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Freies Vogtland: Teilnehmerbericht zur Antikap Doppel-Demo Hof/Plauen (25.09.06)-Ergänzt

September 25th, 2006 · Post your comment (19 Comments)

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Plauen / Sachsen: In einem Bericht vom 17. September erwähnten wir u. a. auch nationale Demonstrationen, die im Rahmen der Antikap-Kampagne in Plauen (Vogtland) und Hof ( Bayern) durchgeführt wurden. Dazu erreichtet uns jetzt folgender Teilnehmerbericht, den wir an dieser Stelle wiedergeben wollen:

Nationale Demo in Plauen

Im Rahmen der Antikap-Kampagne fanden am Samstag, den 16. Sept., zwei Demos in Plauen und Hof unter dem Motto „Freie Menschen statt freie Märkte“ statt. Bei bestem Wetter traf man sich gegen 12:00 in Plauen. Nach intensiver Polzeikontrolle und kurzer Wartezeit setzten sich die ca. 250 Teilnehmer in Richtung Pausaer Straße in Bewegung. Nun spazierte man durch fast menschenleere Straßen gekonnt an einem großem Wohngebiet vorbei, zum Ort der Zwischenkundgebung. Musikalisch erinnerte der Umzug stark an ein Andrè Lüders Konzert. Nur wenige Lieder ( „Deine Schuld“(Ä), „Opfer“(Ä) und „Weltweit“(Mellow Mark) ) fielen aus dem „nationalen Rahmen“. Hier wurde vielen Teilnehmern zuvor mehr versprochen. Von den beiden Redebeiträgen scheint mir nur ersterer von Patrick Paul erwähnenswert. Der Redner erklärte den anwesenden Passanten warum auf einer nationalen Demo „Die Ärzte“ gespielt werden und dass es uns völlig egal ist, welchen Kleidungsstil man trägt. Viel wichtiger sei die innere Einstellung gegen Kapitalismus und Globalisierung. Sehr richtig und schade, dass man das immer noch erwähnen muss. Danach warnte er vor den Gefahren einer globalisierten Welt und brachte nicht wenige Passanten zum Zuhören und Nachdenken. Der zweite Redebeitrag wurde leider abgelesen, relativ emotionslos vorgetragen und war auch -aber nicht nur- zeitlich gesehen einfach zu viel. Als es dann endlich weiterging wurden die Demoteilnehmer von gewalttätigen Gegendemonstraten angegriffen. Ein Teilnehnmer wurde von einem Granitstein am Kopf getroffen und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. AlleVersuche der sofortigen Gegenwehr wurden von den Polizisten gewaltsam verhindert. Die Polizei brügelte den Werfer in die nächste Bushaltestelle und nahm in fest. Er wurde jedoch von vielen Demoteilnehmern erkannt und sollte sich jetzt vor allem in Plauen und Umgebung lieber nur noch maskiert auf die Straße trauen. Der Verletzte konnte das Krankenhaus am nächsten Tag bereits wieder verlassen.

Nationale Demo in Hof

In Hof angekommen wurde man von mehreren hundert Gegendemonstranten empfangen. Leider schrumpfte unsere Demonstration auf dem Weg nach Hof um mindestens die Hälfte. Na klar, bei dem Wetter gibt es wichtigeres zu erledigen, als in Hof ein Zeichen gegen Überfremdung und Globalisierung zu setzen. Da die Stadt jeden Kindergarten und jede Hortgruppe zwangsmobilisierte brachten die verschiedenen Gegenveranstaltungen mehrere Tausend Schaulustige auf die Straße, die sich uns zwar nicht in den Weg stellten, aber vom Randstein aus begaffen konnten. Mit Musik von Lüders, wem auch sonst, gelangte man zum Kundgebungsplatz. Hier ließ sich die Demo leider ohne großen Widerstand in zwei Teile trennen. Die Anwesenden Passanten mit Migrationshintergrund machten solchen Lärm, dass von den folgenden Redebeiträgen fast nichts mehr zu vertehen war, was vielleicht auch ganz gut war. Denn der Redner verlohr irgendwie den Faden und faselte etwas von Gammelfleich , Döner und Heimreise. Das Niveau passte sich somit perfekt dem der Gegendemonstranten an und trieb nicht wenigen Demoteilehmern die Schamesröte ins Gesicht. Nach den wieder viel zu langen, unverständlichen Reden ging es endlich weiter. Aus dem Lautsprecherwagen dröhnte dumpfer Rechtsrock, der nur für geistige Tiefflüge wie „Bratwurst statt Döner“ unterbrochen wurde. Man nahm es mit Humor und überlegte sich noch weitere, ähnlich schlagende Parolen. „Schinkenspicker statt saurer Milch“ und „Schäferstündchen statt Überstündchen“ waren nur die besten Einfälle, wurden dann aber doch nicht über den Lauti „verpropagiert“. Zum Ablschuss muss man eingestehen, dass nicht nur feindseliges aus den Gegenkundgebungen zu vernehmen war. Immer wieder grüßte man unseren Aufzug durch das Schwenken verschiedener Nationalflaggen. Leider traute man sich nicht aktiv an unserer Demo teilzunehmen und den Antinationalen zu zeigen wie wichtig, normal und auch beliebt das Bekennen zu einer Nation ist.

Quelle: Freies Vogtland

Siehe auch
Altermedia 17.09.06

Anhang:
Zusätzlich zu diesem Bericht erreichte uns am 26. September auch noch ein Aktionsbericht der NPD Hof / Wunsiedel, den wir an dieser Stelle ebenfalls zitieren wollen:

Nationaler Widerstand zeigt Flagge gegen Globalisierung und Raubtierkapitalismus - ein Bericht zur Doppeldemonstration in Hof und Plauen am 16.09.2006

Bereits am 29. Juli 2006 konnte im Raum Hochfranken der offizielle Startschuss für die von mitteldeutschen Kameraden konzipierte Antikapitalismus-Kampagne gegeben werden. Nachdem man schon am vorausgegangenen Donnerstag und Freitag in den Städten Wunsiedel, Hof und Rehau Tausende von globalisierungskritischen Flugblättern verteilt hatte, war es dann am Sonnabend, dem 16.09.2006, endlich soweit: “Freie Menschen statt freie Märkte” sollte das Motto lauten, unter dem man zunächst im sächsischen Plauen und anschließend im fränkischen Hof auf die Straßen gehen wollte.

Und so trafen sich am Samstagmorgen mehrere Aktivisten des NPD - Kreisverbandes Hof/Wunsiedel und freier regionaler Kräfte mit Kameraden aus der nördlichen Oberpfalz in einem Vorort von Hof, um von dort aus mit dem Zug nach Plauen zu fahren. Am Bahnhof von Plauen wurden wir schon von zahlreichen Kameraden erwartet. Nach Beendigung der üblichen Personalienfeststellung wurden wir von den eingesetzten Polizeibeamten zum Sammelplatz geleitet. Der Kamerad Patrick Wieschke verlas nun die für die Versammlung geltenden Auflagen und es wurde vom Pressesprecher des NPD - Landesverbandes Bayern, Günter Kursawe, ein Grußwort vorgetragen, woraufhin wir dann auch schon gegen 13 Uhr mit über 200 Kameradinnen und Kameraden den Demonstrationszug beginnen konnten. Mit Liedern gegen den US-amerikanischen Wirtschafts- und Kulturimperialismus, dessen Instrument bekanntlich auch die Globalisierung ist, wurde lautstark durch die Stadt marschiert. “Frei, sozial und national” hieß unser Schlachtruf, der selbst durch die kleinsten Gassen ertönte. Am Straßenrand fanden sich währenddessen viele interessierte Bürger zusammen, die unserem Anliegen trotz medialer Hetze im Voraus durchweg aufgeschlossen gegenüber standen. Am Ort der Zwischenkundgebung angelangt, sprach zunächst Patrick Paul, ein Mitinitiator der Antikapitalismus - Kampagne, zu den Demonstrationsteilnehmern und Bürgern. Dieser wies vor allem auf die mit der Globalisierung einhergehenden weltweiten Gleichschaltungstendenzen im wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Bereich hin. Ziel der “global players” sei es, mit möglichst geringen Produktionskosten einen maximalen Profit zu erzielen - und das natürlich ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der in den jeweiligen Ländern lebenden Menschen. Nationalstaaten stünden dieser Entwicklung mit ihren volkswirtschaftlichen Regulierungsmechanismen jedoch im Wege, weshalb man Grenzen und Staaten am liebsten abschaffen möchte. Den mit viel Applaus bedachten Worten des Kameraden Paul folgte noch ein weiterer Redebeitrag von einem anderen thüringischen Aktivisten. Nach diesem konnte die Demonstration fortgesetzt werden. Beim Rückmarsch in Richtung Bahnhof kam es dann zu einem traurigen Zwischenfall: Ein Kamerad unserer Versammlung wurde im Gesicht von einem faustgroßen Stein getroffen, den ein Linksfaschist aus einem feigen Hinterhalt warf. Ansonsten waren die selbsternannten antifaschistischen Kämpfer in Plauen kaum zu sehen - in der Stadt Hof ergab sich leider wenige Stunden später ein gänzlich anderes Bild.

Nur ein kleinerer Teil der Plauener Demonstrationsteilnehmer fuhr mit nach Hof, weshalb man dort - zusammen mit den bereits anwesenden Kameradinnen und Kameraden - auf 150 Personen kam. Wesentlich stärker zeigte sich dagegen der bürgerlich - antifaschistische Protest: Da der Bürgersteig von türkischen Jugendlichen, betrunkenen Punks und anderen Figuren belagert wurde und man uns von dort aus mit Eiern und Flaschen bewarf, zeigte sich die bayerische Polizei einmal wieder mit der Situation völlig überfordert. So blieben die zahlreichen Eierwürfe der jungen Türken, die unseren Demonstrationszug außerdem mit einer solch hohen Anzahl an Kraftausdrücken beleidigten, dass man damit ein ganzes Schimpfwörterbuch füllen hätte können, gänzlich unsanktioniert. Mit der deutschen Sprache haben es unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund ja meistens nicht so - wäre denn da ein akzentfrei ausgesprochenes “Hurensohn” nicht schon ein erheblicher Fortschritt für eine gelungene Integration im Sinne der Gutmenschen?

Wie dem auch sei: Der Versammlungsleiter Patrick Wieschke machte in seinen Ausführungen deutlich, dass man den türkischen Gästen, die sich so zahlreich versammelt hatten, eine möglichst baldige “gute Heimreise” wünsche. Einigen der türkischen Gegendemonstranten gefiel die höflich und formal gehaltene Präventivverabschiedung durch den Kameraden Wieschke überhaupt nicht. “Wir kriegen dich du Ratte, ey, wir machen dich so platt, das glaubst du gar nicht!” drohten die türkischstämmigen Mitbürger in gewohnt friedfertiger Manier. Sie fluchten, spuckten und bewiesen, dass der Gammelfleischskandal vermutlich auch nicht vor den Toren der Hofer Döner - Buden halt gemacht hatte!

Am Sonnenplatz in Hof angekommen, traten schließlich noch Patrick Wieschke und der NPD - Bezirksvorsitzende von Oberfranken, Kai Limmer, als Redner auf. Gegenüber von unserer Kundgebung hatte sich der Gutmenschenmob mit seinem türkischstämmigen Anhang versammelt. Man konnte allerdings erkennen, dass sich unter den ca. 1500 Gegendemonstranten zahlreiche interessierte Bürger befanden, die bei den Reden von Limmer und Wieschke des Öfteren zu klatschen begannen.

Nachdem man zum Hofer Hauptbahnhof zurückmarschiert war, wurde die Veranstaltung mit der Ankündigung, demnächst wieder nach Hof zu kommen, für beendet erklärt. Die Doppeldemonstration konnte insgesamt als voller Erfolg bewertet werden. Die Veranstaltung hat bewiesen, daß gewalttätige Ausländerbanden neben den kriminellen Antifahorden mittlerweile eine weitere Hilfstruppe des abgewirtschafteten liberalkapitalistischen Systems ist, daß sich gegen nationale Alternativen mit der Verzweiflung eines Ertrinkenden wehrt. Wir haben mit der Demonstration in Hof, die angesichts der dort vorherrschenden Arbeitslosenquote eine besonders hohe Priorität besaß, in ein Wespennest gestochen. Davon sollten wir uns jedoch nicht beunruhigen lassen: Hof ist und bleibt deutscher Heimatboden und wir werden diese Stadt nicht aufgeben. In den nächsten Monaten wird die Hofer Bevölkerung noch so manches NPD - Flugblatt im Briefkasten liegen haben. Das ist keine Warnung, sondern ein Versprechen!

NPD - Kreisverband Hof/Wunsiedel



Tags: Allgemeines

19 responses so far ↓

  • 1 Ace // Sep 25, 2006 at 20:10

    Ich setze hier mal das rein, was ich bereits in einem anderen Forum dazu geschrieben habe:

    ———————-

    Zwei Sachen hab ich zu Deinem Bericht anzumerken:

    1. Ist es wohl entweder Ironie von Dir oder aber wirklich dümmlich, wenn Du Zuspruch durch das Schwenken von Nationalfahnen versucht zu erkennen! Meinst Du damit die türkischen Fahnen oder die jüdischen Fahnen? Kannst Du Dir ja raussuchen …

    2. Zur Musik! Im Vorfeld wurde in der Tat das Thema Musik vielseitig besprochen. Nur war es wirklich interessant zu sehen, dass gerade die Leute, die sich für alternative Musik einsetzten, gar nicht bei der Demo anwesend waren, sondern Ihre Angst damit kaschierten, dass sie “Aufklärung” bei der Gegendemo betrieben!

    Es mag ein fragwürdiger Charakterzug sein, aber ich spiele keine Musik ab, welche von den Leuten gewünscht wurde, die sich dann am Ende woanders rumtreiben

    Persönlich wäre ich für eine andere Mischung gewesen, aber gut, wir haben uns den Leuten angepasst die an UNSERER Demo teilgenommen haben!

    Alles in allem war es eine durchwachsene Demonstration in Plauen! Wegstrecke auch nicht ideal, aber das liegt -leider- an den Aktivisten vor Ort, welche es nicht mal geschafft haben, eine Demonstrationsstrecke hinzubekommen (sondern das mussten Leute von außerhalb bestimmen)

    Hof war nicht anders zu erwarten (wegen des Ausländeranteils und des zu erwartenden Widerstands), wurde aber trotzdem recht gut gemeistert in meinen Augen!

    Das sagt uns im Grunde eigentlich folgendes: Aus Fehlern lernen und vorallem -was ich schon lange “predige”- die Regionen soweit ausstatten, dass sie eigene Redner und eigene Anmelder bzw Personen für derartige organisatorische Sachen haben!

    —————————-

  • 2 Flugzeugführer // Sep 25, 2006 at 20:16

    Gibt es irgendein positives Ergebnis durch diesen Demonstrationszirkus zu vermelden?
    Ich meine natürlich außer der privaten Befriedigung des berufsrevolutionären Aufmarschdranges?

  • 3 Ace // Sep 25, 2006 at 21:53

    Das müsste man -logischerweise- die Kräfte vor Ort fragen!

    Wir haben logistische Unterstützung geliefert, die praktische und politische Umsetzung bleibt natürlich freilich fast ausschliesslich den regionalen Gruppen vorbehalten!

    Wir legen jeder regionalen Gruppe eine intensive Vor- und Nachbearbeitung nahe! Ansonsten verpufft gerade diese Demonstration, denn das Thema Antikapitalismus muss dem Menschen erst einmal vermittelt werden …

  • 4 Worch // Sep 25, 2006 at 22:46

    @ Flugzeugführer:

    Ja, daß du eine Landebahn auf der Straße findest, wenn du abstürzt.

    Grüße
    Christian Worch

  • 5 J.B. // Sep 26, 2006 at 7:28

    Zitat:
    „Der Redner erklärte den anwesenden Passanten warum auf einer nationalen Demo „Die Ärzte“ gespielt werden und dass es uns völlig egal ist, welchen Kleidungsstil man trägt. Viel wichtiger sei die innere Einstellung gegen Kapitalismus und Globalisierung.“

    Klaro, mit Jeans, Turnschuhen und Baseballkappen kann man ein sichtbares Zeichen gegen Kapitalismus und Globalisierung setzen. Man kann auch ruhig Pizza fressen und Coke saufen und überhaupt seinen ganzen Lebensstil amerikanisieren. Denn Hauptsache ist, daß man „innen drin“ so echt und voll „dagegen“ ist.

    Ansonsten könnte man sich der Fragestellung des Flugzeugentführers anschließen. Da wären 10 Infostände á 25 Mann sicherlich wertvoller gewesen, oder 10 Wortergreifungen bei Systemveranstaltungen, anstatt sich im Polizistenkorso durch eine Stadt führen zu lassen. Natürlich ist das immer noch besser als gar nichts zu machen, aber wirklich: Was bringt’s den Glotzenden am Rande?

  • 6 J.B. // Sep 26, 2006 at 8:03

    Bei Telepolis ist ein Beitrag, der die Demoorganisatoren interessieren könnte:
    Des Nazis liebste Zecken
    Michael Klarmann 26.09.2006
    Neonazis fehlt im Rechtsrock die Innovation – während sie Punks und HipHopper hassen, hören sie dennoch deren Sound.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23601/1.html

    Die Kommentare sprechen für sich:

    „Dass so ein paar Neonazi-Punzen und ihre Stecher auch Punk hören, zeigt doch nur, wie unpolitisch dieser ganze Stumpfsinn eigentlich ist. Da steckt mehr jugendlicher Frust und provinzielle Langeweile drin als echte politische Ideologie.“

    „Bald müssen Rechte koscheren Döner zum in ihre Kultur aufnehmen weil es sonst nicht mehr viel gibt was sie als ihres erklären können.“

  • 7 Ace // Sep 26, 2006 at 10:29

    @ J.B.

    Wie stellst Du Dir denn das öffentliche Bild eines antikapitalistischen Jugendlichen in der westlichen Welt heute vor?

    Mit Bundschuh und selbstgemachter Hose? Finde es immer wieder faszinierend, wie lebensfremd manche Leute Ihre Analysen anlegen!

    Es ist doch absolut logisch, dass sich auch nationale Jugendliche nicht vollkommen der Gesellschaft entziehen (können oder wollen)

    Ich denke auch in einem antikapitalistischen Staat kann man ein “Basecap” aufsetzen oder mal ne Pizza essen, oder rauschen wir direkt in ne Diktatur, wenn wir Leuten wie Dir folgen würden?

    Die Demonstrationen müssen freilich flankiert werden durch weiterführende Aktionen (Infotische, Infoveranstaltungen und auch Flugblätter), allerdings geht das eben auch mit Jeans und Basecap ;-)

  • 8 Flugzeugführer // Sep 26, 2006 at 13:04

    Hallo Christian,
    noch mal extra für Dich:

    Gibt es irgendein positives Ergebnis durch diesen Demonstrationszirkus zu vermelden?
    Ich meine natürlich außer der privaten Befriedigung des berufsrevolutionären Aufmarschdranges!

  • 9 J.B. // Sep 26, 2006 at 14:00

    @ace:
    „oder rauschen wir direkt in ne Diktatur, wenn wir Leuten wie Dir folgen würden?“ Wieso, Du und Deinesgleichen müssen sich doch selbst die Frage stellen, welchen Weg sie gehen wollen. Nach der Befreiung vom Großkapital zu brüllen ist einfach, sich aber selbst aus den Abhängigkeiten des globalisierenden Kapitals befreien nicht. Das erfordert Mühe und Selbstüberwindung. Deswegen mache ich euch auch keinen Vorwurf. Wenn man aber bei einer Demo gegen Globalkapitalismus die eindeutigen Konsumgüter des Großkapitals an seinem Körper zur Schau stellt und einem Kleidungsstil entspricht, der von den gleichgeschalteten Einheitsmenschen auch in Sidney, New York, Hongkong oder Rio getragen wird, dann kann es m.E. auch mit der vollmundig gepriesenen „inneren Einstellung“ nicht weit her sein.

    „Mit Bundschuh und selbstgemachter Hose?“ Eine geniale Idee! Gut aussehende Alternativen gegen schnoddrige Schlabberjeans entwerfen und nicht nur „Dagegen“ brüllen!

    „Es ist doch absolut logisch, dass sich auch nationale Jugendliche nicht vollkommen der Gesellschaft entziehen (können oder wollen)“ Welcher Gesellschaft? Diejenige, welche euch von den Herrschenden vorgegeben wird? Wer sich der nicht entziehen will, der lebt unter der Herrschaft offensichtlich ganz gut. Kleidunsstil ist ja nur ein Bereich von vielen, aber der zunächst offensichtlichste, der viel über einen Menschen verrät.

  • 10 Freudenfeuer // Sep 26, 2006 at 14:23

    Die scheiss Musik scheint wichtiger zu sein, als der Hautpgrund für die Demo, ganz großes Kino. Schaltet die scheiss Musik mal ab und lasst während der Demo eine Rede, eventuell auch von Band, über die Lautsprecher kommen, oder überfordert das vielleicht euer Gehirn beim marschieren? Denken und laufen gleichzeitig fällt schwer, oder wie?

    Dem Bericht muss ich allerdings zustimmen wenn es um die reden geht, die Döner, Bratwurst etc. behandeln. Die Scheiss Diskussion, was essenswert ist oder nicht, so ein Dreck. Weiss auch nicht was ihr alle gegen Döner und Pizza, oder curry Reis habt. Richtet euren Zorn anstatt gegen Pizza und Döner mal lieber gegen die, die es ermöglicht haben, dass es hier soviel Pizza und Döner gibt, wenn ich Unkraut vernichten will, dann schnibbel ich ja auch nicht die oberen Blätter ab und lass die Wurzel in meinem Heimatboden stecken, kein Wunder, wenn in ein paar Wochen das Unkraut wieder spriesst. Gegen Globalisierung wollt ihr sein, bekämpft aber in euren Reden lieber die Dönerbuden, find ich echt ne Spitzensache die mir nur ein müdes lächeln abringt. Spricht mal wieder für viele Idioten die auf den Demos, und unter den Rednern leider auch, zu finden sind.

    Ich gehe am Tag fast 11 Stunden arbeiten, habe nicht immer die Lust mir selber was zu kochen und da der “faule” deutsche Imbissbudenbesitzer seine Bude schon um 20.00 dicht macht (wobei ab 19.30 schon geputzt wird und man nichts mehr bekommt), kann ich nach einer Schicht um 23.00 uhr in dem Dönerladen noch ein Schnitzel, Pizza oder wenns denn sein muss auch nen Döner verdrücken, ja, oh wunder, ich kann mir das aus dieser Bude sogar liefern lassen, während ich an der Imbissbude schon dumm angeschaut werde, wenn ich mein Essen geren eingepackt hätte um es mitzunehmen. Dann verlangt dieser Knilch zusätzlich zu dem überteuerten Essen auch noch 30 cent für die Verpackung. Da fühlt man sich doch wie in einem NS propagandafilm über die ewig handaufhaltenden Juden, aber auch dieses Fehlverhalten lasste ich nicht dem deutschen Budenbesitzer an, sondern denjenigen, die ihn zu diesem Kapitalistenmonster erzogen haben, bzw, ihn durch Steuererhöhungen bei Kraftstoff, Strom etc. dazu nötigen diese horrenden Preise zu verlangen.

    Und komm mir jetzt keiner mit irgendwelchem ideologischem Scheissdreck den ihr aus euren Füllern saugt den eure zarten Hände umklammern. Nach einer 11 Stunden Schicht ist meinem Magen so scheiss egal ob er eine Pizaa, Döner oder eine Bratwurst bekommt, hauptsache was warmes und eine schöne kalte, mit Eiswürfeln und einer scheibe Zitrone, Cola vom Fass… ääh.. ich meine natürlich aus der Flasche, da ich alkohol nicht wikrlich ausstehen kann und Wasser nur zum Waschen da ist.

    Anstatt euch mal gegen den Alkohol und seine volkszerstörenden Nebenwirkungen einzusetzen hetzen manche lieber gegen Cola um dann aber selber jedes Wochenende besoffen und gröhlend unangenehm aufzufallen, hauptsache deutsches Bier oder wie? Gilt zum Glück nicht für alle, aber Beispiele gibts genügend.

    So, jetzt hab ich Hunger und bestell mir ne Pizza, mit viel italienischer Salami und nen Liter Cola dazu.

    Guten Hunger!

  • 11 J.B. // Sep 26, 2006 at 17:39

    @Freudenteuer:
    „Nach einer 11 Stunden Schicht ist meinem Magen so scheiss egal ob er eine Pizaa, Döner oder eine Bratwurst bekommt, hauptsache was warmes und eine schöne kalte, mit Eiswürfeln und einer scheibe Zitrone, Cola vom Fass…“

    Du armes Schwein! Aber ein so gefälliger Kapitalistenknecht und genügsamer Konsument schmieriger Futterstoffe ist halt nicht jeder!

  • 12 Watzmann // Sep 26, 2006 at 18:33

    Wie kommt man jetzt von einer Doppel-Demo in Plauen und Hof eigentlich auf’s Essen?
    Das kann und soll eigentlich gar kein Streitpunkt sein.

    Bezüglich der Demo: Es ist angebracht, die Schaulustigen nicht allesammt als Gegendemonstranten zu begreifen und man sollte sie nicht als “Gutmenschenmob” bezeichnen. Das Wort “Gutmensch(en)” sollte man am besten nicht mehr verwenden, es paßt so oder so nicht mehr in diese Zeit und auf niemanden.
    Sehr gut, daß es der Demo gelungen ist die feindlichen Ausländer so herauszufordern, daß diese ihre Deutschfeindlichkeit offen zeigten, wodurch manche der schaulustigen Deutschen zum Nachdenken gebracht werden und die Aussage der Demo zur Wiedererringung des Heimatbodens beiträgt, gegen alle Besatzer.

  • 13 Worch // Sep 26, 2006 at 18:40

    @ Flugzeugführer:

    Noch mal für dich: Jede Demonstration (rück-)erobert ein Stück öffentlichen Raum. Veränderungen oppositioneller oder gar dissidenter Natur finden im öffentlichen Raum statt, nicht über den Wolken. Oder in Hinterzimmern. Jede Demonstration transportiert auch ihr Anliegen (=Thema), ob direkt (an den Bürger) oder indirekt (über die Medien).

    Grüße
    Christian Worch

  • 14 Axel Heinzmann // Sep 26, 2006 at 21:25

    Worch hat vollkommen recht und ihm ist zu danken, weil er schon vor Jahren und über die Jahre hinweg den Straßenkampf vor jedwede andere Politwichserei gestellt hat.
    heinzmann.axe@web.de

  • 15 Schwert // Sep 26, 2006 at 22:21

    @J.B.

    Du schreibst: “Nach der Befreiung vom Großkapital zu brüllen ist einfach, sich aber selbst aus den Abhängigkeiten des globalisierenden Kapitals befreien nicht.”

    Es geht nicht darum, daß sich nun jeder einzelne seine eigene Kleidung zusammenschneidern muß, sondern darum, daß sich der Staat aus globalistischer Bevormundung löst.

    Du schreibst: “Gut aussehende Alternativen gegen schnoddrige Schlabberjeans entwerfen und nicht nur „Dagegen“ brüllen!”

    Wie sollte sich die nationale Opposition denn öffentlich kleiden?
    Was ist “gut aussehend”?

  • 16 WW // Sep 26, 2006 at 22:48

    @Freudenfeuer

    Alles klar, Freudenfeuer, wenn man Dich so hört, reift in einem die Überzeugung, daß Dir mal ein deutsches Bierchen gut täte.
    Wahrscheinlich führt Dich Dein Weg am Wochenende, falls Du da mal frei haben solltest, in den Wal-mart, wo Du Dir `ne ,,5-Sterne-Basecap“ und Granatäpfel aus Israel besorgst?
    Frei nach dem Sprichwort: ,,Ein leerer Bauch boykottiert nicht gern“

  • 17 Olsen // Sep 27, 2006 at 20:00

    Ich sehe es ebenso, wie @J.B., wenn er meint:

    “Nach der Befreiung vom Großkapital zu brüllen ist einfach, sich aber selbst aus den Abhängigkeiten des globalisierenden Kapitals befreien nicht.”

    Jeder ist für sich verantwortlich, für sein Handeln und Denken. Und dazu benötigt es keinen Staat, besonders keinen, in dem man wegen seiner nationalen/patriotischen Einstellung Gefahren aller Art ausgesetzt ist.
    Eine Dönerbude, wie es eine in meiner Gegend gibt, wo der Besitzer absolut kein Problem mit nationalen Deutschen hat, da er selbst national eingestellt ist und Sympathien für die deutschen Nationalen hegt, ziehe ich einem “deutschen” Imbiss vor, in dem z.B. ein “Bratwursthöker gegen rechts!” - Aufkleber zu sehen ist. McZion besuche ich generell nicht. Erstens bieten die nur Pappfraß an und zweitens gibt es überall, wo es McZion gibt, auch andere Möglichkeiten, den Hunger zu stillen. Letztendlich verändert man nur die Welt, wenn man auch sich verändert. Und dazu zählt für mich ein möglichst konsequentes Verhalten bezüglich meiner Vorstellungen und Werte. Israelische Waren unterliegen meinem persönlichen Boykott, us- amerikanische, soweit ich es überblicken kann und keine Alternativen sehe. Eine Portion Selbstdisziplin sollte jeder haben. McZion Fraß reinstopfen und Coca Cola trinken und sich dabei einen dieser verblöden sollenden HOHLywood- Schinken reinziehen, daß ist mir nichts, denn dann habe ich bereits verloren, bevor ich überhaupt aufzustehen versuchte.

  • 18 Schulle // Sep 27, 2006 at 20:05

    Es ist richtig,daß gegen die Verhältnisse in diesem System demonstriert wird.Es ist für mich aber nicht in Ordnung,Musik systemtreuer Bands(Die Ärzte)zu spielen.Aus Fehlern lernt man.

  • 19 resistente // Sep 28, 2006 at 3:47

    Der Spruch: “Das Fressen kommt vor der Moral” passt bei einigen Kommentaren hier wie die Faust auf’s Auge. Frei nach dem Motto: Erst mal Gammel- Hammel, Mafia- Torte und nordamerikanische Terrorbrause in sich hineinschütten, aber dann auf der Demo gegen Veramerikanisierung und sonstige Verausländerung skandieren…Glaubwürdigkeit= 0

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