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Forum gegen Rechts morgen im Neubrandenburger Rathaus und dies und das (geändert - 30.01.06)

January 30th, 2006 · Post your comment (4 Comments)

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Neubrandenburg/Mecklenburg: Ein Forum gegen Rechts soll morgen ab 17 Uhr im Neubrandenburger Rathaus stattfinden. Erwartet werden Vertreter aller etablierten Parteien sowie von Gewerkschaften, dem örtlichen Unternehmensverband und dem Verfassungsschutz. Wie es außerdem nach Angaben von Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) heißt, soll das örtliche Netzwerk für Demokratie und Toleranz derzeit 40 Vereine und Einrichtungen umfassen.

Wie alle Veranstalten dieser Art, so ist auch auf dieser offenbar nicht daran gedacht, die direkte politische Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner zu suchen. Wird man von nationaler Seite dennoch aufkreuzen? Vorgehensweisen dieser Art haben sich in der Vergangenheit immer wieder nicht nur als praktisch, sondern auch als sehr entlarvend für die Gegenseite entpuppt. So geschah es von dieser Seite immer wieder, daß öffentlich angekündigte Veranstaltungen plötzlich in Privatveranstaltungen umfunktioniert wurden, um so auf diese Weise mögliche politische Gegner gleich von vornherein draußen lassen zu können.

Denkbar aber auch, daß man derzeit nationalerseits in Neubrandenburg mit wichtigerem beschäftigt ist, nämlich der Vorbereitung des kommenden Landesparteitags der NPD. Bereits im Vorfeld gab es deshalb in der örtlichen NPD recht auffallende Veränderung. Ähnlich wie in anderen Kreisverbänden der Partei, so gab es auch hier einen Mitgliederschub aus der nichtparteigebundenen Szene, in diesem Fall wohl hauptsächlich von der Mecklenburgischen Aktionsfront (MAF), der zahlenmäßig so berechnet wurde, daß die bisherigen Parteimitglieder im wahrsten Sinne des Wortes untergebuttert wurden. Eine Mitgliederversammlung sorgte daraufhin am 22. Januar dafür, daß für den kommenden Landesparteitag nur solche Delegierten gewählt wurden, die ins politische Kalkül der Neuzugänge paßten, nicht aber in das der bisherigen Kreisverbandsführung, deren Tage in absehbarer Zeit ebenfalls gezählt sein dürften. Mit Eintrittsmanövern dieser Art, wie es sie in der jüngsten Vergangenheit auch in anderen Kreisverbänden gab, spekulieren vor allem Soziales und Nationales Bündnis wie auch Mecklenburgische Aktionsfront auf eine Kandidatenauslese nach ihren Vorstellungen, für den kommenden Landesparteitag am nächsten Wochenende.

Dagegen ist von der Sache her auch nichts einzuwenden, allerdings gehen wir davon aus, daß sich die Kandidaten der einen wie der anderen Seite im großen und ganzen nicht weit nachstehen. Schon jetzt aber glauben wir sagen zu können, daß es hier mehr um personelle, denn inhaltliche Auseinandersetzungen gehen wird, ganz gleich wie man die Show auch nach außen hin zu verkaufen gedenkt.

In der Vergangenheit hatten wir ja bereits die Namen der vom Landesvorstand vorgesehenen Kandidaten veröffentlicht. So handelt es sich nach unserem bisherigen Kenntnisstand um


1. Udo Pastörs
2. Tino Müller
3. Michael Andrejewski
4. DVU
5. Birger Lüssow
6. Raimund Jentsch
7. Michael Gelnik
8. DVU
9. Dirk Arendt
10. Enrico Hamisch
11. Michael Grewe
12. Jens Blasewitz
13. David Petereit

Offen waren bis jetzt die Namen für Platz 4 und 8. Wie man uns mitteilte, ist für Platz 4 inzwischen Jürgen Rieger im Gespräch. Undenkbar wäre dies nicht, da die DVU in Mecklenburg-Vorpommern auch nicht über einen namhaften Politiker verfügt. Da Rieger selbst parteilos ist, ist er als Kompromißkandidat, der auf beiden Seiten Ansehen genießt durchaus geeignet. Was hingegen Platz 8 betrifft, so heißt es, daß Thomas „Steiner“ Wulff an ihm interessiert wäre. Wulff war bei der Kandidatenauswahl bislang gänzlich übergangen worden, was freilich nur für ihn eine Überraschung gewesen sein dürfte. Daß es so kommen würden, war eigentlich schon bei den Landesvorstandswahlen im vergangenen Jahr ersichtlich geworden, als Wulffs Versuch, sich an die Spitze der NPD-Mecklenburg-Vorpommern zu setzen, mit übergroßer Mehrheit abgelehnt wurde.

Für Wulff hatten, wie man uns aus Parteikreisen mitteilte, lediglich einige freie Nationalisten, die erst kurz zuvor der NPD-Rostock beigetreten waren, gestimmt.

Siehe auch
Nordkurier Neubrandenburg 25.01.06

Quelle: Störtebeker-Netz 30.01.06

Tags: Allgemeines

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