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„Fast wie in Italien …“ * – Sternfahrt für Demokratie und Toleranz im Kreis Ludwigslust (16.05.06)

May 16th, 2006 · Post your comment (8 Comments)

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Kreis Ludwigslust / Mecklenburg: Im Kreis Ludwigslust fand am vergangenen Samstag die 6. sogenannte Sternfahrt für Demokratie und Toleranz statt. Beim Start in Lübtheen betonte die Bürgermeisterin des Ortes, Ute Lindenau, daß es dabei darum gehe, um Flagge gegen Rechtsextremismus zu zeigen – und natürlich auch für Toleranz und Gewaltlosigkeit. Eine Begründung die dem aus Publicitygründen ebenfalls an der Sternfahrt teilnehmenden SPD-Landrat Rolf Christiansen jedoch etwas allzu dick aufgetragen erschien, weshalb er noch hinzufügte, daß sie sich wenn auch nicht hauptsächlich, so doch aber auch gegen den Extremismus von Links richte. Jedenfalls formell.

* So einer der Biker über seine Eindrücke über den Start der Tour in Lübtheen. Ob für diese Feststellung die Art die Art und Weise von Gastgebern und Veranstaltern Pate stand, ist nicht überliefert, nach unserem Dafürhalten jedoch nicht gänzlich von der Hand zu weisen. –
Die Schriftleitung

Darüber hinaus wies Christiansen daraufhin, daß gerade in Lübtheen der Landesvorsitzende der NPD-Mecklenburg-Vorpommern, Stefan Köster, wohne, der unlängst wegen einer Körperverletzung bei einer politischen Auseinandersetzung verurteilt worden sei und es deshalb genau richtig sei, daß die Sternfahrt für Toleranz und Demokratie gerade in Lübtheen beginne. Was Christiansen dabei freilich unter den Tisch fallen ließ, ist die Tatsache, daß die Verurteilten bereits angekündigt haben, gegen dieses Urteil Rechtsmittel einzulegen sowie, daß die besagte politische Auseinandersetzung durch Steinattacken von Linksextremisten eingeleitetet wurde.

Auch sonst erwies sich das Gesichtzeigen gegen Rechts in Lübtheen eher von sehr temporärer Form, so blieb letztlich von der ganzen Bikerparade, an der Presseberichten zufolge an die 300 Biker teilgenommen haben sollen, letztlich nichts als eine Wolke von Schmutz, Abgasen und sich verlierendem Motorengedröhn. Danach herrschte im Ort wieder die gewohnte Ruhe, ohne daß sich jemand im Ort auch nur ansatzweise von der gerade erst verkündeten Botschaft gegen Rechts merklich beeindrucken ließ.

Die Fahrt endete am späten Nachmittag nach Zwischenstopps in Boizenburg, Zarrentin, Hagenow, Groß Rogahn und Grabow in Ludwigslust, wo man sich dann auf der 12. Messe des Handels- und Gewerbevereins erneut als heldenhafte Kämpfer im Kampf gegen Rechts feiern ließ. Alles in allem, wenn man will, eine Art politisch korrektes Schattenboxen ohne wahrnehmbare Gegner auf Motorrädern. Schade um den Sprit.

Siehe auch
Schweriner Volkszeitung-Hagenow 15.05.06

Quelle: Störtebeker-Netz 16.05.06



Tags: Allgemeines

8 responses so far ↓

  • 1 Kristallnacht // May 17, 2006 at 2:59

    Es ist beschämend, daß sie sich nur halbherzig gegen den Linksextremismus stellen, während der sogenannte Rechtsextremismus meist nur unnötig dramatisiert wird. Mir kommen langsam die Tränen bei diesem ständigen “Demokratie und Toleranz”- Affentanz, welcher nur für gewalttätige Linke, Antifanten, Türken, Araber, Neger usw. zu gelten scheint. Von einem neutralen und gesunden Gleichgewicht, welcher in einer Demokratie zu erwarten wäre, ist keine Spur, was sehr stark auf eine demokratische Diktatur hindeutet. Sollte die Mehrheit der Bevölkerung die Demokratie abwählen wollen, so könnte sie es nicht einmal, da eine Partei, die dies als Zielsetzung hätte, innerhalb kürzester Zeit als “verfassungsfeindlich” eingestuft und verboten werden würde. Aber Widersprüche sind in dieser Form der Demokratie genauso weit verbreitet wie bei den linken Gutmenschen.

    Ob sie immer noch so tolerant sein werden, wenn sie solche Berichte lesen würden ?

    http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/39280/index.html

    Die multikulturellen Idioten würden so einen Vorfall ganz sicher verharmlosen und noch die Sachlage bezüglich ihrer Interessen sowie der Interessen der Ausländer- und Migrationsverbände entsprechend verdrehen, aber das ist seitens dieser linken Untermenschen nichts außergewöhnliches.

  • 2 Lappusson // May 17, 2006 at 9:17

    Typischer Gesellschaftsalltag! Hauptsache ist das man sich ja mal wieder dem ewigen Strom der Mitläufer angepasst hat! Politisch Korrekt in jeder Form!

    Na dann ein “HOCH” auf die Spritpreise, dann hat da wenigstens der Staat seinen Vorteil daraus gezogen und sich noch was in die Tasche verdient!!!

  • 3 Fragender // May 18, 2006 at 16:59

    Mir stellen sich einige Fragen:
    Warum habt ihr eigentlich einen solchen Hass auf die, meiner Meinung nach, bestmögliche aller Gesellschaftsformen?
    Dass es nie eine ideale gibt, versteht sich, oder wie George Walker Bush sagte: ” Eine Diktatur wäre natürlich einfacher für mich, wenn ich der Diktator wäre”

    Ich war beruflich sehr oft in sog. Dritte-Welt Ländern unterwegs, da meine Firma Trinkwasseraufbereitungsanlagen herstellt. Die Menschen dort sind, obwohl es ihnen an fast Allem mangelt, nicht annähernd so verbittert wie die meisten meiner gut genährten Landsleute in Deutschland. Hier wird über a-l-l-e-s gemeckert, die Spritpreise (woanders träumt man noch nicht einmal von einem Auto) die Steuern und und und………und an allem sind immer nur die Andern schuld.
    Es sind doch nicht die paar Schwarzen oder Gelben, Entwicklungshilfezahlungen oder sonstwas , die dieses Land in finanzielle Schwierigkeiten gebracht haben.
    Wenn plötzlich, unerwartet und vor allem ungewollt,wenn Herr Kohl ehrlich gewesen wäre, 18 Mio Brüder und Schwestern von unserem Sozialsystem mitversorgt werden müssen, dann muss doch dem Dümmsten klar sein, woher unser Jammern auf hohem Niveau kommt

    Ihr könnt doch tun und lassen was ihr wollt, niemand sperrt euch ein, foltert oder tötet euch für eure Überzeugungen. Der Staat zahlt sogar noch Sozialhilfe für seine Gegner, das muss man sich mal genüßlich auf der Zunge zergehen lassen.

    Ich bin ein ziemlich unpolitischer Mensch, aber den Hass in diesen Seiten kapiere ich beim besten Willen nicht.
    Erklärt mir das bitte mal.

  • 4 Habt 8! // May 19, 2006 at 0:40

    @Fragender

    “Ich bin ein ziemlich unpolitischer Mensch, aber den Hass in diesen Seiten kapiere ich beim besten Willen nicht.
    Erklärt mir das bitte mal.”

    Wie soll man das einem “Gutmensch” erklären?

    Vielleicht mit dem “Lied vom Hasse” von Georg Herwegh:

    Georg Herwegh

    Das Lied vom Hasse

    1841

    Wohlauf, wohlauf, über Berg und Fluß
    Dein Morgenrot entgegen,
    Dem treuen Weib den letzten Kuß,
    Und dann zum treuen Degen!
    Bis unsre Hand in Asche stiebt,
    Soll sie vom Schwert nicht lassen;
    Wir haben lang genug geliebt
    Und wollen endlich hassen!

    Die Liebe kann uns helfen nicht,
    Die Liebe nicht erretten;
    Halt du, o Haß, dein Jüngst Gericht,
    Brich du, o Haß, die Ketten!
    Und wo es noch Tyrannen gibt,
    Die laßt uns keck erfassen;
    Wir haben lang genug geliebt
    Und wollen endlich hassen!

    Wer noch ein Herz besitzt, dem soll’s
    Im Hasse nur sich rühren;
    Allüberall ist dürres Holz,
    Um unsre Glut zu schüren.
    Die ihr der Freiheit noch verbliebt,
    Singt durch die deutschen Straßen:
    “Ihr habet lang genug geliebt,
    O lernet endlich hassen!”

    Bekämpfet sie ohn Unterlaß,
    Die Tyrannei auf Erden,
    Und heiliger wird unser Haß
    Als unsre Liebe werden.
    Bis unsre Hand in Asche stiebt,
    Soll sie vom Schwert nicht lassen;
    Wir haben lang genug geliebt
    Und wollen endlich hassen!

  • 5 Fragender // May 21, 2006 at 17:45

    Habt 8!
    Ein Gutmensch bin ich nun beim besten Willen nicht. Wenn mir einer an’s Bein pinkelt, egal welcher Hautfarbe , gibt’s aufs Maul.
    Gutmenschen sind genauso realitätsfern wie Leute, die uns in den Ketten eines Tyrannen wähnen.
    Ich fühle mich mitnichten gefesselt. Man kann sich aber auch Dinge einreden, um seine verquasten neoromantischen Hirngespinste zu rechtfertigen.
    @
    Meintest Du mit Tyrannei auch die der deutschen Wehrmacht in den überfallenen Ländern, oder gilt das nur für die bösen Geldjuden?

    Schwer zu sagen, vielleicht meint er ja auch die rote Tyrannei, mit der man nach der “Befreiung” in einem recht großen Teil Europas die vorherige ersetzte. Wer soll bei all den Tyranneien noch durchfinden. Doch warum immer in die Ferne schweifen … .

    Schriftleitung Altermedia

  • 6 Fragender // May 21, 2006 at 22:13

    @Schriftleitung

    Sorry, die roten Schurken hatte ich vergessen.
    Aber nochmal, auch an Dich: Durch wen wirst Du hier denn tyrannisiert?
    Es steht zu vermuten, dass ausser unseren ostdeutschen Genossen keiner weiß, was Tyrannei wirklich bedeutet. Man kann das auch herbeireden. Der Schlüssel aus dieser “Tyrannei” ist dein Reisepass….nä?

    Angesichts so vieler Tyrannen sollten wir wohl eher fragen, von wem du tyrannsierst wirst und weshalb du noch nicht den Weg ins gelobte Land angetreten hast. In deinem Fall wüßten wir sogar noch ein paar Schlüssel mehr.

    Schriftleitung Altermedia

  • 7 Habt 8! // May 21, 2006 at 22:28

    Lieber Fragender,

    eine Frage:

    Wieso fragen Sie überhaupt, wenn Sie mit den Antworten eh` nichts anzufangen wissen?

    Wenn Sie sich mitnichten gefesselt fühlen, und wenn Sie Leute, die so REALITÄTSFERN sind und sich in den Ketten eines Tyrannen WÄHNEN, für Spinner halten, dann stellen Sie doch ihre Fragen in einem anderen Forum, wo Sie vielleicht die von Ihnen gewünschten Antworten erhalten!

    Oder fragen Sie etwa nur, um anschließend – egal, ob Sie den Sinn der Antwort verstanden haben oder nicht – Ihr verquastes Weltbild an den Mann zu bringen?

    Fühlen Sie sich weiterhin ungefesselt, dieses Jahr, das nächste, das übernächste….
    Schauen wir mal, wie lange Sie sich noch frei WÄHNEN!

    Georg Herwegh meinte mit Tyrannei genau das, was er dichtete:

    „Und wo es noch Tyrannen gibt,
    Die laßt uns keck erfassen;“

    Und wo..!?

    Heute in Deutschland, Europa, in den Ländern der „westlichen Wertegemeinschaft“, ist
    für Träumer, (den Gutmensch nehm´ ich zurück) wie Sie, die Vorstellung, es gäbe Tyrannei natürlich völlig realitätsfern..

    In diesem Sinne, träumen Sie süß, stellen Sie keine blöden Fragen und ziehen Sie sich statt dessen noch ein bißchen Neoromantik rein:

    Frisch auf, mein Volk, mit Trommelschlag
    Im Zorneswetterschein!
    O wag es doch, nur einen Tag,
    Nur einen frei zu sein!
    Und ob der Sieg vor Sternenlicht
    Dem Feinde schon gehört -
    Nur einen Tag! Es rechnet nicht
    Ein Herz, das sich empört.

    O tilg nur einen Augenblick
    Aus deiner Sklaverei,
    Und zeig dem grollenden Geschick,
    Daß sie nicht ewig sei;
    Erwach aus deinem bösen Traum
    Reif ist, die du gesucht,
    Und schüttle nicht zu spät vom Baum,
    wenn sie gefault, die Frucht.

    Wach auf! Wach auf! Die Morgenluft
    Schlägt mahnend an dein Ohr -
    Aus deiner tausendjähr’gen Gruft
    Empor, mein Volk, empor!
    Laß kommen, was da kommen mag:
    Blitz auf ein Wetterschein!
    Und wag’s, und wär’s nur einen Tag,
    Ein freies Volk zu sein.

    O wart in deiner tiefen Not
    Auf keinen Ehebund;
    Wer liebt, der gehet in den Tod
    Für eine Schäferstund:
    Und wer die Ketten knirschend trug,
    dem ist das Sterben Lust
    Für einen freien Atemzug
    Aus unterdrückter Brust

    N.S.: Die Wehrmacht übte nirgendwo in der Welt eine Tyrannei aus, nein, sie kam sogar als Befreierarmee (Baltikum; Ukraine etc.)

  • 8 Fragender // May 22, 2006 at 20:12

    Was stimmt, das stimmt. Mit den Antworten weiß ich wirklich nichts anzufangen.
    Danke für den Nachhilfeunterricht in toitscher Geschichte. Ich vergas, die Wehrmacht war nur ein lieber Gast in den besuchten Ländern.
    Nein, Sie haben recht, eine Diskussion kann mit ihresgleichen nicht stattfinden und da Sie mir den Gutmenschen freundlicherweise aberkannten, werde ich mir die Freiheit nehmen, mit Leuten wie Ihnen alttestamentarisch zu verfahren (dieses Buch verbindet uns ja)

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