Diesmal traf es die nationalen Sozialisten SHG/OWL
![]() |
Im April 2007 brachte das Nachrichtenportal Altermedia eine Kolumne von Michael Winkler unter der Überschrift: „Das Undenkbare“ (Hier nochmal der Link zu unserem Archiv: http://fk-guetersloh.com/Suche.php?id=211&mark=michael%20winkler)
Für diesen Artikel wurde Michael Winkler zwischenzeitlich wegen des §130 zu einer Geldstrafe von 1200€ verurteilt. Alleine schon aus diesem Grund gab es vor der Veröffentlichung des Artikels eine Distanzierung der Netzbetreiber den Text nur zu dokumentarischen Zwecken freizugeben.
Obwohl es sich um einen Artikel vom April 2007 wegen einer Volksverhetzung handelt, kamen die Ermittler nun fast 11 Monate später. Wir erinnern uns an einen ähnlichen Fall aus Schaumburg, als es abermals um einen veröffentlichten Altermedia Artikel ging, dort schlug man bereits 3 Tage später zu!
Der gravierende Unterschied zwischen diesen beiden Fällen, im Schaumburger Fall nutzen die Aktivisten leider eine deutsche Domain (eine .de Adresse), im aktuellen Fall liegt die Domain, sowie der Server im Ausland! Das hat den Vorteil unerkannt im Weltnetz agieren zu können. Die Seiten lassen sich anonym registrieren und verwalten. Der Anbieter ist nur den gesetzlichen Bestimmungen in seinem Heimatland Rechenschaft schuldig, nicht aber der brd. Und das es andere Länder mit der Meinungsfreiheit etwas genauer nehmen ist allgemein bekannt!
Nun fragt man sich allerdings wie die Herren Staatschützer, denn Name und Adresse des vermeintlich Verantwortlichen herausfinden konnten? Das konnten sie nicht! Sie sind lediglich einer Mutmaßung gefolgt und haben einen Blöden (in diesem Fall einen Richter!) gefunden, der ihnen einen Hausdurchsuchungsbefehl unterzeichnet.
Noch lange vor der Internetpräsenz der www.fk-guetersloh.com, wurde durch einen Aktivisten eine andere Netzadresse für die regionale Kameradschaft aus Gütersloh angemietet. Ganz offiziell und mit vollem Namen. Nach einem Rechtsstreit mit der Stadt Gütersloh und einigen Anschlägen auf das Wohnhaus des Verantwortlichen wurden die Strukturen dem neuem Standard angepasst und verändert. Wer für das neue Bild im Weltnetz verantwortlich ist, war ab sofort nicht mehr einzusehen. Im laufe der Zeit wurde aus der regionalen Kameradschaftsseite ein Nachrichtenportal für Ostwestfalen und später auch für Schaumburg, an dem etliche Gruppen mitwirken.
Der Umstand, dass der Verantwortliche anscheint nicht greifbar zu machen ist quälte seit Monaten die Ermittler und führte nun dazu den einstigen Verantwortlichen einer ganz anderen Netzseite einen Hausbesuch abzustatten. Im Zuge der Hausdurchsuchung wurden insgesamt 3 Rechner und etliche Festplatten beschlagnahmt. Beim ersten lesen sicherlich ein ärgerlicher Zustand, doch das Gute kommt bekanntlich zum Schluss!
Bei einem der Rechner handelte es sich um einen Amiga 1200 mit rund 40MHz der zu reinen Bastlerzwecken genutzt wurde. Ob sich so etwas überhaupt auswerten lässt, wissen wahrscheinlich nur eingefleischte Amigafans! Dann gab`s noch jede Menge Datenschrott für die Spürnasen, sowie einen Laptop der gerade einmal eine Woche alt ist und schon in den nächsten Tagen wieder an seinen Besitzer zurück gehen dürfte. Was bleibt ist ein komplett mit PGP verschlüsseltes Notebook. Jetzt dürften Linke genauso wie Rechte gespannt sein, ob PGP wirklich das hält was es verspricht. Nämlich absolute Sicherheit! Nachdem anfänglich die PGP Pro Desktop Version empfohlen worden ist, raten Kenner mittlerweile dazu die kostenlose Version von TrueCrypt zu installieren.
Mit PGP lässt sich die gesamte Festplatte verschlüsseln. Ein Auslesen dieser kann erst dann erfolgen, sobald das Passwort geknackt worden ist. Nach Meinungen von Experten soll dies aber einige Jahre in Anspruch nehmen.
Doch genau hier liegt auch der Knackpunkt und die Vermutung nahe, dass diese Hausdurchsuchung ein ganz anderes Ziel hat als zunächst angegeben. Seit geraumer Zeit dürfte auch den Ermittlungsbehörden bekannt sein, dass nationale Aktivisten fieberhaft an einer verbesserten und sicheren Kommunikation im Netz arbeiten. So sollen die veralteten „Messenger“ von ICQ und MSN überregional durch eigene Jabbersysteme ersetzt werden. Jabber verfügt im Grunde über die gleichen Eigenschaften, lässt sich jedoch ebenso wie E-mails und Festplatten verschlüsseln. Das ganze soll dazu noch auf eignen, ebenfalls gesicherten und verschlüsselten Servern im Ausland geschehen um sich längerfristig gegen Angriffe zu schützen. Nachdem nun das Telefon als Sicherheitslücke enttarnt wurde und bedenkliche Gespräche darüber nicht mehr geführt werden, geht es jetzt dem Internet an den Kragen. Ein Zustand den die Ermittlungsbehörden sicherlich gar nicht gerne sehen.
Nachdem nun auch, durch das Bundesverfassungsgericht die Onlinedurchsuchungen gekippt worden sind, sieht der Verfassungsschmutz wohl seine Felle wegschwimmen und geht in die Offensive.
Es ist kein Geheimnis, dass sich der heute betroffene Aktivist ebenfalls Gedanken um die Sicherheit seiner persönlichen Daten auf seinem Rechner gemacht hat. Ebenfalls dürfte es kein Geheimnis sein, dass besagter Aktivist wohl überregional vernetzt und Sicherheitstechniken nutzt. Was würden Behörden nicht alles dafür geben, um ebenfalls in dieses Sicherheitsnetz einzudringen? Und wie lässt es sich einfacher gestalten als mittels fadenscheiniger Gründe einen Rechner und Datenträger zu beschlagnahmen um sie mit neusten Trojaner bestückt wieder auszuhändigen.
Zwar dürften die Damen des LKA nicht an die Festplatte kommen, jedoch besteht die theoretische Möglichkeit Zusatztechnik auf das Board zu setzen. Ob diese sich dann von alleine bei einem Neustart installiert und im Hintergrund arbeitet, übersteigt derzeit unseren Wissensstand über die Technik des LKA.
Sicher ist es in jedem Fall, einmal beschlagnahmte Rechner nur zu formatieren und sie günstig der anderen Feldpostadresse anzubieten!

22 responses so far ↓
1 Eine andere Feldpostnummer // Feb 28, 2008 at 15:20
Naja, so ein Hausdurchsuchung schadet ja auch nicht, Waffen und Drogen finden sich doch in diesen Kreisen sehr oft, diese zu entziehen erhöht die Sicherheit aller Mitbürger. Außerdem ist es sinnvoll wenn das bestehende Staatsgelichter und dessen Wege und Mittel sich den Rechten widmen, da sind sie wenigstens beschäftigt.
“Jetzt dürften Linke genauso wie Rechte gespannt sein, ob PGP wirklich das hält was es verspricht.”
Allerdings, wobei “absolute Sicherheit” aus meiner Sicht der Dinge anders aussieht, da ist doch deutlich mehr Aufwand nötig.
2 Hans // Feb 28, 2008 at 15:20
Um MSN zu verschlüsseln, empfehle ich folgendes Prog: http://www.secway.fr/us/products/simplite_msn/getsimp.php
Französisch, bzw Englischkenntnisse vorausgesetzt.
3 Eisenheinrich // Feb 28, 2008 at 15:21
Bin leider ein weitgehender PC-Legastheniker (hier: Personalcomputer nicht “political correctness”). Kann mir jemand eine Netzseite nennen, auf der für Idioten erklärt wird, wie man mit PGP umgeht? Besten Dank!
4 speaker.system // Feb 28, 2008 at 15:25
Guter Artikel. Jeder Aktivist sollte sich über die Sicherheit seiner Daten ernsthafte Gedanken machen.
5 GermannX // Feb 28, 2008 at 15:28
Wer sich damit auskennt, sollte Linux benutzen. Dazu ist es ratsam, den Kernel etwas nach eigenem Gutdünken anzupassen, sofern man etwas davon versteht. Dazu die üblichen Programme zum Verschlüsseln der Festplatte und das LKA kann es vergessen, da sie meines Wissens einen erheblichen Mangel an Spezialisten im Bereich Linux haben (für Linux sind auch viel mehr und auch unkonventionellere Verschlüsselungsprogramme im Umlauf). PGP hält im übrigen was es verspricht. Das wurde auch bereits vom CCC (Chaos Computer Club - grösste deutsche Gemeinschaft unkonventioneller Rechnerbegeisterter) bestätigt.
6 FK-Guetersloh // Feb 28, 2008 at 16:48
Nun ja, für den Kameraden ist diese Sache natürlich ärgerlich. Es wird in OWL und Schaumburg gerade eine Sammlung gestartet, damit der Kamerad auch wieder einen Rechner hat. Leider wird dies eine Weile dauern, bis er wieder online gehen kann, aber wir werden ihn natürlich soweit wie möglich unterstützen
7 Marlon N-O // Feb 28, 2008 at 16:55
@Eisenheinrich: Google mal nach “TrueCrypt”, die Installation ist kinderleicht beschrieben.
@Feldpöstchen: Verwechselst du diesen Artikel vielleicht mit einem Bericht der Celler Zeitung über das Bunte Haus (ein linker Drogenschuppen…ähm Zentrum)???
8 griesgram // Feb 28, 2008 at 17:05
@Feldi
“Naja, so ein Hausdurchsuchung schadet ja auch nicht, Waffen und Drogen finden sich doch in diesen Kreisen sehr oft…”
Waffen leider nur dann, wenn sie der Verfassungsschmutz vorher da deponiert hat.
Gäbe es “in diesen Kreisen” nur mehr Waffen, hätten Figuren wie Du einen Grund für ihren Naziverfolgungswahn.
Möchte allerdings wetten, daß ihr feiges rotes Pack dann eher die Bälle gaaaaaaaaaaanz flach halten würdet.
“Kämpfen” konntet Ihr immer nur mit dem Maul. Und saufen natürlich!
9 Markus // Feb 28, 2008 at 17:15
Erheiternd, wenn gerade die IT-Analphabeten aus Schaumburg auf Durchblicker machen ,) Wie war das noch beim Winter, dessen komplette Netzkommunikation vor Gericht landete?
Eisenheinrich: Ganz einfacher Tipp. Wenn du das Thema nicht selbstständig recherchiert bekommst, wirst du auch deinen Rechner nicht dicht bekommt. Klingt hart, ist aber so.
10 Schnecke // Feb 28, 2008 at 17:35
@Eine andere Feldpostnummer
Sie kommen mir vor wie ein gewisser Herr Beck.Immer im Mittelpunkt stehen und immer aufs Maul fallen.
11 Marlon N-O // Feb 28, 2008 at 18:18
@Markus: Und was soll uns das jetzt sagen?
Du liegst trotz deines anscheint schleimigen Charakters gar nicht einmal so falsch! Der Prozeß gegen Winter hat uns aufgezeigt wie wichtig es ist sich auch im Internet doppelt und dreifach zu verschliessen! Denn wie uns genau der Fall auch aufgezeigt hat, den Gerichten in der brd sind Rechtstaatlichkeit und gesetzliche Vorgaben eben nicht bekannt!
Also Schnabel halten und besser machen!!!
12 jochen // Feb 28, 2008 at 19:06
Hausdurchsuchungen bei Nationalen gab es heute laut BR auch in München-Giesing, Coburg und Augsburg.
13 BfZ-Hildesheim // Feb 28, 2008 at 19:16
Die BfZ-Hildesheim hat auf ihrer Netzseite unter der Rubrik Sicherheit je eine Anleitung zur Verschlüsselung von e-Post mittels GnuPG (quelloffene PGP-Alternative):
http://www.bfz-hildesheim.de/gnupg.php
Und auch zur Verschlüsselung von Datencontainern mittels TrueCrypt:
http://www.bfz-hildesheim.de/truecrypt.php
14 ganzheitlich // Feb 28, 2008 at 20:16
Für emails ausländische Provider wie Hushmail, elitefitness, securnym oder rediffmail nutzen.
Auch Japanische Anbieter sind interessant.
Für wichtige Dinge zusätzlich PGP nutzen.
Surfen auf “Problematischen Seiten” möglichst Programme wie TOR + Proxys einsetzen.
15 Herbert, die freundliche Überwachungskamera // Feb 28, 2008 at 21:59
Eine absolute Sicherheit gibt es definitiv nicht.
Der Datenaustausch findet über eine übersichtliche Anzahl von Knotenpunkten statt. Auch die Daten zu ausländischen Servern (Providern) müssen erst einmal dorthin und auch wieder zurück kommen. Und jedes Programm, daß durch Menschen erstellt wurde, kann auch durch Menschen geknackt werden. Sicherheit bedeutet in diesem Sinn nichts mehr, als seine Wohnungstür abzuschliessen. Doch hindert dies jeden Einbrecher daran, in die Wohnung zu gelangen?
16 demo-aktivst // Feb 28, 2008 at 22:44
Apropos Schaumburg! Am Samstag machen sich die antiFASCHISTEN nach BadNenndorf auf um gegen die Deutsche Dichterin Agnes Migel zu -klagen-. Sie wollen da eine Demonstration machen. Heute stand in der Schaumburger Zeitung dassbis zu 200 leute kommen sollen. warum ist noch keine demo von uns angemeldet?
17 Miraculi // Feb 29, 2008 at 5:00
@demo-aktivst: February 28th, 2008 at 22:44
Damit auch jeder weiß, von wem du hier überhaupt sprichst:
Schuldkultismus bizarr: Ostpreußische Dichterin Agnes Miegel plötzlich eine “Braune”
Nach einem Streit um die Agnes-Miegel-Realschule in Düsseldorf will sich die Schule nun umbenennen.
Der Namenswechsel solle bis spätestens 2010 vollzogen werden hieß es - pünktlich zum 100-jährigen Bestehen der Schule.
50 Jahre lang war die Dichterin Agnes Miegel Namenspatronin der Bildungseinrichtung - ohne dass irgendjemand daran Anstoß genommen hätte.
Die Schule genießt in der Region einen guten Ruf. Dann aber traten antideutsche Extrembewältiger auf den Plan, die Agnes Miegel eine „braune Vergangenheit” vorwarfen. Die Schulleitung gab SOFORT NACH und sprach sich in vorauseilendem Gehorsam für eine Namensänderung aus.
Die Düsseldorfer Realschule steht mit der „umstrittenen” Namenspatronin allerdings nicht allein. Agnes Miegel taucht in der Region gleich mehrfach auf. In Willich existiert eine Agnes-Miegel-Grundschule, in Haan gibt es einen Agnes-Miegel-Weg. Ein Vorschlag der SPD, die Straße umzubenennen, stieß bisher auf wenig Gehör.
Agnes Miegel, genannt „Mutter Ostpreußens”, kam 1879 in Königsberg zur Welt. Die bedeutendste deutsche Balladendichterin des 20. Jahrhunderts, christlich und vaterländisch geprägt, besang in beeindruckenden Werken wie „Das Bernsteinherz” und „Ordensdome” ihre ostdeutsche Heimat. Ihre Gedichte „Über der Weichsel drüben” und „Patronae Borussiae” entstanden unter dem Eindruck der Abtrennung Ostpreußens vom übrigen Reichsgebiet durch den „polnischen Korridor”.
1945 flüchtete Miegel vor der heranrückenden Roter Armee nach Dänemark.
Das 1953 geschaffene Gedicht „Es war ein Land” ist die wohl innigste
und wehmütigste Liebesbekundung der heimatvertriebener Mutter an ihr „Kind”.
http://www.ostpreussennrw.de/Geschichte/index.htm
Primärquelle: National-Zeitung
18 Marlon N-O // Feb 29, 2008 at 9:48
@demo-aktivst:
Na wenn du schon die Schaumburger Zeitung liest, dann wird es für dich doch sicherlich ein Kinderspiel sein mit den Strukturen vorort in Kontakt zu treten?! Leser des regionalen Käseblattes sollen doch nach Meinungen von Höhlenforschern zu den besonders Begabten gehören!
Nichts desto trotz….na lass die Heulsusen doch demonstrieren! Agnes Miegel ist eine hochangesehene Frau in der Bad Nenndorfer Gesellschaft gewesen.
Die Bürger und Bürgerinnen des kleinen Kurortes entstammen alle dem etwas “älterem Semester” und haben sicherlich viel verständnis für vermummte Schreihälse , die in kaputten Hosen “Alerta” schreiend durch den Ort krakelen!
Und die Tatsache, dass die Polizei die Demonstration mit einem Großaufgebot schützen will, zeigt doch ganz deutlich wer der Herr im Hause ist, nicht wahr “demo aktivist”?
19 Antifa // Feb 29, 2008 at 11:19
Boah - der echte Hammer. Jabber seit einigen Jahren von der Antifa benutzt. Und jetzt kommt sogar der ‘nationale Widerstand’ auf die Idee.
Schon echt traurig, wenn man sich erst die Klamotten und Habitus bei der Antifa abschauen muss und jetzt auch noch die rudimentäre Arbeitsweise. Es ist ja sicher nicht so, dass die Antifa Jabber erfunden hätte.
Aber Leute, Jabber das steht schon seit Jahren in jeder besseren PC-Zeitschrift. Naja wenn es intellektuell halt nur für die ComputerBild reicht - was soll man da machen.
NW - einfach nur Nullen - wie am Rechner so in der Realität
20 FK-Guetersloh // Feb 29, 2008 at 12:53
@demo-aktivst:
Außerdem müssen wir nicht bei jedem Blödsinn der Antifa mitziehen.
Im Übrigen ist die Demo am Samstag in Lemgo von den Herren doch viel interessanter.
21 Marlon N-O // Feb 29, 2008 at 17:23
@Antifa Knallkopp
Nur mit dem kleinen Unterschied, dass du offensichtlich nicht in der Lage bist einen Text zu lesen. Einzig von Jabber ist hier nicht die Rede…sondern von einer eigenen Jabberversion, Servern usw.
22 The Checker // Mar 20, 2008 at 17:52
@ ganzheitlich :
Surfen auf “Problematischen Seiten” möglichst Programme wie TOR + Proxys einsetzen.
Tor bietet, wie alle Anonymisierungsdienste für Echtzeitanwendungen (z. B. das Surfen im Internet), nur einen sehr begrenzten Schutz der Anonymität. So ist es durch Überwachung einer ausreichend großen Anzahl von Tor-Knoten bzw. großer Teile des Internets möglich, nahezu sämtliche über Tor abgewickelte Kommunikation nachzuvollziehen. Dabei bedeutet ein größeres Überwachungspotential eine entsprechend größere Erfolgsrate beim Deanonymisieren der Verbindungen. Ein solches Szenario ist beispielsweise bei Betreibern von Internet-Knoten bzw. wichtigen Backbones – insbesondere durch Kooperation – durchaus vorstellbar: Gelingt es, den ersten und letzten Knoten der Verbindung zu überwachen, lässt sich mit Hilfe einer statistischen Auswertung auf den Ursprung der Verbindung schließen[2].
Gegebenenfalls kann dies auch durch staatliche Einflussnahme bzw. geheimdienstliche Tätigkeit erfolgen. Begünstigt wird dies sowohl durch die Struktur des Internet, welches sich stark auf einzelne Betreiber stützt, als auch durch die sehr ungleiche Verteilung der Tor-Server weltweit, die sich stark auf wenige Länder konzentrieren. Dadurch würde jeweils die Zusammenarbeit von wenigen Instanzen ausreichen, um Tor wirkungslos zu machen.
Quelle Wikipedia.org
Leave a Comment