New York /Teheran: Wegen seines Atomprogramms soll sich der Iran jetzt vor dem Weltsicherheitsrat verantworten. Eine entsprechende Entscheidung wurde jetzt von diesem Gremium gefällt, nach dem China und Rußland ihren bisherigen Widerstand gegen diese Forderung von Seiten der USA und der EU aufgegeben haben. Der Sicherheitsrat will nun vom Iran eine Garantie für den Verzicht auf den Bau von Atomwaffen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) will nun einen Forderungskatalog herstellen, der dem Iran vorschreiben soll, was er in puncto Atom zu tun und zu lassen hat. Dazu soll es eine von Deutschland, Frankreich und Großbritannien formulierte Resolution geben, die Garantien für eine ausschließlich zivile Nutzung der Kernkraft im Iran fordert. Als Kompromißgrundlage dafür gilt ein Vorschlag Rußlands, die iranische Uran-Anreicherung auf russisches Gebiet auszulagern.
Ein Verlangen, daß als Eingriff in die Souveränitätsrechte eines unabhängigen Staates wohl kaum zu kaschieren ist und von dem man wohl sagen kann, daß der Iran wohl das Recht hat, Ähnliches von seinen Kontrahenten zu fordern. So fällt es schon auf, daß man wegen der nicht vorhandenen Atomwaffen des Irans einen solchen politischen Zirkus veranstaltet, während man absolut keine Probleme damit hat, daß Staaten wie Indien, Pakistan oder Israel ebenfalls im Besitz von Atomwaffen sind. Daß ein Staat der Wert auf wirkliche Unabhängigkeit und Sicherheit vor ausländischen Aggressoren legt kaum noch eine andere Wahl hat, als sich auf das militärische Niveau seiner Gegner hochzurüsten, zeigt wohl das Beispiel Nordkoreas, dessen Atomwaffenbesitz ihm immerhin bislang die Sicherheit seines Landes garantiert hat. Wie es jedoch aussieht, wenn man sich zum Erfüller westlicher Forderungen um jeden Preis macht, zeigt das Beispiel Irak, den keine noch so intensive Erfüllungspolitik gegenüber USA, UNO und Israel davor bewahren konnte, schließlich von den westlichen Mächten unterjocht zu werden.
Kein Wunder also wenn der Iran nach solchen Erfahrungen in der direkten Nachbarschaft kaum das Bedürfnis verspürt, dieses Schicksal zu teilen. Seinem Nachbarn Syrien dürfte es in dieser Hinsicht übrigens nicht anders gehen. Auch wenn dieser Staat inzwischen aus den Schlagzeilen verschwunden ist, so ist es doch amtlich, daß dieses Land nach Iran das nächste auf der Abschußliste der kalten Krieger aus Jerusalem und Washington steht.
Im Iran beharrt man unterdessen auf der Durchführung einer „Holocaust“-Konferenz, zu der auch eine internationale „Wahrheitsfindungskommission“ gehören soll, die prüfen soll, ob tatsächlich sechs Millionen Juden umgebracht worden sein. Der wissenschaftliche Berater des iranischen Präsidenten, Mohammed Ali Ramin, ließ dazu gegenüber der FINANCIAL TIMES fallen: “Die Holocaust-Story war der Vorwand für die Entstehung des verbrecherischen israelischen Regimes”. „Die westlichen Völker dulden und finanzieren die Verbrechen nur, weil ihnen weisgemacht wird, sie hätten sechs Millionen Juden ermordet.”
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| Mohammad-Ali Ramin |
Gleichzeitig meinte er allerdings auch: „Falls die Kommission tatsächlich herausfindet, dass die Deutschen sechs Millionen Juden ermordet haben, wird eine zweite multinationale Kommission sich eine entsprechende Strafe überlegen müssen.” Nach Meinung Ramins, der hier offenbar vergessen hat, daß der Zweite Weltkrieg bereits seit 61 Jahren zu Ende ist und bei dem Deutschland bereits ein Drittel seines Territioriums verloren hat, würde dies auch die Übergabe von deutschem Territorium für einen Judenstaat mit einschließen.
* Ganz schön dreist. Im Interesse des Weltfriedens wollen wir aber jedoch nicht kleinlich sein, wie wäre es daher mit Ostpreußen oder Oberschlesien als Gebiet für den neuen Judenstaat? In Oberschlesien soll es darüber hinaus einen netten verträumten Ort geben, der von Juden aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen als besonders anheimelnd empfunden wird. Wäre das nicht der richtige Ersatz für Jerusalem? – Die Schriftleitung
Ramin betonte außerdem: “Seit 27 Jahren werden wir im Westen als Verbrecher verleumdet. Jetzt nehmen wir wieder unsere Rolle als Richter ein und ziehen die wahren Verbrecher zur Rechenschaft.” Na, da darf man wohl gespannt sein. Der iranische Politiker lud die Bundesregierung übrigens herzlich ein, selbst wissenschaftliche Vertreter zu dieser Veranstaltung zu senden. Wie diese jedoch reagierte, dürfte nicht erst seit dem Paßentzug für Horst Mahler bekannt sein. Inzwischen gibt es vom jüdischen Historiker Götz Aly angeregte Überlegungen, eine „Gegen-Konferenz“ ins Leben zu rufen. Das verwundert wenig, da „Wissenschaftler“ dieser Sorte es für gewöhnlich gewohnt sind, daß ihre Dogmen nicht in Frage gestellt werden, so daß sie nur vor handverlesenem Publikum dozieren, um unliebsame Störungen zu vermeiden. Aber wer es nötig hat, seine geschichtlichen „Erkenntnisse“ strafrechtlich schützen zu lassen, dem macht der verlogene und keineswegs wissenschaftlich zu nennende Charakter einer solchen Konferenz vermutlich auch nichts aus.
Siehe auch
BILD 31.01.06
Muslim-Markt-Interview mit Mohammad-Ali Ramin vom 08.06.04
Quelle: Störtebeker-Netz 31.01.06



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