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Gera / Thüringen: Die linke Hackermafia hat wieder einmal zugeschlagen. Waren es im vergangenen Jahr Internetseiten des Asgard-Versands, des West-Versand, Front-Records, des Freien Widerstands oder der Pommerschen Aktionsfront, um nur einige zu nennen, so traf es dieses Mal, am 22. Februar, den Aufruhr-Versand aus Gera.
Statt des gewöhnlichen Seitenbildes wurde erschien folgendes sowie der Text:
Ihr Nazis,
langsam haben wir es satt! Es ist immer dasselbe, es ist langweilig und ödet uns an! Wir tun es trotzdem! Und wir werden es weiter tun! Denn lieber ein bisschen Öde als euch auf der Straße oder im Netz!
Aber wir sind ja nicht so! Wir machen euch ein Angebot! Jede Naziseite, die ab sofort freiwillig offline geht, werden wir nicht hacken! Versprochen! Das ist eure Chance! Wirklich! Wir halten unsere Versprechen! Ganz ehrlich!
Für die, die sich nicht daran halten oder immer noch meinen, ihre Seiten wären sicher, haben wir natürlich auch was:
Wir werden eure Aufmärsche begleiten!
Für jeden Nazi, der an einer Demo teilnimmt, veröffentlichen wir einen Datensatz!
Deshalb haben wir hier für euch über 7.500 Bestelldaten von Kunden des Aufruhr-Versands!
Natürlich waren es nicht soviele Nazis bei der letzten grossen ‘Demo’ in Dresden! Nehmt einfach ein paar der letzten oder kommenden Aufmärsche dazu!
Der im thüringschen Gera ansässige Versand erzielte aktuell (06.02.06 bis heute) einen Umsatz von über 7500 Euro. Unsere erbeuteten Daten datieren ab 10.12.2002 und haben nur im Jahre 2005 eine Unterbrechung mehrerer Monate. Es lassen sich also wunderbare Statistiken über die Kaufkraft der Nazishoper und Verdienstmöglichkeiten der Betreiber erstellen. Selbstredend wurden Adress- und Kundendaten online gespeichert und archiviert.
Viel Spaß beim Jammern und Danke nochmal an den Aufruhrversand (Jörg Krautheim als Betreiber) für die Sonderaktion, welche uns noch zusätzlich die ein oder andere interessante Adresse zugespielt hat.
Eure (entnervte) Datenantifa
“Aufruhr, Widerstand, es gibt keinen sicheren Naziversand!” (TM)
Viele Grüße gehen wie immer an alle Genossinnen und Genossen, welche durch ihr unermütliches Schaffen am Erfolg dieser Aktionen teilhaben.
Natürlich sagen wir auch Danke für die umfangreiche und finanzielle Unterstützung seitens ZOG
Ein kleines Hallo geht an den thüringer Nazi Ralf Wohlleben, welcher doch denkt auf seinem Server (netzspeicher24.de) versteckte Koordinationsforen hosten zu können - Ralle lass es oder du und deine Nazifreunde werden es bereuen - wir sagen mal oioioi - du weisst was das heisst.“
Keineswegs so aus der Luft gegriffen dürfte der spöttische Dank für die „umfangreiche und finanzielle Unterstützung seitens ZOG“ gemeint sein. So bekundete unmittelbar nach Bekanntwerden der Tat zwar nicht ZOG seine Hehlerei für diese Tat, sondern dafür der Verfassungsschutz. So ließ ein Sprecher der Behörde in Nordrhein-Westfalen wissen, daß seine Institution mit den Daten arbeiten werde, auch wenn diese unrechtmäßig gewonnen worden seien. Begründet wird dies mit dem Argument, daß besagter Versand ja „ausländerfeindliche Musik“ vertreibe. Ein schwaches Argument, wenn man uns fragt, so sollte in solchen Dingen eigentlich nur die Frage auf dem Tapet stehen, ist das Versandangebot rechtswidrig oder nicht und von einer Rechtswidrigkeit kann beim Angebot des Aufruhr-Versandes wohl nicht gesprochen werden.
Alles in allem dennoch ein interessanter Aspekt, der durchaus vermuten läßt, daß diese Hackermafia in direkter Verbindung mit dem Verfassungsschutz steht und möglicherweise auch von diesem finanziell ausgehalten wird.
In einschlägigen Veröffentlichungen prahlt man nun mit 7500 erbeuteten Kundendaten. Dies mag zwar für den direkten Betroffenen unschön sein, ist aber letztendlich auch kein Beinbruch. So dienen Veröffentlichungen dieser Art eigentlich nur als Drohkulisse um Kunden solcher Versände einzuschüchtern, da es aber dort nichts zu kaufen gibt, was rechtlich bedenkenswert wäre, sind übermäßige Sorgen eigentlich überflüssig. Nicht anders ist es mit antifaschistischen Drohgebärden, wonach man bestimmte Adressen in diesen Dateien aufsuchen werde, um die betreffenden Leute entsprechend zu malträtieren. Müßte man dies ernst nehmen, so würden derzeit wohl angesichts der bereits im letzten Jahr erbeuteten Kundendaten von anderen Versänden Hunderte Nationalisten in Angst und Schrecken leben. Tatsächlich aber ist uns nicht ein Fall bekannt, wo auch nur einer der Versandkunden aus Gründen der Veröffentlichung seiner Adresse irgendwelchen Schaden erlitt.
Interessant in diesem Zusammenhang ist die staatliche Reaktion noch aus einem anderen Grunde. So wurde bekanntlich Ende September vergangenen Jahres auch der linke „Red Stuff-Versand“ von www.antifa.de gehackt und dessen Adressenliste veröffentlicht. Im Gegensatz zu jetzt, hieß es jedoch von staatlicher Seite nicht, daß man mit Daten dieser Art arbeiten werde, obwohl deren weitestgehende Herkunft aus der linksextremen Szene amtlich sein dürfte, sondern statt dessen, daß man sich um die Betroffenen kümmern werde, um sie vor möglichen Übergriffen zu schützen. Interessanterweise stehen solche Überlegen hier offenbar gar nicht erst zur Debatte und daß obwohl es auf Indymedia beispielsweise Kommentare wie diesen gibt:
Schade dass der Link wegen Beschwerden entfernt wurde… ABER!
Ich würde mal sagen, dass trotzdem einigen Faschisten bald übel wird. Ich habe heute 10 CDs mit der Zip Datei weitergegeben, und morgen werde ich nochmal 30 weiter reichen. Unter denen die CDs erhalten befinden sich auch Hacker, die die Emailadressen lahm legen wollen, außerdem Schmierer die Häusern einen neuen Anstrich verpassen wollen!
Ich möchte noch mal kurz auf die Sache mit den Thüringer Bullen eingehen. Falls da wirklich welche geordert haben und vorallem ist interessant was sie geordert haben. Stelle sich mal einer vor da hätten Bullen Antisemitische Musik geordert und bei Land “Drittes Reich, Großdeutschland” o.ä. angegeben hätten, wäre das ein Handfester Skandal. Dann würde bei jeder Polizeirazzia in der Linken Szene nicht nur bei unserer Sorte ein Aufschrei wegen Faschistischer willkür losgehen. und wir hätten eine neue Handhabe! Wie GEIL!!!!
HEUTE EINEN TOAST AUF ISREAL UND DAS ZOG; AUF DIE DATENANTIFA UND ALLE GENOSSEN!
Das Pseudonym des Verfassers dieser Suada ist übrigens „Dillinger“, der Name eines amerikanischen Schwerverbrechers. Doch auch wenn dieser Skribent gewiß nicht die Gewichtsklasse des echten Dillinger hat, nomen est omen.
Keinen Problem mit illegalen Hackerangriffen hat auch das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum in Berlin, dessen Sprecher Falco Schuhmann gegenüber der TAZ erklärte: “Wenn sich die Rechte immer mehr ins Netz verlagert, müssen die Nazis eben auch dort bekämpft werden.” Ein Statement das an Deutlichkeit nicht zu übertreffen ist und dessen Beantwortung eigentlich nicht im Geschrei über veröffentlichte Kundenadressen liegen, sondern allenfalls im Nachdenken darüber, wie man entsprechende Angriffe am besten erwidert, bzw. auf tatsächliche Übergriffe, die im Zusammenhang mit solchen Veröffentlichungen stehen, reagiert. Aus rechtlichen Gründen ist es hier sicherlich nicht opportun, an dieser Stelle mit dem altbekannten „Auge um Auge, Zahn um Zahn …“ zu kommen, aber wenn man es sich recht überlegt … . Eine Hand wäscht die andere.
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Darüber hinaus sollte man sich ernsthaft überlegen, ob man künftig noch Bestellungen bei einem Versand aufgibt, der derart leichtsinnig und fahrlässig mit den ihm anvertrauten Kundendaten umgeht, obwohl er eigentlich angesichts der Beispiele bei anderen Versänden spätestens seit letztem Jahr gewarnt gewesen sein müßte. Blicken wir aber jetzt auf die inzwischen wieder hergestellte Internetseite des Aufruhr-Versandes, so entdecken wir noch nicht einmal den Anflug einer Entschuldigung an die Kundschaft und das ist, um es einmal gelinde auszudrücken, schon etwas unhöflich gegenüber den zahlenden Kunden.
Siehe auch
Indymedia 23.02.2006 00:36
taz vom 24.2.2006 24.02.2006 12:58
Quelle: Störtebeker-Netz 26.02.06


5 responses so far ↓
1 Rudolf // Feb 26, 2006 at 22:16
Dabei sind die Linken doch immer zu Tode betrübt, wenn ihre eigenen Netzseiten wie Hagalil oder ähnliches einmal unter die Räder kommen. Dabei müssten sie das doch begrüßen, wenn die Gegenseite die Vorgehensweisen der Linken übernimmt, da sie ja nicht müde werden, zu betonen, wie aufgeklärt, menschenfreundlich und fortschrittlich sie doch seien.
2 Lord Heru'ur // Feb 26, 2006 at 22:39
Ach, wie immer ist die Legasthenie der Antifanten nett anzusehen.
Wie auch immer, ich freue mich auch schon auf deren Geschreie wenn wieder einer ihrer „Online-Shops“ gehackt wurde. Denn sie sind ja bekanntlich äußerst groß darin auszuteilen aber nicht einstecken zu können.
3 Zero // Feb 27, 2006 at 10:49
Auch ich halte es für fragwürdig, solche Daten ewig extern im Netz zu speichern - jedoch amüsiere ich mich jedesmal köstlich über die Zahlenspielerreien, die dann von den antifanten veranstaltet werden. “Ja, wir haben von denen 5/7000 Addressen, die von uns nur 500.” Wundert´s? Ich meine, es ist doch bekannt, daß jene Leute, welche sich mit sog. “Antifa-Wear” eindecken, ein recht überschaubarer Haufen sind, vielleicht ist´s vielen aucheinfach nur zu peinlich, so´n Zeug zu tragen. Wogegen der subkultur-Konsument der rechten Szene fast schon langsam so normal wird, daß große Kaufhausketten nur noch der PC wegen davon Abstand nehmen, die rechte Palette einfach in ihr Sortiment einzuverleiben - zum Glück für die Bauchladen-Versandhandel von rechts.
4 J.B. // Feb 27, 2006 at 11:44
Wenn man nicht mehr genug Leute für Randale zusammenbekommt, dann muß sich die Handvoll Kleinkrimineller eben mit Hacken beschäftigen. Es mag zwar achtlos sein, Kundendaten im Netz zu speichern, aber andererseits darf die Antifa ruhig an ihrem Informationsmüll ersticken – ist der Stasi ja auch so ergangen. Die konnten nur noch sammeln, aber nicht mehr handeln. Daß der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen mit den auf kriminellem Wege erbeuteten Daten arbeiten will, schockiert höchstens noch jenen Naivling, der an Rechtstaatlichkeit und Demokratie glaubt. Wenn man sich die jüngsten primitiv-polemischen Veröffentlichungen des VS Brandenburg bzw. Meck-Pomm durchliest, so unterscheidet diesen von der „Antifa“ bestenfalls noch die Anzahl der Rechtschreibfehler. Daß auch das Gros der BRD-Juden die kriminellen Machenschaften toll findet, zeigt ein Beitrag der Zeitung „Die Jüdische“. Auszug:
„Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und die Tageszeitung (taz) berichten über das Geschehene, der Verfassungsschutz will Daten zur Strafverfolgung nutzen und die Naziszene ist verärgert.“
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=16&Param_RB=&Param_Red=5085
Mein Ärger hält sich in Grenzen (ich gehöre wahrscheinlich nicht zur „Szene“) und daß der VS Strafverfolgung betreiben darf, das wäre mir auch neu.
5 Eva // Jul 20, 2006 at 5:28
Die Wahrheit ist, dass hier auf diesen Seiten Völkertrennung betrieben wird, statt Menschen zusammen zu führen…*
Wieso? Ist das Pflicht? Keine Sorge, hier finden sich schon die Richtigen.
Schriftleitung Altermedia
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