![]() |
Budapest: Das unlängst am 2. Juli erlassene Verbot der Ungarischen Garde spaltet die Nation. So meldet eine offiziöse Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Median, das von der Tageszeitung “Nepszabadsag” in Auftrag gegeben wurde, daß das Verbot von 53 Prozent der Ungarn begrüßt wird, während sich 37 eindeutig dagegen ausgesprochen haben. Zehn Prozent, so heißt es, äußerten, keine Meinung dazu zu haben.
Interessant ist dabei die Altersstruktur. So wird das Verbot der Ungarischen Garde bei den 30- bis 39jährigen von 51 Prozent abgelehnt und nur von 42 Prozent gutgeheißen. Anders ist es bei der älteren Generation der über 60igjährigen, wo sich 66 Prozent der Befragten für ein Verbot der Garde aussprachen, während lediglich 25 Prozent dagegen waren.
Ähnlich unterschiedlich auch die Meinungen zum Polizeieinsatz vom 4. Juli gegen eine Demonstration von Angehörigen der Ungarischen Garde in Budapest. Wurde die Polizeigewalt hier von mehr als der Hälfte der 30 bis 39jährigen abgelehnt, waren es bei den über 60igjährigen nur 17 Prozent.
Eine Umfrage die schon aus biologischen Gründen recht hoffnungsvoll stimmen sollte. Das weiß allerdings auch das herrschende System in Ungarn, weshalb keine Gelegenheit ausgelassen wird, um Stimmung gegen die Ungarische Garde und die Jobbik-Partei zu schüren. Letzte sieht sich dem besonderen Haß vieler staatlicher Medien ausgesetzt, nachdem es ihr gelang, bei den Europa-Wahlen drei Mandate zu gewinnen.
Dagegen hat sich nun eine sogenannte „Bewegung“ mit dem Namen „Würde für alle“ (MMM) gebildet, die im Internet eine Unterschriftensammlung gestartet hat, die das Motto trägt: „Nicht in meinem Namen“. In einer Meldung der österreichischen Agentur APA heißt es darüber:
„…Hier können Bürger deklarieren, dass sie die drei EP-Abgeordneten von Jobbik “mich als europäischen Bürger nicht vertreten”, da sie für eine “rassistische, romafeindliche, homophobe und antisemitische Partei” stünden.
Wie die Ungarische Nachrichtenagentur MTI am Mittwoch berichtete, hätten bereits mehr als 8.000 ungarische Bürger auf der Webseite mit ihrer Unterschrift protestiert. Die Bewegung “Würde für alle” sei mit dem Ziel des Kampfes gegen Ausgrenzung, Intoleranz, Hass und politischen Extremismus gegründet worden.“
Mit dieser Unterschriftensammlung demonstriert die MMM eigentlich nur, daß sie selber entweder nichts von Demokratie versteht oder aber nichts von Demokratie hält. Sonst müsste sie eigentlich wissen, daß man das Votum des Wählers zu akzeptieren hat und es eigentlich unerheblich ist, ob ein paar in der Puszta angesammelte Hornochsenherden gegen den Einzug der Jobbik-Partei ins Europa-Parlament muhen.
Doch möglicherweise gibt es ja in Ungarn inzwischen seitens der Jobbik-Partei oder der Ungarischen Garde ebenfalls eine Möglichkeit, wo man mit seiner Unterschrift dazu beitragen kann, gegen die Anti-Jobbik-Hetze oder das Verbot der Ungarischen Garde protestieren kann. Sollte einer unserer ungarischen Leser derlei kennen, wären wir ihm verbunden, wenn er uns darauf hinweisen könnte.
Siehe auch
IKG News 09.07.09
Budapester Berufungsgericht bestätigt Verbot der Ungarischen Garde – Altermedia 02.07.09





3 responses so far ↓
1 kein "einfacher Bürger" // Jul 10, 2009 at 13:11
Zitat:
“Die Bewegung “Würde für alle” sei mit dem Ziel des Kampfes gegen Ausgrenzung, Intoleranz, Hass und politischen Extremismus gegründet worden.“
Dann sollte diese “Bewegung” sich mal ans Werk machen und schnellstens auflösen.
Schließlich handeln sie ja genau nach den Attributen die sie ja eigentlich bekämpfen möchten: Ausgrenzung, Intoleranz, Hass und politischer Extremismus.
Nur wiegt es bei denen noch viel schlimmer, da sich ihre Verblendung gegen Teile des eigenen Volk richtet.
2 F.Heusinger // Jul 11, 2009 at 3:47
Kein Wunder, dass sich so wenige der alten Ungarn fuer Freiheit aussprechen. Diejenigen, die sich fuer Freiheit einsetzten sind im Februar `45 beim Kampf um Budapest gefallen oder, 11 Jahre spaeter, beim Volksaufstand erschossen und erschlagen worden oder im Kerker verreckt! So hat es nun zur Folge, dass hauptsaechlich Feiglinge und Verraeter ein (un)gesegnetes Alter erreichen konnten.
3 Volksgenosse // Jul 11, 2009 at 8:55
Die ungarische Nationalgarde ist dem Deutschen Volke wohlgesonnen, deshalb sollte sie von Nationalsozialisten propagandistisch erwähnt und unterstützt werden – wo es nur geht. Es sei daran erinnert, daß die Ungarn als einzigstes ost-europäisches Volk die Vertreibung als Unrecht anerkannt haben, und sich förmlich dafür entschuldigten (!), obwohl nicht sie – sondern jüdische Bolschewisten und Stalinisten die Hauptschuld daran trugen. Und der tapfere Widerstand – den die Nationalgarde im Video zeigte – ist als einer der wenigen Hoffnungschimmer zu sehen in einer Ära der individuellen Feigheit und Verantwortungslosigkeit.
Leave a Comment