Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz
Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Ein jüdischer David Irving? – Norman Finkelstein hat wieder zugeschlagen (03.03.06)

March 3rd, 2006 · Post your comment (1 Comment)

Email This Post Print This Post
Norman Finkelstein

Für jede Menge politischen Zündstoff sorgt derzeit einmal wieder der jüdische Kritiker der etablierten „Holocaust“-Geschichtsschreibung Norman Finkelstein. So soll am 22. März in Deutschland sein neuestes Buch „Antisemitismus als politische Waffe“ erscheinen. Das beim Piper-Verlag erscheinende Buch sorgte bereits in den USA für kontroverse Diskussionen, weil Finkelstein darin kein Blatt gegenüber der Rolle des Staates Israel im Nahen Osten vor den Mund nahm.

Gegenüber dem österreichischen Nachrichtenmagazin NEWS gab Finkelstein jetzt ein Exklusivinterview. Dieses steht uns zwar derzeit nicht zur Verfügung, wohl aber ein Bericht der österreichischen Internetseite networld.at, in dem aus diesem zitiert und zum Buch Finkelsteins Stellung bezogen wird.

Wir zitieren daraus wie folgt:
„…Der amerikanische Historiker Norman Finkelstein, der mit seinem Buch “Holocaust-Industrie” weltweite empörte Diskussionen auslöste, wendet sich in einem Exklusiv-Interview in der neuen Ausgabe von NEWS gegen die aktuelle Debatte um die Restitution von Kunstwerken. Finkelstein: “Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern, die den Holocaust überlebten, übermäßig an Restitutionsfragen interessiert waren. Die trauerten eher um all die umgekommenen Verwandten. Die Reichen konnten sich retten und verloren ein paar Bilder und Immobilien. Die Armen starben in den KZs. Die ganze Kunstrestitutionsfrage betrifft eine Handvoll Leute.”

Anlass des Interviews ist das bevorshehende Erscheinen von Finkelsteins aktuellem Buch “Antisemitismus als politische Waffe” (22. März, Piper), das wegen seiner radikal anti-israelischen Haltung in den USA erbittert diskutiert wurde. Finkelstein im NEWS-Interview zum israelisch-palästinensischen Konflikt: “Die Palästinenser zerstören nicht israelische Häuser, Foltern nicht ihre Gefangenen, exekutieren nicht israelische Führer (…) Alle Zeitungen folgen in den USA wie Schafe den führenden Blättern. Hinzu kommen geschichtliche Fakten wie der Holocaust, der bei vielen eine automatische Reaktion zum vorsichtigen Umgang mit jüdischen Themen auslöst – oder der Hang der Deutschen zur Selbstzerfleischung.”

Und zum neuen Antisemitismus: “Natürlich gibt es persönliche Vorurteile gegenüber Juden, doch die haben exakt null Einfluss auf deren Stellungen in Bildungseinrichtungen, am Arbeitsplatz, im Wohnbereich. Leute haben Vorurteile gegen alles mögliche (…) Aber gibt es eine breite gesellschaftliche Diskriminierung? Nein.”

Über den Karikaturenstreit äußert sich Fikelstein im NEWS-Interview so: “Ich hätte mir von den Medien auch so viel Mut gewünscht, als Judenorganisationen gegen eine ,antiisraelische’ Zeichnung im ,New Statesman’ Sturm liefen. Alle sind sofort in Deckung gegangen, haben sich gleich brav entschuldigt. Die ganze Kampagne für Pressefreiheit ist Heuchelei solange es unterschiedliche Standards im Umgang mit möglichem Antisemitismus und der Verunglimpfung des Propheten Mohammed als Bombenwerfer gibt.”

Über den Wahlsieg der Hamas und Sharon: “Jetzt ist das Geschrei im Westen nach einem Hamas-Boykott groß. Ich kann mich nicht entsinnen, dass es ähnliche Proteste gab, als Israel mit Sharon einen Massenmörder zum Premier wählte. Und was man der Hamas zu Recht an Verbrechen vorwirft, hat die USA in einer Woche in Faludscha zu verantworten.” Sharon habe sich keineswegs geändert. “Alle Grundsteine für den permanenten Landraub an den Palästinensern, besonders rund um Jerusalem, wurden einzementiert (…) Die tränenreichen Räumungen in Gaza war reine Show: Die Spielbergisierung des Israelisch-Palästinensischen Konfliktes (…) Ich finde die Forderungen der Hamas gar nicht übertrieben: Wir sollen uns entwaffnen? Entwaffnet ihr doch auch! Ihr wollt, dass wir keine Zivilisten angreifen? Dann stellt eure Attacken auf unsere ein! Ihr wollt, dass wir Israel anerkennen? Keine israelische Regierung hat jemals das Recht der Palästinenser anerkannt, in den von der internationalen Gemeinschaft vorgesehenen Grenzen zu leben.”

Finkelstein zum Iran: “Der Iran hat das internationale Recht noch nicht verletzt. Und wenn es um den Atomwaffensperrvertrag geht, dann bleibt stets unerwähnt, dass den Israel erst gar nicht unterschrieben hat. Und was die Gefahren betrifft: Die Leute, die hier in den USA am Ruder sind, sind Verrückte und Fanatiker – und bedrohen den Weltfrieden wie keine andere Nation.”

Die Israelitische Kultusgemeinde Wien kommentiert das Interview in einer Stellungnahme für NEWS scharf: “Der israelische Minister Sharansky spricht vom Antisemitismus dann wenn Israel oder Juden dämonisiert, delegitimisiert oder mit doppelter Moral gemessen werden – unabhängig von der herkunftsmäßigen Zugehörigkeit des antisemitischen Akteurs. Die Aussagen Finkelsteins entsprechen genau obiger Definition. Seine Funktion ist besonders perfide, können doch so antisemitische Argumente mit dem Anschein gesellschaftlicher Legitimität vorgetragen werden. In einer Buchbeschreibung auf der Website des Dokumentationszentrums des österreichischen Widerstandes wird er als “jüdischer David Irving” charakterisiert. Assimilationswillige jüdische Intellektuelle seines Schlages mit dem ihnen eigenen “Stockholmsyndrom – der Identifikation des Opfers mit dem Täter” werden zu Lieblingen extrem rechter und extrem linker Antisemiten. (…) Aus diesem Hintergrund heraus sind seine im NEWS-Interview vorgebrachten geschichtlichen Halbwahrheiten, die Verniedlichung antisemitischer Bedrohungen, der Hinweis auf Menschrechte der Täter ohne Hinweis der Menschenrechte der Terroropfer, seine Sympathie für die Anliegen der offen rassistischen Hamas oder des Iran, und seine ablehnende Einstellung gegenüber der Restitution, zu sehen.”

Die Reaktionen der Israelitischen Kultusgemeinde offenbaren mehr die inzwischen schon inflationäre Benutzung des Begriffes „Antisemit“. Machte man sich diese jüdischen Unterstellungen zu eigen, so ist jeder ein „Antisemit“, der es sich getraut, die Wahrheit über den Staat Israel und die Rolle seiner Diaspora-Sektionen in aller Welt zu sagen, ganz gleich welcher ethnischen oder rassischen Herkunft er auch sein mag. Wenn wir daher jemanden charakterisieren sollten, der von einer Institution wie der Israelitischen Kultusgemeinde oder deren Satelliten vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) als „Antisemit“ definiert wird, so fällt uns dazu eigentlich nur folgendes Goethe-Zitat ein:
„Malt mir den Teufel nur nicht gar zu klein, ein Kerl den alle hassen, muß schon was besonderes sein.“

Siehe auch
Networld.at 03.03.06

Offizielle Netzseite von Norman Finkelstein

Henryk Broder über Norman Finkelstein

Quelle: Störtebeker-Netz 03.03.06



Tags: Allgemeines

1 response so far ↓

  • 1 Lord Heru'ur // Mar 3, 2006 at 20:50

    Der Kommentar der jüdischen Kultusgemeinde Wien ist besonders interessant; sofort stellt man den „quer schießenden“ Juden als Kranken da und versucht verzweifelt mit billigen Begründungen seine stichhaltigen Aussagen zu widerlegen, um so die Welt glauben zu machen, dass schon alles so richtig ist wie man es in den Medien vorgesetzt bekommt.

    Zu Irving: Ich habe in letzter Zeit häufiger von Leuten aus den USA gehört, dass David Irving Halb-Jude (mütterlicherseits) ist – Beweise in Form von Artikeln im Internet habe ich jedoch nicht vorliegen.

Leave a Comment