewirbt. Nitzschen war früher Mitglied der CDU. Nitzsche zog sich 2005 die Ungnade seiner Parteioberen und die des öffentlichen Mainstreams zu, als er sich für die Bundestagswahl 2005 mit dem Wahlslogan „Arbeit-Familie-Vaterland“ bewarb, einer Parole die aus dem früheren französischen Vichy-Regime stammt. Allzu patriotische Meinungskundgebungen führten dazu, dass Nitzsche ein Jahr später förmlich aus der CDU gemobbt wurde. Seitdem ist er parteiloser Abgeordneter im Bundestag. Auf ein Angebot der NPD, in ihre Reihen überzuwechseln, reagierte er gegenüber der SÄCHSISCHEN ZEITUNG, daß derlei für ihn nicht in frage käme. Auch sonst machte Nitzsche in der Vergangenheit nie einen Hehl daraus, daß er von der NPD nicht allzu viel hält.

NPD-Landtagsfraktionchef Holger Apfel bemerkte dazu:
„Da es zwischen Henry Nitzsche und der NPD neben unterschiedlichen politischen Auffassungen auch eine ganze Reihe von programmatischen Übereinstimmungen gibt, hat sich der Landesvorstand der sächsischen Nationaldemokraten in Abstimmung mit dem örtlichen NPD-Kreisverband Bautzen dazu entschlossen, auf einen eigenen Wahlantritt in Hoyerswerda zu verzichten. Wir fordern die Wähler auf, den Direktkandidaten Henry Nitzsche zu unterstützen. Selbstverständlich ist die Landesliste der NPD auch im Wahlkreis 55 mit der sogenannten Zweitstimme wählbar.
Die sächsischen Nationaldemokraten wollen mit ihrem Verzicht auf diesen Wahlkreis ein positives Signal für alle patriotischen Kräfte, auch über Sachsen hinaus, setzen, insbesondere nachdem Herr Nitzsche auf die Aufstellung einer eigenen Landesliste seiner nationalkonservativen Vereinigung ‚Arbeit – Familie – Vaterland’ verzichtet hat.“

Nitzsche, der bei den Bundespräsidentenwahlen im Mai seine Stimme dem Amtsinhaber Horst Köhler gab und nicht etwa dem NPD-Kandidaten Frank Rennicke, gehörte am 18. Juni zu den Abgeordneten, die für die faktische Einführung einer Internetzensur unter dem Vorwand der Bekämpfung der Kinderpornographie stimmten. In einer Erklärung vom 19. Juni schreibt er zu seinem Abstimmverhalten:

Henry Nitzsche

„Gestern hat also der Bundestag das umstrittene Internet-Sperrgesetz beschlossen und auch ich habe dafür gestimmt. Die Entscheidung ist mir allerdings nicht leicht gefallen. Sicher, das Grundanliegen, das hinter der Gesetzesinitiative steht – der verstärkte Kampf gegen Kinderpornographie – ist in jedem Fall unterstützenswert.
Aber wird durch dieses Gesetz nicht einer möglichen Zensur im Internet Tür und Tor geöffnet? Und wer garantiert eigentlich, daß es nur um die Sperrung kinderpornographischer Seiten geht? Ein solches Instrument dürfte doch für jede Regierung ein verlockendes Mittel sein, um unliebsame Seiten politisch Andersdenkender zu blockieren.
Gerade in Zeiten der Großen Koalition sind solche Gedanken wohl nicht ganz abwegig. Daher gilt es nun wachsam zu sein und darauf zu achten, daß kein Mißbrauch mit diesem Gesetz getrieben wird.
Dennoch, als vierfacher Vater habe ich mich für das Gesetz entschieden. Auch wenn die Informationsfreiheit eines der höchsten Güter ist, das wir haben, der Schutz unserer Kinder kann nicht weniger wert sein. Das Internet-Sperrgesetz wird aber die Kinderpornographie in Deutschland nicht allein bekämpfen können.
Hier sind härtere Strafen angebracht. Wir müssen ein solches Abschreckungspotential aufbauen, daß jedem Kinderschänder buchstäblich die Lust vergeht.“

Bei allen Verdiensten die Nitzsche sonst auch haben mag, hier klingt er wie jemand, der den Pelz gewaschen habe möchte, sich dabei aber nicht naß machen will. Ein für patriotische Demokraten seiner Kategorie nicht untypisches Verhalten, wenn es wirklich ernst wird, versteckt man sich hinter der Familie.
Ob ihm seine Kinder später einmal für sein Abstimmungsverhalten danken werden, wenn sie unter einer Kartellparteiendiktatur à la Orwell u. Huxley aufwachsen müssen?

Wir würden nicht unbedingt darauf wetten.

Siehe auch
NPD Sachsen 25.06.09

Nitzsche-Erklärung vom 19.06.09

Henry Nitzsche – Wikipedia



Tags: Allgemeines · DVU / NPD

31 responses so far ↓

  • 1 Ice Dive // Jun 26, 2009 at 9:50

    Nicht zu vergessen das Nitzsche auch für Horst Köhler und nicht für Frank Rennicke als Bundespräsident gestimmt hat. Hätte er das gemacht, wäre der Medienboykott schlagartig aufgehoben.

  • 2 Cicero // Jun 26, 2009 at 10:20

    Wem hat Henry Nitzsche denn bei der Bundespräsidentenwahl seine Stimme gegeben? Zumindest nicht Frank Rennicke!

  • 3 Reichsbürger // Jun 26, 2009 at 10:24

    Erinnert euch an die Abstimmung kürzlich bzgl. Internet-Sperrung

    Henry Nitzsche hat mit JA gestimmt!

    http://www.bundestag.de/parlament/plenargeschehen/abstimmung/20090618_kinderpornografie.pdf

    “pro” bedeutet bei ihm: für das System

  • 4 Heinz_OH // Jun 26, 2009 at 10:36

    Mit Parteien ist es letztendlich immer dasselbe. Sie wollen an die Macht kommen, sie behalten oder zumindest ihr näher kommen. Dazu verkaufen sie nur allzu oft ihre Seele. Das gilt hier halt auch für Holger Apfel.

    Hat die NPD keine eigenen Kandidaten, die sie dort aufstellen kann? Was verspricht sie sich von einem Kotau vor Henri Nitsche bzw. welche Zusage haben sie dafür erhalten, den Wählern im besagten Wahlkreis einen eigenen Kandidaten vorzuenthalten?

  • 5 Treueschwur // Jun 26, 2009 at 10:52

    Tut mir aufrichtig leid, hier der “altermedia”-Schriftleitung gänzlich zustimmen zu müssen; vielleicht haben Sie sich noch zu vornehm ausgedrückt. Holger Apfel, heute würde ich Dir kein Weißbier mehr ausgeben!!!

  • 6 NPD KV UNNA / HAMM // Jun 26, 2009 at 10:56

    Herr Nitzsche ist ein ehrenwerter Mann, der noch einiges lernen muss über die real existierende BRD.
    Ihm allerdings keinen Gegenkandidaten entgegen zu setzen halten wir für vernünftig, da unser Bewerber das Direktmandat bestimmt nicht gewonnen hätte und man Herrn N. vielleicht hilft.
    Wir wissen doch unter den Blinden ist der Einäugige König

  • 7 harald // Jun 26, 2009 at 11:05

    Wer nicht rafft, daß es sich hier um eine giftige Umarmung handelt, dem ist nicht zu helfen. Es geht sicher nicht mal darum, Nitzsche zu helfen, sondern ihn in die Enge zu treiben – ist doch ein netter PR-Gag. Oder würde die NPD durch aufstellung eines Direktkandidaten etwa ein Direktmandat gewinnen? Im Gegenzug wird aber sicher mancher Nitzsche-Wähler in dem Wahlkreis mit seiner Zweitstimme zusätzlich seine Stimme der NPD geben.

  • 8 National und Konservativ // Jun 26, 2009 at 11:09

    Vorbildliche Entscheidung der Sachsen-NPD! Diese ist eben wirklich zu gebrauchen und wird daher auch locker den Einzug meistern – im Gegensatz zur Idioten-Clique.

    Du vergißt nur eine Kleinigkeit, in Sachsen geht es nicht allein um den Wiedereinzug, sondern auch darum, daß man in etwa ein Ergebnis einfährt, daß annähernd dem früheren gerecht wird. Alles andere ist eine Niederlage. – Die Schriftleitung

  • 9 Max // Jun 26, 2009 at 11:30

    Hmmm….Taktik ist manchmal gut, aber in diesem Falle bin ich mir sehr unsicher. Welches Signal soll das sein und welcher bürgerliche “Patriot” bekommt davon überhaupt etwas mit ? Wir werden sehen, wohin der teils “bürgerliche Kurs” führt – vermutlich zu keinem Stimmenzuwachs.

  • 10 kphp // Jun 26, 2009 at 12:58

    Holger Apfel, der mit seinem Molausyndrom, ihm hat man vergessen den Stuhl vor die Türe zu stellen. Wird die NPD irgentwann mal seinen Mitgliedern gerecht?
    Da es mich nicht mehr betrifft, geht es mir am A……….. vorbei.

  • 11 Frank Franz // Jun 26, 2009 at 13:28

    “Du vergißt nur eine Kleinigkeit, in Sachsen geht es nicht allein um den Wiedereinzug, sondern auch darum, daß man in etwa ein Ergebnis einfährt, daß annähernd dem früheren gerecht wird. Alles andere ist eine Niederlage. – Die Schriftleitung”

    Das ist falsch. Sie vergessen jeden Umstand, der das damalige und das heutige Ergebnis beeinflußt.

    Keine Sorge, die Umstände vergessen wir wie ebenso wenig, wie die fünf Jahre die dazwischen liegen und in der die NPD Zeit gehabt hat, sich entsprechend zu bewähren und zu profilieren. Hält sie das bisherige Ergebnis nicht wenigstens in etwa, zeigt es, daß sie den Vertrauensbonus, den der Wähler ihr damals entgegenbrachte nicht halten konnte. Das ist eine ganz einfache Rechnung.
    Die Schriftleitung

  • 12 Squirrel // Jun 26, 2009 at 14:36

    Bei uns auf dem Land sagt man :

    Ein „fauler“ Apfel verdirbt die ganze Kiste !

    Wie dumm muss denn der „NPD – Apfel“ sein, um so etwas zu machen !

    Oder war es „Berechnung“ !?

    Und wer zahlt dann die „Rechnung“ !?

    Hat Apfel denn die NPD-Mitglieder „vor Ort“ dazu befragt !?

    An „@NPD KV UNNA / HAMM // Jun 26, 2009 at 10:56” : Ihr sagt also :

    „Herr Nitzsche ist ein ehrenwerter Mann …“

    dann sage ich Euch :

    „ denn Brutus ist ein ehrenwerter Mann….“

    http://www.william-shakespeare.de/julius_caesar/julius_caesar_3.htm

    Habt ihr mit dem ehrenwerten „NPD–Dolchmörder“ jemals gesprochen !? Was sagt dieser „ehrenwerte Mann“ denn über und von der NPD !?

    So bezeichnet sich dieser „ehrenwerte Mann „ als „Ostdeutscher“, der gerne an der „russischen und polnischen Ostseeküste Urlaub“ macht….

    „ ….. Warum in der Politik? Aktiv geworden in der Wendezeit. Auch weil mich Freunde überredeten. Ich glaubte: Wir Ostdeutsche können unser…..

    Urlaub: mit der gesamten Familie regelmäßig auf der Insel Rügen; allein mit meiner Frau an der polnischen und russischen Ostseeküste ….“

    http://www.henry-nitzsche.de/index.php?id=146

    Liegt Sachsen nicht in Mitteldeutschland !?

    So verliert die NPD einen wichtigen Wahlkreis !!! Nur weil sie diesen einen sooooooo
    „ehrenwerte Mann“ überlässt !

    Dieser „ehrenwerte Mann„ sagt : Gratuliere Horst Köhler. Gut, daß kein 2. Wahlgang nötig war. So was wäre öfter möglich, wenn die CDU Patrioten nicht konsequent vergraulte.

    http://twitter.com/henrynitzsche

    Hier wird eine „neuer“ Schill installiert !!!!!!!!!!!!!

    Merkt IHR DAS NICHT, oder wollt ihr es nicht merken !!!?????

    WWAS mach dieser „ehrenwerte Mann“, wenn er gewählt wird !? Er wird eine bundesweite Partei gründen und die NPD „mit allen demokratischen Mitteln“ bekämpfen !

    Brutus, auch ein „ehrenwerte Mann“, erdolchte den großen Cäsar !

    Nitzsche , dieser „ehrenwerte Mann“ wir die NPD „erdolchen“ …….

    Denkt mal darüber nach !

    Gruss Squirrel

  • 13 Rüting // Jun 26, 2009 at 14:46

    Ich würde den Verzicht der NPD auch eher als Danaergeschenk betrachten, stimme insoweit meinem Vorredner “harald” zu.

  • 14 sachsenuwe // Jun 26, 2009 at 15:12

    Das er nicht genug Rückrat hatte, Frank Rennicke zu wählen, hat mich schwer enttäuscht.

    Trotzdem ein insgemsat kluger Schachzug. Seine Wähler könnten der NPD evtl. die Zweitstimme geben.

  • 15 Lacksplitt-Streusand // Jun 26, 2009 at 15:17

    Henry Nitzsche tut sich bewähren. Nach den befürchteten Turbulenzen und Volksunruhen dürfte der nächste Bundespräsident HENRY NITZSCHE heißen.

  • 16 Leni // Jun 26, 2009 at 17:08

    Den Nitzsche fand ich früher mal richtig gut
    http://www.youtube.com/watch?v=21MlrowJqqc
    http://www.youtube.com/watch?v=eVmsk7PVRzM
    aber seit der kunterbunten pro-was-eigentlich Demos mit Magen David Flaggen, und seiner pro-Internet-Zensur-Stimme bezweifle ich stark, daß er zum Wohle Deutschlands und des deutschen Volkes agiert.

  • 17 BlauGelbNational // Jun 26, 2009 at 17:52

    “Auch sonst machte Nitzsche in der Vergangenheit nie ein Hehl daraus, daß er von der NPD nicht allzuviel hält.” (AM)

    Wozu auch.
    Nitzsche bekommt ein G e s c h e n k von Freund Apfel !

  • 18 Prinz Eugen // Jun 26, 2009 at 18:18

    Was für ein ehrloser Akt von der NPD in Sachsen. Anstatt eine Fundamentalopposition zu allen demokratischen Elementen in der politischen Landschaft zu stellen, kriecht sie vor einem Ex-CDUler und Demokraten, der mit patriotisch angehauchten Leimruten auf Stimmenfang geht, die der NPD am Ende wieder fehlen. Es gibt keine Zusammenarbeit mit Reaktionären, egal ob parteilos oder parteigebunden. Das sollte die NPD endlich einmal begreifen.

  • 19 NPD KV UNNA / HAMM // Jun 26, 2009 at 18:34

    Squirrel @ 12, Sie sind gebildet. Ohne wenn und aber.

  • 20 kein "einfacher Bürger" // Jun 26, 2009 at 19:00

    Das mag man ja als politsichen “Schachzug”, hinsichtlich der Erringung von Zweitstimmen, sehen können, aber in meinen Augen ist der Mann: “System”. Patriot, mag er ja sein.
    Er stimmt für Köhler=”System”.

    Er sagt:
    “Aber wird durch dieses Gesetz nicht einer möglichen Zensur im Internet Tür und Tor geöffnet? Und wer garantiert eigentlich, daß es nur um die Sperrung kinderpornographischer Seiten geht? Ein solches Instrument dürfte doch für jede Regierung ein verlockendes Mittel sein, um unliebsame Seiten politisch Andersdenkender zu blockieren.”

    Er erkennt das Problem und handelt entgegengesetzt=”System”.

    Nicht jeder ist zum Revolutionär geboren.
    Und im heutigen “System” ist man, sollte man dem “System” nicht zu mind. 98% gewogen sein, von “revolutionär” reden wir besser gar nicht, schneller weg als man sich umdrehen kann, aber Rückgrat und Anstand, die Eigenschaften die sich die meisten Menschen von IHREN Vertretern wünschen, die dürfen nicht fehlen.

    Meiner ist er nicht, denn er ist und gehört zum: “System”.

    Zu Gute halten möchte ich, dass sich jeder Mensch, zu jeder Zeit, so er denn Denken möge,
    in einer Phase der geistigen Entwicklung befindet.

    Kurz gesagt: “Hopfen und Malz sind (vllt.) noch nicht verloren (bei Hrn. Nitzsche, bei anderen Früchten wahrscheinlich schon).

  • 21 Doofer Deutscher // Jun 26, 2009 at 19:03

    Wenn jemand eine wertlose Immobilie an den Staat verhökern will, der sie dann abreißt – wen fragt er? – die NPD!

    Wenn jemand einen rechtskonservativen Politiker an den Staat verhökern will, der ihn dann “abreißt” – wen fragt er? – richtig! – auch die NPD!

    Jetzt bin ich schon gespannt auf Nitzsches Distanzierungsorgie. Die kommt so sicher, wie das Amen in der Kirche. Und dann…? Hört man noch was von Kirchenmann Hohmann in der hohen Politik? Na schön, der Vergleich hinkt, weil Hohmann ja nicht via NPD in die Falle gelockt wurde, aber dafür wurde er so ordentlich in die Nähe der pösen Nazis gerückt, daß man hätte glauben können, Hohmann sei der Wiedergänger von Nebukadnezar und sammle Gasanzünder für seinen großen Feuerofen.

    Nitzsche sitzt als EX-CDUler Dank VS-Apfel nun genauso in der Falle wie einst KSK-Bunzelgeneral Günzel, dessen Glückwunschschreiben an Hohmann “zufällig” durch Dummheit desselben an die Presse gereicht wurde. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Das gilt auch für die Freunde Apfels. Nitzsches Nimbus als Einzelkämpfer im Bunzeltag dürfte sich am Ende dieser Legislaturperiode erledigt haben.

    Wenn Nitzsche etwas wirklich gut gemacht hat, dann war es seine Benennung des Lissabonvertrages als Ermächtigungsgesetz. Denn das ist es natürlich und es tat mal ganz gut, in der Quatschbude der Vaterlandsverräter ein offenes Wort zu vernehmen. Aber auch hier schwang in der Begriffswahl mal wieder ER als das Böse schlechthin mit und machte aus der Rede ein Mittel zum Zweck der Einschüchterung. Das ärgert den Gutmenschen des anderen Parteiengesocks, gibt ihm aber bei der nächsten Abstimmung zur endgültigen Abschaffung der noch immer viel zu souveränen Nation Gelegenheit zum nächsten Treuebekenntnis zum freiesten Staat aller möglichen Welten; – der EUDSSR! Aber er dankt es letztlich dem pösen Abweichler auch irgendwie, daß er doch noch im Rahmen der Geschichtsklitterung unserer Freunde von der anderen Feldpostnummer bleibt. Denn das Pöse kann eben nur dann zweifelsfrei in der Welt erkannt werden, wenn es als pöser Nazi erscheint. Der Bunzeltag-Gutmensch weiß somit, daß die Zustimmung zu allem und jedem Pflicht ist, wenn so ein pöser Parlaments-”Nazi” dagegen wettert. Einer von den pösen Praunen ist also auch im Bunzeltag immer ganz nützlich, also sorgt man natürlich dafür, daß es den einen oder anderen Scheinabweichler vom VS gibt, der die anderen Schäfchen durch seine Unerschrockenheit furchtsam bei der Herde hält.

  • 22 Mittelhesse // Jun 26, 2009 at 19:05

    Das ist eben Politik liebe Damen und Herren. Schmutzig……..

  • 23 sw // Jun 26, 2009 at 20:25

    //Daher gilt es nun wachsam zu sein und darauf zu achten, daß kein Mißbrauch mit diesem Gesetz getrieben wird.//

    Eine Lawine los treten und dann sagen, jetzt müssen wir aber aufpassen …. dämlicher gehts nimmer!!
    Henry Nitzsche hält sich mit seiner Kriecherei lediglich eine Hintertür auf.
    Vielleicht liegts an den üppigen Diäten oder am Dienst-Mercedes, aber Apfel wird von Jahr zu Jahr “rätselhafter”.

  • 24 Unterschicht aus Bayern // Jun 26, 2009 at 20:26

    Der einzige Politiker im Landkreis Kamenz, der bisher das Europäische Jiddisch Zentrum unterstützt, ist der MdB Henry Nitzsche (ehemals CDU). Er hat angeboten, als Förder- oder Gründungsmitglied des Fördervereins zu fungieren.
    Quelle: http://web.archive.org/web/20070101160137/www.ejidze.de/id_menue+70.html

    Na hoffentlich soll der Herr Patriot nur aus der Reserve gelockt werden.

  • 25 Freibeuter // Jun 26, 2009 at 21:18

    Nitzsches “Rechtfertigung” für sein Abstimmungsverhalten in punkto “Internetzensur” ist ein einziger Widerspruch in sich.

    Will er den Teufel mit dem Beelzebub austreiben ?

    Die Worte, die die Schriftleitung dafür fand, sind so gut, daß es meinerseits keiner Ergänzung bedarf.

    Auf dem Weg ins “System” oder dort – quasi unbemerkt – schon angekommen ?

    Völlig unbegreiflich, sich einem “parteifremden National-Konservativen” (was immer das auch sein mag, sicherlich genauso widersprüchlich wie seine “Erklärung”) derart anzubiedern, der nicht mal bei der BuPrä-Wahl Anstalten macht, im Sinne Deutschlands etwas ändern zu wollen.

    Quo vadis, Sachsen-NPD ?

  • 26 Anonymous // Jun 27, 2009 at 1:56

    Vielleicht beruht die ganze Geschichte auch auf Gegenseitigkeit:

    Hr. Nitzsche verzichtet auf die Liste (die hätte der NPD durch die Bekanntheit Nitzsches garantiert geschadet). Im Gegenzug lässt Hr. Apfel ihn in seinem Wahlkreis gewähren. Und wie man an vergangenen Wahlen sehen kann, hat Nitzsche durchaus Chancen, das Direktmandat zu gewinnen (Was ein NPD-Kandidat wiederum garantiert nicht schaffen würde). Die bedeutende Hürde, die er nehmen muss, ist die, dass nicht mehr CDU auf seinen Plakaten steht – und der Bundesmichel wählt die erste Stimme mehrheitlich nach Partei und nicht nach Sympathie. Da kann der Nationaldemokrat ggf. etwas Stimmenverlust abfangen.

    Ihr müsst nicht immer gleich die Personen schlecht schimpfen. Politik ist nun mal eine schmutzige Sache. Und Apfel verrät seine wahren Beweggründe auch nur im Notfall. Wenn etwas kritisiert werden sollte, ist es das Parteiensystem bzw. die “Demokratie” (so wie sie derzeit ausgelebt wird).

    Auch wenn ich dieses Parteienkonstrukt nicht befürworte und Nitzsche nicht der perfekte Kandidat ist (siehe Pro-Köln mit Quotenneger und Israelfahnen), so gibt es doch zwischen NPD und Nitzsches “Arbeit-Familie-Vaterland” doch Überdeckungen, die derzeit entscheidend sind (Einwanderungspolitik, Islamisierung, Finanzmarktregulierung, EU, …).

    Ein Wahlboykott gegen Nitzsche wäre kontraproduktiv, da dadurch diese Themen ad acta gelegt würden. Und zumindest verbaut sich der Wähler damit eine Möglichkeit, kritisch die Entwicklungen in diesem Land zu beleuchten.

    Großen Einfluss wird Nitzsche auch bei Wahlerfolg freilich nicht haben – die NPD aber auch nicht!

  • 27 Ex NPD Wähler // Jun 27, 2009 at 7:01

    Damit macht sich die NPD für mich bis auf weiteres unwählbar und indiskutabel.

    Nitzsche unterstützt die Internet-Zensur und latscht mit bunten Israel Fahnenschwenkern durch Köln. Offensichtlicher kann Volksverarschung kaum noch daherkommen.

    Staatliche Repressionen gegen Dissidenten werden täglich verschärft. Im Geiste ersetze ich die sogenannte “Kinderpronographie” schon jetzt automatisch mit “politisch unkorrekter Meinung”. In einer Bananenrepublik schreckt der Tyrann auch nicht davor zurück, mißliebige Freidenker auf kriminelle Weise zum Schweigen zu bringen.
    An diesem Punkt sind wir in der brddr längst angelangt.

    Justizminister wollen AUFRUF von Kinderporno-Seiten deutlicher kriminalisieren
    http://www.heise.de/newsticker/Justizminister-wollen-Aufruf-von-Kinderporno-Seiten-deutlicher-kriminalisieren–/meldung/141171

  • 28 Adler // Jun 27, 2009 at 11:32

    Über diesen Beschluss kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Nitzsche hat zwar einige gute Politikansätze, er ist und bleibt aber ein Etablierter, der sich übrigens fanatisch gegen die NPD abgrenzt. Wenn er es ernst meinen würde, dann sollte er doch der NPD beitreten. Als Einzelkämpfer hat er eh keine Chance!

  • 29 Unser Grossdeutschland // Jun 29, 2009 at 9:45

    Von Nitzsche erwarte ich nicht mehr viel. Die NPD ist mal wieder viel zu anständig. Hat Nitzsche auch nur EINMAL mit Vertretern der NPD auch nur in irgendeiner Weise kommuniziert? Gab es ein Gespräch? Ein Telefonat? Emails? Gab es eine Reaktion auf die Gesprächsangebote durch die Partei nach seinem CDU-Austritt oder hat er wenigstens bei der Wahl des Bumspräsidenten Charakter gezeigt und nicht den globalisierenden Shoaisten Köhler wiedergewählt? Nein. Trotzdem tut die NPD so, als ob es seine Diffamierungen der nationalen Rechten nicht gegeben hätte, seine typischen Anfälle bürgerlicher Distanzeritis. Wie kann man auf jemanden Rücksicht nehmen der einen seit Jahren so beleidigt?
    Wieder einmal zeigt sich, eines der Grundprobleme der Rechten, viel zu viel Anstand im politischen Kampf. Die Linke kennt keine Rücksichtnahme auf irgendetwas und triumphiert. 1917 wurden nach dem Putsch der Bolschewiki bereits am Abend die ersten Fließbanderschießungen durch die Tscheka vorgenommen und in der BRD heult man weil in den Monaten nach der Machtergreifung ein paar Kommunisten und Sozis, nicht wenige von ihnen selbst Gewalttäter, von der SA etwas zu rauh angepackt wurden und es auch zu einigen Todesfällen kam (zu einer Zeit als immer noch Morde an SA-Männern und Hitlerjungen begangen wurden obwohl Hitler schon Kanzler war!). Und genau so ist es heute, die Nationalen nehmen Rücksicht auf die die ihnen symbolisch ins Gesicht spucken und die herrschende Staatslinke macht jeden nieder, selbst aus den eigenen Reihen, der nicht 100% linientreu ist: Antideutsch, antinational, internationalistisch und multikulti.

  • 30 Unser Grossdeutschland // Jun 29, 2009 at 10:02

    “Damit macht sich die NPD für mich bis auf weiteres unwählbar und indiskutabel.”

    Na super! Klasse! Solche Leute liebe ich ganz besonders. Warten Sie doch am besten ab, bis es eine Partei gibt die 100% ihren Vorstellungen entspricht, deren Programm Sie mitgeschrieben haben, am besten sitzen Sie der Partei selber vor, wie wäre es? Bis dahin schreiben wir das Jahr 2040 und der Großwesir der Islamischen Republik Germanistan teilt ihnen mit, daß sie als Dhimmi, Ungläubiger mit beschränkten Rechten, leider nicht zu der Wahl zum Großen Rat in Neu-Medina (früher Berlin, Neu-Mekka wäre zu anmaßend gewesen) zugelassen sind. Dazu müßten sie erst der Umma beitreten. Im gleichen Atemzug teilt er ihnen auch noch mit, daß ihre grandiose Partei als unvereinbar mit der Sharia leider verboten werden muss. Gratuliere!
    Wer so dämlich ist, entschuldigung aber weniger deutlich kann ich das nicht sagen, wegen so einer Lappalie wie diesem, auch von mir abgelehnten, Entgegenkommen für Nitzsche die NPD nicht mehr zu wählen und damit der antideutschen Parteienoligarchie einen Gefallen zu tun, der sollte sich aus Politik ganz raushalten, denn falscher kann man seine Prioritäten nicht setzen. Und wenn die NPD wegen mimosenhaften Deppen wie Ihnen nicht wieder einzieht und das System triumphierende Siegesfanfaren am Wahlabend erschallen läßt dann können Sie sich ja befriedigt zurücklehnen und sich einbilden, daß sie es denen von der NPD aber richtig gezeigt haben.
    Ich würde die NPD sogar wählen wenn sie einen Eimer voll Scheißen als Kandidaten aufstellen würde. Leider nimmt man mich immer noch häufig beim Wort. Aber wer derart maßlos auf eine vergleichsweise unbedeutende Aktion reagiert spielt den Systemparteien mehr in die Hände als der betreffende Eimer.

  • 31 Unser Grossdeutschland // Jun 29, 2009 at 10:03

    Der Kommentar 30 richtete sich latürnich an den “Ex NPD Wähler”.

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