Aus dem Grundgesetz:
Artikel 3
[Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]
…
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Artikel 4
[Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit]
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
….“
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Riesa / Sachsen: Von Zeit zu Zeit hört man in politisch überkorrekten Medien immer wieder regelrechte Greuelmärchen von irgendwelchen Anti-Antifa-Gruppierungen, die irgendwelche Namenslisten politischer Gegner ins Internet setzen. Dabei unterschlägt man freilich in der Regel, daß es sich dabei in den allermeisten Fällen um Daten handelt, die ohnehin öffentlich sind, da sie nicht nur in den politischen Veröffentlichungen besagter Gegner nachlesbar sind, sondern auch auf Wahllisten und wenn es sein muß, auch in einem ganz gewöhnlichen Telefonbuch. Auf gegnerischer Seite gibt man sich jedoch kaum noch mit solchen, heutzutage schon fast ein wenig infantil erscheinenden Veröffentlichungen im Netz oder so ab, hier marschiert man gleich direkt bis vor die Haustür des jeweiligen politischen Gegners.
Vor einigen Tagen berichteten wir in diesem Zusammenhang über ein antifaschistisches „Outing“ des NPD-Landtagsabgeordneten David Petereit aus Rostock-Lichtenhagen. Heute hören wir von einem artverwandten Vorfall aus Riesa. Dort versammelten sich gestern früh 25 Antifaschisten vor dem Haus des örtlichen Geschäftsmannes Hans Jürgen Sasse, dem die Riesaer Veranstaltungsagentur „My Way Management“ gehört, um diesen gegenüber seinen Nachbarn als „Nazi“ zu outen.
In einem Indymedia-Bericht hört sich das wie folgt an:
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„Erneute antifaschistische Weckaktion: 25 Antifaschist_innen besuchten diesen Sonntagmorgen Hans Jürgen Sasse, den Inhaber der Veranstaltungsagentur „My Way Management“. Grund: Sasse macht Geschäfte mit Nazis!
Sonntags, sechs Uhr morgens im sächsischen Riesa: die „Große Kreisstadt“ bezaubert mit einem noch verschlafenerem Charme als üblich, nur vereinzelte Gestalten schlurfen lethargisch durch die Gassen der Stadt.
Was sich jedoch nicht so wirklich in die beschauliche Szene einfügen will, ist eine Gruppe von knapp dreißig schwarzgekleideten Personen – es sind AntifaschistInnen auf dem Weg zur Wohnung Hans Jürgen Sasses, seines Zeichens Besitzer der Veranstaltungsagentur „My Way Management“.
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| Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. - GG III, 3 |
Eben diese Agentur stellte in der Vergangenheit mehrfach ihre Veranstaltungstechnik der neonazistischen NPD zur Verfügung. So geschehen zum NPD-Bayertag am 17. Juni 2006, am 01. Mai 2006 zur NPD-Demonstration in Rostock oder am 8. Mai 2005 zur NPD-Demonstration in Berlin.
Es kann davon ausgegangen werden, dass Sasse seine hervorragenden Geschäftsbeziehungen zu der Nazipartei nicht abreißen lässt und dieser beim Pressefest ihrer Parteipostille „Deutsche Stimme“, das am 5. August in Dresden-Pappritz stattfinden soll, wieder sein Equipment vermieten wird. Für das Pressefest wird mit über 7000 Nazis gerechnet, es stellt somit ein Großevent für völkische RassistInnen und AntisemitInnen aus ganz Europa dar.
Kein Wunder also, dass die Antifas, die sich mittlerweile – nach dem Verteilen von Infoflyern für Sasses Nachbarschaft – vor seiner Wohnung versammelt haben, ihn darauf hinweisen wollen, seine unlauteren Geschäftspraktiken noch einmal zu überdenken.
Der durch Sirenengeheul, Trillerpfeifen und Getrommel geweckte Unternehmer scheint jedoch alles andere als erfreut über den freundlichen Hinweis der Antifas. Auch die informative Rede über seine Beziehungen zur NPD und die extra für ihn personalisierten Parolen („Hans Jürgen Sasse, wir sind da – Autonome Antifa!“) nimmt er mehr als apathisch hin. Mag es vielleicht sein, dass er, sonst für seine cholerischen Wutanfälle berüchtigt, gar etwas eingeschüchtert ist von den Menschen, die sich vor seinem Fenster versammelt haben?
Doch vielleicht ist es ja gerade dieser heilsame Schock, der Sasse dazu bewegen wird, in Zukunft keine Geschäfte mit Nazis mehr zu treiben. Wird er gar die Klage, die er gegen die antifaschistische Kampagne „Keine Geschäfte mit Nazis – Der NPD den Boden entziehen!“ eingereicht hat, weil sie seine GeschäftspartnerInnen über seine Zusammenarbeit mit der NPD informiert hatte, fallen lassen?
Fragen über Fragen – die an der Aktion beteiligten AntifaschistInnen jedenfalls verschwinden, nachdem sie sich von Sasse noch einmal verabschiedet haben, in den Gassen von Riesa.“
Quelle: Indyemdia 30.07.06 18:34
Diesem Bericht hinzu gesellt sich auch noch eine offizielle Antifa-Pressemeldung, in der darüber hinaus auch noch förmlich zur Existenzvernichtung des Unternehmers aufruft:
Veranstaltungsagentur ?My-Way-Management? aus Riesa wegen anhaltender NPD-Unterstützung von AntifaschistInnen geoutet.
Am Sonntag den 30.07.06 informierten 25 AntifaschistInnen am frühen Morgen die Anwohnerinnen und Anwohner der John-Schehr-Straße 6 in Riesa über die Geschäftsgebaren ihres Nachbarn Herrn Hans-Jürgen Sasse als Inhaber der Veranstaltungsagentur ?My-Way-Management?. Durch Flugblätter in den Briefkästen und eine Rede wurde auf die Bedeutung der Firma bei der Ausrichtung von Veranstaltungen der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) hingewiesen.
So hatte die Firma, die auch viele bekannte Unternehmen zu ihren Referenzen zählt, unter anderem im September 2005 das Veranstaltungsmanagement für den NPD-Wahlkongress in Mehlteuer inne. In diesem Jahr standen ihre Bühnen auch beim ?NPD-Bayerntag? und auf der bundesweiten Demonstration der NPD zum 1.Mai in Rostock.
Vieles spricht dafür, dass die Riesaer Firma derzeit das ?Deutsche Stimme Pressefest? der NPD am 5.August in Dresden-Pappritz vorbereitet. Zu dem derzeit größten deutschen Treffen von Alt- und Neonazis werden ca. 7000 Nazis erwartet. Darunter Personen wie Herbert Schweiger, der bereits im Nationalsozialismus als SS-Untersturmführer der ?1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler? diente.
Die Sprecherin der Gruppe, Anneliese Klein, bemerkte: ?Nun sind die Geschäftskunden der Firma ?My-Way-Management? gefragt. Es ist an ihnen Herrn Sasse die Meinung zu sagen oder ihre Zusammenarbeit mit der Firma gänzlich einzustellen. Die Unterstützung von Neonazis kann nicht geduldet werden.?“
Quelle: Indyemdia 30.07.06 18:34 (Kommentare)
Kann man hier von etwas anderem sprechen, als von ganz gewöhnlicher Nötigung und Erpressung mit politischem Hintergrund? Wohl kaum. Die Frage ist, was man dagegen zu tun gedenkt. Nun, wir haben dazu bereits in der Vergangenheit schon mehr als einmal Stellung bezogen, ohne daß unsere Ansichten sich diesbezüglich in der Zwischenzeit geändert hätten.
Der oder die Betroffenen haben natürlich die Möglichkeit, sich an den offiziellen Gesetzgeber zu wenden, in der trügerischen Hoffnung, daß dieser dem oder den Opfern seinen Schutz angedeihen läßt und ihnen Genugtuung für widerfahrene Aktionen der oben genannten Art zuteil werden läßt. Doch lehrt die Erfahrung, daß der gegenwärtige Gesetzgeber in der Regel eher mit solchen Gruppierungen kooperiert und daher alles andere sein dürfte, als daran interessiert, solche Typen aus dem Verkehr zu ziehen.
Bleibt also nur der präventive Selbstschutz nach dem Motto Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das ist sicherlich nichts für sensible Zeitgenossen, die noch an das Gute im Menschen oder gar an den Wortlaut des Grundgesetzes glauben, wohl aber die einzige Alternative für Zeitgenossen, die inzwischen erkannt haben, wie in Deutschland der Laden wirklich läuft. Man muß sich nichts vormachen, Dinge wie die in Riesa können jeden nationalen Aktivisten treffen. Die meisten von ihnen verbuchen derlei zu Recht als politische Gratispropaganda, richtig ist aber auch, daß nicht jeder sich solche „Gratispropaganda“ leisten kann, zumal wenn er Geschäftsmann ist oder um seinen Arbeitsplatz bangen muß.
Um solche Leute zu schützen, muß man dem politischen Gegner zeigen, daß, wenn er es darauf anlegt, er und sein Anhang mit ebensolchen Konsequenzen rechnen müssen. So gibt es nicht wenige Honoratioren, die im Grunde nur deshalb dem sich antifaschistisch gebenden Mainstream hinterher laufen, weil sie es für opportun und geschäftsfördernd halten. Eine Ansicht die möglicherweise jedoch revidiert werden muß, wenn man feststellt, daß dies mit ebensolchen Risiken verbunden ist, wie sie Aktivisten oder Geschäftsleute aushalten müssen, die der entgegengesetzten politischen Richtung anhängen. Es kann hier daher nur ein einziges Kredo geben, nämlich „Eine Hand wäscht die andere.“
Wer meint, daß dies nur überzogen sei und man dadurch nicht besser wäre, als der politische Kontrahent, der hat nicht begriffen, daß ein Mensch oder eine politische Gruppierung nur soviel Recht hat, wie sie in der Lage ist, gegebenenfalls auch zu verteidigen. Wer aber meint, darüber die Nase rümpfen zu müssen, der tut wohl daran sich auch weiterhin um Gerechtigkeit an die Stellen zu wenden, die solchen Janhagel noch fördern und daraus noch nicht einmal einen Hehl machen. Das Einzige was er damit erreicht, ist letztlich nur, daß sich zum Schaden auch noch der Spott gesellt und in diesem Fall noch nicht einmal unzutreffend.
Anhang:
Passend zu diesem Geschehnis auch noch eine Meldung vom gleichen Tage aus dem bayrischen Amberg:
Boykott gegen NPD
NEUMARKT. Die Amberger SPD will alle Amberger Gaststätten boykottieren, die ihre Räume auch der NPD zur Verfügung stellen. Dies kündigte sie in einem offenen Brief an, den wir nachfolgend veröffentlichen:
An alle Amberger Gaststättenbetreiber
Betreff: Offener Brief an alle Amberger Gaststättenbetreiber
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund eines aktuellen Ereignisses – dem NPD-Bezirksparteitag in der Malteser Gaststätte richten wir diesen offenen Brief an Sie. Die NPD versucht seit geraumer Zeit in Amberg Fuß zu fassen.
Wir fordern Sie auf bei der Wahl Ihrer „Gäste“ hellhörig und aufmerksam zu sein.
Erfahrungen zeigen, dass sich die Rechtsextremen nicht eindeutig zu erkennen geben. Denn:
Die NPD ist keine Partei wie jede andere !!
Die NPD ist eine rassistische und antisemitische Partei.
Die NPD arbeitet eng mit der gewaltbereiten Skinhead-Szene zusammen.
Die NPD ist politisch verantwortlich für Gewalttaten und Morde von Skinheads.
Die NPD schadet dem Ansehen Deutschlands in der Welt.
Die NPD vernichtet Arbeitplätze in Deutschland, weil ausländische
Investoren abgeschreckt werden.
Die NPD hat keinerlei Rezepte zur Lösung der vorhandenen Probleme.
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat eine fast 150jährige Tradition. Im Kampf für Freiheit und Demokratie mussten viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ihr Leben lassen.*
Deshalb werden in Lokalen in denen die NPD verkehrt keine Veranstaltungen der Sozialdemokratie stattfinden. Auch auf andere Organisationen werden wir dementsprechend einwirken. Bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung, dass Sie bei Einlass der NPD sowohl Ihrer Gaststätte als auch dem Ansehen unserer Stadt schaden.
Für Rückfragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Roland Pirner
Stadtverbandsvorsitzender
Andreas Moser
stellv. Stadtverbandsvorsitzender
Uli Hübner
Unterbezirksvorsitzender
Ismail Ertug
stellv. Bezirksvorsitzender
Oliver Daller
stellv. Unterbezirksvorsitzender
Florian Fuchs
Stadtrat
Quelle: Neumarkt Online 30.07.06
*In seinen Memoiren beklagte sich einst der SPD-Führer August Bebel (1840-1913) über die Zeit des Sozialistengesetzes, in der seine Anhänger durch den Bismarck-Staat in jeder Hinsicht schikaniert und unterdrückt wurden.
So heißt es dort u. a.:
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| August Bebel |
„…Die Partei hieß im gegnerischen Lager nur noch die Partei der Meuchelmörder, der Allesruinierer … .Diese Partei zu bekämpfen und wenn möglich, zu vernichten erschien diesen Gegnern als die glorreichste Tat. Tausende von Arbeitern, die als Sozialdemokraten bekannt waren, wurden auf die Straße geworfen. In den Annoncenteilen der Zeitungen erschienen Erklärungen wodurch die Arbeiter sich verpflichteten, fernerweit weder einer sozialdemokratischen Organisation anzugehören noch sozialdemokratische Blätter zu halten und zu lesen, noch Geld für sozialdemokratische Bestrebungen zu opfern. Der Unternehmerterrorismus war so stark, daß unsere Parteizeitungen die Anhänger der Partei aufforderten, sie sollten jede gewünschte Erklärung unterzeichnen, sie könnten nachher doch tun, was sie wollten, einem solchen Terrorismus gegenüber gebe es kein Worthalten. Der Terrorismus und der damit verbundene Boykott gingen noch weiter: Patriotische Hausherren kündigten ihren sozialdemokratischen Mietern, Wirte die jahrelang froh waren, Sozialdemokraten zu ihren Kunden zu zählen, forderten jetzt auf, ihre Lokalitäten zu meiden. …“
Quelle: August Bebel „Aus meinem Leben“ (Neuausgabe Dietz-Verlag 1997) S. 488
Das schrieb August Bebel um 1910! Betrachten wir die Lage heute, so muß man eigentlich nur die Silbe „sozial“ durch „national“ ersetzen und man wird sehen, daß sich an der Repressionspolitik der Zeit des Sozialistengesetzes gar nicht so viel geändert hat, nur eben daß es jetzt nicht zuletzt die Sozialdemokraten, die auf nahezu gleiche Weise, wie einst ihre Gegner in der Bismarck-Ära, gegen politisch Andersdenkende vorgehen. Fairerweise - und die persönliche Erfahrung bestätigt es ja auch - ist das Einzige, was die NPD daran hindert, ähnliche Erlasse zu verkünden, nur der Mangel an entsprechenden politischen Positionen und Einflußmöglichkeiten. So ist sie nach unserem Dafürhalten im Großen und Ganzen nichts anderes, als ein Mikrokosmos dessen was sie selber zu bekämpfen vorgibt. – Die Schriftleitung
Siehe außerdem auch
Altermedia 18.07.06 (Ein Beispiel aus Wernigerode, das zeigt, daß es auch andersrum geht.)
Quelle: Störtebeker-Netz 31.07.06







7 responses so far ↓
1 TodosAlemanesUnidos // Jul 31, 2006 at 16:09
“So ist sie nach unserem Dafürhalten im Großen und Ganzen nichts anderes, als ein Mikrokosmos dessen was sie selber zu bekämpfen vorgibt. – Die Schriftleitung”
Genau so ist es, - und zwar weil sich die “Tradition” der SPD als Institution von “ESPeDe” niedergeschlagen hat. Durch das Macht-Instrument ergibt sich die Intoleranz: Dieses Instrument wird heute nicht mehr von “Arbeitern” gefördert, sondern von gutsituierten Bürgern zwischen Unternehmer und Professor, Erzieherin und Rechtsanwältin.
Das Motto der vielversprechenden Macht heißt “Die Menschen stärken. Die Sachen klären” (S. Gabriel, MdB). Die Einstellung der “Neuen SPD” hört sich so an: “Nationalstaatliche Beharrung wird so zur bedrohlichen Bremse für gesellschaftlichen Fortschritt” (M. Bury, MdB).
Da ist es doch wirklich wichtig, sich den GG Art.3.3 in seiner wichtigsten Wortgruppe noch einmal ins Gedächtnis zurückzurufen:
“Niemand … benachteiligt oder bevorzugt werden.”
Die SPD beweist auf dem Kamm ihrer Machthabe, daß sie niemals den gleichmacherischen Usurpatoren-Charakter loswerden kann, der aus dem Besonderen eine Hetäre und aus dem Allgemeinen eine Princessin machen muß.
2 Kristallnacht // Jul 31, 2006 at 16:13
“Niemand darf wegen … politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden …”
Am besten Gross und Fett markieren: “… oder bevorzugt werden !” Warum erkenne ich immer wieder Widersprüche zu diesem komischen “Antidiskriminierungsgesetz” ? Bei dem “Outing” von Bürgern durch die Antifanten, wie im Artikel beschrieben, ist es ja vom Prinzip genauso. Gleich mit 25 Leuten ankommen und das um 06.00 Uhr früh, dazu noch an einem Sonntag, ist eine Frechheit. Allerdings waren diese Antifanten wieder dümmer, als die Polizei es erlaubt, denn bis 07.00 Uhr früh ist Nachtruhe und es kann eine Anzeige wegen Ruhestörung erstattet werden. An Sonn- und Feiertagen ist Ruhestörung überhaupt verboten. Dafür gibt es auch Gesetze. Aus welchem Urwald sind diese Antifa- Affen überhaupt hergekommen, daß sie das nicht wissen ?
“… Die NPD vernichtet Arbeitplätze in Deutschland, weil ausländische
Investoren abgeschreckt werden …”
Das ist mit Sicherheit die billigste Gutmenschenpropaganda, die ich je gelesen habe. Ausländische Investoren sind meist abgeschreckt von der teueren, umständlichen sowie nicht effizienten öffentlichen Verwaltung und von den hohen Lohnnebenkosten (natürlich auch Steuern), als von der NPD, die ja nicht mal in der Bundesregierung oder im Amberger Rathaus Sitze hat, im Gegensatz zur SPD wohlgemerkt. Sieht so aus, als würde die SPD wieder versuchen von IHRER für ausländischen Investoren abschreckenden Wirtschaftspolitik abzulenken, indem die NPD zum Sündenbock der eigenen Unfähigkeit gemacht wird. Auch scheint die SPD ja sehr viele ausländische Investoren diesbezüglich befragt zu haben. Woher wissen die SPD Mitglieder denn das ? Ich kenne kein einzigs Interview, welches mit einem ausländischen Investor geführt wurde, welcher sich wegen der NPD beklagt hatte. (Auch) Ausländische Investoren sind gewinnorientiert und ihnen ist logischerweise auch völlig egal, welche Partei in der Regierung sitzt. Die Hauptsache ist für sie, daß sie günstige Rahmenbedingungen für ihre Geschäftstätigkeit haben. Bezüglich der NPD ist es seitens der SPD wieder mal nichts anderes als eine billige und sogar dümmliche Behauptung noch dazu, um auch ganz einfach nur gegen die NPD zu hetzen, aber noch lange kein Beweis, damit sie stehts an der 5 % Hürde scheitern.
“… Die NPD ist keine Partei wie jede andere !! …”
Stimmt. Vielleicht regiert die NPD auch wesentlich vernünftiger als alle Parteien, die von der NPD linksverschoben sind.
“Die NPD ist eine rassistische und antisemitische Partei …Die NPD arbeitet eng mit der gewaltbereiten Skinhead-Szene zusammen … Die NPD ist politisch verantwortlich für Gewalttaten und Morde von Skinheads”
Oh, die bösen Skinheads mal wieder. Diese lausigen Argumente werden doch langsam alt und langweilig ^^. Eine Bitte an alle Gutmenschen: Bitte was Neues einfallen lassen. Diese Dramatisierung ist doch nun wirklich unnötig.
“… Die NPD schadet dem Ansehen Deutschlands in der Welt …”
Nein, liebe Gutmenschen, die NPD schadet dem Ansehen Deutschlands sogar im ganzen Universum und noch darüber hinaus. Wie ahnungslos und naiv muß ein Mensch eigentlich sein, um zum Gutmenschen zu mutieren ?
“… Die NPD hat keinerlei Rezepte zur Lösung der vorhandenen Probleme …”
Die Rezepte der SPD, mit den Grünen als ahnungslose Ökoaushilfsköche, waren bisher nicht sonderlich bekömmlich, weil diese ALG II- Brechreiz, Hartz IV - Verstopfungen und sonstige multikulturelle Beschwerden verursachten. Besonders bei den vielen Arbeitslosen sowie sozial schwächer gestellten Personen, die kräftig vorgekostet hatten. Die Verwendung unverträglicher Zutaten war im Endeffekt für endlosen Durchfall und somit auch für die wachsende Unzufriedenheit mit den verantwortlichen Köchen verantwortlich, die sich diese Rezepte ausgedacht hatten. Die SPD würde ich künftig nicht mal Kartoffeln schälen lassen. Dann wurden aber neue Köche mit fast genauso ungeniessbaren Rezepten gewählt, die in letzter Zeit immer mehr an koscheren “Fast Food” erinnern.
“… Ismail Ertug
stellv. Bezirksvorsitzender …”
Vielleicht sollten mal Dönerläden boykottiert werden, weil bestimmte Gegenden “No Go Areas” für Deutsche sind und Dönerländen die Ursache dafür sein könnten. Nicht ? Warum also nicht die Logik der Gutmenschen übernehmen und ins Gegenteil verdrehen ?
3 Wetekamp // Jul 31, 2006 at 19:45
Zitat aus dem Buch der Bücher:
“Hatte ich bis dorthin die sozialdemokratische Partei nur als Zuschauer bei einigen
Massendemonstrationen kennengelernt, ohne auch nur den geringsten Einblick in die Mentalität ihrer Anhänger oder gar in das Wesen der Lehre zu besitzen, so kam ich nun mit einem Schlage mit den Produkten ihrer Erziehung und “Weltanschauung” in Berührung. Und was sonst vielleicht erst nach
Jahrzehnten eingetreten wäre, erhielt ich jetzt im Laufe weniger Monate: das Verständnis für eine unter der Larve sozialer Tugend und Nächstenliebe wandelnde Pestilenz, von der möglichst die Menschheit schnell die Erde befreien möge, da sonst gar leicht die Erde von der Menschheit frei werden könnte.”
4 Marko // Jul 31, 2006 at 21:04
“Vielleicht sollten mal Dönerläden boykottiert werden….”
Bedarf es dafür eines Appells?
5 Braunbär // Jul 31, 2006 at 21:49
Wenn der Mann auch nur etwas Arsch in der Hose hat, überläßt er nach diesem Terror die Ausrüstung zukünftig kostenlos!
6 Peter W // Jul 31, 2006 at 23:11
Dieser Artikel ist wiedermal überaus gelungen. Großes Lob an die Schriftleitung, das muss mal gesagt werden.
@ TodosAlemanesUnidos :
„…Dieses Instrument wird heute nicht mehr von „Arbeitern“ gefördert, sondern von gutsituierten Bürgern zwischen Unternehmer und Professor, Erzieherin und Rechtsanwältin…“
Ja, das ist ein wichtiger Punkt: Jede Partei vertritt unausweichlich mehr oder weniger den Standpunkt des Personals, aus welchem sie zusammengesetzt ist. Dabei ist es zunächst relativ gleichgültig, welchen politischen Anstrich sie sich selber gibt. Sind die Mitglieder einer Partei z.B. Juristen( was ja, wie man im Bundestag sieht, tatsächlich häufig der Fall ist), werden sie unweigerlich zur Auffassung gelangen, zur Lösung aller Weltübel müssten unbedingt zusätzliche Paragräphlein, Vorschriften und Durchführungsbestimmungen für jeden nur erdenklichen Lebensbereich ersonnen werden( zwangsläufig werden sie nicht sehen, dass, ganz im Gegenteil, der größte Teil der Gesetze der brd ein Fall für die Müllabfuhr ist). Ist ja nicht mal unbedingt bös gemeint, aber da sie nuneinmal Juristen sind, fällt ihnen naturgemäß nichts anderes ein. Wären es aber hingegen beispielsweise alles Zahnärzte, ginge die Meinung höchstwahrscheinlich dahin, die ganze Misere käme allein von schlechter Verdauung und ungenügender Zahnprophylaxe.
Das ist nicht eine Folge von schlechtem Willen, oder geschieht aufgrund von Verstocktheit der Parteimitglieder, sondern ist unbewusst eine Reflektion des sog. Klassenstandpunktes- das ist nichts anderes, als die Sicht aus der Perspektive ihres jeweiligen Standes. Es ist eine große Seltenheit, wenn Menschen in der Lage sind, sich in der Lage anderer Menschen hineinzuversetzen, von anderen Klasse oder Schicht, als die ihrer Eigenen, mal ganz zu schweigen. Und wenn doch, hieße dies freilich noch längst nicht, dass sie deren Standpunkt auch tatsächlich vertreten würden.
Eine Partei, die personell so zusammengesetzt ist, wie Sie es beschrieben, wird allen erdenklichen Unfug vertreten, nur eben nicht die Interessen der „Arbeiter“.
7 Wetekamp // Aug 1, 2006 at 18:07
@PeterW:
“Wären es aber hingegen beispielsweise alles Zahnärzte, ginge die Meinung höchstwahrscheinlich dahin, die ganze Misere käme allein von schlechter Verdauung und ungenügender Zahnprophylaxe …”
Unser Bundesferkel ist Pysikerin. Was würden Sie daraus konstatieren?
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