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(FKA) “Neonazis” hinausgefegt: Gräfenberg räumt auf (24.03.07)

March 24th, 2007 · Post your comment (15 Comments)

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Gräfenberg/ Bayern: Die Angst geht um in Oberfranken. Grund dafür ist das Verteilen von „rechtsextremen“ NPD-Schulhof-CDs im 4.000-Seelen-Ort Gräfenberg. Vor der Haupt- und Realschule im Ort sind in jüngster Zeit von NPD-Mitgliedern Schulhof-Cd’s verteilt worden. Ein Ereignis, welches es offenbar im Ort so wahrnehmbar zuvor nicht gegeben hat. Das zumindest würde erklären, dass sich dieser guten, aber ansonsten recht harmlosen Aktion die Nordbayrische Zeitung annimmt. Denn: Die NPD wird es bei kommenden Verteilaktionen nicht mehr ganz so einfach haben.

So steht es zumindest in einem Artikel der Nordbayrischen Zeitung. Gemeint ist damit ein Bürgerforum empörter Eltern. So heißt es unter anderem „…Die NPD hatte ihre Propaganda-CD am Gräfenberger Schulzentrum verteitl - dies bleibt nicht ohne Folgen: Über 130 Eltern, Lehrer und Schüler sind der Einladung des Bürgerforums Gräfenberg zu einem Informationsabend in die Aula der Realschule gefolgt…“ Ein Aufschrei politisch anständiger Bürger, der dadurch um so lächerlicher wird, dass diese Versammlung von rund 130 Eltern von einer eigens engagierten Sicherheitsfirma vor etwa böswilligen Nationaldemokraten mit Schulhof-CD’s geschützt worden ist „…Wir wollen nicht riskieren, dass unsere Veranstaltung durch ungebetene Gäste gestört wird…“, erklärte Karin Bernhart vom Bürgerforum.


Tatsächlich dürfte hier allerdings weniger die Angst vor unerwünschtem Besuch aufgrund vor „Störern“ im Vordergrund stehen, als vielmehr die Angst vorm „Feind“ und sich mit diesem sachlich über die CD auseinandersetzen. Dann hätte man sich vielleicht bitter blamiert, weil die Staatsanwaltschaft die Scheibe mehrfach geprüft hat und keinerlei rechtliche Bedenken äußerte. Für einen Verein, der sich offensichtlich als Gralshüter demokratischer Werte präsentiert, eine Blöße, der man sich in der hysterischen Entrüstung vermutlich nicht aussetzen wollte.

Um was für labile und lächerliche Figuren es sich letztlich in diesem Bürgerforum handelt, wird im Artikel der Nordbayrischen Zeitung deutlich „…Die Angst der Mutter ist bezeichnend. So wie ihr geht es derzeit vielen Gräfenbergern. Seitdem unbekannte Rechtsextremisten auf dem Busbahnhof vor der Haupt- und Realschule ihre Propaganda-CD (wir berichteten) verteilt haben, ist die Sorge um die Kinder groß. «Ich dachte, dass die Neonazis hier einfach nur durchlaufen wollen», gibt ein Vater zu, «jetzt erkenne ich, dass die wirklich vorhaben sich hier breit zu machen.»…“

Und was sagen die Schüler? Im Artikel der Zeitung kommt nur eine Schülerin zu Wort, die von den NPD Mitgliedern vor der Schule mit den Worten „Willste was geschenkt haben“ angesprochen worden ist. Die Schülerin wollte zunächst allerdings nicht gewusst haben um was für eine CD es sich dort handelt. Erst später, genau genommen auf dem Heimweg will sie entdeckt haben, von welcher Partei die CD wirklich ist. Aber auch eine Untersuchung dieses Bürgerforums am Hassobjekt Schulhof-CD durfte den Abend nicht fehlen, um von selbsternannten Experten wie Michael Helmbrecht vom Bürgerforum um zu folgender Erkenntnis zu gelangen „…Die Musik auf der CD sei so konzipiert, dass sie die Jugendlichen anspreche. Rebellion gegen Lehrer und Eltern - immer haarscharf am Rand der Legalität. Und jede Menge billiger Pathos, wie die Ballade des «Deutschen Mädels», das so tapfer für die «Fahne des Reiches, schwarz, weiß und rot» kämpft. Rechtlich sei der Tonträger mehrfach überprüft worden - «zu machen ist da nichts.»…“

Wer allerdings glaubt, das wäre schon alles gewesen, der hat nicht mit der Flexibilität dieses Bürgerforums gerechnet. Symbolisch bewaffnet mit Besen und natürlich Sicherheitsdienst fegte das Forum die „Rechtsextremisten“ symbolisch aus der Kleinstadt. Sozusagen ein „demokratischer Kehraus“ wie dieser auch in anderen Städten schon stattgefunden hat, bei denen sich die Teilnehmer allerdings nicht selten dem Spott und Hohn der Anwohner ausgesetzt sehen. In Gräfenberg ist das natürlich ein wenig anders. Hier geht es schließlich um die Jugend und die Schüler ihrer Kleinstadt. Allerdings hat das leider urheberrechtlich geschützte Bild der Nordbayrischen Zeitung ein kleines Problem: Es sind keine Schüler auf dem Bild zu sehen.

Vereine wie dieser zeigen eigentlich nicht nur die Nutzlosigkeit sondern auch die Inhaltsleere ihrer Phrasen. Offenbar hat man in dem kleinen Ort bislang noch keine Erfahrungen im Umgang mit der NPD gemacht. Beim nächsten oder übernächsten Mal tut es daher auch nicht mehr ganz so doll weh. Bleibt also zu hoffen, dass es sich in dem Ort oder in der Region um keine organisatorischen Eintagsfliegen handelt. Gerade die Hysterie, die vom diesem Bürgerforum losgetreten worden ist, ist dafür gemacht um hier politisch effektiv arbeiten zu können. Beispiele aus ähnlichen Kleinstädten in Vorpommern sollten dafür als Beleg dienen.

Nordbayrische Nachrichten 24.03.07

Quelle: Störtebeker-Netz 24.03.07



Tags: Allgemeines

15 responses so far ↓

  • 1 Eichenholz Original // Mar 24, 2007 at 20:22

    Hier ist auch eine gewisse Großherzigkeit gefordert:
    Die Leute wissen dort nichts über das nationale Lager, außer den extremen Negativbildern, die von Zeit zu Zeit über die Fernsehschirme spuken.
    Würde die heutige PDS immer gleich mit den Bildern vom 17. Juni 53 gleichgesetzt, hätte sie es auch nicht so leicht.
    Das Bild eines modernen Nationalismus oder organisierten, modernen Patriotismus, gibt es noch nicht. Stattdessen nur die kollektive Erinnerung an Hitler, so wie er im Fernsehen gezeigt wird.
    Daher gilt wohl auch hier: Nerven bewahren, Vorurteile durch Realität entkräften.

  • 2 Straight Edge // Mar 24, 2007 at 20:41

    Wird wohl mal Zeit für ne´ Nationale Demonstration in dem Ort. Gerne auch mit paar Leuten vom BlackBlock?

  • 3 PA // Mar 24, 2007 at 20:47

    “Symbolisch bewaffnet mit Besen …”

    Ich fordere die Einleitung eines Verfahrens wegen Hexerei (der Besen ist ja Beweis genug) - auf den Scheiterhaufen mit denen! ;-)

  • 4 Schörner // Mar 24, 2007 at 21:51

    Solche Eltern mit diesen Sorgen braucht das Land! Was müssen deren Kinder glücklich sein, so verständnisvolle Eltern zu haben. Och Kinder, ihr habt zwar ein Land mit einer Zukunft unter türkischer Mehrheit vor euch, aber das schert eure Eltern nicht. Wer wird sich schon um solche Nebensächlichkeiten Gedanken machen, wo man doch gehirngewaschener Gutmensch ist.

    Und ob diese Herrschaften sich schon mal gefragt haben, wenn sie keine Volksfeinde sd. anständig und deutsch sind, warum sie meinen, vor NSLern Angst haben zu müssen? Man kann den Nazis ja viel nachsagen, aber daß sie nicht FÜR die Deutschen wären, das hat nicht einmal Sefton Delmer behauptet.

  • 5 Thomas Brehl // Mar 24, 2007 at 22:07

    Jugend war immer trotzig, rebellisch, sie stellt sich immer und immer wieder gegen die Erwachsenenwelt und lotet ihre Grenzen aus. Dies sei das Recht der Jugend, weil sie ja das kommende Leben in sich trägt, sagte einst Baldur von Schirach in seiner Funktion als Reichsjugendführer.

    Je mehr also die NPD verteufelt und die CD als “gefährlich” gebrandmarkt wird, desto mehr wird sich die aufbegehrende Jugend dafür interessieren. Jugend bekommt sehr schnell ein untrügliches Gefühl dafür, womit man die Erwachsenen am ehesten provozieren und verunsichern kann.

    So ist die Verteufelungskampagne letztendlich die beste Reklame für die NPD-CD, denn das, was die Erwachsenen so vehement ablehnen, ohne es rational und plausibel begründen zu können, gewinnt an zusätzlicher Faszination. Man muß diese CD einfach haben und wenn sich dann Vater oder Mutter aufregen und sich nicht entblöden in der Gruppe mit lauter Besen durch den Ort zu rennen, dann ist das für einen heute 15- oder 16-jährigen einfach nur “geil”…

    Wenn wir den Kampf um die älteren Jahrgänge verloren haben mögen, gewinnen wir den Kampf um die Jugend, dann haben wir den Kampf um ein besseres Deutschland gewonnen!

  • 6 Skeptiker // Mar 24, 2007 at 23:18

    Es ist geradezu die Pflicht der Jugend, die Werte der Alten zu überdenken. Und dies besonders in einer Zeit, in der es den Alten schwer fällt, eherne Werte zu wahren und glaubhaft zu vermitteln, geschweige denn überhaupt diese zu besitzen.

    “Die Jugend will lieber angeregt als unterrichtet sein.”
    Goethe

  • 7 griesgram // Mar 24, 2007 at 23:46

    Das BILD sollte man sorgfältig archivieren!
    Natürlich nur, weil es erstmals einen Beleg dafür liefert, daß “Stadträte” mit Arbeitsgerät umgehen können. Na ja, zumindest wissen sie, wie man einen Besen trägt. Benutzt hat von den Berufsgutmenschen wahrscheinlich noch keiner einen. Weshalb importieren sie uns sonst auch die” Bereicherungen” zu Millionen?
    Damit das so bleiben kann!

  • 8 Thor Leifdal // Mar 24, 2007 at 23:57

    Thomas du hast Recht,der Kampf um die alten Säcke ist verloren ,allerdings ist die Jugend nur ein Teil des Volkes und auf Grund der demographischen Katastrophe ein immer Geringerer Teil des Volkes.Ich fürchte jede Erneuerung wird von den alten Narren und Spießern allein schon zahlenmäßig erdrückt

  • 9 Thomas Brehl // Mar 25, 2007 at 1:09

    @ Thor Leifdahl

    Na ja, das würde ich aus einem ganz bestimmten Grund nicht so pessimistisch sehen wie Du. Die wehrfähige Jugend ist an Kraft, Mobilität und Agilität den von Dir zitierten “alten Säcken” bei weitem überlegen.

    Und hier meine ich keine “Mann-gegen-Mann”-Auseinandersetzung aber während die verlorenen Alten in ihrer Masse überhaupt nicht zu bewegen sind und einige wenige höchstens für ritualisierte Spirenzien “gegen Rechts”, kann man von der Jugend ganz andere Anstrengungen, ja sogar Opfer erwarten, wenn sie denn erstmal einen Hauch von dem begriffen hat, was uns beseelt und um was es am Ende einzig und alleine geht: Um die Rettung und Erhaltung des eigenen Volkes!

    Sie -die Jugend- sind die Garanten der Zukunft oder es gibt keine!

  • 10 Olsen // Mar 25, 2007 at 2:18

    “Sie -die Jugend- sind die Garanten der Zukunft oder es gibt keine!”

    Eben. Zu alledem die Schulhof- CD bestens geignet ist, die Jugend zu erreichen. Dies besonders im Hinblick auf die alltägliche Selbstkasteiung. Das Teile der deutschen Jugend “Kanak” reden, kann doch auch psychologisch als Resignation gegenüber ein Großteil eines Volkes gesehen werden, daß sich stets selbstverachtet. Bezüglich nationalem Selbstwert und Zugehörigkeitsgefühl steht jeder Ausländer über die Masse der Deutschen. Selbst, wenn er vor den Zuständen in der Heimat geflüchtet ist, staatsfeindlich eingestellt ist, würde er seine Identität nicht verleugnen. Die Jugend benötigt Vorbilder und wenn sie die nicht bekommt, sucht sie diese selbst. Die Schulhof- CD ist eine gute Lösung der NPD, da sie dem Problem gerecht wird und für die Jugendlichen nicht abschreckend wirkt.

  • 11 Olsen // Mar 25, 2007 at 3:42

    Nachtrag:
    Wer kann sich nicht an (vielleicht eigene) Diskussionen aus Kindheitstagen erinnern?
    “Mein Vater ist stärker als deiner.” “Nein meiner ist stärker als deiner”. Welcher junge Mensch möchte schon auf Seiten der Schwachen stehen? Deshalb muss man ihm Mut machen, zu sich zustehen und das Bewußtsein vermitteln, daß dies keine Schande ist, sondern allzu natürliches Bedürfniss. Die Volkszugehörigkeit inbegriffen.

  • 12 Olsen // Mar 25, 2007 at 3:43

    Die Volkszugehörigkeit inbegriffen…

    …denn sie ist Grundlage der Gemeinschaftsfähigkeit.

  • 13 fips // Mar 25, 2007 at 13:52

    Wenn schon eine harmlose CD eine solche Panik und Hysterie auslöst, dann zeigt dies auch, auf welch wackligem Fundament dieser Staat eigentlich steht.
    Im übrigen werden die älteren Jahrgänge und die Jugend GEMEINSAM das jetzige System hinwegfegen !

  • 14 Modernisierungsverlierer // Mar 25, 2007 at 19:36

    fips, hier fegt niemand etwas weg. Da helfen auch keine Grossbuchstaben und kein Ausrufezeichen. Die BRD ist nach wie vor stabil. Sie erzieht sich ihre Bürger zwar primitiv, aber offenbar erfolgreich. Das zeigt dieses Beispiel.

  • 15 Axel Michaelis // Mar 25, 2007 at 21:03

    In Gräfenberg findet seit acht jahren eine Marsch anläßlich des Volktrauertages statt. Das örtliche Gutmenschentum verweigert allerdings seit sieben Jahren den Zugang zum Kriegerdenkmal, daß an einen eigens zu diesem Zweck gegründeten Verein vermietet wurde. Der Zugang zum Kriegerehrenmal wird seitdem mit einem Bauzaun versperrt. Die Forchheimer NPD führt zusammen mit der JN Bayern und der mittelfränkischen sowie der oberfränkischen NPD nunmehr seit November monatliche Demonstrationen und andere Veranstaltungen in Gräfenberg durch. Das in den Systemmedien verbreitete Gutmenschengebrabbel entspricht in keiner Weise der Akzeptanz für uns Nationalisten in der Normalbevölkerung.

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