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Ein Stolpersteinchen für den „Schatz“ von Güstrow (12.02.09)

February 12th, 2009 · Post your comment (17 Comments)

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Stolperstein-Macher Demnig kann wieder Kasse machen.
Diesmal in Güstrow.

Güstrow / Mecklenburg: Die Stolpersteinseuche hält nun auch ihren Einzug in Güstrow. Am 27. Juli erschließt sich der Kölner „Künstler“ Gunter Demnig auch dieses Gewerbegebiet mit 15 Stolpersteinen für verfolgte Juden, die „vor deren letzten selbstgewählten Wohnsitz in den Gehweg eingelassen“ werden sollen. Strippenzieher der Güstrower Betroffenheitsorgie ist Pastor Folker Hachtmann.

Ein Stein soll u. a. für den letzten Lehrer der jüdischen Gemeinde Güstrow, Kurt Schatz, verlegt werden, obwohl von dem gar nicht feststeht, ob er überhaupt ermordet wurde. So heißt es in der entsprechenden epd-Meldung: Er sei „in der Pogromnacht im November 1938 mit elf weiteren Güstrower Juden in Schutzhaft genommen worden sei, verliere sich seine Spur, hieß es. Vermutlich sei er wie auch seine Frau Miriam und seine beiden Kinder Artur und Judith im Konzentrationslager Auschwitz ermordet worden.

Vermutlich? Was ist das denn? Vielleicht hat er ja auch – rein vermutlich natürlich – einen guten Posten bei der jüdischen Ghetto-Polizei im Warschauer Ghetto bekommen und ist dann von seinen Volksgenossen während des Warschauer Ghetto-Aufstandes als Kollaborateur um die Ecke gebracht worden. Zugegeben, auch das können wir nur vermuten, doch hat diese Vermutung zum Mindesten ebenso viel Anspruch auf Wahrscheinlichkeit, wie die bloße Vermutung, daß er in Auschwitz gewaltsam entsorgt wurde, gab es in Auschwitz bekanntlich bei Kriegsende nicht wenige jüdische Überlebende. Überlebende, die bekanntlich zum Teil sogar mit der SS vor ihren sowjetischen Befreiern flüchteten, statt ihre Befreiung abzuwarten und bei denen man den Eindruck nicht los wird, daß sie von Jahr zu Jahr mehr werden, obwohl das biologisch eigentlich nicht möglich sein sollte, aber Gottes auserwähltem Volk ist eben nichts unmöglich.

Siehe auch
Kirche MV 12.02.09

http://www.stolpersteine.com/



Tags: Allgemeines

17 responses so far ↓

  • 1 Gunter Demlich // Feb 12, 2009 at 9:11

    Ich wäre dafür, in jeder Tür, durch welche jemals ein Jude schritt oder geschritten sein könnte, in der Höhe 1,6 m bis 1,9 m ein Brett querzunageln, damit jeder Durchschreitende anstößt und daran erinnert wird, daß man mit einem Brett vorm Kopf auch Unrat als Kunst ansehen kann.

  • 2 sine nomine // Feb 12, 2009 at 9:22

    Was mich ernsthaft interessiert: Was kostet es, was der da macht und wer bezahlt das?

    Offensichtlich kann man von so einem Mist leben. Auf was für Ideen manche kommen, um nicht ernsthaft produktiv arbeiten zu müssen!

  • 3 Sturmbann_er // Feb 12, 2009 at 12:03

    Wann kommt endlich einer auf die Idee, daß wir 6 Millionen Stolpersteine brauchen? Das würde die Zentralratsmischpoke sicher begrüßen. Frau Merkel so können Sie Punkte machen.

  • 4 RaZi // Feb 12, 2009 at 12:17

    Nur mal so nebenbei. Bart Simpson scheint euch einer von uns zu sein. Sagte er doch neulich mal in einer Folge: “Ich hasse den Sitzsack-Laden dort [in der Springfield-Konkurrenzstadt Shelbyville]. Dort plärren die Verkäufer immer so laut hebräisch in ihre Handys”. -Vielleicht braucht Springfield bald auch ein paar “Stolpersteine”?

  • 5 Onkel A dolf // Feb 12, 2009 at 12:41

    Ein wenig Beton mit Schnellbinder und es ist kein Stolperstein mehr da . Ist ja wohl eine Gefahrenquelle. Besser ist allerdings Epoxidharz .

  • 6 Freiheit und Glaube // Feb 12, 2009 at 13:17

    Ich kenne nur die Pogromnacht von Dresden und Nemmersdorf.

  • 7 Ralf // Feb 12, 2009 at 14:52

    ” im Konzentrationslager Auschwitz ermordet worden.”

    Und ganz sicher von Mengele persönlich an der Rampe selektiert wurden.
    Ausc hwitz war sicher größer als Polen,denn alle Juden waren in Auschwitz.Persönlich.
    Die Träne quillt……

  • 8 Walze // Feb 12, 2009 at 15:01

    @ Onkel Adolf
    Wie meinst Du das – etwa eine “Stolperstein-Autobahn” bauen? (in Zeiten der “Welt-Krise” würde das logischerweise “Arbeitsplätze schaffen” – Änschie wäre bestimmt erfreut darüber!)
    Aber mit Runen eingeritzt, wie z.B. nach dem Vorbild einer gewissen “Rebecca aus Sebnitz”?

  • 9 wolzow // Feb 12, 2009 at 16:00

    “….im Konzentrationslager Auschwitz ermordet worden.”

    Nicht in Maidanek?
    Ursprünglich verliert sich die Spur von Schatz in Treblinka, dort wurde er von SS-Oberüberhauptsturmscharfschiessendergrossführer und Vergasungsstarkstromelektriker Prof. Dr.Dr. Alfons Judenmord zuletzt während seiner Flucht schwimmend im Schwefelsäurestausee gesehen. Durch seine braune Brille konnte Judenmord gerade noch erkennen wie der nicht verätzte Schatz in den nahegelegnen Buchenwald flüchtete…..

    Ich hoffe ich konnte bei der Suche nach dem Jidden- Schatz behilflich sein.

  • 10 Glappo Monte // Feb 12, 2009 at 17:47

    Das ist doch noch gar nichts. In Rostock wurde ein Stolperstein für einen meines Wissens bei einem alliierten Bombenangriff in seinem Hause ums Leben gekommenen jüdischen Rechtsanwalt verlegt. Die Todesursache steht natürlich nicht darauf.
    Möchte mal wissen,wieviel der werte Herr Demnig mit seiner Stolpersteinfabrikation zusammengeraf.. äh an Honorar erworben hat.

  • 11 Onkel A dolf // Feb 12, 2009 at 18:18

    @Walze – Ne , ne die Autobahnen sind doch noch alle da . War doch deutsche Wertarbeit und hält bis zum nächsten Reichskanzler .

  • 12 Tand und Schande // Feb 12, 2009 at 18:30

    Hoffentlich haut der sich mit seinem Hämmerchen nicht mal selbst auf die Pfoten, bzw. hoffentlich haut jemand…

  • 13 Freibeuter // Feb 12, 2009 at 20:25

    Vermutlich….vermutlich….vermutlich beschränkt sich die Tätigkeit eines Presseschmierfinken heutzutage nur noch auf das Kaffeesatzlesen im Zeitalter der neuen Zivilreligion.

    Vermutlich haben die Stolpersteine alsbald eine sinnvolle Verwendung als Recyclingmaterial angesichts steigender Rohstoffpreise…..

  • 14 Leni // Feb 13, 2009 at 8:27

    Immer wenn ich den Typ sehe, muß ich an den kranken Fetteckebeuys denken, ekelig.

  • 15 Alraune // Feb 13, 2009 at 11:01

    @Leni 14:
    oder an den Leichenschänder Liebchen von Hagens?

  • 16 Ostfriese // Feb 13, 2009 at 12:23

    Nach einem Blick auf die Weltnetzseite “Stolpersteine.com”, stelle ich fest; In Ostfriesland wurde noch kein “Stolperstein” verlegt.
    Wenigstens ein Teil der brd wo der Wahnsinn noch (!) nicht normal ist.

  • 17 Wolf Braunau // Feb 14, 2009 at 0:18

    …an Buntmetall soll es im neuen Reich nicht habern !!!!!

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