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Altermedia Deutschland – Störtebeker-Netz: In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)


Güstrow streicht früheren Gauleiter von Mecklenburg aus Ehrenbürgerliste (14.09.06)

September 14th, 2006 · Post your comment (8 Comments)

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Güstrower Rathaus

Güstrow / Mecklenburg: Eine spezielle Facette antifaschistischen Widerstandes ist der Kampf gegen politische Gegner, die bereits seit Jahrzehnte unter der Erde ruhen. So führt man nach wie vor einen erbitterten Krieg gegen das Andenken von Politikern einer längst vergangenen Zeitepoche, der offenbar als Ersatzhandlung dafür dienen soll, daß man es seinerzeit den bösen Nazis nicht selber einmal so richtig zeigen konnte.

Markenzeichen dieser fragwürdigen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist der posthume Versuch das Andenken an solche Menschen um jeden Preis zu tilgen. Eine Praxis, die man im alten Rom als sogenannte damnatio memoriae bezeichnete, eine Vernichtung des Andenkens, in deren Genuß seinerzeit so bekannte Namen wie Caligula oder Nero kamen, um nur zwei zu nennen. So richtig geklappt scheint es mit dieser damnatio memoriae jedoch schon damals nicht so recht geklappt zu haben, sind Namen wie oben genannten doch auch heute noch jedem Gebildeten ein Begriff, während die Namen ihrer Gegner im Orkus der Geschichte weitestgehend verschollen sind.

Ähnlich ist es auch mit moderneren Manövern dieser Art. Man denke nur an Adolf Hitler, dessen Ansehen durch den gegen ihn ausgeübten Haß eher im Steigen, denn im Abnehmen begriffen ist und von dem man wohl mit Recht behaupten kann, daß das letzte Wort über seine weltgeschichtliche Beurteilung noch lange nicht gesprochen ist.

Gauleiter Friedrich Hildebrandt

Wesentlich kleinere Brötchen, sich aber dennoch um Anschluß an die moderne politische Korrektheit bemühend, bäckt man in diesem Zusammenhang in Güstrow. Dort erkante man in der vergangenen Woche dem früheren Gauleiter von Mecklenburg, Friedrich Hildebrandt (1898-1948) die Ehrenbürgerschaft der Stadt ab. Wie in so vielen artverwandten Fällen ein später Fußtritt, der freilich nicht so sehr den ehemaligen Ehrenbürger trifft, sondern vielmehr jene, die sich zu so einem kläglichen Versuch, die Geschichte nachträglich korrigieren zu wollen, mißbrauchen lassen.

Vorgänge wie diese tragen lediglich dazu bei, Ehrungen wie diese zu einer „Ehre“ zu machen, auf die man zumindest als Politiker künftig besser verzichten sollte, werden doch auf diese Weise Präzedenzfälle geschafften, die es zumindest annehmen lassen, daß kommende Generationen mit den „Ehrenbürgern“ dieser Tage auch nicht anders verfahren werden.

In diesem Fall entbehrt es nicht einer gewissen Komik, daß die Ehrenbürgerschaft Hildebrandts, eines Mannes der sich aus einfachsten Landarbeiterverhältnissen in seine spätere politische Stellung hochgearbeitet hatte und im Gegensatz zu heutigen Parteienpolitikern wußte, wie es um die ärmere Bevölkerung wirklich steht, selbst in Besatzungs- und DDR-Zeiten unangetastet blieb und daß, obwohl Hildebrandt 1948 nach einem fragwürdigen Indizienprozeß Opfer der US-amerikanischen Siegerjustiz in Dachau geworden war.

Bereits in der Vergangenheit führten wir in solchen Fällen an, daß der Entzug solcher Ehrenbürgerschaften in direkter Folge der Niederlage nachvollziehbar gewesen wären, schließlich hat man ja den Krieg verloren. Jetzt aber 73 Jahren so zu tun, als würde man mit dergleichen wer was für ein Zeichen setzen ist schlichtweg abgeschmackt und dumm, sind Ehrenbürgerschaften wie diese doch nun auch einmal Teil der deutschen Geschichte, mag man sie nun gutheißen oder nicht. Darüber hinaus vergißt man, daß diese keineswegs auf Verlangen des Gauleiters zuerkannt wurden, durchaus auf freiwilligen Entschluß der damaligen dafür zuständigen Stadtgremien und zwar unter breitester Zustimmung der örtlichen Bevölkerung. Wer ist die heutige Güstrower Kommune, daß sie es wagen kann, auf diese Weise den Willen einer früheren Generation ihrer Stadtbewohner mit 73jähriger Verspätung auszulöschen? Doch allenfalls ein Zusammenschluß von Feiglingen und Opportunisten mit Parteibuch sowie ein Ausbund von Gesinnungslosigkeit.

Eine ähnliche Maßnahme wie in Güstrow ist auch in Gnoien (Kreis Güstrow) geplant.

Siehe auch
Ostsee-Zeitung 12.09.06

Altermedia 29.06.06

Quelle: Störtebeker-Netz 14.09.06



Tags: Allgemeines

8 responses so far ↓

  • 1 Mario // Sep 14, 2006 at 22:20

    Das sind die allerdümmsten Auswüchse von Gutmenschentum generell. Es ist einfach zum kotzen, wie Pseudodemokraten sich in der Bunzelrepublik versuchen zu profilieren…

  • 2 Thomas Brehl // Sep 15, 2006 at 0:17

    Der Versuch Personen aus der Geschichte zu verbannen, in dem man alles vernichtet, was an sie erinnert, ist noch viel älter als das Römische Imperium.

    Denken wir an Amenophis IV, der unter seinem selbst gewählten Namen Echnaton zu einem der bekanntesten Pharaonen gehört.

    Sein Sohn, Tut ench Amun, ist ohnehin nur der berühmteste, weil sein Grab im Tal der Könige unverseht gefunden wurde. Dann kennt man vielleicht noch Cheops wegen der großen Pyramide und Ramses II, wegen seiner Bauwut (u.a. Abu Simbel).

    Echnaton, der Erfinder des Monotheismus, lebte c.a. 1.350 v. Chr. und bereits unmittelbar nach seinem Tod war versucht worden, alles das auszutilgen, was an ihn erinnerte. Seine Widersacher kennt heute keine Mensch mehr, die ehemals so mächtige Priesterkaste ist sang- und klanglos aus der Geschichte ausgetreten. Echnatons Name aber überdauerte die Jahrtausende, nicht zuletzt weil er Weltbeweger war und seine Gegner arme Würstchen.

    Die Qualifizierung seiner Gegner als “arme Würstchen” erspare ich mir nicht zuletzt aus strafrechtlichen Gründen, daß aber Adolf Hitler ein Weltbeweger war, dürfte von niemandem ernsthaft in Zweifel gezogen werden.

  • 3 Peter // Sep 15, 2006 at 9:50

    Bei diesen Gutmenschen würde es nicht einmal zur Ehrenbürgerschaft eines Pissoirs reichen.
    Den Hildebrandt wird das eh nicht jucken.Was schert es eine deutsche Eiche,wenn sich eine Sau dran scheuert.

  • 4 Rübenemokrat // Sep 15, 2006 at 15:48

    Vor so viel heldenhaften Antifaschismus, sollte das Bundesverdientskreuz verliehen werden! Zivilgarage made in BRD.

  • 5 TodosAlemanesUnidos // Sep 15, 2006 at 17:07

    “So führt man nach wie vor einen erbitterten Krieg gegen das Andenken von Politikern einer längst vergangenen Zeitepoche, der offenbar als Ersatzhandlung dafür dienen soll, daß man es seinerzeit den bösen Nazis nicht selber einmal so richtig zeigen konnte.”

    Die zweite Hälfte des Satzes ist der Volltreffer:
    was in der DDR nicht möglich war, nämlich die “historische Aufarbeitung”, drängt heute mit Notwendigkeit nach Betätigung. Man hatte damals in die sozialistische Zukunft hineingebaut, während in der benachbarten BRD “der Klassenfeind” seine Entnazifizierung betrieb und die israelische Gerichtsbarkeit die “Täter” richtete. Seit der Wiedervereinigung steht ein Distanzierungsbedarf im Raum, der hier schon zur Selbstprofilierung nicht übergangen werden kann. Das ist fast schon die Moral der Unmoralischen …

    Zu Echnaton: Wer seinen Namen an das richtige Prinzip hängt, also an etwas naturgesetzlich Dauerhaftes, der überlebt tatsächlich seine Widersacher. Die Sonne als Gottheit hat auch einem späteren “Sonnenkönig” zu irdischer Unsterblichkeit gedient, obwohl die radikalen Republikaner der Revolution später “ganze Arbeit geleistet” haben.

    Wichtig ist mir, daß in einer Zeitspanne von fünftausend Jahren kein größerer Ansatz zur Neuschöpfung des “Alten Adam” gemacht worden ist als der, welcher in der Mitte der Zeit als “Zeitenwende” eingegangen ist: durch Christus.
    NT Lukas 6. Kap. , 35. Vers:
    “Vielmehr liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.”

    Wenn Gott schon keine “Rache” nimmt und Vergeltung übt (DAS SEHEN DIE JUDEN ANDERS !), sondern immer wieder die Chance zur Versöhnung zwischen den Individuen anbietet, wie soll man dann diese Ehrenbürgerschafts-”Entzugserscheinungen” begründen, an denen die alt-neuen Sozialisten leiden ?
    Dafür zitiere ich Bischhof Huber (EKD-Vorsitzender, bei Vortrag vom 2. Mai 2005 in Bonn):
    “Deutschland ist ein Land, in dem die christliche Religion eine große Rolle spielt, aber es ist kein christliches Land.”

    Und dadurch kommt es zu dem, was der Kommentator “Mario” geschrieben hat. Auch ohne Kirchgang ist die Auseinandersetzung in der Politik eine Predigt vor unseren Augen, die uns darüber belehrt, wer die Taufe lebt – und wer sie verschüttet.

  • 6 Olsen // Sep 16, 2006 at 3:42

    @TodosAlemanesUnidos
    Erstens gehe ich davon aus, daß es weder in der DDR, noch in der BRD möglich war, eine auf wirklich (!) wissenschaftlicher Basis gegründete historische Bearbeitung des letzten Jahrhunderts durchzuführen. Die Gründe dazu aufzuführen, sind nicht notwendig, da jedem kritischen intelligenten Geist ohnehin bekannt. Zweitens sehe ich es als Hohn an, wenn ein katholisch inspirierter Mensch, wie du es bist, sich auf die Moral beruft. Ich muß hierbei erst gar nicht auf das Judentum und einiger seiner Vertreter eingehen, es reicht, wenn ich den Volksmund bemühe, der da lautet: Erst einmal vor der eigenen Türe kehren, bevor man Dreck karrt. Echnaton mit ein “naturgesetzlich Dauerhaftes” gleichzustellen, dazu erspare ich mir jeden Kommentar, entledigt sich diese Behauptung jeder logisch intelligenten Sichtweise, ist nicht nur wissenschaftlich falsch, sondern, ich muß es so deutlich sagen, zeugt von äußerster Primitivität. Ob den “Sonnenkönig” in 2000 Jahren noch irgendjemand kennt, daß vermag ich nicht zu behaupten, doch Zweifel habe ich. Worin bestand die Glanzleistung dieses selbsternannten (nicht vom Volk!) Sonnenkönigs?
    Die französische Revolution war gerechtfertigt, ob sie es wahr haben wollen oder auch nicht. Was sie bemängeln, ist lediglich geprägt durch den immernoch vorzufindenen propagandistischen Einfluß der katholischen Kirche. Sie war die Hintergrundmacht, die 1789 ihre Alleinherrschaft abtreten mußte, ihre inszestiösen Vasallen fallen sah, sich der neuen Zeit anzupassen hatte. Weil sie sich in ihrer Geschichte stets gegen allen Fortschritt wehrte, aber, wenn dieser nicht mehr aufzuhalten war, sich als Wolf ins Schafsfell zu kleiden wußte. Heute sagt man “christlich- westliche Werte”. Es ist noch nicht einmal 150 Jahre her, da benannten ALLE Verantwortlichen der Kurie, nebst dem Stellvertreter Christi, diese Werte “als Ausgeburt eines kranken Geistes”. Soll nicht Jesus selbst gesagt haben: “an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen?” Es ist nicht die Blindheit der Menschheit, es ist die Dummheit. Und dieser Faktor ist wahrlich unendlich. Leider sind die Menschen immerwieder auf die größte Schwindelzentrale hereingefallen. Weil sie Jesus mit der Kirche verwechselten, obwohl dieser niemals das Wort Kirche benutzte.Verschwörungstheoretiker behaupten, daß diese Revolution vom berüchtigten Illuminatenorden inszeniert wurde. Das mag stimmen, immerhin gehörte diesem Orden nicht nur Goethe an, einer der größten Geister, die unser Volk jemals hervor gebracht hat. Einem Geist , der sich angeblich im hohen Alter zum Christentum bekannte, konnte man doch seine geistige Leistung nicht schmälern. Goethe sagte aber noch wenige Tage vor seinem Tod zu Eckermann, daß “viel Dummes in den Satzungen der Kirche” ist und das diese nichts mehr “fürchte, als die Aufklärung der unteren Masse”. “Sie will herrschen, und dazu muß sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen.” Das war Goethe. Zu keiner Zeit, auch nicht im Alter war er “christlich”, war niemals dieser Nutte der Macht ergeben. Auch, wenn man es aus kirchlicher Sicht anders predigt, seine Worte sind erhalten geblieben.
    Das Ziel dieses Ordens war die Zerstörung der absoluten Macht der römisch- katholischen Kirche und ich muß sagen, die Jungs haben gute Arbeit geleistet. Hätten sie keinen Erfolg gehabt, würden sie gemäß römisch- katholischer Tradition heute nicht einmal des Schreibens kundig sein, wären noch nicht einmal dazu in der Lage, in ihrer “heiligen Schrift” zu lesen etc. Das eine Revolution zwei Phasen hat, wie auch 1789 geschehen, ist eine andere Sache. Die erste Phase, der Umsturz, war geschichtlich betrachtet mehr als berechtigt. Sollten sie das bestreiten, dann bekennen sie sich hier und jetzt zur Wiedereinführung der Sklaverei (Leibeigenschaft), zur Unterdrückung des Volkes (Nation). Haben sie den Mut? Die zweite Phase beinhaltet die Verteilung der Machtverhältnisse und da wurden 1789 Fehler gemacht (wie so oft später und auch früher). Übrigens war auch die französische Revolution, entgegen der allgemeinen Lehre, nicht die Erste ihrer Art. Zuvor fand auf Haiti eine Revolution statt, mit selbigem Ziel. Freiheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit. Haben sie etwas gegen diese Begriffe? Ja! Sonst würden sie nicht solche Texte verfassen. Sie predigen hier das Lügengebilde der wahren satanischen Sekte, um es einmal in ihren Worten zu formulieren. Kein MENSCH benötigt solch einen hebräisch-archäologischen Schwachsinn, erst gar nicht ein DEUTSCHER, hat uns diese Wundergläubigkeit, dieses Lügengebilde, diese menschlich geistige Ausgeburt in den letzten Jahrhunderten so viel Blut und Kraft gekostet, daß dieses Volk heute schon fast wehrunfähig ist. Wo sind denn ihre heiligen Fürsten, Bischhöfe genannt, die die Überfremdung anprangern? Sie machen es nicht, weil sie Angst vor der Ostküste haben, sie machen es, weil sie Angst vor dem aufgeklärten Mitteleuropäer haben, der sich nach den Erfahrungen der letzten beiden Weltkriege und der Aufklärung nicht mehr so leicht knechten läßt. Also holt man sich neue Schafe zum Scheren und FRESSEN, weil die alten Schafe nicht mehr so freiwillig “Mäh” machen, wie man es gern hätte. Nichtgebildete Orientalisten sind ihrer Kirche tausendfach lieber, als halbgebildete Deutsche. Mein Beweis ist die Haltung der kirchlichen Leitungskadaver zu diesem Thema. Wenn ihr Gott sie leitet, sie auserwählt durch ihn sind, welcher Mensch kann sie dann daran hindern, die Wahrheit auszusprechen? Kein Mensch, sondern ihr eigener Egozentrismus, ihre eigene Machtgier, ihre eigene Abartigkeit. Dazu benötigt es keine Juden, ist doch jeder Katholik, bewußt oder unbewußt ein Knecht dieser verspäteten Wüstenromantik, die allenfalls einen menschlichen Dinosaurier fesseln kann.

  • 7 Hermann Hering // Sep 16, 2006 at 12:47

    Und nun gehen Sie, mit das geistige Gut, das ich Sie hiermit verabreicht habe, zu Hause!! (Hildebrandt , beim – wie immer mißglückten – Versuch, eine Rede in Deutsch zu beenden)

  • 8 griesgram // Sep 17, 2006 at 0:33

    Es soll Päpste gegeben haben , die ihre verstorbenen Vorgänger exhumieren und vor Gericht stellen ließen!
    Wäre es nich ein schönes Stück gelebten Antifaschismus, dies mit toten “NAZIS” zu wiederholen?
    Oder sollte die Aberkennung der “Ehrenbürgerwürde” schon alles gewesen sein, was die Dummokröten zustande bringen?Also, ein wenig mehr Erfindungsreichtum, Herr Bürgermeister!

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