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Eisenacher blieben bei der Wahl zu Hause

14:14 · Post your comment (No Comments)

Nun hat die Stadt Eisenach keine Volksvertreter mehr ! Nur 42,1 % der Eisenacher Bürger fanden am Wahlsonntag den Weg zur Urne , warum wohl? Bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 1999 lag die Wahlbeteiligung noch bei 59,4 %.

Dieses Ergebnis ist gerade im Hinblick auf die großen Verluste der beiden „großen Volksparteien“ SPD und CDU als deutliche Abfuhr an die etablierten Parteien zu werten. Nach 16 Jahren CDU und 6 Jahren SPD – Politik ist nun auch hier auf kommunaler Ebene spürbar, was Bürger von der Politik der etablierten Parteien halten.

Es liegt aber nicht nur an deutschland- und landespolitischen Fragen, sondern auch an vielen Fehlern und fehlenden wirklichen Aktivitäten in der Stadtpolitik. Es sei nur unser Stadtschwimmbad , Eisenach Nord, die heruntergekommene Wandelhalle , die Theaterproblematik und die verfehlte Jugendpolitik der Stadt genannt. Da kann sich ein Herr Kaspari gerne mit der fünftniedrigsten Verschuldung im deutschlandweiten Durchschnitt rühmen , was ja nur machbar wurde durch die Ansiedlung der Firma Opel des General Motors Konzerns im Gewerbegebiet Stedtfeld. Die Herren Stadtoberen können für solche, letztendlich für ihre Statistiken günstigen Tatsachen mit Sicherheit nichts.

Nicht vergessen werden sollte die bewußte personifizierte Abfuhr bestimmter Politiker durch die Bürger unserer Stadt. Da ist auf Seiten der CDU unter anderem ein Christian Köckert , der als Innenminister von Thüringen bereits auf ganzer Linie versagte und auf Seiten der SPD zum Beispiel ein Heiko Gentzel, der als SPD – Landtagsabgeordneter die Schelte für das Mittragen der Kahlschlagspolitik seiner regierenden Genossen bekam. Beide sind aber auch so keine Sympathieträger der meisten Eisenacher Bürger.

Köckert machte sich noch kurz vor der Wahl Feinde, als er in einem Interview mit seiner ihm hörigen Kreispresse der „Thüringer Allgemeinen“ die Vorsitzende der Bürgerinitiative der Hofferbertaue als ehemalige IM des MfS der DDR denunzierte und in einem Atemzug mit den Kommunisten der PDS nannte. Das, obwohl diese Frau bewiesenermaßen selber Opfer der DDR – Staatssicherheit war. Was für eine beispiellose Verhöhnung der Opfer. Bei einer Veranstaltung der Bürgerinitiative gegen Sozialkahlschlag, bei der alle zur Wahl stehenden Kommunalpolitiker anwesend sein sollten ( SPD und CDU glänzten durch Abwesenheit ) wurde seine Unbeliebtheit einmal mehr deutlich. Man war sich mit Ausnahme seiner Handlanger vom BFE einig, daß das Monopol der CDU in Eisenach gebrochen werden müsse. Der Kandidat des Eisenacher Aufbruchs ( EA) Fritz Hoffmann unterhielt sich darüber mit dem PDS - Kandidaten Jörg Voß. Beide wollten dafür sorgen, das die Betroffenen Anzeige gegen Köckert erstatten.

Nun, fast ist es ja gelungen. Immerhin verlor die CDU über 10 % der Stimmen. Zieht man bei allen Zahlen die Nichtwähler ins Kalkül, kann dieser Tag nur als Niederlage für alle antretenden Parteien gelten. Keiner dieser Damen und Herren darf sich von nun an mehr Volksvertreter nennen. Denn keiner von ihnen wurde von einer Mehrheit gewählt. Die Mehrheit enthielt sich mangels wirklicher Opposition und denkbarer Alternativen.

Alternativen gibt es bereits, nur sind diese noch nicht wählbar …

Kameradschaft Eisenach

Tags: Allgemeines

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