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FKA: Kauft Brandenburgs NPD ein Asylbewerberheim? (14.08.07)

August 14th, 2007 · Post your comment (15 Comments)

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Biesenthal/Brandenburg: Bislang galt das Gebäude der Unterbringung jener, die unter fadenscheinigen Gründen nach Deutschland gekommen sind, so genannte Asylbewerber. Ein alter Plattenbau noch aus DDR-Zeiten im brandenburgischen Biesenthal. Der Eigentümer will dieses Objekt nun allerdings loswerden, zur horrenden Summe von immerhin 1 Mio. Euro. Ein „Schnäppchen“, für das sich unterschiedlichen Medienmeldungen zufolge plötzlich die NPD zu interessieren scheint.

Erst jüngst waren die Medien außer sich, nachdem bekannt geworden war, dass der niedersächsische NPD-Spitzenkandidat Andreas Molau, im brandenburgischen Rauen ein Grundstück erworben hat, auf dem er ursprünglich eine Waldorfschule errichten wollte. Letztlich aber vertreten verschiedene Parteimitglieder aus Brandenburg die Auffassung, dass nunmehr doch ein Stützpunkt für die Partei eingerichtet werden wird. Diesen hat die NPD in Brandenburg auch bitternötig, wenn sie langfristig Fuß fassen möchte. Denn genau darauf arbeitet der NPD-Landeschef Klaus Beier seit Monaten hin. Immer wieder fällt die Partei im so genannten Speckgürtel um Berlin durch insbesondere kommunalpolitische Aktivitäten auf. Brandenburg könnte, nachdem der Landesverband vor mehreren Jahren aufgrund parteiinterner Streitigkeiten quasi zusammengebrochen ist, in den kommenden Jahren bedeutender Favorit für die Partei werden und zeitgleich zur Zerreißprobe für den Deutschlandpakt zwischen NPD und DVU werden, da es letzteren bislang vorbehalten bleibt, Kandidaten für den Landtag aufzustellen.

Die NPD verfügt trotz dessen über nur geringe finanzielle Möglichkeiten. Für das Molau-Objekt in Rauen sollen knapp 200.000 Euro geflossen sein, angeblich durch die Unterstützung von Investoren. Dass sich solche auch finden würden, die für einen knapp 800.000 Euro teureren Plattenbau etwas investieren würden, dürfte wohl recht unrealistisch sein. Das sieht man auch in Biesenthal nicht wesentlich anders. Zwar ergingen sich Stadtvertreter in vorauseilendem Gehorsam wieder einmal darin, die Sache ernst nehmen zu wollen, betonten aber sogleich, deshalb nicht „in Hysterie zu verfallen“. Denn dem jetzigen Eigentümer eilt der Ruf voraus, dass dieser das Objekt zwar verkaufen möchte, aber irgendwie nicht so richtig Interessenten findet. Wie schon in anderen vergleichbaren Fällen, dient die NPD in diesem Fall wieder einmal als Druckmittel, welches, die Stadt zum Kauf des Gebäudes bewegen soll. Vor möglicherweise ein oder zwei Jahren, hätte der Besitzer damit sicherlich Erfolg gehabt, inzwischen nimmt man es offenbar gelassener. Darüber hinaus dürfte es sicher auch im Land Brandenburg kein Problem sein, eine leerstehende „Platte“ aus DDR-Zeit wesentlich günstiger zu erwerben. Also wenn die Partei ein tatsächliches Interesse an einem solchen Objekt hätte, dann wohl kaum zu solch hohen Summen.

Berliner Zeitung



Tags: Allgemeines

15 responses so far ↓

  • 1 Kriminalkommissar Freise // Aug 14, 2007 at 15:39

    És wäre zwar zu begrüßen wenn ein ehem. Asylbetrü..verzeihung, Asylbewerberheim einmal ausnahmsweise einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden würde. Aber die NPD sollte ernsthaft überlegen ob sie nicht lieber neu baut anstellen marode Bausubstanz für vergleichbare Kosten aufwendig umbauen zu müssen. Was zudem den Vorteil hätte eine eigene Architektursprache zu finden.

  • 2 Der Müller // Aug 14, 2007 at 16:50

    Ich denke mal das es sich hier nur um einen Witz handeln kann. Die Partei hat zwar schon das eine oder andere tolle Geschäft gemacht aber so weltfremd ist sie nun auch wieder nicht. Die Immobilie von Kamerad Molau ist da die denkbar bessere Alternative. Sie wird es sicherlich auch werden.

  • 3 Otto I. // Aug 14, 2007 at 16:57

    Ich hab’ da auch noch so ‘nen alten Schuppen irgendwo. Könnte nicht mal jemand verbreiten, daß ich ihn an die NPD verkaufen will, damit die Gemeinde, der Kreis, das Land oder der Bund ihn mir zum Höchstpreis abkauft?
    Nur so ‘ne Idee…

  • 4 Julius // Aug 14, 2007 at 21:07

    @ KK Freise

    Zitat: “…anstellen marode Bausubstanz…”

    Kennst du das Objekt?

  • 5 Sauerkraut // Aug 14, 2007 at 22:56

    Otto I. :
    August 14th, 2007 at 16:57

    Ich hab’ da auch noch so ‘nen alten Schuppen irgendwo….ihn mir zum Höchstpreis abkauft?

    Was soll denn immer das Gequatsche, der NPD ginge es um Immobilienspekulationen?

    Es ist schon schlimm genug, dass Städte und Gemeinden glauben Steuergelder dafür einsetzen zu müssen, um den Kauf einer Immobilie durch eine zugelassene politische Partei zu verhindern.
    Das ist der eigentliche Skandal und nicht die Erwerbsabsichten der NPD.

  • 6 Otto I. // Aug 15, 2007 at 5:58

    @ Sauerkraut:
    Und ich habe gedacht, mein Kommentar wäre sofort für jedermann als Ironie zu erkennen…
    Also, der Witz war wie folgt gemeint:
    Wenn heute jemand eine alte Immobilie loswerden will, muß er nur das Gerücht streuen, die NPD wolle es kaufen, und sogleich kaufen Gemeinde, Kreis, Land, Bund, die Hütte auf. Egal, ob die NPD überhaupt irgendwas damit zu tun hat.

  • 7 Saxón // Aug 15, 2007 at 6:59

    Sauerkraut : Wo ist denn da ein Skandal? Endlich kann sogar die NPD vom “induzierten Schreckgespenst NPD” finanziell Kapital schlagen.

    Delmenhorst war übrigens der Knüller: Für eine Schrottimmobilie haben Vereine, Genossenschaften, die Stadt und einzelne Gutmenschen Millionen Euro gesammelt, Nationalisten haben die Gutmenschen insgeheim sogar dazu aufgestachelt, “gegen rechts” Geld zu spenden. Nun besitzt die Stadt ein Hotel, mit dem sie zwar nichts anfangen kann, das aber keine “Nazis” beherbergt, die Vereine haben sich verausgabt, die Gutmenschen sind ob ihrer Zivilcourage zufrieden und das Geld ist … na rate mal!

    Alle sind glücklich – was will man mehr?

  • 8 Muskel // Aug 15, 2007 at 9:52

    @Sauerkraut
    “unsere armen Steuergelder” wenn ich das schon höre…., mit so einem Gefasel kannst du den Pöbel vom Stammtisch beeindrucken und ihn evtl. als “Wähler” gewinnen aber nichts zu einer sinnvollen Diskusion hier beitragen!
    Das ist alles BRD-Geld, das sind alles BRD-Schulden!

    Die NPD als Immobilienschreck ist doch eine total geniale Art die Gutmenschen zu ärgern und wer weiß, irgendwann interessiert es keinen mehr (bzw. geht die Spendefreudigkeit zurück) ob sie eine Immobilie erwirbt. Und vielleicht bekommt es die Partei auch endlich mal auf Reihe und nutzt dann solche erworbenen Objekte effektiv.
    In Wurzen (Sachen) hätte sie in den Neunzigern die Chance dazu gehabt eineZentrale (und das im wahrsten Sinne des Wortes) zu erwerben und auszubauen. Warum sie diese und viele weitere Chancen ungenutzt verstreichen lies wird wohl ihre Geheimnis bleiben.

  • 9 Sauerkraut // Aug 15, 2007 at 13:59

    “unsere armen Steuergelder” wenn ich das schon höre…., mit so einem Gefasel kannst du den Pöbel vom Stammtisch beeindrucken und ihn evtl. als “Wähler” gewinnen aber nichts zu einer sinnvollen Diskusion hier beitragen!

    Willst Du diskutieren oder willst Du Wahlen gewinnen?

    Auch verstehe ich nicht wie man sich darüber freuen kann, dass Vereine oder Gemeinden sich verausgaben. Zumal derartige “Aktionen” meist nur von ein Paar “Führungspersonen” ausgehen und das normale Vereins- oder Gemeindemitglied gar nicht gefragt werden.
    Und mit dem: “Das sind doch BRD-Schulden” machst Du es Dir glaube ich zu einfach…

  • 10 Muskel // Aug 15, 2007 at 15:13

    Nun wenn ich an das “demokratische System” glauben würde, würde ich natürlich “Wahlen gewinnen” wollen. Da dies nicht so ist, können sich die Gemeinden, im Kampf gegen Rechts, sich gerne finanziell verausgaben. Bis vielleicht endlich das “normale Vereins oder Gemeindemitglied” begreift und zu verstehen beginnt in was für einen perversen System er sein Dasein fristet und seinen “Führungpersonen” in den Arsch tritt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Diese BRD darf nicht reformiert werden, sie muss abgerissen werden (natürlich wird da nicht mehr diskutiert)!
    Kein Frieden mit der Besatzerrepublik!!!!!!!!!!!!!

  • 11 Kriminalkommissar Freise // Aug 15, 2007 at 16:34

    @Julius

    “Kennst du das Objekt?”

    Nein aber ich habe bereits eine ganze Reihe von Objekten gesehen (auf Fotos) die man als angebliche NPD-Immobilien-Interessen bezeichnet hat und die waren durchgängig in mäßigem bis schlechtem baulichen Zustand.

  • 12 Kriminalkommissar Freise // Aug 15, 2007 at 16:37

    Nebenbei bemerkt, RICHTIG stilvoll und passend wäre natürlich eine alte Burg zu erwerben und als Schulungs-, Veranstaltungs- und Kulturzentrum auszubauen. Manche werden für einen symbolischen Preis angeboten wenn der Käufer dafür die Instandsetzungs- und/oder Instandhaltungskosten übernimmt. Das wären natürlich immer noch hunderttausende von Euro aber die würden sich wenigstens lohnen.

  • 13 Kriminalkommissar Freise // Aug 15, 2007 at 16:38

    “Das wären natürlich immer noch hunderttausende von Euro aber die würden sich wenigstens lohnen.”

    Natürlich könnte man durch Eigenleistung von Parteimitgliedern (da sind ja eine Menge Handwerker vorhanden) zusätzlich Kosten sparen.

  • 14 heidrun // Aug 15, 2007 at 18:21

    Werter kk Freise;

    a.) >Was zudem den Vorteil hätte eine eigene Architektursprache zu finden.

    b.) >RICHTIG stilvoll und passend wäre natürlich eine alte Burg zu erwerben und als Schulungs-, Veranstaltungs- und Kulturzentrum auszubauen.

    Sie haben mich zugegeben neugierig unter (a.) gemacht, da ich mich frage, welche ‘Architektursprache’ jenseits eines neoklassiszistischen Aufgusses Ihnen vorschweben könnte – wie also ein eigenständiger Stil (statt Fundusplünderern, die Troost und Speer nunmal waren), über den natürlich zB Le Corbusier und meinetwegen van der Rohe (der galt wohl im 3. Reich als zu kompliziert & emigrierte, nannte sich dann ‘Mies’) aussehen könnte.
    Dann kommt aber unter (b.) peinlicherweise bloß der Jungenstraum von der ‘Ritterburg’, was haben Sie denn noch für ’spannende’ Pläne bezüglich architektonischer Formensprache – gar Thingstätten ?

  • 15 Eine andere Feldpostnummer // Aug 15, 2007 at 18:51

    @Otto I.
    “Wenn heute jemand eine alte Immobilie loswerden will, muß er nur das Gerücht streuen, die NPD wolle es kaufen, und sogleich kaufen Gemeinde, Kreis, Land, Bund, die Hütte auf. Egal, ob die NPD überhaupt irgendwas damit zu tun hat.”

    Aber ganz im Gegenteil, die NPD würde dementieren hätte sie nichts damit zu tun, das Siegel NPD oder anderer Nazi (Rieger ist da ja groß) ist bares Geld wert. Denkt an Delmenhorst (da war´s Rieger) 2 Mio wert lt. Gutachten und die Stadt zahlte 3,2 Mio. Möchte jemand behaupten dass da – rein theoretisch natürlich – ein “kleines” Handgeld seitens des Verkäufers nicht möglich wäre. Dass sich dadurch das PARTEIvermögen nicht erhöht, ist natürlich klar. Obwohl nicht illegal…aber die Außenwirksamkeit die Kameraden müssten – hätten sie solche – Handgelder privat verwalten. Aber wie man weiß kommt bei der idealistischen NPD und ihrer altruistischen Kader Geld an letzter Stelle, da wären – gäbe es solche – privaten Verwaltungen ganz und gar unbedenklich…

    Meine Fresse, wollte ich, ich würde in den Osten ziehen [genug Menschenmaterial für meinen bzw. den nationalen Kampf] etwas Literatur lesen, etwas Rhetorik üben, etwas Aktion machen bzw machen lassen (man ist exponiert und darf sich nicht zu weit vorwagen – böses System ect. ]…in wenigen Jahren säße ich als eher unauffälliger, aber akzeptabler Kader im passenden Landtag. Was hätte es schon für negative Folgen, außer den aller exponiertesten Kader wird kaum jemand allgemein wahrgenommen. Da eröffneten sich Lebensgeschichtlich ganz neue Perspektiven.

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