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FKA: „Viva Cuba Libre!”: Fromme Wünsche aus dem Weißen Haus (29.10.07)

October 29th, 2007 · Post your comment (28 Comments)

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Fidel Castro

Fidel Castro – Nochstaatschef von Kuba – hat mal gesagt, dass die US-Regierung ihn schon so häufig für Tod befunden hätte, dass es niemand mehr glauben würde, wenn er denn irgendwann tatsächlich Tod sei. Seit seinem “vorübergehenden” Rückzug von seinen Amtsgeschäften aus gesundheitlichen Gründen im vergangenen Jahr, sieht man in den Vereinigten Staaten offenbar wieder Grund zur Hoffnung erneut in die selbe Kerbe zu schlagen. Zwar nicht Castro, aber doch wenigstens das „Regime“ für Tod zu erklären – zumindest in absehbarer Zukunft.

“Euer Tag wird kommen” faselte US-Präsident George W. Bush dieser Tage in schlechtem Spanisch den kubanischen Exilanten zu. Einige von ihnen hatten sich im Weißen Haus gut sichtbar vor die Kameras postiert, als Bush seine Theorien über das weitere Schicksal des kleinen Inselstaates von sich gab. Die Kubaner sollten endlich, so der US-Präsident „das Geschenk der Freiheit“ erhalten. Worte bei denen eigentlich sofort die Alarmsignale losgehen müssten. Denn hatte nicht auch derselbe US-Präsident schon den Irak mit eben diesem Geschenk bedacht? Da wirken auch die von Bush aufgezählten Schauergeschichten, von angeblich rattenverseuchten Gefängnissen in denen politische Gegner einsitzen würden eher lächerlich. Denn ist es nicht auch derselbe US-Präsident, welcher auf der kubanischen Insel in Guantanamo Bay vermeintlich „politische Gegner“ besser bekannt als „Terroristen“ nicht weniger unmenschlich gefangen hält?

Alle bislang gehegten Hoffnungen seitens der Exil-Kubaner in den USA scheinen sich aber seit dem vergangenen Jahr zu zerschlagen. Zumindest vorübergehend. Denn die Hoffnung auf eine Rückkehr derselben nach Kuba mit Castros Ableben oder wenigstens dem Rückzug aus der Politik verblassen angesichts der Tatsache, dass dessen Bruder Raul Castro vorübergehend die Regierungsgeschäfte übernommen hat. Ein geordneter Rückzug also, ohne dass Fidel Castro dabei an Popularität verloren hätte. Denn die in den USA erhofften Volksaufstände blieben aus. Raul Castro – kommissarischer Staatschef- öffnete das Land inzwischen zu Handelsbeziehungen mit China und Venezuela. Die USA boykottieren das Land nach wie vor – und ein Ende scheint nicht in Sicht, zumindest den Worten des US-Präsidenten folgend.

Beifall bekam Bush für seine Kuba-Rede keinesfalls aus der breiten Bevölkerung – maximal von den Exil-Kubanern die in Florida angesiedelt sind und einen nicht zu verachtenden Prozentsatz von Wählern ausmachen. Denen dürfte das „Viva Cuba Libre!” am Ende seiner Rede gefallen haben. “Unsere Kuba-Politik ist eine der dümmsten auf der ganzen Welt. Es ist Zeit, sie endlich zu ändern.” heißt es hingegen von Lawrence Wilkinson, einst einer der engsten Mitarbeiter des Ex-Außenministers Colin Powell. “Die Rede basiert auf einer Politik, die schlicht die Zeichen der Zeit verschlafen hat”, sagte Peter Kornbluh vom National Security Archive.

Die US-Regierung wurde schlichtweg vom schleichenden Machtwechsel in Kuba überrascht, vermuten internationale Medien. Das Ende des „Fidelismus“ auf Kuba und der damit verbundenen Möglichkeit, eine Exil-Regierung zu installieren, scheinen erst einmal wieder vom Tisch. Ob die Kubaner eine solche Regierung überhaupt akzeptieren würden oder sich nicht doch plötzlich genau jene von den USA erhofften Szenen von Rebellion abspielen würden, steht dabei auf einem ganz anderen Papier. Tatsache jedoch ist, dass sich die USA wieder einmal gründlich verrechnet haben. Genauer gesagt die Rechnung ohne Fidel Castro gemacht hat. So liegt der Verdacht schon nahe, dass die kubanische Revolution mit dem Ableben des Maximo Liders tatsächlich beendet ist - oder auch nicht. Wenigstens die kommenden Jahre könnte Raul Castro noch regieren, wenngleich auch dieser aufgrund seines hohen Alters von inzwischen 76 Jahren, auch nur als vorübergehende Lösung verstanden werden kann.

Nur ist der Inselstaat Kuba seit der Machtübernahme Castros 1959 für Überraschungen bekannt. Die 600 fehlgeschlagenen Umsturz- und Attentatsversuche –ein Großteil gefördert durch den US-Geheimdienst CIA- spricht dafür ebenso, wie Kubas Kampf als David gegen Goliath in der Schweinebucht 1961 und dem kläglichen Scheitern der US-Invasoren. Nicht weniger überraschend wäre es also, wenn selbst nach dem Ableben Fidel Castros alles so bleibt wie es ist. Das neuerliche Zähnegefletsche aus dem Weißen Haus, dass man „kein altes Regime mit neuen Gesichtern“ akzeptieren werde, dürfte daran freilich wenig ändern. Denn auf die „Akzeptanz-Verweigerung“ seitens der USA kann man wohl in Kuba getrost verzichten, nach fast 50 Jahren.

Siehe auch
Die Welt

Tags: Allgemeines

28 responses so far ↓

  • 1 Otto I. // Oct 28, 2007 at 16:34

    Im ersten Absatz steht “tot” als Eigenschaftswort, daher ist es klein und mit “scharfem T” am Ende zu schreiben. Oder wollte der Schreiber Fidel als fleischgewordenen Sensenmann bezeichnen?

  • 2 Sigurd // Oct 28, 2007 at 17:09

    Kuba als Hort des Widerstandes gegen die imperialistischen USA gebührt unsere größte Hochachtung. Sicher mag vieles im Argen liegen im kubanischen Gesellschaftsentwurf, aber insgesamt akzeptieren die Menschen wohl trotz vieler Probleme auch die Vorzüge, die unter Castros Herrschaft erreicht wurden.
    Wichtig ist, daß sich ein südamerikanisches Gegengewicht gegen die USA und ihre Vasallen bildet. Erste Schritte sind getan und der Untergang des USraelischen Vormachtstrebens hat begonnen.

  • 3 Tulamann // Oct 28, 2007 at 19:13

    Groß- und Kleinschreibung beachten! Das gilt auch fir deine anderen Kommentare. - Der Hausmeister

  • 4 Rheinländer // Oct 28, 2007 at 19:47

    Immerhin gilt es zu bedenken, daß es seit der Machtübernahme Castros in Kuba ein Bildungssystem gibt, welches jeden kubanischen Bürger erfaßt. Vorher war das nicht der Fall und Kuba war in den 1950′er Jahren verschrieen als korrupte Bananenrepublik, die als Absteige für Kriminelle aus den USA diente. Mittlerweile ist Kuba recht gut aufgestellt, da Erdöl aus Kolumbien und dem Iran verfügbar ist und die angesehenen kubanischen Ärzte nach ganz Lateinamerika exportiert werden. Sicherlich gibt es gravierende Defizite im politischen System Kubas, jedoch ist davon auszugehen, daß der karibische Inselstaat heutzutage unter einer US-Ägidie einen viel schlechtern Stand hätte.

  • 5 Hauke Haien // Oct 28, 2007 at 21:26

    Kuba hat eine hoehere Bildungsquote als die USA, dort koennen wenigstens die meisten lesen und schreiben. Die Gesundheitsfuersorge ist weitaus besser als in den USA. Was sie nicht haben ist Wohlstand.

    Chavez (Venezuela) hat sich allerdings mit Kuba verbuendet und die Oeldollar fliessen nun auch Richtung Kuba.

    Man sollte nicht vergessen, dass Castro ein Steinzeitkommi ist. Ein gutartiges System hat er auf der kleinen Insel nicht etablieren koennen. Es ist das uebliche lateinamerikanische System. Viel Geld fuer eine kleine Elite grosse Armut fuer das Volk, dabei vollmundige Erklaerungen der Politikerkaste. Etwas aehnliches kommt auch auf die BRD zu.

    Die Kubaner moegen vielleicht ihre Regierung nicht, doch die Abneigung gegen die Gringos ist viel groesser als die Amis sich das denken. Ueberall in Lateinamerika sind die Gringos unbeliebt.

    Ende der Neunziger war es mir zum Beispiel unmoeglich ohne extreme Vorsichtsmassnahmen im Sueden El Salvadors zu arbeiten. In San Miguel war man ein beliebtes Ziel.

    Die Kubaner sind freundlicher (auch als Volk), sie sind auch auf den Tourismus angewiesen und haben eher die suedlichere Lebensfreude.

    Amis denken immer, dass andere Laender nicht perfekte und schadhafte Kopien der USA sind. Sie begreifen nicht, dass es ganz andere Mentalitaeten gibt, die sich nach der politischen Maschinerie richten sondern kreativ ihr eigenes Leben gestalten und dabei die Gegenbenheiten geschickt fuer sich ausnutzen.

    In Brasilien sagt man, es gebe gute und es gebe schlechte Gesetze. Auf meine Frage, was denn die schlechten Gesetze seien, antwortete man mir mit einem Grinsen, das waeren Gesetze, die niemand beachtet.

    Ich denke auch, dass Kuba sich nicht nach den REgeln der Gringos verhalten wird.

    H.H.

  • 6 Hauke Haien // Oct 28, 2007 at 21:28

    Es muss heissen: die sich NICHT nach der politischen Maschinerie richten

    H.H.

  • 7 Hansi SS // Oct 29, 2007 at 2:45

    Sigurd, was Multikulti betrifft ist Kuba alles andere als ein Gegenentwurf zu den USA. Durchmischung der Rassen gibts in den USA auch erst seit den 60ern und seit die Linken das dort unter Kennedy durchgesetzt haben. Kuba ist in der Frage also sicherlich noch schlimmer als die USA, wenn auch weniger mächtig und damit weniger akut gefährlich.

  • 8 Bismarck // Oct 29, 2007 at 3:42

    [quote]Groß- und Kleinschreibung beachten! Das gilt auch [b]fir[/b] deine anderen Kommentare. - Der Hausmeister[/quote]

    Fir sowas hat er keine Zeit. :)

  • 9 Professor // Oct 29, 2007 at 7:02

    Wenn man bedenkt, wieviel Mühe es die Vietnamesen gekostet hat, das Freiheitsgeschenk nicht annehmen zu müssen …

  • 10 's Fritzle // Oct 29, 2007 at 8:20

    Bush ist in Schwierigleiten, Zitat:

    From: Milson
    Date: October 26, 2007 6:43:29 PM GMT+02:00
    To: NESARA INTERNATIONAL
    Subject: NESARA INTERNATIONAL Bush White House begins to disintegrate
    Reply-To: nesarainternational@yahoogroups.ca

    Bush White House begins to disintegrate

    Full text at: http://alcuinbramerton.blogspot.com/2007/10/bush-white-house-begins-to-disintegrate.html

    The Bush White House is in turmoil. Barbara Bush, the President’s mother has accused George Bush Jnr, the President, of destroying the Bush family name. The President himself is drunk much of the time, and important meetings have had to be cancelled or postponed on “medical grounds” because of this. Laura Bush, the President’s wife, has had divorce papers prepared and has said that she will only continue to present publicly as George’s wife until he leaves office. She has demanded a ten million dollar honorarium for providing this photo shoot service. Laura Bush did not accompany George to the APEC meeting in Sydney in September 2007.

    George Bush Jnr and George Bush Snr are at loggerheads on nearly every substantive issue. One by one the Bush family bank and brokerage accounts are being closed down or blocked, and soon George Bush Jnr will find it difficult to pay his staff down home at Crawford, Texas, where he owns the Prairie Chapel Ranch.

    The President is beginning to be openly ridiculed. On Thursday 18th Oct 2007, at a televised press conference at the White House, George Bush was attacked by reporters on camera. The reporter for the once-supportive Washington Times said that Bush was now viewed as trivial. The President stammered, glared and then responded that he was not. During this press conference he was angry and spiteful towards the press and threw out hints that if the Russians and Iranians didn’t knuckle under, World War III was certainly coming. It was a PR fiasco created by a President who was visibly out of control.

    George Bush Jnr, the 43rd President of the United States of America, is a sick, exhausted and broken man. He wants out before the end of his presidential term, and he is looking for an exit strategy which can be presented as an honorable retirement. So are many of his senior White House conspirators. Karl Rove led the way. The sheep are looking to follow.

    The Vice President, Dick Cheney, is popping pills like Jimi Hendrix at the Isle of Wight. He is as close to dead, physically, as a zombie can be. He is being propped-up by medics like a Soviet-era dictator. Dick Cheney has had at least four heart attacks since 1978. He has contractile dysfunction of the left ventricle. He underwent four-vessel coronary artery bypass grafting in 1988, a coronary artery stenting in November 2000, and urgent coronary balloon angioplasty in March 2001. In 2001, a Holter monitor disclosed episodes of asymptomatic ectopy. An implantable cardioverter-defibrillator has been implanted in his chest. In September 2005, Dick Cheney underwent an endovascular procedure to repair popliteal artery aneurysms. His atherosclerotic disease is progressing despite aggressive treatment. He experiences cardiac-related breathing difficulties. More about Dick Cheney’s health can be found here. One of Dick Cheney’s silent clone lookalikes appears occasionally for the cameras to maintain an illusion of normality. Look carefully and notice the plastic smile. George Bush Jnr has a nodding mind-controlled clone lookalike, too. It attends some conferences on his behalf.

    Behind the scenes, elements of civil war are becoming evident within the White House. On the eve of the IMF/World Bank Annual Meetings at the end of October 2007, Dick Cheney attempted to steal $45 billion from George Bush Jnr. A long-serving banker of Pakistani origin based at the New York office of Credit Suisse diverted $45 billion for a secret personal account held by Halliburton in Dubai for Vice President Richard B Cheney. The $45 billion represented stolen money held in trust for the President of the United States, George Bush Jnr.

    This illegal transaction was frustrated by a covert fail-safe mechanism. The Credit Suisse banker was arrested and shortly afterwards, under interrogation, suffered a mysterious heart attack. At about 2.30pm Eastern Daylight Time on Friday 19th October 2007, Credit Suisse domestic banking in the USA collapsed and was taken over by Union Bank of Switzerland. This story has yet to be covered by the mainline media in the USA.

    More details here: http://www.worldreports.org/news/88_bush_and_cheney_stea

    With the NESARA announcements imminent, and Karl Rove gone, the Bush White House is in terminal panic ….

  • 11 @Sigurd // Oct 29, 2007 at 10:13

    Nichts ist schlimmer als die Sympathie und die Solidarität eines Narren. Du würdest auf Kuba zum glück sofort weg geknastet!

  • 12 Léon D. // Oct 29, 2007 at 10:43

    Wenn die “Ami-Supermenschen” endlich das Embargo gegen Kuba fallen ließen, käme auch der Wohlstand.

    Eine souvernäne Nation in Armut und Elend halten und dann (mit oder ohne Krieg) “befreien” und “demokratisieren ist US-Methode seit je her…

    Und es ist widerlich…
    Wie Heinrich Heine (unser Lieblingsjude)sagte:
    “Das widerlichste Volk auf Erden sind die Briten und die werden nur von den Amerikanern übertroffen…”*

    GruSS!

    Léon

    Und das sagte er wo?
    Schriftleitung Altermedia

  • 13 Nationalkommunist // Oct 29, 2007 at 11:08

    Der Sozialismus wird auch ohne Fidel Castro weiterleben und sich entwickeln, da können dieU$ Amis noch so boykottieren. Die Südamerikaner haben in der Zwischenzeit gelernt was ihnen die angebliche Freiheit gebracht hat . Natürlich ist der Cubanische Sozialimus kein Vorbild für einen deutschen Sozialismus, aber unsere Sympathie hat Fidel Castro in jedem Fall. Mir ist jeder neue, noch so kleine Fidel lieber, als die Bush, Clinton, Gore Clique.

  • 14 Stefan Jahnel // Oct 29, 2007 at 11:12

    Cuba ist fast so ein gutes Staatssystem wie die DDR. Allerdings konnte sich Castro die Mauer sparen. Er hat ja das Meer. Und jährlich versuchen zehntausende den Segnungen Kubas in kleinen Nussschalen zu entkommen.
    Übrigens das Gesundheitssystem und das Bildungssystem sind auch nicht mehr so toll, seit der Rubel nicht mehr rollt.

  • 15 Die andere Steuernummer // Oct 29, 2007 at 12:35

    Raul Castro ist immer noch gut im Saft, er schafft sogar sexuelle Belaestigungen:

    http://youtube.com/watch?v=hoNn-X7MVs8

    Und schwul ist er auch nicht, wie man seinen Ausfuehrungen entnehmen kann.

    Claudia Roth, Volker Beck und den Demokraten duerfte dieses Video sehr zusetzen.

  • 16 Léon D. // Oct 29, 2007 at 16:25

    @Schriftleitung

    Wie gesagt: Heinrich Heine, sagte das!

    Die Quelle reich ich nach, da sie einem Buch
    enstammte und ich grad nicht weiß welchem…

    GruSS!

    Léon

  • 17 Léon D. // Oct 29, 2007 at 16:47

    @Schriftleitung

    Ha!

    Habs gefunden:

    Matthias Matussek zitiert Heine in seinem Buch
    “Wir Deutschen”

    Seite 46 unten:

    …” Der Weltbürger Heine, der sich so oft und so edel an die Menschheit selber richtet, hat den allergrößten Spass an der nationalistischen Schlammschlacht. Die Engländer nennt er das “widerwärtigste Volk auf Erden” . Übertroffen würden sie nur noch von den Amerikanern.”…

    GruSS!

    Léon

  • 18 Kondor // Oct 29, 2007 at 19:00

    Meines Wissens ist Fidel Castro Jude.
    Das besagt schon Vieles.

    Auch ist es sehr sondarbar, daß Mossad ihn bisher nie “erledigen” konnte.

    Könnte es sein, das Fidel Castro, der damals angeblich mit schuldig am Tode Che Guevaras (seines konkurrenten) war, nichts anderes als ein AGENT ist?

  • 19 griesgram // Oct 29, 2007 at 19:51

    Vom Verdacht frei, ein Commy zu sein, achte ich den alten Zausel dennoch!
    Unter Batista gab es auch keinen “Wohlstand” UND weder medizinische Versorgung NOCH Schule für alle.
    Heute gibt es unter Castro zumindest Schule und Arzt für jeden.
    Diese Leistung haben die “freien” Latinostaaten meist nicht erbracht.
    Und die Kubaner, die in ihren Nußschalen übers Meer abhauen, wird in Florida schnell klar, daß sie die Armut auch in Amerika behalten haben, der Arzt und die Schule aber nicht mehr umsonst sind.
    Was die Rassenmischung betrifft:
    Kuba war ein spanisches Arbeitslager, alsAgrarkolonie angelegt, beschickt mit dem Abschaum Iberiens und schwarzen Sklaven. Nur der spanische Adel in der Kolonialverwaltung hatte so etwas wie Kultur. Was will man von den Nachfahren von spanischem Pöbel und entwurzelten Negern erwarten? Eine Hochkultur?
    Und der “Wohlstand” ist in Amistan ja wohl auch Geschichte, wenn es ans große Schuldenzahlen geht. Alles auf Pump gebaut.
    Da stehen die Kubaner ohne Öl vielleicht bald besser da als ihre Gringonachbarn, denn DIE können nicht ohne. Kuba schon.

  • 20 Frank Petzold // Oct 29, 2007 at 20:21

    Habe neulich gelesen, daß in den kubanischen Hoheitsgewässern Ölvorkommen in größerem Maßstab vermutet werden. Sollte sich das so bestätigen, können die Amis von Florida aus dem Abbau zuschauen. ;-)

    Östlich von Havanna fanden die Russen 1971 schon Lagerstätten. Bisher bekommt Kuba das Öl aus Venezuela zu günstigen Konditionen.

  • 21 Wintertag // Oct 29, 2007 at 20:34

    Was sang Che (oder?):

    “Entschuldigen sie - ist das der Weg zur Revolution?
    Ich muß da unbedingt hin,
    sonst hat das alles keinen Sinn!

    Ich habe nichts zu Fressen…
    Hab´seit Tagen nichts gegessen..
    Der Urwald ist so groß
    und ich bin allein…
    Selbst Fidl Castro riet mir - Laß das lieber sein!

    Entschuldigen sie - ist das der Weg zur
    Revolutiooon??
    Ich muß da unbedingt hin,
    ohne mich hat das alles keinen Sinn…

    Die Bauern winken und sind so lieb -
    ach nee, sie zeigen mir´n Piiiep…
    Der Hubschrauber kreist - sie haben mich
    gefunden…
    sie drehen schon seit langem ihre Runden..

    Ihr Mitleid und Benzin geht zur Neige,
    schützen mich vor der Pleite
    und geben mir ne Salve…

    Entschuldigen sie - das war meine Revolution…
    Ich wollte Lenin nachmachen und
    wie Mao lachen.. Hasta lavista…”

  • 22 Rheinländer // Oct 29, 2007 at 21:44

    @ Hauke Haien

    Die Amis haben einen missionarischen Eifer, der dem radikalen Christentum entstammt. Ähnlich wie bei den Juden (derer es bekanntlich die meisten weltweit in den USA gibt) glaubt man die auserwählte Nation im Bunde mit Gott zu sein. Das ist Größenwahn in Reinform, wo sich die Neocons mit dem radikalen Islam treffen. Nach meinem Dafürhalten sind die USA gefährlicher als der radikale Islam. Der Islamismus ist plump wie einst der Kommunismus à la Sowjetunion und verfügt im Gegensatz zu dieser bei weitem nicht über die technischen Ressourcen europäischer bzw. europäisch geprägter Staaten. Die “Freunde” jenseits des Teichs mimen einen auf Superdemokraten, womit sogar schlichtere Gemüter massenhaft überzeugt werden können, und verfügen zu allem Überfluß über das mächtigste Waffenarsenal dieses Planeten. Aber uns lehrt die alte Weisheit, daß Hochmut vor dem Fall kommt, denn ein Staat wie die USA kann es nicht einmal verkraften, daß ein monströses Doppelhochhaus zerstört wird. Wahrscheinlich werden die USA als Hegemonialmacht in diesem Jahrhundert mittels häufiger kleiner, aber wirksamer Stiche zu Fall gebracht werden. Das 20. Jahrhundert, welches immer wieder als “Jahrhundert der USA” bezeichnet wird, ist vorüber.

  • 23 Rote Nachfülltusche // Oct 29, 2007 at 21:46

    “Wenn die “Ami-Supermenschen” endlich das Embargo gegen Kuba fallen ließen, käme auch der Wohlstand.”

    Die Demokraten meinen ja, dann käme eher das Ende. Bisher konnte Fidel behaupten, an der Armut in Kuba sei nicht Sozialismus sondern der Boykott schuld. Wenn das fällt, fällt auch die Maske. Wer will denn minderwärtige Produkte aus Kuba haben? Mal ehrlich, DDR-Produkte wollte in Westdeutschland auch niemand. Es sei denn, man würde Kapital in Kuba investieren (können) und modernisieren usw. - aber auch dann bricht das Regime zusammen.

  • 24 Meckerer // Oct 29, 2007 at 23:09

    Wenn Fidel Castro wirklich mal in die ewigen Jagdgründe geht, wird Bush ein paar Extra - Koks - Portionen schnupfen und hochziehen, damit er schön aufgekratzt und scheinheilig den Cubanern gratulieren kann.

  • 25 1+1 // Oct 30, 2007 at 11:03

    @Kondor

    @griesgram hat es auf den Punkt gebracht.
    Was den Juden in Bezug auf Fidel angeht, möchte ich mich an keiner Spekulation beteiligen, zu alledem diese “alle Juden sind abgrundtief böse”- Einstellung mir zuwider ist. Für so etwas denke ich zu differenziert und tiefgründig, um ein derartiges Niveau auch nur ansatzweise nachvollziehen zu wollen.
    Che hatte sich durch seine Taten (politisch unkorrekte Rede vor der UN) ins Schussfeld gebracht. Kennt man seine Biographie, weiss man, daß Che kein Postenschacherer war, sondern unbeugsamer und ruheloser Idealist.
    Seltene Eigenschaften, die selbst seine Feinde Respekt abverlangten.
    Che hatte sich nicht mit Fidel, sondern mit Raul Castro überworfen.
    Wenn Fidel und Raul Castro längst Geschichte sein werden, wird das Gedenken an Che fortbestehen. Selbst, wenn kein Geschichtsbuch dieser Welt diesen Namen erwähnen würde. Egal, wie man über ihn denkt, er ist eine Legende. Wie Ghandi. Und Legenden sterben nie.

  • 26 Freki28 // Oct 30, 2007 at 11:14

    „das Geschenk der Freiheit“-
    das kennen wir doch aus etlichen Gesprächen des Kriegsverbrechers Busch.
    Daraus wurden dann jedes Mal Millionen-Geschenke in Form von Patronen,Granaten,Bomben etc.
    Na dann Kuba - alles Gute zur Bescherung und den Weg in US-raels Freiheit!

  • 27 1+1 // Oct 30, 2007 at 11:19

    “Mal ehrlich, DDR-Produkte wollte in Westdeutschland auch niemand.”

    Kann sein, daß keiner in Westdeutschland DDR- Produkte haben wollte. Gekauft haben sie diese aber zur Genüge. Möbel, Schuhe, Videorekorder, Mikroelektronik, Optik, …
    Neckermann, Blaupunkt, Salamander, IKEA,…
    Wissen sie überhaupt, wie viele sog. Westfabrikate mit einem DDR- Innenleben ausgestattet waren?
    Selbst Hochglanzpornohefte der Color Climax Corporation wurden im Osten hergestellt. Für Devisen, nicht für oberflächliche Westwichser.
    Gehen sie doch einmal in ein Ladengeschäft ihrer Wahl und analysieren sie die angebotenen Waren. Welchen direkten und indirekten Anteil am Warenbestand haben diese Billigprodukte aus aller Welt selbst an den hiesigen Qualitätsprodukten?
    Binden sie sich besser vorher die Kinnlade fest. Es könnte sein, dass die Luke bis auf den Boden klappt… ;-)

  • 28 Dort aufgewachsen // Oct 30, 2007 at 19:52

    Wie soll man Kuba objektiv betrachten wenn man selber jenes Unterstehende mitrlebt hat?

    Ein harter Zeitabschnitt der Gottseidank jetzt vorüber ist aber man manchmal wehmütig daran zurückdenkt.

    Als Kind Deutscher Eltern aus WWII kann ich durchaus den verlorenen Krieg durch die wirklich tapfersten Soldaten der Welt mitempfinden. Diese jetzt verstorbenen Eltern konnten im Aussland über manche Dinge ein bisschen freimütiger sprechen als bei Euch.

    Dagegen war unsere Erlebnisse ein Papenstiel …

    “Cuba started sending military support to Angola as early as 1975. The purpose of the growing Cuban support was Fidel Castro’s policy of spreading “popular people’s revolution” in 3rd world countries, and after his failure to ignite such revolutions in Latin America, he focussed on Africa, where the notorious Che Guevara was also sent in the ’60’s. By March 1976 there were 36000 voluntary Cuban military personnel in Angola. By 1989 the figure grew to 55000, and an approximate total of 350 000 Cubans did military service in Angola. South Africa was therefor fighting as the proxy for the West in this Cold War conflict. While SA was banished from the international community for its Apartheid policy, it was still seen as pro-western and had the silent blessing of most Western Governments for fighting against the perceived threat of Communism”.

    Quelle: http://www.geocities.com/sa_bushwar3/onepager

    Die Leute die bei Euch so Multikulti befördern, können ruhig hier zu uns in Südafrika einwandern. Es wäre eine gegenseitige Bereicherung - diese Leute werden erleben wohin ein Multikulti Traum eines Tages landen wird, und wir würden endlich mal ein paar Weisse mehr werden - vielleicht ergibt sich dann wieder etwas Vernünftiges in diesem Land.

    Noch besser ist wir kommen zu Euch und die Antifa hierher als Austauschprogram (aber vorsichtig - hier werden die Leute auch langsam umerzogen - nicht so leicht mit uns Altwehrpflichtige - bei uns brodelt es manchmal noch in ohnmächtiger Wut).

    Noch so ein paar Kubaner Erlebnissquellen:

    http://uk.geocities.com/sasolboy/calueque.html

    Für jene die sich interessieren würden - hier wird ziemlich vollständig aus der Sicht des einfachen Soldaten beschrieben “wie es wirklich” war:

    http://www.geocities.com/sadfbook/bgtoc.html

    Ich habe so verschiedene Dinge, die dort beschrieben wurden, selber mitgemacht.

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